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Kritiken von "nalamuc" aus München

472 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Villmark Asylum
    Schreie aus dem Jenseits
    Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 02.11.2017
    Schade. Das Setting "Altes Sanatorium" hätte so viel hergegeben. Leider beschränkt sich der Film aber darauf, völlig unglaubwürdig und bescheuert agierende Abriss-Experten von einer bunten Mischung Hillbillies und Geister durch dunkle Kellergänge hetzen so lassen. Warum es da spukt, hat anscheinend keinen der Drehbuchschreiber interessiert. Als Erklärung muss reichen, dass im Krankenhaus halt irgendwelche Experimente durchgeführt wurden – fertig. Da sich der Streifen außerdem zu keiner Zeit wirklich zwischen Grusel und Splatter entscheiden kann, ist das Ergebnis eine halbgare, unspannende B-Movie-Mischung mit der obligatorischen Nackt-Duschszene der vorzeigbarsten Darstellerin. Und auch die Nazis werden noch irgenwie in die völlig an der Haaren herbeigezogene Hintergrundgeschichte gerührt. Wenn hier irgendwas gruselig ist, dann die Ideenlosigkeit der Filmemacher.
  • The Neon Demon
    Beauty isn't everything. It's the only thing.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 14.08.2017
    Von Filmen von Nicolas Winding Refn bin ich entweder ziemlich begeistert (Drive, Only God Forgives), oder ich kann damit überhaupt nichts anfangen, wie damals mit "Walhalla Rising" und jetzt mit "The Neon Demon". Surreal, abgefahren, symbolisch, auf kommunikativer Ebene nahezu nicht zu verstehen und fast bar jeglicher Handlung. Sicher, optisch wahnsinnig interessant in Szene gesetzt, aber was auch immer der Regisseur durch die Demaskierung der Model-Branche sagen wollte, ich zumindest habe es nicht herausgefunden.
  • Darwins Alptraum
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 14.08.2017
    Eins ist gewiss: Wer sich einmal so richtig runterziehen lassen möchte, sollte sich diesen Dokumentarfilm anschauen. Er zeigt in teils drastischen Bilder die Zerissenheit Afrikas – in weiten Teilen hervorgerufen durch den ausbeuterischen Westen, der sich wertvolle Rohstoffe (hier: Fischfilets) holt, im besten Fall Waffen liefert und den Kontinent zerstört und übersäht von Fischgerippen hinterlässt. So wahr das alles ist, so beschränkt war mir jedoch auch der Blickwinkel der Filmmacher. Nicht alles in Afrika ist schlecht und für nicht alles Schlechte trägt der Westen die Schuld. Hier aber fliegt alles in einen Topf – Armut, AIDS, Gewalt, Kriege, Waffenhandel, Umweltsterben, Waisenkinder, Drogen und und und. Alles am Ar... Klar, das ist halt die Perspektive des Dokumentarfilmers, aber wenn fast jeder Gesprächspartner erst mal recht suggestiv nach Waffenlieferungen gefragt wird, egal ob er Interviewte das nun wissen kann oder nicht, schlägt die Aussage letztendlich doch wieder in die allzu bekannte Kerbe "Afrika als das Herz der Finsternis".
  • Lights Out
    Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 10.03.2017
    Quick'n'Dirty-Grusel ohne großes Trara: Wenn das Licht ausgeht, wird's kritisch. Umgesetzt und geschauspielert ist das Ganze recht gut, auch wenn die Anfangs-Schockstarre im Lauf des Films etwas nachlässt. Insgesamt aber erfreulich, dass auch ohne große Splatter-Orgien noch unheimliche Streifen zu machen sind. Klar, eine groß aufgehängte Story darf man hier nicht erwarten. Für eine Runde Nervenanspannung reicht es aber allemal.
  • Das brandneue Testament
    Gott existiert. Er lebt in Brüssel.
