Kritiken von "6697mn" aus Hamburg

After the Wedding

Jede Familie hat ein Geheimnis.
Drama

After the Wedding

Jede Familie hat ein Geheimnis.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 20.03.2020
Auch die hervorragenden Schauspielerinnen Julianne Moore und Michelle Williams machen diesen Film nicht sehenswert. Billy Crudup wirkt unterfordert, die Schauspielerin, die die Tochter verkörpert, überzeugt nur minimal. Aufgrund des zusammengeschusterten, unglaubwürdigen und teilweise vorhersehbaren Plots und den unterentwickelten Charakteren verliert man schnell das Interesse an den Figuren und der Film zieht sich unangenehm in die Länge. Die "überraschende Entwicklung " (Spoilervermeidung) im letzten Drittel wirkt aufgesetzt und beliebig. und überrascht zudem nicht wirklich. Kann man sich sparen. Lieber die Originalverfilmung von Susanne Bier mit Mads Mikkelsen anschauen, die mehr aus der Vorlage herausholt.

ungeprüfte Kritik

Cleo

Lovestory, Deutscher Film, Komödie

Cleo

Lovestory, Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 11.02.2020
Phantasievoller und unterhaltsamer Film, der gute Laune hinterläßt. Um auf seine Kosten zu kommen, muß man sich auf die bisweilen skurrilen Bilder und Charaktere und phantastischen Elemente der Geschichte einlassen können. Die Plausibilität innerhalb der Geschichte kommt zum Ende hin manchmal etwas zu kurz, daher nur drei Sterne. Berlin-Fans kommen allerdings voll auf ihrer Kosten, denn diverse Locations (Oberbaumbrücke, Teufelsberg, Skyline ...) kommen unter innovativen Blickwinkeln daher. Berliner Legenden (Marlene Diertrich, Albert Einstein, Gebrüder Sass...) geistern durch die Realität der Hauptdarstellerin als geschichtliche "Berater". Für einen vergnüglichen Filmabend zu empfehlen.

ungeprüfte Kritik

Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein

Nach Motiven von André Hellers gleichnamiger Erzählung.
Drama, Kids

Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein

Nach Motiven von André Hellers gleichnamiger Erzählung.
Drama, Kids
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 09.01.2020
Sehr vergnüglicher Film um eine Wiener Industriellenfamilie mit jüdischen Wurzeln im Österreich der fünfziger Jahre. Die Perspektive des zwölfjährigen Protagonisten und Erzählers bewegt sich zwischen Heiterkeit und Hoffnung in verkrusteten Familien- und Gesellschaftsstrukturen und entlarvt Heuchelei und bigottes Verhalten von Erwachsenen mit den phantasievollen alternativen Realitätsinterpretationen eines Vorpubertären. Der Zuschauer wird angeregt, zu fragen, wessen Verhalten hier eigentlich absurd oder realitätsfremd ist. Ausgezeichnete Schauspielkunst, allen voran Sabine Timotei und Valentin Hagg.

ungeprüfte Kritik

Der Klavierspieler vom Gare du Nord

Musik, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 06.01.2020
Die guten Kritiken hat der Film nicht verdient. Es handelt sich um ein (zumindest recht gut geschauspielertes) Feelgood-Movie, dessen Handlung arg konstruiert wirkt und zudem mit politisch korrekten Versatzstücken hausieren geht - schwarz-weiße Liebesgeschichte, nicht geschulte Pianisten aus der Unterschicht schaffen es mit links und in ein paar Wochen zum internationalen Solopianisten , wenn nur irgendwer an sie glaubt, Gang-Freunde aus der Banlieue sind immer noch die besten Freunde und interessieren sich plötzlich für klassische Musik, kriminelle Aktivitäten (wunderbarerweise ohne Drogen!) werden einfach aufgegeben und ziehen keine wirklich realen Konsequenzen nach sich usw. usw. Selbst die hartgesottene Klavierlehrerin bricht in Bewunderung aus. Wenigstens ist der Hauptdarsteller topgestylt, hat immer einen Superhaarschnitt und sieht gut aus. Realitätsferner geht es wohl nicht.

