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Kritiken von "VideobusterRedaktion" aus

293 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Frau mit Hund sucht Mann mit Herz
    Lovestory, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 01.02.2006
    Online-Dating ist in, und damit ist es an der Zeit für eine ernst zu nehmende Komödie über die Partnersuche per Mausklick. Wer bei Netz-Flirts vor allem an grausame Blind Dates mit neurotischen Großstädtern und all ihren sozialen Defekten denkt, soll zunächst Recht behalten: Das Gruselkabinett, das sich bei der neu, aber leider nicht frisch auf den Markt geworfenen Diane Lane anbiedern will, besteht aus einer bemitleidenswerten Heulsuse, einem Handschellen-Fetischisten und einem „lebenslustigen 50er“, der sich am Ende als der eigene 75jährige Vater herausstellt. Immer wenn nicht gerade die gängigen Klischees über das Paarungsverhalten schwer vermittelbarer Single-Frauen im besten Alter bekalauert werden, trifft „Frau mit Hund“ mit lebensbejahendem Humor voll ins Herz. Zwischen dem Traumpaar in spe, Diane Lane und John Cusack, sprühen leider niemals wirklich die Funken der Leidenschaft, aber die wahre Botschaft dieses Films ist schließlich: Traumprinzen fallen nicht wie Geschenke vom Himmel direkt ins Bett, sondern müssen in mühevoller Kleinarbeit, notfalls über den geliehenen Gesprächsanlass „Vierbeiner“, herangezogen werden. Oder wie es in einer Internet-Kontaktanzeige steht: „Bis ich Mr. Right gefunden habe, amüsiere ich mich eben mit Mr. Right Now“. Pflichtprogramm für die seelisch und körperlich gereifte „Sex and the City“ Generation.


    Für Fans von:
    „Hitch – Der Date Doktor“, „50 erste Dates“, „Email für Dich“
  • Das wandelnde Schloss
    Anime
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 01.02.2006
    Japanische Zeichentrickfilme gelten als alberner Sci-Fi Kinderkram oder als knallharte Sex-Nachhilfe für eine nach Augenpulver bettelnde Dr. Sommer-Generation. Seit einigen Jahren setzt der preisgekrönte Animé-Künstler Hayao Miyazaki den Bondage Girls von Captain Future traditionelle Märchenstoffe entgegen, die er in atemberaubender Detailgenauigkeit und mit überbordender Fantasie bebildert. Genau wie seine Erfolgsproduktion „Chihiros Reise ins Zauberland“ ist „Das wandelnde Schloss“ höchstens auf den ersten Blick ein Kinderfilm. Dahinter verbirgt sich eine sehr erwachsene Botschaft über Lebensangst und Verantwortung, basierend auf einem Roman der britischen Autorin Diana Wynne. Der Star des Films ist das titelgebende Schloss selbst, eine lebende Müllhalde aus altem Industrie- und Bauschutt. Es türmt sich bis in den Himmel und stakst auf Stelzenbeinen genauso sicher durch sommerliche Blumenfelder wie über gefährliche Gebirgsschluchten. Eine fantastische Animationsreise in eine geheimnisvolle und gefährliche Zauberwelt für alle, die noch träumen können und wollen.

    Für Fans von
    Chihiros Reise ins Zauberland, Die Unglaublichen, Titan E.A.
  • Spiel ohne Regeln
    Häftlinge gegen Wärter - Gute Gelegenheit, ein paar Rechnungen zu begleichen!
    Komödie, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 01.02.2006
    Die Amis lieben Football, logo, dass sich Hollywood-Stars ihren Fans gerne als Super Quarterbacks präsentieren wollen. Wir Europäer dagegen verbinden mit dem unübersichtlichem Gewimmel vorm Touchdown eher gepflegte Langeweile und ein hochkompliziertes Regelwerk. Da klingt der Titel „Spiel ohne Regeln“ für einen Footballfilm mit Comedy-Star Adam Sandler doch viel versprechend – dachte ich. Schade nur, dass dieses Knast-Drama-Remake eines Knast-Dramas weder ein spannender Sportstreifen noch eine brauchbare Sozialkritik wurde: Ein ehemaliger NFL Superstar wird wegen eines Unfalls im Suff in einen texanischen Knast geschickt, wo er die Sträflings-Mannschaft trainieren soll. Das Underdog-Dramedy wird durch unnachgiebige Wiederaufnahme der gängigsten Klischees zur Geduldsprobe. In viel zu seltenen Szenen bricht kurz ein Anflug von Humor durch, der aber sofort von vorhersehbaren Macho-Allüren platt gewalzt wird. Sogar Alt-Star Burt Reynolds, Hauptdarsteller der filmischen Vorlage aus den 70ern, wird für eine Hand voll Einstellungen aus dem verdienten Ruhestand gerissen, kann aber dieses Debakel am letzten Yard nicht verhindern.

