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Kritiken von "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen

144 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Quarantäne 2
    Terminal - Der Tod ist schon an Bord.
    Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 04.03.2013
    Nix für Vielflieger ;o))
    Inhalt:
    In einem heruntergekommenen Mietshaus in Los Angeles ist eine bizarre Seuche ausgebrochen, die niemand überlebte. außer der Seuche selbst. Nun zeigen sich auch an Bord des Fluges 318 erste Symptome. Plötzlich verwandelt die sich ausbreitende Infektion harmlose Passagiere in furchterregende, blutrünstige Killer. Gezwungen, in einem isolierten Terminal notzulanden und umstellt von bewaffneten Regierungstruppen, werden Crew und Passagiere zunehmend verzweifelter. Die einzige Frage lautet nun: Wie weit werden sie gehen, um das eigene Leben zu retten?
    Kritik:
    Der Film hat viel richtig gemacht: die Handlung kommt schön direkt in Gang, die Schauspieler sind durchaus passabel, die Location wird exzellent genutzt: ein Flugzeug-Terminal bietet doch ungeahnte Möglichkeiten...
    Äußerst gut fotografiert und straff inszeniert, lässt es sich über die wenigen kleinen Hänger durchaus hinwegsehen.
    Fazit:
    Keine Genrebombe (mit Herzattacken-Gefahr), aber ein durchaus spannendes (und von wegen "2" durchaus eigenständiges) Horror-Häppchen!
    Vielflieger werden ihre Sitznachbarn künftig mit anderen Augen sehen :)))
  • [Rec] 3
    Genesis - Sie dürfen die Braut jetzt küssen.
    Horror, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 02.12.2012
    [DEL]³
    Koldo und Clara wollen heiraten, sämtliche Verwandten und Freunde sind angerückt zur wilden Party auf dem noblen Anwesen mit Ballsaal und weitläufigem Park drum herum. Koldos Freunde sollen die Feier filmen, noch ahnen sie nicht, welch überraschende Wendung die Aufnahmen bald dokumentieren. Denn ein Onkel wurde von einem Hund gebissen, von dem er dachte, er sei bereits tot.
    Typischer Fall von Titelmissbrach (besser wäre: "Die Braut die sich traut"!)
    Dieses Filmchen reicht in puncto Spannung und Atmosphäre kaum an das Urwerk heran. Drittklassige Darsteller quälen sich durch die arg konstruierte und oftmals unfreiwillig komische Handlung. Die Effekte sind wenig überzeugend, das Drehbuch unlogisch, die Handlung vorhersehbar.
    Fazit:
    Die Idee ist ausgelutscht, "REC7" wird dann irgendwo im Zoo spielen.
    Für ein wenig Spanien-Flair am Anfang und - einige wenige - passable Szenen: 2x"*".
  • The Collector
    He always takes one.
    18+ Spielfilm, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 30.10.2012
    Vorsicht, Falle ;o)
    Arkin hat einen Haufen Schulden. Seine Gläubiger sitzen ihm im Nacken. Er bricht in die Villa seines Chefs ein um einen Diamanten zu stehlen. Doch er ist nicht allein, ein maskierter Serienmörder hat das Haus mit Fallen gespickt und verriegelt. Arkin ist gefangen, in jedem Zimmer warten neue, tödliche Überraschungen auf ihn. Als er im Keller schließlich die bestialisch gefolterte Familie entdeckt, muss er im Haus noch die kleine Tochter finden…
    Soweit mal die (ohnehin haarsträubende) offizielle Handlungsbeschreibung!
    "The Collector" baut voll auf seine - recht guten - Effekte, viele Fuß- (und sonstige) Fallen warten mit einer hübschen Kreativität auf. Hier sollte man sich nicht zu sehr an dem absoluten Mangel an Logik und Sinn stören, dann kann man den kleinen Folterparcours durchaus genießen...
    Gekonnt gefilmt ist das Ganze auch, die speziellen Effekte kommen somit glasklar rüber :)
    Aber:
    Dennoch ist das ganze Werk arg vorhersehbar, dem Drehbuch/der Regie mangelt es an Details bzw. geschickten Wendungen. Auch der Schluss nimmt sich da leider nicht aus.
    Fazit:
    Netter Genrehappen für's Auge,
    Gehirn lieber abschalten!