ungeprüfte Kritik

Welcome to Sodom

Dein Smartphone ist schon hier.
Dokumentation

Welcome to Sodom

Dein Smartphone ist schon hier.
Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 20.11.2019
Wichtige Interviews und Aussagen der Armen der Ärmsten, die versuchen, sich auf der Mülldeponie unter inhumanen Bedingungen eine Existenz zu sichern. Leider fehlt eine kritische Aufarbeitung der Gründe. die zu einer Verschiebung des Mülls nach Afrika führen, der Wege, die er nimmt , und die Benennung potentiell Verantwortlicher dafür gänzlich. Ein lapidarer Satz am Ende, daß der Müll "illegal" angeliefert wird, wirkt schon fast lächerlich. Um einen wirklich guten Film zu machen, der etwas bewirkt, hätte man zuallererst Ursachenforschung betreiben müssen. So läuft die Botschaft der Films völlig ins Leere und ist auf Dauer nichtssagend.

ungeprüfte Kritik

Deutschstunde

Nach dem gleichnamigen Weltbestseller von Siegfried Lenz.
Deutscher Film, Drama

Deutschstunde

Nach dem gleichnamigen Weltbestseller von Siegfried Lenz.
Deutscher Film, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 17.10.2019
Verdichtete und entschlackte Neuverfilmung des Romans, die trotz bekannter Geschichte einen eigenen Spannungsbogen aufbaut. Dem Film gelingt es, Vater-Sohn- und Generationskonflikte in den Mittelpunkt zu stellen und die Kernfragen von Pflicht und Menschlichkeit allgemein und nicht nur für die Situation in der Nazizeit zu stellen. Der Schauspieler für den jungen Siggi Jepsen ist ein Glücksgriff und alle anderen Schauspieler, allen voran Ulrich Noethen als Vater, leisten Grandioses. Respekt vor Regisseur und Schauspielern.

ungeprüfte Kritik

Die Blüte des Einklangs

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 17.10.2019
Nach interessantem Anfang verliert sich der Film in pseudo-mystischem Geschwafel über die menschliche Natur, die Vermischung von Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart, Reinkarnation, angeblich angeborene menschliche Aggression, die Befreiung von allem Schmerz und dergl. Das Setting im japanischen Regenwald soll das Ganze wohl interessanter machen und liefert auch einige nette Bilder. Leider sind die geistigen Ergüsse der Protagonisten überwiegend reduzierte Allgemeinplätze und klingen oft gerade zu albern oder abgehoben. Die Schauspieler wirken überfordert, diese Inhalte zu transportieren (kein Wunder!) und kommen hölzern und unnatürlich daher. Lieber darauf verzichten!

ungeprüfte Kritik

Zwischen den Zeilen

Drama, Lovestory

Zwischen den Zeilen

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 14.10.2019
Geschwätziger Film im Autoren/Verleger-Milieu, der sich in endlosen, z.T. abgehobenen Dialogen über die Zukunft des Buches /des Verlagswesens im Internetzeitalter verliert. Am Rande werden Beziehungskrisen, Affären, gesellschaftliche Heuchelei und Selbstverliebtheit abgehandelt oder auch nur angerissen. Was ein interessanter Film über persönliche Beziehungen in der Krise und/oder Autoren/Verleger-Karrieren angesichts sinkender Leserzahlen in der heutigen Zeit hätte werden können, versackt in oberflächlichem Geplänkel über vermeintlich aktuelle Themen. Der Zuschauer langweilt sich schon in den ersten zehn Minuten, und die einfließenden literarischen Zitate von Balzac bis Bergmann richten es auch nicht. Assayas hat bessere Filme gemacht.

