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Kritiken von "VideobusterRedaktion" aus

293 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Irina Palm
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 02.01.2008
    Ein wirklich wunderbarer Film über die Halbwelt-Odyssee einer älteren Dame, die anfangs einfach nur auf der Suche nach irgendeinem Job aus ihrem doch leicht perversen Handwerk (sorry, konnte ich mir nicht verkneifen), eine gewisse Befriedigung zieht und sogar so etwas wie eine kleine Halbwelt-Berühmtheit wird. Maggie (umwerfend gespielt von Marianne Faithfull) wagt den Schritt in die Sexindustrie zwar nicht ganz freiwillig aber doch bewusst, um ihrem Enkel eine Operation zu ermöglichen. Wo us-amerikanische Produktionen auf schenkelklopfenden Pennälerhumor setzen würden, ist „Irina Palm“ auch bei den absurden und komischen Szenen doch immer irgendwie leise und zärtlich zu seinen Figuren. Selbst die stereotypen Figuren des Bordellbetreibers oder der entsetzten Kleinstadtnachbarinnen erhalten Raum, sich zu entfalten und man lacht nie aus Schadenfreude.

    Sehr zu Gute halten muss man Regisseur Sam Gabarskis auch, dass er viele Situationen weiterdenkt und glaubwürdige und echte Konflikte entstehen lässt, die die „Erfolgsstory“ von Irina/Maggie überstrahlen.

    Unbedingt anschauen! 5 Sterne (4 für den Film und einen Extrastern für die Hauptdarstellerin)

    Viel Spaß beim Film!

    Euer Nettie
  • Fantastic Four 2 - Rise of the Silver Surfer
    Science-Fiction, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 27.12.2007
    Ich muss ja zugeben, dass meine Erwartungen nach all den Kritiken, die ich schon gelesen habe, nicht wirklich hoch waren, zumal der doch traurig-philosophische Silver Surfer zu den Helden meiner Jugend zählte. Die Fantastic Four dagegen fand ich sowohl im Comic als auch im ersten Film ziemlich farblos und eindimensional, die waren sooo gut – also ziemlich langweilig.

    Was Letzteres anbelangt, ist der zweite Teil immerhin besser als der erste, aber man hat es immer noch nicht mit Figuren zu tun, die die Vielschichtigkeit menschlichen Daseins widerspiegeln. Andererseits; wer will das schon bei einer Comic-Action-Popcorn-Verfilmung. Womit wir beim Thema wären; die Action und insbesondere die Animationen sind echt erstklassig, ohne übertrieben zu sein, wie bspw. bei Transformers. Etwas enttäuscht war ich, dass man von Galactus meistens nur die Beine sieht oder alles ein bisschen verschwommen ist.

    Zurück zum Surfer: erstaunlicherweise und entgegen den Infos in anderen Kritiken wird er nicht als plumper Bösewicht dargestellt. Der Tragik seiner Geschichte und seines Hintergrundes wird zwar nicht sonderlich viel Raum gegeben, aber immerhin gibt es überhaupt eine Erklärung und die Figur kommt zu Ihrem Recht. Mein Jugendidol wurde also voll und ganz rehabilitiert.

    Die üblichen coolen Sprüche gibt’s natürlich auch massenhaft, meistens passen sie sogar und lassen auch Skeptiker wie mich schmunzeln. Echte Dialog-Qualität bietet der Film jedoch nicht. In Sachen Witz eindeutig ein Highlight ist der Auftritt von Stan Lee, dem Schöpfer der Comicvorlage (und von Spiderman, dem Hulk, den X-Men und wahrscheinlich einer Million weiterer Figuren, also dem Retter Hollywoods), der auf einer Party nicht reingelassen, sondern ausgelacht wird, als er seinen Namen nennt.

