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Kritiken von "ThomasKnackstedt" aus

89 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Genauso anders wie ich
    Basierend auf der unglaublichen wahren Geschichte, die Millionen von Menschen inspirierte.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 11.12.2018
    „In dieser Welt liegt vieles im Argen.“

    Wer wüsste das besser als der Kunsthändler Ron Hall(Greg Kinnear). Obwohl er wohlhabend ist, sitzt er nach 19 Jahren Ehe mit Deborah(Rene Zellweger) in einer Krise fest. Ron hat ein Verhältnis und seine Ehe steht vor dem Aus. Doch Deborah gibt die Ehe nicht auf. Sie verschafft Ron eine zweite Chance. Er soll ihr bei der wohltätigen Arbeit in einer Missionsküche für Obdachlose helfen. Ron stimmt zu und lernt eine Welt Abseits von Reichtum und Kunstschätzen kennen. Erst widerwillig und zögernd begleitet er Deborah. Dann gibt es auch noch Stress mit dem Obdachlosen Denver(Djimon Hounsou). Der Mann ist aggressiv und scheint gefährlich zu sein. Doch irgendwie schafft es Ron, sich mit Denver anzufreunden. Das ändert für Ron einiges. Auch Rons Verhältnis zu Deborah blüht wieder auf. Doch Denver weiß: Wenn es richtig gut läuft, wird der Teufel neidisch…

    Eine schöne und wahre Geschichte. Hier und da vielleicht ein bisschen zu kitschig inszeniert, aber das lässt sich locker verschmerzen. Michael Carney konnte seinen Film bis in die Nebenrollen hinein hochkarätig besetzen. Wer diese Erzählung beginnt, will wissen wie sie endet. Allein das macht eine gute Geschichte aus. -Genauso anders wie ich- ist ein Film für das Herz. Mir hat das wirklich gut gefallen und sie müssen selbst entscheiden, was sie davon halten.
  • Die Hütte
    Ein Wochenende mit Gott.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 09.12.2018
    „Ich will keine Sklaven; ich will Freunde!“

    Wenn Gott so etwas sagt, dann ist vielleicht der Zeitpunkt, über den eigenen Glauben nachzudenken und festzustellen, dass Glauben nichts mit Religion zu tun hat. William P. Young hat das in seinem Roman -The Shack- ziemlich gut hinbekommen. Die Verfilmung von Stuart Hazeldine steht dem Roman in Nichts nach. Mir hat vor allem gefallen, dass hier keine verquaste Gottesgläubigkeit oder verträumte Kirchenphilosophie „verkauft“ wird. Der Gott in dieser Geschichte vollbringt keine Wunder. Er hilft lediglich den Menschen ihren Weg zu finden. Mit dieser Vorstellung kann ich gut leben…

    Mackenzie(Sam Worthington) wurde auf eine harte Probe gestellt. Seine kleine Tochter Missy(Amelie Eve) fällt einem Verbrechen zum Opfer. Die große Traurigkeit stellt sich bei Mackenzie und seiner Familie ein. Er verliert seinen Glauben und seine Lebensfreude. Dann liegt eines Tages ein Brief von Gott in seinem Briefkasten. Der lädt ihn in die Hütte ein, in der Missy ermordet wurde. Erst denkt Mackenzie an einen bösen Scherz, doch dann folgt er der Einladung und sein ganzes Weltbild wird über den Haufen geworfen. Er trifft Gott, doch der ist völlig anders, als sich Mackenzie das jemals gedacht hätte.

    Eigentlich mag ich diese „Glauben-Soaps“ nicht. Doch bei -The Shack- mache ich eine Ausnahme, denn: Es ist keine dieser Soaps! Es ist eine verdammt gute Geschichte über das Leben und die Liebe.
  • The Party
    Komödie, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 08.12.2018
    Wilde unter sich.

