'Ich sterbe. Kommst du?' wagt einen ungewöhnlichen Blick auf das Sterben, erzählt von den Herausforderungen letzter Lebenstage, vom Abschiednehmen, der Angst vor dem Tod, aber auch vom Humor, den das Leben bis zum Schluss behält und der Erkenntnis, dass das Leben oft unfertig zu Ende geht: Nadine (Jennifer Sabel), eine junge Mutter, leidet an Krebs im Endstadium. Sie nimmt Abschied von ihrer Wohnung, ihrem bisherigen Leben und zieht nicht freiwillig in ein Hospiz. Denn ihre Mutter Renate (Barbara Philipp), selbst überfordert mit der Situation ihr eigenes Kind auf diesem letzten Wegabschnitt begleiten zu müssen, versucht die Organisation zu übernehmen, auch um im Handeln der Trauer zu entfliehen. Wütend über die ihr aufgezwungene Situation sitzt Nadine in ihrem Hospizzimmer und sehnt sich nach ihrer Wohnung und ihrem sechsjährigen Sohn Dexter. Im Laufe des Films nimmt sie ihr neues, letztes Zuhause, in dem sich eine letzte Wohngemeinschaft versammelt, langsam an. Nach und nach kommt sie mit den anderen Mitbewohnern des Hospizes in Kontakt und beginnt sich mit ihrer eigenen und der Situation der anderen auseinanderzusetzen - wütend und aggressiv, feinfühlig und grob, heiter und traurig. Sie findet eine Freundin in Marion, einer lebenslustigen Frau, die sich vom Sterben nicht unterkriegen lassen will. Und Dexter? Er setzt sich auf seine eigene Weise mit dem Sterben und dem Tod seiner Mutter auseinander. Am Ende macht er auf dem Friedhof Hausaufgaben und legt Nadine selbstgemalte Bilder vor den Grabstein auf dem steht: 'Wer das hier liest, braucht vor nichts Angst zu haben'...
'Ich sterbe. Kommst du?' (2025) sucht einen sensiblen und kraftvollen Weg, um mit dem Thema Tod und Sterben umzugehen. Hospize sind lebendige Ort. Es geht in ihnen um das Leben, das möglichst schmerzfrei und würdevoll seine letzte Phase finden kann. Tod und Sterben sind hier kein Sakrileg, über das nicht gesprochen wird, sondern es wird gemeinsam versucht einen unverkrampften und möglichst sicheren Umgang mit dem Thema Tod zu finden. Der Regisseur über seinen Film: "Mein Name ist Benjamin Kramme. Ich bin 1982 in Weimar geboren, habe an der Filmuniversität Babelsberg studiert und danach in Berlin als freischaffender Schauspieler für Theater, Film und Hörspiel gearbeitet. Seit 2017 lebe ich in Schwerin, wo ich mit meiner Frau Jennifer Sabel Drehbücher schreibe und eigene Filmprojekte realisiere. 'Ich sterbe. Kommst du?' ist mein Langfilm-Debüt. Wie ich zu diesem Stoff gekommen bin: Seit zehn Jahren ist die soziale Arbeit mein zweites Standbein. Aktuell arbeite ich für den Sozialdienst des Hospiz Schloss Bernstorf. Kaum eine Erfahrung in meinem Leben hat mich tiefer bewegt und nachhaltiger beeindruckt, als die Arbeit mit sterbenden Menschen. Meine Eindrücke habe ich in einem Tagebuch festgehalten, das später zur Grundlage für das Drehbuch von 'Ich sterbe. Kommst du?' wurde. Insbesondere das Schicksal einer jungen Mutter, die ich bis zu ihrem Tod begleiten durfte, hat mich zu der Geschichte und ihrer Hauptfigur inspiriert. Was ich mit diesem Film erzählen will: Sterben kann man nicht üben. Diese beängstigende Erfahrung macht jeder Mensch irgendwann. Ich glaube, dass der Tod immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist. Deshalb möchte ich einen Film machen, der einen ehrlichen Blick auf das Sterben wirft, von den Herausforderungen letzter Lebenstage erzählt, von Abschiedsschmerz und Reisefieber, körperlichem Verfall und unerfüllten Sehnsüchten, der Angst vor dem Tod und der Liebe zu den Kleinigkeiten des Lebens, von Freundschaften auf den letzten Metern, dem Humor, den das Leben bis zum Schluss behält und der Erkenntnis, wie unfertig es oft zu Ende geht. Diese Erfahrung macht auch Nadine, der es verwehrt bleibt, ihren Sohn aufwachsen zu sehen. Nicht zuletzt soll es deshalb ein Film über die vielleicht schwierigste Aufgabe werden, die wir im Leben zu meistern haben: das Loslassen."
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'I'm dying. Are you coming?' dares to take an unusual look at dying, tells of the challenges of the last days of life, of saying goodbye, of the fear of death, but also of the humor that life retains until the end and the realization that life often ends unfinished: Nadine (Jennifer Sabel), a young mother, suffers from terminal cancer. She says goodbye to her apartment, her previous life and does not voluntarily move into a hospice. Because her mother Renate (Barbara Philipp), herself overwhelmed by the situation of having to accompany her own child on this last stage of the journey, tries to take over the organization, also to escape grief in action. Enraged by the situation forced upon her, Nadine sits in her hospice room and longs for her apartment and her six-year-old son Dexter. In the course of the film, she slowly accepts her new, last home, in which a last shared apartment gathers. Little by little, she comes into contact with the other residents of the hospice and begins to deal with her own situation and the situation of the others - angry and aggressive, sensitive and rude, cheerful and sad. She finds a friend in Marion, a fun-loving woman who doesn't want to let dying get her down. And Dexter? He deals with the dying and death of his mother in his own way. At the end he does homework in the cemetery and puts Nadine self-painted pictures in front of the gravestone that says: 'Whoever reads this need not be afraid of anything'...
'I'm dying. Are you coming?' (2025) seeks a sensitive and powerful way to deal with the topic of death and dying. Hospices are a lively place. They are about life, which can find its final phase as painlessly and dignified as possible. Death and dying are not sacrilege that is not talked about, but rather an attempt is made together to find a relaxed and as safe as possible way of dealing with the topic of death. The director about his film: "My name is Benjamin Kramme. I was born in Weimar in 1982, studied at the Film University Babelsberg and then worked in Berlin as a freelance actor for theatre, film and radio plays. Since 2017, I have been living in Schwerin, where I write scripts and realize my own film projects with my wife Jennifer Sabel. 'I'm dying. Are You Coming?' is my feature film debut. How I came to this material: Social work has been my second mainstay for ten years. I am currently working for the social service of the Hospice Schloss Bernstorf. Hardly any experience in my life has moved me more deeply and made a lasting impression on me than working with dying people. I recorded my impressions in a diary, which later became the basis for the screenplay of 'Ich sterbe. Are you coming?'. In particular, the fate of a young mother, whom I was allowed to accompany until her death, inspired me to write the story and its main character. What I want to tell with this film: You can't practice dying. Everyone has this frightening experience at some point. I believe that death is still a taboo subject in our society. That's why I want to make a film that takes an honest look at dying, tells of the challenges of the last days of life, of the pain of parting and travel fever, physical decay and unfulfilled longings, the fear of death and the love for the little things in life, of friendships on the last meters, the humor that life retains until the end and the realization that how unfinished it often ends. This is also the experience of Nadine, who is denied the opportunity to see her son grow up. Last but not least, it should therefore be a film about what is perhaps the most difficult task we have to master in life: letting go."
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