    Fazit: Es gibt auf jeden Fall Schlimmeres als Jessica Alba in Spandex
  • Oh je, du Fröhliche!
    Weihnachten mit Turbulenzen
    Komödie, Kids
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 19.12.2007
    Alle guten Dinge sind Drei … richtig verrückt wird’s erst mit Fünf

    Fünf alleinreisende Kids stecken bei einer Zwischenlandung auf Grund eines gewaltigen Schneesturms auf dem Flughafen fest. Der Manager des Airports, der Weihnachten, Passagiere und besonders Kinder hasst, sperrt diese zusammen mit weiteren Minderjährigen, in einen kargen Aufenthaltsraum im Kellergeschoss ein. Und, wie sollte es anders sein, die 5 entwischen und der Flughafen wird zum riesigen Abenteuerspielplatz. Es folgt ein lustiges Katz und Maus Spiel mit den
    hiesigen Sicherheitskräften. Das ganze Spektakel erinnert ein wenig an den guten „alten“ (1990) Klassiker „Kevin - Allein zu Haus“.

    „Oh je, du Fröhliche!“ ist ein typisch amerikanischer Film der manchmal etwas langatmig und pointenarm daherkommt. Auch fehlt den Dialogen manchmal der gewisse Pepp. Nichts desto Trotz ist er für Kinder ein unterhaltsamer, weihnachtlicher, aber auch actionreicher Spaß. Auch ich als bekennender Weihnachtshasser, konnte mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen.
    Eine herrlich „sinnfreie“ Weihnachtskomödie für Kinder und Kind gebliebene.

    Ein frohes Fest und viel Spaß beim Film!

    Euer Nettie
  • Flyboys
    Helden der Lüfte - Inspiriert von einer wahren Geschichte.
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 12.12.2007
    Flyboys – Helden der Lüfte…

    Der Titel täuscht etwas über die Ernsthaftigkeit des Themas hinweg. Ist es wirklich heldenhaft, sich „blauäugig“ und ganz freiwillig für eine Sache zu opfern, bei der die eigene Lebenserwartung gerade mal sechs Wochen beträgt?

    Versucht man einen Vergleich zwischen Flyboys und Pearl Harbor anzustellen, wird man vermutlich enttäuscht werden. Grundsätzlich sollten die Erwartungen an diesen Film nicht allzu hoch angesetzt werden. Was jedoch keinesfalls vergessen werden sollte, ist, dass es sich bei den dargestellten Ereignissen um wahre Begebenheiten handelt. Mit diesem Bewusstsein kann man dann auch dem etwas langatmigen Filmverlauf etwas abgewinnen.

    Was in diesem Film sehr gut dargestellt wird, ist, dass sich die einzelnen Freiwilligen nicht aus reinem Patriotismus der Fliegerstaffel „Lafayette Escadrille“ angeschlossen haben. Nicht bei jedem „Freiwilligen“ war es auch wirklich der „freie Wille“, sondern eher ein letzter Ausweg.

    Jeder der freiwilligen Piloten verkörpert einen eigenen Typ Mensch. Die Auswahl der einzelnen Schauspieler ist ausgezeichnet getroffen und jeder Charakter wird optimal verkörpert. Der draufgängerische Rancher, der verstoßene Sohn, der kleine Bankräuber, der Mann, der seiner Familie Ehre machen will, usw.

    Die Schulung dieser zukünftigen Piloten ist wirklich interessant, denn man bekommt einen Einblick, mit welch simplen Methoden und Mitteln damals vorgegangen wurde. Das die Lebenserwartung der Piloten hier nicht sehr hoch sein würde, stand von vornherein fest, und es ist erschreckend, wie die jungen Piloten für diese Sache „verheizt“ wurden.

    Der Film überzeugt zwar nicht auf ganzer Strecke, kann aber mit beeindruckenden Luftkampfszenen aufwarten. Man hat so gut wie nie den Eindruck, dass es sich um „Trickaufnahmen“ handelt. Die Luftschlachten mit nostalgischen Flugzeugen sind überzeugend inszeniert. Lediglich die Kommunikation unter den feindlichen Piloten, durch Zulächeln im einträchtigen „Parallelflug“, ist ein wenig übertrieben dargestellt.


    Abschließend kann man sagen, dass es sich um einen unterhaltsamen Film handelt, der nebenbei auch noch ein wenig zur geschichtlichen Bildung beiträgt. Kein Superkracher“, aber durchaus interessant und sehenswert.


    Viel Spaß beim Film!


