Für eine optimale Funktionalität und optische Darstellung aktivieren Sie bitte JavaScript.

Kritiken von "Michelodeon" aus

98 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Nurejew - The White Crow
    Die wahre Geschichte eines Jahrhunderttänzers.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 21.06.2020
    Politische Betonköpfe des Sowjet-Kommunismus lassen einem hoch begabten Künstler kaum eine andere Wahl, als in Frankreich Asyl zu beantragen. Hätte man Nurejew etwas mehr Freiheit eingeräumt, wäre er wohl bei seinem Ensemble geblieben. Obwohl man von Anfang an weiß, wie die Geschichte ausgeht, folgt man gebannt vor allem dem Höhepunkt des Films, einer Szene auf dem Pariser Flughafen. Der Film ist auch deshalb sehenswert, weil er ein eindrucksvolles Psychogramm einer äußerst komplexen und komplizierten Persönlichkeit präsentiert.
  • The Expanse - Staffel 1
    We Have Gone Too Far
    Serie, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 12.04.2020
    Der Mars, mehrere Monde und Asteroiden sind im 24. Jahrhundert besiedelt, Raumschiffe in riesiger Zahl durchkreuzen unser Sonnensystem – nicht nur angesichts der tatsächlichen Entwicklung der bemannten Raumfahrt im letzten halben Jahrhundert ein unglaubwürdiges Szenario. Aber The Expanse dient ja der Unterhaltung. Die Mars-Kolonisten haben eine eigene Raumschiffflotte, und die hat nichts Besseres zu tun als gegen irdische Raumschiffe Krieg zu führen, auch raubeinige Rabauken aus dem Asteroidengürtel mischen militärisch mit. Später taucht eine glitzernde, gestaltlose außerirdische Lebensform auf: Jeder will eine Probe davon haben, denn man kann Mischwesen daraus basteln, die sich vortrefflich als Krieger einsetzen lassen. Eine Art Krieg der Sterne also in der x-ten Neuauflage. Die Diskrepanz zwischen den heute enormen tricktechnischen Möglichkeiten und dem Mangel an Fantasie der SF-Drehbuchautoren ist ernüchternd. Die Darsteller der Serie mimen eindimensionale Charaktere, als Schauspieler sind wenig überzeugend; „hölzern“ seien ihre Auftritte, schreibt Thorsten40 hier treffend. Drei Sterne also, und die bedeuten per Definition: „gewöhnlich“.
  • Thelma
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 03.12.2018
    Was zunächst nach dem gelungenen Psychogramm einer introvertierten, religiös indoktrinierten und gesundheitlich angeschlagenen Studentin aussieht, entwickelt sich in der zweiten Filmhälfte zu einem Horrorszenario mit irrealen Ereignissen, die logisch nicht nachvollziehbar sind. Wer darüber hinwegzusehen vermag, dass Nonsens serviert wird, obwohl der Film insbesondere auch wegen der überzeugenden Hauptdarstellerin ein anderes Potenzial gehabt hätte, kann sich recht ordentlich unterhalten fühlen.
  • The Ballad of Lefty Brown
    Western
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 28.07.2018
    Eine Ballade zum Einschlafen beim Schauen. Ausgerechnet einen Western dramaturgisch so zu vermurksen, dass er langweilt, ist eine besondere „Leistung“. Fade Charaktere, farblose Atmosphäre, langatmiges Gequatsche statt spritziger Dialoge. Nicht einmal die Schießereien lassen Spannung aufkommen: Der Mörder des Freundes, nächtens aufgespürt von dem in dunkler Deckung hockenden Lefty, beleuchtet sich selbst, während er ziellos ins Dunkle ballert, minutenlang mit einer Fackel – wohl weil er weiß, dass Lefty nicht schießen wird, weil dann der Film schnell am Ende wäre. Aber das ist der Film schon von Anfang an.
  • Die Morde von Madrid
    May God Save Us
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 08.07.2018
    Ein düsterer Film aus einem sonnigen Land, in dem sich offenbar verdächtig macht, wer ein hilfloses Kätzchen füttert. Nicht nur der irre Serienmörder hat eine „Macke“, sondern auch, wenngleich auf völlig anderer Ebene, die beiden Polizisten, die ihn jagen. Diese beiden ganz und gar nicht glattgebügelten, kaputten Typen sind die Stärke des Films. Schwächen sind die unglaublichen Zufälle und der seltsame Schluss.
