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Kritiken von "6697mn" aus

143 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Lourdes
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 25.10.2010
    Einfühlsamer Film über das Phänomen Lourdes, der weder Skeptiker noch Gläubige so richtig befriedigend wird, da er vieles offen läßt. Damit leistet er einen Beitrag und Einstieg in eine Reihe von Diskussionen (Glaube vs. Wissenschaft, unerklärte und unerklärliche Heilungen, Wunder, die Rolle des Willens und der Psyche in Krankheiten usw.). Gleichzeitig sind die Darstellungen der Charaktere sehr fein gezeichnet, ihre Schwächen, Stärken, uneingestandenen Gefühle und Ziele so transparent und überzeugend dargestellt, dass der Zuschauer im Wechselbad der Zuneigung und Abscheu bald selbst nicht mehr weiß, was er glauben soll und darf. Sehr gelungen und trotz des eher obskuren Themas fesselnd.
  • Menachem und Fred
    Wiedersehen in Hoffenheim
    Dokumentation, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 14.09.2010
    Ich stimme mit der Gesamtwertung überhaupt nicht überein und fand den Film überaus gelungen. Der Film ist eine Dokumentation (und keine fiktionalisierte Geschichte) und geht unter die Haut, da die Kamera ganz dicht an den Brüdern, die sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, dran ist. Die Brüder kämpfen immer noch mit ihrer Vergangenheit als vertriebene Juden, deren Familie ermordet und Kindheit zerstört wurde, und haben dies zum Teil auf ihre Kinder übertragen. Auch die schreckliche Ironie, die in Israels heutigem Verhalten gegenüber den Palästinensern zum Ausdruck kommt, wird in dem Film deutlich. Die Lebenslügen und Schuldgefühle der beiden Brüder anläßlich ihrer Trennung werden ihnen selbst wohl erst während des Films klar und wirken tragisch. Die Gegenüberstellung ihrer Geschichte mit andauerndem deutschen Unverständnis angesichts der Schwere der Verbrechen und dem wohl nicht ganz so uneigennützigen Prestige-Calcül der Söhne des SA-Mannes erhellt die Frage, ob Sühne überhaupt möglich ist. Der Film wäre gutes Schulmaterial, aber auch für Zeitinteressierte zu empfehlen.
  • Bright Star
    Die erste Liebe strahlt am hellsten.
    Lovestory, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 16.07.2010
    Wieso versäumt es der Cover-Text zu erwähnen, dass es sich bei dem Dichter um JOHN KEATS, einem der größten Dichter der englischen Romantik, handelt und dass es sich beim Plot eben um die Liebesgeschichte handelt, die einige seiner größten Gedichte inspiriert hat? --- Dennoch fehlt hier oft die knisternde Spannung zwischen den Hauptdarstellern und die Handlung ist dürftig entwickelt. Die liebevolle Ausstattung und historische Detailtreue können den Film allein nicht tragen und die Hauptdarsteller sind in den den langen, langsamen Portraitaufnahmen in ihrer Mimik des öfteren überfordert. Im großen und ganzen enttäuschend. Im übrigen war Jane Austen zum Zeitpunkt, als der Film spielt, schon Jahre tot.
  • Der weiße Afrikaner
    Deutscher Film, TV-Film, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 11.07.2010
    Gähnend langweilige, voraussehbare Story, Charaktere ohne Tiefgang, spannungslose Dialoge und ein Alibi-Afrikaner, der keine Funktion im Plot besitzt - da fehlen nur noch miserable, ausdrucksarme Schauspieler wie z. B. der Hauptdarsteller (Tim Bergmann), dann ist der Flop komplett. Dümmliche TV-Kost und reine Zeitverschwendung.
  • Chéri
    Eine Komödie der Eitelkeiten
    Lovestory, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 07.06.2010
    Ich stimme der Kritik von gesaschatz völlig zu. Hätte ich die nur schon vorher gelesen! Der Film langweilt und Michelle Pfeiffer ist zwar immer noch hübsch anzusehen, kann aber keinen Sinn schaffen, wo das Drehbuch versagt.
