Kritiken von "ThomasKnackstedt"

Im Zweifel glücklich

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 16.09.2018
Was sind wir?

Diese zentrale Frage „beackert“ Regisseur Mike White in seinem Film -Im Zweifel glücklich- grandios. Ich habe selten einen Film gesehen, dessen Dialoge und thematische Ausrichtung so wirklichkeitsnah und tiefgreifend rüberkamen. Das war genau mein Ding. Mag sein, dass vielen Zuschauern zu wenig Drehungen und Wendungen vorhanden sind, ich fand: In der Ruhe der Erzählung lag hier eine ultimative Kraft. Die Erzählstimme von Brad ist dabei unser idealer Wegbegleiter durch den Film.

Brad(Ben Stiller) ist 47. Er leitet ein kleines Non-Profit-Unternehmen und ist von seinem Leben frustriert. Seine ehemaligen Mitschüler sind ganz oben auf der Erfolgsleiter und Brad ist neidisch. Als sein Sohn Troy(Austin Abrams) die Chance hat in Harvard angenommen zu werden, will Brad diesen Erfolg auf sein Leben ummünzen. Er begleitet Troy zur Vorstellung und ahnt nicht, dass diese Reise zur „Abrechnung“ seines eigenen Lebens wird.

Ganz großes Gefühlskino im Endstadium. Das war -Im Zweifel glücklich- für mich. Ben Stiller hat schon in -Das erstaunliche Leben des Walter Mitty- gezeigt, wie gut er ernste Rollen ausfüllen kann. Hier legt er, meines Erachtens, noch eine Schippe drauf. Absolut sehenswert!

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Ip Man

Der Kung-Fu-Meister von Bruce Lee.
Action, 18+ Spielfilm

Ip Man

Der Kung-Fu-Meister von Bruce Lee.
Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 08.09.2018
Schon jetzt ein Klassiker.

Was Kung-Fu Martial Arts Filme angeht, so hat Wilson Yip Maßstäbe gesetzt, die kaum zu toppen sind. Eine schlichte Story, die Gut und Böse wie Licht und Schatten unterteilt, spielt vor einem wahren historischen Hintergrund. Das Schicksal der Familie von Ip Man(Donnie Yen) wird sinnbildlich für das gesamte Land dargestellt. Ip Man hat wirklich gelebt und die Kampfkunst Wing Chun gelehrt. Diese Geschichte wird vor starken Kulissen mit einem noch stärkeren Hauptdarsteller aufgeführt. Was Donnie Yen hier an Bewegungskunst abliefert ist ultimativ hochwertig.

Eigentlich will Meister Ip Man nur seine Ruhe, doch als bester Kämpfer aus Foshan wird er immer wieder herausgefordert. So muss er den anderen Kung Fu Meistern zeigen, wie stark sein Wing Chun ist. Als eine Räuberbande den Ort heimsucht, kann sie nur Ip Man aufhalten. Doch gegen die japanische Armee ist er chancenlos. Er uns seine Familie landen in Armut und Unterdrückung.

Für alle diejenigen, die sich für Martial Arts Filme interessieren, oder die wie ich noch immer ihrer Jugendzeit und Kwai Chang Caine nachfühlen, geht an -Ip Man- kein Weg vorbei. Auch die Nachfolgefilme, ebenfalls mit Donnie Yen besetzt, sind hervorragend gelungen. Das Original ist jedoch dieser Film hier. Der unterscheidet glasklar in schwarz und weiß, legt ein Storybook vor, das schlicht und stringent ist, und begeistert durch Charaktere und Kampfszenen, die perfekt gelungen sind.

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Vor uns das Meer

Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Abenteuer

Vor uns das Meer

Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 05.09.2018
Eine Chronik des Scheiterns…

… beschreibt James Marsh in seinem Film -Vor uns das Meer-. Nach einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1968 zeigt Marsh, wie der Hobbysegler und Erfinder Donald Crowhurst(Colin Firth) mit einem selbstgebauten Trimaran die Welt ohne Zwischenstopp umrunden will. Was als fixe Idee beginnt, endet als Wettrennen, das in die Geschichte eingehen wird. Allerdings in erster Linie nicht aus sportlichen Aspekten, denn: Crowhurst scheitert nicht an der Aufgabe, sondern an sich selbst.

Mit Colin Firth, Rachel Weisz(Clare Crowhurst) und David Thewlis(Rodney Hallworth) ist -Vor uns das Meer- sehr gut besetzt. Die gewählten Schauplätze stimmen und die geschichtsträchtige Story hat Potential. Die Umsetzung hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Zu statisch und kantenlos kam mir das Storybook zur Geschichte rüber. Auch das Ende von Donald Crowhurst hat mich nicht überzeugt.

Aber sie wissen ja: Das hier ist eine Einzelmeinung und sie dürfen das gern komplett anders sehen. Ich hätte von diesem Stoff mehr erwartet.

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12 Strong

Die wahre Geschichte der US-Horse Soldiers
Action, Kriegsfilm

12 Strong

Die wahre Geschichte der US-Horse Soldiers
Action, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 31.08.2018
Krieg in seiner schlimmsten Form.

Das zeigt Nicolai Fuglsig -12 Strong- einerseits. Andererseits darf natürlich der US-Pathos nicht fehlen. Doch damit hält sich der Film noch einigermaßen zurück. Nach einer wahren Begebenheit drehte Fuglsig seinen Film. Der zeigt, wie tief der Stachel des Angriffs vom September 2001 im Fleisch der Amerikaner sitzt. Mit einer Vergeltungsoperation in Masar-e Scharif fügten die Amerikaner Al Qaida in Afghanistan eine schwere Niederlage zu.

Mitch Nelson(Chris Hemsworth) führt eine Spezialeinheit in Afghanistan. Mit 11 Männern soll er General Dostum(Navid Negahban) beim Sturm auf Masar-e Scharif unterstützen. Eine Aufgabe, die Jahre dauern könnte und für die gerade einmal 21 Tage angesetzt sind. Nelson will seine Männer und sich lebend zurückbringen. Das scheint aussichtslos.

Vielleicht ein bisschen viel Geballer, aber ansonsten ist -12 Strong- ein starker Kriegsfilm. Mit guter Besetzung und einem ordentlichen Storybook kann er überzeugen. Der Film zeigt, dass es im Krieg keine Sieger gibt, sondern nur Tote und Überlebende. Die Geschichte der „Horse-Soldiers“ ist in jedem Fall erzählenswert.

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Dieses bescheuerte Herz

Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film

Dieses bescheuerte Herz

Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 24.08.2018
Brüder für Immer!

Geht das? Wenn ein Bruder ein todkranker Junge von 15 Jahren ist, der irgendwie gern noch 16 werden würde, und der andere ein verzogener, erwachsener Arztsohn, der außer Feiern und Chillen keine Interessen hat? Dieser Frage geht Marc Rothemund in seinem Film -Dieses bescheuerte Herz- nach dem Roman von Lars Amend und Daniel Meyer nach. Es geht um eine wahre Geschichte, die Rothemund ein wenig filmisch „aufgepeppt“ hat. Die Antwort ist klar: Es geht! Aber es ist verdammt schwierig…

David(Philipp Noah Schwarz) ist herzkrank und hat zudem noch gefühlt Tausend andere Krankheiten. Dem 15jährigen steht vermutlich nur ein kurzes Leben bevor. Sein behandelnder Arzt Dr. Reinhard(Uwe Preuss) mag David. Viel mehr Sorgen hat er mit seinem erwachsenen Sohn Lenny(Elyas M’Barek). Der scheint außer Party nicht viel im Kopf zu haben. Dr. Reinhard hat eine Idee: Er dreht Lenny den Geldhahn zu und bietet ihm an, dass er sich um David kümmern soll. Nur dann fließt wieder Geld. Lenny muss einwilligen und ist mit David komplett überfordert. Doch dann äußert David 25 Wünsche, die er sich im Leben noch erfüllen will. Lenny will ihm dabei helfen. So entsteht etwas, was vorher undenkbar war: Freundschaft.

-Dieses bescheuerte Herz- ist ein guter Film. Hier und da vielleicht ein bisschen Pathos und Kitsch, aber dafür mit sehr viel Gefühl, wird die Story erzählt. Dazu gibt es traumhafte Musik von Michael Kiwanuka und Jeff Buckley. Mir hat das sehr gut gefallen.

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Tomb Raider

Abenteuer, Action

Tomb Raider

Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 20.08.2018
Auf den Spuren von Indiana Jones…

… ist Lara Croft(Alicia Vikander) im dritten Teil der Tomb Raider – Verfilmungen. Dabei ist Teil 3 keine Fortsetzung, sondern zeigt uns den Beginn der Geschichte von Lara Croft. Regisseur Roar Uthaug macht kein Geheimnis daraus, dass er ein großer Fan der Indiana Jones Filme ist. Er nahm hier nicht nur ein paar Anleihen, sondern drehte Spielbergs Erfolgsfilm in einigen Szenen fast eins zu eins nach. Dem Unterhaltungswert von -Tomb Raider- bereitet das jedoch keinen Abbruch; im Gegenteil. Der Film ist sehr kurzweilig, spannend, hervorragend animiert und bereitet dem Zuschauer jede Menge Freude.

Die junge Lara Croft vermisst seit sieben Jahren ihren Vater(Dominic West). Als er für tot erklärt werden soll, findet Lara einen Hinweis auf seinen Verbleib. Er könnte auf einer geheimnisvollen japanischen Insel sein, um dort das Grab der sagenumwobenen Königin Himiko zu finden. Lara macht sich auf den Weg. Sie muss zahlreiche Abenteuer bestehen, und etliche Bösewichter aus dem Weg räumen, um ihren Vater zu finden…

Gut gemachtes Popcorn-Kino mit jeder Menge Action. Das ist -Tomb Raider-. Mir hat das gefallen und sie müssen selbst entscheiden, was sie davon halten.