  • Session 9
    Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 10.09.2012
    Wirr !
    Unter der Leitung von Gordon soll ein Expertenteam in einer verlassenen Nervenheilanstalt Asbest beseitigen. Die düstere Atmosphre des seit Jahren verlassenen Gemäuers, schlägt jedoch schnell auf die Stimmung des Teams um. Als einer von ihnen auf einen alten Ton-Recorder mit den dazugehörigen Bändern stößt, kommen düstere Geheimnisse zu Tage. Doch noch fehlt das letzte Tape - Session 9!
    Eigentlich eine durchaus hübsche Idee für einen kleinen Gruselhappen zwischendurch.
    Leider ist das Drehbuch oberflächlich und sehr dialoglastig, die Darsteller mittelmäßig, Logik und echte Spannungs- bzw. Schockmomente bleiben auf der Strecke.
    Hab den Film dummerweise laufen lassen, da ich noch eine Steigerung bzw. einen originellen Schluss erwartet hätte. Kam nicht!
    Fazit:
    Ärgerlich, da viele gute Chancen durch die gute Location vertan!
    Finger weg!!
  • Der Gott des Gemetzels
    Nach dem weltberühmten Theaterstück von Yasmina Reza.
    Drama, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 09.09.2012
    Macht Spaß !!
    Zwei Elfjährige prügeln sich auf einem Spielplatz, einem der beiden Jungen werden dabei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern des „Opfers“, Penelope und Michael (Jodie Foster und John C. Reilly) haben die Eltern des „Übeltäters“, Nancy und Alan (Kate Winslet und Christoph Waltz), eingeladen, um den Vorfall wie vernünftige Menschen zu klären. Was als friedlicher Austausch über Zivilisation, Gewalt und die Grenzen der Verantwortlichkeit beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Streit voller Widersprüche und grotesker Vorurteile.
    Vier Weltstars und ein überragender Regisseur (Roman Polanski) in einer kongenialen Verfilmung eines Theaterstücks der französischen Schriftstellerin Yazmina Reza: Ob das gut geht? Diese Frage stellt man sich in der ersten Viertelstunde dieser (ca. 75-minütigen) Verfilmung durchaus, vor allem WENN der Zuseher das Theaterstück gelesen/gesehen hat. Betont sachlich gehen die Hauptfiguren in einem Appartement (dem der Eltern des "Opfers") zu Werke, ein Schauplatz, der sich bis auf zwei Einstellungen (am Anfang und am Ende des Films) nicht ändern wird.
    Wohl wissend, dass Polanski (bzw. Reza) draufsteht, erfährt der Film dann aber einen Aufschwung ins Bösartige, ins Absurde, ins Zynische, ins Feindliche, kurz: ins Menschliche. Hier ist derjenige, der die Vorlage kennt im Vorteil: er kann sich in aller Ruhe zurücklehnen und das gelungene Spiel der vier Akteure begutachten - jeder darf hier seine Licht-, aber auch besonders seine Schattenseiten aufs Herrlichste ausleben (wobei, für meinen Geschmack, Waltz und Reilly besonders herausragen!). Der Zuschauer merkt, dass alle Beteiligten sichtlich Spaß an der (für sie neuen Art der) Theaterverfilmung hatten!
    Insofern kann man dem Film fast nichts vorwerfen: amüsant bis entlarvend werden die Pointen Rezas' werkgetreu umgesetzt. Und hier liegt vielleicht auch ein Problem(chen): "Le dieu du carnage" ist m.E. ein sehr französisches Stück (könnte auch gut ein deutsches sein!). Polanski schafft zwar den Spagat des Sprungs ins Englischsprachige sehr gut, kleinere Details fallen dennoch auf: etwa die englische Aussprache mancher Namen.
    Fazit:
    Überaus gelungene (und gewagte) Theaterverfilmung, die Mimen machen Spaß!
  • Night Hunt
    Die Zeit des Jägers - Niemand weiss wo sie ist. Niemand ist da, um sie zu retten.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 04.09.2012
    Mäßige Spannung vor schöner Kulisse ...
