Kritiken von "Kamikurt"

Die Vorkosterinnen

Drama, Kriegsfilm

Die Vorkosterinnen

Drama, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 06.06.2026
**Die Vorkosterinnen** ist kein perfekter, aber ein eindringlicher Film. Seine Stärke liegt weniger in der historischen Besonderheit von Hitlers Vorkosterinnen als in dem, was darunter sichtbar wird: eine Welt, in der Männer bestimmen, Frauen gehorchen und weibliche Körper benutzt werden – zum Schutz des Führers, zur Fortpflanzung, zur Verfügung.

Besonders brutal bündelt sich das im Satz des SS-Mannes: „Deutsches Leben wurde vernichtet.“ Gemeint ist nicht die Frau, nicht ihre Angst, ihr Körper, ihre Not. Gemeint ist das ungeborene Kind als Besitz von Staat, Volk und Männerordnung. Die Frau verschwindet aus dem Satz.

Getragen wird das von starken Schauspielerinnen. Elisa Schlott spielt Rosa nicht als Heldin, sondern als Frau, die funktioniert, verdrängt, überlebt. Gerade deshalb bleibt ihre Nähe zu Ziegler so verstörend. Warum gibt sie sich diesem SS-Mann hin? An echte Liebe mag man hier kaum glauben. Glaubwürdiger wäre eine beschädigte Mischung aus Angst, Einsamkeit, Abhängigkeit und Überlebensinstinkt. Vielleicht redet sie sich Nähe ein, weil die Wahrheit unerträglich wäre: dass auch Zuwendung in dieser Welt Macht bleibt. Aber hier bleibt der Film leider vage - eine verschenkte Chance auf Charaktertiefe.

Max Riemelt spielt Ziegler attraktiv, kontrolliert und skrupellos – mit einem Gewissensrest, der nichts entschuldigt. Problematisch bleibt Rosas Ahnungslosigkeit. Eine Berlinerin 1943 konnte nicht nichts gesehen haben. Vielleicht wusste sie nicht alles. Aber sie hat wohl genug nicht wissen wollen.

Denn hier deutet der Film nur an, er stellt nicht die eine unbequeme Frage: Es gab Opfer. Es gab Täter. Aber sind die unschuldig, die nicht hinsahen, sich arrangierten und im eigenen kleinen Überleben Schutz vor der Wahrheit suchten?

ungeprüfte Kritik

Desperation Road

Die Straße der Vergebung ist gefährlich.
Action, Krimi

Desperation Road

Die Straße der Vergebung ist gefährlich.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 10.05.2026
Ich kann die Kritik von gre42 teilweise nachvollziehen, würde den Film aber nicht ganz so hart sehen. Für mich war „Desperation Road“ weniger ein Thriller als eher ein düsteres Drama über Schuld, Sühne und die Frage, ob man aus den Folgen früherer Entscheidungen überhaupt wieder herauskommt.

Gerade diese Ausweglosigkeit fand ich durchaus interessant: Menschen, die nicht einfach „böse“ oder „gut“ sind, sondern von ihren Fehlern, ihrer Herkunft und ihrer Umgebung eingeholt werden. Die deprimierende Kleinstadtkulisse passt dazu sehr gut — man hat das Gefühl, dass solche Schicksale dort nicht außergewöhnlich wirken, sondern fast zum Alltag gehören könnten.

Auch die Hauptdarsteller fand ich nicht so schwach. Mel Gibson sticht sicher heraus, aber auch Garrett Hedlund und Willa Fitzgerald tragen den Film für mich ordentlich. Was ich allerdings teile: Die Geschichte läuft am Ende etwas zu geradlinig. Schuld, Hilfe, Konfrontation, eine Art Freispruch — da hätte das Drehbuch mutiger, kantiger und weniger vorhersehbar sein dürfen.

Für mich schwankt der Film deshalb tatsächlich zwischen gut und mittelmäßig. Kein großer Wurf, aber auch kein uninteressanter Film. Eher ein stilles, schwermütiges Schuld-und-Sühne-Drama als der Thriller, als der er vielleicht vermarktet wurde.

ungeprüfte Kritik

A Knight's War

Keine Götter. Kein Erbarmen. Packendes Fantasy-Abenteuer!
Abenteuer, Fantasy

A Knight's War

Keine Götter. Kein Erbarmen. Packendes Fantasy-Abenteuer!
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 09.05.2026
A Knight’s War – No gods. No mercy hat mich leider kaum erreicht. Obwohl ich düstere Fantasy grundsätzlich mag, wirkte der Film auf mich über weite Strecken uninspiriert und zäh erzählt. Die Grundidee hätte durchaus Potenzial gehabt, aber die Handlung blieb für mich zu blass, um wirklich Spannung oder Interesse zu erzeugen. Viele Szenen fühlten sich eher schwerfällig als atmosphärisch an, und emotional konnte ich kaum Zugang zu den Figuren oder ihrem Konflikt finden.

Positiv hervorheben kann man noch einige Kostüme, die stellenweise ordentlich aussehen und zumindest erkennen lassen, dass der Film eine eigene Fantasywelt erschaffen möchte. Die Fantasiewesen haben mich dagegen enttäuscht: Die Masken und Designs wirkten auf mich recht schlicht und wenig einfallsreich, eher zweckmäßig als wirklich bedrohlich oder faszinierend. Gerade in einem Film, der stark von seiner Welt und Atmosphäre leben müsste, war mir das zu wenig.

Insgesamt bleibt für mich ein Film, der zwar Ansätze zeigt, aber weder erzählerisch noch visuell genug bietet, um länger im Gedächtnis zu bleiben. Für eingefleischte Low-Budget-Dark-Fantasy-Fans vielleicht noch einen Blick wert, für mich aber leider eher langweilig und ohne echten Funken.

ungeprüfte Kritik

Louise und die Schule der Freiheit

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 09.05.2026
„Louise und die Schule der Freiheit“ ist einer dieser Filme, die leise beginnen und einen dann doch erstaunlich lange begleiten. Éric Besnard erzählt von einer Pariser Lehrerin, die Ende des 19. Jahrhunderts in einem abgelegenen Dorf eine Schule eröffnen soll – und trifft damit ein Thema, das historisch wirkt und zugleich sehr gegenwärtig ist: Bildung als Versprechen von Freiheit, aber auch als Zumutung für Menschen, die ums tägliche Überleben kämpfen.

Besonders schön ist, dass der Film seine Botschaft nicht mit dem Holzhammer erzählt. Er hat Herz, aber keinen Kitsch; Humor, aber nie auf Kosten seiner Figuren. Alexandra Lamy spielt Louise mit einer wunderbaren Mischung aus Strenge, Verletzlichkeit und Wärme, Grégory Gadebois gibt dem Bürgermeister eine trockene, fast verschmitzte Menschlichkeit. Auch die Nebenfiguren bleiben nicht bloß Kulisse, sondern wachsen einem nach und nach ans Herz.

Großartig sind die Landschaften: rau, weit, manchmal tröstlich, manchmal abweisend. Genau darin liegt die Stärke des Films. Er zeigt, dass Fortschritt nicht abstrakt geschieht, sondern in Küchen, Ställen, Klassenzimmern und zwischen Menschen, die einander erst misstrauen müssen, bevor sie sich verstehen können.

Nicht alles ist vollkommen überraschend, manches folgt bekannten Bahnen. Aber der Film besitzt eine solche Wärme, Würde und feinsinnige Komik, dass man ihm das gern verzeiht. Ein charmantes, kluges und berührendes Drama über Bildung, Freiheit und Menschlichkeit.

ungeprüfte Kritik

Jane Austen und das Chaos in meinem Leben

Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 04.05.2026
„Jane Austen und das Chaos in meinem Leben“ ist ein Film, dem man seine Liebe zur Literatur, zu schönen Dingen und zu romantischen Orten in fast jeder Einstellung ansieht. Die Schauplätze – von der Pariser Buchhandlung bis zum englischen Landsitz – schaffen eine Atmosphäre, in der man sich gern aufhält. Ausstattung, Kostüme und Austen-Anspielungen geben der Geschichte Charme.

Besonders reizvoll sind die Figuren rund um das Landhaus: Sie wirken herrlich skurril, manchmal fast überzeichnet, behalten aber menschliche Wärme. Diese Nebenfiguren geben dem Film Farbe. Sie sorgen für leise Komik, Irritationen und jene exzentrische Stimmung, die gut zu einer modernen Austen-Hommage passt.

Gerade weil der Rahmen so liebevoll gestaltet ist, fällt auf, dass die Handlung eher dünn bleibt. Agathes Weg zwischen Schreibblockade, Selbstzweifeln und romantischer Verwirrung folgt vertrauten Bahnen. Vieles ist früh absehbar, echte Überraschungen oder größere Wendungen bleiben aus. Der Film wirkt dadurch weniger wie eine originelle Neudeutung von Austen, sondern eher wie eine hübsche Variation bekannter Romcom-Muster.