    Für Fans von
    Die Wutprobe, Die härteste Meile, Saturday Naight Live
  • The Call
    Was ist, wenn der Tod anruft?
    Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 01.02.2006
    Ich wusste es schon immer: Handys sind der Untergang der Zivilisation. Die summenden, fiependen und ewig um Aufmerksamkeit buhlenden Quälgeister nerven bevorzugt in den unpassendsten Momenten, und wer hat nicht schon der einen oder anderen Quasselstrippe im Bus oder der U-Bahn heimlich einen langsamen Tod gewünscht? Japans Horror-Regisseur Takashi Mike erfüllt nun diesen Wunsch und hat die ausgelutschte "Ring"- Story vom todbringenden Videoband aufs Handy übertragen. Ein Anruf – und zwei Tage später bricht dir ein übellauniger Rachegeist, garniert mit einem roten Bonbon im Mund, das Genick. Alles schon mal da gewesen, dennoch habe ich meine Finger ins Sofa gekrallt, als hätte ich noch nie einen Horrorfilm gesehen. Gerade weil „The Call“ auf Splattereffekte und Blutbäder verzichtet, reichen dunkle Schatten und kratzige Soundeffekte aus, um sich kräftig zu gruseln. Obwohl in letzter Konsequenz nicht wirklich originell, ist der Horror in jeder Szene greifbarer als in den meisten Hollywood-Standard-Teenager-Metzeleien nach dem „10 kleine Negerlein-Prinzip“. Jetzt hoffe ich nur, dass das zu erwartende US-Remake nicht allzu furchtbar wird.

    Für Fans von
    „The Ring“, „The Grudge“, „Dark Water“
  • Ein Duke kommt selten allein
    Komödie, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 01.02.2006
    Erinnert noch jemand die 80er TV-Serie „Ein Duke kommt selten allein“? Nicht? Kein Wunder! Die Robin Hood-Abenteuer einer mäßig intelligenten Familie im Nirgendwo Nordamerikas hat in Deutschland nie für phänomenale Quoten gesorgt. Die Gnade des Vergessens schützt allerdings nicht davor, wie demnächst „Miami Vice“ oder zuvor „Starsky und Hutch“, ins Kinoformat geprügelt zu werden. So beneidenswert der aufgemotzte Dodge Charger der Hauptfiguren auch sein mag, die Verfolgungsjagden ermüden ab der dritten Wiederholung gewaltig. Ansehnlicher ist da unbedingt die in Hot Pants gepresste Anatomie von Jessica Simpson, die jedes Vorurteil gegenüber langbeinigen Blondinen glaubhaft bestätigt. Richtig spaßig und beinahe sehenswert sind die Szenen mit „Jackass“-Star Johnny Knoxville, dessen lustvoller Schrei „Yeeeeha!“ tatsächlich authentisch klingt und gute Laune überträgt. Der notdürftig zwischen Highway-Romantik und Wettsaufen gewebte Plot wird für alle, die der absehbaren Handlung nicht folgen können, von einem Kommentator erklärt, vermutlich ein Zugeständnis an die avisierte Zielgruppe von Fahrschul-Versagern mit Autoritätsproblemen.

