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Kritiken von "hanskrone" aus

15 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Flatliners
    Heute ist ein schöner Tag zum Sterben. Es gibt Grenzen, die man nicht überschreiten sollte.
    Science-Fiction, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 17.02.2019
    Wie jung die heute immer noch sehr bekannten Schauspieler Kiefer Sutherland, William Baldwin, Kevin Bacon, Julia Roberts und Oliver Platt damals waren! Es handelt sich um die Produktion von 1990 und das ist 30 Jahre her.
    Eine sehr gut erzählte, spannende Geschichte, die einige Fragezeichen aufwirft, welche sich aber im Weiteren erklären. Es wird jedoch nicht nur eine interessante Story dargeboten, sondern im Kern geht es um die Problematik ungesühnter, bzw. unvergebener Schuld. Eigentlich war ich eine ganze Zeit lang davon ausgegangen, dass dieses Thema in der typischen amerikanischen Flachheit behandelt wird und der Film kommt zunächst auch tatsächlich so daher. Aber wenn es um das Thema Sterben geht, dann haben letzte Worte eine besondere Bedeutung. Die letzten Worte dieses Films zeigen, dass es eben kein guter Tag zum Sterben war. Mutwillen war der Anfang des Schreckens und keinesfalls die Lösung, denn die offenen Rechnungen des Lebens begleicht man am besten lebend und nicht im und mit dem Tod. Das Leben ist auch Schule und dies definiert denn schließlich, ob ein Tag gut oder schlecht zum Sterben ist. Solch ein mit Verlaub für amerikanische Filme ungewöhnlicher Tiefgang hat mich dann doch überrascht.
  • Prometheus
    Dunkle Zeichen - Die Suche nach unserem Ursprung könnte unser Ende sein.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 30.12.2012
    Missglückt

    Es ist nicht leicht einem Film eine Wertung zu geben, in dem sich die Professionalität eines ansonsten guten Regisseurs mit derart gravierenden, geradezu anfängerhaften Fehlern vereint.

    Faszinierende und großartige Bilder vom ersten Moment. Digitalanimationen, Musik, Sound - großes Kino. Gigers Alienkonstruktionen, tausendmal detaillierter, größer, düsterer und mystischer als man es seit ALIEN I je gesehen hat. Dichte Atmosphäre - gediegenes SiFi alter Schule.

    Doch immer schwerer drückte mir schließlich folgendes auf den Magen: Manche Szenen haben das Niveau eines Teenie-Horrorfilms. Die Story wird geradezu stümperhaft erzählt. Vieles bleibt ungereimt. Besonders ist meiner Meinung nach beim Cut gepfuscht worden. Bestätigt hat sich diese Vermutung, als ich das Zusatzmaterial angesehen habe. Da wurden schließlich noch etliche der Fragen beantwortet.

    Wenn es jetzt nur diese oder die paar anderen Dinge wären, dann könnte ein Directors-Cut vielleicht die meisten Missempfindungen heilen und alles wäre gut. Aber da gab es diese eine Sache, die war so unplausibel und derart schlecht, dass sie mich richtig wild gemacht hat (ich muss jetzt spoilern): Eine Frau mit quer übern Bauch frisch genähtem (eigentlich getackertem) Kaiserschnitt rennt, hüpft und springt stundenlang durch die Botanik und fightet zum Schluss auch noch krass mit der Axt!? Kein Cut kriegt das aus dem Film je wieder raus.

    Schade und mit Blick auf Alien 1 u. 2: Lasst uns die besseren Filme ansehen!
  • Sommer in Orange
    Eine Kommune in Bayern - seid ihr bekloppt?!
    Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 23.12.2012
    Eine deutsche Komödie? Da regen sich bei mir immer erst mal leichte Zweifel in memoriam solcher Streifen wie "Mein Führer" oder "Männerpension". Doch gibt es auch schöne Erinnerungen: "Drei Herren" oder "Goodbye Lenin". Alles Geschmackssache, klar, aber nicht in jedem Fall.