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Die Flügel der Menschen

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 16.08.2018
Von Pferden, die so schnell sind, dass sie den Wind zerschneiden…

… erzählt Aktan Arym Kubats Film -Die Flügel der Menschen-. Er bringt uns zurück in die Zeit, in der Menschen und Tiere eine völlig andere Beziehung zueinander hatten. Die Kirgisen und ihre Pferde agierten in der alten Zeit auf Augenhöhe. Der ehemalige Filmvorführer Zentaur(Aktan Arym Kubats) kann sich daran erinnern. Zudem erschien ihm im Traum ein Zeichen, dass diese Zeiten lebenswerter für Mensch und Pferd waren. Zentaur setzt seinen Traum in der heutigen Zeit um. Er stiehlt Rennpferde von reichen Kirgisen und lässt sie frei. Doch das geht nicht lange gut. Zentaur wird erwischt und muss die Rechnung für seine Taten bezahlen…

Einfach, schlicht, klar und mit einer deutlichen Botschaft entlässt Aktan Arym Kubat die Botschaft seines Films in die Welt. Der Mensch strebt nur noch nach Macht und Reichtum und ordnet diesem Streben alles unter. Er bringt diese Botschaft in einem feinen, kleinen Film unter, der nicht umsonst etliche Filmpreise einheimste. Sehenswert!

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Lucky

Drama

Lucky

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 14.08.2018
„Lächeln!“

Auch wenn alles vergeht und nichts für immer bleibt. Daran sollte man immer denken. Harry Dean Stanton hat das hinter sich. Mit 91 Jahren verstarb der wunderbare Schauspieler. Aber vorher spielte er noch „seine“ Rolle in John Carroll Lynchs -Lucky-. Ein Film, den man nicht gut finden muss, der andererseits aber auch begeistern kann. Stanton gibt den alten Mann in dem kleinen Kaff im Nirgendwo wie einen Cowboy-Bukowski. Die Dialoge sind prächtig, die Bildsprache puristisch und klar, die Darsteller vom Feinsten. Das ist Poesie, Lebensfreude, Hoffnung, Todesangst und schlichtes Leben in Reinform.

Lucky ist alt; sehr alt. Doch trotz zahlreicher Kippen und etlicher Bloody Marys ist er kerngesund. Als er eines Tages einfach umfällt, macht er sich Sorgen. Wartet der Sensenmann vielleicht schon an der nächsten Ecke? Hat er selbst vielleicht schon das letzte Kreuzworträtsel gelöst? Man weiß es nicht. So versucht Lucky der Situation das Beste abzugewinnen. Niemand kann das besser als er…

Das hat mir extrem gut gefallen. David Lynch und Tom Skerritt in brillanten Nebenrollen, die Landschildkröte „Präsident Roosevelt“ auf der Flucht, jede Menge schräge Gespräche und mittendrin Harry Dean Stanton, der sich selbst ein Denkmal setzt. Ganz sicher nicht für Jedermann, aber für mich ganz großes Kino!

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Rosemari

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 07.08.2018
Vom Suchen und Finden…

… handelt Sara Johnsens Film -Rosemari-. Die deutsch-dänisch-norwegische Produktion besticht durch Melancholie, Gefühl, Humor und einen spannenden Plot. Es ist ein kleiner, aber feiner Film, der nicht nur unterhält, sondern den Zuschauer auch mitfühlen lässt.

Die Journalistin Unn Tove(Tuva Novotny) heiratet einen Mann, den sie nicht liebt und findet auf ihrer Hochzeitsfeier ein neugeborenes, ausgesetztes Kind auf der Toilette. 16 Jahre später ist Unn Toves Ehe Geschichte und Rosemari(Ruby Dagnall), das Kind von damals, steht wieder vor ihr. Rosemari sucht ihre Mutter. Mit Hilfe ihres regionalen Fernsehsenders machen sich Unn Tove und Rosemari auf die Suche. Sie ahnen nicht, was sie finden werden…
-Rosemari- ist ruhiges, unaufgeregtes Kino. Stark besetzt und gut gespielt. Hier und da mit ein paar Längen, die aber verschmerzbar sind. Mir hat das sehr gut gefallen. Ach ja, verpassen sie den Abspann nicht.

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The Nice Guys

Nett war gestern.
Krimi, Action

The Nice Guys

Nett war gestern.
Krimi, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 04.08.2018
Brillante Buddy-Komödie!

Wie kann ein derart guter Film so wenig bekannt sein? Ich habe keine Ahnung. In -The Nice Guys- stimmt, jedenfalls für dieses Genre, alles. Shane Black hat nicht nur zwei herausragende Darsteller für seinen Film gewonnen, er hat auch noch Musik, Dialoge, Running Gags, Kulissen und was weiß ich nicht zu einem Strauß perfekter Unterhaltung zusammengesteckt. Ich habe selten so gelacht und war gleichzeitig von einem starken Storybook berührt. Das war ganz großes Kino!

Holland March(Ryan Gosling) ist ein erfolgloser Privatdetektiv. Jackson Healy(Russel Crowe) ist ein bezahlter Schläger. Im Los Angeles des Jahres 1977 ist mit den beiden kein Blumentopf zu gewinne. Doch dann suchen beide nach Amelia(Margaret Qualley). Das bringt zwei Typen zusammen, die so unterschiedlich sind wie Feuer und Wasser. Doch sie müssen zusammenarbeiten, denn ansonsten werden sie sterben. Holland kann froh sein, dass seine 13jährige Tochter Holly(Angourie Rice) schlauer als er und Jackson zusammen ist…

So einfach kann es sein. Man nehme einen großen Schuss -Papermoon- eine Prise -Starsky & Hutch- und einen Schuss -Der Clou-. Mit Crowe, Gosling und Rice kommt dabei Unterhaltung in Reinform heraus. Ich war(und bin) hin und weg von dem Ergebnis.

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3 Days to Kill

Thriller, Action

3 Days to Kill

Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 03.08.2018
„Kein Weihnachten dieses Jahr.“

Der C.I.A. Agent Ethan Runner(Kevin Costner) nimmt es mit Galgenhumor. Er hat einen Tumor im Körper, der ihn innerhalb der nächsten drei bis fünf Monate töten wird. Bis dahin will Runner sein marodes Leben gerade biegen. Bei seiner Ex-Frau Christine(Connie Nielsen) und seiner Tochter Zoey(Hailee Steinfeld) hat Runner unzählige Rechnungen offen. Also begibt er sich nach Paris und versucht sein Leben zu ordnen. Doch Runners Job, er ist ein C.I.A.-Killer, holt ihn ein. Auftraggeberin Vivi(Amber Heard) findet Runner. Sie verspricht ihm ein Medikament, das ihn vielleicht heilen kann. Dafür muss Runner den „Wolf“ liquidieren. Einen Bösewicht, der Atomdeals mit Terroristen plant. Runner hat keine Wahl...

Wenn Luc Besson ein Drehbuch schreibt, hat das noch nichts zu sagen. Der Franzose ist ein begnadeter Regisseur, aber als Produzent oder Drehbuchschreiber lag er schon oft daneben. In -3 Days to Kill- hat er einen rasanten Actionthriller, mit Hilfe von Regisseur McG umgesetzt. Die Story passt, Costner ist brillant in der Hauptrolle und der Streifen schafft die Balance zwischen knallharter Action und einem, zugegeben hier und da skurrilen, Humor. Am Ende wird es etwas kitschig, doch der Rest passt

Zu den starken Bildern gesellt sich ein guter Musik-Mix mit Bandbreite. Es gibt ein paar Running Gags, wie das lilafarbene Fahrrad und den Klingelton von Runners Handy, die wirklich gut sind. Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten lassen.

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Der Planet der Affen 3 - Survival

Für die Freiheit. Für die Familie. Für den Planeten.
Science-Fiction, Abenteuer

Der Planet der Affen 3 - Survival

Für die Freiheit. Für die Familie. Für den Planeten.
Science-Fiction, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 31.07.2018
Affen sind stark! Gemeinsam!

Planet der Affen 3: Eine alles beherrschende Kamera, mit bildgewaltiger Perspektive, produziert Bilder, die von manchmal fast schon operngleicher Musik unterlegt werden. Zu einer Geschichte, die so voller Pathos ist und aufzeigt, dass der Mensch bestialischer als jedes Tier ist, passt das wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ein visueller und akustischer Hochgenuss, der mit einer fetten Tonspur ansprechend präsentiert wird. Die technische Perfektion der Umsetzung findet in Kostümen und Maske der Protagonisten einen weiteren Höhepunkt.

Die letzten Affen des Planeten haben sich um ihren Anführer Caesar(Andy Serkis) in den Wäldern versteckt. Sie wollen nur noch ihre Ruhe und einen Platz zum Leben. Doch die Menschen verfolgen sie, um sie zu vernichten. Der Colonel(Woody Harrelson) ist versessen darauf jeden Affen zu töten. Bei einem Angriff sterben Caesars Frau und Sohn. Während die Affen versuchen sich zu retten, macht sich Caesar auf den Weg, um Rache zu üben. Seine Wut führt ihn direkt ins Verderben…

Matt Reeves hat ein paar große Anleihen genommen. Da ist zum einen die Vorliebe für Stanley Kubrick. Reeves Bilder erinnern fatal an -Apocalypse Now- und -2001 Odyssee im Weltraum-. Zudem ist Joseph Conrads Geschichte -Das Herz der Finsternis-, das auch für -Apocalypse Now- Pate stand, immer wieder erkennbar. Doch es sind gerade die grandiosen, opulenten Momente des Films, die ihn herausheben, aus der sicheren, gefälligen „Alltagskost.“

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Ein Kuss von Beatrice

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 30.07.2018
Zurück ins Leben.

Die Hebamme Claire(Catherine Frot) hat nicht wirklich eine Glückssträhne. Ihr erwachsener Sohn zieht aus und Claire ist allein. Das Krankenhaus in dem sie arbeitet schließt und jetzt meldet sich auch noch eine Frau, die Claire seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hat und auch nicht mehr sehen wollte. Die ehemalige Freundin ihres verstorbenen Vaters, Beatrice(Catherine Deneuve) ist am Apparat. Sie ist schwer erkrankt und will Claires Vater wiedersehen. Widerwillig trifft sich Claire mit Beatrice. Das verändert die Leben von Claire und Beatrice auf unglaubliche Weise…

Martin Provost hat seinen -Ein Kuss von Beatrice- mit sehr viel Gefühl auf die Leinwand gebracht. Es dauert ein wenig, bis der Film in der Erzählspur landet, aber dann punktet er mit Melancholie, Humor, Lebensfreude und Traurigkeit. Vor allem aber sind es Catherine Deneuve und Catherine Frot, die den Film so sehenswert machen.