    Nach dem Selbstmord ihres Bruders sehnt sich Malin nach einem Neuanfang. Bepackt mit einem Anhänger begibt sie sich mit ihrem Auto auf die Reise in den Norden Schwedens. Gleich am ersten Tag begegnet sie einem mysteriösen Mann, der sie in seinem Jeep zu verfolgen scheint. Kurze Zeit später wacht sie eingesperrt im Kellerverlies eines abgeschiedenen Waldhauses auf. Malin gelingt die Flucht, doch sie ist noch lange nicht in Sicherheit und es beginnt eine mörderische Hetzjagd durch die endlosen Wälder Schwedens.
    Soweit die offizielle Inhaltsbeschreibung, die sich ganz nett liest und doch einiges zu versprechen scheint. Das Stichwort "endlose Wälder" und "Schweden" hat dann auch den Ausschlag gegeben und wenigstens hier wurden die Erwartungen durchaus befriedigt: dank dem Drehort wird zwischenzeitlich doch eine ordentliche Atmosphäre erzeugt.
    Leider gelingt das dem Drehbuch/der Regie nicht durchgehend: gute Situationen für (etwas mehr) hintergründige Spannung werden zu selten genutzt. So bleibt - ein guter - Verfolgungsthriller (die Bezeichnung "Horror" wäre eher unangebracht) vorhersehbar und eindimensional.
    Die Darsteller spielen in ihren engen Vorgaben dennoch recht überzeugend und mit der angesprochenen exzellenten Optik kann man "Night Hunt" durchaus laufen lassen.
    Fazit:
    Durchschnittsware mit Ikea-Touch:-)
  • Wake Wood
    Tote soll man ruhen lassen.
    18+ Spielfilm, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 27.08.2012
    Sleep Wood
    Patrick und Louise haben ihre kleine Tochter bei einem Unfall verloren. Nun ziehen sie aufs Land, wo Patrick in der kleinen Gemeinde Wakewood den Posten als Veterinärmediziner antritt. Von den Bauern der Umgebung erfährt er, dass das Dorf seinen Namen nicht umsonst trägt. Für drei Tage kann dort mit einem uralten heidnischen Ritual jeder wieder belebt werden, der nicht länger als ein Jahr tot ist. Voll verzweifelter Hoffnung entschließen sich die Eltern zum ungewöhnlichen Schritt. Tatsächlich kehrt Alice zurück.
    Zunächst einmal Positives:
    Der Film kommt aus Irland und die Iren verstehen sich darauf, in diesem Genre mit großartigen düsteren Bildern und perfekter Kameraführung Gänsehaut zu erzeugen (vgl. z.B. "Isolation").
    Auch den Darstellern gebührt ein Lob: wesentlich glaubhafter (als etwa ihre amerikanischen Kollegen) stellen sie ihren Leidensweg dar, vor allem die beiden Eltern.
    Und schließlich: Filme mit (irgendwelchen) Ritualien können (zudem synchronisiert) schnell einen komischen Beigeschmack bekommen, dieser geht in diesem Punkt weitgehend in Ordnung.
    Aber:
    Das Skript wird (ab einer Schlüsselszene, etwa nach einem Drittel des Films) stereotyp, unlogisch, wenig unterhaltsam, kurz: ärgerlich!
    Diesen (in seinen Ansätzen sehr ordentlichen) Film noch derart zu verkorksen, ist geradezu tragisch: zu sehr geht es schließlich nur noch um eine Angelegenheit (will nix verraten;-), zu vorhersehbar entwickeln sich die Dinge, zu abgehackt wiederum der "Schluss".
    Fazit:
    Lieber nochmal den hier oft zitierten "Friedhof der Kuscheltiere" anschauen, der hält, was er verspricht.....
  • Die eiserne Lady
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 26.08.2012
    Bleibt hinter Erwartungen zurück !!
    "The Iron Lady" erzählt die Geschichte von Margaret Thatcher, der ersten weiblichen Regierungschefin Europas. Sie kam aus einfachem Hause: Ihr Vater war Kolonialwarenhändler, methodistischer Laienprediger und Bürgermeister ihrer Geburtsstadt, die Mutter gelernte Hausschneiderin. Margaret Thatcher hob Grenzen zwischen Geschlechtern und Klassen auf und behauptete sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt, der Politik...