Trotzdem wäre es unfair, ihn nur an seiner Vorhersehbarkeit zu messen. Sein Reiz liegt weniger in der Frage, wie alles ausgeht, als in der Stimmung: in Blicken, Peinlichkeiten und der Sehnsucht nach einem Leben, das ein wenig literarischer sein dürfte. Wer eine vielschichtige Geschichte erwartet, könnte enttäuscht sein. Wer sich aber auf eine charmante, ästhetische Liebeskomödie einlässt, bekommt einen Film, der nicht lange nachhallt, aber verlässlich unterhält.

ungeprüfte Kritik

Memoiren einer Schnecke

Animation
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 25.04.2026
Ein warmherziger, tief berührender Film, der seine große Kraft aus der Langsamkeit gewinnt. Die Stop-Motion-Technik ist hier nicht nur Stilmittel, sondern Herzstück des Erzählens: Jede Figur, jeder Raum, jedes kleinste Detail wirkt liebevoll geformt und beseelt. Der Film lässt seine Welt wunderbar in Ruhe erblühen, statt sie hastig auszuerzählen. Überall entdeckt man kleine Gegenstände, Spuren und Eigenheiten, die den Figuren Tiefe geben und ihre Verletzlichkeit spürbar machen.

Besonders eindrucksvoll sind die Stimmen. Die Sprecherinnen und Sprecher treffen jede Stimmung mit unglaublicher Genauigkeit: Trauer, Humor, Zärtlichkeit, Einsamkeit und Hoffnung liegen oft nur in einer kleinen Pause oder einem brüchigen Tonfall. Dadurch kommen einem die Charaktere außergewöhnlich nahe. Sie wirken authentisch, verletzlich und menschlich, nie bloß als Kunstfiguren. Am Ende bleibt vor allem ein Gefühl großer Zuneigung. Zu den Figuren, zu dieser eigenwilligen Welt, zu der Kunstform selbst.

Doch das vielleicht Wundervollste ist die Sprache. Selten erlebt man einen Film, dessen Worte eine solche poetische Kraft entfalten, ohne gekünstelt zu wirken. Die Sprache nimmt einen mit, wickelt einen ein, berührt und umschließt einen. Sie besitzt eine herzergreifende lyrische Qualität, die nicht ornamental ist, sondern wesentlich. Sie verwandelt Schmerz in Bilder, Erinnerung in Klang, Einsamkeit in etwas Teilbares. Manchmal scheint ein Satz wie eine kleine Laterne in einem dunklen Raum aufzugehen.

Memoiren einer Schnecke ist ein Film, der daran erinnert, wie schön Kino sein kann, wenn es sich Zeit nimmt: für Gesichter, für Stimmen, für Worte, für Schmerz, für Trost. Ein Film voller tausend kleiner Details und großer Gefühle. Ein Film, der nicht einfach erzählt, sondern behutsam berührt.

ungeprüfte Kritik

Angels Fallen 2 - Warriors of Peace

Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 20.04.2026
Angels Fallen 2 – Warriors of Peace ist keine Fortsetzung, die irgendwer gebraucht hätte. Der Film ist vor allem eins: pure Zeitverschwendung. Schon nach wenigen Minuten wird klar, dass hier wirklich alles billig wirkt – von der lieblosen Inszenierung bis zur CGI, die aussieht, als wäre sie im Schnellkurs zusammengebastelt worden. Nichts hat Wucht, nichts sieht überzeugend aus, und Spannung entsteht zu keiner Sekunde.

Das Drehbuch ist genauso unerquicklich: dumme Dialoge, flache Figuren und eine Handlung, die wirr vor sich hin stolpert, ohne jemals interessant zu werden. Statt Atmosphäre gibt es Pathos, statt echter Dramatik nur peinliches Herumgerenne. Auch die Darsteller retten hier gar nichts. Man fragt sich ernsthaft, warum Cuba Gooding Jr. bei so etwas mitmacht. Der Rest wirkt wie die letzte Riege einer D-Klasse-Produktion: blass, steif und völlig austauschbar.

Am schlimmsten ist aber der Schluss: grottig, sinnlos und komplett verpuffend. Kein Höhepunkt, keine Überraschung, kein Eindruck – einfach vorbei. Unterm Strich ist Angels Fallen 2 ein konfuser, billiger und langweiliger Fantasy-Action-Unfall, den man sich problemlos sparen kann.

ungeprüfte Kritik

Teen Spirit

Drama, Musik

Teen Spirit

Drama, Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 12.04.2026
„Teen Spirit“ ist wegen Elle Fanning gerade noch sehenswert, aber insgesamt nur knapp okay. Sie trägt den Film mit viel Präsenz, kann aber nicht verbergen, dass die Geschichte ziemlich vorhersehbar und sehr formelhaft ist. Man hat das alles so oder ähnlich schon unzählige Male gesehen. Das Drehbuch bleibt schwach, viele Szenen wirken wenig relevant, die Spannungsbögen sind eher lau und auch die Figuren bleiben ziemlich blass. Gerade deshalb hat man stellenweise das Gefühl, dass hier viel von Elle Fannings Talent verschenkt wird. Der Film sieht ordentlich aus und hat atmosphärische Momente, aber erzählerisch ist das alles zu konventionell, um wirklich mitzureißen. Am Ende bleibt ein hübsch verpacktes, solide gespieltes, aber letztlich recht schwaches Musikdrama, das deutlich bessere und stärkere Szenen gebraucht hätte, um wirklich gut zu sein.

ungeprüfte Kritik

Rote Sterne überm Feld

Eine deutsch-deutsche Geschichte
Drama, Deutscher Film

Rote Sterne überm Feld

Eine deutsch-deutsche Geschichte
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 05.04.2026
Rote Sterne überm Feld hat mich zunächst wirklich gepackt. Der Einstieg ist atmosphärisch, geheimnisvoll und macht neugierig darauf, wie sich die Geschichte entwickelt. Leider verliert der Film im weiteren Verlauf für mich immer mehr den Faden.

Das Hauptproblem ist nicht, dass der Film anspruchsvoll ist. Anspruchsvolle Filme können sehr stark sein. Hier hatte ich aber zunehmend den Eindruck, dass der Film sein Publikum eher überfordert als fordert.

Im Verlauf verliert sich der Film zunehmend in zu vielen Erzählsträngen, Themen, Anspielungen und Bedeutungsebenen. Statt dass sich daraus nach und nach ein stimmiges Ganzes ergibt, wird der Film immer zerfaserter. Es kommen neue Motive, neue Geschichten und neue Verweise hinzu, aber nur wenig wird wirklich so entwickelt, dass es emotional oder dramaturgisch trägt. Irgendwann hatte ich nicht mehr das Gefühl, einer Geschichte zu folgen, sondern eher einer Ansammlung von Ideen.

Mit der langen Laufzeit wurde das für mich immer deutlicher. Was anfangs noch interessant und vielversprechend wirkte, wurde später zunehmend anstrengend. Szenen ziehen sich, neue Bedeutungsebenen kommen hinzu, aber der innere Kern des Films bleibt seltsam ungreifbar. Am Ende wusste ich weniger, was der Film eigentlich erzählen oder mitteilen wollte, als dass er sehr viel auf einmal wollte.

Auch die vielen kulturellen, historischen und ostdeutschen Bezüge wirkten auf mich nicht immer organisch, sondern teilweise eher überladen. Vielleicht spricht das Zuschauer an, die genau diese Vielschichtigkeit mögen. Mich hat es eher auf Distanz gehalten.

Der Film ist sichtbar ambitioniert und sicher nicht belanglos. Aber für mich war er zu lang, zu überfrachtet und in seiner Aussage zu unklar. Schade, denn der Anfang hat wirklich Lust auf mehr gemacht.

ungeprüfte Kritik

Red Sonja

Fantasy, Abenteuer

Red Sonja

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 08.03.2026
Red Sonja will nach Schweiß, Stahl und Wildheit schmecken, serviert aber am Ende Fantasy aus dem Deko-Katalog. Der Film plätschert in einem Tempo dahin, das selbst die Actionszenen erstaunlich müde wirken lässt. Die Story ist okay, mehr aber auch nicht: brauchbar genug, um nicht völlig auseinanderzufallen, aber zu unerquicklich, um irgendeinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Am größten ist jedoch das Problem der Besetzung: Diese Sonja wirkt nie wie eine Kriegerin, die man fürchten oder bewundern würde, sondern wie eine Fehlbesetzung in einer Rolle, die deutlich mehr physische Präsenz verlangt. Da war Brigitte Nielsen noch ein ganz anderes Kaliber, wobei der Film damals in den 80ern andere Möglichkeiten und Budgets hatte - kann man also nur bedingt vergleichen. Hier kommt aber hinzu, dass die Figur mit einer fast penetranten moralischen Überlegenheit ausgestattet ist: Sie muss die Bösen bestrafen, den Wald schützen und transportiert dabei noch eine ökologische Botschaft durch die Hintertür. Das mag für sich genommen ehrenwert sein, wirkt in einem rauen Barbaren-Fantasy-Film aber eher deplatziert als organisch. So bleibt am Ende der Eindruck eines Films, der größer, wilder und bedeutender wirken möchte, als er ist — wie Laientheater auf einer sehr schön bemalten Bühne.

ungeprüfte Kritik

The Engineer

Das Team, das den Kopf hinter den tödlichsten Bombenattentaten der Geschichte ausschaltete.
Thriller, Action

The Engineer

Das Team, das den Kopf hinter den tödlichsten Bombenattentaten der Geschichte ausschaltete.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 07.01.2026
„The Engineer“ - eigentlich ein hochspannender, realhistorischer Stoff: Die Jagd auf Yahya Ayyash, den Hamas-Bombenbauer der 90er Jahre. "The Engineer" versucht aus dem Stoff einen Mix aus Manhunt-Thriller und Actionfilm zu machen, aber beides geht irgendwie schief.