ungeprüfte Kritik

Sweethearts

Deutscher Film, Komödie, Krimi

Sweethearts

Deutscher Film, Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 26.09.2019
Sehr enttäuschende Regiearbeit der ansonsten glänzenden Schauspielerin Karoline Herfurth. Ungereimte, hanebüchene Handlung, die wohl eine Art deutsche Fassung von Bonnie und Clyde und/oder Thelma & Louise sein soll oder will. Leider sind Dialoge und Regie einfallslos und nicht im geringsten witzig, die Liebesgeschichte zwischen Polizist und Geisel geradezu albern und der betont überdrehte Charakter der Geisel peinlich klischeehaft , während das völlig artifizielle und unrealistische Ende niemanden überzeugt. Zwei Sterne nur, weil die Schauspieler eigentlich gute Arbeit machen. Lieber weiter schauspielern, Frau Herfurth!

ungeprüfte Kritik

The Pirates of Somalia

Nach dem New York Times Bestseller.
Drama

The Pirates of Somalia

Nach dem New York Times Bestseller.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 29.07.2019
Film, der zu Anfang viel verspricht und spannungsreich beginnt, den Protagonisten sogar mit einigem Humor und Selbstironie ausstattet, dann aber komplett in Nebensächlichkeiten und langweiligen, beliebig aneinandergereihten "Erlebnissen" desselben versandet, die kein aussagekräftiges Ganzes ergeben. Ein paar mit umgeschnallten Maschinengewehren umherstolzierende Soldaten in einem afrikanischen Land erzeugen halt noch keine Spannung oder gar Handlung... Die ganze Geschichte wird zunehmend implausibler, das Thema der Schiffsentführungen kommt verharmlost daher, eine aufgesetzte Liebesgeschichte huscht ohne Sinn und Zweck und konsequenzlos durch die Szenerie, während Zuschauer vergebens nach einem Sinn sucht . Sollte dies eine Kritik sein, wie Bestseller entstehen und von welchen inkompetenten "Journalisten" sie zuweilen geschrieben werden, wurde die Botschaft einfach nur auf einen langatmigen Film aufgesetzt, nicht gezeigt. Der aktuelle politische Bezug im Abspann scheint völlig lächerlich. Kann man sich sparen.

ungeprüfte Kritik

Das schönste Mädchen der Welt

Komödie, Lovestory, Deutscher Film

Das schönste Mädchen der Welt

Komödie, Lovestory, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 10.07.2019
Ganz pfiffige moderne Verfilmung der Cyrano-Geschichte. Rap statt Gedichte, Hoodies statt Mantel und Degen und auch vom Inhalt her erholsam entstaubt. Sicher ist die Oberstufenklasse überzeichnet und die Menge an Fäkalhumor und Kraftausdrücken leicht zuviel. Dafür sind die Hauptcharaktere genau gezeichnet, gut gespielt und mit genug Tiefgang. Trotz etwas schwächelndem Ende vergnüglich anzusehen.

ungeprüfte Kritik

Seestück

Dokumentation

Seestück

Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 04.07.2019
Wer Volker Koepps frühere Filme kennt, wird sehr enttäuscht sein. Hier erschließt sich dem Zuschauer weder das Konzept der vielen Orts- und Themenwechsel noch die Relevanz der meisten "Gespräche" von Bewohnern der Landstriche - die hätten dringend stringenter Redaktion bedurft. Heraus kam ein wenig aussagekräftiger Film, der ins Leere läuft, genauso wie die endlose Anfangssequenz mit der Aida, einem der größten Meeres- und Umweltverschmutzer, der auf den Ozeanen unterwegs ist, und die sich eigentlich kein vernünftiger Mensch minutenlang von vorne bis hinten ansehen will (Geldgeber?) Einige schöne Naturaufnahmen und stimmungsvolle Abend/Morgenhimmel, aber die reichen einfach nicht für 135 Minuten! Da die Qualität von Koepps Filmen in den letzten Jahren schon abfallend war, war dies wohl der letzte, den ich mir angetan habe, denn noch schlechter wäre ärgerlich. Schade um die vergeudete Zeit.