    "Sommer in Orange" machte mich schon neugierig durch den Klappentext. Dann ausgeliehen und volle 106 Minuten geschmunzelt und gelacht. Etwa in der Mitte des Films kam in mir die Befürchtung auf: "Hoffentlich kackt das jetzt nicht ab, hoffentlich holen die nicht am Ende doch noch die fette Moralkeule raus und hauen mir eine über'n Detz! Hoffentlich!". Aber gottlob hat sich diese Angst nicht bestätigt. Es ging unbeirrt um das Leben, die Liebe, das Jung- und Alt-Sein, all so'n Zeugs eben, was das Leben spannend und schön macht. Und überhaupt geht es um Lichtjahre auseinanderliegende Lebensauffassungen. Wie schnell jedoch diese Räume im Menschlich-Allzumenschlichen zusammenfallen können, zeigt liebevoll "Sommer in Orange". Bis zum Ende balanciert die Geschichte ausgewogen und virtuos auf ihrem Till-Eulenspiegel-Seil.
    Eine Botschaft gab es zum Schluss aber trotzdem, eine schöne Botschaft, ohne Häme oder Belehrung: Da sind auf der einen Seite die blauweißen bayrischen Ureinwohner und auf der anderen die orangen "Zuagreisten", die Bhagwanspinner. Allesamt sind sie ein bisschen verrückt, allesamt reinrassige Menschen, alle irgendwie wie ich und Du. Und alle irren sich nicht, wenn sie das leben, was sie sind. Im Abspann einträchtig beieinander: Eine Seite blau und eine orange. Vorzüglich!
  • I Saw the Devil
    Rache ist ein tiefer Abgrund
    18+ Spielfilm, Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 22.08.2012
    Wer hat, wenn ein brutaler Serienkiller sein Unwesen treibt, der noch dazu Kinder oder Jugendliche mordet, sich nicht schon gewünscht, dass solche Ungeheuer möglichst hart und grausam bestraft werden? "I Saw the Devil" erfüllt diesen Wunsch.
    Polizeiagent Soo-hyun steckt in jeder Menge Arbeit und kann, als seine Verlobte an einem Winterabend mitten in einsamer Gegend mit dem Auto liegen bleibt, nicht viel für sie tun. Nachdem später Kinder Leichenteile der vermissten Ju-yeon neben einer Autobahn finden, wird Soo-hyun zum hasserfüllten Rächer und jagt vier in dem Fall verdächtige Sexualstraftäter, deren Identität ihm der Vater der Verlobten, Polizeichef Jang, zugänglich gemacht hat. Er verfolgt und tötet sie, bis er an den Mann gerät, der wirklich seine Verlobte zerstückelt hat. Dieser ist ein Gärtnereibesitzer, der zum Vergnügen und mit unerhörter Bestialität junge Frauen überfällt, sie sexuell misshandelt und anschließend ermordet. Er wird von Schauspieler Choi Min-sik dargestellt, der die Rolle des seelenlosen Sadisten derart furchterregend spielt, dass einem die Haare zu Berge stehen. Offensichtlich sind psychologische Täterstudien realer Fälle mit in den Film eingeflossen, denn die Argumentationen und Verhaltensmuster des Täters stimmen ziemlich genau mit solchen Erfahrungen aus der Kriminalistik überein.
    Soo-hyun straft den verhassten Killer nun mitleidlos und fügt ihm schwere Verletzungen zu. Dann lässt er ihn laufen, nur um ihn weiter zu verfolgen und wieder in flagranti bei neuen Mordversuchen zu stellen. Doch verwandelt dieses gefährliche Katz- und Mausspiel den Jäger zunehmend in eine Person, die der des Killers gar nicht mehr so unähnlich ist. Überdies verliert er bald völlig die Kontrolle über den Sadisten und muss um sein eigenes Leben kämpfen.