Tempo und Action soll vorherrschen – der Film kommt aber oft erstaunlich behäbig daher. Statt stetig steigender Spannung bekommt man viele Standard-Stationen (Befragungen, Spuren, „wir sind ihm nah“-Momente), die selten wirklich eskalieren. Oft wirkt das schon wie ein Kammerspiel.

Emile Hirsch ist dabei der Dreh- und Angelpunkt – er wirkt in der Rolle des knallharten Ex-Mossad-Agenten kaum überzeugend - eher wie der nette Nachbar. Darunter leidet der Film. Die Ausstattung ist auch eher mittelmäßig - man sieht dem Film sein mittelgroßes Budget an: solide, aber selten atmosphärisch; Action gibt’s, aber nicht in der Wucht/Choreografie, die der Stoff eigentlich verträgt.

Heikler Punkt: Als Politthriller bleibt er zudem auffällig einseitig und streift moralische/strategische Fragen (Gewalt, Vergeltung, Eskalationslogik) eher, als sie wirklich auszuleuchten – ich meine er stammt aus dem Jahr 2023, da könnte man einen etwas weiteren Blickwinkel erwarten.

Stärken: interessantes Thema, klare Genre-Linie, paar knackige Momente, nicht zu lang
Schwächen: zähe Spannungskurve, blasse Figurenzeichnung, wenig Nervenkitzel für einen Manhunt-Actionthriller, zum Ende fällt er stark ab

Geben wir ihm mal 2,5 Sterne, also hier dann drei. Kann man wegen des historischen Backgrounds mal sehen - aber an andere Filme reicht er nicht heran.

ungeprüfte Kritik

Wilhelm Tell

Held. Mythos. Legende.
Abenteuer

Wilhelm Tell

Held. Mythos. Legende.
Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 28.12.2025
Der Film wird als historisch beworben - das ist aber nur Marketing. Wer hier Geschichtsunterricht erwartet, wird enttäuscht: Der Film nutzt zwar einen realen Hintergrund – die Spannungen zwischen frühen Waldstätten und habsburgischer Machtpolitik um 1300 –, erzählt dann aber weitgehend Legende/Action statt historisch belastbarer Rekonstruktion. Als Kino funktioniert das trotzdem richtig gut: Die Bilder sind großartig, Landschaften und Ausstattung wirken hochwertig, viele Szenen sind stark inszeniert und der Film bleibt durchgehend spannend.

Auch schauspielerisch überzeugt das Ensemble meist, mit präsenten Figuren und solider Emotionalität. Zwei Dinge reißen mich jedoch raus: Erstens der kämpfende Priester Furst – als Figur wirkt er zu modern umgebaut und passt nicht sauber in die Welt des Films. Zweitens der Ausflug in den Nahen Osten samt Kreuzritter-Rückblende: Das hilft dem historischen Kern kaum, wirkt eher wie ein Abenteuer-Baustein – und erinnert auffällig an Robin Hood (Prince of Thieves mit Kevin Costner, inklusive Sarazenen-Gefängnis/Flucht-Motiv). Das macht den Film bunter, aber nicht glaubwürdiger.

Dazu kommt: Die muslimische Frau mit Sohn, die in der Schweiz unbehelligt lebt und später politisch „mitzieht“, ist als modernes Signal verständlich, innerhalb der erzählten Zeit aber schwer vorstellbar – für einen „historischen“ Film für mich daher störend.

Fazit: Ein spannender, schön gefilmter Abenteuerfilm mit starken Momenten und überwiegend überzeugendem Cast – aber historisch ist das alles sehr weit weg. Wer damit leben kann (oder es bewusst als Legenden-Action sieht), bekommt einen guten, mitreißenden Film. Wer historische Plausibilität sucht, wird an den bewusst „bunten“ Erfindungen eher hängen bleiben.

ungeprüfte Kritik

Kung Fu in Rome

Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 27.12.2025
Wahrscheinlich kein schlechter Film, habe ihn als Stream sehen wollen. Habe dann nach 20 Minuten abgeschaltet. Bis dahin war ein großer Teil in Chinesisch ohne Untertitel... das war mir dann doch zu anstrengend.

ungeprüfte Kritik

La Cocina

Der Geschmack des Lebens
Drama

La Cocina

Der Geschmack des Lebens
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 22.12.2025
La Cocina ist schwarz-weißes, fiebriges Kücheninferno am Times Square: ein einziger, überhitzter Arbeitstag in einem Touristen-Restaurant, in dem Migrant*innen, Stress, Hierarchien und Sehnsüchte kollidieren.

Was gut funktioniert
Am stärksten ist der Film, wenn er einfach „im Betrieb“ bleibt. Die Kamera macht aus der Küche einen klaustrophobischen Maschinenraum, in dem alles gleichzeitig passiert: Rufe, Bestellungen, Streit, Flirts, Demütigungen. Das hat Wucht und Tempo, und die Inszenierung kann in den besten Momenten wirklich mitreißen.

Wo der Film stolpert
Trotz der starken Oberfläche wirkt La Cocina inhaltlich oft überladen. Der Film will gleichzeitig Arbeitskampf-Metapher, Liebesdrama, Kapitalismus-Abrechnung und moralisches Dilemma sein – und schichtet Konflikt auf Konflikt, bis es eher ermüdet als zuspitzt. Figuren reden teils „zu groß“, Eskalationen fühlen sich konstruiert an, und der Plot um das verschwundene Geld ist mehr Zündschnur als glaubwürdige Dramaturgie. Mit knapp 139 Minuten zieht sich das Ganze außerdem; die permanente Lautstärke und Hochspannung nutzt sich ab, statt sich zu steigern.
Fazit

La Cocina ist ein filmisch stark gewürztes Küchenchaos mit tollen Momenten und klarer sozialer Perspektive – aber auch ein anstrengender, überambitionierter Brocken, der seine Themen nicht immer sortiert bekommt. Unterm Strich: sehenswert für Stil und Intensität, nur leider nicht so rund, wie er gern wäre. 3,5 Sterne

ungeprüfte Kritik

The Gentleman

Ein Killer der alten Schule
Thriller, Action

The Gentleman

Ein Killer der alten Schule
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 29.11.2025
„The Gentleman“ mit Ron Perlman will harter Rachethriller sein – ist am Ende aber vor allem eins: erstaunlich langweilig. Die Geschichte folgt dem Standardbaukasten: Mann mit dunkler Vergangenheit, tragisches Ereignis, dann ein Rachefeldzug durch das immer gleiche Klischee-Gangster-Milieu. Der Film spult seine Stationen ab wie eine Checkliste. Überraschungen? Keine. Jeder „Twist“ kündigt sich früh an, jede angebliche Wendung wirkt wie déjà-vu aus besseren Genrefilmen.

Besonders bitter: Ron Perlman wird verschenkt. Statt eine ambivalente, gefährliche Figur zu zeichnen, reduziert ihn der Film auf finstere Blicke und brummige Oneliner. Man ahnt, dass mehr möglich gewesen wäre, doch das Drehbuch interessiert sich nicht für Charaktere, nur für Plot-Funktionen.

Inszenatorisch bleibt alles blass. Die Action ist zwar handwerklich ok, aber ohne Wucht oder eigene Note – Schießereien und Prügeleien ohne einen einzigen erinnerungswürdigen Moment. Optisch herrscht graubraune Austauschbarkeit, wie eine x-beliebige Streamingproduktion. Der Soundtrack versucht Spannung zu simulieren, wo das Drehbuch längst kapituliert hat.

Unterm Strich: Wer auf einen markanten, wuchtigen Thriller mit Ron Perlman hofft, wird enttäuscht. Bekannte Gesichter und ein paar harte Sprüche reichen nicht. „The Gentleman“ ist ein weiterer Rachethriller, der so schnell verpufft, wie der Abspann läuft – nichts Neues unter der Sonne.

ungeprüfte Kritik

Operation: Raqqa

Im Schatten des IS
Thriller

Operation: Raqqa

Im Schatten des IS
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 22.11.2025
Diese Konstellation zweier Figuren auf unterschiedlichen Seiten, die doch ein gemeinsames Ziel haben, sorgt für Spannung und ein paar interessante moralische Grauzonen, auch wenn nicht alle Wendungen wirklich überraschen.
Intensiv ist die bedrückende Atmosphäre und die allumfassende Angst der Menschen im Gottesstaat. Die Stadt wird als klaustrophobischer Ort ständiger Bedrohung gezeigt – mit Hinrichtungen, Bombardierungen und der allgegenwärtigen Gewalt des IS. Die Bilder sind oft hart, aber sie vermitteln eine Ahnung davon, wie sich das Leben in einer solchen Hochburg des Terrors anfühlen könnte.
Die Schauspieler*innen tragen den Film mit glaubwürdigen, zurückgenommenen Leistungen. Sie spielen ihre Figuren nicht als Superhelden, sondern als Menschen, die mit der eigenen Angst und Schuld leben müssen. Kritisch anmerken kann man, dass Operation: Raqqa trotz des brisanten Settings über weite Strecken dem bekannten Muster westlicher Terrorismus-Thriller folgt: Die Perspektive bleibt hauptsächlich bei den Agenten, die IS-Gewalt ist oft reines Hintergrundrauschen und manchmal wirkt die Zuspitzung fast wie aus einem Genre-Baukasten. Auch die Brutalität mancher Szenen kann an die Belastungsgrenze gehen und wird nicht jede Zuschauerin und jeden Zuschauer erreichen.
In der Summe ist der Film aber solide inszeniert, spannend erzählt und atmosphärisch dicht, ohne den Anspruch zu erheben, ein umfassendes politisches oder historisches Bild zu liefern. Wer die Härte des Stoffes aushält und keinen völlig neuen Blick auf den Syrienkrieg erwartet, bekommt einen sehenswerten, handwerklich ordentlichen Thriller, der zumindest punktuell nachdenklich macht und einem einen Bick in diese Gesellschaft ermöglicht.

ungeprüfte Kritik

Hellboy - The Crooked Man

Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 31.10.2025
Hellboy: The Crooked Man wirkt wie ein blasser Schatten seiner Marke. Der Neustart setzt auf neues Gesicht und neues Team, doch genau hier verliert der Film seine Identität: Die Inszenierung bleibt erstaunlich farb- und kraftlos, der Ton schwankt zwischen bemühtem Folk-Horror und blutleerem Monster-of-the-Week. Was als Rückkehr zu düsterer Mythologie gedacht ist, endet in zähem Pacing, schematischen Dialogen und Figuren, die kaum über Skizzen hinauskommen. Der titelgebende Antagonist hat Präsenz auf dem Papier, aber auf der Leinwand fehlt ihm Gewicht; Bedrohung wird behauptet, nicht gebaut.