ungeprüfte Kritik

Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 12.06.2019
Nicht schlecht, aber auch nicht herausragend, dafür bleibt der Film zu sehr an der Oberfläche. Van Goghs psychotische Schübe werden aneinandergereiht, ohne wirklich neue Einsichten über das Woher, Wie und Warum zu erhellen. Der Künstler und sein Verhältnis zu seinem Bruder wird sehr zwiespältig gesehen, gegenüber früherer Heldenverehrungen eine gewisse Erholung. Nebenfiguren bleiben sehr blass, und warum ein Mads Mikkelsen sich für einen lächerlichen Dialog zwischen Künstler und Priester hergibt, ist unklar. Man fragt sich im Film zunehmend, ob zu dem Thema Van Gogh und seiner Krankheit nicht langsam alles gesagt ist, was gesagt werden kann, und langweilt sich dementsprechend.

ungeprüfte Kritik

Halali

Weidwerk - Jäger - Wild
Dokumentation

Halali

Weidwerk - Jäger - Wild
Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 02.05.2019
Schöne Naturaufnahmen, gewiß, und schöne Musik von Renaissance über Mozart bis Wagner. Geschichtlich interessant sind auch die Originalaufnahmen von jagenden Mitgliedern des Kaiserhauses. Aber ansonsten ein Werbefilm der Jagdverbände, der in Zeiten des Klimawandels, Artensterbens und anderen Naturschutzproblematiken eher seltsam anmutet. Verherrlichendes Bild der Jagd und des heldenhaften, traditionspflegenden Jägers, der laut Film seltsamerweise an keiner der obengenannten Probleme beteiligt zu sein scheint. Schuld am Artensterben sind angeblich natürliche Freßfeinde, invasive Arten und Monokulturen pflegenden Bauern... Abstrus sind Theorien, die die intellektuelle Entwicklung des Menschen auf reichlichen Fleischverzehr zurückführen und Behauptungen, daß bejagte Tiere größere Nachwuchszahlen hervorbringen. (Also schön und viel weiterjagen, ist für alle das beste!) Alle Nichtjäger und Umweltbewußte werden sich über diesen Film sehr ärgern!

ungeprüfte Kritik

So was von da

Nach dem Kultroman von Tino Hanekamp.
Deutscher Film, Drama

So was von da

Nach dem Kultroman von Tino Hanekamp.
Deutscher Film, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 21.03.2019
Vielleicht gibt es Leute, die gern einer Horde von Mittzwanzigern beim Tanzen, Pillen einwerfen, Saufen, Kotzen, Telefonieren und In-der Kloschüssel-Herumfischen zusieht, dann ist dies ihr Film. Für alle anderen gilt: unterhaltsam oder interessant ist das nicht, selbst wenn der Regisseur sich minimal Mühe gab, zuweilen einen Anflug von Tiefgang zu versuchen. Echte Zeitverschwendung. Lieber selber Party machen!

ungeprüfte Kritik

Allein unter Schwestern

Ein turbulenter Sommer im Hotel Big L.
Drama, Kids

Allein unter Schwestern

Ein turbulenter Sommer im Hotel Big L.
Drama, Kids
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 28.02.2019
Völlig sinnfreier Jugend/Kinderfilm, der keins der angeblich angesprochenen Themen wirklich ernst nimmt oder in irgendeiner Form intelligent beleuchtet. Schauspieler agieren peinlich dilettantisch. Komplette Zeitverschwendung und entgegen dem Cover kein bißchen lustig.

ungeprüfte Kritik

Maleika

Dokumentation

Maleika

Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 10.12.2018
Spektakuläre Aufnahmen der Gepardenfamilie, deren Jagd- und Ruheszenen und anderen Tieren in der Serengeti, zweifellos. Es nervt aber die äußerst anthromorphisierende bis oft dümmliche Erzählstimme, die uns glauben machen will, daß Tiere in der Wildnis Abbilder der nuklearen menschlichen Kleinfamilie sind. Besser Ton ausschalten, die Aufnahmen sprechen für sich.