    Der Film ist sehr gut gemacht und zieht mit großer Spannung den Zuschauer bis zum Ende in seinen Bann. Schockierend ist das Psychogramm des Täters, der schließlich nichts anderes ist, als ein in sich völlig zerrissenes und seinen sadistischen Trieben hingegebenes psychopatisches Ungeheuer. Alle Elemente natürlicher Menschlichkeit sind zusammenhangslos geworden und haben in der monströsen Persönlichkeit des Killers ihre Zeugniskraft verloren. Leider vermisse ich an dieser Stelle etwas eine höhere Reflexion dieses Themas, wodurch der Stoff der Geschichte am Ende doch in der Ebene eines bloßen Rachefilms hängen bleibt. Die Frage, ob ein normaler Mensch, der den "Teufel" mit dessen eigenen viehischen Methoden quält, nicht am Ende mit seinen Motiven selbst kollidieren muss und dadurch schließlich völlig überfordert wird, bleibt meines Erachtens nach offen oder wird zumindest nicht deutlich genug behandelt. Der Konflikt zwischen dem einsamen Rächer und dem staatlichen Gewaltmonopol kommt zwar zum Ausdruck, bleibt aber Hintergrundgeschehen. Und schließlich gibt es auch auf die einfache Frage keine Antwort, warum angesichts des Bösen das Bedürfnis nach Rache auch in unserer Zeit so mächtig ist, dass ganze Spielfilme lang nichts anderes zu funktionieren braucht. Da war sicher noch viel mehr Potential, als Film an sich aber sehr gut in seiner Klasse.
  • Pandorum
    Die Welt stirbt. Die Angst überlebt.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 12.02.2011
    Ein sehr gut gemachter, atmosphärisch dichter SiFi Triller, der etwas an Alien und auch Event Horizon erinnert. Die Kulissen sind beeindruckend, die Story ist pfiffig (besonders das Ende) und im ewigen SiFi-Einerlei auch wieder mal was Neues. Spannend bleibt der Steifen bis zum Schluss. Nur die Lösung, wie die Mutantenmonster entstanden sein sollen, fand ich nicht so überzeugend. Das hat z.B. Carpenter in seinem "Ghosts of Mars" viel besser hingekriegt. Daher wirken die Geschöpfe des Grauens so in die Story hineinfabuliert und nicht echt mit der Geschichte verwoben. Aber alles in allem ein sehenswerter Film!
  • Surrogates
    Mein zweites Ich - Wie lässt sich die Menschheit retten, wenn außer dir nichts mehr echt ist?
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 22.12.2010
    "Surrogates" garantiert einen phantastischen Kinoabend zu Hause! Bruce Willis hat darin als Kriminalpolizist einen Fall aufzuklären, bei dem hinter den Fassaden wirklich alle Dinge anders sind, als sie zunächst scheinen. Obwohl die Story nicht gerade einfach ist und sich gewisse Zusammenhänge erst nach und nach erschließen, kann die erzählte Geschichte gut mitverfolgt werden. Allerdings muss dazu der Kopf eingeschaltet bleiben, da der Genuss sonst leicht in Stress umschlagen kann.
    Diese authentische Darstellung einer Welt, welche außerhalb der Wohnungen nur noch von Surrogate-Robotern bevölkert wird, ist ein exzellentes Beispiel für die stringente und gekonnte Umsetzung intelligenten SiFi-Stoffes durch Regie und Dramaturgie. Auch die beteiligten Schauspieler spielen allesamt in Höchstform. Derartiges kann man sich nur wünschen! Man hat fast das Gefühl, als wäre eine solche Welt absolut real möglich und sogar demnächst zu erwarten.
    Die Spannung wächst bis zum Schluss und man kommt voll auf seine Kosten.