Visuell merkt man dem Film ständig seine Beschränkungen an: triste Bilder, schwankende Effekte, Setpieces ohne Höhepunkt. Statt atmosphärischer Welt entsteht eine Aneinanderreihung von Szenen, die selten Spannung aufbauen und noch seltener halten. Die Musik verstärkt das Problem, weil sie Stimmungen übertüncht, wo das Drehbuch keine liefert. Auch der Humor blitzt kaum auf – und wenn, dann ohne Timing.

Im Vergleich zum einstigen Hellboy-Kosmos schrumpft die Figur hier zusammen. Es fehlt die starke Handschrift, die präzise Balance aus Groteske, Witz und Melancholie; der neue Darsteller bleibt austauschbar, das Zusammenspiel im Ensemble routiniert. Am Ende steht ein Reboot, das „kleiner“ wirkt: stilistisch ärmer, erzählerisch zäher und ohne die magnetische Präsenz, die Hellboy einmal getragen hat. Wer auf einen mutigen Neuanfang gehofft hat, bekommt vor allem Vorsicht – und die schmeckt nach wenig - schade drum, fand Ron Perlman und seine Welt um Meilen besser.

ungeprüfte Kritik

A Wounded Fawn - Im Kopf des Killers

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 16.09.2025
Stilnebel statt Substanz. A Wounded Fawn verwechselt Rätselhaftigkeit mit Bedeutung. Die rotstichigen Halluzinationen, Masken und Kunst-Insertshots erzeugen Dauerlärm, aber selten Erkenntnis. Was als hypnotische 16-mm-Ästhetik gefeiert wird, wirkt hier wie Nebelmaschine: viel Korn, wenig Gehalt.

Mythologie als Eintrittsprüfung. Die Furien- und Antiken-Referenzen bleiben Bebilderung für Kenner. Ohne Vorwissen wirkt das Geschehen hermetisch; mit Vorwissen repetitiv, weil Symbolik statt Dramaturgie die Arbeit übernimmt.

Detailkamera statt Dynamik. Die Kamera verliert sich in Nahaufnahmen von Requisiten und Oberflächen. Das Tempo erlahmt: Vision – Freeze – Close-up – Repeat. Spannung baut sich kaum auf, Setpieces kreisen, statt zu eskalieren.

These statt Figuren. Das Motiv „weibliche Wut“ bleibt Behauptung. Charaktere entwickeln sich wenig, Konflikte werden illustriert, nicht gespielt. So kippt die zweite Hälfte zur Kunstinstallation—stimmungsvoll, aber narrativ statisch.

Bilanz. Gute Darsteller, starker Tonfall, schwacher Rahmen. Am Ende fühlt es sich an, als hätte ein überzeugender Kurzfilm unnötig Spielfilmlänge tragen müssen: ambitioniert, aber öde.

ungeprüfte Kritik

Witch Hunter - Der Hexenjäger

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 15.09.2025
„Witch Hunter – The epic tale is finally told!“? Eher: endlich vorbei. Was für eine Lebenszeitverschwendung. Die billige Effekte-Parade erinnert an kostenlose Handy-Filter, die Monster wirken wie aus einem längst vergessenen Browser-Game, und die Kampfszenen sind dermaßen uninspiriert/langweilig, da zuckt der Finger zum Vorspulknopf. Keine Wucht oder Choreografie. Und die berühmte augenzwinkernde Komik? Hatte wohl was anderes vor.

Die Dialoge und Schauspieler unterirdisch: Sätze, die klingen, als wären sie im ersten Entwurf stehen geblieben, werden hölzern heruntergesprochen, ohne Timing, ohne Chemie. Die Schauspieler haben viel Luft nach oben. Dramatische Momente verpuffen, weil Inszenierung und Tonspur sich gegenseitig sabotieren – wenn man denn überhaupt von Dramatik sprechen darf.

Ja, man kann mit wenig Geld Kreativität zeigen. Hier wird aber vor allem gezeigt, wie man mit wenig Geld auch wenig Ideen haben kann - und der Drehbuchautor gehört gesperrt für die Filmindustrie. Manchmal reichts ja zum Trash... hier eher nicht. Für eine Film AG einer Schule top, für einen kommerziellen Film, der Geld verdienen möchte, eine Unverschämtheit. Ende.

ungeprüfte Kritik

Escape - Fight or Run

Thriller, 18+ Spielfilm

Escape - Fight or Run

Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 05.09.2025
Der Film bleibt in der „Wüste des Mittelmaßes“ – beeindruckend sonnige Landschaften hin oder her. Visuell gibt es durchaus einiges zu sehen, etwa gut ausgeleuchtete Wüstenaufnahmen auf Teneriffa oder Fuerteventura. Doch was sich vor dieser Kulisse abspielt, wirkt oberflächlich und sehr hölzern. Die Geschichte ist wie schon tausendmal gehört und so platt erzählt, dass man sie kaum ernst nehmen kann. Die Charaktere bleiben eindimensional, die Dialoge klingen, als wären sie von einer KI entworfen – und jede Spur von Spannung erstickt sofort im Keim.

Zwar vergeht kaum ein Moment ohne knallige B-Movie-Gewalt, aber selbst die wirkt eher aufgepappt als durchdacht – fast schon entlarvend für einen Film, der eigentlich Spannung erzeugen will, stattdessen aber eher Fluchtreflexe auslöst (kleine Anspielung auf den Titel …).

Unterm Strich bleibt ein langweiliger Trip durch schöne Wüstenbilder und flache Figuren – kein Highlight, sondern eher Zeitverschwendung.

ungeprüfte Kritik

First Shift - New York Rookie

Erster Tag, erster Einsatz.
Action, Krimi

First Shift - New York Rookie

Erster Tag, erster Einsatz.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 01.09.2025
Der Titel suggeriert: Wir begleiten zwei Detectives bei ihrer ersten gemeinsamen Schicht in New York. Was klingt wie ein solider Ausgangspunkt – à la Training Day – entpuppt sich schnell als dessen blasser Schatten. Statt eines spannenden Drehbuchs und charismatischer Stars bekommen wir C-Liste. Der Hauptstar des Streifens wird zu Beginn minutenlang beim morgendlichen Zähneputzen, Kaffeekochen und Anziehen gefilmt – Szenen, die wie aus einer Parodie wirken. Aber der Film meint es leider ernst - diese Lückenfüller kommen leider immer wieder als Stilmittel für "Atmosphäre".

Seine Partnerin ist die frisch nach New York gezogene Angela als sonniges Wesen – und gerät erwartbar in Reibung mit Zynismus und den altbackenen Sprüchen. Die Chemie zwischen den Figuren bleibt jedoch so flach wie ihre Dialoge.

Drehbuch und unklare Schnittführung springen zwischen den Polizisten im Streifenwagen und einer Gruppe Gangster, die wahllos Leute umbringen. Beide Stränge laufen fast ohne Berührung nebeneinander her. Statt Spannung entsteht Irritation – bis am Ende ein verlorener Hund und ein Mord-Suizid-Fall den Film dann beschließen - und ratet mal, welcher Zusammenhang am Anfang angedeutet und zum Ende realisiert wird.... gähn. Aber kudos, wer solange durchhält!

Diese erzählerische Unfähigkeit ist weder experimentell noch avantgardistisch sondern einfach durchgehend langweilig.

Weder spannend noch richtig schlecht mit „Trash“-Prädikat, sondern vor allem eins: zerfasert und unendlich öde. Wer Freude an Stoff hat, der dieses Thema behandelt : Lieber bei Training Day bleiben.

ungeprüfte Kritik

Bone Cold - Ghost Sniper

Action, Thriller

Bone Cold - Ghost Sniper

Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 30.08.2025
Das ist das langweiligste und wirrste Durcheinander, das ich seit Langem gesehen habe. Der Film beginnt vielversprechend, doch mit jeder Minute wird er dümmer und langatmiger. Die wenigen Actionszenen sind ohnehin schon im Trailer enthalten. Alles andere besteht aus endlosen, zerdehnten Szenen, durchzogen von Logik- und Technikfehlern, die sich in Sackgassen verlieren – und schließlich in einem katastrophalen Ende auflaufen.

