Für eine optimale Funktionalität und optische Darstellung aktivieren Sie bitte JavaScript.

Kritiken von "yaja0406" aus

130 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Das Leben der Anderen
    In einem System der Macht ist nichts privat.
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 26.12.2006
    brilliant und beklemmend
    Der Film zeigt die Geschichte eines Stasi-Hauptmanns, der sich anfänglich aus Überzeugung als »Schild und Schwert der Partei« sieht und dabei gadenlos die Gegner des Sozialismus jagt. Mit dem Gefühl auf der richtigen Seite zu stehen, übernimmt er die Überwachung eines Künstlerpaares. Im Laufe seiner Überwachung muss er erkennen, dass es nicht um den Schutz der Sozialismus geht. Langsam beginnt er zu begreifen, dass auch er nur nur benutzt wird, um niedere persönliche Interessen von Parteimitgliedern durchzusetzen, die nicht davor zurückschrecken Menschen zu zerbrechen und auszulöschen.
    Nach der »alles war so toll« Ostalgiewelle zeigt der Film auf eindrucksvolle Weise die andere, dominante - dunkle Seite der DDR. Mit einem guten Auge für's Detail wurde die Geschichte sehr glaubhaft umgesetzt und noch dazu hervorragend besetzt. So spielt Ulrich Mühe den Stasi Hauptmann mit einer brillianz, dass es einem beinahe Angst macht. Trotz seiner Länge hat der Film keine echten »Längen«, da sich die beklemmende Atmosphäre durch den ganzen Film zieht. Ein brillianter Film der einen kleinen Blick in das wahre Gesicht der DDR erlaubt aber allein der kleine Blick reicht für ein beklemmendes Gefühl. Prädikat »sollte man gesehen haben«
  • The Woodsman
    Der Dämon in mir - Kann man etwas Schlimmeres tun?
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 22.12.2006
    Tabuthema aus Sicht des Täters
    Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise den Weg eines wegen Kindesmissbrauchs Verurteilten auf seinem Weg nach der Haftstrafe. Kevin Bacon spielt den Pädophilen Walter der anfänglich seine Schuld und das furchtbare Ausmaß seiner Handlungen/Neigungen nicht erkennt. Auf seinem Weg in die Resozialisierung schlägt ihm dabei vor allem Abneigung entgegen. Im Laufe der Zeit gewinnen seine Neigungen wieder an Präsenz und er wird beinahe Rückfällig. Erst in dieser Situation, beginnt er durch das mögliche Opfer das Ausmaß und die Folgen seines Handelns zu erkennen, was letztendlich in der körperlichen Gewalt gegenüber einem anderen Kinderschänder zum Ausdruck kommt. Am Ende bleiben Weg und Zukunft offen, was bei mir ein ungutes Gefühl hinterlassen hat. Trotz des heiklen und leider immer aktuellen Themas bleibt es ein sehr guter aber auch nachdenklich stimmender Film, der die eigene Hilflosigkeit spüren lässt. Sehr glaubhaft und ohne Klischees umgesetzt.
  • Jarhead
    Willkommen im Dreck.
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 18.12.2006
    Ein etwas anderer Kriegsfilm
    Der Film schildert den Weg eines US Marine von seiner Ausbildung zum Scharfschützen bis zum Ende des Golfkrieges. Zum Töten ausgebildet und psychologisch scharf gemacht können es die jungen Soldaten kaum erwarten erwarten in den Krieg zu ziehen. In der Golfregion angekommen erwartet sie aber erst einmal ein Camp, was durch das lange Warten auf den Einsatz zu einer psychischen Belastung wird. Als es dann endlich losgeht zieht der Hightech Krieg auch schnell an den konventionell ausgebildeten Scharfschützen vorüber. Der Film zeigt die physischen und psychischen Belastungen der Soldaten in dieser Ausnahmesituation in der auch die Scharfschützen verstehen lernen, dass sie in diesem Krieg eigentlich nicht gebraucht wurden. Am Anfang scheint der Film eine mit mehr Humor versehene Version des »Full Metal Jacket«, wird aber zusehens eigenständiger und leiser. Wer etwas in Richtung »Platoon« oder »Navy Seals« erwartet könnte ettäuscht werden.
  • Der ewige Gärtner
    Nach dem Roman von John le Carré.
    Drama, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 09.12.2006
    ... guter Thriller der aber etwas Anlauf braucht
    Man hat am Anfang das Gefühl es wird eine Mischung aus »Jenseits von Afrika« und »Kein Himmel über Afrika«. Nach ca. 30 Minuten Anlaufzeit entwickelt sich aber ein ansehnlicher Thriller um die Ausbeutung Afrikas durch die Pharmaindustrie und die Verstrickung von Wirtschaft und Politik. Am Ende ein durchaus sehenswerter Film mit guten Darstellern, wenngleich es eine Zeit dauert, bis die Spannung an Fahrt gewinnt.
