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Kritiken von "Segafredo" aus Zirndorf

269 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Herz aus Stahl
    Krieg endet niemals leise.
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 27.08.2015
    Habe mich schon lange nicht mehr derart über einen Film geärgert wie hier. Hatten uns ein tiefgründiges Kammerspiel, ein "Das Boot" im US Panzer erwartet. Aber was mussten wir uns dann letztlich 2 Stunden lang bieten lassen? Ein Hochglanz-Historiengeballer mit ultrabrutalen Details, blöder Schwarz-Weiß-Malerei (Nazi/Amerikaner) wie in den übelsten WWII-Schinken des letzten Jahrhunderts und dämlicher Heldenstilisierung gegen Ende. Und bei all der Brutalität sind die Protagonisten dann aber wieder soooo gerecht gegenüber den Schwachen (z.B. Kindern und Frauen). Apropos Frauen: Da sieht man 120 Minuten lang zerfetzte Gesichter und Körper, abgetrennte Köpfe, plattgewalzte Körper und aber der Sex wird dann wie in Hollywoodurzeiten nur angedeutet. Man möchte fast ätzen: Typisch Amerika, Gewalt ok - Liebe und Sex böse. Überhaupt strotzt der Film vor Klischees und ist extrem vorhersehbar.
    Ich bin mir darüber im klaren, dass diese Rezension nicht schön strukturiert und formuliert ist. Aber ich bin noch derart wütend über den Film, dass ich derzeit leider zu keiner besseren Form in der Lage bin. Lieber Brad, diesen Kriegsporno hattest Du wirklich nicht nötig. ds
  • Nymphomaniac 1
    Vergiss die Liebe.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 18.08.2015
    Einfach nur grandioses Kunstkino vom Feinsten. Ich denke, Lars von Trier hatte sich dabei zwei große Ziele gesetzt: Zum einen war es Ihm sicherlich ein Anliegen, das sexuelle Erleben der Protagonistin anhand möglichst vieler Metaphern (Angeln, Musikkompositionen, Raubtiere,...) für den Zuseher intensiv nachfühlbar zu machen (was ihm auch gelungen ist). Zum anderen versuchte er, wie schon einige deutlich erfolgloser vor ihm, Sex eben mit den uns Menschen ausschließlich zu diesem Zweck gewachsenen Organen, in voller Realität zu zeigen. Schluss mit "zufällig" über den Lenden liegenden Bettlaken, oder schwummrigem Licht! In einer meiner Meinung nach noch nie dagewesenen gelungenen Art und Weise schaffte es der Regisseur detailverliebte "pornographische" Szenen mit einer derartigen Selbstverständlichkeit in eine unglaublich interessant erzählte nymphomanische Frauenbiographie zu integrieren. Teil eins (Directors Cut) ließ mich letztlich überwältigt zürück. Schon lange hat mich kein Film mehr derart interessiert und fasziniert. Freue mich schon sehr auf Teil 2 (Directors Cut) . ds
  • Im Keller
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 18.08.2015
    Ich empfinde "Im Keller" als künstlerischen Rückschritt des Regisseurs. Nachdem er seinen selbst kreierten Filmstil in der Paradiestrilogie zur Perfektion steigerte kehrt er hier nun wieder in den guten alten Realo-Schock-Dokumentarstil zurück und führt ahnungslose, teils liebevoll schrullige, teils beängstigend bizarre Charaktäre vor. Ich verstehe dabei seine Intention durchaus, haben doch Österreichs Keller in den letzten Jahren traurige Berühmtheit erlangt, dennoch fehlt seinem subterranen Lokalaugenschein ein wenig der rote Faden. Und...schockieren kann den Seidlkenner ohnehin nichts mehr. Vielleicht ists auch kein Zufall, dass "Im Keller" noch vor der 90-Minuten Marke endet, man hat fast das Gefühl dem Regisseur wurde recht rasch klar, das dieser Streifen eigenlich nicht wirklich in die Gänge kommt. Nur für Fans. ds
  • Sabata
    Western
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 11.07.2015
    Actionlastiger Streifen aus der Zeit des Beginns des Endes des klassischen Italowesterns. Wie häufig in den späten Spaghettiwestern sind auch in Sabata komische Elemente eingepflegt, die harte, ernste Gangart dominiert aber noch. Der Mix funktioniert, wenngleich der Film als Ganzes sicherlich nicht zu den Besten des Genres zu zählen ist. Aussergewöhnlich ist jedoch die dynamische, eindeutig Anleihen an Leones Werken nehmende Kameraführung, welche in den Film eine unglaubliche Rasanz, stellenweise aber auch Nervosität bringt; so sind selbst die Titels schon mitreissend, verglichen mit den eher archaisch anmutenden Farbcollagen früherer Spaghettiwestern. Also , alles in allem Sabata = sehenswert? Durchaus, aber nur für Genrefans. ds
  • Der Gehetzte der Sierra Madre
    Chucillo der Vollstrecker
    Western
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 11.07.2015
