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Kritiken von "greuel" aus

15 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Back in the Game
    Eine neue Chance
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 12.10.2013
    Ich finde Filme interessant, wenn Sie nicht vorhersehbar sind, wenn man nicht bei jeder Figur, die man sieht, sofort weiß, was mit ihr passieren wird.

    Dieser Film hier ist leider glanzlos, weil alles so schrecklich offensichtlich ist. Alles bleibt Klischee, alles hat man schon gesehen.

    Gefallen könnte der Film allen, denen die Story nicht so wichtig ist, die sich aber an der schauspielerischen Leistung von Clint Eastwood erfreuen.
  • Die drei Musketiere
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 15.07.2012
    Man muss diese Verfilmung mit vorherigen vergleichen und fragt sich: Braucht man schon wieder Musketiere? Der Film geht ein wenig in Richtung Steampunk, aber zeigt lustlose Figuren, die Schauspieler bleiben unter ihren Möglichkeiten.

    Erstaunlicherweise sind die Schurken personell besser besetzt als die guten Musketiere, aber auch ein Christoph Waltz verausgabt sich nicht als Kardinal Richelieu.

    Die Kampfchoreografien wirken uninspiriert, lustig oder spannend ist der Film auch nicht wirklich, die Handlung ist an sich bekannt und bietet auch nichts Neues.

    Für Menschen, die mal gerne abschalten wollen sicherlich in Ordnung. Ein Meisterwerk ist es aber nicht, und die angedeutete Fortsetzung sollte man noch einmal überdenken. Ich war enttäuscht, kann mir aber vorstellen, dass der Film seine Freunde finden wird.
  • Das schnelle Geld
    Drama, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 14.08.2011
    Der Film ist recht seichte Unterhaltung.

    Der Verlauf ist recht vorhersehbar (fragen Sie sich mittendrin mal, wie die letzte Szene aussehen wird, Sie werden sie erraten). Man hat das alles schon gesehen.

    Das Geschäftsmodell, das hier im Vordergrund steht, erscheint mir nicht ganz logisch zu sein, aber ich bin da kein Experte.

    Al Pacino überdreht in seiner Rolle (eigentlich ist er ja ein sehr guter Schauspieler, aber wenn man ihm sagt, sei mal du selbst, dann wird er zu laut und penetrant - ist hier auch der Fall).

    Und auch Matthew Mcconaughey, der eigentlich die Identifikationsfigur sein soll, kommt stets so arrogant und machohaft rüber, dass man kein richtiges Mitleid mit ihm haben kann.

    Ansonsten ist der Film nicht schlecht gemacht, es ist halt Standardkost. Ich würde tippen, dass er hier in Deutschland nicht in den Kinos war, sondern sofort in den Verleih gegangen ist.

    Wer also einen Macho-Film mit zwei Machos sehen will, die in der Macho-Stadt NY Macho-Businessmänner verkörpern, der ist hier richtig. Auch wenn der Film (wie immer in solchen Filmen) noch die moralische Kurve kriegt.
  • Cemetery Junction
    Das Leben und andere Ereignisse
    Drama, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 08.06.2011
    Man erwartet von Ricky Gervais und Stephen Merchant bissigen britischen Humor. In ihrem Film aber geht es lediglich um eine dahin plätschernde Geschichte dreier Freunde, die einem trostlosen Kleinstadtleben entfliehen wollen. Die Figuren bleiben blass und kommen über Klischees nicht hinaus. Die Handlung ist vorhersehbar und nur in wenigen Momenten blitzt versteckt die Brillanz der beiden in einigen Dialogen auf. Aber das ist zu wenig.

    Was bleibt, ist nette, aber belanglose Unterhaltung, die niemandem weh tut. Aber genau der böse und verletzende Humor ist es, was die Macher von The Office und Extras eigentlich ausmacht.
  • Jonah Hex
    Rache ist hässlich.
    Western, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 28.05.2011
    Man sollte sich bei Jonah Hex bewusst sein, dass dies kein klassischer Western ist, sondern eher ein Superhelden-Film im Wilden Westen mit Rachemotiv.

    Der Film ist vollkommen überzeichnet (erinnert wirklich an Wild Wild West oder The Quick and the Dead), recht kurz und die Hintergründe werden eher schlampig und schnell dahin geworfen.

    Wer so etwas sehen will, mag seinen Spaß haben (sicherlich eher für Jüngere geeignet). Ein Western ist es im eigentlichen Sinne aber nicht.
  • Man on Wire
    Der Drahtseilakt
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 01.04.2010
    Das schöne an dieser Dokumentation über den sehr charismatischen Drahtseilkünstler Petit ist, wie fesselnd und spannend sie inszeniert ist. Damit ist sie auch interessant für Menschen, die Dokumentationen an sich nicht viel abgewinnen können.

    1974 schleicht sich ein junger Mann mit einem kleinen Team auf das neu errichtete World Trade Center, spannt dort ein Seil zwischen den Türmen und balanciert hinüber. Dies wird dokumentiert.

    Zudem erhält man Bilder vom Bau des WTC und es wird hier recht sympathisch charakterisiert als Projektion von Träumen und eben nicht als das Symbol von Hybris und kaltem Kapitalismus, als das wir es von den Terroranschlägen 2001 kennen. Auch aus diesem Grund ein sehenswerter Film.

