Kritiken von "billy44"

Sieben

Sieben Todsünden. Sieben Wege zu sterben. Sieben Wege zu töten.
Thriller, Krimi

Sieben

Sieben Todsünden. Sieben Wege zu sterben. Sieben Wege zu töten.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
"Sieben" ist inzwischen zum Vorbild für zahlreiche Filme des Genres geworden - und das völlig zurecht. Ein intelligentes Drehbuch, beeindruckende Schauspielleistungen und eine sehr gute Regiearbeit machen dieses Meisterwerk zu einem sehenswerten Klassiker.

Der Film zeigt ein ungeheures Potenzial. Die Atmosphäre ist sehr düster, in der namenlosen Großstadt scheint nie die Sonne - stattdessen regnet es so gut wie immer. "Sieben" ist geradezu eine Definition für spannend. Auch an der Action ist nichts auszusetzen. Die Wendungen in der Story, der Wechsel zwischen Ermittlungsarbeit und persönlichem Gesprächen wird an keiner Stelle langweilig und macht den Film letztlich so vorbildlich.
Außerdem hat "Sieben" eines der packendsten und genialsten Enden der Filmgeschichte zu bieten.

Die Wahl der Schauspieler ist absolut perfekt. Morgan Freeman ist wie immer gut anzusehen und stellt seinen Charakter komplett glaubwürdig da. Ähnlich sieht es beim zweiten Hauptcharakter aus, der von Brad Pitt gespielt wird. So bilden die Beiden ein ideales Ermittlerduo. Kevin Spaceys Rolle ist relativ klein und doch wieder ganz groß. Er hat nicht viel Spielzeit, holt aus dieser meiner Meinung nach jedoch das Maximale heraus.

Das Ganze ist schlicht ein Meisterwerk. Ein Film, den jeder, der sich für das Thriller-Genre interessiert, kennen muss. "Sieben" ist gewissermaßen eine Messlatte in Sachen Qualität, die nur schwierig zu erreichen ist.
Was der Zuschauer hier geboten bekommt ist alles vom Feinsten.

ungeprüfte Kritik

Face/Off - Im Körper des Feindes

Nur einer wird überleben.
Action, Thriller

Face/Off - Im Körper des Feindes

Nur einer wird überleben.
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
Der Film beschreibt eine clevere und bewegende Geschichte. Ich muß zugeben, die Ausgangssituation ist anfangs schwer hinzunehmen. Hat man sich aber erst einmal dazu durchgerungen, die Möglichkeit eines kompletten Identitätentauschs zu akzeptieren, eröffnet sich ein ungeheuer intelligenter Action-Thriller, der in seiner emotionalen Wucht seinesgleichen sucht.

Für die bestens aufgelegten Schauspieler Cage und Travolta bietet sich die einmalige Chance im selben Film die Rollen zu wechseln, sowohl Held als auch Schurken zu mimen. Es ist reizvoll anzusehen, wie die Schauspieler die Figuren und dann das ganze Leben des jeweils anderen übernehmen.

Die Konfrontationen in diesem Film wirken immer unausweichlich und werden bis in bitterster Konsequenz zu Ende geführt. Die Action wird immer fulminant umgesetzt.

Für Hollywood-Verhältnisse ist "Im Körper des Feindes" ein echter Meilenstein und steht weit über einschlägigen Vergleichsprodukten.

ungeprüfte Kritik

The Devil's Rejects

Die Hölle hat sie ausgespuckt...
18+ Spielfilm, Horror

The Devil's Rejects

Die Hölle hat sie ausgespuckt...
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
"The Devil`s Rejects" knüpft lose an die Geschichte aus Zombie`s "Haus der 1000 Leichen" an. Anders wie bei den meisten Fortsetzungen, die genau die gleiche Handlung wie das Original haben, wurden hier lediglich die Figuren mit ihrer Vorgeschichte entnommen um in einem neuen Genre ihr Glück zu suchen.

Was dem Film auch noch geblieben ist, sind die sadistischen Folterspiele mit harmlosen Touristen. Aber während im ersten Teil noch Captain Spaulding und Co. Unschuldige abschlachten durften, sind sie hier nun die Gejagten.

