Kritiken von "videogrande"

Ich glaub' mich knutscht ein Elch!

Der Alte hat einen Sprung in der Schüssel!
Komödie, Kriegsfilm

Ich glaub' mich knutscht ein Elch!

Der Alte hat einen Sprung in der Schüssel!
Komödie, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 23.06.2026
So viele 1-Stern Bewertungen für diesen Klassiker der 80er Jahre? Ahaa, es liegt an der Synchro, die zum Erscheinen auf Bluray neu erstellt wurde. Und da sieht man mal wieder, wie ein Film damit steht und fällt. Einzig das Original mit seiner Original Synchro ist das Wahre. Der noch junge Bill Murray und eine Menge anderer Bekannter nehmen hier die US Army aufs Korn, aber wenn man ehrlich ist, verbeugen sie sich auch etwas davor, denn am Ende wirds versöhnlich. Der Zuschauer hat auch nach Jahrzehnten noch seinen Spaß an dieser Anarchokomödie, die aus der guten alten Zeit stammt und alles andere als politisch korrekt ist. Da gibts sexistische Witzchen und auch Seitenhiebe auf so manches andere, als die Army. Das Team der "Ghostbusters" hat hier zugeschlagen und irgendwie kapitelartig, vielleicht etwas merkwürdig, sämtliche Klischees, auch des kalten Krieges zusammengeschustert. Man merkt auch, das die Extended Fassung mit dem Südamerika-Teil nicht wirklich stimmig ist und sollte unbedingt auf die Kinofassung mit alter Synchro zurückgreifen, um bedingungslosen Spaß zu haben. Fazit: Ein selten dämlicher Filmtitel für eine tolle Satire auf Uncle Sam, starbesetzt und ulkig. Macht immer noch Spaß und verdient so, wie er 81 in hiesige Kinos kam, seine 4 Sterne. Alle anderen Versionen braucht kein Mensch.

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How to Talk to Girls at Parties

Musik, Komödie, Science-Fiction

How to Talk to Girls at Parties

Musik, Komödie, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 22.06.2026
Um im Englischen zu bleiben, wo dieser Film herkommt: "Weird and strange" - Also was hier abgeht ist mal wieder im Delirium eines Autors (nämlich dem extravaganten Neil Gaiman) entstanden, der die Seventies, Science-Fiction und britischen Humor mag. Sinn...tja, den kann man hineininterpretieren, wenn man möchte. Vielleicht, dass die Ära des Punk, am bekanntesten wohl vertreten duch die Sexpistols, nicht von dieser Welt ist. Die Musikrichtung bildet natürlich den Soundtrack, und wer sich damit auskennt, bzw. Fan ist, der wird seine helle Freude daran haben. Bemerkenswert ist die schöne, authentisch wirkende Ausstattung, die die ausgehenden 70er gut portraitiert. Über die sperrige und wenig zugängliche Umsetzung der Kurzgeschichte mag man streiten, jedoch wenig über die Darsteller. Sowohl Elle Fanning, wie auch Alex Sharp zeigen große Spielfreude und bringen zwei Teens zum Leben, welche sich selbst, die Musik und das Leben entdecken. Spaß hat der Film irgendwie wirklich gemacht, jedoch ist er wohl eher ein Geschenk für echte Fans von Neil Gaiman. Ich weiß das zu würdigen, kann aber mit dem Ergebnis nicht viel anfangen und muss sagen: Massenkompatibel ist diese Verfilmung nicht. Sie richtet sich an ein Nischenpuplikum mit Nerdwissen und wird unter denen evtl. Kultstatus erreichen. Ich gebe faire 3 Sterne, aber wer den Film verreißt, der hat mein Verständnis. Er ist einfach zu speziell...

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The Night

Es gibt keinen Ausweg.
Horror, Thriller

The Night

Es gibt keinen Ausweg.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.06.2026
"The Night" ist insofern interessant, als das er eine iranisch-US-amerikanische Gemeinschaftsproduktion ist. Hotels sind immer für Horror gut und ich muss sagen, es beginnt höchst atmosphärisch, wenn auch leidlich bekannt. Es klopft des öfteren laut, was sich dann Jumpsqare nennt und etliche Klischees werden, wenn auch wirkungsvoll, bemüht. Natürlich drängt sich ein "Shining" Vergleich auf. Die unheimliche Stimmung wird eine Weile aufrecht erhalten und gipfelt das erste Mal in einer Gänsehaut-Szene mit einem Polizisten. Ab da bekommt man richtig Lust auf den weiteren Film, stellt die Frage, welche gruseligen Geschichten sich in diesem alten Gebäude verbergen und warum das Paar heimgesucht wird. Doch besser wird es leider nicht. Ab da wird es komplett konfus, der Spuk wird kurz und banal begründet und wenn man ehrlich ist, machts wenig Sinn und man versteht das Ende dann gar nicht mehr. Fazit: Anfänglich spannender, dann extrem abflachender, fast langweilender Psycho-Horror, der aber mit realistischer Darstellung punktet.

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Verfluchtes Amsterdam

Sei froh, dass du Angst hast. Es bedeutet, dass du noch lebst!
Krimi, Action

Verfluchtes Amsterdam

Sei froh, dass du Angst hast. Es bedeutet, dass du noch lebst!
Krimi, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.06.2026
Das, für mich komplett überraschende, Erscheinen der Fortsetzung, hat mich dazu verleitet, den mir als sehr gut in Erinnerung gebliebenen Film von Dick Maas nach ewigen Zeiten erneut anzuschauen. Die ikonischten Szenen (Ausflugsschiff und Schlauchboot) und selbst den Titelsong vom Abspann hatte ich noch intus. Ich hätte aus dem Stand 4 Sterne vergeben, weil "Verfluchtes Amsterdam" ein herausragender 80er Film war, den ich als sehr spannend in Erinnerung hatte. Nun bin ich etwas ernüchtert. Damals hatte man doch andere Sehgewohnheiten. Der Film ist laaangsaaam und kommt erst im letzten Drittel, dann aber auch richtig, in Fahrt. Davor, das muss ich zugeben, passiert nicht viel und es ist Langeweile angesagt. Die Greueltaten sind vergleichsweise zurückhaltend, gewisse Spannung ist aber vorhanden. Zudem ist der Streifen schlecht gealtert. Gerade der Soundtrack wirkt heutzutage unfreiwillig komisch. Ich habe den Film im Laufe der Jahre verklärt und da er oft als Kultfilm tituliert wird, fest daran geglaubt, dass er hoch unterhaltsam ist. Aber erst mit der Speedboot Verfolgung in den Grachten kommt Stimmung auf. Fazit: Er war mal was Besonderes und ist es für manche noch. Ich halte ihn für ein bemerkenswertes Stück Eurokino, das man kennen sollte, aber das Neuzuschauer dieses Jahrhunderts nicht mehr abholt. Vor der Fortsetzung habe ich jetzt etwas Angst...aber Dick Maas enttäuscht eigentlich höchst selten.

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Gladiator 2

Abenteuer

Gladiator 2

Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 28.05.2026
"Gladiator" gehört zu den Filmen, die niemals hätten fortgesetzt werden dürfen, die für sich allein stehen und wirken. Auf Anhieb würde mir da z.B. "Schindlers Liste" einfallen. Was man auch getan hätte, es wäre schwierig den Film bedingungslos gut zu finden. Als Fortsetzung hat er eine unlösbare Aufgabe vor sich. Hätte man den Film losgelöst als eigene Geschichte verfilmt, würde man die vielen Ähnlichkeiten zu "Gladiator" bemängeln. So oder so kommt er auf keinen grünen Zweig. Dabei ist der Film im Grunde nicht schlecht. Er stellt eine schöne Erweiterung der Geschichte dar. Praktisch wie ein überlanges Schmankerl, das man als Beigabe verstehen kann. Die Tiefe, die Dichte und vor allem die Emotionen des Originals werden zu keinem Zeitpunkt erreicht. Während man dort noch sympatische Charaktere zum identifizieren hatte, bleibt hier nur Denzel Washington in Erinnerung. Lucius Werdegang finde ich zudem völlig unglaubwürdig. Die Story ist einfach zu ähnlich, zu uninspiriert und vor allem leider auch überflüssig. Was an Geist des Originals fehlt, hat man versucht, mit den 25 Jahre später möglichen, beeindruckenden Spezialeffekten wett zu machen. Zumindest sah das alte Rom selten so gut aus. Nur eins gehört dort nicht hin und es ist ein Armutszeugnis für einen Film aus dem 21. Jahrhundert: Englische Inschriften! Die kosten einen vollen Stern, das ist ja selten dämlich. Zusammendfassend kann man sagen: Gut, interessant aber völlig unnötig und nur ein Nachklapp eines großartigen Klassikers.

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Sleep

Horror, Thriller

Sleep

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.05.2026
"Sleep" ist ein Langweiler der besonderen Sorte: Obwohl nichts zu passieren scheint, hat mich der Film auf subtile Art gepackt. Er geht das Thema Geistererscheinungen auf reale Weise an. Nämlich praktisch ohne Spuk, ohne Getöse und ohne Jumpsqares, sondern mit dem, was wohl wirklich passieren würde. Der Film ist eher ein Ehedrama und da man nicht weiß, auf was das eigentlich hinaus will, bleibt der Zuschauer am Ball. Ganz geschickt und bis zuletzt wird damit gespielt, ob es Wahnvorstellungen sind, oder nicht. Und so widerfährt den Protagonisten eine real anmutende Tortur vom Arztbesuch zur Klapsmühle. Sehr gut dargestellt, praktisch als 2 Personen Stück. Das letzte Drittel blüht dann endlich auf und sorgt für kleine Überraschungen aber auch Klischees. Die Zitate vom Cover stimmen nur bedingt. "Einzigartig" kann ich unterschreiben, aber "ein wilder Ritt" ist das wahrhaft nicht. Fazit: Ein koreanisches Geisterdrama, dass sehr lange benötigt, um in die Socken zu kommen. Die typische asiatische Langsamkeit kommt hier voll zum Ausdruck. Wer für die aber Verständnis hat, bekommt einen interessanten Film zu Gesicht. 3 gute Sterne.