    Nur eines hat mich am Ende etwas enttäuscht - um aber nicht zuviel zu verraten bleibe es angedeutet: das war eine Szene, die mich etwas unvorteilhaft an den James Bond Film "Goldfinger" erinnerte, in dem all die Soldaten in Fort Knoxs so komisch unnatürlich umgefallen sind, sodass man fast den Regiebefehl aus dem Megaphon mitzuhören vermeinte. Um ganz ehrlich zu sein, wenn zum Schluss all die Robosurrogates ebenfalls mit diesen abgefahrenen Stichflammen, den Funken und Verkokeln umgefallen wären, unter welchen Begleiterscheinungen sie bis dahin auch im Film immer abtraten, dann hätte ich das hyper-mega-cool gefunden. Aber vermutlich habe ich schon zu viele Vampirfilme gesehen, in denen die Vampire auch immer so spektakulär abschmauchen. Trotzdem, nichts für ungut.
  • City of Ember
    Flucht aus der Dunkelheit.
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 27.10.2010
    Gute Fantasy mit einem Schuss Videogame. Der Film besticht durch eine authentisch gezeichnete postapokalyptische Unterwelt, wo eine leer gewordene Tradition das Wissen verschüttet hat, wie man nach Ablauf einer bestimmten Zeit wieder an die Oberwelt kommt. Der Weg dorthin führt durch Abenteuer und etliche zu lösende Rätsel, welche auf die beiden jugendlichen Hauptdarsteller warten. Erinnert hat mich das Ganze an Games wie Fallout oder Bioshock. Die skurrile Welt von Ember (Glut) beeindruckt mit ihren tollen Kulissen, eigenwilligen Charakteren und sonderbaren Traditionen. Beste Unterhaltung ist für alle garantiert, die gern Fantasyfilme sehen.
  • Das weiße Band
    Eine deutsche Kindergeschichte
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 27.10.2010
    Anfänglich war ich von dem Film sehr angetan. Die schöne Weise: "Ein feste Burg ist unser Gott" im Intro machte mir Hoffnung auf einen Film, der sich auf sehr hohem Niveau mit dem Thema Religion und Leben, insbesondere mit der Lebenswelt des Protestantismus um die Jahrhundertwende befassen würde. Leider schreckte mich dann zunehmend der Reigen eines Gruselpanoptikums ab, in dem es nicht um echte Seelen geht, sondern um verzerrte Charaktere in einer völlig überzeichneten, abgeschmackten Klischeewelt. Die (sicher glänzend gespielte) Figur des psychopathischen evangelischen Pfarrers könnte glatt aus einem reinen Horrorfilm kommen! Dabei hätte das Bild eines wilhelminischen Geistlichen viel Potential für eine Studie des Konflikts zwischen dem protestantischen Erziehungsideal jener Zeit, Kinderliebe und frommer Innerlichkeit geboten.
    Die zahlreichen Episoden des Films bilden ein langatmig erzähltes, inkohärent zusammengepapptes Stückwerk. Hintergründe bleiben im Dunkel, tiefere Erkenntnisse bleiben aus und Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke. Die behandelte Problematik bleibt in den achzig Jahren stecken, die sie schon alt ist, und bietet keinerlei neuen Bezug zum Hier und Jetzt. Echte Zeitzeugen würden sich noch dazu wohl kaum mit einer derart brutalen und klischeehaften Verkürzung ihrer Welt und Zeit einverstanden erklären. Der Schluss bleibt konsternierend unbefriedigend, was mich mich schließlich am meisten gestört hat. Sicher, Kinder verhandeln die Bosheit und Borniertheit der Erwachsenen auf ihre eigene Weise und führen zumeist dasselbe fort, was man ihnen vorlebt, trotzdem fühlte ich mich nach dem über zweistündigen, und, rein handwerklich gesehen, eigentlich hervorragend gemachten Film mit allen Fragen allein gelassen. Eine davon ist zum Beispiel: Warum nur haben sie das Downi-Kind so gemein gequält??? Warum??? An keiner Stelle wird im Film ein plausibles Motiv - meinetwegen die Angst vor der Krankeit, oder Rassenwahn - deutlich. Auch der Selbstmord des Bauern ist so eine manipulative Effekthascherei, bei der einem übel werden kann.
    Das filmische Handwerk überzeugt zwar auf der ganzen Strecke, deshalb zwei Punkte, aber dieser Streifen verreckt im Experimentellen und Manipulativen, jedoch ein Zuschauer ist nunmal kein Versuchstier.