    Für Fans von
    Die Superbullen, Starsky und Hutch, Jackass
  • Deuce Bigalow 2 - European Gigolo
    Für die Frauen Europas... ist die käufliche Liebe viel billiger geworden.
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 18.01.2006
    Rette sich, wer kann, der Film-Gigolo mit dem Intelligenzquotienten einer Scheibe Toastbrot ist zurück! Vor sechs Jahren sprang der vollständig unkomische US-Komiker Rob Schneider bereits als Nachwuchs-Callboy Deuce Bigalow durch die Betten der bedürftigen Damenwelt und verblüffte dabei mit einem ungeahnt niedrigen Humor-Niveau. Doch schlimmer geht in Hollywood immer. Die frivole Fortsetzung „Deuce Bigalow: European Gigolo“ unterbietet locker alle „Dumm und dümmer“ Zoten, wenn beispielsweise eine Kundin aus Tschernobyl statt einer Nase einen Penis im Gesicht trägt – und dann niesen muss. Oder wenn Til Schweiger als Edelstricher wegen seines Elefanten-Organs zum „König aller europäischen Gigolos“ gekürt werden soll. Um die grenzdebile „Wer hat den Größten und Dicksten?“ Story mit einem Minimum an Handlung am Leben zu erhalten, killt auch noch ein Serienmörder die Teilnehmer einer Gigolo-Konvention. Die schlechte Nachricht: Der Hauptdarsteller wird leider verschont und bleibt für einen dritten Teil abrufbar. Die gute Nachricht: Der pubertäre Schulhofklamauk dauert nur 83 Minuten. Selten habe ich einen flacheren Film gesehen.

    Für Fans von:
    „Verrückt nach Mary“, „Dumm und dümmer“, „Deuce Bigalow“
  • Jungfrau (40), männlich, sucht...
    Je länger man wartet, desto härter wird es.
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 18.01.2006
    In der Umkleide beim Betriebssport wird Andy Stitzer (US-Comedy Star Seve Carrel) zum Gespött der ganzen Truppe, denn er ist mit 40 Jahren immer noch Jungfrau! Das soll natürlich schnellstens ein Ende haben! Wie gut, dass ich mit 16 angefangen habe und mir deshalb die vielen peinlichen Erlebnisse erspart geblieben sind, die der Spätzünder auf der Suche nach seiner Entjungferung durchleiden muss. Stellen Sie sich vor, Sie sollten zusätzlich zu der bei älteren Männern natürlichen Midlife-Crisis vom Ausmaß einer Erdplattenverschiebung unbeholfen erste Petting-Versuche starten. Wer (wie ich) Spaß daran findet, beim Endspiel des Lieblingsvereins besserwissend vor der Glotze zu sitzen und gute Tipps zu rufen, wird sich bei „Jungfrau (40)“ in seinem Element fühlen. Und keine Sorge vor unangenehmen Peinlichkeiten: der liebevoll trottelige Sex-Neuling wird bei seinen tapsigen Flirtversuchen kaum vorgeführt, im Gegenteil, er kann reichlich Sympathiepunkte sammeln, beispielsweise beim misslungenen Aufriss einer stockbesoffenen Tussi, die ihren Mageninhalt in unpassender Situation entleeren muss. In den meisten Szenen bleibt der präkoitale Filmspaß aber hübsch oberhalb der Gürtellinie. Eine bis in die Nebenrollen passend besetzte Dating-Lehrstunde, die alle ehemaligen Jungfrauen (weiblich und männlich) zum Lachen bringen wird.