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Beneath the Storm - Thrash

Wenn dich die Flut nicht umbringt...
Abenteuer, Thriller

Beneath the Storm - Thrash

Wenn dich die Flut nicht umbringt...
Abenteuer, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.05.2026
"Thrash" könnte auch Trash heißen, aber das wird dem Film nicht gerecht, denn er ist schon sehr ernsthaft inszeniert, auch wenn es ordentliche Übertreibungen gibt. Die Story erinnert natürlich ungemein an den Krokohorror "Crawl", aber wo mir bei diesem die sichtbare Künstlichkeit der Studiokulissen sauer aufstieß, bin ich nun überrascht, wie gut die Effekte hier gelungen sind. Allenfalls ein paar Mal ist der Greenscreen ersichtlich. Man darf allerdings nicht zu viel erwarten. Regisseur Tommy Wirkola hält sich hier überraschend zurück und es gibt weder seinen typischen, schwarzen Humor, noch ausufernde Splattereffekte zu sehen. "Thrash" ist vergleichsweise ein "Familienfilm" geworden, der sich in die lange Reihe von Haifilmen gut einfügt aber auch nicht sonderlich herausragt. Ich habe mich nicht gelangweilt und fühlte mich gut unterhalten, auch wenn man vieles vorausahnen konnte und einiges auch schon so oder ähnlich gesehen hat. Fazit: Ein solider Hai-Horrorfilm, den Wirkola besser auf seine Art inszeniert hätte, damit er nicht so zahm und zurückhaltend ist. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen, um den Film hervorzuheben. So ist er gut gemachte Konfektionsware.

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Until Dawn

Jede Nacht ein neuer Albtraum. Bleib am Leben!
Horror, Fantasy

Until Dawn

Jede Nacht ein neuer Albtraum. Bleib am Leben!
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.05.2026
Ich bin etwas angepisst. Wieder so ein Film in dem es "dunkel ist, wenn es dunkel ist". Stockfinster, schwarz. Nichts ist zu sehen. Man ahnt teilweise nur, wie die Opfer hier ums Leben kommen und sieht nur schemenhafte Umrisse. Ich kann allen Ernstes sagen, dass ich große Teile der Handlung einfach nicht sehen konnte. Ich hörte Geschrei und Geräusche, aber was ist passiert? Zum Teufel, man möchte doch etwas sehen. Die Darsteller tun es laut ihrer Aussage ja auch. Es fing ganz gut an, mit interessanten Einfällen, überraschenden Bluteffekten und jeder Menge Jumpsqares, die einen im Sessel hochschrecken lassen. Vermutlich wäre der Film gar nicht mal schlecht, hätte man ihn heller gestaltet. Er sägt sich also selbst den Ast ab. Obwohl ich auch logische Löcher ausgemacht habe, da eine Person scheinbar von der Zeitschleife unbeeinflusst bleibt. Da sich das Szenario mit den Schreien und Schlitzergeräuschen in der Dunkelheit ständig wiederholt hat, habe ich entnervt und wütend aufgegeben. Was meine Mitkritiker da gesehen haben, kann ich nicht nachvollziehen. Ich kenne kaum einen Film, der fast durchgängig schwarz ist. Fazit: Was zur Hölle sollte das? Ein scheinbar interessanter Zeitschleifen-Horrorfilm versteckt sich im Dunkel. Erbärmlich.

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Lies - Lust und Lügen

Der Roman als Pornografie verboten. Der Film ein erotisches Kunstwerk.
Drama, 18+ Spielfilm

Lies - Lust und Lügen

Der Roman als Pornografie verboten. Der Film ein erotisches Kunstwerk.
Drama, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.05.2026
Wirkt wie eine Pseudo-Dokumentation, weil die deutsche Synchro wirklich nicht gelungen ist und sich wie simultan übersetzt anhört. Es passt aber zur Kamera, die auf mich den Eindruck macht, als hätte man mit Super-8 gefilmt. Die Älteren unter uns mögen sich erinnern. Es ist eine überbelichtete Shakycam, also eine dilletantische, wackelige Angelegenheit, wie heimlich gefilmt. Das dürfte wohl Absicht gewesen sein, aber daraus resultiert eine miserable Bildqualität, in der es sogar teilweise Treppchenbildung gibt. Kommen wir zum Inhalt. Ja, es geht schon heiß her. Da könnten Gerüchte aufkommen, die Darsteller hätten es wirklich getan. Als Zuschauer kommt man sich wie ein Voyeur vor, auch die Perspektive soll andeuten, dass man vom Türrahmen aus zusieht. Ein Akt jagt den nächsten und das weniger erotisch, als fast schon pornografisch. Dafür sorgt auch die derbe Wortwahl. Das Hauptthema, sexuelle Abhängigkeit und das Hineinrutschen in die Sado-Maso-Spirale, wird zunächst gut beschrieben, drischt sich dann aber im wahrsten Sinne ab. Ständiger Sex mit Popoklatsch ersetzt keine Story und das Ergebnis ist viel zu lang geraten. Fazit: Sehr freizügiger SM-Softporno der seinen intelektuellen Gehalt nur vortäuscht. Es geht nur um "das Eine" und man fühlt sich beim Zuschauen eher unwohl als angeregt.

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Escape from the 21st Century

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.05.2026
Ein ziemlich wilder Streifen, den man wohl am ehesten mit "Scott Pilgrim" oder, um beim Asiakino zu bleiben, mit "Kamikaze Girls" vergleichen kann, wenn es um die Machart aus wilden Schnitten, Texteinblendungen und eingefügtem Zeichentrick geht. Das ganze ist experimentell, sureal, hat viele (zu viele) visuelle Einfälle und ich finde, man hat hier und da auch geklaut. So finden sich Figuren, die stark an "Southpark" erinnern oder eine Sequenz, die frappierende Ähnlichkeit mit dem Intro "Der phantastische Film" aus alten Fernsehtagen hat. Eigentlich ist das kein Film, sondern eine hektische Aneinanderreihung von videoclipartigen Szenen. Das hat tatsächlich seinen Reiz, steckt voller großer und kleiner Gags (z.B. die Frau, die nur von hinten zu sehen ist, auch auf ihrem Beerdigungsfoto), aber den roten Faden verliert man als Zuschauer schnell. Das liegt an der Masse an Effekten und am scheinbar zusammenhanglosem Inhalt. Und das macht das Durchhalten anstrengend. Auf seine Weise ist das sehenswert, andererseits wird der Normalseher verständlicherweise abschalten. Dieser übersprudelnde Film vergisst vor lauter Kreativität eine kurzweilige Handlung. Fazit: Mangaähnlicher, visuell überbordender Mix aus SciFy und Comedy, dessen Bilderrausch davon ablenkt, dass nicht viel Substanz dahintersteckt. Ganz knappe 3 Sterne, weil ich Asia-Fan bin und der Ideenreichtum einen Stern verdient.

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Hooker

Die dunklen Geheimnisse eines Escort Girls.
18+ Spielfilm, Thriller

Hooker

Die dunklen Geheimnisse eines Escort Girls.
18+ Spielfilm, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.04.2026
Die Realität spiegelt der Film absolut nicht wieder. Die Philippinen sind ein Entwicklungsland. Wenn man so luxuriös lebt, wie hier gezeigt Mutter und Tochter, dann hat man's geschafft und gehört zu den oberen 10000. Das wahre Antlitz der Prostitution, die Armut, die dazu führt, all das beschönigt der Film extrem. Aber es soll ja auch keine Doku, sondern ein Erotikthriller sein. Nun ja. Nackte Haut bietet er. Aber ansonsten kann man kaum von Erotik und noch viel weniger von einem Thriller reden. Die Story ziiiieht sich ellenlang mit Dialogen, endlosem Gejammer und ohne jegliche Spannung. Das ganze erinnert eher an eine koreanische Soap, freilich mit Sex und Blut. Eine seltsame Mischung, die mir nur ein müdes Gähnen hervorlockt. Nach Sinn und Unsinn sollte man auch nicht fragen, denn Mamis Tötungsaktionen sind logikbefreit. Nach kurzer Zeit hab ich den schnellen Vorlauf gedrückt und bereut, nicht irgendetwas anderes in den Player gelegt zu haben. Fazit: Schlechte Darsteller, die schlecht synchronisiert wurden in einer schlecht inszenierten, laienhaft ausgeführten Verfilmung. Extrem langweilig - Schade um die Zeit.

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Monster Summer

Abenteuer, Fantasy

Monster Summer

Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.04.2026
"Monster Summer" ist ein recht liebevoll gemachtes Teenager-Abenteuer-Gruselfilmchen, das Erinnerungen an die eigene Jugend weckt. Man findet hier viele, bekannte Motive wieder, die in den 80ern in Filmen wie "Stand By Me" oder den "Goonies" etabliert wurden: Sommerferien, Abenteuer, eine kauzige Mentorenfigur und kindgerechter Grusel. Klar, das hat man schon oft und auch oft besser gesehen, aber "Monster Summer" ist für eine neue Generation gemacht und sicherlich als Hommage gedacht. Ein Knaller mit bleibendem Erinnerungswert, so wie die Vorgenannten, ist nicht entstanden, aber ein schöner, im besten Sinne altmodischer, Kinder-/Jugendfilm, der mit Mel Gibson und Kevin James prominent besetzt ist. Was auffällt, ist irgendwie ein schnelles Durchrauschen der Geschichte. Da wäre sicher noch mehr drin gewesen. Fazit: Zwar hätte man das Drehbuch durchaus etwas temporeicher umsetzen können, dennoch ist ein nettes Filmchen mit Nostalgiefaktor entstanden, welches aber wohl nicht den Kultstatus seiner Vorbilder erreichen wird.