Wenn die geordnete Claire von ihrem neuen Verehrer Paul(Oliver Gourmet) hin und her gerissen ist, wenn Beatrice ihr Geld verzockt, wenn Claires Sohn Simon(Quentin Dolmaire) neben dem Bild seines Großvaters steht, oder wenn Claire ihrer Alkoholabstinenz abschwört, hat -Ein Kuss von Beatrice- seine ganz starken Momente. Dann findet Claire zurück ins Leben und sie sollten sich das anschauen…

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Shape of Water

Das Flüstern des Wassers
Fantasy, Drama, Lovestory

Shape of Water

Das Flüstern des Wassers
Fantasy, Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 28.07.2018
Die Putzfrau und der Gott.

Das ist das eine Traumpaar in Guilermo del Toros -Shape Of Water-. Die märchenhafte Liebesgeschichte zwischen der Reinigungskraft Elisa(Sally Hawkins) und dem Wesen aus dem Amazonas(Doug Jones) ist einfach wunderschön. Dazu kommt aber auch noch das Traumpaar Elisa und ihr Nachbar Glies. Der schrullige Zeichner wird von Richard Jenkins brillant in Szene gesetzt. Dazu hat del Toro den -Schrecken des Amazonas- aus dem Jahr 1954 wieder aufleben lassen und sämtliche Klischees der besten Liebesfilme aller Zeiten in einem Topf umgerührt. Ein Schuss Humor und Abenteuer dazu und schon ist ein Stück Kinounterhaltung vom Feinsten produziert. Mit Freude anzuschauen und unsagbar emotional.

In einem Forschungslabor wird eine Kreatur aus dem Amazonas gefangen gehalten. Die stumme Putzfrau Elisa nimmt Kontakt zu dem Wesen auf und beschließt, es aus der Gefangenschaft zu befreien. Doch dazu muss der Agent Strickland(Michael Shannon) überwunden werden. Keine einfache Aufgabe…

Wenn Gut und Böse klar aufgeteilt sind und eine Hand voller Schauspieler ihr Bestes geben, dann kann es gelingen, einen Film wie -Shape Of Water- auf die Filmrolle zu bannen. Herzergreifendes Kino wie ich es mir wünsche. Absolut sehenswert!

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Die Verlegerin

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 25.07.2018
„Wir müssen uns entscheiden!“

Pressefreiheit oder keine Unannehmlichkeiten? Das ist die Frage, die sich Kay Graham(Meryl Streep), Verlegerin der Washington Post 1971 stellen muss. Die Times hat geheime Dokumente von Minister McNamara(Bruce Greenwood) veröffentlicht, die aufzeigen, dass die USA über Jahre einen Krieg in Vietnam führten, obwohl sie wussten, dass sie ihn nicht gewinnen können. Die Times wird von Präsident Nixon verklagt und verstummt. Doch Kays Chefredakteur Ben Bradley(Tom Hanks) kommt ebenfalls in den Besitz der Dokumente. Er will sie veröffentlichen, obwohl er weiß, dass McNamara mit Kay und ihrem verstorbenen Mann eng befreundet war. Für Kay ein kaum lösbarer Gewissenskonflikt…

Ich fand es ein wenig schade. Das Vorspiel zu Nixons Watergate ist eine spannende Story. Die erzählt Steven Spielberg, jedenfalls für meinen Geschmack, hölzern und eine Spur zu sachlich. Wer sich rund um die Geschehnisse des Vietnam Krieges nicht auskennt, wird vieles im Film nicht ganz verstehen. Dazu waren die Vorgänge zu komplex. Zudem startet der Film zäh und braucht lange, bis er in der Erzählspur landet. Die hervorragenden Schauspielleistungen von Meryl Streep und Tom Hanks können diese Defizite nur zu einem Teil ausgleichen. Ich glaube, dass in diesem Stoff jede Menge mehr drin gewesen wäre. Aber sie wissen ja: Das hier ist eine Einzelmeinung. Am Ende müssen sie selbst entscheiden, was sie von Spielbergs Film halten.

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Maze Runner 3 - Die Auserwählten in der Todeszone

Science-Fiction, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 22.07.2018
Das letzte Gefecht.

Das findet(vermutlich) in -Maze Runner 3- statt. Für die Besprechung den Titel des großen Endzeitklassikers von Stephen King zu verwenden liegt dabei nicht fern. Schließlich orientieren sich fast alle Filme des Genres an Kings Klassiker. Auch Wes Balls Verfilmung macht da keine Ausnahme. Für den dritten Teil einer Story ist der Film erfrischend unterhaltsam, kurzweilig und spannend gelungen. Das liegt an einem guten Drehbuch, starker Action und passend animierten Kulissen. Mag es auch hier und da ein paar pathetische Überhöhungen und Logikfehler geben, -Maze Runner 3- ist ein Stück gelungenes Kino.

Die immunen Jugendlichen um Thomas(Dylan O’Brien) wollen ihren Freund Mino(Ki Hong Lee) aus der Gefangenschaft der Organisation WCKD befreien. Beim gescheiterten Rettungsversuch stellen sie fest, dass es tatsächlich noch eine intakte Stadt gibt, die von der WCKD beherrscht wird. Sie ist von der Außenwelt abgeschnitten und in ihren Mauern werden immune Kinder zu Forschungszwecken festgehalten. Thomas und seine Mitstreiter machen sich auf den Weg, um die Kinder zu befreien. Dabei trifft Thomas Teresa(Kaya Scodelario) wieder und stellt sich einem Kampf auf Leben und Tod.

Mir hat das gut gefallen. Man ist schnell drin in der Handlung von -Maze Runner 3- und will wissen, wie diese Geschichte zu Ende geht. Allein das ist aller Ehren wert.

ungeprüfte Kritik

The Circle

Der Kreis - Etwas zu wissen ist gut. Alles zu wissen ist besser.
Thriller

The Circle

Der Kreis - Etwas zu wissen ist gut. Alles zu wissen ist besser.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 21.07.2018
„Geheimnisse sind Lügen!“

Wenn man an diesem Punkt angekommen ist, verkürzt sich die Entfernung zu einem autokratischen Überwachungsstaat fast auf Null. Dabei sind wir in Amerikas bedeutendster Firma aller Zeiten. „The Circle“ ist ein Unternehmen, das alles miteinander verbindet, was Apple, Facebook, amazon, Scientology, Microsoft und viele andere schon in Teilen propagieren. Natürlich alles zum Besten der Menschen. Die junge Mae(Emma Watson) hat einen Job beim Internetgiganten ergattert und macht schnell Karriere. Firmenchef Eamon(Tom Hanks) ist ihr jedenfalls gesonnen. Endlich kann sie ihrem kranken Vater helfen und glaubt tatsächlich den Menschen zu helfen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Mae muss erst Ty(John Boyega) treffen, der ihr die Augen öffnet.

James Ponsoldt hat mit -The Circle- nicht alle Aspekte der “schönen neuen Welt” perfekt getroffen, einige aber schon. Firmen, die eine Online-Vernetzung als Allheilmittel präsentieren werden in den nächsten Jahren verstärkt auf uns zukommen. Sie werden unser Bestes wollen; unser Geld. Ponsoldt lässt seine Protagonisten geschickt durch den Plot jagen, am Ende lässt er jedoch einige Fragen offen.

-The Circle- ist ein leicht verzerrtes Abbild der Realität. Der Film zeigt, was kommen könnte; vermutlich was kommen wird. Wer das sieht und schon ein wenig älter ist, der darf sich jedenfalls freuen, nicht mehr dabei sein zu müssen, wenn sich diese Vision erfüllt.

ungeprüfte Kritik

Greatest Showman

Sein Traum hat die Welt für immer verändert. Mach das Unmögliche wahr!
Musik

Greatest Showman

Sein Traum hat die Welt für immer verändert. Mach das Unmögliche wahr!
Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 19.07.2018
"Wann wird es endlich genug sein?"

Charity Barnum(Michelle Williams) vermutet, dass ihr Mann Phineas Taylor(Hugh Jackman), von allen nur P.T. genannt, nie genug bekommt. Vom Büroangestellten hat er den Sprung zum eigenen Kuriositätenkabinett gewagt. Im New York des frühen 19. Jahrhunderts so sensationell wie umstritten. Barnum sucht besondere Menschen und stellt mit ihnen eine Show auf die Beine, die sich nicht immer ganz an die Wahrheit hält. Doch der Laden läuft; jedenfalls bis P.T. mit der schwedischen Sängerin Jenny Lind(Rebecca Ferguson) eine Amerika Tournee plant. Das bringt Barnums Lebenswerk, vor allem aber seine Familie in Gefahr…

Als Zuschauer bekommt man bei Michael Graceys -Greatest Showman- wirklich genug geboten. Tolle Songs, eine brillante Choreographie, eine exzellente Kamera, hervorragende Tänzer und Darsteller wie Hugh Jackman und Zac Efron, die nicht nur spielen, sondern auch singen können. Die Geschichte ist nur sehr locker an P.T. Barnums „wirkliches“ Leben angelehnt. Gracey hat aus der Story ein fantastisches Märchen gemacht.

Es geht um Liebe, Ehrlichkeit, Wahrheit, Gemeinschaft und Gleichheit. Auch wenn diese Story hier komplett neu erfunden wurde, kann man das nicht besser erzählen. Bildgewaltig, mitreißend, ansteckend musikalisch, einfach wunderschön. Hier und da erinnert -Greatest Showman- an die Machart von -Moulin Rouge- oder die besten Michael Jackson-Videos. Ich war jedenfalls hin und weg.

ungeprüfte Kritik

The Autopsy of Jane Doe

Thriller, Horror

The Autopsy of Jane Doe

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 10.07.2018
Jede Leiche hat ihr Geheimnis.

