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Kritiken von "Stollentroll" aus

97 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Sukiyaki Western Django
    Wer wird überleben?
    Western, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 08.07.2009
    Polonäse im Wilden Osten?
    Hab irgendwo mal was von Mischung aus Parodie und Hommage an Spaghetti-Western gelesen.
    Das trifft den Nagel eigentlich auf den Kopf. Sehr überrascht hat mich jedenfalls der große Humoranteil.
    Dabei natürlich nicht annähernd so klamaukig wie Bullys "Schuh des Manitu", der ja auch eher als Blödelkomödie mit Karl May-Film Elementen zu sehen ist und die waren ja von jeher auf Familientauglichkeit zugeschnitten.
    Ein Familienfilm ist der neue Miike erwartungsgemäß nicht geworden, einige Gags hätten aber perfekt in Bullys Film gepasst und wären in diesem auf jeden Fall von der besseren Sorte. Ist allerdings Geschmackssache.
    Auch hier gibt es einige Gags die man schon zig mal gesehen hat.
    Der Bodycount kann sich aber auch sehen lassen und Miike hat hier ein paar coole Shootouts inszeniert.

    Ein Dauergrinsen hat sich bei mir allerdings schon aufgrund der (im Original!) englisch sprechenden Japaner eingestellt.
    Miike hat ja mal gemeint das er mit seinen Filmen mit der Welt kommunizieren will, er selbst aber kein englisch kann, und er seine Schauspieler deshalb schon zum 2. mal englisch sprechen lässt.
    Ob er nicht weiß das es bei den Langnasen auch Untertitel gibt - keine Ahnung. Gerade weil das Englisch teilweise so schlecht ist das Untertitel schon vonnöten sind. Bei Imprint fand ich das schon eher störend.
    Hier fand ich es lustig und passend weil der Western ja ein, wie der Name schon sagt, typisch westliches Genre ist, und auch die italienischen Western ja meist in mehreren Sprachen gedreht und anschließend synchronisiert wurden.

    Ebenfalls interessant ist ja das das die Thematik sozusagen re-importiert wurde.
    Sergio Leones Dollar Triologie hätte es ohne einen Yojimbo ja nie gegeben.
    Und ohne den Erfolg der Dollar Filme wohl auch keinen Django usw, usf...
    So abwegig ist ein Spaghetti-Western aus Japan also nicht.

    Die Story ist also in groben Zügen die bekannte Yojimbo, Hand voll Dollar, Zatoichi Geschichte, allerdings ziemlich überhöht und auf die Spitze getrieben. Es sind aber auch Elemente von The Good (der Held), the Bad (der draufgängerische Chef der "Weißen") and the Ugly (der Chef der "Roten") vorhanden.
    Da der Regisseur nun mal Miike heißt sind natürlich auch viele der Miike-typischen Elemente vorhanden.
    Zerrissene Famile, einsamer Kämpfer (im Western ja unausweichlich), Gangs, und eine wichtige Mutterfigur. Nur mit den Perversitäten hat er sich diesmal zurückgehalten.
    An skurrilen Typen und Einfällen mangelt es allerdings nicht.
    Ein Bandenchef der Shakespeare rezitiert, sich Henry nennt und sich stets hinter seinen Leuten versteckt was schlussendlich völlig absurd endet.
    Der typische feige und willfährige Sheriff ist hier auch noch schizophren und muss so einiges über sich ergehen lassen.
    Nuschelnder Dorfvorsteher mit Simultandolmetscher und einige Überraschungen die ich nicht vorweg nehmen möchte.
    Der andere Bandenchef ist das genaue Gegenteil, ein Draufgänger und ziemlich schnell wird klar das es hier auf einen Showdown zwischen ihm und dem ebenfalls ultracoolen Lonesome Cowboy, mit anfangs unklarer Vergangenheit und ebenso unklarem Motiv, hinausläuft.