ungeprüfte Kritik

Tanz ins Leben

Manchmal gibt das Herz den Takt vor.
Komödie, Lovestory

Tanz ins Leben

Manchmal gibt das Herz den Takt vor.
Komödie, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 28.10.2018
Zwar grandios geschauspielert, aber sehr voraussehbares Plot ohne viel Tiefgang. Feelgood-Movie mit Herz-Schmerz-Thematik und einigen Lachern, aber für eine gute Komödie zu wenig Wortwitz. Geeignet für einen vergnüglichen Abend, an dem man nicht zuviel nachdenken will.

ungeprüfte Kritik

Molly's Game

Alles auf eine Karte - Nach einer spektakulären, wahren Geschichte.
Drama

Molly's Game

Alles auf eine Karte - Nach einer spektakulären, wahren Geschichte.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 27.08.2018
Lange plätschert der Film mit diversen Pokerspielen dahin, die anfangs noch halbwegs spannend sind. Bald fragt man sich aber, wo der Film hin will, und lange Einstellungen, die Männer beim Pokern und diverse Blickkontakte zeigen , helfen da nicht weiter. Anscheinend soll deutlich werden, wie sich eine Frau, die eigentlich andere Zukunftspläne hatte, mehr und mehr in diese Art von Verdienstmöglichkeit verstrickt und dann auch kriminelle Machenschaften nicht scheut. Das hätte ein interessantes Psychogramm werden können, käme da nicht urplötzlich der übermächtige Vater (Psychotherapeut!) ins Spiel, der in einer schlecht gespielten Szene auf einer Parkbank dem Zuschauer eine mundgerechte psychologische Interpretation der Handlungen seiner Tochter liefert, die alles erklären soll, was das Drehbuch bisher versäumt hat, deutlich herauszuarbeiten, und gleichzeitig noch Kindheitstraumata thematisiert. Ja, anscheinend man kann dem Zuschauer einfach nicht zutrauen, eine Geschichte selbst zu kapieren oder zu interpretieren, und hier vielleicht zurecht, denn bei dem konfusen Drehbuch ist das in der Tat schwierig... Wem das noch nicht unglaubwürdig vorkommt, kann sich danach noch an den noch unglaubwürdigeren Entscheidungen der Angeklagten vor Gericht und dem Urteilsspruch des Richters abarbeiten. Bezüge zur Literatur ("Molly Bloom" aus Joyces Ulysses und "Ich habe nur meinen Namen" aus Millers The Crucible ) sind so aufgesetzt, daß es weh tut., und dies tut auch der ganze Film.

ungeprüfte Kritik

Maria Magdalena

Ihre Geschichte muss erzählt werden.
Abenteuer, Drama

Maria Magdalena

Ihre Geschichte muss erzählt werden.
Abenteuer, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 17.08.2018
Völlig überflüssiger, spannungsloser Film. Joaquin Phoenix gibt den Prediger dermaßen uncharismatisch, daß man sich in der Tat wundert, daß ihm irgendjemand gefolgt ist. Maria Magdalenas innere Entwicklung bleibt völlig im Dunkeln. Nachdem sie sich entschieden hat, Jesus zu folgen (warum, wundert man sich, siehe oben, oder war es nur, um nicht heiraten zu müssen?), darf sie nur noch nachdenklich und später verzweifelt gucken. Von den Schwierigkeiten, die eine Frau unter den Jüngern und - laut Petrus - auch dem Ansehen der Jünger zufügt, wird außer zwei Bemerkungen in einem Nebensatz nichts gezeigt und nichts spürbar. Schlüsselszenen, die hätten Spannung liefern können, wie der Verrat von Judas, Jesus Zweifel im Olivenhain, selbst die Auferstehung, werden nicht entwickelt sondern nur angedeutet. Nur das Leiden unter der Dornenkrone wird bis ins blutigste Detail ausgewalzt. Zeitverschwendung.

