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Kritiken von "fernsehfritze" aus

235 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Unter Beobachtung
    Sie sehen jeden deiner Schritte.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 01.02.2015
    Wie in einem Rechtsstaat feststehende Regeln außer Kraft gesetzt werden, zeigt "Unter Beobachtung": Zwei Anwälte, die in einem politisch brisanten Prozess den Bomben-Attentäter vertreten, werden durch den Geheimdienst überwacht und bedroht. Und das, weil sie eine Verbindung zwischen ihrem Mandanten und dem Geheimdienst entdecken ...

    Diese oder ähnliche Konstellationen sind nicht neu in der Filmgeschichte, z. B. "Drei Tage des Condor" mit Robert Redford. Es wird hier immerhin spannend und modern in Szene gesetzt. Und beide Hauptdarsteller (Rebecca Hall und Eric Bana) sind durchaus überzeugend.
  • Denk wie ein Mann
    Lasst die Psychospiele beginnen.
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 01.02.2015
    Sympathische, manchmal etwas überdrehte Liebeskomödie - Vier befreundete Männer haben so ihre Problemchen mit ihren Freundinnen. Dann entdeckt einer bei seiner Angebeteten einen Ratgeber mit dem Titel "Denk wie ein Mann" ...

    Ganz klar, dass sich daraus Verwicklungen ergeben, die mehr oder weniger amüsant sind. Am Ende, das kann mal wohl verraten, wird alles gut.

    Wer die Darstellerin Taraji P. Henson aus der Serie "Person of Interest" als knallharte Polizistin kennt, wird sich erst an ihre Rolle in diesem Film gewöhnen müssen. Aber es ist ja wichtig, auch mal auf anderen Pfaden als den gewohnten zu wandeln.

    Unter dem Strich ist "Denk wie ein Mann" eine kurzweilige Abendunterhaltung ohne Tiefgang mit einem Glas Rotwein und einer Kerze.
  • Gesetz der Rache
    Ein Mann, der alles verloren hat, ist zu allem fähig.
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 09.01.2015
    Macht es einen Unterschied, ob der Sherrif in "12 Uhr mittags" (1952) einen Verbrecher und seine drei Kumpane erschießt oder der Staatsanwalt in "Gesetz der Rache" (2009) einen Verbrecher durch einen Brandanschlag umbringt? Ja: Der Sherrif aus dem alten Western hat das Gesetz auf seiner Seite.

    Aber der Reihe nach: Ein Mann wird Opfer eines Raubüberfalls und verliert dabei Frau und Tochter. Bald sind beide Täter gefasst. Doch der Staatsanwalt schließt einen Handel mit der Verteidigung des einen Täters ab: Der schiebt alle Schuld auf seinen Kumpel und kommt dafür mit einer geringen Strafe davon. Dafür hat unser Mann nun überrhaupt kein Verständnis und beginnt seinen Rachefeldzug gegen Staatsanwalt und Justiz. Nach Dutzenden Opfern und 90 Minuten Filmhandlung nimmt der Staatsanwalt dann das Gesetz in die eigene Hand ...

    Gerard Butler (Opfer des Überfalls und Racheengel) und Jamie Foxx (Staatsanwalt) tragen hier ihren tödlichen Psychokrieg gegeneinander aus. Handwerklich gut gemacht, hinterlässt der Film jedoch diesen faden Beigeschmack vieler Hollywood-Produkte. Selbstjustiz scheint dort ein großes Thema zu sein. Doch es ist wie mit Rache: Ruhe findet man danach deswegen noch lange nicht!
  • Prisoners
    Drama, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 05.01.2015
    Sehr düster und deprimierend: Klar, wenn zwei Kinder entführt werden, geraten liebende Eltern an ihre Grenzen. Doch Selbstjustiz im Namen Gottes, nachdem die Polizei dem Verdächtigen nichts nachweisen kann? Das ist wohl die falsche Botschaft. Auch wenn der Vater so verzweifelt ist, dass er keinen anderen Ausweg weiß. Immerhin erweist sich sein Ansatz als falsch. Das "rettet" den Film.

    Die ganze Sache macht sehr nachdenklich: Wie hilflos steht man Straftaten gegenüber, die in der Nachbarschaft quasi vor den Augen der Polizei geschehen? Es gibt wohl keinen Königsweg! Man versteht die verzweifelten Eltern, die die Angelegenheit in die eigenen Hände nehmen wollen, nachdem die Polizei alle Mittel ausgeschöpft hat. Man versteht aber auch den Ansatz, keine Selbstjustiz zuzulassen. Denn die Zeiten, zu denen der Siedler mit der Waffe in der Hand seinen Grund und Boden verteidigen musste, weil es keine Staatsgewalt gab, sind doch schon eine ganze Weile vorbei ...
  • Non-Stop
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 05.01.2015
    Routinierter Thriller mit "Stammspieler" Liam Neeson.

    Es ist zwar keine innovative Variante des "Flugzeug"-Films. Wir erinnern uns an "Air Force One" mit Harrison Ford und "Flight Plan"mit Jodie Foster . Doch Spannung wird erzeugt. Und Liam Neesons Figur hat Ecken und Kanten. Das macht es interessant und unterhaltsam.
  • Centurion
    Fight or Die
    Abenteuer, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 02.12.2014
    Hat in diesem "Machwerk" eigentlich mal jemand die abgeschlachteten Menschen gezählt? Es düften in anderthalb Stunden mehr als hundert gewesen sein. Und hat jemand eine Idee, warum man das oft explizit zeigen muss? Da rollen Köpfe, da spritzt das Blut, da bohren sich Pfeile und Schwerter durch Körper. Eine sinnvolle Funktion kann diese "Schlachterei" nicht erfüllen. Vielleicht soll sie ja von der schwachen Geschichte ablenken. Und davon, dass man nicht in der Lage war, seine Hauptfigur dramaturgisch ins Zentrum zu stellen.