Da mag der Bestatter Tommy Tilden(Brian Cox) Recht haben. Doch die Leiche Jane Doe(Olwen Catherine Kelly) hat wesentlich mehr als dieses eine Geheimnis zu verbergen. Von einem Mord-Tatort landet sie auf dem Tisch von Tommy und seinem Sohn Austin(Emile Hirsch). Sie beginnen fachmännisch ihre Arbeit und stoßen auf Dinge, die schlichtweg unmöglich sind. Als sie merken, dass die Leiche auf ihrem Tisch etwas ganz Besonderes ist, scheint es bereits um sie geschehen zu sein…

Andre Ovredal weiß wie es geht. In absolut klassischer Old School - Manier hat er einen Gruselschocker produziert, der auf die gute alte Art mit Schatten, Überraschungsmomenten, unerklärlichen Geräuschen, vor allem aber mit der Fantasie der Zuschauers funktioniert. Wer mehr auf Slasher steht in denen das Blut literweise aus dem Fernseher läuft, der ist hier nicht richtig. Wer sich gern begruseln lässt und später, beim Gang in den Keller ein mulmiges Gefühl im Magen spürt, ist da wesentlich besser aufgehoben.

Wie man mit wenig Aufwand einen guten Gruselfilm produziert, das lässt sich am Beispiel von -The Autopsy Jane Doe- sehr gut demonstrieren. Ich stehe jedenfalls auf diesen Horror der alten Schule.

ungeprüfte Kritik

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Drama, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 03.07.2018
„Wir sind nicht alle der Feind!“

Das sieht Mildred Hayes(Frances McDormand) allerdings anders. Ihre Tochter wurde vergewaltigt und ermordet und Mildred glaubt, dass die Polizei in Ebbing, Missouri, nicht alles getan hat, um den Mord aufzuklären. So mietet sie drei Werbetafeln und erinnert den Polizeichef Willoughby(Woody Harrelson) mit Plakataufschriften an seine Arbeit. Willoughby ist allerdings ein guter Mann und hat Krebs im Endstadium. Sein Stellvertreter Dixon(Sam Rockwell) ist dagegen völlig durchgedreht. Und so beginnt ein Kleinkrieg in Ebbing, dessen Ende nicht nur unvorhersehbar, sondern auch noch völlig überraschend ist.

Dieser Film muss nicht jedem gefallen. Martin McDonagh hat keine leichte Kost fabriziert. Doch sein 3 Billboards Outside Ebbing Missouri hat mir sehr gut gefallen. Das lag am perfekten Wortwitz der Dialoge, an einer unverkennbaren Ähnlichkeit des Aufbaus mit den frühen Werken der Coen-Brothers und einer Frances McDormand die sich mit Woody Harrelson perfekt die Bälle der Story zuspielt.

-3 Billboards Outside Ebbing Missouri- ist ein etwas anderer Film. Clever inszeniert kommt er nach und nach ins Rollen, bis es kein Halten mehr gibt. Bei diesem, zugegebenermaßen manchmal recht verrücktem Plot, zuzuschauen macht einfach Spaß.

ungeprüfte Kritik

Die Geschichte der Liebe

Die Verfilmung des Bestsellers von Nicole Krauss.
Drama, Lovestory

Die Geschichte der Liebe

Die Verfilmung des Bestsellers von Nicole Krauss.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 01.07.2018
Es war einmal ein Junge, der liebte ein Mädchen…

So beginnt -Die Geschichte der Liebe- von Radu Mihaileanu. Nach dem Roman von Nicole Krauss hat Mihaileanu den Versuch gestartet die ganz große Liebe auf die Leinwand zu bannen. Es ist ihm, meiner Ansicht nach, nicht ganz gelungen. Im Gegensatz zu Mihaileanus Filmen -Der Zug des Lebens- und -Die Quelle- der Frauen verliert sich -Die Geschichte der Liebe- hier und da zu sehr in Nebenschauplätzen. Das stört den Erzählfluss ein wenig und sorgt für einige Längen, die diese wunderbare Geschichte nur aufhalten. Aber: Anschauenswert ist der Film in jedem Fall, denn: Er enthält ein paar wirklich magische Momente…

Alma Mereminski(Gemma Arterton) muss in den Wirren des 2.Weltkriegs ihr Heimatdorf in der Ukraine verlassen. Sie flieht nach Amerika und lässt ihre große Liebe Leo(Mark Rendall/Derek Jacobi) zurück. Leo ist ein begnadeter Schriftsteller. Er verfasst den Roman -Die Geschichte der Liebe-, in dem er über die Liebe zu Alma schreibt. Er folgt ihr später nach Amerika und findet sie. Doch die Geschichte endete tragisch. Die junge Alma Singer(Sophie Nelisse) geht noch zur Schule. Ihr Vater ist tot, die Mutter Charlotte(Torri Higginson)hat den Schicksalsschlag nie ganz überwunden und Almas kleiner Bruder Bird(William Ainscough) denkt, er könnte der neue Heiland sein. Als Almas Mutter das Angebot erhält einen Roman mit dem Titel -Die Geschichte der Liebe- ins englische zu übersetzen, verändert sich das Leben der Familie Singer…

ungeprüfte Kritik

Wind River

Tod im Schnee - Jede Spur führt zu einer Wahrheit.
Thriller, Krimi

Wind River

Tod im Schnee - Jede Spur führt zu einer Wahrheit.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 30.06.2018
"Ich jage Raubtiere!"

Das ist der Job von Cory Lambert(Jeremy Renner) in einem Indianerreservat in Wyoming. Als Cory dort die Leiche der jungen Natalie(Kelsey Asbille) findet, ruft das die FBI-Ermittlerin Jane Banner(Elizabeth Olsen) auf den Plan. Sie will mit Hilfe der örtlichen Polizei den Tod der jungen Frau aufklären. Doch das gestaltet sich extrem schwierig. Wieso lief das Opfer barfuss sechs Meilen durch den Schnee? Jane ist unerfahren und Cory, der selbst eine Tochter verloren hat, wird zu ihren Augen und Ohren. So kommen sie dem Mörder auf die Spur. Doch der Weg zur Gerechtigkeit ist hart, kalt und lang…

Ein genialer Film! Stringent, karg, fokussiert, knallhart und brillant gespielt. Das erinnert an Meisterwerke wie -Fräulein Smillas Gespür für Schnee- oder eine humorlose Variante von -Fargo-. Taylor Sheridan hat seinen -Wind River- so pur angelegt wie es nur möglich ist. Kein Schnickschnack, keine verkopfte Geschichte, keine Nebenschauplätze. Es gibt nur den Schnee, den Tod, die Ungerechtigkeit und eine Hand voller Menschen, die sich dem entgegen stellen.

Sheridans gewaltige Bildsprache wird von schmaler, exzellenter Musik, von den beiden Ausnahmemusikern Nick Cave und Warren Ellis in einen entsprechenden Rahmen gepackt. Dazu gesellt sich ein Jeremy Renner in Höchstform. Für mich einer der besten Filme des Jahres! Extrem sehenswert!

ungeprüfte Kritik

Das Leben ist ein Fest

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 29.06.2018
Von Trailern und Filmen.

Gleich vorweg: Eric Toledanos und Olivier Nakaches Film -Das Leben ist ein Fest- ist keine Mogelpackung. Mit Witz, Charme und einem Schuss Intellektualität wird die Geschichte des alternden Hochzeitsmanagers Max(Jean Pierre Bacri) erzählt. Der wird gerade von seiner Frau verlassen und die Beziehung zur Geliebten ist alles andere als harmonisch. Das Ganze ausgerechnet als die große Hochzeit des versnobten Pierre(Benjamin Lavernhe) ausgerichtet werden soll. Da geht fast alles schief. Das Essen ist verdorben, die Musik des Entertainers James(Giles Lellouche) passt dem Bräutigam nicht, der Kellner Julien(Vincent Macaigne) baggert die Braut an und der Fotograf Guy(Jean Paul Rouve) trampelt wie ein urzeitliches Fossil durch die Feier. Wie soll Max das alles stemmen?

-Das Leben ist ein Fest- verfügt über einen der lustigsten Trailer, die ich dieses Jahr gesehen habe. Im Film muss man jedoch feststellen, sind etliche Längen vorhanden. Die Gags zünden, sind teilweise jedoch weit gestreut. 30 Minuten weniger Spielzeit hätten dem Film, meiner Ansicht nach, extrem gut getan. So bleibt eine ordentliche französische Komödie übrig, die ihre Möglichkeiten nicht ausspielt. Ich hätte 3,5 Sterne gegeben. Da das nicht geht, sind es vier, zu Gunsten des Angeklagten, geworden.

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Shameless - Staffel 7

Die komplette siebte Staffel
Serie, Drama, Komödie

Shameless - Staffel 7

Die komplette siebte Staffel
Serie, Drama, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 26.06.2018
Uns(chl)agbar gut!

Es gibt Serien, die verlieren weder den Schwung, noch die Klasse. -Shameless- sortiert sich definitiv in diese Kategorie ein. Was die Familie Gallagher uns seit Jahren bietet ist Unterhaltung der völlig anderen Art in exquisiter Hochform. Da stimmt einfach alles. Die Charaktere, die Story, die Schauspieler, die Kulisse und vor allem das Drehbuch. Kaputt in Chicago; und das in Vollendung. Davon kann man nicht genug bekommen und freut sich schon jetzt auf Staffel 8, 9, 10…

In Staffel 7 trifft Frank wieder mal auf Monica, die Liebe seines Lebens. Fiona kauft einen Waschsalon samt Besitzerin und Katzen. Debbie schlägt sich durchs Mutterleben und findet einen Mann. Carl wird erwachsen. Ian weiß nicht, wem er seine Liebe schenken soll. Lip versinkt in einem Ozean voller Alkohol und Liam kommt in die Schule. All das in einer verdreht-verrückten Version der Realität.

Es sind nicht nur William H. Macy und Emmy Rossum, die für den Erfolg der Serie verantwortlich sind. Es ist das Gesamtpaket, das stimmt und brillant harmoniert. Als Cover der englischen gleichnamigen Serie ist die amerikanische Version direkt in die Herzen der Zuschauer gewandert. Ich kann abschließend nur sagen: Ich will mehr davon!

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The Ballad of Lefty Brown

Western
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 24.06.2018
"Dieses Mal wird es anders!"