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The Woman in the Yard

Lass sie nicht herein.
Horror, Thriller

The Woman in the Yard

Lass sie nicht herein.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.04.2026
"The Woman In The Yard" ist ein außergewöhnlicher und mit Köpfchen gemachter Horrorfilm. Doch was sind diese auch oft? Richtig, schwer zu verstehen. Man muss hier schon wieder alle Sinne beisammen haben um am Ende eventuell ein "Ach so ist das!" über die Lippen zu bekommen. Wenn die Auflösung zu verschwurbelt wird, kann einem das den Film schon versauen. Hier kam noch ein anderer Faktor hinzu: Nachdem der Film ganz stark und unheimlich beginnt und seine Zuschauer wirklich packt, obwohl kaum etwas passiert, lässt man ihn später in einem Dunkel versinken, dass man nichts mehr erkennen kann. Selbst Details, die wichtig für die Auflösung wären, werden verschluckt. Und das ist richtig ärgerlich. Ich denke, hier wollte man etwas zu intelektuell an die Sache herangehen und lässt dadurch eher verwirrte oder enttäuschte Zuschauer zurück. Atmosphärisch sehr gut gemacht, ist das ein Grusler für den Moment, den man morgen aber wieder vergessen hat. Fazit: Tolle Idee. Fängt ganz stark an, verursacht Gänsehaut und Unbehagen, doch endet dann fast in schwarzen Bildern, in denen man nichts mehr erkennen kann. Ein psychologischer Horrorfilm, der Einblick in eine depressive Seele geben will, aber einen Hauch zu wenig Horror bietet.

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Anaconda

Für diese Komödie stehst du Schlange.
Abenteuer, Komödie

Anaconda

Für diese Komödie stehst du Schlange.
Abenteuer, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.04.2026
Wenn man das sehr trashige "Anaconda" Franchise liebt, ist dieser Film ja nahezu ein Muss, denn so viel Budget hat wahrscheinlich nicht mal das Original gehabt. Und schlimmer als die Gurken die danach kamen, kann es nicht werden. Dieser Streifen ist aber keine Fortsetzung und schon gar nicht ein ernst gemeinter Film. Er ist eine offene Hommage an den ersten Teil und wird auf der Metaebene ausgelebt. Das bedeutet, man geht im Film davon aus, das der Urfilm mit JLo wirklich nur ein Film ist, der innerhalb der Handlung ein Remake erfahren soll. Man hat sich für das Comedygenre entschieden und somit gibts des öfteren was zu lachen. Der Humor dürfte aber nicht jedermanns Geschmack treffen, denn er ist äusserst flach und kann auch seine Finger wieder nicht von Pinkelwitzchen unterhalb der Gürtellinie lassen. Von ein paar guten Schmunzlern abgesehen, habe ich nur bei einer Szene herzhaft gelacht und die wurde uns schon im Trailer angeteast, was schade ist. Ansonsten habe ich entweder meinen Humor verloren oder "Anaconda" ist einfach relativ unlustig. Erst gegen Ende geht das Trashherz auf, denn das Tempo steigt und man bekommt Cameos zu sehen, für die man auch nach Abspann sitzen bleiben sollte. Alles in Allem hätte man deutlich mehr draus machen können. Fazit: Vorhersehbare Komödie und witzige Hommage. Doch mehr als 3 Sterne sehe ich in diesem Werk nicht.

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Oddity

Thriller, Horror

Oddity

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.04.2026
"Oddity" gehört zu den intelligenteren Horrorfilmen, die nicht mit polternden und blutigen Szenen auf billige und oberflächliche Effekthascherei aus sind, sondern ganz ruhig und leise eine unheilvolle Stimmung aufbauen und den Horror erst im Kopf des Zuschauers entstehen lassen. Das geschieht durch wohl dosiert eingesetzte Jumpsqares, Dunkelheit, in der man etwas zu sehen glaubt und mysteriöse Vorkommnisse, deren Geheimnis man ergründen will. Der Film packt, obwohl er im Grunde fast schon langweilt, aber man immer die Gegenwart von etwas Unheimlichen spürt. Nebenbei entspinnt sich die Story per Rückblenden, die Überraschungen parat haben. Gänsehaut ist des öfteren garantiert, Unterhaltung aber eher weniger. "Oddity" ist nicht kurzweilig oder außergewöhnlich und verlangt nach Aufmerksamkeit. Wer eine durch die Gegend torkelnde, mordende Holzfigur erwartet, muss sich auf etwas anderes gefasst machen, was mich überrascht hat. Ich verstehe, dass man ihn deshalb langweilig finden kann, letztlich erreicht er aber sein Ziel und beschert einen gruseligen Abend. Fazit: Atmosphärische Mischung aus Crime und Horror, die sich eventuell zurückhält und leider auch im wahrsten Sinne viel im Dunklen lässt, nämlich einige Fragen und manch kaum erkennbare Szene.

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Lola

Kriegsfilm, Science-Fiction

Lola

Kriegsfilm, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 04.04.2026
Verdammich, nun hat mich die interessante Inhaltsangabe so gepackt, dass ich schon wieder nicht merkte: Dies ist so ein "Found-Footage" Mist. Das was mit dem Film nicht stimmt, merkt man schon am Menü und am unabhängigen Filmverleih. Und so hat der Zuschauer nun eine Tour de Force in schwarzweiß mit Wackelkamera und künstlich erstellten Störungen und Alterspigmenten vor sich. Jetzt hätte das Ganze tatsächlich überraschend gut sein können, wenn denn wenigstens die Szenen authentisch aussehen würden. Aber den meisten Bildern merkt man an, dass sie auf keinen Fall 1938 entstanden sind. Besonders auffällig, wenn dann Originalmaterial eingeschnitten wird. Erstaunlich, dass dies manchmal ganz gut gelungen ist. Die moderne Sprache, Aussehen und Verhalten der Schwestern sind völlig fehl am Platze und zerstören die Glaubwürdigkeit. Ich habe bis zum Ende geguckt und nun muss mein Fazit erfolgen. Die Idee finde ich super! Die Umsetzung steckt aber voller Logiklöcher, und auch als Found-Footage haut es wegen eingestreuter Songs nicht so recht hin. Zeitreisefans und für Experimente offene Zuschauer mit Geduld können sich das Teil gern ansehen, aber als Realfilm wäre die Idee wesentlich besser umgesetzt gewesen.

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The Old Woman with the Knife

Nach dem koreanischen Bestseller-Roman 'Frau mit Messer' von Gu Byeong-mo.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm

The Old Woman with the Knife

Nach dem koreanischen Bestseller-Roman 'Frau mit Messer' von Gu Byeong-mo.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.03.2026
"The old woman with the knife" ist ein sperriger Titel, der aber Fans des asiatischen Kinos neugierig macht. Vorab verraten: Eine zweite "Lady Vengeance" ist das nicht. Ich fühlte mich eher, aber nur wegen der Kameraeinstellung von hinten, an die "Sasori" Filme erinnert. Dieser Film ist ruhig, sentimental mit sparsam dosierter Action. Durch Rückblenden entwickelt sich eine interessante Geschichte, die zunächst wirklich fesselnd ist, sich dann aber im letzten Drittel doch etwas zieht. Dies ist eventuell die realistischere Variante von "R E.D." Die einstige Profikillerin wird älter, kann sich aber gut behaupten, bis sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Gespielt wird diese Rolle hervorragend. Endlich darf man wieder eine emotionale Bindung zu einer Filmfigur aufbauen und mitleiden. Leider ist die Inszenierung streckenweise sehr dunkel gehalten, so das einiges vom Schwarzgrau verschluckt wird. Es gilt wie so oft: Normalseher werden ihre Schwierigkeiten haben, Asiafans mit Geduld haben einen Film vor sich, der nicht unbedingt ein Must See ist, der aber doch über dem Durchschnitt rangiert. Fazit: Gutes Koreakino mit Tiefgang und trotzdem jeder Menge Blut, dem gegen Ende leicht die Puste ausgeht.

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Companion - Die perfekte Begleitung

Eine etwas andere Liebesgeschichte - Finde jemanden, der wie für dich gemacht ist.
Thriller

Companion - Die perfekte Begleitung

Eine etwas andere Liebesgeschichte - Finde jemanden, der wie für dich gemacht ist.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.03.2026
Erwartet hatte ich eine weitere Variante von "Meghan" und insbesondere "Subservience" und bin deshalb absolut positiv überrascht von der völlig anderen Herangehensweise. Gegenüber den üblichen "Android dreht durch"-Streifen erweist sich "Companion" als nahezu philosophisch und intelligent. Er verpackt Themen wie sexuelle Ausbeutung, Sklaverei und im weitesten Sinne auch die alte Menschheitsfrage "Woher kommen wir?" In seiner nachdenklich machenden Geschichte, die man so nicht unbedingt kommen sieht, auch wenn ich bei einer Person allein wegen des Aussehens einen Anfangsverdacht hatte. Die darstellerische Leistung der Hauptperson ist imposant. Sophie Thatcher gibt eine absolut sympathische Vorstellung mit viel Hingabe. Und letztlich ist das Szenario, wenn auch weit weg von technischer Machbarkeit, eine realistische Zukunftsversion, in der wir immer materieller werden und alles automatisiert ist. Wer also nicht immer dieselbe, oberflächliche Actionorgie um "böse" Roboter sehen will, sondern auch mal ein paar Hintergedanken einfordert und sich über gut platzierten Humor freut, ist bei "Companion" gut aufgehoben. Fazit: Eine wohltuende Überraschung. "Companion" setzt weniger auf extreme Spannung oder Ballereien und kommt ruhig, aber dafür mit Tiefgang daher, der nicht zu kopflastig (ähnlich bei "Exmachina") ist.

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Heretic

In seinem Spiel bist du nur eine Figur.
Horror, Thriller

Heretic

In seinem Spiel bist du nur eine Figur.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.03.2026
Endlich wieder ein sehr packender und dabei noch interessanter Film mit provokanten Thesen. Wer hätte gedacht, das Hugh Grant einen Psychpathen derart diabolisch und mit diebischer Freude am Spiel darstellen kann? Die Thesen, die er als Mr. Reed in den Raum stellt und die Vergleiche von Brettspielen und Plagiaten mit den Weltreligionen sind ein gefundenes Fressen für alle, die der Kirche und dem Glauben so rein gar nichts abgewinnen können. Hier wurde scheinbar sehr gut recherchiert. Alle drei Darsteller spielen überzeugend und es macht sich eine beklemmende, hochspannende Atmosphäre breit, die auf den Zuschauer übergeht. Leider übertreibt man gegen Ende und es wird zu dick viel Unglaubwürdiges aufgetragen. Was da im Haus letztlich vorgeht kann man nur mit viel Toleranz akzeptieren. Der Spannungsaufbau wird durch immer absurder wirkende Twists etwas ausgehebelt. Aber eines steht trotzdem fest: Es ist unheimlich. Fazit: Intelligent gemachter, atmosphärischer Horrorfilm mit interessanter Thematik, der aber am Ende völlig unnötig die Klischeekiste öffnet und dadurch bös an Glaubwürdigkeit verliert.