    Komödie, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 21.02.2017
    Bin hin- und hergerissen. Sehr interessant und teils witzig umgesetzt fand ich die Grundthematik mit interessanten Fragestellungen: Was, wenn Gott mitsamt seiner Familie in der echten Welt lebt und ein ziemliches Ar***loch ist? Was, wenn jeder Mensch auf Erden seinen Todestag kennt? Was mir persönlich nicht so sehr gefallen hat war der Amelie-Style, wenn also die Macher des Films versuchen, mit fluffig-hübschen Bildern und der passenden Musikuntermalung für kuschelig-tragisch-emotionale Szenenbilder zu sorgen. Vielleicht ist dieses Missfallen auch meiner männlichen Perspektive geschuldet – wobei mit einer Göttin wie am Ende des Streifens dargestellt, könnte ich mich glaube ich durchaus abfinden ;)
  • Wild - Der große Trip
    Abenteuer, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 21.02.2017
    Hatte mir mehr erwartet. Weder die Wanderbeschreibung noch die Selbstfindungsgeschichte konnten mich wirklich überzeugen. Was das Wandern angeht, mutiert die Hauptfigur relativ schnell und schlecht nachvollziehbar von der naiven Anfängerin zur legendenumwobenen Kult-Trekkerin. Bloß weil sie als Frau allein unterwegs ist und nette Sprüche in die Logbücher schreibt? Und die Selbstfindung wird halt eher beschrieben denn erklärt. Tod der geliebten Mutter, Totalabsturz bis hin zur Selbstzerstörung, Wanderung, Läuterung. Das kann man schon so machen und in schönen Zitaten begleiten, aber wo und warum es letztendlich Klick gemacht hat, hat sich zumindest mir nicht so recht erschlossen. Schöne Bilder, gute Darsteller (besonders Laura Dern hat mir gut gefallen). Insgesamt aber nicht unbedingt ein Meisterwerk.
  • Alles inklusive
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 30.01.2017
    Puh. Too much. Doris Dörrie packt in knapp zwei Stunden Material, das auch für mehrere eigenständige Filme gereicht hätte: Hippie-Eltern gegen spießigen Nachwuchs, Beziehungsunfähigkeit und Bindungsängste, Depression, Transgender-Selbstfindung, Flüchtlinge aus Afrika, Wohlstandswelten und All-Inklusive-Schrecken und und und. Das führt dann alles in allem zu einem etwas verwirrenden Gesamtbild und trotzdem kommen am Ende alle irgendwie zusammen, vom Scheitern zum Glück und wieder zurück, sich selbst suchen in Etappen. Insgesamt kein schlechter Film mit einigen schönen Szenen, mir alles in allem aber einfach zu vollgestopft und dadurch letztendlich emotional auch nicht wirklich mitnehmend.
  • Julieta
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 30.01.2017
    In einer der ersten Szenen liest die Hauptdarstellerin ein Buch mit dem Titel "Die griechische Tragödie". Nomen ist Omen: Almodóvar stellt in "Julieta" die Tragödie als Kunstform an sich in den Vordergrund. Die Figuren werden dabei bisweilen leider vernachlässigt beziehungsweise so hin und her geschoben und aus dem Spiel genommen, wie es der Geschichte zuträglich ist. Das war mir bisweilen fast zu gewollt. Vor allem das Ende wirkt arg konstruiert, Hauptsache maximales Drama. Das finde ich etwas schade, da der Regisseur in seinen anderen Werken meist sehr nah beim Menschen ist.
  • Tage am Strand
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 10.10.2016
    Tolle Strandkulisse, die für eine halbinzestuöse Geschichte nach Doris Lessings "The Grandmothers" herhalten muss: Zwei heranwachsende Söhne verlieben sich jeweils in die Mutter des anderen und gehen, mangels vorhandener Väter, auch bald in einen mehr oder weniger offenen Beziehungsstatus über. Dass dies nicht nur aufgrund des Altersunterschiedes sondern auch wegen neuer gleichaltriger Partner für Komplikationen sorgt, bringt der Film recht gut auf die Leinwand. Allerdings wird das Thema trotz aller Tragik recht sanft transportiert, gerade das Tabu "Alte Frau, junger Mann" kommt nicht wirklich realistisch rüber, da bei den beiden "Großmüttern", Hollywood-Schönheiten Naomi Watts und Robin Wright, der Lack bisher wirklich nur unmerklich blättert. Sprich, außer der etwas wilden Beziehung hat eigentlich keiner der Protagonisten wirkliche Probleme: Alle sehen blendend aus, leben im Luxus und immerwährenden Sommer, haben keine Geldsorgen und außer Baden und Surfen und gelegentlichen Besuchen im Büro nie wirklich viel zu tun. Insgesamt also eine durchaus interessante Thematik, allerdings in einem doch recht künstlichen Setting.
