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Kritiken von "fernsehfritze" aus

235 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • P.S. Ich liebe Dich
    Lovestory, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 12.05.2014
    Auch nach dem Tod des liebsten Menschen geht das Leben weiter. So in etwa die Botschaft dieses Films. Doch wenn es nur das wäre, bräuchte man dazu keine Geschichte zu erzählen. Weil sich der Ehemann aber vor seinem Tod etwas Besonderes für seine spätere Witwe (Sie ist erst 29.)einfallen ließ, ist diese Geschichte nicht nur erzählens-, sondern auch sehenswert. Hilary Swank und Gerard Butler verkörpern dieses Paar eindrucksvoll und intensiv. "P. S. Ich liebe dich" entstand nach dem Roman von Cecelia Ahern, der in Irland spielt. Auch Teile des Films spielen dort, in der Heimat des verstorbenen Ehemanns. Ansonsten ist New York der Schauplatz.

    Auf jüngere Zuschauer mag der Film kitschig wirken. Doch wer schon ein bisschen vom Leben gesehen und an ihm gelitten hat, bei dem kommt diese warmherzige Geschichte wirklich an: Ohne wenn und aber fünf Sterne!
  • Cold Blood
    Kein Ausweg. Keine Gnade.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 25.04.2014
    Ist dieser Film mal wieder eine schon häufig gesehene Übertragung der griechischen Tragödie in die Neuzeit? Ja, wenn die Schwester am Ende ihren geliebten Bruder erschießt. Und woran liegt es dann, dass die universale Botschaft, die sich Regisseur Stefan Ruzowitzky bestimmt wünschte, nicht so recht rüberkommt? Wahrscheinlich vor allem an den archetypischen Charakteren, denen kaum Entfaltung für Nuancen bleibt, die vielleicht mal vom Klischee abweeichen. Darin liegt das größte Manko des Films: Die Charaktere sind nicht differenziert genug. Indes die Botschaft wird wohl verstanden: Nicht Gewalt, sondern Liebe löst die meisten Probleme.
  • Saiten des Lebens
    Musik, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 25.04.2014
    Zieht man in Betracht, dass es sich hier um ein Spielfilmdebut handelt, müsste es eigentlich noch einen sechsten Stern geben, um diesem Meisterwerk gerecht zu werden. "Saiten des Lebens" schafft es nicht nur, die kurz- und langfristigen Probleme eines Streichquartetts spannend darzustellen. Der Film zeigt auch, was Komponisten wie Beethoven, Bartok und Schubert mit ihren Stücken für eine tiefgründige und universelle Musik geschaffen haben.

    Aus der Riege der fünf Hauptdarsteller ragen Christopher Walken und Philip Seymour Hoffman hervor. Jungdarstellerin Imogen Poots spielt die "restlichen" Quartett-Mitglieder Catherine Keener und Wallace Shawn fast an die Wand.

    Man darf gespannt sein, was Regisseur Yaron Zilberman demnächst macht ...
  • Der Staatsfeind Nr. 1
    Es ist kein Verfolgungswahn - sie sind wirklich hinter dir her.
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 09.04.2014
    Wir schreiben das Jahr 2014: Das Jahr eins nach Edward Snowdens Enthüllungen. Dieser Film stammt von 1998. Und er beschäftigt sich so ziemlich genau mit dem, was seit 2013 zu einigen globalen Konsequenzen in Sachen (Internet-)Überwachung geführt hat. Wenn man sich klar macht, wozu die NSA damals in der Lage war, kann man sich ungefähr ausrechnen, was heute möglich ist. Was folgt daraus? Bestenfalls ein sarkastisches: "So interessant bin ich für die nicht, als dass sich der Aufwand lohnt". Wer sich da mal nicht irrt ...

    Was den Film an sich betrifft, so spielt Jon Voight nach Mission Impossible (1) mal wieder einen Bösewicht, der eigentlich auf der "guten" Seite steht. Und Ulknudel Will Smith hat diesmal nichts zu lachen. Denn Voight stiehlt ihm seine Identität und macht sein Leben zur Hölle: Sperrung der Kreditkarten, falsche Gerüchte um seine Person, die Ehefrau eifersüchtig machen - das ganze Programm. Wenn da nicht der ehemalige NSA-Angestellte, gespielt von Gene Hackman, wäre, der ihn wieder in die Spur bringt, sähe es gar nicht gut aus.

