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Kritiken von "Michelodeon" aus

103 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Gefährten
    Freundschaft überwindet alle Grenzen.
    Drama, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 21.08.2012
    Eine ergreifende Hommage an jene Millionen Pferde, die ebenso wie zahllose andere Tiere vom Menschen für seine Kriege missbraucht und gnadenlos in Schlachten "verheizt" wurden. Der Film schildert aufwühlend und manchmal etwas rührselig die Geschichte eines dieser Kriegspferde, würdigt mitfühlende Menschen unter den einfachen Soldaten und Offizieren, die in den Pferden kein Kriegsgerät sehen, denen das Schicksal der Tiere nicht einerlei ist. Zu den dramatischen Höhepunkten des Filmes gehört eine bewegende Szene, in der ein englischer und ein deutscher Soldat – eben noch erbitterte Feinde – todesmutig aus ihren Schützengräben steigen, um gemeinsam das im Stacheldraht verhedderte Pferd zu befreien. Eine Szene, die zu schön ist, als dass sie jemals hätte wahr sein können, aber eine Szene von eindringlicher Symbolkraft: Zwei junge Männer, die genauso wenig auf das Schlachtfeld gehört hätten wie das hilflose Pferd, werden inmitten des sinnlosen Tötens für einen Augenblick zu Verbündeten, um einem leidenden Tier zu helfen.
  • Love - Angels & Airwaves
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 13.08.2012
    Ein Astronaut verliert den Kontakt zur Bodenstation und muss sich nun – sehr zum Leidwesen des endlos gelangweilten Zuschauers – etliche Jahre seines Lebens mutterseelenallein die Zeit auf einer Raumstation vertreiben. Schließlich erfährt er (von wem eigentlich?), dass es die gesamte Menschheit längst dahingerafft hat (warum eigentlich?), gelangt auf unerklärliche Weise in ein Gebäude und von dort frei schwebend in die Tiefen des Alls. Was könnte einen Zuschauer bewegen, diesen Film bis zum Ende anzuschauen? Einzig die Hoffnung, dass man doch noch erfährt, was die Anfangssequenz über den US-amerikanischen Bürgerkrieg mit all dem zu tun hat. Doch dann erkennt man: Gar nichts hat die Anfangssequenz damit zu tun, der Film hätte auch mit dem Untergang der Titanic beginnen können oder mit der Amtseinführung von Obama. Er bietet nichts als pseudointellektuellen SF-Nonsense, geistigen Weltraumschrott sozusagen.
  • Take Shelter
    Ein Sturm zieht auf.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 13.08.2012
    Ein spannendes Psychodrama mit überzeugenden Akteuren. Ein Familienvater sieht Katastrophenszenarien, die er nicht einzuschätzen weiß: Sind sie Zeichen einer beginnenden Psychose, oder hat er die prophetische Gabe, heraufziehendes Unheil vorherzusehen? Er begibt sich in ärztliche Behandlung, trifft aber gleichzeitig rücksichtslos und besessen Vorkehrungen für eine Unwetter-Katastrophe, stürzt sich und seine soziale Umwelt dadurch ins Chaos. Einzig der Schluss dieses kaum durch Trickeffekte, sondern vor allem psychologisch fesselnden Filmes ist ein wenig enttäuschend: Den Abspann hätte man sich an dieser Stelle nicht gewünscht.
  • Le Havre
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 04.08.2012
    In einem armen Hafenviertel von Le Havre verbündet sich eine resolute Nachbarschafts-Clique, um einem illegal eingereisten afrikanischen Jungen die Weiterreise zu seiner Mutter nach London zu ermöglichen. Eine gut gemeinte Geschichte über Menschen aus einem einfachen Milieu, die nicht zögern, moralisch zu handeln statt gesetzestreu. Bei der filmischen Umsetzung dieser Geschichte hakt es allerdings erheblich. Das Verhalten der Akteure ist oft genauso wenig nachvollziehbar wie das Polizeiaufgebot, mit dem ein Kind ohne Aufenthaltserlaubnis dingfest gemacht werden soll – in einer großen französischen Hafenstadt offenbar eine polizeiliche Aufgabe von höchster Priorität.
  • Helden des Polarkreises
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 23.07.2012
    Ein finnisches Roadmovie: drei Freunde auf einer skurrilen Tour durch die Polarnacht. Sympathische Charaktere, verrückte Begegnungen, gelungene Gags einschließlich einer köstlichen Schlusspointe, manchmal ein bisschen brutal, aber kein bisschen stupide. Und irgendwie sind die Drei auf ihrer kompromisslosen Jagd nach der "Digibox" das tatsächlich: Helden des Polarkreises. Gute Unterhaltung!
