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„Wenn plötzlich Dinosaurier durch die Vorstadt laufen, sollte man vielleicht seine eigenen Nachbarschaftsprobleme neu bewerten.“ Was für ein verrückter Ausflug! „The End of Oak Street“ nimmt eine amerikanische Vorstadt, ein paar ganz normale Familienprobleme, eine ordentliche Portion 80er-Jahre-Nostalgie und setzt das Ganze kurzerhand mitten in die Urzeit. Warum? Was weiss ich? Aber es funzt......und auch noch gut. Anne Hathaway und Ewan McGregor tragen den Film mit viel Herz und verleihen der eigentlich völlig absurden Geschichte genügend Bodenhaftung. Besonders Hathaway überzeugt und macht aus Denise mehr als nur die obligatorische Mutter, die zwischen Familienkrise und Dinosaurierangriff versucht, irgendwie den Überblick zu behalten. McGregor darf derweil feststellen, dass Eheprobleme wahrscheinlich das kleinere Übel sind, wenn nebenan ein T-Rex frühstücken möchte. Regisseur David Robert Mitchell (It Follows) beweist dabei, dass er auch großes Kino kann. Die Inszenierung besitzt eine erstaunliche visuelle Wertigkeit, die Kameraarbeit ist teilweise ausgesprochen elegant und die Effekte wirken erfreulich hochwertig. Auch die Musik unterstützt das nostalgische Spielberg-Feeling ohne daraus eine Kopie zu machen. Die Geschichte verlangt ein ziemlich großzügiges Verhältnis zur Logik und manche Figuren hätten etwas mehr Entwicklung vertragen. Aber mein lieber Scholli: Dinosaurier in einer amerikanischen Vorstadtsiedlung! Bei deren Waffengesetzen? Die trauen sich was.... Fazit: Ein technisch hochwertiger und überraschend unterhaltsamer Mix aus Science-Fiction, Familienfilm, Abenteuer und Horror mit deutlicher Liebe zum Kino vergangener Jahrzehnte. Nicht perfekt, aber mit Herz, Atmosphäre und ordentlich Schauwert. 4 Sterne – sehenswert+.