Das Team, das den Kopf hinter den tödlichsten Bombenattentaten der Geschichte ausschaltete.
Thriller, Action
Das Team, das den Kopf hinter den tödlichsten Bombenattentaten der Geschichte ausschaltete.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von
Filmfan "Kamikurt" am 07.01.2026„The Engineer“ - eigentlich ein hochspannender, realhistorischer Stoff: Die Jagd auf Yahya Ayyash, den Hamas-Bombenbauer der 90er Jahre. "The Engineer" versucht aus dem Stoff einen Mix aus Manhunt-Thriller und Actionfilm zu machen, aber beides geht irgendwie schief.
Tempo und Action soll vorherrschen – der Film kommt aber oft erstaunlich behäbig daher. Statt stetig steigender Spannung bekommt man viele Standard-Stationen (Befragungen, Spuren, „wir sind ihm nah“-Momente), die selten wirklich eskalieren. Oft wirkt das schon wie ein Kammerspiel.
Emile Hirsch ist dabei der Dreh- und Angelpunkt – er wirkt in der Rolle des knallharten Ex-Mossad-Agenten kaum überzeugend - eher wie der nette Nachbar. Darunter leidet der Film. Die Ausstattung ist auch eher mittelmäßig - man sieht dem Film sein mittelgroßes Budget an: solide, aber selten atmosphärisch; Action gibt’s, aber nicht in der Wucht/Choreografie, die der Stoff eigentlich verträgt.
Heikler Punkt: Als Politthriller bleibt er zudem auffällig einseitig und streift moralische/strategische Fragen (Gewalt, Vergeltung, Eskalationslogik) eher, als sie wirklich auszuleuchten – ich meine er stammt aus dem Jahr 2023, da könnte man einen etwas weiteren Blickwinkel erwarten.
Stärken: interessantes Thema, klare Genre-Linie, paar knackige Momente, nicht zu lang
Schwächen: zähe Spannungskurve, blasse Figurenzeichnung, wenig Nervenkitzel für einen Manhunt-Actionthriller, zum Ende fällt er stark ab
Geben wir ihm mal 2,5 Sterne, also hier dann drei. Kann man wegen des historischen Backgrounds mal sehen - aber an andere Filme reicht er nicht heran.
ungeprüfte Kritik