    Euer Nettie
  • Next
    Wer die Zukunft sieht, könnte sie verändern.
    Thriller, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 03.12.2007
    Ein Film mit Nicolas Cage für Nicolas Cage. Die Rolle des übersinnlich veranlagten Showmagiers Chris, scheint Cage nahezu auf den Leib geschrieben zu sein. Er ist der einzige Hauptdarsteller, dem man seine Rolle wirklich abkauft. Der Charakter des „in die Zukunft sehenden“ Magiers spiegelt sich in der Gestik und Mimik einwandfrei wieder. Ein bisschen trickreich, ein bisschen mutig, ein bisschen berechnend, ein bisschen egal, ein bisschen heldenhaft und trotz all seiner Möglichkeiten ein wenig bescheiden. Nicolas Cage bringt das Alles unter einen „Hut“ - oder sollte man etwa sagen unter seinen schlecht frisierten und gefärbten Haarschopf?

    Neben Cages Frisur sollte man auf jeden Fall die schauspielerische Harmonie zwischen ihm und seiner großen Film-Traumfrau Liz, alias Jessica Biel, in Frage stellen. Fast 20 Jahre Altersunterschied lassen sich nun einmal nicht mit gefärbten Haaren wegretuschieren. Hinzu kommt, dass die Lovestory zwischen den beiden einfach nicht glaubhaft vermittelt wird. Wie die beiden zueinander finden und welche Auswirkungen das auf die Fähigkeiten von Chris hat, wird alles viel zu kurz dargestellt.

    Neben dieser „wunderschönen“ Lovestory verblasst natürlich die Vereitelung eines geplanten Nuklearanschlags. Man fragt sich immer wieder, warum Chris nicht einmal versuchen will, das FBI zu unterstützen. Aber am Ende klärt sich ja alles von allein…

    Einige Specialeffects sind zu übertrieben dargestellt, was natürlich bei US-Produktionen nicht ganz unerwartet kommt, aber manchmal einfach stört. Einige schöne Effekte gibt es natürlich auch, wie z. B. die verschiedenen Zeitphasen, in denen sich Chris bewegt.

    Die Story hätte bestimmt noch mehr Potential gehabt und das Ende ist etwas „stumpf“ – unerwartet, überraschend, aber langweilig.

    Wer Nicolas Cage mag, mag diesen Film bestimmt auch….

    Viel Spaß beim Film!


    Euer Nettie
  • Party Animals 2
    Die Legende geht weiter!
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 21.11.2007
    Herzlich Willkommen, Taj Badalandbad, an der Camford University…

    Wie sollte es auch anders sein? Ein Außenseiter findet andere seiner „Art“, verbündet sich mit ihnen, und tritt den Kampf gegen die „Schönen und Reichen“ an. Ganz nebenbei verliebt er sich natürlich in die Freundin des gegnerischen Anführers…

    Soweit gibt also die Story wahrhaftig nichts Neues her. Ein schon hundertfach verfilmtes Thema wird abermals aufgegriffen. Und trotzdem war der Film nicht wirklich schlecht. Gleich die Anfangsszene im Flugzeug wird die Geister über diesen Film scheiden. Hat man sich einmal entschieden weiterzuschauen, kann man tatsächlich noch bei der ein oder anderen Szene zum Schmunzeln gebracht werden. Denn schließlich weiß man ja von Anfang an, auf welches Filmgenre man sich da eingelassen hat.

    Genretypische Darstellung der einzelnen Charaktere und die Kulissen der „altehrwürdigen Camford University“ erzielen die gewünschten Effekte. Von Generation zu Generation vererbte Traditionen werden in der passenden Umgebung bis aufs Letzte durchgeprügelt. Das liebe Geld spielt natürlich auch eine gewisse Rolle und „Honig ums Maul schmieren“ hilft immer. Dass das nicht so ist und man auf ganz anderen Wegen zum Erfolg kommen kann, zeigen einmal mehr die „Freaks“.

    Und die Moral von der Geschicht: Eigentlich sind die „Reichen und Schönen“ die Freaks - und die „Außenseiter und Freaks“ sind in Wirklichkeit die „besseren Menschen“ – Ende gut, Alles gut!

    Die schauspielerische Besetzung ist durchaus passend gewählt, wobei dass bei einem solchen Thema auch nicht allzu schwer ist. Taj, der freundliche Außenseiter, der durch seinen Dialekt etwas dümmlich wirkt, aber in Wirklichkeit das genaue Gegenteil verkörpert, Pip der „Lackaffe“, wortgewandt und erfolgreich, aber charakterlich - unterste Schublade.