Und wie es das wird! Lefty Brown(Bill Pullman) ist im Jahr 1898 nicht mehr als eine Randnote der Geschichtsschreibung. An der Seite des zukünftigen Gouverneurs Edward Johnson(Peter Fonda) ist er mehr eine Witzfigur. Doch als Edward erschossen wird, schwört sich Lefty, den Mörder seines Freundes zu finden. Auch Marshall Tom O’Hara(Tommy Flanagan) heftet sich an die Fersen des Mörders. Doch als sie den Mörder stellen, stechen sie in ein Wespennest. Keiner der Männer scheint eine Chance zu haben, dieses Abenteuer zu überleben…

Nicht ganz auf Augenhöhe von -Pale Rider, Open Range oder Der mit dem Wolf tanzt- kommt -Die Ballade von Lefty Brown- daher. Es gibt hier und da ein paar kleine Brüche in der Story, aber das ist zu verschmerzen. Entschädigt wird man durch einen Old School-Western mit einem herausragenden Bill Pullman in der Hauptrolle. Wie aus einer tragischen Figur ein Held werden kann, wurde nur selten besser gezeigt.

Die Kulisse, die Pferde, die Charaktere, da hat Regisseur Jared Moshe alles richtig gemacht. Das Storybook holpert ein wenig, der Rest ist hart aber herzlich. Wer auf Western der alten Schule steht, wird sich hier wiederfinden. Viel Spaß dabei.

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Zwischen zwei Leben

Wenn dein Leben von einem Fremden abhängt.
Thriller, Abenteuer

Zwischen zwei Leben

Wenn dein Leben von einem Fremden abhängt.
Thriller, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 10.05.2018
„Ich finde einen Weg!“

Das ist für den Neurochirurgen Ben Bass(Idris Elba) leichter gesagt als getan. Er steht nicht im Operationssaal, sondern, nach einem Flugzeugabsturz, in der Wildnis einer menschenfeindlichen Bergwelt. Und das auch noch im Winter. An seiner Seite die verletzte Journalisten Alex Martin(Kate Winslet) und ein Hund ohne Namen. Wie diese drei ungleichen Geschöpfe sich durch Eis, Schnee und die Aussichtslosigkeit ihrer Situation manövrieren, dass erzählt Hany Abu-Assads Film -The Mountain Between Us- mit großer Klasse und ergreifender Erzählkraft.

Kate Winslet und Idris Elba zeigen, wie stark sie als Schauspieler sind. Vor einer atemberaubenden Kulisse einer winterlichen Bergwelt kämpfen sie ums Überleben. Nach dem Roman von Charles Martin hat Hany Abu-Assad einen Film wirklich meisterlich in Szene gesetzt. Die Spezialeffekte beim Absturz des Flugzeugs sind erschreckend real, den Rest erledigen die grandiosen Drehorte in der kanadischen Bergwelt.

Zwei wildfremde Menschen, jeder mit einer eigenen Geschichte ausgestattet, müssen unter schwierigsten Bedingungen zusammenfinden. Selten war das so spannend wie in -The Mountain Between Us-. Deswegen mein Tipp: Unbedingt anschauen!

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Wonder Woman

Fantasy, Action

Wonder Woman

Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 08.04.2018
-Wonder Woman- ist bei den Kinofreunden gut angekommen. Das musste man nicht unbedingt vorhersagen. Ich persönlich finde die Marvel-Verfilmungen ein Stück weit gelungener als die D.C. Schöpfungen, doch das mag auch Geschmackssache sein. In jedem Fall ist -Wonder Woman- ein gelungener Mix aus Action, Kitsch und großen Helden. Wer darauf steht, kann sich gut unterhalten lassen.

Diana(Egal Godot) wächst auf der versteckten Insel der Amazonen auf. Sie wird zur großen Kämpferin erzogen. Eines Tages muss der Pilot Steve(Chris Pinne) auf der Insel notlanden. Diana rettet ihm das Leben und erfährt, dass Steve direkt aus dem Krieg kommt. Diana glaubt, dass dieser Krieg vom Gott Ares angezettelt wurde. Die Amazonen sind dazu bestimmt Ares zu bekämpfen und zu töten. So zieht Diana mit Steve in den ersten Weltkrieg. Sie versteht nichts von der Welt der Menschen, aber sie tritt für die Schwachen ein.

Die Animationen bei -Wonder Woman- sind wirklich gut gelungen. Chris Pinne stiehlt Egal Godot schauspielerisch ein wenig die Show und die Story driftet mehr als einmal ganz hart am Kitsch vorbei. Nichtsdestotrotz unterhält -Wonder Woman- kurzweilig. Da ist eine Fortsetzung vorprogrammiert.

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Maudie

Drama, Lovestory

Maudie

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 07.04.2018
„Ich bin was Besseres als ein Hund!“

Die schwer von Arthritis gezeichnete Maud(Sally Hawkins) braucht lange, bis sie das begreift. Bisher stand sie anderen Menschen nur im Weg. Ihr Bruder verkauft das Haus der Eltern und ihre Tante, bei der sie leben soll, hat nichts für Maud übrig. So sucht sie sich im Nova Scotia der 30er Jahre einen Job. Beim eigenbrötlerischen Fischer und Gelegenheitsarbeiter Everett(Ethan Hawke) heuert sie als Haushaltshilfe an. Everett, selbst ein Waisenkind, lebt zurückgezogen mit einfachen, harten Regeln. Es dauert, bis die beiden Menschen sich ein wenig näher kommen. Irgendwann beginnt Maud ihrer großen Leidenschaft, dem Malen, nachzugehen. Das ändert das Leben von Maud und Everett von Grund auf…

Die besten Geschichten erzählt das Leben. So auch diese. Wunderbar in Szene gesetzt von Regisseurin Aishling Walsh und brillant gespielt von Sally Hawkins und Ethan Hawke beginnt -Maudie- holprig und kantig, ehe sich der Plot unglaublich gewinnend entwickelt. Mit Landschaftsbildern, Musik und einer wunderbar geführten Kamera nimmt einen -Maudie- für sich ein. Der Film ist ein kleines Juwel, das ruhig und beharrlich seinen Weg zum Herzen des Betrachters geht.

Eine kleine Geschichte im großen Kino. Das ist -Maudie-. Der Film berührt und bewegt die Zuschauer. Schauen sie sich ihn an. Dann werden sie spüren, warum das so ist.

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The Wailing - Die Besessenen

Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 06.04.2018
Dilettanten gegen Dämonen...

… kann so etwas gut ausgehen? Lassen sie sich überraschen. Für Überraschungen ist Hong-jin-Na's -The Wailing- ohnehin genau der richtige Streifen. Dem einen oder anderen Zuschauer vielleicht eine Spur zu trashig, dafür aber mit einem Roten Faden der Old-School-Gruselklasse ausgestattet, den wir von Filmen wie -Der Exorzist- oder -Zombie- kennen. Mir hat das gut gefallen und wieder einmal gezeigt, dass im Koreanischen Kino immer wieder Filmperlen zu finden sind.

Der Dorfpolizist Jong-goo(Do-won Kwak) ist alles andere als ein Muster-Gesetzeshüter. Trottelig, ohne Selbstbewusstsein und ängstlich versieht er seinen Dienst. Dann geschehen in seinem kleinen Dorf mysteriöse Morde. Einige Menschen scheinen wahnsinnig geworden zu sein und töten Menschen aus ihrem direkten Umfeld. Zum Täter führt keine Spur, aber es gibt Gerüchte. Der zugezogene Japaner(Jun Kunimura) ist den Dorfbewohnern verdächtig. Tollpatschig begibt sich Jong-goo in die Ermittlungen. Er ahnt nicht, dass er einem wahren Teufel nachjagt...

Unterhaltsam, spannend, lustig und clever zugleich kommt -The Wailing- daher. Da wird es auch bei einer Spielzeit von 156 Minuten nicht langweilig. Man muss natürlich schon ein bisschen auf das Genre stehen, damit man -The Wailing- voll und ganz genießen kann. Ich kann den Film Freunden des guten, alten Horror-Kinos jedenfalls empfehlen.

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Ghost in the Shell

Science-Fiction

Ghost in the Shell

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 03.04.2018
„Mein Name ist Major.“

Unter diesem Namen kennt man die Frau(Scarlett Johansson) in der Einheit Sektion 9. Doch der Major ist nur zum Teil ein Mensch. Lediglich das Gehirn ist menschlich, der Körper des Majors eine vollkybernetische Maschine. Angeblich ist Major die erste ihrer Art, doch das relativiert sich schnell, als die Sektion 9 angegriffen wird. Mitglieder des Robotik-Unternehmens Hanka werden getötet und die Spur führt zu einem Vorgänger von Major. Die muss sich allerhand einfallen lassen, um die Spur aufzunehmen…

Wer auf Mangas steht, kennt Kazuchika Kizes -Ghost in the Shell:Arise- mit Sicherheit. Die Serie ist seit 2013 Kult in Japan. Einen Animationsfilm gibt es bereits, jetzt hat sich Rupert Sanders an einen „echten“ Film herangewagt. Ich muss sagen: Das Ergebnis hat mich überzeugt. Sanders hält sich nicht eins zu eins an die Vorlage, was dazu führt, dass die Story wesentlich besser verständlich ist, als in der Animations-Verfilmung. Scarlett Johansson ist eine Top-Besetzung für die Kämpferin ohne Gedächtnis.

-Ghost in the Shell- erinnert oft stark an -New World, Vanilla Sky und Blade Runner-. Das ist vor allem der Optik geschuldet, die Sanders für seinen Film ausgesucht hat. Schaden tut das der Geschichte nicht; im Gegenteil. Mir hat das extrem gut gefallen.

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The Big Blue

Im Rausch der Tiefe
Drama, Abenteuer

The Big Blue

Im Rausch der Tiefe
Drama, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 24.03.2018
Im Rausch der Tiefe

Man muss nicht jeden Film von Luc Besson mögen, aber "Im Rausch der Tiefe" ist ein cineastisches Meisterwerk. Ein opulenter Bildersturm, der niemanden kalt lässt. Dazu eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Tod. Für mich heute noch die beste Rolle, die Jean Reno jemals gespielt hat. Da werden Gefühle von der Mattscheibe direkt ins Hirn und ins Herz transportiert. Ein Film, der einen auch beim Dritten oder Vierten Ansehen noch tief berührt. Nur schade, dass Besson diese Stimmung niemals wieder auf Zelluloid bannen konnte.