  • Avatar - Der Herr der Elemente - Buch 1: Wasser
    Anime
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 19.07.2010
    Die Avatar-Saga gehört zu den schönsten und mitreißendsten Zeichentrickserien, die je geschaffen wurden. Das Gesamtsujet ist hingegen nicht neu: Der Hauptheld, aus der Menge aller anderen Geschöpfe auserwählt (vergleiche Hobbit Frodo oder Harry Potter), muss seine Welt aus einer umfassenden Bedrohung retten. Das kann er aber nicht allein bewältigen, sondern nur mit der Hilfe seiner Freunde hat er Aussichten auf Erfolg.
    In dieser Serie wurde eine so beeindruckend authentische und liebevolle Gestaltung aller beteiligten Charaktere erreicht, die in ihrem Verlauf immer wieder mit witzigen, unterhaltsamen oder auch nachdenklichen Variationen aufwartet, dass man sich auch nach der vierten Wiederholung nicht langweilt; vielmehr kann man sich immer wieder voll auf jede einzelne Figur einlassen. Zahlreiche Dialoge und Bemerkungen, nicht zu vergessen auch die zeichnerischen Details in der Mimik der Protagonisten, reizen ebenso zum Lachen wie auch zur Rührung.
    An Spannung und Dramaturgie fehlt es der Saga nicht. Die Gegner sind mächtig, die Freunde treu und die umgebende Welt ist ganz anders, als die, in der wir alle leben. Vor der Folie einer phantastischen und auch etwas sonderbaren Flora und Fauna (sehr ungewöhnliche Geschöpfe sind hier zum Beispiel die "Schildkrötenenten") entwickelt sich das kleine Epos in den uralten Themen von Freundschaft und Liebe, Leidenschaft und Heldentum, Treue, Mut, Güte, Versagen, Verletzung, Hass und Ehrgeiz fort. Die Gruppe der Gegenspieler, angeführt von Zula, der Schwester Zukos, verkörpert dabei die dunklen Töne der Geschichte. Auf den Tod oder blutige Gewalt als erzählerische Mittel verzichtet die Story weitgehend, wodurch sie sich als Unterhaltung für Kinder bedenkenlos eignet. Fights, Kampf und Krieg gibt es natürlich, denn welches spannende Abenteuer kann darauf völlig verzichten?
    Die Gefühlswelt Heranwachsender wird sehr überzeugend getroffen. Die alberne und kindliche Unbefangenheit des Avatars, Sokkas und Tophs gehört dabei zu den wohl gelungensten und einmaligsten Elementen dieser Serie. Absolut kongenial nimmt sich in diesem Zusammenhang auch die Figur des Onkels Iroh aus, der Zuko, den humorlosen Gegenspieler Aangs und Sohn des Feuerlords Osai, begleitet. Der teevernarrte Onkel Iroh wirkt trotz seines Alters und somit gerade wegen seiner Weisheit immer etwas albern und naiv. Er ist aber eine durch und durch symphatische Gestalt und verkörpert die lebens- und schönheitsliebende Philosopie der Avatar-Geschichte wie kein anderer.
    Großer Respekt!
  • AVH - Alien vs. Hunter
    Ihr Schlachtfeld ist die Erde...
    18+ Spielfilm, Horror, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 11.07.2010
    Über die anderen unterirdischen Qualitäten dieses grottigen Machwerks ist nun schon zu Recht einiges geschrieben worden. Aber auch die beispiellos üble Syncro sollte gewürdigt werden. Ich hoffe, dass die für diesen Job engagierten Sprecher wenigstens zum Teil auf ihre Gagen verzichtet haben. Denn solch eine miese und laienhafte Syncrondramaturgie unterbietet wirklich alles, was mir je unterkam. Vermutlich haben richtige Schauspieler es abgelehnt, bei so einer *acke mitzumachen. Da hat man dann wohl irgendwelche Leute von der Straße genommen, die gerade nichts zu tun hatten, und sie die Texte vom Blatt sprechen lassen. Jedenfalls klingt es so. Selbst spielende Kinder hören sich authentischer an. Von den asynchronen Lippenbewegungen will ich gar nicht erst anfangen.