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Mickey 17

Zu sterben ist sein Alltag.
Science-Fiction

Mickey 17

Zu sterben ist sein Alltag.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.03.2026
"Mickey 17" schien eigentlich ein sehr vielverprechender Science Fiction Film. Der Regisseur hat sich einen guten Ruf erarbeitet, aber eben nicht im Mainstream. Dessen muss man sich bewusst sein. Der Film ist mehr eine parodistische Metapher. Schräg humorvoll, sehr makaber. Fast schon pervers, in nichtsexuellem Sinne. So weit erstmal ganz gut. Aber ich muss feststellen, dass, sobald Regisseur Bong Joon-ho mit Hollywood zusammenarbeitet, er sich scheinbar nicht wie in Korea entfalten darf. Nach recht kurzer Zeit wird der Film recht langatmig und seine 130 Minuten machen ihn nicht gerade zum Beispiel für Kurzweiligkeit. Auf diesen Film muss man sich vorbereiten und sich auf ihn unabgelenkt einlassen. Leider hatte ich die benötigte innere Ruhe nicht und war ziemlich schnell genervt. Zunächst von dem ewigen Voiceover, in denen "Mickey" mit uns, den Zuschauern, spricht und alles erklärt. Die Erzählerstimme legt sich störend über den ganzen Film. Jedenfalls bis dahin, wo ich sah, denn ich habe abgebrochen, bin aber bereit, ihm eine 2. Chance zu geben. Der nächste anstrengende Faktor ist Mark Ruffalo der außerhalb seiner Rolle als Hulk/Bruce Banner eigentlich nichts leistet. Bereits in "Poor Things" ging mir seine Performance auf den Keks und hier spielt er sehr ähnlich. Toni Colette an seiner Seite macht es nicht besser, ihr Talent wird vergeudet mit einer undankbaren Rolle. Einzig Robert Pattinson, der besser niemals den Edward in "Twilight" gespielt hätte, weil das seinen Ruf zerstört hat, kann ich etwas abgewinnen. Fazit: Steif und sperrig. Der Film ist ganz zäh inszeniert und wirkt aufgesetzt. Er hat wie so oft einen guten Kern, fällt aber auf die Nerven. Und das ist schade, denn die Story ist durchaus gut und verdient/benötigt ein aufgeschlossenes Puplikum. - Mal sehen, ob ich beim 2. Mal meine Meinung ändere.

ungeprüfte Kritik

Wonder Woman 1984

Fantasy, Action

Wonder Woman 1984

Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.02.2026
Gal Gadot als Wonderwoman ist immer noch eine Traumbesetzung. Leider kackt ihr 2. Solofilm gegenüber dem sehr gelungenen Erstling komplett ab. "WW 1984" ist zwar durchaus eine solide Comicverfilmung, wirkt aber über weite Strecken wie eine Persiflage. Gerade Pedro Pascal lässt seine Figur komplett überziehen und das 80er Ambiente wird nur in der Anfangszene verwurstet und wirkt wie ein klischeebeladenes "Best Of" jenes Jahrzehnts, welches sich danach verliert und kaum noch an die Eighties erinnert. Die Story ist auch nicht unbedingt beknackter, als bei manch anderen Comicverfilmungen aber gerade durch die "Wishmaster"-Reihe auch altbekannt. Alles wirkt irgendwie lächerlich und überdreht. Auch die Tricks sehen teilweise etwas cheesy aus. Die Rückkehr von Chris Pine ist ebenfalls hanebüchen. Und so hat der Film deutlichen Beigeschmack und steht tief im Schatten von Teil 1. Gegen Ende wirds kitschig, aber immerhin gibts ein Cameo zu sehen. Fazit: Ohne Gal Gadot hätte der Film weder Schauwert noch Daseinsberechtigung. Er hat Plotholes und ist komplett konstruiert. Als Fortsetzung ein Rohrkrepierer, der auch gewaltige Längen hat.

ungeprüfte Kritik

Love Hurts - Liebe tut weh

Mit deiner Vergangenheit kannst du nicht Schluss machen.
Action, Lovestory

Love Hurts - Liebe tut weh

Mit deiner Vergangenheit kannst du nicht Schluss machen.
Action, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.02.2026
"Love Hurts" ist in der Tat so eine Art "Nobody Light". Würde nicht auf dem Cover erwähnt, dass die Macher ihre Finger im Spiel haben, käme man unweigerlich schnell selbst auf die Idee, da gewisse Ähnlichkeiten vorhanden sind. Ein biederer Makler entpuppt sich als Einzelkämpfer. Nur leider ist es jetzt nicht mehr neu und irgendwie auch etwas zurückhaltend inszeniert. "Love Hurts" macht Spaß, aber nicht genug Spaß. Dem Streifen fehlt irgendwie das besondere etwas. Er plätschert etwas wirr vor sich hin und bietet recht wenige kultige Momente, obwohl das Drehbuch sich bemüht hat. Trotzdem hat der Film das Potenzial zum Kultfilm, weil er ein paar innovative Charaktere bietet, die teils skurril zu nennen sind. Was allerdings Sean Astin hier zu suchen hatte, erschließt sich mir nicht. Er spielt einen nichtssagenden Typen, dessen Anwesenheit irgendwie sinnlos ist. Für Ke Huy Quan ist das eine tolle Rolle, in der er entfernt an Jackie Chan erinnert. Seine Chemie mit Ariana DeBose mag zwar stimmen, aber als Lover gehen sie überhaupt nicht durch. Die Action ist ok, manchmal ahnt man aber die Drahtseile, an denen so mancher Stunt durchgeführt wurde. Fazit: Witzige und nicht alltägliche, dennoch unausgegorene Actioncomedy, die eher wie eine Fingerübung für einen größeren Film aussieht. Es mangelt an erinnerungswürdigen Momenten und man kocht auf Sparflamme, wenn auch mit den richtigen Zutaten.

ungeprüfte Kritik

Never Let Go

Lass niemals los - Eine einzige Berührung genügt.
Thriller, Horror

Never Let Go

Lass niemals los - Eine einzige Berührung genügt.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.02.2026
Die interessante Grundidee der Story führt dazu, dass man den ganzen Film über wissen will, was denn nun wohl Sache ist. Ganz gekonnt spielt der Film mit den Erwartungen der Zuschauer und immer, wenn man gerade überzeugt ist, dass alles einen realen Hintergrund hat, könnte dieses oder jenes doch auf etwas Übernatürliches hinweisen. Halle Berry beweist Mut zur Hässlichkeit und spielt die bigotte, strenge Mutter mit Hang zur Schizophrenie fast schon hassenswert. Ihre beiden Jungs geben auch eine grandiose Vorstellung in dieser Horrortour, die ständig unheimliche Atmosphäre austrahlt und ein stetiges, subtiles Spannungslevel hochhält. Die Absurdität und Skurilität der ständig angebundenen Familie ist ungeheuer packend, verstörend und unheimlich. Der reale Horror, die Gehirnwäsche der beiden Kinder und deren Folgen, der fanatische, religiöse Wahn, wurden fesselnd inszeniert und bis zum Ende wird nie ganz geklärt, was sich im Kopf abspielte und was nicht. Fazit: Ein sehr atmosphärischer Gruselschocker, der zum Nachdenken anregt und eine Dauergänsehaut produziert. Über das inkonsequente Ende kann man aber streiten.

ungeprüfte Kritik

Der Tiger

Wir ernten was wir säen.
Kriegsfilm, Deutscher Film

Der Tiger

Wir ernten was wir säen.
Kriegsfilm, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.02.2026
Das große Problem des Filmes ist, dass sein Hauptgenre eindeutig die Mystery-Ecke ist und wer sich auf einen Kriegsfilm freut, der dürfte leicht verwundert sein. Dennis Gansel ist ein authentisch ausgestatteter und mit hervorragenden Darstellern besetzter Film gelungen. Er hält sein Spannungslevel sehr hoch, nimmt den Zuschauer mit an Bord des klaustrophobischen Kastens und möchte natürlich an große Klassiker herankommen. Aber dann hätte man ihn besser ohne Hokuspokus gedreht, denn es gibt bereits sehr früh viele plumpe Anspielungen auf den Twist, der eigentlich niemanden überraschen dürfte. Nervig fand ich auch, dass man am Ende nochmal für die Streamer, die mit dem Handy beschäftigt waren, genau diese offensichtlichen Hinweise nochmal explizit auflistet. Man hält die Zuschauer also für blöd. Nebenbei ist der Film über weite Strecken sehr dunkel und das Ende ist einfach nen Tick zu apruppt, da man auf den Rest der Mannschaft nicht mehr eingeht, obwohl diese Charaktere das sehr verdient hätten. Ansonsten ist das aber ein atmosphärischer, unterhaltsamer Film. Fazit: Darsteller, Ausstattung und Story sorgen bis zu einem bestimmten Punkt für ein düsteres Kriegserlebnis. Die Wende ist allerdings vorhersehbar und macht vieles vom vorher gezeigtem kaputt.