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Attraction

Anziehung
Science-Fiction

Attraction

Anziehung
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 18.03.2018
-Starman- auf Russisch.

Und das verdammt gut! Fjodor Bondartschuk hat, jedenfalls wenn sie mich fragen, eine Menge Anleihen bei John Carpenters Klassiker aus dem Jahr 1984 genommen. Das macht -Attraction- aber nicht schlechter. Hier und da mag die Handlung unlogisch sein und auch die Gut und Böse Verteilung mag uns, vor allem in Bezug auf das russische Militär, etwas seltsam erscheinen, aber: Das ist vermutlich eine Frage der Perspektive. Genau darum geht es in Bondartschuks Film. So, wie 33 Jahre zuvor ins Carpenters -Starman-.

Ein außeririsches Raumschiff taumelt in die Erdatmosphäre. Es wird von russischen Jägern angeschossen und schlägt im Norden Moskaus ein. Das Militär riegelt den Einschlagort ab und nimmt ersten Kontakt mit einem Insassen des Raumschiffs auf. Die Lage ist undurchsichtig. Major Lebedew(Oleg Menschikow) leitet die Mission. Dessen Tochter Julia(Irina Starshenbaum) verliert bei dem Absturz des Raumschiffs ihre beste Freundin. Sie will Rache und muss doch schnell erkennen, dass die Außerirdischen ohne böse Absichten kommen, denn: Hakon(Rinal Muchametow) rettet ihr Leben. Das ändert Julias Einstellung. Doch viele Moskauer wollen die Fremden bekämpfen. Eine gefährliche Situation entsteht in der Stadt…

Das hat mir gut gefallen. Eine Sci-Fi Lovestory mit Klasse. Dass die aus Russland kommt, ist umso überraschender. Schauen sie sich das an und staunen sie…

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Unlocked

Action, Thriller

Unlocked

Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 16.03.2018
„Ich habe meine Instinkte verloren.“

Wenn die C.I.A. Agentin Alice Racine(Noomi Rapace) das sagt, wird es wohl stimmen. Nach einem Terroranschlag in Paris leidet Racine noch immer unter den Folgen. Doch Racine braucht ihre Instinkte genau jetzt. In London soll ein Anschlag stattfinden. Der MI5 und die C.I.A. Arbeiten nicht wirklich gut zusammen, um ihn zu verhindern. Das sorgt dafür, dass sich ein dritter Player in das Spiel einmischt und die Stadt kurz vor einer Katastrophe steht. Nur Alice kann den Anschlag verhindern, doch das wird alles andere als einfach.

Da Michael Apted einen soliden, gut aufgebauten Terror-Thriller an den Start gebracht. -Unlocked- erzählt eine Geschichte, die alles andere als neu ist, aber sie wird gut erzählt. Die Wendungen der Geschichte muss man nicht immer verstehen, dafür stimmen Action und vor allem die Besetzungsliste. Mit Toni Collette, Orlando Bloom, John Malkovich und Michael Douglas hat Apted eine verdammt starke Riege am Start.

Ach ja... und das Noomi Rapace als Alice Racine irgendwie an die gute alte Lisbeth Salander aus der Millennium Trilogie erinnert, ist ganz sicher kein Zufall.

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Sieben Minuten nach Mitternacht

Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 13.03.2018
Wie beginnt diese Geschichte?

Mit einem Jungen...“ Es ist die Stimme des Monsters, die uns in die Verfilmung des Romans -A Monster Calls- von Patrick Ness bringt. Produziert wurde der Film von Belen Atienza, die Regie führte Juan Antonio Bayona, der schon für spanische Kassenknüller wie -Das Waisenhaus- verantwortlich war. Herausgekommen ist dabei der in Spanien erfolgreichste Film des Jahres 2016. Wenn sie mich fragen: Zu recht. -Sieben Minuten nach Mitternacht- ist ein Märchen, eine wunderbare Erzählung, schlichtweg pure Magie. Es geht darum die Fantasie anzuregen, die Gedanken zu beflügeln und die Gefühle der Zuschauer anzusprechen. All das schafft -Sieben Minuten nach Mitternacht- im Handstreich. Da zuzuschauen ist schlichtweg ein Geschenk.

Conor(Lewis MacDougall) geht es nicht gut. Seine Mutter(Felicity Jones) leidet an Krebs und die Krankheit schreitet voran. Sein Vater lebt in Amerika, er ist von der Mutter getrennt. Conor befürchtet, dass er, wenn es seiner Mutter noch schlechter gehen wird, zu seiner strengen Großmutter(Sigourney Weaver) ziehen muss. Zudem wird Conor in der Schule gemobbt, ein Albtraum quält ihn, und er weiß nicht mehr ein noch aus. Da erscheint um Sieben Minuten nach Mitternacht ein Monster, das sich aus der alten Eibe auf dem Friedhof geformt hat. Das Monster will Conor drei Geschichten erzählen und anschließend soll Conor die vierte Geschichte erzählen. Conor lässt sich auf den Deal ein und ahnt nicht, wie sehr das sein Leben verändern wird...

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Die Liebenden

Wahre Liebe überdauert die Ehe.
Drama, Lovestory

Die Liebenden

Wahre Liebe überdauert die Ehe.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 12.03.2018
„It must be love!“

Das war schon von Madness eine wunderbare Coverversion, aber Tracy Letts(Michael) bringt den Song am Ende von -The Lovers- noch ein Stück bewegender. Am Ende eines Films, der nach hinten gewinnt. Er braucht, bis er in die Erzählspur gleitet, dann nimmt er mit, bewegt, berührt und überrascht letztendlich. Azazel Jacobs hat -The Lovers- im Stil von Woody Allen abgedreht. Wer das mag, der wird begeistert sein, wer nicht, lässt es lieber sein. Sie verpassen dann in jedem Fall einen starken Tracy Letts und eine brillante Debra Winger(Mary).

Michael und Mary haben sich auseinandergelebt. Jeder der Ehepartner hat ein Verhältnis und will die Scheidung, nur: Gesprochen hat man darüber noch nicht. Doch jetzt soll es soweit sein. Die beiden Affären-Partner drängen darauf. Blöd nur, dass sich Mary und Michael gerade wieder irgendwie ineinander zu verlieben scheinen. Eine ausweglose Situation…

Diese Story hat was. Ruhig, gelassen und clever sucht sie sich ihren Weg. Wer auf Beziehungsstücke steht, wird das mögen. Für den etwas lahmen Anfang entschädigt einen der Film aber der Mitte. Da passt dann wirklich alles.

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Grießnockerlaffäre

Ein Eberhoferkrimi - Nach dem Bestseller von Rita Falk. Franz und Rudi san zruck!
Deutscher Film, Komödie, Krimi

Grießnockerlaffäre

Ein Eberhoferkrimi - Nach dem Bestseller von Rita Falk. Franz und Rudi san zruck!
Deutscher Film, Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 10.03.2018
„Basst scho’!“

Aber auf jeden Fall. Ich habe keine Ahnung, wie man Teil 4 der Eberhofer-Verfilmungen nicht brillant finden kann, aber: Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Bei der -Griessnockerlaffäre- stimmt einfach alles. Die Charaktere, die Spielorte, die Story, vor allem aber der bayrische Humor. Als Bonus gibt es dann noch Thin Lizzys -Whiskey in the Jar-, als perfekt gelungene Hommage an -Bohemian Rhapsody- aus -Waynes World-. Zum Schluss wartet dann ein Abspann, der mich fast vom Sofa geschubst hätte. So lässt man sich gern unterhalten!

Franz Eberhofer(Sebastian Bezzel) steht unter Mordverdacht. Er soll den unbeliebten Vorgesetzen Barschel(Francis Fulton-Smith) erstochen haben. Die Tatwaffe ist Eberhofers Messer und ein Alibi hat der Franz auch nicht. Ganz schlecht. Doch ehe Franz eingesperrt wird, nimmt er mit seinem alten Kumpel Rudi(Simon Schwarz) noch mal schnell die Ermittlungen in eigener Sache auf. Bei denen kommt einiges ans Tageslicht…

Sehr, sehr schön! Die liebgewonnenen Charaktere hat Ed Herzog auch dieses Mal perfekt auf die Filmrolle gebannt. Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Rita Falks Romanen, aber die Verfilmungen des Stoffs sind eine Klasse für sich. Ob Ludwig den Polizeihund gibt, oder Papa Eberhofer(Eisi Gulp) sich beruhigen will, die -Griessnockerlaffäre- ist schlichtweg ganz großes Kino im Bereich Komödie.

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Blade Runner 2049

Science-Fiction

Blade Runner 2049

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 08.03.2018
Verdammt nah dran…

… ist Dennis Villeneuve mit seinem -Blade Runner 2049- an Ridley Scotts -Blade Runner- aus dem Jahr 1982. Scott, jetzt als Produzent mit an Bord, hatte Philip K. Dicks wegweisenden Roman in einer Art und Weise umgesetzt, die damals ihrer Zeit weit voraus war. Ich war jedenfalls hin und weg. Villeneuve hat genau dieses Umfeld und auch die Kameraarbeit fast eins zu eins nachempfinden und umsetzen können. Die Storyline von -Blade Runner 2049- ist jedoch ziemlich dünn und wird jedem Zuschauer, der den ersten -Blade Runner- nicht gesehen hat, Schwierigkeiten bereiten. Zudem hätte dieser Stoff etwas komprimierter vermutlich mehr Aussagekraft gehabt.

Die Erde im Jahr 2049. Nach einem gigantischen Blackout haben die meisten Menschen den Planeten verlassen. Noch immer gibt es Replikanten, die von den Menschen wie Sklaven benutzt werden. Auch der Job des Blade Runners ist nicht ausgestorben. K(Ryan Gosling) ist solch ein Blade Runner. Er wird Zeuge eines unglaublichen Vorfalls. Das sorgt dafür, dass er auf eine Spur aus der Vergangenheit angesetzt wird.

Wie gesagt, das was Dennis Villeneuve da auf die Leinwand gezaubert hat, ist ganz große Klasse im Bereich Kameraarbeit und visueller Umsetzung auf der Leinwand. Villeneuve hat sich ganz nah an Scotts Erstling gehalten und ihn fast perfekt getroffen. Letztendlich wäre für mich hier etwas weniger mehr gewesen. Aber sie wissen ja: Das hier ist nur eine Einzelmeinung und sie können das komplett anders sehen.