  • Frantz
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 28.05.2018
    Ein mitreißendes deutsch-französisches Drama über die Tragik eines schuldlos Schuldigen und über die Gnade, eine grausame Wahrheit vorenthalten zu bekommen. Ein tiefgründiger Film mit begabten Darstellern, überzeugenden Charakteren und fesselnden Dialogen, in denen jeder Satz seine Berechtigung hat. Fast ist es deplatziert, formale Details zu hinterfragen, etwa, warum die Gespräche zwischen Anna und Adrien in der deutschen Filmfassung großenteils auf Französisch geführt und untertitelt werden, obwohl Adrien gutes Deutsch spricht. Nicht konsequent und unnötig ist meiner Meinung nach auch der Wechsel zwischen Schwarzweiß und Farbe, der einen Wechsel in der Atmosphäre oder Stimmung anzeigen soll. Aber das Gesamtbild dieses überragenden und ergreifenden Films wird durch solche Nebensächlichkeiten kaum getrübt.
  • Meine glückliche Familie
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 15.05.2018
    Aha, Berlinale-Filmfestival-Aufführung und hier derzeit 4,3 Sterne … Aus dem Filmthema hätte man einen anspruchsvollen, fesselnden Film mit klugen Dialogen machen können. Was daraus geworden ist, grenzt meiner Meinung nach an Filmschrott: innerfamiliäre Streitereien und Reibereien, geist- und substanzloses Gequatsche, nerviges Drangsalieren. Den zweiten Stern vergebe ich für die zurückhaltend, aber konsequent agierende Hauptdarstellerin, die diesen inhaltsleeren, langweiligen Film nicht verdient hat.
  • Tulpenfieber
    Wahre Liebe hat ihren Preis.
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 12.05.2018
    Das holländische Tulpenfieber bietet den Rahmen für eine doppelte Liebesgeschichte. Man glaubt gern, hier tatsächlich einen Blick in das Amsterdam des 17. Jahrhunderts zu werfen. Trotz eines stoisch ruhigen Christoph Waltz ist der Film ausgesprochen kurzweilig. Auch wer Lovestorys nicht viel abgewinnen kann, dürfte dem Geschehen zumeist gebannt folgen, die Ereignisse sind ständig in Bewegung. Die Handlung ist nicht immer glaubwürdig, aber schließlich ist auch das Tulpenfieber, obwohl historische Realität, aus heutiger Sicht kaum zu glauben.
  • Begabt
    Die Gleichung eines Lebens.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 07.05.2018
    Nicht nur das dargestellte kleine Mathe-Genie ist hochbegabt, sondern auch das Mädchen, das dieses Genie darstellt. Man mag kaum glauben, dass ein etwa siebenjähriges Kind eine derart überzeugende schauspielerische Leistung präsentiert und fühlt sich deshalb manchmal in reales Geschehen versetzt. Ein Film mit tragischen, glücklichen und komischen Momenten, ein geistreicher, ergreifender, fesselnder Film.
  • The Limehouse Golem
    Das Monster von London - Vor Jack the Ripper hatte die Angst einen anderen Namen.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 21.04.2018
    Diesem sogenannten Thriller mangelt es an innerer und äußerer Spannung. Dramaturgisch ungeschickt ist es zum Beispiel, einen Verdächtigen nach dem anderen als Mörder zu zeigen. Auch gelingt es kaum, die bedrückende Atmosphäre eines Londoner Armenviertels im ausgehenden 19. Jahrhundert einzufangen; allenfalls die schrillen Theaterauftritte wirken einigermaßen authentisch. Die Auflösung der Mordserie ist überraschend und unvorhersehbar, aber auch unglaubwürdig.
  • Die Verführten
    Verführung. Verrat. Vergeltung.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 16.04.2018
    Ein verletzter gegnerischer Deserteur bringt Unruhe in die weitgehend abgeschiedene Welt einer kleinen Mädchenschule. Als Zuschauer folgt man dem Geschehen nicht ohne Interesse, aber auch ohne davon ergriffen zu werden. Im letzten Filmdrittel werden die Ereignisse dramatisch – und von da an ist der Film verloren. Denn was sich jetzt abspielt, lässt sich weder logisch noch psychologisch nachvollziehen.
  • Arrival
    Warum sind sie hier?
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Michelodeon" am 05.04.2018
    Der Film tritt anspruchsvoll auf, sogar die Sapir-Whorf-Hypothese der Linguistik wird bemüht. Aber hinter der anspruchsvollen Fassade steckt kaum mehr als die Tintenspritzer, die fremdartige Schriftzeichen formen. Es bleibt unklar, warum jemand, der interstellar zu reisen vermag, auf derart unbeholfene Weise mit Menschen zu kommunizieren versucht, vor allem aber, warum er dies überhaupt tun sollte. Die mitgelieferte Erklärung ist so dürftig wie der Film insgesamt. Immerhin ist „Arrival“ wohltuend anders als der übliche, Sciencefiction genannte Weltraumschrott mit seinen kriegerischen Attacken und menschenfressenden Monstern. Viel mehr als Tinte versprühende Tintenfische dürfte von diesem Film allerdings nicht in Erinnerung bleiben.