    Eigentlich macht der Film (fast) alles richtig für ein gelungenes Portrait: zwei wunderbare Hauptdarsteller (Jim Broadbent sei hier durchaus dazu gerechnet!), gelungene Bilder (teilweise im dokumentarischen Stil: die Unruhen im Lande unter Thatcher), teilweise überaus gelungene Szenen (etwa der herrliche, arrogante Wutausbruch am Kabinettstisch).
    Meryl Streep ist wie immer überzeugend: Man merkt leider gar nicht, dass sie es wirklich ist, da sie durch und durch hinter ihrer Rolle verschwindet. Eigentlich ein Kompliment für sie, wenn das Drehbuch ihr nur ein paar mehr persönliche Szenen auf den Leib geschrieben hätte.
    Jim Broadbent räumt in seiner - für ihn typischen - Rolle als alternder, aber doch Kind gebliebener, Ehegatte alles ab: komisch und traurig zugleich stiehlt er seiner bekannten "Ex" (da bereits tot:-) nicht selten die Show.
    Kameraarbeit ist ebenfalls außergewöhnlich gut: in edlen Bildern werden uns die Untiefen der englischen Politik präsentiert.
    Wieso nun KOMMT DER FILM NICHT SO RICHTIG IN FAHRT?
    Bereits angesprochen ist das Drehbuch: hier wird das Augenmerk auf zu viel gerichtet, was streckenweise auch interessant ist (etwa der Angriff auf die Falklandinseln). Es kommt aber der Mensch Margaret Thatcher zu kurz: die Hauptfigur bleibt zu blass am Ende, man erfährt zu wenig über ihr Seelenleben und das ist eigentlich schade für ein Portrait.
    Einige Sequenzen, etwa in der Gegenwart (des in Rückblicken erzählten Films), hätten hierfür leicht gekürzt werden können.
    Fazit:
    Etwas überfrachtet, somit etwas oberflächlich. Dennoch sehenswert, vor allem wegen Broadbent/Streep.
  • Fall 39
    Einige Akten sollte besser geschlossen bleiben.
    Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 04.08.2012
    Nette Variante ....
    ....eines bekannten Themas:
    Die mit allen Wassern gewaschene Sozialarbeiterin Emily Jenkins (Renée Zellweger) ist davon überzeugt, in ihrem Job wirklich schon alles gesehen zu haben. Bis ihr neuester und ausgesprochen mysteriöser Fall sie mit der zehnjährigen Lillith Sullivan (Jodelle Ferland) zusammenführt. Schnell bewahrheiten sich Emilys schlimmste Befürchtungen, als Lilliths Eltern versuchen, ihre eigene und einzige Tochter zu ermorden. Im letzten Moment kann Emily das Mädchen retten. Kurzerhand nimmt sie Lillith bei sich zu Hause auf, bis geeignete Pflegeeltern gefunden sind.
    Bestechend gut gefilmt, unterhält der Film durch eine ordentliche Spannungskurve (auch wenn er ein wenig vorhersehbar daherkommt).
    Zellweger überzeugt als überarbeitete, selbst traumatisierte, Sozialarbeiterin im Spagat zwischen Arbeit und Wahnsinn, und auch der Nachwuchs (Ferland) spielt seine beiden Gesichter sehr überzeugend. Auch die Nebenrollen sind gut besetzt, so dass die erwähnte Vorhersehbarkeit und verschiedene Logiklöcher gut kompensiert werden können.
    Vornehmlich sind es jedoch die exzellenten Kamerabilder, die dieses Werk in die nächstbeste Kategorie (auch "*-mäßig") aufrücken lassen.
    Fazit:
    Die Zellweger kann auch anders...
    Unterhaltsamer Mystery-Thrill!
  • Die Fremde
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 28.07.2012
    Mutig & Authentisch !!
    Die 25-jährige Türkin Umay steht mit ihrem Sohn Cem in Berlin vor der Haustür ihrer Eltern. Sie hat das Leben mit ihrem Ehemann in Istanbul nicht mehr ausgehalten. Zurückhaltend wird sie aufgenommen. Schon bald entscheidet die Familie: Cem muss wieder zum Vater zurück in die Türkei. Nur so kann die Familienehre wieder hergestellt werden. Umay reagiert panisch: Niemand soll ihr ihr Kind wegnehmen. So flieht sie wieder. Sie verliebt sich neu und sucht nach einiger Zeit erneut die Annäherung an ihre Familie.