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Ares

Der Letzte seiner Art - Paris 2035: Die Revolution hat einen Namen.
Science-Fiction

Ares

Der Letzte seiner Art - Paris 2035: Die Revolution hat einen Namen.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 08.03.2018
"DANKE!"

In Jean-Patrick Benes Film -Ares- ist dieses Wort Running Gag und Inhalt zugleich. Im Paris des Jahres 2035 zählt Menschlichkeit nicht mehr. Der Staat ist bankrott, große Firmen haben seinen Platz eingenommen. Die Würde, Ehre und Unverletzlichkeit des Menschen existiert nicht mehr. Zu Tausenden werden Menschen als Versuchskaninchen von Unternehmen missbraucht. Auch den Cage-Fighter Ares(Ola Rapace) erwischt es. Eigentlich hat er seine beste Zeit hinter sich, doch dann stellt sich heraus, dass der der einzige Mensch ist, der das neue Wundermittel HSX verträgt. Das soll unverwundbar und bärenstark machen. Die Nebenwirkungen sind allerdings extrem. Zunächst lehnt Ares ab, doch dann wird seine Schwester verhaftet und Ares muss sich um ihre Kinder kümmern. Er braucht Geld für die Kaution und willigt schließlich in den Deal mit dem Pharma-Riesen Donevia ein, der eine Kampfmaschine aus ihm macht.

In der Machart ganz nah angelehnt an Klassiker wie -Blade Runner- oder -Leon der Profi- sucht sich -Ares- seinen Weg. Kurz, knapp, beinhart und mit einem Schuss Pathos, verpasst Ola Rapace seinem Helden einen Anstrich von Anstand und Würde, wie das nur wenige Schauspieler können.

Für mich war das ganz großes Kino. Der Film umstritten aufgenommen worden. Mir hat vor allem gefallen, dass sich die Macher nicht in Schnickschnack und Nebenschauplätzen verlieren, sondern in 77 Minuten eine Geschichte erzählen, die genau diese Zeit braucht, um perfekt zu funktionieren.

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Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 5

Salazars Rache
Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 08.03.2018
Keiner scheitert schöner...

… als Captain Jack Sparrow(Johnny Depp). Das war bei Teil 1 des Fluches der Karibik so und ist in Teil 5 noch immer der Fall. Johnny Depp scheint in seiner Paraderolle keinem Verfallsdatum unterworfen zu sein. Joachim Ronning und Espen Sandberg haben -Salazars Rache- so frisch und lustig wie eh und je auf die Leinwand gebannt. Da stimmen die Gags, die Schauplätze sind fantastisch und die Animation passt. Für alle Fans der Filmreihe bleiben da ganz sicher keine Wünsche offen.

Der junge Henry Turner(Brenton Thwaites) will den Fluch brechen, der seinen Vater auf dem Meeresgrund fesselt. Dazu benötigt er die Hilfe von Carina Smyth(Kaya Scodelario), denn die weiß, wo Poseidons Dreizack zu finden ist. Nur er kann alle Flüche der Meere brechen. Um den Dreizack zu finden, benötigt man auch noch einen bestimmten Kompass. Der befindet sich im Besitz von Jack Sparrow. So finden Carina, Jack und Henry zusammen. Doch an ihre Fersen haben sich Captain Hector(Geoffrey Rush) und der Untote Salazar(Xavier Bardem) geheftet. Gegner, die man nicht unterschätzen sollte...

Gut besetzt und mit der üblichen Klasse fährt auch der fünfte Teil vom Fluch der Karibik in den Hafen ein. Es wird ganz sicher eine Fortsetzung geben und ich freue mich schon jetzt darauf.

ungeprüfte Kritik

The Foreigner - Rache für meine Tochter

Rache ist manchmal die einzige Gerechtigkeit.
Action, Krimi

The Foreigner - Rache für meine Tochter

Rache ist manchmal die einzige Gerechtigkeit.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 06.03.2018
"Die Namen!"

Nur darum geht es in Martin Campbells -The Foreigner- nach dem Roman -The Chinaman- von Stephen Leather. Hier und da ein bisschen altbacken und mit ein oder zwei Logiklöchern hangeln sich Pierce Brosnan(Liam Hennessy) und Jackie Chan(Quan) durch den Plot. Die beiden Stars zeigen allerdings auch, dass man sie noch lange nicht abschreiben darf. Dafür sind sie viel zu gut.

Bei einem Attentat in der Londoner City wird Quans Tochter getötet. Quan will wissen, wer die Mörder sind. Und er will Rache. Das Attentat wird der I.R.A. zugeschrieben. Deren Vertreter Hennessy setzt sei Jahrzehnten auf Frieden und Verhandlungen. Aber kann man ihm glauben? Quan setzt alles daran, die Mörder zu finden. Im Gegensatz zur Polizei ist er dabei keinerlei Gesetz unterworfen. Es entbrennt ein mörderischer Zweikampf zwischen der I.R.A. und einem Vater, der seine Tochter rächen will.

Actionfilme sind nicht Jedermanns Sache. Martin Campbell hat zu jeder Menge Stunts und Geballer auch noch eine ordentliche Story auf die Leinwand gebannt. Das ist unterhaltsam, spannend und gut gespielt. Ich habe mich in jedem Fall gut unterhalten lassen.

ungeprüfte Kritik

Der Wein und der Wind

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 04.03.2018
Jeder Morgen sieht anders aus.

Das weiß Jean(Pio Marmai) schon, seit er auf dem Weingut seines Vaters groß geworden ist. Doch das ist lange her. Nach einem Streit mit dem Vater machte sich Jean aus dem Staub und reist 10 Jahre lang um die Welt. Erst als der Vater schwer erkrankt kehrt Jean zurück. Er trifft auf seine Schwester Juliette(Ana Girardot) und seinen Bruder Jeremie(Francois Civil), die Jean mit gemischten Gefühlen gegenübertreten. Juliette ist mit der Führung des Weingutes überfordert und Jeremie steckt in der reichen Familie seiner Frau regelrecht fest. Jean versucht zu helfen, so gut es geht. Doch schnell merken die Geschwister, dass jeder von ihnen seine Probleme nicht allein lösen kann. Jetzt heißt es, zu den Wurzeln der Kindheit zurück zu kehren...

Ganz genau so muss eine gute Geschichte erzählt werden. Cedric Klapisch hat schon mehr als einmal gezeigt, dass er genau das kann. Wie er in -Der Wein und der Wind- Bilder der Kindheit und der Gegenwart miteinander vermischt, das ist ganz große Kunst, die mit jedem Bild überzeugt und tief anfasst. Zu diesen ergreifenden Bildern gesellt sich ein schmaler, aber extrem gut passender Soundtrack und eine Hand voller Darsteller, die so lebensnah in ihre Rollen schlüpfen, dass man ihnen jede Sekunde ihres Spiels abnimmt.

Wenn sie vor dem Bildschirm bewegt, berührt und unterhalten werden wollen, lege ich ihnen Cedric Klapisch Film -Der Wein und der Wind- ganz nah ans Herz. Genau dort hat diese Geschichte ihren Platz.

ungeprüfte Kritik

Kingsman 2 - The Golden Circle

Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 03.03.2018
„Die Mission kommt zuerst!“

Ist natürlich logisch! Doch bei -Kingsman 2- darf man, wie schon in Teil 1, nicht alles so schrecklich ernst nehmen. Matthew Vaughn hat eine echte „Klamotte“ in Höchstgeschwindigkeit auf die Filmrolle gebannt. Da jagt ein Gag den anderen und die Bandbreite geht von albern bis genial. Dazu Stunts und Animationen bis zum Abwinken und eine Besetzungsliste, die das „Who is Who“ der letzten Filmjahrzehnte vereint. Muss man nicht alles toll finden, darf man aber.

Die Kingsman stehen vor ihrem Ende. Die fiese Poppy(Julianne Moore) hat mit ihrem Drogenkartell Golden Circle die meisten Agenten ausgelöscht. Nur Eggsy(Taron Egerton) und Merlin(Mark Strong) überleben Poppys Angriff. Jetzt ist guter Rat teuer. Hilfe finden die Kingsman beim amerikanischen Ableger Statesman. Dort zieht Champangne(Jeff Brigdes) die Fäden und seine Agenten Ginger Ale(Halle Berry) und Tequila(Channing Tatum) helfen Eggsy dabei Poppy das Handwerk zu legen. Dann taucht auch noch Harry(Colin Firth) wieder auf, den Eggsy schon für tot hielt. Jetzt kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen…

-Kingsman 2- ist Klamauk der allerersten Güte. Das wird vermutlich nicht jedem gefallen, aber auch ganz sicher seine Fans finden. Als Running Gag gibt es einen Elton John, der sich für keinen Nonsens zu schade ist. Ich habe mich immer wieder an die ersten Bond Filme erinnert. Matthew Vaughn nimmt genau diese Streifen auf den Arm und übertreibt dabei fürchterlich. Das funktioniert…

ungeprüfte Kritik

Ein Sack voll Murmeln

Drama, Kriegsfilm

Ein Sack voll Murmeln

Drama, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 20.02.2018
Würde, Ehrlichkeit, Stolz...

… das sind die Werte, die Anna(Elsa Zylberstein) und Roman Joffo(Patrick Bruel) ihren vier Söhnen vermitteln wollen. Doch das ist alles andere als einfach für eine jüdische Familie im besetzten Paris des Jahres 1942. Als sich die Lage zuspitzt schicken die Eltern ihre beiden Jüngsten Joseph(Dorian Le Clech) und Maurice(Batyste Fleurial) auf die Reise Richtung Nizza. Die Familie will getrennt fliehen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Der Plan klappt und Familie Joffo wird in Nizza wieder vereint, doch dann rücken die deutschen Truppen nach und die Joffos werden erneut auseinander gerissen...

Über zweieinhalb Jahre geht die Odyssee der beiden Joffo-Söhne durch das besetzte Frankreich. Nach der Vorlage von Joseph Joffo hat Regisseur Christian Duguay diese Zeit brillant in Szene gesetzt. Es geht um den Krieg, die Liebe, Verrat, Vertrauen und Freundschaft. Vor allem aber geht es um die Familie. Sie steht im Mittelpunkt des Überlebenskampfes zweier Kinder, die nur mit ihren Eltern und Brüdern zusammen sein wollen.