    Wenn nicht am Ende die Liebe gesiegt hätte (zugegeben, die Kitsch-Grenze ist hier fast erreicht), hätte der Film Minuspunkte bekommen müssen!
  • Emperor
    Kampf um den Frieden
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 02.12.2014
    Ein Kapitel japanisch-US-amerikanischer Geschichte wird hier episch aufgearbeitet. Gut so. Dass sich die "Amis" mit ihren beiden Atombomben nicht gerade Freunde in Fernost gemacht hatten, wird hier sehr schnell deutlich. Und dass es nicht nur "Haudrauf"-Typen im US-amerikanischen Militär gab, auch. Differenziert und geduldig geht man der Frage nach, ob der "gottgleiche" Tenno (der japanische Kaiser) als Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt werden kann.

    Auf wahren Begebenheiten basierend, erteilt "Emperor" unspektakulären Geschichtsunterricht mit einer Prise Liebe. Das ist nicht das ganz große Kino. Aber es ist ein wichtiger Beitrag dafür, sich immer wieder klar zu machen, dass Menschen in anderen Kulturkreisen eben auch anders "ticken". Und dass darum oft die Mittel, die man aus seiner Heimat kennt, nichts taugen, um Ziele zu erreichen, die oft genug selbst fragwürdig sind.
  • The Company You Keep - Die Akte Grant
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 28.11.2014
    Robert Redford ist inzwischen zu einer Regie-Marke geworden. Egal, was er anfasst, es gelingt. Auch in diesem Film zeigt sich wieder sein erstklassiges Handwerk, wenn er hinter einer temporeichen Geschichte tieferliegende Konflikte verbirgt, die auf den ersten Blick schwer zu erkennen sind. Differenziert setzt er Vergangenheit und Gegenwart in Beziehung. Und dabei helfen ihm natürlich erstklassige Darsteller wie Susan Sarandon und Nick Nolte. Nicht zu vergessen: Er selbst. Denn er stand nicht nur hinter der Kamera, sondern auch davor.

    Zugegeben, was schon andere schrieben: Das Alter der Protagonisten stimmt nicht mit dem Alter der Figuren überein. Das reicht aber noch nicht, um einen Stern abzuziehen ...
  • Der Medicus
    Eine Reise aus der Dunkelheit ins Licht.
    Deutscher Film, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 12.11.2014
    Schöne Abendunterhaltung, aber das Sahnehäubchen fehlt. Liegt es daran, dass es schon zu viele (gut gemachte) Historienfilme gibt? Oder liegt es vielleicht daran, dass die meisten Darsteller neben Ben Kingsley ziemlich blass rüber kommen? Immerhin lässt sich eine ganze Menge lernen, was die Chirurgie und ihre Entwicklung betrifft. Und die Pest ist eben kein Gotteswerk, sondern vielmehr das von Flöhen/Ratten bzw. Bakterien, die sie auf den Menschen übertragen.

    Solider Film, aber kein Kracher!
  • The Big Hit
    Nichts ist gefährlicher, als ein paar nette Jungs... die Zeit zum Töten haben.
    18+ Spielfilm, Action, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 24.09.2014
    Schon lange nicht mehr so einen schlechten Film gesehen. Was soll das für eine Geschichte sein? Die eines Schafskopfes, der sich von zwei Frauen und drei Kumpels ausnutzen lässt und dabei gleichzeitig ein Auftragsmörder ist? Oder die eines jungen Mannes auf der Suche nach der großen Liebe? Mal lustig, mal brutal: Die Filmemacher können sich nicht entscheiden. Schade, da wäre mehr drin gewesen!
  • Renoir
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 22.09.2014
    Endlich mal wieder ein ruhiger, stimmungsvoller Film über die Kunst! Dieses Licht, diese Landschaft! Wahrscheinlich können nur das Mittelmeer und die Provence Künstler wie August Renoir hervor bringen.

    Man ist plötzlich mittendrin in Malerei und Krieg (Die Handlung spielt während des ersten Weltkrieges). Und dennoch fällt kein einniger Schuss. Und wahrscheinlich ist die Geschichte auch genau darum so intensiv. Hervorragende Darsteller und subtile Erotik machen diesen französischen Streifen zu einem stillen Meisterwerk.
  • Oblivion
    Die Erde ist eine Erinnerung, um die es sich zu kämpfen lohnt.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 13.09.2014
    Was man vielleicht wissen sollte, bevor man sich diesen Film anschaut: "Oblivion" bedeutet so viel wie Vergessheit. Denn die Gehirne der Charaktere wurden von einer höheren Macht auf "Null" gesetzt. Daraus ergibt sich eine Geschichte mit Liebe und Eifersucht in einer Umgebung, die an Weltraumabenteuer erinnert. Nur, dass das Ganze auf einer von den Menschen verlassenen und zerstörten Erde spielt: Anerkennung für das beeindruckende Szenenbild (es wurde u. a. auf Island gedreht)

    Tom Cruise macht seine Sache ordentlich, während Olga Kurylenko wie ein verstörtes Schulmädchen durch die Kulissen stapft. Und dann dieser Schluss à la Hollywood ... Da kann man nur sagen: Wieder mal übers Ziel hinaus geschossen! Dabei war zu diesem Zeitpunkt die Botschaft schon längst angekommen.