Zähe 109 Minuten wechseln ständig die Genres - am Ende weiß der Film selbst nicht zu wissen, was das Publikum glauben soll. Soll es ein Psychothriller über PTSD sein? Oder die Geschichte eines mythischen Wesens, das in den ukrainischen Wäldern sein Unwesen treibt?

Falls es um PTSD gehen sollte, ist der Film eine Beleidigung für Veteranen, die wirklich darunter leiden – denn Hausaufgaben hat Hanson offensichtlich keine gemacht. Falls es hingegen um ein mythisches Monster geht, dann ist es eine Beleidigung für das Monster selbst: langweilig, harmlos und nicht einmal in der Lage, sich auf ein einziges Kostüm festzulegen. Was sollte die Scharfschützin, die dann unerklärlicherweise den Job nicht zu Ende bringt...

Die Mischung aus Horror und Action hätte funktionieren können, wenn Hanson die beiden Genres sinnvoll ineinander verwoben hätte. Stattdessen springt er unentschlossen hin und her, hinterlässt Bruchstücke und lose Enden. Das Resultat ist eine Identitätskrise, verursacht durch faules, unentschlossenes Schreiben und inszenatorisches Amateur-Niveau.

Natürlich handelt es sich um einen Low-Budget-B-Film – aber das entschuldigt nicht, das Publikum mit einem konfusen, frustrierenden Ende abzuspeisen. Ein stimmiges Drehbuch zu schreiben kostet nichts, und selbst eine Fünftklässler-Theatergruppe hätte eine bessere Geschichte zustande gebracht.

ungeprüfte Kritik

Eden

Nach einer unglaublichen wahren Geschichte.
Drama, Abenteuer

Eden

Nach einer unglaublichen wahren Geschichte.
Drama, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 23.07.2025
Eden ist ein visuell beeindruckendes, psychologisch tiefgehendes Drama, das mit atemberaubenden Bildern, eindringlicher Schauspielkunst und einer beklemmenden Geschichte überzeugt.

Neben Vanessa Kirby beeindrucken Jude Law als fanatischer Dr. Friedrich Ritter, Daniel Brühl und Sydney Sweeney als pragmatische Wittmers sowie Ana de Armas in einer schillernden Schurkenrolle. Jeder Charakter strahlt Authentizität aus, verleiht der Geschichte Tiefe und trägt zur vielschichtigen Dynamik bei.

Im Zentrum steht Dr. Friedrich Ritter, dessen Philosophie einem messianischen Anspruch trägt. Im Schmerz liegt Wahrheit und in Wahrheit Erlösung.

Doch mit der Ankunft der Wittmers und später der selbsternannten Baroness Eloise geraten seine Ideale ins Wanken. Was als utopisches Projekt begann, entpuppt sich als seelischer Abgrund. Die Dramatik entsteht subtil: in Blicken, Wortlosigkeit, enttäuschten Hoffnungen. Schmerz wird nicht nur verdrängt, sondern als Prüfstein gefeiert – bis er unkontrollierbar wird und Ritter unversehens in eine tödliche Krise stürzt. Die Ansprüche halten dem menschlichen Mit- und Gegeneinander nicht stand und an Ritters finaler Wandlung zerbricht Dore Strauch in Ihrer Hingabe.

Eden glänzt nicht durch spektakuläre Effekte, sondern durch seine charaktergetriebene Psychodynamik. Die Spannung entsteht leise, schleichend und entfaltet sich in einem dystopischen Geflecht aus Macht, Angst und moralischer Verdunkelung. Die lehrhafte Vision Ritters – Schmerz als Quelle von Wahrheit und Erlösung – wird zur Tragödie, wenn er erkennt, dass nicht einmal er seine Ideale lebt - und dass am Ende alles auf eine simple Erkenntnis hinausläuft (Spoiler: Siehe Filmzitat :))

ungeprüfte Kritik

Control Room

Deep Space. Deep Trouble. No Escape.
Science-Fiction

Control Room

Deep Space. Deep Trouble. No Escape.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 19.07.2025
„Control Room“ startet vielversprechend – mit drängenden moralischen Fragen und einer dicht inszenierten Atmosphäre. Ich fand es spannend, die Abwägungen zwischen den eigenen Leuten und den Anderen - und dem Zwiespalt, rettet man viele und opfert wenige? Doch je weiter der Film voranschreitet, desto mehr verliert er an Substanz. Ein paar Wendungen hätten gut getan. Trotz solider schauspielerischer Leistungen und einiger gelungener Szenen leidet das Gesamtbild unter redundanten Erzählmustern, die Situationen scheinen ähnlich. Besonders enttäuschend sind die Eindringlinge, die durch die Darstellung sehr an Bedrohlichkeit verlieren und unwirklich blieben. Man hätte das Ende ruhig dramatisch lassen können, hat sich aber für ein unglaubwürdiges Happy End entschieden, das den eigenen Anspruch untergräbt.

ungeprüfte Kritik

The Secret Kingdom

Eine fantastische Reise
Fantasy, Abenteuer

The Secret Kingdom

Eine fantastische Reise
Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 30.06.2025
The Secret Kingdom versucht, große Fantasy-Gefühle zu wecken – scheitert dabei aber an seiner eigenen Belanglosigkeit.

Schon nach wenigen Minuten wird klar: Hier dominiert der Green Screen. Rund 90 Prozent des Films wirken künstlich und steril, was zwar bunt und fantasievoll gemeint ist, aber eher wie ein überladenes Computerspiel daherkommt. Die Sets glänzen digital, doch echte Atmosphäre entsteht nie. Man vermisst das Greifbare, das Erdige – das, was echte Fantasywelten lebendig macht.

Hinzu kommen Kinderdarsteller, die zwar bemüht sind, aber kaum echte Emotionen transportieren. Ihre Dialoge wirken oft aufgesagt, nicht gefühlt. Die deutsche Synchronisation trägt ihr Übriges dazu bei: Sie klingt unnatürlich und teilweise sogar unangenehm überbetont – ein Stil, der vielleicht bei Animationsserien funktioniert, aber hier deplatziert wirkt.

Das größte Problem aber ist die Geschichte selbst. The Secret Kingdom ist kein schlechter Film – das wäre unfair. Aber es fehlt ihm an Eigenständigkeit. Statt einer frischen Erzählung bekommt man eine Collage aus bekannten Motiven: ein geheimes Reich, sprechende Tiere, ein Kind, das die Welt retten soll – alles Elemente, die man schon zigfach gesehen hat, nur eben besser. Die Handlung dümpelt vorhersehbar vor sich hin, ohne jemals wirklich mitzureißen oder überraschende Wendungen zu bieten.

Fazit: The Secret Kingdom ist ein harmloser Fantasyfilm für jüngere Zuschauer, der niemandem weh tut – aber auch kaum in Erinnerung bleibt. Eine visuelle Hülle ohne echtes Herz aber viel CGI. Wer mit moderner Fantasy aufgewachsen ist, wird hier wenig Neues entdecken.

ungeprüfte Kritik

City of Darkness

Action, Thriller

City of Darkness

Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 23.04.2025
„City of Darkness“ ist ein Film der Gegensätze: Auf der einen Seite besticht er mit spektakulären Actionsequenzen und einer beeindruckenden Kulisse – eine fast vergessene Stadt, die als atmosphärische Bühne für das Geschehen dient. Im Zentrum steht die Freundschaft der Hauptfiguren, allen voran Chan-Lok Kwon, ein charismatischer Sympathieträger, der dem Publikum schnell ans Herz wächst.

Leider bleibt die Handlung dabei oft auf der Strecke: Die Bandenrivalitäten werden unnötig kompliziert über Rückblenden erzählt, die eigentliche Rachegeschichte wirkt plötzlich hineingeworfen und tonal pendelt der Film zwischen düsterem Gangsterdrama und überdrehtem Anime-Realfilm. Theatralische Musik, viel Geschrei und Figuren, die mehr reden als handeln, tragen zum unausgeglichenen Gesamteindruck bei. Besonders irritierend: ein unzerstörbarer Sidekick mit Dauergrinsen, der brennende Kohlen vernascht und Schwerter zerkaut wie Knäckebrot.

Die Action bleibt trotz aller Übertreibung ein klarer Pluspunkt. Vor allem der finale Endkampf überzeugt durch klare Choreografie und gelungenen Schnitt – ein Kontrast zu den oft zu hektischen Szenen davor. Auch wenn der Gegner hier etwas zu sehr ins Übernatürliche abdriftet, bleibt das Finale ein Höhepunkt.

Unterm Strich ist „City of Darkness“ ein unterhaltsamer, aber unausgeglichener Actionfilm, der Martial-Arts-Fans viel bietet, ohne aber an die Genregrößen heranzureichen.

ungeprüfte Kritik

Bad Hombres

Böse Jungs
Thriller, Krimi

Bad Hombres

Böse Jungs
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 23.03.2025
Trotz viel Bewegung bleibt „Bad Hombres“ erstaunlich arm an tatsächlicher Action. Zwar sind die Figuren ständig in irgendwelchen Autos unterwegs, doch eine klassische Verfolgungsjagd bleibt ebenso aus wie echte Adrenalinschübe. Stattdessen gibt es hin und wieder kleinere Gewaltausbrüche an Haltepunkten – ein bisschen Geballer, ein paar blutige Abgänge – aber alles in recht überschaubarem Rahmen. Wer auf einen packenden Showdown wartet, wartet vergeblich. Der Film plätschert gegen Ende eher unbeholfen aus.