    Noch ein Wort zum Kostüm des Hunters: Iiiiiiiiiick! Und noch eins zum Ende: Das Superweichei der Gruppe, ein goldlockiger Tuntentyp so um die 40, der zumeist irgendwie schreiend, klagend und weinend davonlief, ballert schließlich - am ganzen Leibe schlotternd - mit der Alien-Wumme herum. Man kann ihn aber nur von hinten am braunen T-Shirt erkennen. In der nächsten Einstellung hat er keine Waffe mehr, nur das braune Shirt beweist, dass er das war. Goldlöckchen freut sich derweil wie ein kleiner Junge, der beim Mau Mau gewonnen hat, und zeigt nun endlich so etwas wie Selbstbewusstsein. Warum mussten so viele sterben, nur er nicht??!!!
    Regisseur Scott Harper, der zumindest mit Dokus wie: "Seuchen des 21. Jahrhunderts" Erfolg hat, will vielleicht einmal ein so schlechter Regisseur werden wie Ed Wood. Über dessen cineastische Verunglückungen konnte man aber wenigstens lachen. Über diesen Schrott hier kann man sich jedoch nur ärgern.
  • Lakeview Terrace
    Was könnte sicherer sein, als einen Polizisten zum Nachbarn zu haben?
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 17.02.2010
    Die Geschichte eines verbitterten, ja, bösen Mannes, der das Glück anderer nicht ertragen kann. Diese psychologische Konstruktion des Films funktioniert durchgehend hervorragend und wird von Starschauspieler Samuel L. Jackson charismatisch und sehr überzeugend rübergebracht. Ich habe ihm jedenfalls jedes Wort, jede unverständliche Unverfrorenheit, jede unmotivierte Gemeinheit sofort geglaubt. Dabei geht die Tragik der von Jackson dargestellten Figur eines verwitweten Cops nicht unter, der sich aus seiner inneren Gefangenheit, seinen Ressentiments und rassistischen Verbohrtheiten nicht befreien kann. Auch diese Dimension der Geschichte wird mit gutem Gespür fürs Wirkliche erzählt, ohne dass die Darstellung darüber in sentimentale Hollywoodklischees verfällt.
    Die beklemmenden Hintergrundbilder eines Wald-Großbrandes, der den Wohnbezirken des Ortes im Handlungsverlauf zunehmend näher rückt und den Himmel mit immer riesigeren Rauchwolken verdüstert, bis er zum Schluss die brennende Kulisse für den verstörenden Showdown abgibt, finde ich genial. Da klingt eine deutliche gestalterische Sprache an, eine Metaphorik, die Lakeview Terrace zu einem sehr guten Wurf des nicht immer so treffsicheren Regisseurs Neil LaBute macht. Dieser Streifen hält für meine Begriffe jedenfalls ein sehr hohes filmisches Niveau und dürfte auch verwöhnte Cineasten nicht enttäuschen.
  • Der Sternwanderer
    Eine fantastische Reise in eine Welt voller Geheimnisse
    Fantasy, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "hanskrone" am 17.02.2010
    Diesen Film anzuschauen war ein Hochgenuss! Er erinnerte mich in seiner ungewöhnlichen, phantasievollen und urkomischen Art an "Timebandits" von Terry Gilliam, welcher einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist. Dort John Cleese als tuntiger Robin Hood, hier Robert de Niro als blitzeverkaufender schwuler Luftpiratenkapitän: "Ho ho, nimm sie richtig ran!"; zum Schreien. Wenn man nach so vielen mittelmäßigen Filmen wieder einmal einen gesehen hat, der bis zum Ende hohe Ansprüche zufriedenstellte, dann kann man auch wieder glauben, dass immer wieder sehenswerte Filme geben wird.