    Eine gewisse Ähnlichkeit zu Tarantinos Raubzügen der letzten Jahre ist da natürlich nicht von der Hand zu weisen.
    Allerdings wie ich finde wesentlich weniger Selbstverliebt. Auch wenn Miike ebenfalls gerne sich selbst und andere zitiert.
    Kommen wir also noch schnell zu Tarantinos Gastauftritt.
    Das der Mann alles andere als ein guter Schauspieler ist, ist wohl hinlänglich bekannt.
    Sein Auftritt im Prolog wirkt zuerst auch sehr befremdlich und wie hinterher gedreht und reingeschnitten. Trotzdem lustig. Am Ende passt dann aber alles sehr gut und mit einer guten Maske macht Tarantino dann auch eine erstaunlich gute Figur.

    Der Name Tarantino war sicherlich mit ausschlaggebend das Universum sich die Rechte für Deutschland gesichert hat.

    Nachtrag:
    Auch wenn ich mit den meisten Reviews von "coffey72" größtenteils konform gehe möchte ich hier bei einigen Dingen widersprechen.
    Es handelt sich hier mitnichten um eine Rache an Hollywood für schlechte Remakes asiatischer Filme. (Das scheint mittlerweile sogar eine willkommene Einnahmequelle geworden zu sein. Wer verkauft denn die Rechte an die Amis?)

    Miike mag Italowestern so wie ein Tarantino Japankino.
    Warum Tarantino?
    Nun erstens hat Miike einen Gastauftritt in Hostel den Tarantino ja produziert hat.
    Außerdem hat Tarantino sich des öfteren als Fan von Miike geoutet.
    Außerdem ist er (Italo)Westernfan.
    Sollte nicht schwer gewesen sein den zu gewinnen.
    Das man mit dem Namen im Westen Zuschauer lockt ist natürlich aber auch nicht zu verachten.
    Das geht jedenfalls aus allen Interviews und Kommentaren zum Film hervor.

    Kann man natürlich sehen wie man will.^^
  • Tödliche Versprechen
    Jede Sünde hinterlässt eine Spur.
    Thriller, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Hat mir ganz gut gefallen. Schauspieler, Story, Inszenierung - fand ich alles weitestgehend überzeugend.
    Hier und da gab es ein paar störende Dinge und an Armin Mueller-Stahl in seiner Rolle musste ich mich auch erstmal gewöhnen.
    Das fand ich manchmal (und nicht nur von ihm) etwas dick aufgetragen.
    Merkwürdig fand ich auch das keine Hauptfigur durch Russen oder Osteuropäer besetzt wurde. Täte der Authentizität jedenfalls gut.
    So bemühen sich eine Riege Westeuropäer um einen Russenakzent und doch weiß und merkt man irgendwie die ganze Zeit das die eigentlich nur so tun.
  • Blood Car
    Komödie, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    In der nahen Zukunft:
    Benzin ist so teuer geworden das es sich praktisch niemand mehr leisten kann ein Auto zu betanken.
    Niemand fährt mehr Auto. Teenager haben immer noch Sex in Autos - allerdings auf Schrottplätzen.

    Pazifist, Vegetarier und Vorschullehrer Archie arbeitet an der Erfindung eines Motors der mit Weizengras laufen soll.
    Das klappt aber nicht so richtig. Bis er sich bei einem Versuch schneidet, sein Blut ins Grasgemisch tropft und der Motor läuft.
    Mit fahrendem Auto wird auch die geile Denise scharf auf ihn.
    Also muss mehr Sprit her.
    Archie fasst den Entschluss mit dem Luftgewehr auf die Jagd nach Kleinnagern und ähnlichem zu gehen.
    Aber der Motor braucht Menschenblut und so verschwindet schließlich ein Mensch nach dem anderen im Wageninnern.
    Die Lage spitzt sich immer weiter zu, denn auch die Regierung ist heiß auf den Blutmotor und Archie ständig auf dem Fersen.