    Taj Badalandbad führt die Freaks zum Sieg und uns durch einen mittelmäßigen aber stellenweise amüsanten Film. Es gab schon bedeutend schlechtere Filme dieser Art, aber ehrlich gesagt, gab es auch schon bedeutend bessere….

    Viel Spaß beim Film!

    Euer Nettie
  • Glück im Spiel
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 14.11.2007
    Ein romantisches Pokerdrama?!

    Ohne die Pokerspielregeln auch nur im Geringsten zu kennen, aber aufgeschlossen zum Thema „Poker“, habe ich mir diesen Film ganz unvoreingenommen angeschaut.

    Die überzeugenden Pokerszenen, die Charaktere der einzelnen Pokerspieler und die entsprechenden Kulissen können auch jemanden ohne Pokersachverstand gut unterhalten.

    Die ganze Stimmung, die vermittelt wird, ist auf eine ganz besondere Weise irgendwie fesselnd. Man lässt sich automatisch darauf ein und möchte wissen, wie die Partie ausgeht. Leider wird mit jedem neuen Spiel, an dem Huck teilnimmt, vorhersehbarer, dass es immer auf das Gleiche hinausläuft. Aufgrund seines Temperaments neigt er dazu, seine Grenzen zu überschreiten und immer wieder zu verlieren. Das Ganze wird im Laufe der Zeit etwas langatmig!

    Interessant ist, dass man ohne jeglichen Sachverstand nach und nach immer mehr über Fachbegriffe, Spielzüge und Taktiken lernt. Je mehr man vom Spiel versteht und je länger man die einzelnen Spieler beobachten kann, desto mehr lässt man sich auf die Story ein.

    Es ist allerdings schwer nachvollziehbar, warum man an die Pokerstory unbedingt noch eine Liebesgeschichte anheften musste. Schade um das Pokerdrama.

    Die Begegnung von Huck und Billie schadet der Qualität des Films! Drew Barrymore wirkt in der Rolle der dümmlichen Sängerin Billie völlig fehlbesetzt und es wird nicht deutlich, warum ausgerechnet Huck und Billie Gefallen aneinander finden. Die Beiden passen gar nicht zueinander! Eine richtige Beziehung kommt eigentlich auch nicht zustande, weil die diversen Trennungen und Versöhnungen der Beiden kaum Zeit dafür lassen. Die Schuld an all den Beziehungsproblemen liegt natürlich beim „bösen, bösen“ Pokerspieler Huck, der seine „Spielsucht“ nicht im Griff hat.

    Warum dieser Film allerdings als Drama bezeichnet wird, ist mir verborgen geblieben, denn am Ende gibt es ja doch irgendwie für alle Beteiligten ein „Happyend“. Oder wird der Film etwa als Drama bezeichnet, weil sich Lovestory und Pokerdrama einfach nicht verbinden ließen?! – Scherz beiseite! Der Film wäre einfach besser gewesen, wenn man den Konflikt zwischen Vater und Sohn intensiver dargestellt und auf die Lovestory verzichtet hätte.

    Eric Bana und Robert Duvall konnten mit Ihrem Charisma absolut in ihren Rollen überzeugen. Mit diesen beiden Darstellern hätte man einen besseren Pokerfilm abliefern können. Sorry, Drew Barrymore, aber Ihr Part war überflüssig.

    Der wahre Pokerfreund wird sich an der Lovestory stören.

    Viel Spaß beim Film!

    Euer Nettie
  • Land of the Blind
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 07.11.2007
    Filmkritik: Land of the blind



    In einem fiktiven Land zu einer unbekannten Zeit…

    Wenn man den Film schaut ohne zuvor eine kurze Inhaltsangabe gelesen zu haben, fällt es einem zunächst schwer, sich auf den Film einzulassen. Man überlegt die ganze Zeit, wann und wo sich diese „Geschichte“ abgespielt haben könnte.

    Politische Strukturen eines diktatorischen Überwachungsstaats werden auf extremste Weise dargestellt und dem Regisseur war anscheinend keine Übertreibung zu schade um den Diktator in das richtige Licht zu rücken. Die Entscheidungsfindung beim morgendlichen Stuhlgang auf einem prächtigen Thron im Beisein der Berater ist nur ein Bespiel hierfür. Ein anderes Beispiel ist die Darstellung eines Untergebenen, der wie eine Ratte gehalten wird. Bei Widerspruch erfolgt eine Strafe, bei Gehorsam bekommt er eine Belohung auf Knopfdruck.