  • This Is Love
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 04.06.2010
    Das Thema nach Deutschland verschleppte Kinderprostitutierte aus Asien, die dann ganz eigene Wertvorstellungen haben, hat man anderswo besser gesehen (z.B. in "Same, same but different"), das Gleiche gilt für die anderen angerissenen Themen wie Pädophilie, Adoptionshandel, Mutter-Tochter-Konflikte. Das Plot des Films wirkt hanebüchen und ohne psychologischen Unterbau zusammengeschustert. Die Kommissarin nimmt man Corinna Harfouch nicht ab, auch ist es schwer vorstellbar, dass sie so lange und anscheinend ohne Aufsicht/Vertretung/Verhörpartner in der Polizeibürokratie existiert, ohne dass einer merkt, dass sie laufend sturzbetrunken ist. Auch die anderen Charaktere bleiben seltsam blass und unterentwickelt, so dass sich keine Empathie entwickelt. Gelegentlich werden hochphilosophische Statements ausgespuckt, die dem Film wohl die mangelnde Schlüssigkeit verleihen sollen. Corinna Harfouch war auch schauspielerisch schon besser.
  • Wendy and Lucy
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 06.05.2010
    Interessanter "kleiner" Film über eine bindungslose etwa 20jährige auf dem Weg nach irgendwohin. Einziger Bezug ist ihr Hund. Ihre Einsamkeit und Naivität ist anrührend, ebenso ihre flüchtigen Begegnungen mit Menschen, die mal unmotiviert nett und hilfreich, mal brutal oder habgierig sind. Die Erzählweise erinnert an eine Raymond-Carver-Kurzgeschichte, die reduzierte Bildersprache paßt zur Darstellung des Lebens am Rande des gesellschaftlichen Abgrunds. Ein Hauptthema ist sicherlich die Frage danach, was "Menschlichkeit" bedeutet oder bedeuten sollte. Ein Film, der einem lange nicht aus dem Kopf geht.
  • Klass
    Chronik einer Katastrophe
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 03.05.2010
    Aufrüttelnder Film, auch für Jugendliche, über Mobbing und einen daraus resultierenden Amoklauf. Die Situation im Klassenzimmer, zu Hause und auf dem Schulhof, die Machtlosigkeit oder das Desinteresse der Lehrer sind äußerst glaubwürdig dargestellt und geben zu denken. Die Dynamik zwischen den Jugendlichen und die Entwicklung hin zum Amoklauf erinnert in ihrer psychologischen Schlüssigkeit an "Die Welle" mit Jürgen Vogel. "Klass" kommt zwar aus Estland, die Geschehnisse sind allerdings auf hiesige Verhältnisse völlig übertragbar. Der Film führte hier zu tiefgehenden Gesprächen über Mobbing, Schule, Gruppendruck mit einer 13jährigen. Das ist meiner Meinung nach auch das absolute Mindestalter für diesen Film (bei mitschauenden Erwachsenen und keinesfalls allein), denn einige Szenen sind sehr hart. Sehr zu empfehlen.
  • Verblendung
    Die Millennium Trilogie beginnt.
    Krimi, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 22.02.2010
    Ich stimme McTell zu, würde aber noch einen Schritt weitergehen: der Film reißt alles oberflächlich an und verwurstet, was derzeit so Thriller-mäßig die gängigen Themen sind: Spurloses Verschwinden, Drogen, Mord, Inzest, Psychoterror, Vergewaltigung, Nazis, Judenhaß, Waffenschmuggel, Wirtschaftskriminalität, Computerhacker etc. pp.
    In der ersten Stunde glaubt man noch, daß das zu etwas führt, aber allmählich wird klar, daß sich alles oberflächlich in Wohlgefallen auflösen wird: der Journalist ist rehabilitiert, das Mädchen hat sich gewehrt und der Vergewaltiger ist der Dumme, die Verschwundene taucht auf, der Wirtschaftskriminelle schießt sich tot usw. Wie im echten Leben!!!???
