Kritiken von "6697mn"

I, Anna

Die dunkelsten Geheimnisse sind die, die wir vor uns selbst verbergen.
Drama

I, Anna

Die dunkelsten Geheimnisse sind die, die wir vor uns selbst verbergen.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 13.01.2014
Ein zwar gut gespielter aber letztlich etwas unglaubwürdig wirkender und teilweise voraussehbarer Thriller, der mit verschiedenen Zeitebenen und der Frage von Realität und Einbildung einer traumatisierten Hauptperson spielt (ohne zuviel verraten zu wollen). Die Schwäche des Films liegt in der Voraussehbarkeit und der nicht besonders überzeugenden Liebesgeschichte. Wer diese Art von psychologischem Drama mag, ist mit "Die Summe meiner einzelnen Teile" wesentlich besser bedient.

ungeprüfte Kritik

To the Wonder

Drama, Lovestory

To the Wonder

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 10.01.2014
Was schon bei "Tree of Life" genervt hat, scheint sich immer mehr zu Malicks Markenzeichen zu entwickeln: Schwülstige, pathetische Voiceovers statt Dialoge, ungereimte, grandiose Fragestellungen nach dem Sinn und nach Gott, die leider allesamt unbeantwortet bleiben und auf die auch die dargestellten Charaktere oder die Handlung (die nur in Ansätzen existiert) keine Antwort geben. Die Rolle der Französin und ihr ständiges, kindliches Gehüpfe und Getanze im Spitzenhemdchen oder Mädchenkleidchen ist zusätzlich ärgerlich und wirft zudem noch die Frage auf, ob Malicks Frauenbild nicht völlig überholt oder einfach ein Altmännerwunschtraum ist. Die Gegenüberstellung von einem Leben in der europäischen Metropole Paris und einer amerikanischen Kleinstadt irgendwo im amerikanischen Cornbelt mit ihren völlig unterschiedlichen Vorstellungen und Ansprüchen an das Leben hätte interessant sein können, der Regisseur hat leider nicht viel daraus gemacht. Selten waren Ben Affleck und Rachel McAdams so unterfordert. Die Landschaftsbilder mögen zwar interessant aufgenommen sein, sind aber keineswegs atemberaubend. Wer will schon anderthalb Stunden den Blickwinkel, die Gegenlichteinstellung, die ungewöhnliche Perspektive usw. bewundern und auf Handlung verzichten? Ärgerlich. Man verliert langsam komplett die Geduld mit einem Regisseur , der vor Jahren (1978) mal einen wunderbaren Film gemacht hat (Days of Heaven) und jetzt anscheinend nichts mehr zu sagen hat.

ungeprüfte Kritik

Only God Forgives

Time to Meet the Devil
Thriller, Krimi

Only God Forgives

Time to Meet the Devil
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 06.01.2014
Aesthetisierte Bilder von sinnloser, bestialischer Gewalt untermauert mit freudianisch anmutenden Erklärungsversuchen - wer braucht das eigentlich?

ungeprüfte Kritik

Naked As We Came

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 13.12.2013
Der Film fängt interessant und halbwegs überzeugend an, versackt dann aber als Entwicklungsdrama um eine sterbende Frau, ihre entfremdeten Kinder und einen jungen Schriftsteller immer mehr in Klischees. Das gilt nicht nur für die Handlung sondern auch für die Bilder und die Dialoge. Die schlechte Mutter, die nochmals alles gut machen will, die Tochter, die denkt, sie weiß alles besser, der orientierungslose Sohn und der storygeile Schriftstelller - alle werden im Angesicht des Todes reformiert und auf den Weg der Erkenntnis gebracht. Leider wirkt das Ganze angesichts sinkender schauspielerischer Leistungen mit der Zeit immer unglaubwürdiger. Die Rahmenhandlung, die am Anfang Interesse wecken soll, bleibt völlig bedeutungslos und der Zuschauer fühlt sich arg an der Nase herumgeführt. Zum Vergessen.