    Den ganzen Film hindurch wird der Diktator nur verdummt und abgestumpft in Szene gesetzt und durch sein politisches Desinteresse zu einem „Ja- oder Neinsager“ degradiert, der sich ausschließlich um sein eigenes Wohlergehen kümmert.

    Im Gegenlicht zu diesen Szenen steht das Aufeinandertreffen von Thorne und dem Gefängniswärter Joe. Diese Szenen wirken wesentlich realer, nachvollziehbarer und gelungener. Wird gerade einmal eine Szene mit dem Diktator gezeigt, wartet man förmlich darauf, wieder eine Begegnung von Thorne und Joe beobachten zu können. Die Gefängnisumgebung, die politische Haltung Thornes, die Gespräche zwischen Gefängniswärtern und Thorne sind einfach interessanter und besser dargestellt. Durch diese Darstellung und Umsetzung wird wenigstens das Interesse am Film soweit aufrechterhalten, dass man wissen möchte, wie der Film ausgeht.

    Man hat das Gefühl, dass der Regisseur zwei Extreme aufeinanderprallen lässt, die sich nicht unbedingt vereinbaren lassen. Zum Einen ein düsteres politisches Drama und zum Anderen eine politische Satire, die einfach keine Bindung eingehen wollen.

    Unbeirrt von dieser markanten Filmumsetzung muss man sagen, dass Donald Sutherland und Ralph Fiennes Ihre Rollen überzeugend spielen und somit das Durchhaltevermögen des Zuschauers stärken.

    Es ist wirklich schade, dass es sich unbedingt um ein fiktives Land mit einem fiktiven Diktator handeln muss. Hätte man sich in der Basis auf ein „reales“ Land festgelegt und die eigentlich interessante Handlung um Thorne und Joe darauf aufgesetzt, wäre der Film um Einiges gefälliger gewesen.


    Viel Spaß beim Film!


    Euer Nettie!
  • Santa Clause 3
    Eine frostige Bescherung
    Komödie, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 31.10.2007
    Der Weihnachtsmann ist auch nur ein Mensch…

    Endlich wieder mal ein dritter Teil, den es zu beurteilen gilt. Aber wie so oft kann auch dieser dritte Teil seinen Vorgängern nicht das Wasser reichen.

    Schade ist, dass seit Erscheinen des ersten Santa-Teils, die inhaltliche Qualität auf der Strecke geblieben ist. Masse statt Klasse!

    Man wird von der kunterbunten Santa-Welt geradezu erschlagen. Der ganze Film ist zugehäuft mit Elfen, bunten Spielzeugmassen und hinzukommen auch noch die Märchengestalten, wie z.B. Mutter Natur und das Sandmännchen. Viel zu viel von Allem!

    Tim Allen überzeugt allerdings auf ganzer Strecke! Wenn man ihm den gestressten Weihnachtsmann mit viel Herz und Liebe am Job nicht abkauft, wem dann? Er erfüllt diese Rolle auch im dritten Teil mit Leben, so dass trotz der überbunten Weihnachtswelt die Story nicht in den Hintergrund rückt. Denn dieses Mal hat es der Weihnachtsmann wirklich nicht leicht, der Stress im Job, die liebe Familie und dann auch noch ein bösartiger Gegenspieler. Der Weihnachtsmann ist halt auch nur ein Mensch!

    Zeitweise hat der Film wirklich die netten Züge der ersten zwei Teile, die aber durch das Auftauchen eines Bösewichts leider zu sehr in den Hintergrund rücken. Der Bösewicht alias „Väterchen Frost“ (Martin Short) gibt dem Ganzen eine neue Stilrichtung und rückt den Film eher in die Sparte „Grinch“. Für Kinder entsteht dadurch natürlich ein bisschen mehr Spannung, dem erwachsenen Zuschauer fällt es schwer sich auf die Geschichte einzulassen!

    Schön ist natürlich, dass es auch dieses Mal ein Happyend gibt und die „Guten“ gewinnen. Der Glaube an Weihnachten und den Weihnachtsmann ist gerettet!