ungeprüfte Kritik

Fikkefuchs

Drama, Deutscher Film

Fikkefuchs

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 13.07.2018
Tja, (Selbst)ironie und Satire scheint nicht jederman(n)s Sache zu sein. Ich als Frau fand den Film köstlich, denn was versprochen wird, wird auch gehalten: Männerbilder werden auf mehreren Ebenen bis zum Abwinken demontiert. Die für Frauen vielleicht manchmal schwer auszuhaltenden Sprüche werden durch die Handlung ad absurdum geführt und der Lächerlichkeit preisgegeben. Trotz des tragisch angehauchten Endes kommt kein Mitleid auf, die Männer bekommen, was sie verdienen. Aber auch die Frauen bekommen zuweilen ihr Fett weg. In Zeiten , wo Internetporno für viele Liebesbeziehungen immer mehr zu ersetzen beginnt, sogar ein Film zum Nachdenken. Die Darstellerriege spielt ausgezeichnet, allen voran Franz Rogowski ( aber auch Jan Henrik Stahlberg). Seinetwegen habe ich mir den Film trotz der abschreckenden Kritiken überhaupt erst angeschaut, denn er spielt immer wieder in gelungenen Filmen mit ("Victoria", "In den Gängen"). Der Titel ist etwas unglücklich und zieht wahrscheinlich das falsche Publikum an oder weckt ganz andere Erwartungen. Allen Frauen und selbstkritischen Männern zu empfehlen!

ungeprüfte Kritik

Der andere Liebhaber

Drama, Lovestory

Der andere Liebhaber

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 18.06.2018
Voraussehbares, hanebüchenes Plot ohne Realitätsbezug, reihenweise unnötige, voyeuristische Sexszenen und klischeehafte, ärgerliche Rollenbilder. Da hat man wieder ein alter männlicher Regisseur seine pubertären Phantasien auf die Leinwand gebracht. Uninteressant und eher lächerlich.

ungeprüfte Kritik

Die Macht des Bösen

Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 13.06.2018
Überflüssiger Film über die Nazizeit und das Attentat auf Heydrich. Was ein interessantes Psychogramm von Heydrich, seiner Familie und den Attentätern und dem, was sie motiviert hat, hätte werden können, verkommt durch die uninspirierte Regiearbeit zu einer Aneinanderreihung der bloßen Ereignisse, die den Zuschauer seltsam kalt läßt. Der Regisseur versäumt es nicht nur, seine Charaktere psychologisch zu entwickeln, sondern auch in die tieferen und interessanteren Facetten der Geschichte (Heydrichs Beziehung zu seiner Frau und Familie, Spannungen im Widerstandslager, Verantwortung für die Gefährdung von Dritten usw.) einzusteigen. Der Zuschauer schaut von außen auf die Geschichte des einzigen gelungenen Attentats auf eine Nazigröße, des Massakers von Lidice und die Entwicklung der Endlösung, ohne sich groß emotional investieren zu müssen. Nicht mal spannend und am eigentlichen Thema völlig vorbei!

ungeprüfte Kritik

Hereinspaziert!

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" aus Hamburg am 01.03.2018
Eigentlich mehr eine bitterböse Satire als eine Komödie. Vorurteile, Doppelstandards und Egozentrizität linksredender Intellektueller in Frankreich werden gnadenlos vorgeführt. Die "kulturellen Zusammenstöße" rechnen mit Heuchelei, Lippenbekenntnissen und bourgeoiser Arroganz ab. Allzu klischeehaft ist indes die Roma-Familie geraten und allzu nett das Ende. Die Darstellerriege leistet Hervorragendes, indem sie vermittelt, daß sie selbst nicht so recht an ihre Lebenslügen glaubt. Vergnüglich.

ungeprüfte Kritik