    Erzählt ist diese Doku wie ein Juwelenraub-Einbrecher-Film nur eben aus der Perspektive einiger jugendlicher Träumer und Abenteurer, die es schaffen, die Sicherheitsysteme auszutricksen.
  • Tyson
    Der Mann. Der Mythos. Die Wahrheit.
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 14.03.2010
    Dies ist eine Dokumentation über den Boxer Mike Tyson, die im Wesentlichen aus Interviewszenen besteht und ein paar Szenen seiner Kämpfe zeigt (seine spektakulären Siege werden sehr schnell in wenigen Minuten herunter gerissen). Keine andere Person kommt zu Wort, der Charakter wird nicht von verschiedenen Seiten beleuchtet, man muss sich aus seinen teils widersprüchlichen, aber ehrlichen Worten sein eigenes Bild machen.

    Es geht nicht um das Boxen oder den Sport, sondern nur um den Menschen Tyson, der eben nicht so ist, wie man ihn sich vorstellt, also als brutalen Klotz aus dem Ghetto, der Frauen vergewaltigt und seinem Gegner das Ohr abbeißt, weil er sich nicht unter Kontrolle hat.

    Gerade wenn er über seine Niederlagen spricht, über seine Zeit im Gefängnis und seinen Niedergang, wird der Film interessant, und man erkennt einen Mann, der aus einem geringen Selbstbewusstsein und Schwäche heraus zu dem hoffnungsvollsten Boxer wurde, der es dann aber doch nicht schaffte, neben Ali auf dem Thron zu verbleiben.

    Ein interessanter Film, wenn man sich für den Menschen Tyson interessiert, aber nicht unbedingt ein Muss. Andere Dokumentarfilmer hätten visuell noch etwas mehr herausholen können.
  • Prison Break - Staffel 1
    Die komplette Season 1
    Serie, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 01.04.2009
    Die Serie ist spannend und sehr gut gemacht, das muss man ihr lassen, und die Bewertungen hier sprechen ja auch eine eindeutige Sprache.

    Einen Punkt Abzug allerdings gibt es für die Story und die abenteuerliche Handlung. Quasi nach Belieben laufen die Insassen kreuz und quer durch das Gefängnis und die Wärter werden allenfalls stutzig. Probleme werden mal eben so geregelt und eigentlich fragt man sich, warum die so lange brauchen, aus dem Gefängnis zu kommen, wenn das Superhirn doch schon so superklug ist.

    Wer sich von solchen Fragen nicht ablenken lässt, der hat 5-Sterne-Spannung. In einer Serie, in der es zu einem großen Teil um einen genialen Ausbruchsplan geht, hat es mich allerdings zunehmend gestört, mit dem dümmsten und einfältigsten Gefängnispersonal der Welt konfrontiert zu sein. Aus dem Fox River Gefängnis in Joliet, Ill wäre ich auch noch ausgebrochen.

    Daher einen Punkt Abzug.
  • Atemlos
    Thriller, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 01.02.2009
    Mit Erotik hat der Film wenig zu tun, es ist ein Remake eines französischen Films mit Belmondo, der Richard Gere als einen leichtlebigen und lebenshungrigen Gauner zeigt und als solcher Film ist er sehr schön.
  • Die Manns
    Ein Jahrhundertroman
    Drama, Deutscher Film, TV-Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 01.02.2009
    Wer über die vielen Manns (vor allem Thomas) etwas erfahren will, wird hier bestens informiert in Form einer Dokumentation mit nachgedrehten Szenen, Original-Film-Material und Interviews mit Familienangehörigen.

    Über die Literatur erfährt man vergleichsweise wenig, aber über die Zeit vor, während und nach dem Krieg und das Leben der Mitglieder umso mehr. Es ist eine sehr gut gemachte Dokumentation.

    Was für mich keinen Sinn macht, ist, dass neben der Serie noch eine Dokumentation zur Serie gedreht wurde, die aber exakt nach dem gleichen Schema funktioniert, nur länger ist und mehr Interviews enthält (und auch im Fernsehen lief). Hätte man auch zu einer längeren offiziellen (Director's Cut oder so) Version zusammenfassen können. Aber das ist kein Makel an der Serie an sich.
  • Comandante
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 01.02.2009
    Eine sehr wohlwollende Dokumentation über Fidel Castro aus den Augen eines wohlwollenden Oliver Stone. An einigen Stellen stellt er milde kritische Fragen und gibt sich mit den Antworten Castros zufrieden.

    Man erfährt nicht viel über die Zustände in Cuba oder die Politik dort, am Ende glaubt man einen netten, älteren Herrn kennengelernt zu haben, der sich zu allem seine philosophischen Gedanken macht.

    Warum Castro als Diktator bezeichnet wird und Cuba als Diktatur, das wird nicht deutlich. Definitiv kein Standardwerk, um Wissen über Castro/Cuba zu erwerben. Um ein objektives Bild zu erhalten, müsste man selbst weiter recherchieren. Vielleicht bekommt man im Anschluss des Sehens ja Lust daran.
  • Taking Sides
    Der Fall Furtwängler
    Drama, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "greuel" am 21.01.2009
    Der Film versucht das Problem der Mitläufer im 3. Reich zu thematisieren, versagt dabei aber vollkommen.

    Die Anklagepunkte gegen Furtwängler (hat auf Hitlers Geburtstag gespielt) sind lächerlich, der Ankläger (Harvey Keitel) ist ein Mann, der voller Selbstgerichtigkeit auftritt, keine Ahnung von Musik, aber schlimmer noch keine Empathie hat und damit ständig an der Sache vorbei redet.

    Der Film schafft es nicht, dieses äußerst schwierige Thema differenziert aufzuarbeiten, am Ende hat man das Gefühl, dass dem netten Furtwängler einfach nur unrecht getan hat.

    Wer einen gelungenen Film sehen möchte, in dem ein Mann seine Seele an den Teufel verkauft, der sollte MEPHISTO schauen (ziemlich vergleichbare Situation) oder THE LAST KING OF SCOTLAND.