    Sally Potter verfolgt mit ihrem Film -The Party- die gleiche Idee, wie Roman Polanski mit seinem -Der Gott des Gemetzels-. Nur, dass Sally Potter das um Klassen besser hinbekommt. Selten wurde so gut gezeigt, wie eine bestimmte Situation dafür sorgen kann, dass aus hochgradig cleveren Intellektuellen innerhalb von Minuten wilde Steinzeitmenschen werden. Dieses Szenario mit der Topbesetzung Timothy Spall(Bill), Kristin Scott Thomas(Janet), Patricia Clarkson(April), Bruno Ganz(Gottfried), Emily Mortimer(Jinny), Cherry Jones(Martha) und Cilian Murphy(Tom), ist selbst in schwarzweiß ein farbenfrohes Gleichnis für die Eitelkeit der Menschheit.

    Janet ist als Ministerin ins Kabinett gewählt worden. Eine kleine Party findet zur Feier des Tages statt. Doch die entwickelt sich rasant in die falsche Richtung. Janet scheint einen Liebhaber zu haben; Bill eine Liebhaberin. Die nervige April huldigt Janet und bringt dabei ihren Freund, den Heiler und Nerd Gottfried mit. Das gleichgeschlechtliche Paar Martha und Jinny werden bald Eltern und sind der Realität entfleucht. Tom ist ein getriebener seiner Eifersucht und dreht fast durch. Dieser Mix lässt die Party in einem Feuerball von Neid, Hass, Dummheit und Extrovertiertheit explodieren.

    -The Party- ist wunderbares Kino, das jedem von uns den Spiegel vorhält. Von A bis Z perfekt gelungen.
  • Terminal
    Rache war nie schöner.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 06.12.2018
    Sinnfrei, seltsam, anders, hervorragend besetzt und unterhaltsam.

    Das fällt mir zu Vaughn Steins Film -Terminal- ein. Dieser Film ist eine Art Film Noir in bunten Farben. Die Story… ein Witz. Die Charaktere und deren Besetzung verdammt stark. Ich hätte 3,5 Sterne gegeben. Da das nicht geht, sind es vier geworden.

    Die Killer Vince(Dexter Fletcher) und Alfred(Max Irons) warten auf einen Auftrag des geheimnisvollen Mr. Franklin. Die Wartezeit bringt sie ins End of the Line - Cafe. Dort lernen sie die verführerische Annie(Margot Robbie) kennen. Die schätzt nicht nur die Bekanntschaft der Killer, sondern auch noch den nächtlichen Gast Bill(Simon Pegg). Niemand ahnt, dass all diese Beziehungen nur eins verbindet: Der Tod!

    Dieser Film wird die Zuschauergemeinde spalten. Das ist irgendwie Theater und doch nicht. Irgendwie cool und doch nicht. Irgendwie spannend und doch nicht. Was in jedem Fall sehenswert ist, sind Margot Robbie und Simon Pegg. Hier gilt mehr denn je mein Rat: Entscheiden sie selbst, was sie davon halten.
  • Dead in a Week
    oder Geld zurück.
    Krimi, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 04.12.2018
    „Leben so viel es geht!“

    Für Ellie(Freya Mavor) ist das kein Thema. Für William(Aneurin Barnard) schon. Schließlich will der junge Autor, dessen Maunskripte von allen Verlagen abgelehnt werden, sterben. Doch nach 7 Selbstmordversuchen steht fest: William kriegt es allein nicht hin. So heuert er den alternden Auftragskiller Leslie(Tom Wilkinson) an. Der erledigt ihn mit Sicherheit. William und Leslie schließen einen Vertrag und Williams Tod ist beschlossene Sache. Doch dann kommt Ellie und das Angebot eines Verlages. Eigentlich will William jetzt nicht mehr sterben, doch Vertrag ist Vertrag…

    Einen kleinen, feinen Film hat Tom Edmunds da ins Leben entlassen. Nicht neu, nicht spektakulär, nicht preisverdächtig. Aber: Man sieht -Dead in a Week- an, dass er mit Liebe und Herzblut gemacht wurde. Wunderbarer schwarzer Humor, ein Blick fürs Detail und wirklich schräge Dialoge. Allein das ist schon etwas. Als Zugabe gibt es dann noch den begnadeten Tom Wilkinson in der Hauptrolle. Das zeichnet -Dead in a Week- aus.