ungeprüfte Kritik

Der Admiral 3 - Tödliche See

Abenteuer, Kriegsfilm

Der Admiral 3 - Tödliche See

Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.01.2026
Negativ auffallend ist zunächst einmal die Bildqualität. Während Teil 1 und 2 die Bezeichnung "High Definition" wegen gestochener Schärfe verdient haben, ist das Bild hier deutlich schlechter. Es grieselt und das verursacht auch Unschärfe. Schwer zu verstehen, warum das immer wieder passiert. Wir haben jetzt den dritten Darsteller in der Rolle des in Korea hoch vereehrten Admirals Yu Sun-sin. Er macht seine Sache bedeutend besser, als sein Vorgänger, denn er hat Präsenz, ein starkes Auftreten und bekommt viel mehr Tiefe und auch persönliche Rachegelüste als Motiv für seinen Durchhaltewillen. Der Film allerdings ist trotzdem der schwächste der Trilogie, denn er ist langatmig und erzählt ja auch im Grunde nicht viel Neues, außer das diese Schlacht nun bei Nacht stattfindet. Das hätte seinen optischen Reiz gehabt, aber durch das ständige Grieseln wird dem Zuschauer auch das verdorben. Zudem ist das Kampfgetümmel erstmals wirr und unverständlich und wer sich bisher über viel zu schnelle Schiffe beschwert hat, der bekommt hier nun wirklich die volle Kelle Übertreibung, gepaart mit viel Pathos. Fazit: Der famose Teil 1 hätte gereicht. Von Teil zu Teil hat sich die (auch diesmal toll und aufwändig inszenierte) Story mehr abgedroschen und endet nun fast in Langeweile. Das schneegleiche Gegriesel verdirbt dabei den letzten Funken Spaß.

ungeprüfte Kritik

Der Lorax

Der legendäre Waldmeister.
Kids, Animation, Fantasy

Der Lorax

Der legendäre Waldmeister.
Kids, Animation, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.01.2026
Es ist ein wenig schwer, als Erwachsener Kinderfilme zu bewerten, weil neue Generationen ja ganz andere Vorlieben haben. So kann ich ja zum Beispiel den Teletubbies oder Pokemon so rein gar überhaupt nichts abgewinnen. Trotzdem hab ich ein kindliches Gemüt und auch ein kleines, menschliches Stimmungsbarometer zu Hause, welches einzig und allein die Bettszene im Fluss belustigend fand und vor allem davon enttäuscht war, wie wenig der Lorax überhaupt in Erscheinung tritt. Es geht vielmehr um den Jungen Ashley, der aus seiner Matrix oder Trumanshow ausbricht und hinter die Kulissen schaut. Wer, wie wir, einen würdigen Nachfolger des Grinch erwartet hat, wird ziemlich enttäuscht. Die Story um Umweltzerstörung ist natürlich löblich, aber nicht wirklich kindgerecht umgesetzt. Sie wirkt düster und ist in Rückblenden erzählt, was die Kleinsten verwirrt. Die Pusteblumenwelt ist ein wenig strange und ich fürchte, dass der Film, mit seinen teilweise nervenden Musikeinlagen nicht ganz werkgetreu ist. Schwierig fand ich aber das ganze Szenario um den bösen Industrieonkel, der relativ brutale Bodyguards hat und der Focus auf eben dieser utopischen Stadt, den gierigen Bewohnern liegt und nicht dem Lorax gewidmet ist. Dieser kommt auch relativ "schwach" rüber, lässt sich von einer dicken Dame wegschleudern und ist weder witzig, noch eine Identifikationsfigur für die Kids. Fazit: Enttäuschend vor allem für Fans des Grinch. "Der Lorax" erzählt eine zu düstere, großteils unlustige, ja fast langatmige Geschichte und bindet seine Hauptfigur kaum ein. Wertvolle Botschaft hin oder her.

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Der kleine Horrorladen

Komödie, Horror

Der kleine Horrorladen

Komödie, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.01.2026
Musicals sind nicht jedermanns Sache. Meine auch nicht. Für den "Little Shop Of Horrors" mache ich aber eine Ausnahme. Zum Einen ist die Musikrichtung (Blues, RocknRoll, Motown) zum größten Teil ein Volltreffer auf meinen Geschmack, zum Anderen sind brüllendkomische Szenen enthalten, die von famosen Gaststars dargeboten werden. Erwähnt sei hier beispielhaft nur Steve Martins Zahnarzt-Performance. Man darf im Zeitalter von CGI auch staunen, wie beweglich "Audrey II" als animatronische Puppe gestaltet wurde. Sie wirkt dadurch viel realer, als jeder Computer sie hätte erschaffen können. Die vielen Cameos namhafter Stars und die Umsetzung im Stile eines Bühnenstücks mit ersichtlichen Kulissen und gemalten Hintergründen machen wirklich Spaß und sind auf eine ähnliche Kultstufe zu stellen wie die "Rocky Horror Picture Show", freilich auf einem anderen Niveau. Mir wird hier etwas zu viel gesungen, aber der Humor machts wieder wett. Frank Oz hat eine schöne Musicalverfilmung geschaffen, die auf einem Originalfilm von Roger Corman beruht. Fazit: Die Creme de la Creme der typischen 80er Jahre Hollywood-Comedy gibt sich in dieser Hommage auf typische Broadwaystücke ein lustiges Stelldichein und hat einen Kultfilm erschaffen, den man liebt oder hasst.

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Bloody Marie

Eine Frau mit Biss - Sie zu ignorieren ist schwer. Sie zu kennen ist tödlich.
Horror, Fantasy

Bloody Marie

Eine Frau mit Biss - Sie zu ignorieren ist schwer. Sie zu kennen ist tödlich.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.01.2026
John Landis ist eigentlich ein Qualitätsgarant. Was er sich allerdings bei "Bloody Mary" gedacht hat, erschließt sich mir nicht. Der Film wirkt ungeheuer altbacken und hat mich tödlich gelangweilt. Anne Parillaud darf sich zwar komplett nackig ausziehen, hat aber die erotische Ausstrahlung eines Paares Hausschuhe. Ihr Vampirhintergrund wird überhaupt nicht erklärt, ausser ein paar neckischen Leuchtaugen macht sich ihr Dasein auch kaum bemerkbar. Im Mittelpunkt stehen hier vielmehr die Gangster, die zu Blutsaugern mutieren. Aber was passiert denn eigentlich? Der Film plätschert öde vor sich hin, lebt nur von den vielen Cameos, Filmzitaten und Eastereggs, hat überhaupt keine Highlights aber immerhin ziemlich innovative Makeupeffekte, die wirklich toll aussehen. Lediglich leisen Humor, der nicht immer zündet und blutige Beißattacken zu unpassender Filmmusik darf man bewundern. Letztlich wandelt er sich noch zu einer kitschigen Lovestory. Seine FSK 18 verdient der Film durch ziemlich viel Blut und einige Brüste. Fazit: Müder, eintöniger Vampirfilm, der viele Gaststars auftreten lässt und Anspielungen auf andere Filme beinhaltet, dabei aber seine eigene Story vernachlässigt, bei der sogar der Soundtrack unpassend wirkt.

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Evil Toons

Flotte Teens im Geisterhaus - Herzlos, grausam und nicht von dieser Welt.
Fantasy, Horror

Evil Toons

Flotte Teens im Geisterhaus - Herzlos, grausam und nicht von dieser Welt.
Fantasy, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.01.2026
Es beginnt sogleich mit einem dreisten Abkupferungs-Diebstahl, denn wir sehen ein Buch, welches dem berühmten Necronomicon schon auffällig ähnelt. In Händen gehalten von David Carradine, der seinem Vater als B-Movie-Horror-Star wohl nachkommen wollte. Zu tun bekommt er hier nicht viel mehr, als im Hintergrund zu stehen. Natürlich ist so ein Film trash. Wer hätte es gedacht? Und somit gehts jetzt darum, ob er einer bierseligen Meute den gebührenden Spaß bereiten kann. Die Antwort ist: Jain! Denn was man nicht unbedingt ahnte ist, dass es sich um eine Sexklamotte handelt, die ein wenig in die Kerbe der "Sorority Girls in the Slime Ball Bowl-o-rama" schlägt, nur viel unterhaltsamer ist und mit Monique Gabrielle mit einer hochkarätigen Erotikdarstellerin und ehemaligen Emanuelle besetzt ist. Das Zeichentrickvieh allerdings hat nur sekundenlange Screentime und ist somit eine Mogelpackung. Die Mischung aus Bugs Bunny und Eis am Stiel ist skurril und dämlich. Sie punktet bei männlichen Zuschauern einzig und allein durch haufenweise nackte Tatsachen. Heutzutage wird man schief angeguckt, wenn man solch sexistische Filme schaut, ich sage nur: Das waren noch Zeiten. Fazit: Relativ gut inszeniertes, absurdes Filmchen mit viel nackter Haut, dem billigen Versuch bei Roger Rabbit Trittbrett zu fahren, weniger Blut als gedacht und grenzdebiler Schauspielerei. Trashherz, was willst du mehr?

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Nobody 2

Niemand ist unschlagbar. Niemand zerstört seinen Urlaub!
Action

Nobody 2

Niemand ist unschlagbar. Niemand zerstört seinen Urlaub!
Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 04.01.2026
Die Fortsetzung hatte ich herbeigesehnt...aber nicht unbedingt so. Teil 1 endete in Italien und es sah danach aus, dass Hutch dort erneut in Bedrängnis geraten würde. Doch statt man nahtlos weitermacht, arbeitet er wieder im Auftrage des Geheimdienstes, um seine Schulden (?) zu bezahlen? Und das ist nun reichlich hanebüchen, denn (ohne viel zu spoilern) die angeblichen Schulden sind im ersten Teil entstanden und sollen nun abgearbeitet werden. Das halte ich für großen Quatsch. Im weiteren Verlauf kommt es, wie es kommen muss und soll, denn wir erwarten ja nichts anderes. Es gibt reichlich auf die Glocke. Diesmal mit noch mehr Humor aber doch mit einigen Längen und keiner Steigerung. "NOBODY 2" hat nahezu denselben Storyaufbau wie der erste Teil, bis zum spaßigen Endkampf, wo Bruder und Grandpa wieder mitmischen dürfen. Gezündet hat das diesmal leider bei mir gar nicht, eben weil es manchmal schon ans Alberne grenzte, weil es sich teilweise hinzieht, weil ich was ganz anderes erwartet hatte und weil alles so gleich war, aber die Spannung und die gewisse Ernsthaftigkeit des ersten Filmes leider komplett raus waren. Zudem scheint ein weiteres Familienmitglied auch nicht unbeleckt zu sein. Doch dieser Einfall führt das bisher Gesehene ad absurdum. Wie dem auch sei, als unterhaltsames Guilty Pleasure ganz anständig aber kein Vergleich zum ersten Teil. Fazit: Im Grunde überflüssig, da der Film sich selbst kopiert und nichts Neues bringt aber eben noch Spaß macht. Einen 3. Teil brauche ich aber nicht und es gibt auch keine Postcreditscene, die darauf hindeutet.