  • Flug 93
    11. September 2001. Vier Flugzeuge wurden entführt. Drei erreichten ihre Bestimmung. Ein Flug nicht.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 01.12.2006
    Ereignisse die wohl keiner jemals vergessen wird
    Die Ereignisse am 9/11 deren Bilder einen immer noch erschauern lassen, wurden hier aus vor allem aus der Perspektive der Mitarbeiter der Flugsicherung und der Passagiere des abgestürtzen United Fluges 93 geschildert. Die Umsetzung hat zwar eher etwas von einer Dokumentation, zeigt aber eindrucksvoll die Schwerfälligkeit der Verantwortlichen Stellen in dieser Krisensituation und die Hilflosigkeit der Passagiere, deren Todesangst letztlich zum Mut der Verzweifelten wird. Vor allem das späte Aufbegehren der Passagiere fesselt einen sehr emotional. Der Film wird vor allem diejenigen Menschen bewegen, die von den Bilder des 9/11/01 heute noch emotional berührt werden. Wer jedoch einen Action-geladenen Kino-Kracher oder ein Heldenepos erwartet könnte enttäuscht werden. Es bleibt ein Film, der einem noch einmal die furchtbaren und unvergessenen Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel vor Augen führt.
  • Mulholland Drive
    Straße der Finsternis
    Thriller, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 20.11.2006
    polarisierend
    David Lynch's Art Filme zu machen muss man lieben oder eben nicht. Wer Filme wie Lost Highway oder Twin Peaks (vor allem die Serie) mag, kommt bei diesem Film auf seine Kosten. Es ist wie immer ein Film voller Rätsel und merkwürdiger Gegebenheiten, die a la David Lynch, oft mit wenig Worten, dafür aber mit brillianten Einstellungen vermittelt werden. Ein Film dessen Mystik und scheinbar entbehrende Logik einen fesseln und auch Tage nach dem Genuss noch nicht loslassen.
  • Elementarteilchen
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 20.11.2006
    hinter den Erwartungen zurück
    Geschichte zweier Männer, die durch fehlende Nähe und Liebe der Mutter ein gestörtes Verhältnis zum weiblichen Geschlecht entwickeln und zu sozialen Aussenseitern werden und dabei zueinander völlig gegensätzlich sind. Wenngleich auch einer der Beiden seine seelische Einsamkeit erkennt und noch einmal die Kurve bekommt, sucht der Andere nach Befriedigung seiner Triebe und bleibt letztlich auf der Strecke. Obwohl mit einer Vielzahl sehr guter Schauspieler besetzt, kommt der Film nicht über Mittelmaß hinaus. Einzig Moritz Bleibtreu weiss in dieser depressionsgeladenen Geschichte zu brillieren. Bin mit großen Erwartungen in den Film gegangen, wurde aber leider enttäuscht. Am Ende bleibt die Frage: »Was will dieser Film uns eigentlich sagen?«
  • Was nützt die Liebe in Gedanken
    Liebe ist der einzige Grund, für den wir zu sterben bereit sind.
    Drama, Deutscher Film, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 18.11.2006
    Ein Beispiel für gutes deutsches Kino
    Wenngleich die Geschichte selbst keine Besonderheit ist, wurde sie mit viel Liebe und Emotionen umgesetzt, die der Film auch zum Zuschauer transportiert. Die gute Besetzung und Umsetzung dieses Beziehungsdramas lassen einen den Film spüren. Gepaart mit einer tollen Sommeratmosphäre ist dieser Film wieder ein Beweis für gutes, anspruchsvolles deutsches Kino mit Prädikat »Sehenswert«. Wer allerdings Popkorn-Kino erwartet könnte enttäuscht sein.
  • Schultze Gets the Blues
    Drama, Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 18.11.2006
    Brilliant umgesetzt
    Eine eigentlich traurige Geschichte, die die Tristess und Einsamkeit einer Tagebau-Gegend im Osten nach der Wende zeigt, in der die Hauptfigur versucht aus dem perspektivlosen Gefüge auszubrechen. Horst Krause setzt die tragische Hauptfigur brilliant um und haucht ihr noch etwas komisches ein. Wer die östlichen Gegenden unseres Landes und die Probleme der alten DDR Generation bei ihrer »Neuorientierung« nach der Wende kennt, wird schnell die hervorragende und wirklichkeitsnahe Umsetzung der Geschichte und ihrer Figuren erkennen. Der Film lebt auch von Details für die man ein Auge hat oder es entwickeln muss. Keine Längen, einfach brilliant mit Emotionen - wenn man es erkennt.
  • Requiem
    Frei nach einer wahren Begebenheit.
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "yaja0406" am 12.11.2006
    Schade ...
    Aus dieser Geschichte in den 70ern hätte man etwas machen können. Besessenheit in einer streng katholischen Umgebung - hier erwartet man Spannung a la Exorzismus oder aber eben ein Drama, wenn man den religiösen und gesellschaftlichen Gegebenheiten dieser Zeit in dieser Region betrachtet. Leider ist weder ein spannender noch ein dramatischer Film entstanden. Der Film besitzt kaum Spannungspunkte, dafür aber einige Längen die sich vielen Details beschäftigen, auf die man sicher hätte verzichten können. Leider gelingt es aus meiner Sicht auch nicht, Emotionen, Druck und die Hilflosigkeit zu transportieren, die die streng gläubigen Charaktere zu dieser Zeit vermutlich empfinden und erleiden mussten.