  • Contagion
    Nichts verbreitet sich schneller als Angst.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 23.06.2012
    Richtig Spannung kommt nicht auf bei diesem Virenausbruchsthriller. Ein brandgefährliches neues Virus, eine Wissenschaftlerin, die einen Impfstoff an sich selbst erprobt, ein skrupelloser Geschäftemacher, der sein homöopathisches Mittelchen anpreist – nun ja … Dabei hätte der Plot Potenzial für Packenderes geboten. Der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung zum Beispiel wurde schon überzeugender und dramatischer dargestellt. Der Schluss bietet nicht etwa das ersehnte Aha-Erlebnis, sondern kocht auf, was man schon wusste.
  • The Guard
    Ein Ire sieht schwarz.
    Komödie, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 16.05.2012
    Ein Gangsterfilm, der nicht ernst gemeint ist, sollte komisch sein – aber das ist "The Guard" nur bedingt. Etliche Szenen sind dämlich, und das F-Wort wird nicht witziger, wenn man es alle paar Minuten hört. Andererseits gibt es absolut köstliche Passagen, dazu gehört die Befragung der irischen Landbevölkerung durch den schwarzen FBI-Agenten. Wer keine besonders hohen Erwartungen an den Film hat, wird ihn streckenweise mit Vergnügen sehen.
  • Nader und Simin
    Eine Trennung
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 14.05.2012
    Ein ganz besonderer Film, der den Zuschauer nicht zuletzt wegen der intelligenten Dialoge von Anfang an in seinen Bann zieht. Die Schicksale zweier iranischer Familien, die beide aus verschiedenen Gründen am Abgrund stehen, werden durch eine scheinbar harmlose Auseinandersetzung auf dramatische Weise miteinander verknüpft. Der Film bietet neben anspruchsvoller Unterhaltung hochinteressante Einblicke in das Leben im Iran. Ob allerdings die Rechtsprechung in einem muslimischen Gottesstaat wirklichkeitsnah dargestellt ist, ob dort beispielsweise die Aussage einer Frau vor Gericht tatsächlich denselben Beweiswert hat wie die eines Mannes, sei dahingestellt.
  • Westwind
    Balaton 1988. Zwei deutsche Staaten - Ein Sommer. Nach einer wahren Geschichte.
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 12.05.2012
    Ein einfühlsamer und bewegender Film über eine Ost-West-Liebe, an der die innige Beziehung von Zwillingsschwestern zueinander, aber auch ihre Karrieren als DDR-Sportlerinnen zu zerbrechen drohen. "Westwind" kommt weitgehend ohne äußerliche Spannungsmomente aus und hat wohl deshalb hier eine bislang eher bescheidene Durchschnittsbewertung erhalten. Der Film lebt von seiner inneren Dramatik, langweilig fand ich ihn keine Minute, die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen ist überragend. Interessante Details kann man dem ausgezeichneten Kommentar der Video-Buster-Redaktion entnehmen.
  • London Boulevard
    Krimi, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 10.04.2012
    Ein britischer Film noir über einen entlassenen Strafgefangenen, der unentrinnbar in mörderische Machenschaften verstrickt wird. Ein über weite Strecken düsterer Film, mit Gewaltszenen, die oft nur angedeutet werden, kein sinnfreier Ballerfilm à la "Colombiana". Allerdings hat der Film logische Schwächen, und auf die aufgesetzte Lovestory hätte man gut verzichten können.
  • Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau
    In einer Familie, deren ganzer Stolz ihr Ansehen ist, wird Laster zu einer Tugend.
    Lovestory, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 13.03.2012
    Die hier von einigen Rezensenten geäußerte negative Kritik ist natürlich ernst zu nehmen – es fragt sich allerdings, ob auch der Film ernst zu nehmen ist. Man kann daran einfach nur Spaß haben, vor allem an den spritzigen, bissigen Wortgefechten zwischen der blasierten britischen Gutsherrin und ihrer erfrischend schlagfertigen US-amerikanischen Schwiegertochter. Obwohl der ansonsten grandiose Colin Firth sich rollenbedingt arg zurückhalten muss und der Film schon deshalb kein "großes Kino" ist: Geistreiche und amüsante Unterhaltung bietet "Easy Virtue" allemal.
  • Poll
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 08.03.2012
    Ein mitreißendes Drama um einen düsteren Ort am lichtdurchfluteten Strand der estländischen Ostsee – angesiedelt in einer historischen Zeit, über die zumindest hierzulande die wenigsten etwas wissen und die uns deshalb ebenso fremd erscheint wie das architektonisch bizarre Gut Poll. Hier führt Odas Vater seine makaberen anatomischen Sektionen durch. Erst die aus Berlin anreisende Oda bringt Leben in diesen vom Tod geprägten, erstarrten Ort, dessen Bewohner die Zeichen der Zeit nicht zu deuten wissen. Ein Film von beklemmender atmosphärischer Dichte, atemberaubend, mit pointierten Dialogen, bei denen man manchmal ganz genau hinhören muss, um die Sprecher zu verstehen. Ein Film, der einen so schnell nicht wieder loslässt, sehr empfehlenswert. – Die FSK allerdings ist mal wieder allzu freigebig: Zwölfjährige sollten nicht zur Zielgruppe gehören.