    "Der Staatsfeind Nr. 1" ist nicht nur erstklassige Unterhaltung, sondern auch ein Lehrstück darüber, was möglicherweise jeden Tag auf dieser Erde in Sachen Überwachung passiert: Und das ist kein Film!
  • Wie beim ersten Mal
    Komödie, Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 24.03.2014
    Selten kann man ein Filmgeschehen so gut in einem Satz widergeben wie hier: Ein Paar, das sich nach 30 Jahren Ehe auseinandergelebt hat, findet durch eine Therapie wieder zueinander. Und das Interessante an diesem Film ist, dass er nicht so durchgängig komisch ist, wie es das Plakat verspricht. Im Gegenteil: Mitunter bleibt einem das berühmte Lachen im Halse stecken. "Wie beim ersten Mal" ist eigentlich ein Kammerspiel, das von sehr guten Schauspielern wie Meryl Streep (Wen wundert's?) und Tommy Lee Jones (u. a. "Men in Black") getragen wird.

    Und fast ist es ein bisschen schade, dass alles vergleichsweise reibungslos dem glücklichen Ende entgegen steuert. In Europa hätte mancher Regisseur vielleicht mehr Mut zu Ecken und Kanten bewiesen. Aber in Europa gibt es auch (noch) kein vergleichbares System à la Hollywood.
  • Larry Crowne
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 13.03.2014
    Alles an diesem Larry Crowne (Mit "e", wie er so schön im Gespräch beont), erinnert an einen gewissen Forrest Gump. Den hat ein gewisser Tom Hanks vor 20 Jahren gespielt. Und erlang damit einen gewissen Weltruhm ...

    Nun hat er (Hanks) sich nicht nur vor, sondern auch hinter die Kamera gestellt und Julia Roberts - auch vor - die Kamera geholt. Und was ist heraus gekommen? Handwerklich gut gemachte Unterhaltung mit einem - wen wundert's - glücklichen Ende. Larry hat zwar immer noch keinen Traumjob (am Anfang des Films wird er entlassen), dafür aber eine Geliebte, die sich während der Geschichte vom Kotzbrocken zum Schnurrkätzchen entwickelt.