Der Film ist sehr hart und bietet eine gute Portion schwarzen Humor sowie eine sehr gute Leistung seiner Darsteller.

Das Fazit fällt absolut positiv aus.

ungeprüfte Kritik

Heat

Besessen vom Verbrechen, getrennt durch das Gesetz.
Action, Krimi

Heat

Besessen vom Verbrechen, getrennt durch das Gesetz.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
Hier wird eine grandiose Leistung geboten. "Heat" ist ein knapp dreistündiges, atemberaubendes Action-Drama.

Eine bis ins kleinste Detail ausgefeilte Geschichte macht den Kampf der Giganten, De Niro gegen Al Pacino, zu einem absoluten Meisterwerk. Die Story wird begleitet von Nebenhandlungen und -figuren, die aber allesamt das Geschehen voranbringen. Das alles ist herausragend gespielt, jeder Charakter exakt besetzt.

Das wahre Ereignis von "Heat" ist das erste direkte Aufeinandertreffen der Schauspiellegenden Robert De Niro und Al Pacino. Sie sind sich gleicher als sie denken. Es gibt nur ein Unterscheidungsmerkmal, und das ist die Seite des Gesetzes, auf der sie stehen. Ein fantastischer Höhepunkt von "Heat", neben der extrem bleihaltigen Straßenschlacht nach dem missglückten Banküberfall, ist das Belauern der beiden Hauptdarsteller in einem Cafe. Vollkommen ohne Action, nur Worte, Gesten, Mimik - jede einzelne sitzt.

Das ist großes Kino. Auch die lange Spielzeit ist angemessen, jede Szene wird benötigt, nichts ist überflüssig. Bei "Heat" stimmt einfach alles. Inhaltlich, optisch - ein großes Erlebnis.

ungeprüfte Kritik

Night of the Living Dead - Die Nacht der lebenden Toten

Der Gruselschocker des Jahres.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
George A. Romeros Horror-Klassiker "Die Nacht der lebenden Toten", ist ein Film der das Genre einschneidend verändern sollte. Der erste moderene Zombie Film war geboren.

Der Film erzählt die Geschichte einer überschaubaren Anzahl von Menschen die sich durch verschiedene Methoden gegen die Untoten zur Wehr setzen. Sie verbarrikadieren sich und geraten angesichts der Überzahl der Untoten in eine klaustrophobische Situation.

Romero erreichte hier mit geringen Mitteln eine große Wirkung. In Schwarz-Weiß gedreht entfaltet der Regisseur eine düstere, kalte Atmosphäre, indem er sich auf die konkrete Situation vollständig konzentriert. Selbst die Untoten werden nicht mit zusätzlichen Effekten zu Über-Monstern. Sie erscheinen eher als, zwar lebensgefährliche, aber auch bemitleidenswerte Kreaturen, die einer Gesellschaft entstammen, welche sie selbst produziert haben.

Klar ist natürlich... dass dieser Film hier in der heutigen Zeit wohl keinem mehr mächtig Angst einjagd. Klar ist aber auch ... dass er für seine Zeit ein Unikat war und es auch heute noch ist.

Diesem Film folgten später "Dawn of the Dead (1978)" und "Day of the Dead (1985)". 20 Jahre später erweiterte Romero die Triologie um einen vierten Teil "Land of the Dead"

ungeprüfte Kritik

Land of the Dead

Horror, 18+ Spielfilm

Land of the Dead

Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
George A. Romero - der Name zergeht Horrorfans auf der Zunge. Der Altmeister übernimmt hier nach 20 Jahren noch einmal das Kommando über die Untoten. Das verspricht sozialkritische Gore-Orgien auf höchstem Niveau.

"Land Of The Dead" führt die Horror-Mythologie in ein neues Zeitalter. Die Idee, dass sich ein paar Überlebende verbarrikadieren ist nicht neu, gehört aber einfach mit zur Grundausstattung eines Zombiefilms. Für schwache Mägen ist der Film sicher nicht geeignet. In altbewährter Manier kostet Romero auch hier das Abschlachten und Auffressen bis an die Grenzen des guten Geschmacks aus.