    Wenn der Killer mit seiner Frau über den Kissen-Stickwettbewerb fachsimpelt oder bei der Jagd auf sein Zielobjekt alles Mögliche trifft, nur nicht sein Ziel, dann bleibt kein Auge trocken. Für Freunde britischer Filme und Liebhaber des schwarzen Humors von der Insel ist -Dead in a Week- jedenfalls keine schlechte Wahl.
  • The Commuter
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 02.12.2018
    „Was für ein Mensch sind sie?“

    Diese Frage stellt Joanna(Vera Farmiga), dem gerade entlassenen Versicherungsagenten Michael(Liam Neeson). In den 104 Minuten von Jaume Collet-Serras -The Commuter- werden wir genau das erfahren.

    Der Ex-Cop Michael hat Probleme. Sein Arbeitgeber schmeißt ihn raus und Michael ist pleite. Doch sein Sohn soll aufs College und seine Frau weiß nichts von der Misere. Als Michael mit seinem Pendlerzug nach Hause fährt, spricht ihn die unbekannte Joanna an. Sie verspricht Michael 100.000 Dollar, wenn er eine Person im Zug findet und sie mit einem GPS Sender markiert. Michael willigt ein und ahnt nicht, dass er in ein Spiel auf Leben und Tod eingestiegen ist…

    Vorhersehbar, Old-School und klassisch zugleich kommt -The Commuter- daher. Aber das alles auf die gute Art. Der Film ist eine Art Mischung aus Hitchcock-Elementen und -Speed-. Es gibt jede Menge Action und Story-Wendungen. Nicht immer glaubhaft, aber nichtsdestotrotz extrem spannend und unterhaltsam. Halt genau die Sorte Film, für die Liam Neeson in den letzten Jahren bekannt ist.
  • What Happened to Monday?
    Sieben Schwestern. Eine Identität.
    Thriller, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 01.12.2018
    „Was einer passiert, passiert Allen!“

    Terence Settman(Willam Dafoe) weiß, was welche Entbehrungen auf seine sieben Töchter warten. In der Mitte des 22. Jahrhunderts ist die Welt auf eine „Ein Kind – Politik“ umgestiegen, um die Überbevölkerung der Menschheit zu retten. Terence hat seine sieben Töchter, deren Mutter starb, vor dem Zugriff des Staats gerettet und sie mit einem ungeheuren Trick ins Leben entlassen. Benannt nach den einzelnen Wochentagen darf jedes Mädchen an einem Tag der Woche die Wohnung verlassen und das Leben von Karen Settman(Noomi Rapace) leben. Das funktioniert fast dreißig Jahre, doch dann verändert sich alles und die Settman Töchter schweben in absoluter Lebensgefahr…

    Tommy Wirkola hat eine an sich krude Geschichte hervorragend umgesetzt. -What happened to Monday- ist Science Fiction, Hochspannungs- und Actionkino in einem. Schnell, rasant, Nerven zerreißend und mit Noomi Rapace siebenfach gut besetzt. Ausgestattet mit einer starken Tonspur und einem cleveren Drehbuch erwarten den Zuschauer knapp zwei Stunden Kino, die er nicht so schnell vergessen wird.
  • Small Town Killers
    Komödie, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 28.11.2018
    Scheidung auf Dänisch.