    Soviel zum Inhalt.
    Der Konflikt zwischen Archies Idealen und der Notwendigkeit seinen Wagen zu betanken um Sex zu haben sorgt für einige ganz große Lacher.
    "Ich werde dich nicht essen, du wirst Kraftstoff"
    Aber auch sonst ist der Film eine gut funktionierende Mischung aus Horror, Humor und Satire.
    Auch flacht der Film zum Ende hin nicht ab wie es oft der Fall ist, er wird sogar immer besser.
    Eine Independentproduktion, die mich nicht selten an die Werke H.G. Lewis' erinnert hat. Endlich mal kein stumpfsinniger Gewaltporno.
    Einige Sachen wie die Stände sind sehr billig gelöst und machen den Eindruck improvisiert worden zu sein. Das macht natürlich gar nichts. Die sympathischen Darsteller agieren meist ordentlich (inklusive beabsichtigten? Overactings) und lassen einen gerne 75 min zusehen.
    Man muss für sowas natürlich schon was übrig haben.
    Wer Lust auf nen frischen Film im Stil eines 60er-70er Jahre B-Movies hat, dem sei Blood Car empfohlen.
  • The Warlords
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Der ging gut ab. Nur gegen Ende zieht er sich leider etwas und es wird ein tacken zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt.
    Für meinen Geschmack auch nicht zu viel Patriotismus oder Militarismus. Und das bei nem historischen Kriegsepos ist doch auch mal was. Von einem in irgendeiner Art kritischen Film kann man auch nicht wirklich reden. China halt.
    Es gibt ne ganze Menge ziemlich brutaler Schlachten zu sehen und das Blut spritzt und die Körperteile fliegen.
    Andy Lau spielt Schönling Takeshi Kaneshiro und vor allem Antischauspieler Jet Li voll an die Wand. Auch wenn man Li anmerkt das er endlich Unterricht nimmt.
    Das das Ganze eigentlich vor einem realen Hintergrund spielt ist zu vernachlässigen da es eh fast nur um die Blutsfreundschaft zwischen den Dreien geht.
  • 28 Weeks Later
    Und du glaubst, du hast schon alles gesehen?
    Horror, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Völlig überflüssiges 08/15 Sequel wie ich finde und kommt nicht annähernd an den ersten ran.
    Diese ätzende Wackelkamera nervt wie die Sau. Wirkt teilweise so als ob die Kamera einfach durchs Set getreten wurde. 1 - 2 gelungene Szenen, das wars.
  • John Rambo
    Action, 18+ Spielfilm, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Warploitation at its best würd ich mal sagen.
    Und ja, er ist wirklich ultrabrutal.
    Nimmt sich natürlich auch selbst ultraernst und ist darum wie ich finde auch extrem lustig. Stallone wirkt irgendwie wie eine Karikatur seiner selbst.
    Noch härter, noch emotionsloser, noch einsilbiger. Kommt einem vielleicht auch nur so vor weil man sowas echt lange nicht mehr gesehen hat.
    Story ist eh wurscht. Mal wieder n Kriegsherd genommen und Rambo reingepackt. Diesmal sind halt die Burmeser die Bösen. Wie das alles dargestellt wird ist echt dermaßen bescheuert das es schon wieder gut ist. Rambo hat kein Bock mehr auf Krieg, muss dann doch ran, metzelt alles nieder, Leute explodieren ohne Ende und dann ist der Film auch schon nach ziemlich kurzer Laufzeit zu Ende.
    Dann gibt es noch 10(!) Minuten Abspann.
  • Der Nebel
    Angst verändert alles.
    Thriller, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Bin ohne Erwartungen rangegangen und dann doch recht positiv überrascht worden.
    Wobei der Film erst mit fortschreitender Lauflänge zu gefallen weiß. Am Anfang fand ich die CGI Sachen und da vor allem die Interaktion der Schauspieler mit eben diesen ziemlich schlecht. Das sieht teilweise aus wie in den 90ern.