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Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.01.2026
Wer die John Wick Reihe nicht kennt, ist ziemlich aufgeschmissen, denn da dürfte doch tatsächlich das Verständnis für so manche Details komplett flöten gehen. Die ganze s.g. "Lore" um das Continental Hotel, die Ruska Roma, Schuldmünzen, Figuren wie Winston und letztlich John Wick selbst, wird hier als bekannt vorausgesetzt, bzw. gar nicht ausreichend beleuchtet. Man könnte bei "Ballerina" von Johns kleiner Schwester sprechen, denn dieses Spin Of ist tatsächlich kleiner, weniger kultig und prinzipiell nahezu überflüssig. Das Wick-Universum wird nur gering erweitert und man fragt sich sogar, ob es zeitlich logisch angehen kann, dass der Kultkiller hier in die Story hineinpasst, die parallel zum 3. Teil der Reihe angesiedelt ist. Optisch und akustisch passt der Film perfekt dazu. Die Action ist gut und blutig und steigert sich zu einem furiosen Finale mit bildgewaltiger Flammenwerferaktivität. Fans bekommen, was sie wollen, aber irgendwie hat man immer das Gefühl, nur eine abgespeckte, sehr ähnliche Variante zu Gesicht zu bekommen. Fazit: Nette Zugabe für Fans, die wahrscheinlich ebenso fortgesetzt werden wird. Ana de Armas als weiblicher Wick ist keine Enttäuschung aber aus der Story ist langsam die Luft raus. Wem das egal ist, der bekommt immer noch ein gewaltiges Actiongewitter.

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Dark Nuns - Die Exorzistinnen

Im Schatten des Kreuzes erwacht das Böse.
Thriller, Horror

Dark Nuns - Die Exorzistinnen

Im Schatten des Kreuzes erwacht das Böse.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.12.2025
Die Lust auf den Film wurde schon mal dadurch gedämpft, dass ich zufällig den englischen Titel entdeckt habe: "The Priests 2". Bei "Dark Nuns" handelt es sich um eine Fortsetzung, deren erster Teil hierzulande nicht erschienen ist. Warum bleibt wohl schleierhaft, aber sollte er noch langweiliger sein, dann kann ich es vielleicht verstehen. Es war zwar mal erfrischend, zwei Nonnen als Exorzistinnen zu erleben, aber leider bremst der Regisseur deren eigentlich starkes Schauspiel aus und lässt sie nicht gut interagieren. Der Film bedient sich nur an den üblichen Klischees und ist erschreckend belanglos und vorhersehbar. Man merkt ihm ohne Weiteres zum Glück nicht an, dass er ein 2. Teil ist, doch rettet ihn das nicht. Die ganze Zeit dachte ich, es müsse doch noch ein Twist kommen oder irgendetwas von Bedeutung. Doch nö, wir sehen erst lange nichts und dann den Damen bei ihrem dialogreichem Gespräch mit dem Dämon zu, der dem Besessenen, wie üblich, böse Schimpfworte in den Mund legt und leichte Verrenkungen machen lässt. Das hat man aber schon hundertfach besser und vor allem in bleibenden Bildern gesehen. "Dark Nuns" geht ein wenig auf die Komplikationen mit der katholischen Kirche ein und bringt auch mal die Zusammenarbeit mit buddhistischen Schamanen ins Spiel, was löblich und interessant ist. Aber spannend oder abwechslungsreich ist das kaum und von Horror findet sich im Grunde gar nichts. Fazit: Langweiliger Exorzismus von der Stange, der mehr auf Drama denn auf Grusel setzt und dem Genre so gut wie nichts Neues hinzufügt. Ganz knappe 3 Sterne, die er seiner Hauptdarstellerin verdankt, die ich in der Rolle sehr gut fand.

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Der Admiral 2 - Die Schlacht des Drachen

Kriegsfilm, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.12.2025
"Der Admiral 2" ist ein Prequel, daher wäre es eigentlich verkraftbar, dass man den damaligen Hauptdarsteller, den begnadeten Choi Min-sik, gegen einen jüngeren ausgetauscht hat. Jedoch hat der so überhaupt keine Strahlkraft und geht in seinem eigenem Film regelrecht unter. Als westlicher Zuschauer hat man ohnehin so seine Schwierigkeiten mit Namen und Aussehen der Protagonisten, und hier wimmelt es nur so vor Admirälen, dass man lange Zeit nicht weiß, wer denn nun eigentlich Koreas großer Volksheld sein soll. Er wirkt wie ein Nebendarsteller und nicht wie eine Identifikationsfigur. Das hat der erste Teil deutlich besser gemacht und es ist sehr schade, das er hier gar nicht zur Geltung kommt und blass bleibt. Das wirkt sich auch auf die Dramaturgie aus, die nur spärlich vorhanden ist. Der Film beginnt zunächst träge, erklärt viel Historie und die ganzen Dialoge zur Taktik sind fast schon dabei, einen zu ermüden, da beginnt eine der famosesten Seeschlachten der Filmgeschichte, die eine satte Dreiviertelstunde beansprucht und noch dazu dem Zuschauer klar wird. Ja, die Schiffe sind recht schnell, das war auch bei Teil 1 ein Kritikpunkt, aber sei es drum: Die Schauwerte sind enorm, wir haben es mit opulentem Ausstattungskino zu tun. Natürlich gehts naturbedingt etwas pathetisch zu, aber der Film bekommt nun endlich sein Blockbuster-Prädikat. Fazit: Nicht ganz so imposant und dramatisch wir der Vorgänger, der ja im Grunde sehr, sehr ähnlich ist, und daher vielleicht Abnutzungserscheinungen auftreten. Als zweiter Teil einer Trilogie wirkt das Ganze dennoch wie aus einem Guss und ist wirklich großartig umgesetzt. Lediglich darstellerisch bin ich enttäuscht und dort fällt der Streifen auch deutlich spürbar ab.

ungeprüfte Kritik

Superman

Sieh nach oben.
Action, Fantasy

Superman

Sieh nach oben.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.12.2025
Der Teaser verursachte noch Gänsehaut, das Endergebnis ist etwas ernüchternd. Tja, vielleicht verhebt man sich an Superman auch einfach nur. Ich finde, dass seine Geschichte in 2 Reeves-Filmen perfekt erzählt wurde. Mit ausreichend Respekt vor der Figur und dem ausgewogenem Quäntchen Humor. Schließlich kommt Comic von Komik und gehört dazu. Was James Gunn hier betrieben hat, ist...zumindest schwierig zu beschreiben. Respekt? Eher nicht. Humor? Leider von der falschen und ununterbrochenen Sorte. Bereits in der ersten Szene darf Krypto, ohnehin eine umstrittene Figur, seine Albernheiten zum Besten geben. Und so wirkt der Film oft wie eine Persiflage, wie eine Satire von Mel Brooks. Kinder haben es leichter, den Film gut zu finden. Erwachsene müssen schon etwas toleranter sein. Es kommt mir vor, als wollte man etwas zu viel und dadurch wirkt die Story etwas holperig und unzusammenhängend. Superman, der Mann aus Stahl, ist hier extrem verwundbar. Eine Sache, die man gut oder schlecht finden kann, wie Vieles am Film. Die Effekte sind gemischter Qualität, das CGI Baby ist allerdings grottig zu nennen. Trotz alledem sprudelt im etwas überladenem Drehbuch viel Fantasie und letztlich ist das Endergebnis kurzweilig und deutlich innovativer als die letzten immer gleichen Comicverfilmungen der Konkurrenz. Anders ist er jedenfalls. Fazit: Zwiespältig. Die Düsternis des Snyderverse ist von Albernheiten verdrängt worden. Beide Arten von Superman-Verfilmungen werden ihre Fans finden. Einem kunterbunten Comic kommt James Gunn aber näher.

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The Fantastic Four - First Steps

Willkommen in der Familie.
Action, Fantasy

The Fantastic Four - First Steps

Willkommen in der Familie.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.12.2025
Ich bin nicht mehr der richtige Ansprechpartner für Marvel-Filme. Sagen wir es mal so: Würde es nicht schon so um die 30 Filme und Serien im MCU geben, hätte ich "Fantastic 4" vielleicht ganz toll gefunden. Doch die Strahlkraft eines "Iron-" oder "Spiderman" wird nicht mehr erreicht. Die ersten Filme bis "Endgame" hatten noch Herz und Seele sowie interessante und abwechslungsreiche Stories. Jetzt ist alles nur noch 0-8-15. Jedes tödliche Drama findet doch noch eine gute bis kitschige Auflösung, jeder noch so übermächtige Bösewicht wird im Handumdrehen besiegt. Das wird auf Dauer langweilig. Meine Erwartungen, nämlich einen coolen Retrostyle Film mit witzigen Einfällen zu sehen, waren zu hoch. Ja, der Film gehört schon zu den besseren, aber es ist leider wirklich alles nur noch dasselbe und ich scheine satt zu sein. Ich kann auch nicht mehr akzeptieren, mit welchen abstrusen, unlogischen Mitteln man hier tätig werden will. Überall auf der Welt baut man ohne große Umstände Apparaturen auf, die ich nicht spoilern darf. Das ist selbst für das MCU zu hanebüchen und völlig hinkonstruiert. Aus der Story mit DEM Gegner hätte man 2 Filme machen können, aber man spurtet durch die Handlung, um möglichst schnell die Bedrohung zu besiegen. Was ist nun mein Fazit? Business as usual. Eine solide, gute Comicverfilmung aber im Endeffekt nur ein generisches, nahezu langweiliges, am Fließband entstandenes Puzzleteil eines nie enden wollenden Ganzen aus dem die Luft raus ist und das keinerlei Kreativität mehr besitzt.