    RICHTIG GUT & GLAUBHAFT:
    Sibel Kekilli in einer ihrer besten Rollen: jede Sekunde glaubt man ihr den Spagat zwischen Familien"ehre" und Moderne. Jede Geste, jeder Augenblick passt. Aber auch die Familienmitglieder selbst überzeugen zu 100 Prozent und machen "Die Fremde" fast zu einer Art Dokumentarfilm, der dennoch den Zuschauer knapp zwei Stunden fesselt und in seinen Bann zieht.
    Ebenfalls authentisch (und kein bisschen störend) wirkt die türkische Originalversion im Kreise der Familie, durchzogen mit dem Deutsch der nächsten Generation.
    Richtig bitter ist das Ende!
    FAZIT:
    Ein mutiges und ergreifendes Werk.
    Sollte Pflicht an mancher Großstadtschule sein.
    Große Verbeugung vor Sibel Kekilli für ihre mutige und authentische Rolle!
  • Distanz
    Kann Liebe ihn retten?
    Deutscher Film, Lovestory, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 21.07.2012
    Zu Risiken ......
    Der Einzelgänger Daniel Bauer verrichtet als Gärtner in einem botanischen Garten sein Tagwerk. Nachts wirft er von Autobahnbrücken Steine auf Autos. Einen dadurch ausgelösten Unfall mit Todesfolge registriert er emotional reglos und folgt seinem Drang zu Töten weiter, indem er mit einem geklauten Jagdgewehr in einem Park unerkannt auf Menschenjagd geht. Als sich seine Kollegin Jana in ihn verliebt, bricht sie die abweisende Schale des Mörders auf, ohne von seinen Taten zu ahnen, die bereits von der Polizei ermittelt werden.
    Verstörend!
    Ken Duken in einer seiner besten Rollen: Erschreckend und glaubhaft verkörpert er den Einzelgänger und Triebtäter Daniel, der - auf der Arbeit - seine Maske trägt, danach aber (durchaus vorstellbar!) den schmalen Grat zwischen Leben und Tod durchaus billigend in Kauf nimmt...
    Bis ins Detail erzählt Regisseur Sieben seine Geschichte und manche Szenen wirken lange nach! Obwohl ein Gegner der FSK, so bleibt zu hoffen, WENN dieser Film im TV kommt, möge er einen späten Sendeplatz erhalten: "FSK16" ist hier vielleicht ungewohnt "großzügig" von der Filmsicherheit!
    Fazit:
    "Distanz" geht ungewohnt nah an die Psyche.
    Duken füllt seine Rolle perfekt aus.
    Wirkt nach!!!
  • Wunderkinder
    Wir müssen kämpfen für das, was wir lieben!
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "dreizwoeinsheinz" aus Erlangen am 15.07.2012
    Ergreifend !
    Ukraine, 1941: Der junge, hochbegabte Violinist Abrascha und die Pianistin Larissa werden als Wunderkinder gefeiert. Hanna Reich, Tochter eines deutschen Brauers, wünscht sich nichts sehnlicher, als mit den beiden jüdischen Kindern zu üben. Nach anfänglicher Ablehnung entwickelt sich eine innige Freundschaft. Doch mit dem Einmarsch der Nazis in die Sowjetunion wird sie auf eine harte Probe gestellt.
    Seit "Der Pianist" endlich wieder einmal ein Juden-Drama, das durch Bilder, Musik, Drehbuch, Schauspieler sowie Regie zu überzeugen weiß. Wiesinger, Landgrebe, Mendl und einem überragenden Konstantin Wecker als Nazi (!) bewegen den Zuschauer. Die drei Kinder allerdings bleiben in Erinnerung: glaubhaft und unverfälscht stellen sie ihre Rollen dar!
    Marcus O. Rosenmüller liefert ein brillantes, zeitgeschichtliches und tiefergreifendes Filmdokument ab! Viele anrührende Szenen und Augen-Blicke lassen über einige wenige nicht so gelungene Sequenzen (die in der filmischen Kürze automatisch vorkommen und sehr subjektiv zu beurteilen sind!) hinwegsehen.
    Fazit:
    Es lohnt sich!