ungeprüfte Kritik

Inuk

Die schwierigste Reise ist die zu dir selbst.
Drama

Inuk

Die schwierigste Reise ist die zu dir selbst.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 02.12.2013
Nur die Bilder haben drei Sterne verdient, ansonsten ist dies ein eher unterdurchschnittlicher Film für Leute, die sich für die Inuit und ihr heutiges Leben interessieren. Die Bilder von Grönland, der Eislandschaft und den Fahrten mit dem Husky-Schlitten vermögen ja noch zu fesseln, auch die Problematiken junger Inuits am Polarkkreis, denen ihre Kultur verlorengegangen ist und die (noch?) nichts Neues gefunden haben, das ihrem Leben einen Sinn geben könnte, wäre vielleicht einen Film wert. Allerdings ist die Handlungsentwicklung dürftig und ohne Spannung oder Tiefe. Ein weitergehender, gesellschaftlicher Bezug oder gar eine Kritik an der Inhaltslosigkeit puren Konsumstrebens fehlen ganz und die angebotene Lösung (Jagen wie früher?) ist viel zu simplistisch, wenn nicht gar fragwürdig (Ist man plötzlich eins mit sich selbst, wenn man eine Robbe abschlachtet?). Dazu kommen eine nervige, wenig überzeugende und sich ständig wiederholende Erzählerinnen-Figur und schlecht geschauspielerte Nebenrollen. Die vielen Preise hat dieser Film nicht verdient.

ungeprüfte Kritik

An Enemy to Die For

Wenn du dich in deinen Feind verliebst...
Abenteuer, Kriegsfilm

An Enemy to Die For

Wenn du dich in deinen Feind verliebst...
Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 18.11.2013
Gähnend langweilige und zuweilen hanebüchene, unglaubwürdige Geschichte, die auf der gegenwärtigen Welle der Filme reitet, die der Nazizeit noch einen neuen Blickwinkel abgewinnen wollen. Weder ist dies eine gute psychologisch fundierte Betrachtung über eine Gruppe von Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Nationen, die auf engstem Raum zusammenarbeiten sollen, während ihre Heimatländer sich den Krieg erklären, noch ein Kriegsfilm, der die unausweichliche Tragik von Kriegssituationen und Entscheidungen, die in solchen getroffen werden müssen, veranschaulicht, noch eine Persiflage über nationale Charaktere... Der Regisseur kann oder will sich nicht entscheiden, was das Ganze sein soll, serviert von allem ein oberflächliches Bißchen und am Ende als Sahnehäubchen noch einen psychopathischen Killer - fertig ist der ungenießbare, z. Teil auch noch schlecht geschauspielerte Brei. Schade um Axel Prahl, der es doch besser kann! Für einen innovativen Blick auf die Nazizeit lieber "Ende der Schonzeit" anschauen.

ungeprüfte Kritik

Stoker

Die Unschuld endet.
Thriller

Stoker

Die Unschuld endet.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 08.11.2013
Vom Inhalt her niveauloser Splatter-Film. Den zweiten Stern gebe ich einzig und allein wegen der ausgezeichneten und innovativen Kameraarbeit. Diese erzeugt in der ersten halben Stunde, wo noch nicht klar ist, wo der Film hin will, Gruseln und Spannung durch eigenwillige Blickwinkel, verstörende Lichteffekte und lange, teleskopisch anmutende Kamerafahrten. Leider wird dann bald klar, dass es sich hier weder um Übernatürliches noch um einen psychologischen Thriller handelt, sondern um zwei simple Psychopathen, die dann in rapider Folge mehrere blutige Morde begehen. Schade! Schade auch, dass Nicole Kidman sich dafür hergibt.

ungeprüfte Kritik

Exit Marrakech

Deutscher Film, Drama, Abenteuer

Exit Marrakech

Deutscher Film, Drama, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 01.11.2013
Völlig banaler, voraussehbarer Inhalt um Vater, der die Familie verlassen hat und jetzt wieder zu seinem Teenager-Sohn zurückfindet Der Film ist grob zusammengewürfelt aus Elementen, die man schon mal besser gesehen hat: "Himmel über der Wüste", "Babel", "Lawrence of Arabia" lassen grüßen. Die Charaktere bleiben flach, die Problematiken unterentwickelt und plakativ und die Handlung verkommt zu einem puren "Schöne-und-exotische-Bilder-von-Marokko-zeigen" (und leider gibt es auch nicht gerade wenige westliche Klischees darin). Höchstens als Einstimmung für Leute geeignet, die schon immer mal nach Marokko wollten. Von der Regisseurin des großartigen Films "Jenseits der Stille" hätte man mehr erwartet.

ungeprüfte Kritik

Schilf

Alles, was denkbar ist, existiert.
Deutscher Film, Drama

Schilf

Alles, was denkbar ist, existiert.
Deutscher Film, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 19.09.2013
Interessante Idee, aber leider nicht stringent umgesetzt. Der Film verfängt und verheddert sich - genau wie der Protagonist - in seinen eigenen Zeitspiralen und Gedankenexperimenten, so dass der Zuschauer am Ende am Ende eher genervt als nachdenklich zurückbleibt und den Film schnell als "konfus" ad acta legt. Die an sich faszinierende Frage nach Parallelwelten gerät so schnell zum Zeitsprung-Krimi ohne tiefere Bedeutung.