„Bad Hombres“ ist sicher kein Totalausfall, aber auch weit entfernt davon, wirklich Eindruck zu hinterlassen. Er setzt zwar auf düstere, kaputte Figuren, die sich gerne in Tarantino-haften Dialogen verlieren – nur leider ohne dessen Sprachwitz, Tempo oder Stil. Die Handlung entwickelt sich gemächlich und besitzt in Ansätzen Charme, bleibt aber letztlich zu farblos, um wirklich im Gedächtnis zu bleiben. Ein durchgeknalltes Finale mit Mut zur Eskalation hätte dem Ganzen gutgetan – stattdessen herrscht am Ende gepflegte Langeweile.

Immerhin: Der Film ist solide inszeniert, technisch aufgeräumt und punktet mit einem angenehm cineastischen Look. Auch das Schauspiel ist durchweg ordentlich. Doch all das reicht nicht aus, um „Bad Hombres“ über ein mittelmäßiges Thriller-Niveau zu heben. Wer etwas Besonderes sucht, wird hier nicht fündig.

ungeprüfte Kritik

Hagen

Im Tal der Nibelungen - Die größte Sage aller Zeiten.
Deutscher Film, Fantasy, Abenteuer

Hagen

Im Tal der Nibelungen - Die größte Sage aller Zeiten.
Deutscher Film, Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 15.03.2025
Was hatte ich mich auf den Film gefreut...der Anfang... jawoll, das klang vielversprechend und die Bilder waren schön und mitreißend. Dann kam König Gunter und der Film war vorbei. Ab da unzusammenhängende Dialoge, eine Kriemhild, deren Aktivitäten zum Ende gar nicht mehr nachvollziehbar waren, Siegfried als besoffener Rüpel, Walküren aus MadMax III, Schauspieler, denen man beim Schauspielern zuschauen muss - und für so einen Stoff tippe ich auf ein zu schmales Budget. Man kann natürlich zugeben, dass jeder Regisseur den Stoff anders interpretieren darf, aber fast alle wichtigen Szenen wirken montagehaft, nur skizziert als Parallelhandlungen zusammengeschnitten. Es fehlt der Fluß in der Geschichte, der den Film trägt. Das erzeugt einfach zu wenig Spannung für die lange Spielzeit. Auch nach vielen Minuten fühlte ich mit den Figuren kaum mit, allenfalls Hagen selbst vermag ab und an zu gefallen. Man kann den Film schon sehen, ich würde nicht sagen, dass er schlecht ist - eher belanglos und ohne Nachhall.

ungeprüfte Kritik

The Devil's Brigade

Die Spezialeinheit - Sie taten das, was keine andere Einheit konnte.
Kriegsfilm

The Devil's Brigade

Die Spezialeinheit - Sie taten das, was keine andere Einheit konnte.
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 11.09.2024
Hmmm--- die Helden sind sehr amerikanisch und die Feinde sehr unfähig. Frage mich, warum der ganze Krieg dann solange gedauert hat. Die Idee, auf Basis der Briefe den Film zu entwickeln, gefiel mir. Auch die Schauspieler sind gut. Leider verdarb das amerikanische Heldenethos dann den Film für mich - zum Schluß gabs nur noch Fast Forward......

ungeprüfte Kritik

Dead Man's Hand

Play Your Cards Right And You Might Just Survive
Western

Dead Man's Hand

Play Your Cards Right And You Might Just Survive
Western
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 11.03.2024
Weiß nicht, das Milchbübchen als harter Mann - reihenweise fallen die Bösen seinen Schießkünsten zum Opfer... Steven Dorff schaut immer recht böse und kann ihn doch nicht mit 50 Mann stoppen. Also, das Pärchen selbst war dann doch sehr unglaubwürdig und schlecht besetzt - sonst hätte der Western vielleicht zumindest passables Niveau erreicht, weil Gut gegen Böse zieht ja immer. Für die Mystik noch ein paar Indianer, eine Menge Blei und ansonsten tote Hose. Die Stuntmen fallen schon vorher um, das Kunstblut plätschert en masse und die Story wurde irgendwie in der Kutsche vergessen. Da gibt es wesentlich bessere Streifen. Keinesfalls mehr als 2 Sterne.

ungeprüfte Kritik

Boudica

Aufstand gegen Rom
Abenteuer, Kriegsfilm

Boudica

Aufstand gegen Rom
Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 18.02.2024
Boudica, britische Heerführerin kurz nach Christie, eine mythische Figur, die die Römer bekämpfte. Was hatte ich mir von dem Film versprochen, zumal auch noch Olga Kurylenko die Hauptrolle spielt. Und dann diese Enttäuschung. Der Film wurde 2023 gedreht - er muss sich also mit großen Werken wie Gladiator, 9. Legion oder sogar Braveheart messen lassen, wenn er den Anspruch an einen Historienfilm hat. Aber da ist er meilenweit von entfernt - es ist nur eine billige Verramschung eines großen Namens einer britischen Heldin. Es scheint nur für 20-30 Statisten gereicht zu haben, daher muss die Kamera immer ganz nah ans Geschehen. Kurylenko, die z.B. in Centurion als Etain wunderbar spielt kann hier so gar kein Charisma entfalten. Für eine der spannendsten Figuren der englische Geschichte wirkt sie viel zu zahm, zu schwach. Die Aufwachszene erinnert an den deutschen Heimatfilm und alles ist so sauber, der Verräter stellt sich quasi selbst vor und dem Schurken fehlt der Tiefgang. Sie lernt mal eben den Schwertkampf und hat ein magisches Schwert, das durch die Luft fliegen kann - das hätte man sich alles sparen können und mehr in den Hintergrund investieren können. Wie konnte sie die Stämme vereinen? Warum folgten die Menschen? Boudica bleibt einem fern und es ist schade, dass mangelndes Budget und ein inspirationsloses Drehbuch das Thema so verfehlt haben. Fazit: Seichter Versuch, auf der Welle der guten historischen Filme mitzuschwimmen - arme Boudica, das hat sie nicht verdient.

ungeprüfte Kritik

Streets of Fear

Thriller, Action, 18+ Spielfilm

Streets of Fear

Thriller, Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 12.10.2023
Hmmm... ein Indifilm und dafür wahrscheinlich gar nicht so schlecht, trotzdem fand ich ihn recht langweilig, mir fehlten die französischen Gangster :) Eine interessante Wende mit dem bi-polaren Sohn und auch sonst ganz ok, aber die Story zieht sich und fesselt irgendwie auch nicht so recht, ich fürchte, ich habe ein paar Szenen verschlafen... wäre keine Empfehlung. Ein bischen zuviel Familiendrama für einen echten Gangsterstreifen und für ein Drama zuviel Gewalt. Wenn Ihr gar nichts Besseres findet kann man ihn mal sehen....

ungeprüfte Kritik

Und dann kam Dad

Familie kann man sich nicht aussuchen.
Komödie

Und dann kam Dad

Familie kann man sich nicht aussuchen.
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 06.10.2023
Ohje, wenn ich die Kritiken lese, dann bin ich wohl der erste, der nicht so happy war. Stand-up-Komiker Sebastian Maniscalco sollte lieber auf der Bühne bleiben und dort wirken, der Film ist so auf ihn zugeschnitten, dass die anderen Figuren kaum eine Chance haben, sich irgendwie zu entwickeln - sie werden einfach lieblos mit durch den Film gezogen. Da steckt wohl viel Autobiographie in dem von Maniscalo selbst verfasstem Drehbuch drin. Ein routinierter Robert De Niro darf seinen schroffen Charme präsentieren und macht den Film ab und an sogar amüsant. Doch diese Stärken werden durch ziellose Familienkomödien-Konflikte überlagert und die meisten Missverständnisse zwischen den beiden Familien werden als überlange, ziellose Fremdscham- und Situationskomik erzählt, die irgendwann abrupt, völlig unmotiviert endet. Hinzu kommt, dass sich fast jeder Gag absehen lässt, da immer der naheliegendste genommen wird. Wir wissen, in welche Körperpartie der Tennisball dotzen, in welche Richtung die Badehose rutschen und wo das Haustier enden wird. Der Filmtrailer reicht eigentlich schon aus - alles dazwischen ist offensichtliches Füllmaterial, für das sich weder die beiden Autoren noch die Regisseurin wirklich zu interessieren scheinen. Dann doch lieber "Meine Braut, ihr Vater und ich" :)

ungeprüfte Kritik

Die Abenteuer von Maid Marian

Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 29.09.2023
Konnte den Film nicht zu Ende anschauen so schlecht umgesetzt ist diese Story - auch wenn man an all die Vorgänger denkt.
Männer in sauberen Faschingskostümen und billigen Gummi Waffen runden den Film zu einer ordentlichen Himbeere ab. Peinliche Kampfszenen und ein ordentlich schlecht besetzter Robin, damit Marian wenigstens ein bisschen glänzen soll, klappt nur leider nicht. Der Film könnte von der Kulisse bei mir im Wald gedreht worden sein. Wenn man sich an das Thema heranwagt, dann doch bitte mit mehr Budget und einem besseren Drehbuch (gabs überhaupt eines?). Wer den etwas anderen Robin Hood sucht, kann lieber auf "Robin und Marian" oder "Gwyn – Prinzessin der Diebe" ausweichen oder den Klassiker halt direkt ansehen :)
Für diesen Film gilt: Schade um Eure Zeit!