ungeprüfte Kritik

1942 - Ostfront

Kriegsfilm, 18+ Spielfilm

1942 - Ostfront

Kriegsfilm, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.12.2025
Laut Beschreibung soll es sich um eine wichtige Schlacht an der Ostfront gehandelt haben, nur gelingt es dem Film nicht so wirklich, dem Zuschauer das klar zu machen. Das umkämpfte Örtchen ist ein kleines Holzhüttendorf mit einer ziemlich pompösen Kirchenruine. Die strategische Wichtigkeit ist mir nicht so ganz klar. Ansonsten ist der Film, gerade für einen russischen Kriegsfilm, erstaunlich unpathetisch und teilweise gegegnüber den Politoffizieren sogar recht kritisch. Er hat deutliche Attribute eines Antikriegsfilms, da er keine heldenhaften Übertreibungen schildert, sondern schon gewisse Ausweglosigkeit aufzeigt. Er bemüht die üblichen Klischees, macht den Feind aber nicht zu einer unfähigen Witzfigur, sondern ist um Gleichberechtigung bemüht. Allerdings zieht sich die Story und bleibt reichlich höhepunktslos, was letztlich doch zu Langeweile führt. Fazit: Solider (Anti-)Kriegsfilm um ein Kapitel aus dem Russlandfeldzug. Gut ausgestattet und kaum propagandistisch plätschert die Erzählung aber ohne bleibende Momente vor sich hin.

ungeprüfte Kritik

Puppet Master 7 - Retro Puppet Master

The Beginning - Die bösen Puppen lassen tanzen.
Horror, Fantasy

Puppet Master 7 - Retro Puppet Master

The Beginning - Die bösen Puppen lassen tanzen.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.12.2025
Wenn man überhaupt von "sehenswert" sprechen mag, dann sei gesagt, das diese "Empfehlung" sich nur an Freunde des reinen und wahrhaftigen Trash richtet: Nur die ersten drei waren bislang ok. Videobuster hat ja leider nicht das komplette und ungekürzte Ouevre im Programm, weswegen ich hier kurz sagen kann, dass die Teile 4 und 5 blutleere, furchtbar trashige, TV Produktionen sind, die sich schon wieder im Bodega Bay Hotel abspielen (gähn) und zum ersten Mal storytechnisch zusammen gehören, also fast einen Gesamtfilm bilden, dessen Aufbau (Rick wird zum neuen Puppetmaster) bereits im 6. Teil völlig ignoriert und fallen gelassen wird. Jener üble Film passt weder logisch noch stilistisch in die Reihe, während nun "Retro Puppetmaster" ein Pre-Prequel ist, also noch weiter in die Vergangenheit reist, in der die uns bekannten Puppen noch gar nicht existieren, wohl aber deren Vorgänger. Spätestens jetzt herrscht ein völliges Durcheinander voller Widersprüche zum bisher Erzähltem. Nichts passt mehr zusammen. Jedoch ist dieser Film wieder "gut". Er ist mit Aufwand inszeniert und hat ein komplexeres Drehbuch, was den Film etwas interessanter macht. Auf Spannung, Blut und Gore muss man allerdings traurigerweise verzichten. Fazit: Ärgerlich, wenn man der eigenen Kontinuität gar nicht folgt. Das Puplikum vermisst zudem die eigentlichen Hauptdarsteller, aber diese Vorgeschichte ist bislang die stilvollste und etwas weniger trashige Verfilmung der Reihe.

ungeprüfte Kritik

The Menu

Die Speisekarte - Sorgfältig vorbereitet. Brillant ausgeführt.
Thriller, Drama

The Menu

Die Speisekarte - Sorgfältig vorbereitet. Brillant ausgeführt.
Thriller, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.12.2025
Ein wieder mal grandioser Ralph Fiennes in einem sehr skurilem und außergewöhnlichem Film. Er ist eine Mischung aus Agatha Christie Motiven und der Art von Filmen, wo mehrere Menschen auf engem Raum zusammentreffen, bzw. dorthin gelockt werden, um etwas zu erleiden. Das ganze ist mit viel schwarzem, aber sehr subtilem, fast unauffälligem Humor gewürzt. Eine Komödie kann man "The Menu" deshalb nicht nennen, eher eine schwarze Satire und treffsichere Gesellschaftskritik. Und die ist sehr anspruchsvoll zubereitet, so dass mancher Zuschauer sich langweilt und nicht bis zum Ende durchhält. Ja, Geduld wird benötigt, denn es wird mit gebührender Ruhe und Langsamkeit der ganze Zusammenhang aufgedröselt. Die Story ist nicht wirklich in der Realität verwurzelt, sondern eher überzogen. Der Dekadenz der reichen Gesellschaft und deren vernichtendem Verhalten wird hier ein Spiegel vorgehalten. Einzig das Ende war genau so erwartbar und ist überraschend unspektakulär und enttäuschend. Fazit: Anspruchsvolle, intelligente, ruhige Schauersatire, die irgendwie an die Dr. Phibes- und Escape Room Filme erinnert. Eine One Man Show von Ralph Fiennes, der hier extreme Ähnlichkeit mit Bela Lugosi hat, der diese Rolle wohl in den 30er Jahren übernommen hätte.

ungeprüfte Kritik

Boy Kills World

Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Boy Kills World

Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.12.2025
Also manche Filme machen es einem echt nicht leicht. Fangen wir mal an, gewisse Ähnlichkeiten zu beschreiben: Ich hoffte auf sowas wie "Shoot 'em up" mit Clive Owen oder "Ready or not" mit Samara Weaving, bekam aber fast sowas wie eine wilde Mangaverfilmung. Ja, "Boy Kills World" hat ein paar gagreiche Guilty Pleasure Momente, strengt aber den Zuschauer extrem an durch absolute Hektik und vor allem schrille Synchronisation. Allen voran die ständige Erzählerstimme aus dem Off, die die Gedanken des eigentlich taubstummen Protagonisten widergibt. Der erweist sich durch diesen Kniff als ziemlich enervierendes Plappermaul. Es wird also pausenlos kommentiert und palabert. Der Film ist angesiedelt in einer dystopischen aber nie ernst zu nehmenden Zukunft. Man muss schon so einige abstruse Filme, wie "Machete" oder "Ey Mann, wo is mein Auto" gewohnt sein, um den hier zu mögen. Und ich sage gleich: Ich mag den trotzdem nicht. Er möchte mit Macht, mit viel Action und cooler Musik ein Kultfilm sein, verleitet mich aber eher zum Abschalten. Zudem bin ich kein Freund von CGI Blut, das hier in Strömen reinpixelt. Es gibt ein paar lustige Sprüche und den ein oder anderen gelungenen Einfall. Am besten fand ich, dass man den legendären "Screaming Wilhelm" untergebracht hat. Das freut Filmfreaks. Ich kann das Gesamtpaket aber nicht gut finden oder war einfach nicht bereit für dieses skurile Filmchen, das in sinn- und endlosem, abartigem Gemetzel mündet. Man sieht hier auch, wie er die Kritiker spaltet. Ich fands schrecklich. Fazit: Experimentell, überzogen, brutal aber sehr nervig. Wird seine Fans finden, weil er sich natürlich hervorhebt aber etwas weniger Hektik und Albernheit hätte dem Film auch meine Zuneigung verschafft. So ist das trashiger Käse, der mir ordentlich auf den Keks gefallen ist.

ungeprüfte Kritik

Puppet Master 3

Die Rache des André Toulon
Horror, Fantasy

Puppet Master 3

Die Rache des André Toulon
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.11.2025
Diesmal haben wir ein Prequel, also eine Vorgeschichte. Allein das sehr trashig dargestellte Berlin Anno 1941 ist schon spaßig anzusehen. Da hat man einiges an Utensilien zusammengetragen. Obwohl ich nicht so sehr ein Prequel-Fan bin, war die Entscheidung wohl goldrichtig, denn der Film bietet viel mehr Abwechslung als seine beiden Vorgänger. Es ist also tatsächlich bislang eine Steigerung festzustellen. Für Bondfans gibt es ein Wiedersehen mit "General Gogol", der sich hier mal so richtig mit ein paar barbusigen Damen vergnügen darf. Auch das Blutlevel wurde ordentlich erhöht. Natürlich ist dies reinster Trash. So gibts auch Schludrigkeiten wie sichtbare Fäden und einen toten Leutnant Stein, der post mortem unter zuckenden Augenlidern leidet. Das ist natürlich alles nur spaßig, wenn man dem Mumpitz was abgewinnen kann. Alle anderen (siehe auch die unterschiedlichen Meinungen hier) werden die Muppetshow des Grauens sowieso albern finden. Fazit: Bislang bester Teil des Franchise, da man mehr Budget zur Verfügung hatte und den Puppen auch ein wenig Hintergrund gibt.

ungeprüfte Kritik

Star Abyss

Monsterangriff im All
Action, Science-Fiction

Star Abyss

Monsterangriff im All
Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.11.2025
Noch während der Cast in chinesisischen Lettern über den Bildschirm scrollt, erklärt uns ein Erzähler, was passiert ist und wirft uns sofort in die Story, ohne das diese irgendwie aufgebaut wurde. Sie räubert bei so manchem Klassiker und verheimlicht das nicht einmal. So ist ganz offen von einem Stargate und einer Enterprise die Rede. Texteinblendungen, die augenscheinlich nicht unwichtig sind, werden leider nicht übersetzt. Da tappt man dann im Dunkeln, sowie man überhaupt schwerlich begreift, was man da zu sehen bekommt. Sinn machts eigentlich nicht. Wir haben hier Manga-Ästhetik, alles sieht wie gelackt und comichaft aus. Die Darsteller agieren lust- und emotionslos, so wie der ganze Film wie eine runtergekurbelte Auftragsarbeit wirkt. Der Streifen ist überbelichtet und daher besteht der Verdacht, dass dies ein TV Film ist. Dafür sprechen auch die wirklich nicht gelungenen Special Effects. Ohne jederlei Atmosphäre und mit einem sterilen Look kommt überhaupt keine Stimmung beim Zuschauer auf, dem der ganze Budenzauber völlig egal ist und, wenn das Teil mal auf Tele 5 läuft, wahrscheinlich schnell umschaltet. Fazit: Schwer bis zum Ende durchzuhalten. Eine üble Gurke mit Laiendarstellern, schlechten Tricks und Plotholes, die aussieht wie eine Folge Star Trek aus den 90ern.

