Wem gehört die Natur? Den Tieren? Den Menschen? Oder sollte sie einfach sich selbst überlassen sein? Und gibt es sie überhaupt noch, die unberührte Natur? Fragen, die komplexer sind, als sie zunächst scheinen mögen. Auf der Suche nach einer Antwort führt uns der Dokumentarfilm 'Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?' in einen faszinierenden Mikrokosmos: unseren deutschen Wald. Bilder von einzigartiger Schönheit zeigen uns eine archaische Welt mitten im Herzen unserer Zivilisation, die nicht mehr in unsere Zeit zu passen scheint, obwohl sie uns unmittelbar umgibt. In den bayerischen Alpen begegnen wir röhrenden Hirschen und Gämsen, in den Wäldern Brandenburgs Wölfen, die sich dort nach langen Jahren der Abwesenheit wie auch im Rest von Deutschland wieder angesiedelt haben. Wir teilen unseren Lebensraum mit diesen und vielen anderen Wildtieren, doch wer bestimmt, wie wir mit ihnen zusammenleben? Wer gibt vor, dass sie - und wie viele von ihnen - gejagt werden dürfen? Und müssen sie überhaupt gejagt werden? Welche Folgen hätte es, wenn die 1,2 Millionen Rehe und 600.000 Wildschweine, die jedes Jahr in Deutschland von Jägern erlegt werden, nicht geschossen würden? In 'Auf der Jagd' kommen Jäger, Förster, Waldbesitzer, Wildbiologen, Tierschützer, Bauern und Forstbeamte zu Wort und zu ganz unterschiedlichen Ansichten. Der Kinodokumentarfilm von Alice Agneskirchner ist wie ein spannender Waldspaziergang, bei dem man unverhofft einer Seite unserer Natur begegnet, die einem sonst verborgen bliebe. Zugleich ist dieser Film eine Liebeserklärung an unseren Wald und die Natur, die uns mit eindrucksvollen Landschafts- und Tieraufnahmen daran erinnert, welche Verantwortung wir unserer Umwelt und damit letztlich auch uns selbst gegenüber tragen. Denn eines ist klar: Unser menschliches Dasein hat das Leben auf der Erde vor allem in den letzten 200 Jahren unumkehrbar verändert. Natur und Wald können ohne uns überleben, wir aber nicht ohne sie.
Weiterlesen »
Who owns nature? The animals? The people? Or should it simply be left to its own devices? And does it still exist, untouched nature? Questions that are more complex than they may seem at first. In search of an answer, the documentary 'On the Hunt - Who Owns Nature?' takes us into a fascinating microcosm: our German forest. Images of unique beauty show us an archaic world in the heart of our civilization that no longer seems to fit into our time, even though it surrounds us directly. In the Bavarian Alps we encounter roaring deer and chamois, in the forests of Brandenburg wolves, which have resettled there after long years of absence, as well as in the rest of Germany. We share our habitat with these and many other wild animals, but who determines how we live with them? Who pretends that they - and how many of them - can be hunted? And do they have to be hunted at all? What would be the consequences if the 1.2 million deer and 600,000 wild boars that are killed by hunters in Germany every year were not shot? In 'Auf der Jagd', hunters, foresters, forest owners, wildlife biologists, animal rights activists, farmers and forestry officials have their say and come to very different views. The cinema documentary by Alice Agneskirchner is like an exciting walk in the woods, during which you unexpectedly encounter a side of our nature that would otherwise remain hidden from you. At the same time, this film is a declaration of love to our forest and nature, reminding us with impressive landscape and animal shots of the responsibility we have towards our environment and ultimately towards ourselves. Because one thing is clear: our human existence has irreversibly changed life on earth, especially in the last 200 years. Nature and the forest can survive without us, but we can't survive without them.
More »