Das die Zombies hier anfangen zu denken, zu fühlen, zu kommunizieren und aus ihren Erfahrungen zu lernen (was für jeden Genre-Fan früher undenkbar gewesen wäre), ließ eine gewisse Kritik aufkommen. Ich finde aber, Romero setzt dies gekonnt um und hebt den Zombie-Horror somit auf eine ganz neue Stufe.

"Land Of The Dead" ist blutig, kritisch und unterhaltsam - ein echter Romero eben.

Die Vorgänger sind "Night of the Living Dead (1968)", "Dawn of the Dead (1978)" und "Day of the Dead (1985)".

ungeprüfte Kritik

From Dusk Till Dawn 2

Texas Blood Money
Horror, 18+ Spielfilm, Fantasy

From Dusk Till Dawn 2

Texas Blood Money
Horror, 18+ Spielfilm, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
Ich machs kurz (denn meine Zeit ist viel zu wertvoll um mehr über diesen schwachen Film zu schreiben):

Diese Fortsetzung hat nichts mehr mit dem Original zu tun und ist dementsprechend langweilig und völlig uninteressant. Dieser Film macht echt keinen Spass.

Der Tiefpunkt der Reihe.

ungeprüfte Kritik

Wrong Turn

In diesem Wald sind sie die Jäger. Und du ihre Beute.
Horror

Wrong Turn

In diesem Wald sind sie die Jäger. Und du ihre Beute.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
Wrong Turn ist weder Top noch Flop.

Der Film bemüht sich eine spannende und furchteinflößende Geschichte zu erzählen. Es braucht nur ein wenig guten Willen und einen kleinen Schuß schlechten Geschmacks um daran Gefallen zu finden. Es sind einige gute und unappetitliche Schock Szenen vorhanden was - bei FSK16 - überrascht hat.

Klar, aus der Story hätte man mehr herausholen können. Die Darsteller erreichen gerade mal Durchschnitt. Die Dialoge sind manchmal schon sehr einfälltig und der Zuschauer (nicht nur Genre-Kenner) wird all zu oft genau wissen, was als nächstes geschieht.

Ich würd sagen ein kurzweiliger Horrorfilm, der gar nicht erst versucht, das gängige Genre zu revolutionieren.

Wer einen richtig unter die Haut gehenden Horrorfilm erwartet, wird hier wohl enttäuscht... bleibende Eindrücke hinterlässt er weniger.

ungeprüfte Kritik

Million Dollar Baby

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
Clint Eastwood hat mit diesem Film ein Meisterwerk erschaffen.

Der Schwerpunkt bei diesem Film liegt bei den einzelnen Charakteren und vielen kleinen Nebenhandlungen. Jeder wird mit großen und kleinen Problemen konfrontiert. Die langsame Einführung in die Charakter lassen einen die Figuren sehr nahe kommen. In der Mitte des Films kommt es zu einer gänzlich unerwarteten Wendung, die den letzten Funken eines Sportler-Dramas aushaucht und den Film in eine neue, an Tragik kaum zu übertreffende Bahn lenkt.

Clint Eastwood erschuff so einen Film, der gerade durch seine Abstinenz unnötiger Effekthascherei voller Charme und Persönlichkeit steckt.

Die Schauspieler sind absolut überzeugend und klasse. Beginnen wir bei Morgan Freeman, der eben Morgan Freeman und grandios wie immer ist. Bei Clint Eastwood verhält sich die Sache ähnlich. Sein differenziertes, zurückhaltendes Spiel ist große Klasse. Hilary Swank beweist einmal mehr, welch großes schauspielerisches Potenzial in ihr steckt. Die Rolle ist mit ihr bestens besetzt.

Wer sich also an einem eher ruhigen Film mit einem exzellenten Ensemble erfreuen kann, darf sich "Million Dollar Baby" auf keinen Fall entgehen lassen. Alle anderen aber auch nicht.

ungeprüfte Kritik

Mystic River

Wir begraben unsere Sünden, wir waschen uns rein.
Drama, Krimi

Mystic River

Wir begraben unsere Sünden, wir waschen uns rein.
Drama, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
Das Leben besteht aus einer Aneinanderreihung von kleinen oder großen Zufällen. Kleine Dinge, die unser Leben für immer verändern können. Ein Film, der dieses sehr schön und dramatisch verbildlicht, ist "Mystic River".