  • The Revenant - Der Rückkehrer
    Überleben ist der härtere Tod. Nach wahren Begebenheiten.
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 10.10.2016
    Leonardo DiCaprio auf den Spuren von Robert Redford – vieles hat mich in "The Revenant" an den Klassiker "Jeremiah Johnson" von 1972 erinnert. Etwa die grandiosen Landschaftsaufnahmen, die beiden Filmen gemein sind. Und natürlich die Rache-Thematik. Leider gelingt es keinem der beiden Werke, über das Rache-Motiv und schöne Bilder eine wirkliche Meta-Ebene zu spannen, und so wird es in "The Revenant" spätestens nach zwei Dritteln dann doch etwas langatmig. Was die Machart betrifft, sind natürlich sowohl die Schlachtszenen zu Beginn des Films als auch die Bärenattacke ganz großes Kino. Visuell beeindruckend, ja, für mich aber insgesamt viel weniger packend als die meisten anderen Werke von Regisseur Iñárritu.
  • In the Electric Mist
    Mord in Louisiana.
    Drama, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 09.09.2016
    Also eins muss ich ganz klar sagen: Wenn einer den Roman(anti)helden Dave Robicheaux gekonnt und authentisch auf die Leinwand bringen kann, dann ist es Tommy Lee Jones. Daumen hoch also für die Besetzung, auch die Nebenrollen haben mir allesamt sehr gut gefallen, und damit meine ich jetzt nicht nur John Goodman. An der Story gibt es ebenso wenig auszusetzen, auch wenn die Tatsache, dass am Ende alles irgendwie mit allem zusammenhängt, vielleicht etwas konstruiert wirkt. Was ich aber im Gegensatz zu anderen Rezensenten als völlig unterdurchschnittlich empfand, war die bildliche Umsetzung. Die Szenen sind, sowohl was die Kameraperspektive als auch (nicht) eingesetzte Lichtfilter betrifft, völlig konventionell abgefilmt und könnten auch vom Fremdenverkehrsamt Louisiana stammen. Wer meint, dass hier das 'Südstaatenflair' trefflich bebildert wird, der sollte sich mal die erste Staffel von 'True Detective' ansehen. Da liegen Lichtjahre dazwischen. Also: Story und Darsteller hui, Umsetzung eher pfui - rein visuell kommt 'In the Electric Mist' rüber wie ein Fernsehfilm aus den 90ern.
  • Leben und sterben in God's Pocket
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "nalamuc" aus München am 09.09.2016
    Einer der letzten Auftritte von Philip Seymour Hoffman und damit für Fans beinahe Pflichtprogramm. Leider wussten weder Regie noch Drehbuch, wo sie eigentlich so genau hinwollen. Soll der Streifen nun eine unkommentierte Darstellung des Lebens "einfacher Leute" sein? Oder gibt es irgendwie doch eine Einordnung, etwa durch den alternden Lokaljournalisten? Der sich mitten im Alltagsleben des Viertels wähnt, letztendlich aber doch nie dazugehört? Fragen über Fragen. Zudem pendelt der Film stets zwischen tragischen Momenten und Situationskomik hin und her, unterstützt vom Soundtrack, der sich auch nicht festlegen will. Dazu noch ein Retro-Ambiente, das aber nicht wirklich einprägsam sondern eher beliebig ist. Und nicht zuletzt bleibt auch die Rolle von PSH leider sehr flach. Klar, der Charakter des Protagonisten ist emotionslos angelegt. Aber was ihn wirklich antreibt, bleibt nahezu völlig unklar. Oder ist er schon zufrieden, wenn er auf dem Gartenstuhl oder Barhocker sitzt und ein Bier trinkt? Wenn das die Aussage sein soll, dann verkünstelt sich die Produktion schon arg. Insgesamt keine verschwendeten 90 Minuten, aber weit weg vom Meisterwerk.