    Es ist Hanks' zweite Regiearbeit (nach 1996). Schön und gut, aber tiefschürfende Werke mit Oscar-Verdacht dürfen wir demnächst wohl nicht von ihm erwarten ...
  • Django Unchained
    Sie nahmen ihm seine Freiheit. Er nimmt ihnen alles.
    Western
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 05.03.2014
    Tatantinos Film ist - unschwer erkennbar - eine Hommage an den Italo-Western. Nicht nur, dass ständig übermäßig Blut spritzt, auch Musik, Kameraführung und Schriften erinnern an das Genre der 60-er und 70-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Aber Tarantino wäre nicht Tarantino, wenn er es "nur" dabei beließe. Immer wieder fallen ironische Kommentare, werden Dinge (z. B. der Ku Klux Klan) durch den Kakao gezogen. Die Geschichte der beiden Kopfgeldjäger ist dabei fast nebensächlich. Immerhin geißelt er die Sklaverei und befindet sich damit in guter Gesellschaft, wie der gerade verliehene Oscar an "12 Years a Slave" beweist. Und natürlich geben Christoph Waltz und Jamie Foxx ihrem Affen (mal wieder) kräftig Zucker. Schade nur, dass der sympathische Dr. Schultz (Waltz) kurz vor Schluss "ins Gras beißen" muss. Grandios in einer Nebenrolle: Samuel L. Jackson als korrumpierter "Sklaven-Kapo"!
  • Sherlock - Staffel 1
    Ein Fall von Pink - Der blinde Banker - Das große Spiel
    Serie, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 26.02.2014
    Na, das ist doch mal was: Viel besser als der Spielfilm "Sherlock Holmes 2 - Spiel im Schatten" mit Robert Downey Jr., der einfach nur in seinen Effekten "ertrinkt" und keine richtige Geschichte erzählt.
    Hier ist Holmes im 21. Jahrhundert angekommen. Und trotzdem gründen seine "Ermittlungserfolge" immer noch auf einer äußerst präzisen Beobachtungsgabe, durch die er sich oft schon am Tatort "seinen Reim" machen kann. Dr. Watson ist an seiner Seite und rettet ihm auch schon mal das Leben. Immer wieder ergänzen sich die beiden, es fallen lässige Sprüche. Und der Humor kommt nicht zu kurz.
    Auch technisch setzt diese Serie Maßstäbe: Elegant eingeblendete Schriften lassen den Zuschauer an emfpangenen SMS oder Gedanken teilhaben. Brillante Übergangseffekte erinnern mitunter an edle Musik-Clips. Und nicht zuletzt überzeugen die beiden Darsteller Martin Freeman und Benedict Cumberbatch.
  • Safe House
    Niemand ist sicher.
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 15.02.2014
    Denzel Washington ist natürlich wieder mal richtig gut. Auch die rasant erzählte Geschichte bekommt angesichts der aktuellen NSA-Abhöraffäre eine besondere Brisanz. An einer Stelle verlangt eine leitende CIA-Beamtin sinngemäß, man solle sicherstellen, dass die NSA die abtrünnigen Agenten abhören solle. Darüber hätte man vor einem Jahr noch nicht gelacht ... Abgesehen davon hat der Film neben seiner Action-Seite auch eine philosophisch-moralische: Der von allen jungen CIA-Mitarbeitern angehimmelte Agent (Washington) steht zwar auf der richtigen Seite, indem er eine Liste aller Geheimdienstverräter dieser Welt verkaufen will. Er ist dennoch ein einsamer Wolf - keine Frau, keine Kinder. Und hat damit keine Zukunft. Da ist es doch ermutigend, dass sein "Bewacher", der im Lauf der wenigen gemeinsamen Tage viel von seinem Vorbild lernt, am Ende immerhin seine Freundin aus der ganzen Sache heraushalten kann. Und dieses Ende schreit geradezu nach Fortsetzung: Bleibt unser junger Held "bei der Stange"? Und wenn, welche Rollen spielen seine Freundin und sein "Arbeitgeber"?
  • White House Down
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 14.02.2014
    Also der Film ist nicht langweilig. Und das ist ja schon mal was. Die Geschichte ist nicht unbedingt an den Haaren herbei gezogen. Da gab es immerhin schon ganz andere Phantasieprodukte. Nein, Roland Emmerich ist ein solider Actionfilm gelungen, der weniger mit schauspielerischen Fertigkeiten als mit Schnelligkeit und überraschender Handlung aufwartet und bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Aber was ist das denn, wenn der Präsident (Jamie Foxx) scheinbar erschossen wird und dennoch überlebt? Eine Taschenuhr (!) rettet ihm das Leben, indem sie die Pistolenkugel "schluckt". Wenn das nicht an den Haaren herbei gezogen ist ...
  • End of Watch
    Krimi, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 03.02.2014
    Lieber Jake Gyllenhaal,
    warst Du jung und brauchtest das Geld? Ich glaube nicht. Du bist schon eine Weile ziemlich erfolgreich im Geschäft. Und Filme wie "Brokeback Mountain" oder "Source Code", in denen Du mitwirktest, hatten eine Botschaft. Welche Botschaft hat "End of Watch"? Dass Polizisten in Los Angeles nur kleine Lichter sind im Gerangel zwischen Drogenmafia und Spezialeinheiten des Staates? Dass diese Polizisten sich während ihrer Arbeit nur im Kreis bewegen? Wenn Du diese Botschaft vermitteln möchtest, dann suche Dir das nächste Mal einen anderen Regisseur und einen anderen Drehbuchautor. Nur mit hunderten Kraftausdrücken und scheinbar angesagten Wild-West-Aktionen überzeugst Du mich in keiner Weise. Mit Ach und Krach ein Stern!
  • Lady Vegas
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 24.01.2014
    Weder Catherine Zeta-Jones noch Bruce Willis können diesen Film retten. Wahre Geschichte hin oder her: Rebecca Hall "dreht" einfach zu sehr auf. Liegt das an Stephen Frears, dem Regisseur? Eigentlich kann der das besser!