Der Film basiert auf einer sorgsam konstruierten Handlung, die den Charakteren viel Spielraum zur Entfaltung lässt. In gemächlichem Tempo steigert sich die Spannung und das Knistern von Minute zu Minute. Der Film portiert ein großes Maß an Tragik und Leid, das von den Schauspielern gut umgesetzt wird.

Das Grundgerüst der Handlung ist zwar als Thriller angelegt, aber mit zunehmender Dauer dominiert das Drama. Zu bemängeln gibt es an Mystic River" wenig. Ich würde sagen... eine feine, exzellente Arbeit, die aus dem Einheitsbrei der Hollywood-Produktionen deutlich herausragt. Düster, moralisch und unmoralisch zugleich, glaubhaft und packend.

ungeprüfte Kritik

From Dusk Till Dawn

Von der Dämmerung bis zum Morgengrauen...
Horror, 18+ Spielfilm, Fantasy

From Dusk Till Dawn

Von der Dämmerung bis zum Morgengrauen...
Horror, 18+ Spielfilm, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
Wenn Rodriguez und Tarantino an einem Film arbeiten, dann braucht es nicht viel um zu wissen, dass dabei eigentlich nichts schief gehen kann.

Rodriguez und Tarantino beschäftigen sich mit den gängigen Erwartungshaltungen des Publikums im Bezug auf Vampir-, Splatter- und Crime-Filme, die eher der Kategorie der B-Movies zuzuordnen sind. Sie zaubern hier jedoch ein Road-Movie der besonderen Art, dass die Grenzen der Zensur auslotet.

Der Film lebt von seiner Skurrilität, von seinen unübertroffenen Dialogen und seiner Schnitttechnik. Das Spiel mit Gewalt und Coolness ist genial. Was Anfangs wie ein Roadmovie beginnt, mit zwei coolen aber ziemlich durchgedrehten Gangster-Brüdern, wird urplötzlich zum totalen Vampir-Splatter. Genau dieses Unerwartete und völlig Absurde zeichnet diesen Film aus. Und wenn Tarantino dabei auch noch selbst schauspielerisch aktiv an der Seite von George Clooney ist, dann gibt es wohl nicht mehr viel zu sagen.

Der Film ist nicht nur ein besonderes Vergnügen, sondern auch einer der besten filmischen Grotesken. Ein Geniestreich...

Die stark geschnittene FSK 16 Version gehört jedoch verboten, es fehlen sage und schreibe 17 Minuten !!!

ungeprüfte Kritik

Identität

In ihr liegt das Geheimnis.
Thriller, Krimi

Identität

In ihr liegt das Geheimnis.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "billy44" am 21.08.2008
Auf den ersten Blick beginnt "Identität" wie ein gewöhnlicher, wenn auch gut gemachter Genre-Reißer. Aber schon die grandios geschnittene Einführungssequenz weist darauf hin, dass der Regisseur Mangold mehr ist als ein solider Regie-Handwerker. Es enden Szenen in Frozen Frames, es wird mit kleinen aber feinen Zeitsprüngen gearbeitet und der Zuschauer wird in die richtige Stimmung für das doppelbödige Verwirrspiel versetzt, das folgen wird. Je mehr die Haupthandlung mit der Nebenhandlung um den Serienkiller Rivers verschmilzt, desto besser wird der Psychotrip.
Am Ende des zweiten Drittels lässt der Regisseur dann die Katze aus dem Sack und rückt die Story in ein komplett neues Licht. Doch nach dieser überraschenden Wendung weiß der Zuschauer immer noch nicht hundertprozentig, was gespielt wird. Erst nach und nach fügen sich die Puzzlestücke des Skripts zusammen, das sein wahres Geheimnis erst in den letzten Szenen preisgibt. Weitere Details darüber zu verraten wäre verwerflich.

Es gibt wenig zu bemängeln an "Identität". Der düstere Schocker besticht durch eine atmosphärisch dichte Inszenierung, ein brillantes, innovatives Skript und gute Darstellerleistungen. Der Film verbindet Horrorelemente mit Schauwerten des Psychothrillers.

ungeprüfte Kritik