    Es gibt aber auch gute Effekte zu sehen obwohl sich der Film eher auf Dialoge und Charaktere stützt. Auch da gab es Dinge die mich störten. Aber wie gesagt, je länger der Film läuft desto besser wirds.
    Das Ende hat mir besonders gefallen.
  • Zatoichi meets the One Armed Swordsman
    Action, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Wie nicht anders zu erwarten ein kleines Highlight, aber bestimmt nicht der beste Teil der Serie.
    Das Aufeinandertreffen von China und Japan ist respektvoll ausgefallen und kein bisschen rassistisch angehaucht, wie ich es ein wenig befürchtet hatte. Schließlich heißt der Titel wörtlich übersetzt: "Zerbrich! Schwert des Chinesen."
    Das Gegenteil ist der Fall. Die Figur des einarmigen Schwertkämpfers kommt sympathisch rüber und eigentlich könnten er und Ichi gute Freunde sein, wären da nicht die Verständigungsschwierigkeiten und Intrigen.
    Ein guter One Armed Film trifft auf einen guten Zatoichi Film und raus kommt eine gute Mischung.
    Das Finale kommt auch gut, kommt aber was Dramatik angeht nicht annähernd an die letzten von mir gesichteten Teile ran.
    Aber bis das weniger als volle Punktzahl gibt müsste da noch einiges passieren.
  • Stray Cat Rock - Sex Hunter
    Action, 18+ Spielfilm, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Hat mir ganz gut Spaß gemacht. Stylische 70er Optik mit passendem Sound. Da kann ein Film kaum noch schlecht werden.
    Im großen und ganzen aber nichts als reine Unterhaltung und von Meiko Kajis großartigen Filmen wie Lady Snowblood oder der Sasori Reihe Meilenweit entfernt. Eigentlich sind alle in dem Film mehr oder weniger dumm und asozial, was aber auch lustig ist. Meiko wird z.B nachdem sie ihre Ganggirls per Molli-Einsatz aus den Händen Sexgeiler Langnasen befreit hat (sie wurde vorher weggebracht) von ihren Freundinnen mit Steinen beworfen weil sie nicht da geblieben ist.
    Meiko darf auch n paar mal ihr "Hateface" auflegen. Gegen Ende noch etwas Drama und gut ist.
  • Phantom Kommando
    18+ Spielfilm, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Wie kommen die Leute eigentlich darauf das die beste Actionparodie mit Arnie True Lies wäre?
    Die Actionparodie schlechthin ist einfach Phantom Kommando.
    Ob das nun gewollt ist oder nicht ist dabei auch egal.
  • Dark Town
    Eine Stadt in Angst und Schrecken.
    18+ Spielfilm, Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Merkwürdiger Streifen der bei mir nicht so recht fruchtete.
    Startet als passabler Serienkillerkrimithriller und wandelt sich dann zum (Überschung!!) Rachedrama. Nach irgendeiner der viel zu vielen Rückblenden hab ich dann gedacht hier versucht man einen Durchschnittsfilm als was zu verkaufen was es nicht ist und hab dann vollends das Interesse verloren.
    Eigentlich schade. Hatte durchaus Potential, gute Momente, gute Darsteller, ist nur leider zu verworren um richtig fesseln zu können.
  • [Rec]
    Ein Albtraum aus Blut, Angst und Terror.
    Horror, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Stollentroll" am 09.06.2009
    Da bin ich vielleicht mit zu hohen Erwartungen rangegangen.
    Hab mich die erste Stunde die ganze Zeit gefragt wann es denn jetzt mal spannend wird.
    Dann hab ich gemerkt das es nur die letzten 10 min sind.
    Die fand ich auch stark und da hat die Wackelkamera auch gut zur Atmosphäre beigetragen.
    Die erste Stunde war mir das alles zu viel Geschrei um nichts.
    Fand ich schade das der Film vorbei ist wenn er anfängt gut zu werden.

    Und ein Film der von seinem Dokumentationscharakter leben soll darf man nicht synchronisieren!
    Ich hab ihn auch OmU geguckt. Trotzdem hat es mich einfach nicht gepackt.