    Für Fans von
    „Die Hochzeits-Crasher“, „Hitch – Der Date Doktor“, „Anchorman“
  • Antikörper
    Das Gute ist das Böse daran.
    Thriller, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 18.01.2006
    Lasst mich eine Lanze brechen für den deutschen Film. Seit „Anatomie“ gab es eigentlich keinen wirklich guten Horrorfilm „made in Germany“ mehr. „Antikörper“ von Regie-Neuling Christian Alvart (den Namen sollte man sich unbedingt merken) füllt diese Lücke mit einer brachialen Psychopathen-Hatz, die auch unserem Lieblings-Kannibalen Hannibal Lecter eine Menge Spaß bereitet hätte. Der Serienmörder in „Antikörper“ trägt dabei den täuschend versöhnlichen Namen Gabriel Engel, aber dass Gott nichts mit ihm zu tun haben wollte, wird von Anfang an klar: 15 Ritualmorde sichern Gabriels Platz in der Ahnengalerie der ganz besonders fiesen Kino-Killer. Das Kunstblut fließt erwartungsgemäß aus Kübeln – aber nicht Spritzer, sondern Spannung bringt die intelligent verdrehte Story voran, die immer wieder neue gruselige und schockierende Überraschungen bietet. Grandios ist Wotan Wilke Möhring als völlig überforderter Dorfpolizist, dessen verkorkstes Sexleben prima Angriffsflächen für den Serienkiller bietet. Die Genre-üblichen Schockmomente sind großzügig über mehr als zwei Stunden spannendes Blutgericht verteilt und lassen an makabrer Detailfreudigkeit nichts zu wünschen übrig. Die Schlachterplatte aus Deutschland ist angerichtet. Ich wünsche guten Appetit!

    Für Fans von
    „Schweigen der Lämmer“, „Sieben“ und „Anatomie“
  • Dark Water - Dunkle Wasser
    Manche Geheimnisse sollten besser verborgen bleiben.
    Thriller, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 18.01.2006
    „Plitsch, platsch, plitsch, platsch“ – wir alle hatten schon mal ein tropfendes Leck im Badezimmer. Und wir alle wissen deshalb, wie leicht man einen Menschen mit Wasserspielen foltern und geradewegs in den Irrsinn jagen kann. Auf die harte Tour lernt dies in „Dark Water“ die grandiose Jennifer Connelly, als sie ein heruntergekommenes Wohnklo in einem anonymen Mietsilo in New Jersey bezieht. Schon in der ersten Nacht macht es sich ein ekliger Wasserfleck samt Schnellschimmelpilz über ihrem Bett gemütlich, und der wird minütlich immer größer, immer dunkler und immer schimmliger. Weder durch Verputzungsarbeiten noch durch flehentliches Zureden lässt er sich vertreiben, denn er stammt aus dem Jenseits. Die subtile Geistergeschichte ist eine weitere abseitige und in Amerika recycelte Idee vom japanischen „Ring“- und „Grudge“-Erfinder Nakata. Wer jetzt nackten Horror erwartet, wird vermutlich enttäuscht: Die großen Schockeffekte des japanischen Originals hat Regisseur Walter Salles zugunsten der Psychologie der Hauptfiguren reduziert. Das führt zu einer greifbar beklemmenden Atmosphäre, der ich mir bis zum feucht-gruseligen Finale nicht entziehen konnte. „Dark Water“ erinnerte mich mit seinen düsteren Albtraumbildern an die frühen Polanski-Werke „Ekel“ oder „Der Mieter“. Nach diesem Film werden Sie Ihren Wasserfleck im Badezimmer mit ganz anderen Augen betrachten, versprochen!

    Für Fans von
    „Ring“, „The Grudge“ und „Ekel“
  • Siegfried
    Abenteuer, Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 18.01.2006
    Manche Filme lassen sich mit drei Buchstaben beschreiben: „Oje“ passt jedenfalls wie die Faust auf Tom Gerhardts Nase und seine Nibelungen-Verarsche „Siegfried“. Sie haben aus Langeweile das Telefonbuch bereits auswendig gelernt und kreischen „Alaaf!“ vor Vorfreude, 89 Minuten lang unterirdisch blöden Karnevalhumor vorgesetzt zu bekommen? Nur dann (und mit freundlicher Unterstützung einer Kölsch-Brauerei Ihres Vertrauens) könnten Ihnen die historisch garstig verfremdeten Abenteuer eines ebenso blonden wie dummen Nachwuchsritters gefallen, der mit einem sprechenden Schwein im Schlepptau um die Liebe der schönen Kriemhild wirbt. Die will jedoch etwas anderes (nicht das Schwein, obwohl das die intelligentere Wahl gewesen wäre) und der Zuschauer fleht bereits nach den ersten Fäkalien-Witzen auf Schulhof-Niveau, dass dieser Wunsch nach einem baldigen Ableben des Hauptdarstellers rasch in Erfüllung gehen möge. Die schlechte Nachricht: das tut er nicht. Die gute Nachricht: an der Kinokasse ist „Siegfried“ gefloppt, so flach wie die Produzenten gedacht haben, ist der deutsche Humor doch noch nicht gesunken. Eine Bitte zum Schluss: Lieber Tom Gerhardt, spielen Sie das nächste Mal eine Rolle, deren IQ über Zimmertemperatur liegt, vielleicht ist das Ergebnis dann wirklich eine Komödie und kein visuelles Folterinstrument.