    Dazu bekommt man dann noch zunehmend dümmliche Erklärungen in völlig überflüssigen Dialogen geliefert, die die Handlung erklären und interpretieren (für die, die es anscheinend immer noch nicht kapiert haben), anstatt daß Motive und Handlungsstränge sich dem Zuschauer als logische Konsequenz aus den Handlungen der Charaktere erschließen. Eigentlich sollte die Interpretation ja Sache des Zuschauers sein und die besten Filme (und Bücher) sind ja wohl die, wo es verschiedene Möglichkeiten gibt, über die man noch lange nachdenkt bez. diskutiert... Ich kenne das Buch nicht, aber dieser Film macht mir keine Lust auf Stieg Larssons Bücher.
    Über meine Leiche werde ich mir die nächsten Teile dieses Machwerks antun.
  • Itty Bitty Titty Committee
    Jede Generation braucht ihre eigene Revolution!
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 10.02.2010
    Mittelmäßiger, etwas simpel gestrickter Film über Rezeptionistin einer Schönheitsklinik, die sich von einer lesbisch-feministischen Aktivistin angezogen fühlt und sich deren Gruppe anschließt. In der Folge geht es um Liebeleien in der Gruppe, Eifersucht, Mutterkomplex und Coming-out. Die Charaktere zum Teil sehr eindimensional und klischeehaft, das Ende vorhersehbar. Streckenweise leidlich gute Unterhaltung durch pfiffige Dialoge. Man hätte sicher mehr draus machen können. So paßt der Film eher in die siebziger Jahre.
  • Coraline
    Pass auf, was du dir wünschst.
    Animation, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 12.01.2010
    Ich schließe mich der Meinung an, daß der Film nicht FSK6 klassifiziert werden sollte. Meine Kinder haben sich für einen Familienfilm zu sehr gegruselt, was sicherlich auch an dem skurrilen Aussehen der Figuren lag. So wird die andere Mutter immer eckiger und spitzer, die fast nackten schauspielernden Damen mit wogendem Busen sind nicht besonders kindgerecht, der Garten mit Monstern jagt richtig Angst ein.
    Die Entwicklung der Charaktere ist oberflächlich, die Nebenpersonen (Mutter, Vater, der kleine Junge so blaß, dass sie das Handlungsgerüst kaum mittragen und auch keine richtige Bedeutung haben.) Die Handlung selbst besteht aus bekannten Versatzstücken (Kind zieht um, kleiner hilfreicher Junge wird neuer Freund, Kind träumt von einer besseren Welt, kommt zu dieser durch einen Tunnel, kann/will nicht mehr zurück, Mutter und Vater verschwinden plötzlich, zusammen schaffen sie die Rettung...) Coraline lernt, daß sie mit den Eltern zufrieden sein soll, die sie hat, und nicht andere Umstände herbeiwünschen soll. Das ist uns und ihr bereits nach 20 Minuten klar, der Rest des Films dient lediglich dazu, special effects und immer wunderlichere Gruseleffekte abzufeuern, die auf Kinder zuweilen abschreckend und oft eklig wirken. Reine Zeitverschwendung
  • Eine Weihnacht
    Nach der berühmten Erzählung von Truman Capote.
    Drama, TV-Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 28.12.2009
    Ich stimme der ersten Kritik völlig zu. Stinklangweilig, verbose Dialoge, sinnloser, ungereimter Inhalt und am Ende aufgesetzer Weihnachtsläuterungsschmalz vom Schlimmsten. Die schwer von Parkinson gezeichnete Katharine Hepburn kann es auch nicht rausreißen, zumal ihr Charakter im Film völlig unterentwickelt ist. Es hilft auch nicht, dass auf der Disk, die wir erhalten haben kein englischer Soundtrack vorhanden war, denn die Synchronisation machte die Dialoge zusätzlich holprig. Schade um Zeit und Geld.