Es gibt eine Menge Filme, die sich mit dem Leid der Opfer im Zweiten Weltkrieg befassen. -Ein Sack voll Murmeln- erzählt seine Geschichte mit dem Herzen. Ohne großes Pathos schafft es Christian Duguay uns voll und ganz Teil dieser Geschichte werden zu lassen. Ein wunderbares Erlebnis...

ungeprüfte Kritik

Jack Reacher 2 - Kein Weg zurück

Keine Kompromisse. Keine Schwäche. Kein Weg zurück.
Thriller, Action

Jack Reacher 2 - Kein Weg zurück

Keine Kompromisse. Keine Schwäche. Kein Weg zurück.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 17.02.2018
„Wir sehen uns, Jack Reacher.“

Mit diesem letzten Satz in -Jack Reacher 2- ist vermutlich alles gesagt, was in Richtung Fortsetzung der Jack Reacher Abenteuer geht. Nach Lee Childs Roman -Die Gejagten- setzt Edward Zwick die Story in Szene. Das Alles ohne Risiko und mit einem Drehbuch, das wir so, oder so ähnlich, schon in Dutzenden Thrillern gesehen haben. Tom Cruise(Jack Reacher) ist für die knallharte Action ein wenig hölzern und unglaubwürdig geworden, aber die Geschichte unterhält. Zwick setzt voll und ganz auf das Geheimdienst- und Militärspektakel und opfert dafür sogar eine Lovestory. Cruise Fans werden zufrieden sein. Der Rest der Zuschauer hätte sich ganz sicher ein bisschen mehr Experimentierfreude gewünscht.

Jack Reacher ist zurück. Eigentlich wollte er in Washington nur die Majorin Turner(Cobie Smulders) treffen, doch die sitzt schon im Gefängnis, als Reacher eintrifft. Sie wird des Hochverrats beschuldigt und einige ihrer Mitarbeiter wurden ermordet. Reacher wittert Verrat und seine Ermittlungen führen ihn schnell zur Firma Parasource, die mit der Army Geschäfte macht. Als Reacher weiter stochert hat er urplötzlich einen Killer(Patrick Heusinger) auf den Fersen. Richtig kompliziert wird es aber erst, als auch noch Reachers angebliche Tochter Sam(Danika Yarosh) auftaucht…

Tom Cruise aus früheren Produktionen kennt, weiß allerdings, dass er wesentlich mehr auf der Tasche hat, als den Jack Reacher Nummer 2. Ich hoffe, dass man das in Teil 3 wieder sehen darf.

ungeprüfte Kritik

Hampstead Park

Aussicht auf Liebe
Drama, Lovestory

Hampstead Park

Aussicht auf Liebe
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 10.02.2018
Unterhaltsame Komödie, ein wenig zu glatt gebügelt.

Wenn man, so wie Joel Hopkins, zwei Stars wie Diane Keaton(Emily) und Brendan Gleeson(Donald) vor seiner Kamera einsetzen darf, ist das in jedem Fall als Glücksgriff zu bezeichnen. Hopkins hat mit dieser Starbesetzung seine Komödie -Hampstead Park- humorig und unterhaltsam in Szene gesetzt. Am Ende wirkt die Produktion ein Stück weit zu glatt und makellos, um vollends zu überzeugen. Das Zuschauen lohnt sich trotzdem.

Emily ist seit einem Jahr Witwe. Außer ein paar miserablen Erinnerungen hat ihr Mann ihr vor allem Schulden hinterlassen. Jetzt lebt Emily in einer Wohnung in einem Appartmenthause, die sie sich bald nicht mehr leisten kann. Die Lage ist ernst. Gegenüber ihres Hauses liegt seit Jahren ein Grundstück brach, auf dem ein altes Krankenhaus steht. Dort hat sich der kauzige Donald niedergelassen. Er soll jetzt von Immobilienspekulanten verjagt werden, damit dort Luxuswohnungen gebaut werden können. Emily und Donald kommen zusammen. Unterschiedlicher können Menschen kaum sein. Doch irgendwie stimmt die Chemie und zusammen nehmen sie den Kampf gegen das Establishment auf…

Es sind vor allem die Schauspielleistungen, die aus Joel Hopkins Film eine sehenswerte Angelegenheit machen. -Hampstead Park- braucht ein bisschen, um in die Erzählspur zu springen. Dort angekommen funktioniert die Geschichte und nimmt den Zuschauer mit. Für alle Freunde einer Old-School-Komödie ist -Hampstead Park- ein sicherer Treffer.

ungeprüfte Kritik

Die Erfindung der Wahrheit

Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 04.02.2018
„Mein Job ist es, zu gewinnen!“

Dafür geht Elizabeth Sloane(Jessica Chastain) zwar nicht über Leichen, aber das ist eigentlich auch schon die einzige Ausnahme. Elizabeth ist im Lobbygeschäft knallhart, rücksichtslos, atemberaubend gut aufgestellt und eiskalt. Da mag es sonderbar erscheinen, dass sie ihren Arbeitgeber wechselt und für die kleinere Agentur von Rodolfo Schmidt(Mark Strong) arbeitet, um eine Kampagne zu unterstützen, die ein Gesetz zur Regulierung des Waffenbesitzes durchbringen will. Ihr Gegner: Die allmächtig erscheinende Waffenlobby. Dabei geht es Elizabeth nicht um die Sache, sondern nur um das Gewinnen. Das Spiel ist dreckig, unfair, gemein und hinterhältig. Am Ende wird es nur Verlierer geben. Aber wie man verliert, kann entscheidend sein…

Was für ein ungemein cleverer, geistreicher Plot! Hut ab, an den Drehbuchschreiber Jonathan Perera! Diese Nummer muss man sich erst einmal einfallen lassen. Den Rest der perfekten Umsetzung erledigen Regisseur John Madden und eine sehr präsente Hauptdarstellerin Jessica Chastain. -Die Erfindung der Wahrheit- rangiert mit -Watergate- und -No Way Out- auf Augenhöhe.

Was mich am meisten an -Die Erfindung der Wahrheit- faszinierte war, dass es im Streit der Widersacher am Ende um Tausend verschiedene Dinge in der öffentlichen Berichterstattung und vor Gericht ging, nur nicht um das eigentliche Thema der Waffenregulierung. Da ist -Die Erfindung der Wahrheit- so unglaublich lebensnah, dass es fast schon weh tut.

ungeprüfte Kritik

Security

Es wird eine lange Nacht.
Action, Thriller

Security

Es wird eine lange Nacht.
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 28.01.2018
„Ich komme zurück!“

Das ist durchaus zweideutig zu verstehen. Der US-Marines Veteran Eddie Deacon(Antonio Banderas) war Captain in der US-Army und im Irak eingesetzt. Jetzt ist er psychisch am Boden und sucht einen Job. Er landet im Security Team der Ridgeside Mall. Zusammen mit vier anderen Sicherheitsleuten schiebt er dort Nachtschicht. Als das Mädchen Jamie(Katherine de la Rocha) vor der Tür der Mall steht, denkt Eddie sich zunächst nichts dabei. Doch dann stellt sich heraus, dass Jamie auf der Flucht vor dem Verbrecher Charlie(Ben Kingsley) ist. Der hat schon einen FBI-Convoi ausgeschaltet, um Jamies Aussage als wichtige Zeugin vor Gericht zu verhindern. Jetzt sucht er mit seiner kleinen Armee die Mall heim, um Jamie zu töten. Das kann Eddie Deacon nicht zulassen. Und er hat Heimvorteil…

Simpel, schlicht, einfach, geradeaus. So kommt -Security- daher. Nichts Neues. Alles schon mal gesehen. Irgendwie wie -Die Hard- und doch anders. Gut und Böse klar verteilt. Pathos und Ethos im Übermaß. Klare Linien, keine Schatten. Mittendrin ein sehr präsenter Antonio Banderas und stark besetzte Nebenrollen.

Alain Desrochers hat das Kino nicht neu erfunden, im Gegenteil. Er hat schlichtweg alles benutzt, was funktioniert. Herausgekommen ist -Security-, ein Film, denn Kinoästheten als Müll ablehnen werden und der „Schlichtschauer“ wie mich fasziniert. Beste Unterhaltung in knapp 90 Minuten. Ich fand es Klasse!

ungeprüfte Kritik

Life

Sei vorsichtig, wonach du suchst. Allein sind wir besser dran.
Science-Fiction

Life

Sei vorsichtig, wonach du suchst. Allein sind wir besser dran.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 28.01.2018
„Wo bist Du?“

Diese Frage ist das A und O bei -Life-. Daniel Espinosa hat einen Mix aus -2001 Odyssee im Weltall- und –Alien- an den Kinostart gebracht und ist dabei wahrlich gnadenlos mit dem Zuschauer umgegangen. Life ist nervenaufreibend und in manchen Szenen nur schwer ertragbar. Spannender geht es kaum. -Life- ist dabei ein Science Fiction, der auch das Zeug zum Horrorfilm hat.

Die Marssonde Pilgrim ist mit wichtigen Proben vom Roten Planeten auf dem Weg zur Erde. Doch sie wurde von Weltraumschrott getroffen, vom Kurs abgelenkt und scheint verloren zu gehen. Die sechs Besatzungsmitglieder der ISS sollten Pilgrim auffangen und schaffen das auch. Als sie die Marsproben untersuchen, entdecken sie einen Einzeller. Das erst außerirische Lebewesen. Aus der Sensation wird binnen Tagen ein Albtraum. Die Erde ist in Gefahr…

Man o man! Das war harter Tobak. In altbewährter Manier lässt Daniel Espinosa seine Kreatur die Mannschaft der ISS dezimieren. Das ist atemberaubend spannend. Mit der Besetzungsliste Jake Gyllenhaal(David Jordan), Ryan Reynolds(Rory Adams) und Rebecca Ferguson(Myranda North), kann Espinosa ebenfalls punkten. Selten war der Kontakt mit Außerirdischen unangenehmer als in -Life-. Wenn sie nicht zartbesaitet sind, schauen sie sich das an.

ungeprüfte Kritik