ungeprüfte Kritik

Ginger & Rosa

Wenn Liebe trennt, was Freundschaft verband.
Drama

Ginger & Rosa

Wenn Liebe trennt, was Freundschaft verband.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 11.09.2013
Für Leute, die Einschlafstörungen haben. Die dünne Handlung um die Freundschaft zweier Teenager, einen Vater, der eine Affäre anfängt, und die Konsequenzen, die sich für alle drei daraus ergeben, soll durch einen politischen Hintergrund zwischen Hiroshima und der Kuba-Krise aufgepeppt und aus dem Persönlichen herausgehoben werden, doch der gezeigte politische Aktionismus und das politische Engagement der Charaktere bleibt seltsam blass und scheint aufgesetzt. Zu oft wirkt es ziemlich unglaubwürdig oder sogar peinlich, wenn die kaum 16jährige Ginger über Sinn, Tod und Apokalypse philosophiert. Nichts ist allerdings so peinlich, wie das "Gedicht", dass sie am Ende zum Besten gibt... Die Schauspieler können die flache, unausgegorene Story weder überzeugend darstellen noch mit Leben füllen, große Themen (Frauenrolle, Moral, Rebellion der Beat Generation) werden oberflächlich thematisiert, ohne dass sich eine Entwicklung für die Handlung daraus ergibt. Stattdessen ist der Film mit immer wiederkehrenden Klischees aufgeplustert - braucht der Zuschauer z.B. wirklich eine halbe Stunde (mit Szenen angefangen auf dem Spielplatz bis zum Rauchen der ersten Zigarette, Jungs abschleppen, sich gegenseitig schminken usw., usw.), um zu kapieren, dass Ginger und Rosa beste Freundinnen sind?
Kann sein dass die Regisseurin des großartigen Films "Orlando" hier eigene Jugendtraumata aufgearbeitet hat, einen guten Film hat sie aber nicht daraus gemacht.

ungeprüfte Kritik

Holy Motors

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 22.08.2013
Eine Art verkopftes Vergnügen für Kinofans. Für mich war der Film eine Satire auf das Kino: Es werden Schlüsselszenen aus verschiedenen Filmgenres (Gangster-Movie Shoot-out, Aussprache der Liebenden in der romantischen Komödie, Aussöhnung am Totenbett in Hollywood-Dramen usw.) scheinbar sinnlos aneinandergereiht und von wenigen Akteuren, deren Auftraggeber keiner kennt, gespielt. Die Absicht dahinter bleibt unklar(obwohl die erste Einstellung des Films ein riesiges Schauspielhaus mit einem im Dunkel sitzenden Publikum zeigt...). Die Szenen sind verfremdet, gehen in die Irre, gleiten ins Unerwartete ab und spielen so genial mit den Erwartungen der Zuschauer. Realität und Film verschwimmen, der Zuschauer verliert den Überblick über das Reale und das Gespielte. Gleichzeitig werden Dialoge, Requisiten, Handlungsfetzen, Gesichter (mittels Maske) aus anderen Filmen zitiert, so daß der cineastisch interessierte Zuschauer noch lange nachdenken kann, wo er die Affen, die Kanalisation, die Humphrey-Bogart-Lingo, die schleimigen Monster usw. schon gesehen hat. Nur bedingt empfehlenswert und nichts für Leute, die auf lineare Handlung, Eindeutigkeit und klare Aussagen abonniert sind. Nur drei Sterne, da das Ganze sehr artifiziell und manchmal etwas langatmig geraten ist.

ungeprüfte Kritik

Das bessere Leben

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 19.08.2013
Ich finde diesen Film gelungen. Es geht nicht darum, voyeuristisch-erotische Szenen mit Prostituierten zu zeigen oder das Phänomen Prostitution und seine Attraktion für den Durchschnittsmann (und Frau?) zu erklären, sondern darum, aufzuzeigen, welche Folgen Prostitution im Alltag hat und zwar für alle Beteiligten - Männer, die Prostituierten selbst, Ehefrauen und Beziehungen. Das Interessante an dem Film ist, dass er keine allgemeinen Erklärungen abgibt, sondern das Problem aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Der Zuschauer muß sich seine eigenen Urteile bilden. Juliette Binoche spielt sehr überzeugend die im Alltag überforderte Journalistin/Mutter (von Söhnen!)/Ehefrau, die, hin- und hergerissen zwischen Abscheu, Faszination, Ekel und Interesse, eine Lebenskrise zu bewältigen versucht. Genial die Szene, wo sie sich bei einem Essen, das sie für die Kollegen ihres Mannes kocht, plötzlich an einem Tisch mit lauter Freiern wähnt. Das Ende soll hier nicht verraten werden, ist aber direkt dem Leben entnommen.

ungeprüfte Kritik