    Erwähnenswert wären vielleicht noch einige nette Effekte die gerade das jüngere Publikum begeistern dürften, wie z.B. der „alles gefrieren lassende Atem“ von Jack Frost, der Schneekugelraum oder die Aussicht auf den Nordpol beim Landeanflug.

    Im Hinblick auf die gesamte Santa Clause-Reihe muss man leider sagen, dass sich das Niveau stetig runterschraubt. Meiner Meinung nach kann man auf den dritten Teil verzichten und vielleicht lieber noch einmal den ersten Teil anschauen.

    Für Kinder ist der dritte Teil recht unterhaltsam und kann in der Vorweihnachtszeit ruhig mal angeschaut werden.

    Viel Spaß beim Film!

    Euer Nettie
  • S.H.I.T.
    Die Highschool GmbH - Sitzenbleiben. Weiterfeiern.
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 24.10.2007
    Eine typische US-Teeniekomödie!

    Leider zeigt es sich immer öfter, dass so langsam aber sicher das Potential für US-Teeniekomödien erschöpft ist.

    Wieder einmal geht es um den typischen Teenie-Loser, der einer beliebten Top-Schülerin hinterher schmachtet und auf dem besten Wege ist, nichts aus seinem Leben zu machen. Zwar ist der Film recht unterhaltsam, bietet aber einfach nichts Neues!

    Genretypische Gags, die leider auch schon hundertfach bekannt sind, reißen leider auch nicht allzu viel heraus. Wäre die schauspielerische Besetzung nicht so gut gewählt und die Hintergründe der Story nicht so realistisch, hätte ich den Film schlechter beurteilt.

    In dieser Komödie wird das amerikanische Bildungswesen ordentlich auf die „Schippe genommen“! In der Schlacht um heiß begehrte Studienplätze bleiben einmal mehr sämtliche „Außenseiter“, „Loser“ oder andere „der Gesellschaft nicht angepasste“ Schüler auf der Strecke. Das in den USA übermäßig verbreitete Auswahlverfahren für Studenten scheint ein echtes Problem zu sein, wenn sich schon eine derartige Komödie dieser Thematik annimmt.

    Die verschiedensten Außenseiter sind einfach perfekt besetzt und man kann zu jeder der einzelnen Personen einen Draht finden. Der moppelige Schrader, der sich für die Aufnahme in eine Studentenverbindung zum Trottel macht, Hands der Supersportler, der durch eine Verletzung sein Stipendium verliert, Rory die Einserschülerin, die trotz ihrer guten Noten an keiner Eliteuni aufgenommen wird und nicht zuletzt „B“ .

    Es ist wirklich unterhaltsam, wie sich die verschiedenen Außenseiter zusammenfinden und gemeinsam etwas auf die Beine stellen! Die Art und Weise, wie dem amerikanischen Bildungssystem der Kampf ansagt wird, ist einfach lustig. Die Gründung einer Universität an welcher, unter Berücksichtigung der Wünsche jedes Einzelnen, die seltsamsten Kurse angeboten werden.

    Ganz klar verliert man natürlich zu keinem Zeitpunkt den Gedanken: „Wenn überhaupt, dann kann es so etwas nur in den USA geben!“

    Wie schon gesagt, nicht der lustigste Film aller Zeiten, aber nett gemacht und unterhaltsam.

    Viel Spaß beim Film!


    Euer Nettie
  • Goal 2
    Der Traum ist real!
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 17.10.2007
    Wer Fußball mag, kann durchaus Gefallen finden!

    Der Film überzeugt in erster Linie durch seine Sportszenen! Die Stimmung bei diversen Fußballspielen kommt einfach genial rüber. Welchem Fußballfan macht es keinen Spaß, die jubelnden Fans in den bis zum Rand gefüllten Fußballstadien zu sehen? Hinzu kommen bekannte Fußballgrößen wie Beckham, Ronaldo, Zidane, Ronaldinho oder Lehmann, die das Gesamtbild abrunden und alles viel realer werden lassen.

    Leider gerät das Thema Fußball im Laufe der Handlung manchmal in den Hintergrund. Die Schattenseiten des Erfolges werden so intensiv dargestellt, dass man meint, der Film drehe sich ausschließlich um das Pech von Munez.