ungeprüfte Kritik

On a Wing and a Prayer

Gefahr am Horizont - Basierend auf einer wahren Geschichte.
Drama

On a Wing and a Prayer

Gefahr am Horizont - Basierend auf einer wahren Geschichte.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 22.09.2023
Ich mag ja Dennis Quaid gern sehen, aber die erste Enttäuschung war die Synchro auf Deutsch, ohje, sehr unschön. Zudem spielt er in diesem Film so unbeholfen und komisch, dass man kaum zusehen mag. Gilt übrigens für alle Schauspieler des Films mit vielen unnötigen Szenen (musste wohl etwas Länge in den Stoff gebracht werden für 90 Minuten). Dann habe ich wohl den religiösen Ansatz des Filmes übersehen - das war mir leider viel zu christlich angehaucht. Der Anfang war schon merkwürdig, wer würde einen nervösen Pilotenschüler während eines Landungsversuches fertig machen? Dann kurz mal an die Obdachlosen beim geschummelten Grillfest gedacht, um danach wieder in die 4 Garagenvilla zu fahren. Amerika wie es leibt und lebt und viel zu viel Drama, zwischen den beiden Schwestern, na klar, jemand hat überraschenderweise eine Erdnußallergie und isst Erdnüsse, die Mutter bleibt lieber zum Beten vorn als den Töchtern zu helfen, das Flugzeug stürzt aus 12.000 Fuß zur Erde und kann erst knapp vor dem Boden wieder abgefangen werden, für mehr Drama zieht ein fieser Sturm auf, der Autopilot scheint vollkommen unsinnig programmiert zu sein (steigen, steigen, steigen), die FAA und Flugsicherung sind vollkommen unfähig und der Retter auf dem Boden muss erstmal Anleitungen lesen, um die grundlegendsten Dinge zu erklären während seine Freundin mal eben aus Holz und Zeug ein Cockpit für ihn bastelt. Soviel Schrott in einem Film, da betet man lieber, dass der Film bald vorbei ist.

ungeprüfte Kritik

Skinford - Death Sentence

Horror, 18+ Spielfilm

Skinford - Death Sentence

Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 19.09.2023
Sehr langweilig
Wie man es auch dreht und wendet, dieser Film ist viel zu unzusammenhängend und schlecht inszeniert, um gut zu sein. Ich bin ein großer Fan von ungewöhnlichen Horrorfilmen/Thrillern, wie z.B. Sennentuntschi, aber dieser hier funktioniert nicht. Beim besten Willen nicht.

Die Hauptcharaktere passen nicht wirklich zueinander - auch visuell nicht. Ungefähr nach zwei Dritteln des Films wird der Film zu einem freien Lauf einer nicht nachvollziehbaren Handlung. Eine Szene wird an die nächste gereiht, folgen kann man da nur bedingt und gezwungen, der Sinn bleibt jedoch unklar. Sadisten spielen Spiele...Verräter verraten...was?

Es haucht einen ein wenig "Into the Night - A dangerous romance" mit dem damals jungen Jeff Goldblum an, der war auch sehr skurril und der arme Jeff stolperte von einer Szene in die Nächste - aber das war wenigstens unterhaltsam.

Die schauspielerischen Leistungen sind miserabel, und wie ich bereits andeutete, ist das Drehbuch bestenfalls dürftig.

Um ehrlich zu sein, war ich den ganzen Film über leicht bis sehr gelangweilt. Es wird uns kein Grund gegeben, die Figuren zu mögen - oder auch nur zu verstehen, warum wir das sollten.

Die Auflösung ist lächerlich und idiotisch. Was für eine Enttäuschung.

ungeprüfte Kritik

Goblins

Tödliche Biester
Horror, Fantasy

Goblins

Tödliche Biester
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 26.08.2023
Schade drum... also um die Idee und meine Zeit.

Ich bin ja ein großer Irlandfan und die Idee mit kleinen Kobolden ist immer interessant. Aber die Hauptdarsteller konnten mich nun so gar nicht einfangen und haben meiner Meinung nach relativ schlecht gespielt - sicher Geschmackssache. Keine der Figuren ist wirklich liebenswert (was das Anschauen noch schwieriger macht), und die Abfolge von lächerlichen Szenen, Flüchen, Vulgarität, sinnloser Gewalt ganz ohne Subtilität ist sehr enttäuschend.

Kurz hatte ich einen Hoffnungsschimmer, als Colm Meany auftrat, und seine Home-Invasion ist in der Tat eigentlich auch das Schönste am Film. Skurrile Handwerksdienste und ein entspanntes Dienstleistungsverständnis :)

Aber auch er kann den Film nur bedingt retten, ohne ihn wäre der Film wohl ein Totalausfall. Lediglich die Bilder waren schön vom Haus und dem Dorf - und die Szene im Pub fand ich sehr gelungen. Nur macht das eben noch keinen ganzen Film.

ungeprüfte Kritik

Holodomor

Bittere Ernte
Drama

Holodomor

Bittere Ernte
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 24.01.2023
Wenn man ein solch dramatisches Ereignis für einen Film als Grundlage nimmt, erwarte ich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Tiefe. Der Film hier ist da leider eine herbe Enttäuschung. Ohne den Hintergrund wäre er vielleicht als Liebes/Abenteurfilm durchgegangen - aber die Verknüpfung mit dem Holodomor verlangt mehr als was von George Mendeluk hier abgeliefert wurde. Gleich zu Beginn die Bösen und die Guten klar definiert - der Film reduziert die Figuren auf schwarz/weiß und das blasse Gut und Böse Schema zieht sich durch den ganzen Film und wird mit jeder Menge Pathos, Kitsch, Klischees und romantischen Gefühlsduseleien untermalt. Die tapferen Kosaken sind Freiheitskämpfer und müssen für Aktionszenen herhalten. Gerade bei einer solch historischen Dimension ist es umso wichtiger, dass ein Film solch einer Tragweite feinfühlig alle Aspekte beleuchtet und nicht so plump in Szene gesetzt wird. Die Schauspieler sind ok, auch wenn Max Irons etwas überfordert ist mit der Rolle, die Settings teilweise schon melodramatisch - naja. Gern ansehen und sich eine eigene Meinung bilden, aber nicht zu viel Hintergrund erwarten.

ungeprüfte Kritik

American Siege

Es gibt kein Entkommen.
Action, Thriller

American Siege

Es gibt kein Entkommen.
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 14.12.2022
Kauft doch bitte eine Kamerahaltung - dieses Rumgewackel ist das einzig dynamische im Film, der so tut als wäre ein Action-Streifen. Stattdessen stehen die Figuren aber anderthalb Stunden nur in der Gegend herum und werfen sich irgendwelche unsinnigen Drohungen an den Kopf. Wie so oft leider in letzter Zeit ist Bruce Willis auch nur der Magnet für den Verkauf, er ist im Film stellenweise gar nicht vorhanden bis zur Schlußszene....

Nichts kann ändern, dass der Film einfach schrecklich langweilig ist. Selbst das Rumgeballere im Finale beschränkt sich darauf, das irgendwelche Typen auf irgendetwas schießen - was das Ziel ist, sieht man erst im Anschluss, wenn die Person zu Boden fällt. Oder vielleicht hatte die dann auch einen Herzinfarkt, wer weiß. Auch wenn American Siege minimal besser ist als andere Willis-Späterscheinungen, für eine Empfehlung reicht das Gebotene nicht, sofern man nicht gerade eine Einschlafhilfe braucht.

ungeprüfte Kritik

Code Name Banshee

Zwei Killer. Ein Geheimnis. Kein zurück.
Thriller, Action

Code Name Banshee

Zwei Killer. Ein Geheimnis. Kein zurück.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 04.11.2022
Eine Killergeschichte mit so gar keinem interessantem Ansatz, die Charaktere sind so ohne Motivation und so flach, es gibt gar keine Idee, wer sie sind oder sein wollen. Gradlinig ohne Überraschungen, Twists oder zumindest etwas Spannung auf das Finale gestrickt, denn so eines muss es ja in einem solchen C-Movie geben, witzig wäre gewesen, wenn der Bad Guy gewonnen hätte :P Keine Ahnung, was Banderas in dem Film verloren hatte. Der Versuch, mit Timeflashlines etwas Spannng zu vermitteln verpufft leider auch vollkommen - gibt nur die 08/15 Hintergrundgeschichte, auf der der Plot basieren muss - gähn. Die Dialoge sind dann auch leider nur noch Lückenfüller zwischen den Action-Szenen mit der Frau, die nie nachladen muss....
Für Interessenten auf lange shoot-outs geeignet, aber ohne Anspruch.

ungeprüfte Kritik

Der Gesang der Flusskrebse

Geheimnisse sind nur unter der Oberfläche begraben. Nach dem weltweiten Bestseller-Phänomen.
Drama