    Spaghettiwestern der besseren Sorte, der nicht ausschließlich auf Kalauer und/oder Gewalt setzt sondern auch politische bzw. sozialkritische Untertöne aufweist und interessante Charaktäre besitzt. Einzig die finalen Duelle sind etwas lieblos und chaotisch inszeniert, zumal es einfach auch zu viele kurz hintereinander sind. Leone hätte das sicher stilvoller hingekriegt. Morricone begeistert übrigens wieder mit einem glänzenden Soundtrack und für alle, die sich am Beginn von "Inglourious Basterds" fragten, was das "Für-Elise"-Zitat im Soundtrack sollte gibt es im Film ein Aha-Erlebnis. Empfehlung für Genreliebhaber! ds
  • Drei Vaterunser für vier Halunken
    Western
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 09.06.2015
    Ganz ok für Genrefreunde, aber leider fehlt dem 70er Streifen schon ein wenig der gute alte 60er Spaghetti Charme. ds
  • All Is Lost
    Drama, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 09.06.2015
    Gelungenes Kammerspiel mit einem glaubwürdig der Natur - so gut es eben geht - trotzenden Robert Redford. Besonders gut gefiel mir die Distanz zu den üblichen Survivor-Klischees und das mehrdeutige Ende (ich glaub ja nicht, dass er wirklich vom Rettungsboot...). ds
  • Dallas Buyers Club
    Ich habe nur ein Leben. Es soll was bedeuten.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 31.05.2015
    Was soll man sagen: Gut, gut, gut und jede eingeheimste Auszeichnung wert. Hoffe nur, dass man in Bälde in Hollywood als Schauspieler auch wieder Oscars erhalten kann, ohne bizarre körperliche Extremzustände herbeiführen zu müssen! ds
  • Besser als nix
    Das Leben ist ein Arschloch. Gestorben ist noch jeder.
    Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 14.04.2015
    Ganz netter, aber letzlich belangloser Streifen. Das Bemühen, eine deutsche "schwarze" Komödie zu produzieren, muss hierbei als misslungen angesehen werden - ich würde das Morbide lieber weiterhin unseren österreichischen Nachbarn überlassen, die können das einfach besser (Hader, Seidl,...)! ds
  • A Most Wanted Man
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 14.04.2015
    Ruhiger, etwas (wenn auch nicht reizlos) dahinplätschender Geheimdienstthriller. Bei aller Liebe zur Glaubwürdigkeit wurde ein wenig der Spannungsbogen vernachlässigt und der Zuseher wird erst in den letzten 20-30 Minuten mit etwas Nervenkitzel belohnt (falls er bis dahin nicht schon aufgegeben hat). Gut übrigens das spektakulär-unspektakuläre Ende. Ja, so läufts wahrscheinlich öfters in dem Metier: All die Arbeit und dann...ich will mal nicht mehr verraten. Alles in allem nicht grandios, aber sehenswert, schon allein, da dies Seymour Hoffmans letzter Film war. Schade um Dich Philip , wirklich SEHR schade! ds
  • Töte Amigo!
    Western, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 02.04.2015
    So ähnlich sich die so genannten "Revolutionswestern" auch sein mögen (Maschinengewehr, Kraftfahrzeuge, Protagonistenduo bestehend aus Ausländer und mexikanischem Banditen), stellt "Töte Amigo/Quien Sabe" den besten Genrevertreter dar, den ich bisher kenne. Gian Maria Volonte spielt seine Mitakteure unglaublich an die Wand, dass sogar der sonst so dominante Klaus Kinski nahezu verblasst. Die Story ist gespickt mit der damaligen "Italo-Western"-typischen Brutalität, daneben werden jedoch auch komplexere Charaktäre gezeigt, ein Umstand, den man in vielen ähnlichen italienischen Produktionen der damaligen Zeit teilweise vermisst. Ganz bewusst werden schließlich auch Werte vermittelt bzw. Zeitkritik geübt, was "Quien Sabe" auch den Ruf eines "politischen Italowestern" einbrachte. Für Genrefreunde ein Muss! ds
  • 3096 Tage
    Berührend. Bewegend. Mutig. Stark. Die wahre Geschichte der Natascha Kampusch.
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Segafredo" aus Zirndorf am 02.04.2015
    Hatte mich ja vor dem Film "gefürchtet", da ich entweder ein völlig überzogenes Hollywood-esques Schmalzdrama oder einen nur schwer zu verkraftenden Realoschocker erwartete. Aber der Film hat mich dann sehr positiv überrascht: Die unfassbare, wahre Geschichte der Natascha Kampusch wird mit immenser Detailtreue und -verliebtheit, unvoreingenommen und nicht wertend erzählt, als wären all die Jahre die Filmleute wirklich mit dabei gewesen. Insbesondere die fehlende Wertung und Anklage ist den Produzenten hoch anzurechnen und lässt somit jedem die Möglichkeit, sich selbst seine Meinung zu bilden. Die schauspielerischen Leistungen sind gut, wenn auch nicht hervorragend, aber gerade in der zurückhaltenden Performance der Protagonisten liegt schließlich auch ein Reiz der Erzählung dieser unglaublichen, so passierten Geschichte. Sehenswert! ds