'Alyeska', großes Land, nannten die Indianer die endlosen Weiten am Polarkreis im Nordwesten des amerikanischen Kontinets. Die Finsternis der Polarnach bringt monatelang eine eisige, abweisende Wildnis hervor. Im Sommer, unter dem milden Licht der Mitternachtssonne, bietet die Tundra dagegen Nahrung in Hülle und Fülle. Um solche Klimaextreme zu ertragen und gleichzeitig die überreichen Ressourcen der Tundra zu nutzen, muss man mobil sein. Fast alle großen Tiere des Nordens legen deshalb jedes Jahr lange Wanderungen zurück...
Dem Kammeramann und Autor Andreas Kieling ist es mit 'Nomaden des Nordens - Eine Reise mit den Wildtieren Alaskas' (2003) gelungen, in eindrucksvollen Bildern die Überlebensstrategien der arktischen Wanderer darzustellen. Dafür musste er selbst zum Nomaden werden, immer unterwegs mit seinen Hauptdarstellern, auf einem Zug durch eine großartige Landschaft. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen erlangte er das Vertrauen der Wildtiere. Ihm gelangen so einmalige Aufnahmen aus allernächster Nähe von Grizzly, Eisbär, Elch, Karibu und Moschusochse. Der Lohn dieser Mühen ist dieser mehrfach preisgekrönte Film, der auf einzigartige Weise das Leben und Leiden der Wildtiere in den Weiten des Nordens schildert.
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