    Edward(Ulrich Thomsen) und Ib(Nicolas Bro) betreiben ein kleines Baugeschäft. Mit Schwarzarbeit füllen sie ihre Kassen, sind aber trotz des vielen Geldes unglücklich, denn: In ihren Beziehungen läuft es nicht mehr. Vor allem die körperliche Nähe lässt zu wünschen übrig. Doch weder Edwards Ingrid(Lena Maria Christensen) noch Ibs Gritt(Mia Lyhne) würden in die Scheidung einwilligen. Es sei denn für jede Menge Geld. Das geht natürlich gar nicht. Also holt Edward den russischen Auftragskiller Igor(Marcin Dorocinski) ins beschauliche Nibe. Der ist zwar ständig betrunken, aber ein Meister seines Fachs. Als Ingrid und Gritt das mitbekommen heuern sie ebenfalls einen Killer an, um ihre Männer zu beseitigen. Doch natürlich geht das alles komplett schief…

    Wer sich mit -Small Town Killers- anfreunden will, braucht einen Sinn für schwarzen Humor und muss ein paar wirklich derbe Sprüche verkraften können. Ole Bornedal lässt es in seiner dänischen Komödie richtig krachen. Von hervorragendem Witz bis zu wildem Klamauk ist da alles vorhanden. Meines Erachtens sind die Charaktere(mit Ausnahme von Igor und Ib) ein wenig zweidimensional, aber für Freunde von schrägem, nordischem Kino ist der Film ganz sicher ein Tipp.
  • Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer
    Abenteuer, Kids, Deutscher Film, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 24.11.2018
    Noch immer wunderschön und originalgetreu verfilmt!

    Ein Jahr vor meiner Geburt erschien Michael Endes -Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer-. Ein Jahr nach meiner Geburt -Jim Knopf und die Wilde 13-. Als Kind habe ich diese Bücher geliebt. Als ich heute die Verfilmung von Dennis Gansel sah, stellte ich a) fest wieso das so war und b) dass diese Liebe noch immer besteht. Originalgetreu und hervorragend besetzt hat Gansel die Geschichte als Film umgesetzt. Schlicht und einfach: Wunderschön!

    Lummerland, eine Insel mit zwei Bergen. Ein König(Uwe Ochsenknecht), Lukas der Lokomotivführer(Henning Baum), Frau Waas(Annette Frier) und Herr Ärmel(Christoph Maria Herbst). Und natürlich: Emma, die Lokomotive. Dann kommt das Findelkind Jim(Solomon Gordon) dazu und die Insel wird zu klein. Einer muss gehen: Entweder Emma oder Jim. Aber das ist mit Lukas nicht zu machen. Zusammen mit Jim verlässt er Lummerland und stürzt sich ins Abenteuer. Die beiden wollen Prinzessin Li Si retten, die in der Drachenstadt von Frau Malzhan festgehalten wird. Ein Abenteuer, das nur drei echte Freunde bestehen können, beginnt.

    Verdammt, war das schön. Gute Geschichten verlieren niemals ihren Reiz und sind unsterblich. Diese gehört definitiv dazu. Auch wenn noch100 Jahre oder mehr vergehen, wenn sie erzählt wird, werden die Menschen zuhören. Vor allem die Kinder. Denn niemand erkennt und wertschätzt eine gute Geschichte mehr…
  • Jurassic World 2 - Das gefallene Königreich
    Das Leben findet einen Weg.
    Fantasy, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 18.11.2018
    Immer wieder gleich und immer wieder unterhaltsam.

    So möchte ich die Jurassic Park/World – Reihe beschreiben. Im Endeffekt wird Teil 1 der Saga immer wieder wiederholt, lediglich die Protagonisten und Schauplätze verändern sich. Das zeugt zwar nicht von Kreativität, aber irgendwie ist es immer noch sehr unterhaltsam zuzuschauen, wie Saurier durch die Gegend stapfen und nebenbei ein paar Bösewichte von Raptoren und einem T.Rex gefressen werden. -Jurassic World Fallen Kingdom- ist da keine Ausnahme. Gleiches Drehbuch, neuer Anstrich und ab geht es.