    Für Fans von:
    7 Zwerge – Männer allein im Wald, Dumm und dümmer, Hausmeister Krause
  • Das Comeback
    Für eine zweite Chance ist es nie zu spät.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 16.01.2006
    Ruckzuck ist die Lippe dick! Meine Mitbewohnerin findet Boxen richtig doof, aber Russel Crowe seit „Gladiator“ einfach nur klasse. Ich finde meine Mitbewohnerin richtig klasse, ich mochte sogar das Sandalen-Epos aus dem Kolosseum wirklich gerne, reagierte aber dennoch auf die Idee, die Boxer-Studie „Das Comeback“ zu sehen, vorsichtig formuliert, skeptisch: Ein Underdog-Movie, das während der Zeit der amerikanischen Depression in den 30er Jahren spielt? Wenn das nicht nach einer Freieinweisung auf die Analytiker-Couch und vielen verschreibungspflichtigen Anti-Depressiva klingt! Mit meinem wie immer vorlauten Geunke lag ich aber meilenweit daneben: Der Film verfügt über Tiefgang und einen sogar in Sporthöschen beeindruckenden Hauptdarsteller. Klar, dass in die Kampfszenen Bilder der hungernden Familie (Frau Zellweger sah wirklich sehr mager aus) als Motivationsschub eingeblendet wurden, war etwas arg pathetisch – aber das ging schnell unter im Feuerwerk der Fäuste. Dafür, dass bei den Dreharbeiten beim Catering gespart wurde, spricht übrigens auch, dass Crowe für die Rolle 50 Pfund abgenommen hat. Im Kino ist „Das Comeback“ grandios gefloppt, was jedoch niemand vom Heimkino-Erlebnis abhalten sollte. Das gilt auch für die, die Boxen doof finden. Vor allem für die Mädels.

    Für Fans von:
    Gladiator, In einem fernen Land, Gangs of New York
  • Die Insel
    Plane deine Flucht.
    Thriller, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 19.12.2005
    Das hatte ich immer geahnt: Scarlett Johansson ist gar kein Mensch, sondern nur ein Klon. So viel Schönheit muss aber auch künstlich sein! Den Beweis liefert das Scifi-Epos „Die Insel“, das ich für mich „Die Rückkehr der Klon Krieger“ getauft habe. Ex-Jedi Ewan McGregor und das verführerischste Lächeln seit Mona Lisa spielen darin die angeblich Überlebenden einer Umwelt-Katastrophe – dabei sind sie nur auf Hochglanz gezüchtete Ersatzteillager für Reiche und B-Promis, die mal rasch eine neue Leber, Niere oder was sonst so auf VIP-Partys kaputt gefeiert wird, benötigen. Die Story erinnerte mich an den Klassiker „Coma“ aus den 80ern, aufgepeppt mit völlig unglaubwürdigen Autobahnstunts und Hochhaus-Abstürzen, die „Mission Impossible“ zu einer Reality-Show degradieren. Was so viel bedeuten soll wie: Danke Hollywood, endlich ein Thriller mit einer intelligenten Story – aber leider am Ende eher kaputt gemacht durch eine Überdosis Krawall-Action, die die Produzenten vermutlich verlangten, weil sie ihrem Film nicht genug vertrauten. Stattdessen setzten sie schamlos auf massig Product Placement, so dass zwischen den Nahaufnahmen von Scarlett immer wieder Logos von Software-Herstellern und Sportbekleidung eingeblendet werden. Regisseur Michael Bay war vor seiner Film-Karriere Werbefilmer.

    Für Fans von „Flucht aus dem 23. Jahrhundert“, „Coma“, „Mission Impossible“
    Rückkehr der Klon-Kriege