Der Gesang der Flusskrebse

Geheimnisse sind nur unter der Oberfläche begraben. Nach dem weltweiten Bestseller-Phänomen.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 03.11.2022
Wunderschöne Bilder, eine glanzvolle Optik auf der Marschlandschaft - der Film bietet hier opulentes fürs Auge. Und ja, an einigen Stellen rührte mich der Film sehr an, auch wenn es manche vielleicht als zu kitschig empfanden. So wirbeln schon mal Blätter um das verliebte Paar oder ein endloser Horizont bildet Kulisse - alles sehr schön. Leider auch ein wenig zu schön für ein solches Thema; es fällt schwer zu glauben, dass die Hauptdarstellerin als junge Frau immer in gebügelten Sachen umherläuft oder in einem Haus wohnt, das sofort in Instagram's Romantik-Ecke Platz hätte. Auch ist die Entwicklung des kleinen verlassenen Mädchens zur schlauen und begabten jungen Frau im Do-It-Yourself-Modus erstaunlich, wenn sie so ganz allein lebt. Moralisch scheint die Heldin zumindest eine eigene Ansicht zu entwicklen, in der Natur eine größere Rolle spielt als die menschlichen Gesetze. Aber ja, einiges in der Marsch ist eben auch Sumpf (es raunt aus dem Film eine dunkle Seite ..) Im Film wird leider wenig glaubhaft gemacht, warum das Kind so zurückgelassen wird. Allzu stereotyp ist auch die Aufteilung der Verehrer in den besitzergreifende Sohn aus reichem Hause und den Kümmerer aus bescheidenen Krabbenfischerverhältnissen. Die abschließende Pointe der Mordermittlung dürfte erfahrene Leser und Kinogänger nicht sehr überraschen. Je nach Geschmackslage also ein Film zwischen 3 und 4 Sternen, wegen der guten Schauspielkunst von Daisy Edgar-Jones und David Strathairn dann 3,51 :)

ungeprüfte Kritik

Ambulance

Ein simpler Überfall. Eine unmögliche Flucht.
Action, Krimi

Ambulance

Ein simpler Überfall. Eine unmögliche Flucht.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 02.06.2022
Ja, „Ambulance“ ist vielleicht einen Ticken zu lang, auf jeden Fall verbraucht es extrem viel Adrenalin beim Zuschauen. Die Kamerafahrten per Drohne mit den schnellen Schnitten des Szenenbildes - genial. Auch die Hommage an das dänische Original von 2005 ist gelungen mit einer fast kammerspielartigen Inszenierung im Krankenwagen. Insgesamt hat Michael Bay hier auch ohne seinen üblichen CGI-Overkill inszenatorisch dermaßen aufgedreht, dass sein gut zweistündiger Blockbuster-Showdown bis hin zum starken Finale trotzdem wie im Flug vergeht. Actionfans kommen an „Ambulance“ in diesem Jahr jedenfalls definitiv nicht vorbei: geradlinig erzählt, wuchtig und berauschend inszeniert!

ungeprüfte Kritik

Last Man Down

Action, Thriller

Last Man Down

Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 30.03.2022
Unansehnlicher Müll von Tiberius (wie fast immer) - wahrscheinlich wurde der Film für Abende mit viel Bier und wenig Sinn gemacht. Furchtbare Filmmusik, entsetzliche Synchro und ein anscheinend abwesendes Drehbuch. Nur weil man einen Film produzieren und in ihm die Hauptrolle spielen kann, heißt das nicht, dass man das auch tun sollte. Schade um die Ressourcen und die Zeit - vor allem Eure.

Wie immer, die typische Endzeitstimmung- der Held zurückgezogen vom Grauen der Welt in den Wäldern lebend und als Einziger ehrlich und aufrichtig geblieben - und dann Tada, die Frau läuft ihm zu wie ein verletztes Hündchen und schon hat er eine neue Aufgabe und pflegt sie wieder gesund. Die Dialoge zwischen den Beiden sind ziemlich schrecklich und mit den mangelnden schauspielerischen Fähigkeiten der Darsteller ist es sehr schwer, den Film ernst zu nehmen. Man muss vorspulen, um diesen "tiefen Einblick" in die Charaktere zu überstehen. Dann kommen ein paar Bösewichte und es gibt ein paar schlecht choreographierte Kampfszenen - man fragt sich, wie diese hochgerüsteten Söldner in ihrem Beruf so lange überleben konnten, wenn sie sterben wie die Fliegen.... Seufz. Das Ende ist natürlich von Anfang an klar - und selbst das vermasselt der Film noch.

Tut Euch einen Gefallen und schaut was anderes. Der Film taugt nicht mal als Trash-Material.

ungeprüfte Kritik

Mein Onkel

Komödie, Drama

Mein Onkel

Komödie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 13.10.2021
Tja, da habe ich nicht aufgepasst. Der Trailer ist zwar in Deutsch, die DVD dann aber nur mit französischer Tonspur. Damit konnte ich leider nicht viel anfangen :(
Ich gebe mal drei Sterne, weil der Film gut ist - nur die angebotene Ausgabe der DVD passt nicht zum Trailer - schade.

ungeprüfte Kritik

Faking Bullshit

Krimineller als die Polizei erlaubt.
Krimi, Komödie, Deutscher Film

Faking Bullshit

Krimineller als die Polizei erlaubt.
Krimi, Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 04.10.2021
Naja, da waren die Nordischen aber vor 17 Jahren schon wesentlich schneller mit "Kops" - der ist auch noch witziger und die Charaktere gehen mir zumindest mehr ans Herz. Fares Fares mal wieder in bester Form im Original - gar kein Vergleich zu diesem Nachahmer. Das hier ist nur ein schlechtes deutsches Remake - wahrscheinlich dachte man, den Original-Film kennt ja eh keiner in Deutschland, dann wärmen wir das Thema eben nochmal auf. Geschmackssache. Wenn Euch das Thema Spaß macht, dann leiht lieber den Originalstreifen "Kops" - das macht mehr Spaß.

ungeprüfte Kritik

Wir können nicht anders

Krimi, Deutscher Film, Komödie

Wir können nicht anders

Krimi, Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 03.10.2021
Es wird viel Blut vergossen. Detlev Buck läßt seine Schauspieler durch öde Lagerhallen rennen, über leere Felder, kurze Pause, dann müssen sie weiter hetzen zum nächsten Zufluchtsort. Nebenbei einige Bösewichte in Lederjacken und mit Wummen, deren Handlung aber irgendwie im Nebel bleibt und die irgendwie uncool und blass bleiben. Einige skurrile Auftritte (unvergessen Saune und AK-47) - aber trotz allem erzählen die Figuren uns nichts über die Provinz. Angesichts des unablässigen Gerennes durch leerstehende Lagerhallen und Schuppen, über Friedhöfe und Dorfstraßen, fragt man sich, was sich Buck bei seinen Figuren überhaupt gedacht hat? Was sollen dann noch die Flüchtigen, die beim Tannenbaum stehlen glänzen. Fazit: Für einen Thriller fehlt die Spannung, für eine Komödie der Witz, für einen ostdeutschen Heimatfilm das Herz. Leider meilenweit weg von seinem Klassiker "Wir können auch anders" - an den er sich wohl anlehnen sollte. Reicht vielleicht für einen netten Filmabend, muss man aber auch nicht gesehen haben.

ungeprüfte Kritik

Ein Doktor auf Bestellung

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 11.08.2021
Der Film kommt anfangs etwas grantelig rüber - und man kann diesen Film Doktor sofort mögen. So macht der Film seine Haltung zu Grobheiten gleich klar, denn daran mangelt es nicht und manchmal windet man sich ein wenig. Aber mit den Grobheiten ist nicht die schlechte Laune des Doktors gemeint, die kann man nachvollziehen. Sie liegen bei den Patienten - die wahlweise Ansprache, Rezepte, eine Vitaminspritze in den Po oder ein Publikum für ihre Eitelkeit brauchen. Der Arzt erträgt das selbstgefällige Benehmen seiner Patienten mit Alkohol, Zigaretten, Kaffee, mehr Alkohol. Sein Auto sieht aus, als würde er darin wohnen. Paris von unten quasi, mal ohne Obdachlose, aber der Mittelstand, das sieht man hier mehrfach, hat es auch ganz schön kalt. Eine schöne Einsicht in das Leben. Und es kommt wie es kommen muss in einem ordentlichen Buddy-Movie. Der gegensätzliche Charakter Malek bringt Spaß in den Film und die Beiden erleben verrücktes Situationen, hinter jeder Tür etwas Neues. Der Film macht Spaß und zeigt ein anderes Bild von Paris. Die Schauspieler agieren prima und die Witze zünden meistens. Natürlich sind die Klassiker dabei, aber schön anzusehen. Ein Film, den man sich gern mal anschauen kann.

ungeprüfte Kritik

Fear the Viper

Thriller, Krimi

Fear the Viper

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 27.07.2021
Der Film ist ein wenig überzeugender Krimi über die Gefahren, denen eine junge, mit Opioiden dealende Familie ausgesetzt ist. Das uninteressante Drehbuch schafft es nicht, die Spannung in dieser allzu bekannten modernen Geschichte über das Übel der illegalen Drogen aufrechtzuerhalten.

Die Haupthandlung dreht sich um Kips Bemühungen, aus dem schmutzigen Geschäft auszusteigen, und Boots' Bemühungen, in das Geschäft einzusteigen. Daneben werden Mutter und Vater kurz angerissen, aber der Hintergrund bleibt unklar. Der schwerfällige Film vergeudet seine Zeit auch mit einer Nebenhandlung, aus der er nie viel macht: Der örtliche Sheriff unternimmt nichts gegen Josie weil sie (vielleicht) einmal eine Affäre hatten. Das Ganze wirkt doch sehr lebensfremd und konstruiert, um wenigstens ein bischen Tiefe zu bekommen - aber man kann sich mit den Personen nicht anfreunden, sie bleiben seltsam glanzlos. Die Lebenslektionen über das böse Drogengeschäft und der Schluß des Films sind gewöhnungsbedürftig - insgesamt fehlt dem Film der Biss, die Spannung, auch und gerade weil das Thema hochbrisant und aktuell ist.

ungeprüfte Kritik