    Zuerst kann sich seine Freundin nicht für ihn freuen, dann beginnt er nach und nach sie zu vernachlässigen und wie sollte es anders sein, holt ein Missverständnis das andere ein. Dann eine Verletzung, er darf Weihnachten nicht nach Hause und schon steht natürlich eine andere Frau zum Trösten bereit. Zu dieser Beziehungskrise gesellt sich dann auch noch die Problematik mit seiner verloren geglaubten Mutter und seinem beleidigten Stiefbruder. Immer wieder entstehen durch seinen neu erlangten Ruhm neue Probleme. Das aber für Munez eigentlich ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen ist, scheint letztendlich keinen mehr zu interessieren.

    Die Szene, in der der kleine Bruder ohne große Probleme den Lamburghini klaut und dann in einen Kiosk rast, ist etwas überzogen dargestellt. Vielleicht sollte das ein bisschen Action bringen, was aber leider nicht gelungen ist. Wer verfolgt denn bitte mit einem Taxi einem Lamburghini?

    Im Großen und Ganzen hätte man sich noch ein bisschen mehr am Thema Fußball entlang hangeln können.

    Also, wer Fußball mag, kann sich auf einen entspannten unterhaltsamen Fernsehabend einstellen. Wer Fußball nicht mag, lässt lieber die Finger davon.

    Viel Spaß beim Film!


    Euer Nettie
  • Vollidiot
    Komödie, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 10.10.2007
    Herr Pocher, das ging aber schon mal besser!

    Hier hat es sich leider wieder einmal mehr gezeigt, dass ein Buch nie perfekt als Film umgesetzt werden kann.

    Die Story ist ja eigentlich recht nachvollziehbar, denn wer kam sich nicht schon einmal wie der totale Verlierer vor. Wenn auch nur subjektiv betrachtet, ist auf einmal die ganze Welt gegen dich und schuld daran sind natürlich die Anderen!

    Simon Peters (Oliver Pocher) ist ein Vollidiot der besonderen Art. Leider kann man für ihn keinerlei Mitleid empfinden, weil er stets alles Erdenkbare falsch macht und selbst seine Freunde nur schamlos ausnutzt, ohne dabei irgendwelche Gefühlsregungen zu zeigen. So fällt es schwer, den eigentlichen Filmhelden auch als so einen zu erkennen und zu akzeptieren.

    Die einzelnen Charaktere, die neben Simon im Mittelpunkt stehen, sind meiner Meinung nach gut getroffen. So zum Beispiel der gutmutige, hilfsbereite, etwas dickliche Flick, ein treuer Freund wie man ihn sich wünscht. Oder Paula die beste Freundin, die stets mit guten Tipps zur Seite steht. Die schauspielerischen Leistungen sind voll in Ordnung und überzeugend. Witzig ist auch Herbert Feuerstein in seiner Rolle als Vollstreckungsbeamter.

    Anke Engelke kommt in ihrer Rolle zu kurz und kann daher nicht so richtig überzeugen, wobei dass wohl auch auf das überspannte Gesamtkonzept zurückzuführen ist.

    Der Telefonladen und die Filiale einer amerikanischen Kaffeekette werden echt super veralbert! Ja! - So kommt es einem oftmals wirklich vor, wenn man einen solchen Laden betritt. Schade, dass diese Ansätze nicht so richtig weitergeführt werden, sondern leider in die Überspanntheit abdriften.

    Durch die überspannte Darstellung verschiedener Szenen, wie zum Beispiel Simons Wutausbrüche bei der Arbeit, der Einbruch in das Haus eines Kunden, die „Turnübungen“ beim Spanischkurs usw., usw., hebt der Film zu weit von der Realität ab. Weniger ist manchmal mehr!

    Schade ist, dass man irgendwie die ganze Zeit darauf wartet, dass es richtig lustig wird. Vielleicht liegt es auch daran, dass Oliver Pocher nicht der richtige Mann für diesen Job war. Er ist meiner Meinung nach eher ein Alleinunterhalter und muss nicht unbedingt die Hauptrolle in einem Kinofilm besetzen.

    Man kann sich den Film anschauen, sollte aber vorher nicht das Buch gelesen haben, denn dann wird man garantiert enttäuscht.

    Viel Spaß beim Film!


    Euer Nettie