    Die Heimat der Saurier ist in Gefahr. Jetzt sind keine Wissenschaftler mehr auf der Insel, aber ein Vulkan bricht aus. Die Tiere werden sterben, es sei denn sie werden von den Menschen gerettet. Die Wissenschaftlerin Claire(Bryce Dallas Howard) und der Tiertrainer Owen(Chris Pratt) melden sich zum Hilfsteam. Vor Ort müssen sie feststellen, dass man sie hinters Licht geführt hat. Die Tiere sollen nicht gerettet, sondern verkauft werden. Nebenbei finden dann auch noch Gen-Experimente statt. Das ist mit Owen und Claire natürlich nicht zu machen…

    Rasante Schnitte, jede Menge Action und ein Feuerwerk der Animation. So funktioniert die Jurassic World Filmwelt. Das ist Popcorn-Kino ohne Wenn und Aber. Leicht zu konsumieren, kurzweilig und spannend. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
  • Arthur & Claire
    Drama, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 17.11.2018
    Ein Fest der Dialoge.

    Das liefern sich Josef Hader(Arthur) und Hanna Hoekstra(Claire) in -Arthur & Claire-. Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Stefan Vögel hat Regisseur Miguel Alexandre aus dem Film eine Art -Harry & Sally- mit morbidem Anstrich und schwarzem Humor gemacht. Josef Hader ist ein Garant dafür, dass jeder Gag sitzt und Hannah Hoekstra steht ihm in nichts nach. Ich habe ansonsten meine Schwierigkeiten mit Verfilmungen von Theaterstücken. Zu statisch und steif kommt das oft daher. Davon ist hier nichts zu spüren. Die Hauptdarsteller sind in ihrem Element und das Drehbuch von Miguel Alexandre und Josef Hader ist perfekt geschrieben.

    Arthur ist schwer krank. Er will in Amsterdam, in einer Klinik, sterben. Den letzten Abend will er gemütlich im Hotel verbringen. Doch daraus wird nichts. Im Zimmer nebenan dröhnt die Musik von Claire. Die will sich umbringen und Arthur kann es gerade noch verhindern. Von da an trudeln Arthur und Claire durch die Amsterdamer Nacht. Drogen, Whisky, Rotwein-Cola, ein Klavier, zwei Geschichten, Todessehnsucht und Lebensfreude, finden da irgendwie zueinander. Das Ende dieser Geschichte ist völlig ungewiss.

    Ein kleiner, feiner Film mit jeder Menge Anspruch und unglaublichem Humor. Man muss einen Film über den Tod machen, um das Leben zu preisen. Wie sagt Hader in einer Szene so schön: „Sterben ist das Letzte, was man im Leben machen kann.“
  • Der Nebelmann
    Nach dem internationalen Bestseller von Donato Carrisi.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ThomasKnackstedt" am 11.11.2018
    Zuviel des Guten.

    Ich habe Donato Carrisis Buch -Der Nebelmann- nicht gelesen. Insofern kann ich nicht sagen, wie zielgenau logisch die Story dort aufgebaut ist. Als Regisseur der Verfilmung hat Carrisi, jedenfalls nach meinem Geschmack zuviel des Guten in die Aufklärung des Falls investiert. Ein spannender, gut getimter Thriller, der Ambiente, eine starke Kamera und sehr gute Darsteller sein eigen nennen kann, wird am Ende durch mehrere 180 Grad Wenden undurchsichtig und leider auch unglaubwürdig; was sehr schade ist.

    Der Sonderermittler Vogel(Toni Servillo) soll in dem kleinen Bergdorf Avechot das Verschwinden eines Mädchens aufklären. Schnell gibt es einen Verdächtigen. Der Lehrer Martini(Alessio Boni) hat kein Alibi für die Tatzeit und wird mit dem Mädchen in Verbindung gebracht. Doch es gibt keine Beweise. Vogel setzt mit unerlaubten Tricks alles auf eine Karte. Dabei entdeckt er, dass seit 30 Jahren Mädchen in der Gegend verschwinden und es kommt letztendlich zu einer Verhaftung, mit der niemand gerechnet hat.

    Hätte ich den Film bis 15 Minuten vor dem Ende bewerten sollen, hätte ich 5 Sterne vergeben. Da stimmte alles. Kamera, Musik, Darstellung und Spannungsschraube. Was dann kam machte für mich alles kaputt. Ob das bei ihnen auch so ist, müssen sie selbst feststellen. Viel Spaß dabei.