ungeprüfte Kritik

Mission Impossible 8 - The Final Reckoning

Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen.
Action, Krimi

Mission Impossible 8 - The Final Reckoning

Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.11.2025
Ich bin der Meinung, dass die gesamte Geschichte, die sich ja über 2 Filme zieht und dieser hier zudem der längste des Franchise ist, viel zu lang und unübersichtlich ist. "Death Reckoning" habe ich schon nur knapp verstanden, weil die Figurenkonstellation recht wirr und komplex war. Jetzt setzt man einen drauf, indem man alle 8 Filme miteinander in Verbindung bringt. Nach gut 2 Stunden habe ich mir gesagt, dass es doch deutlich an Action und Humor fehlt, den der Vorgänger noch geboten hat. Nur stimmt das gar nicht, aber diese Art der Action könnte jetzt eigentlich nur noch Iron Man überleben. Sicher sind die Stunts mal wieder oberste Güteklasse. Auch die finale Auseinandersetzung sucht ihresgleichen. Dennoch sind die Zufälle und was man sonst aufgetischt bekommt (Stichwort U-Boot) schon recht unglaubwürdig und gehen in ihrer Menge mittlerweile auf den Geist. Alle sind zur rechten Zeit am rechten Ort und wenn er mitten in der Arktis liegt. Tode werden mit Klebeband und mitgebrachten Druckausgleichbehältern verhindert. Das ist schon sehr hinkonstruierter, starker Tobak, den man akzeptieren muss, um einen ansonsten erstklassigen Action-Blockbuster auch genießen zu können. Wirkliche Spannung mag nicht aufkommen, da es, ähnlich wie in einer Comicverfilmung, keine tragischen Konsequenzen und immer haarsträubende Auswege gibt. Fazit: Eindeutig zu lang, viel Expositionsgerede, reichlich Hanebüchenes und er schwächelt im Vergleich zum Vorgänger, der deutlich unterhaltsamer ist. - Dennoch feinste, handgemachte Action, die immer noch zum Besten gehört, was Hollywood zu bieten hat.

ungeprüfte Kritik

Puppet Master 2

Die Rückkehr
Horror, Fantasy

Puppet Master 2

Die Rückkehr
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.11.2025
Da kann man mal sehen, wozu eine Indizierung in den 80er Jahren und eine FSK 18 nach Freigabe beitragen können: Zur Legendenbildung. Kaum zu glauben, dass dieses Franchise sich ungebrochener Beliebtheit erfreut. Teil 1 ( hier nicht erhältlich!) kann unmöglich dafür verantwortlich sein, denn er ist sterbenslangweilig, gar nicht mal so blutig und hat gehörige Plotholes. Teil 2 ist deutlich besser geraten, wenn auch das Setting im selben Hotel wie in Teil 1, nicht gerade für Vielfalt sorgt. Die mörderische Puppenhorde bekommt hier Zuwachs um eine wirklich coole Flammenwerferfigur, die sogar gegen Kinder zum Einsatz kommt. Das Blag hat es aber auch verdient. Gezeigt wird das freilich nicht. Der Produzent des Puppenterrors, Charles Band, ist bekannt für seine kostengünstig und trashig gestalteten Werke. So gibts hier ein paar mehr Ideen und man holt den eigentlichen Puppet Master zurück. Der sieht dann zwar aus, wie der klassische Unsichtbare, aber auf einfache Art und Weise funktioniert das Ganze noch. Ausgereift ist auch dieser Film nicht, hat erneut Plotholes oder sinnlose Figuren, die nur Kanonenfutter sind aber diesmal noch bessere Stop Motion Effekte, die den Charme des ganzen ausmachen. Fazit: Mit diesem Film (in der ungekürzten Version, aber so brutal ist er auch nicht) beginne ich den Kult zu verstehen. Billiger aber vom Design einfallsreicher Trash.

ungeprüfte Kritik

Coma

Thriller, Krimi

Coma

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.11.2025
"Coma" ist ein klassischer Vertreter des Paranoia-Kinos der 70er Jahre. In dem Jahrzehnt sind viele solcher Verschwörungsgeschichten entstanden. Er ist prominent besetzt und wer genau hinschaut, der wird Ed Harris in einer Kurzrolle und, als einen der Komapatienten, sogar Tom Selleck entdecken. Allein wegen dieser ganzen Tatsachen und wegen seines Kultpotenzials ist das wohl ein 5 Sterne Kandidat. Warum gebe ich ihm dann nur 3? Weil er leider langweilig ist. Hier wird ganz viel Zeit mit Pillepalle, Gerede, etwas Sex und Langatmigkeit verschwendet. Vom Streifen bleiben wohl nur die von der Decke hängenden Opfer in Erinnerung. Ansonsten hat er einen einzigen Spannungsmoment, nämlich die Verfolgung im Krankenhaus mit all den Horrorelementen und erst im letzten Drittel, zum Finale, das dann vieles rettet, dreht Regisseur Crichton auf und zeigt, was die ganze Zeit hätte sein können. So wurde leider der sehr guten Story über lange Zeit der Nährboden entzogen, bis sie die Kurve kriegt. Gerade im Vergleich zu zeitgenössischen Filmen gleichen Genres fällt "Coma" etwas ab. Fazit: Sehr langsam in Fahrt kommender Verschwörungsthriller mit Starbesetzung, der natürlich ein Klassiker ist, aber viel Potenzial verschenkt.

ungeprüfte Kritik

Yeti, der Schneemensch

Das Geheimnis des Himalaya
Horror, Abenteuer

Yeti, der Schneemensch

Das Geheimnis des Himalaya
Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.11.2025
Wahrscheinlich hätte mich dieser Film als jungen Menschen, der heimlich das "Gruselkabinett" im 3. Programm gesehen hat, enttäuscht. Es handelt sich nämlich nicht um einen der typischen Monsterfilme jener Zeit, sondern um ein subtiles Kammerspiel in eisiger Kälte des Himalaya. Das meiste davon aufgebaut in den englischen Bray Studios mit dem Hammer-typischen Charme und in gewohnter Naivität. Trotzdem hat man hier eine beklemmende Atmosphäre geschaffen und der Film erinnert sogar an "Das Ding aus einer anderen Welt". Einzig und allein von seiner Spannung und dem guten Zusammenspiel seiner Darsteller lebt der Streifen, denn er macht wahrscheinlich aus einer Not eine Tugend: Man zeigt den Yeti im Grunde nicht! Jedenfalls nicht wirklich. Ich kann mir vorstellen, weil es für ein ausgereiftes Kostüm nicht gereicht hat. Alles richtig gemacht, denn so untermauert man den Mythos des unbekannten Wesens. Was für einen Film seiner Zeit überrascht, ist die Kritik an der zerstörerischen Menschheit und das der Yeti eben nicht als Monster gezeichnet wurde. Wenn man sich damit anfreunden kann, dass hier eher ein subtiles Bergsteigerdrama gezeigt wird und man die Erwartung auf ein Filmmonster alá "Schrecken vom Amazonas" weit zurückschraubt, dann bekommt man einen SW-Film der 50er Jahre, der einem zeigt, wie wenig man für einen packenden Film braucht. Fazit: Sehr atmosphärischer Grusler mit etwas Tiefgang und dem Charme vergangener Kinotage.

ungeprüfte Kritik

Don't Buy the Seller

Thriller, Krimi

Don't Buy the Seller

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.11.2025
Der Film gehört nicht unbedingt zum Besten, was das koreanische Thrillergenre zu bieten hat, ist aber ein solider Streifen, der dennoch erfrischend "unamerikanisch" ist. Er schürt mal wieder Ängste vor der Unberechenbarkeit und möglichen Unsicherheit des Internets. Dabei bemüht er viele Klischees, ist zum Teil vorhersehbar und wird im letzten Drittel etwas unglaubwürdig, denn dann fragt man sich doch so langsam, warum man auf die Idee zur Überführung des Täters so spät kommt und sie dann so dermaßen dilletantisch umsetzt. Man sitzt also schon wieder mit der Hand vor der Stirn im Fernsehsessel und fragt sich, wie man (insbesondere die Polizei) so dumm sein kann. Das Drehbuch ist alles andere als clever, aber Spannung wird schon generiert und man macht mit dem Ansehen von "Don't buy the seller" zumindest nichts verkehrt. Fazit: Ansehbarer, schnörkelloser Korea-Thriller im Stile eines guten Fernsehkrimis.

ungeprüfte Kritik

Spooky Night

Nachts im Horrorladen.
Kids, Fantasy

Spooky Night

Nachts im Horrorladen.
Kids, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.11.2025
Der Originaltitel gibt Aufschluss darüber, dass hier sozusagen übergroßes Productplacement betrieben wurde. Da wir hierzulande die "Spirit Halloween" Läden, die hier freundlich unterstützt haben, aber nicht kennen, merkts keiner. Kommt demnächst "Mc Donalds - The Movie"? Aber lassen wir uns davon nicht abschrecken. "Spooky Night", so der deutsche 😀 Titel, ist ein recht unterhaltsamer Gruselfilm für Kids um die 8 Jahre. Zwölfjährige gucken ja heutzutage schon "Squid Game", deshalb wird sie diese seichte und banale Gruselei nicht beeindrucken. Vergleiche mit den Goonies und anderen sind sehr gewagt, denn dies ist ein Streifen auf TV Niveau, der aussieht wie eine Folge "Warehouse 13". Also wirklich nichts, was in Erinnerung bleibt. Allenfalls das Ende hat mich doch ein wenig überrascht und so manches, was ich erwartet habe, traf dann nicht ein. Insofern ist das doch positiv. Ich wurde allerdings durch die Mitwirkung von Christopher Loyd gelockt, doch der ist praktisch verschenkt. Fazit: Abgesehen von der Schleichwerbung ein solider Kinderfilm aus dem Low Budget Bereich, der kurz vor dem "Süßes oder Saures Marsch" durch die Nachbarschaft für Kurzweil sorgt.

ungeprüfte Kritik

Five Nights at Freddy's

Can You Survive
Fantasy, Horror

Five Nights at Freddy's

Can You Survive
Fantasy, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.11.2025
Vorab schon mal gesagt: Die unlizenzierte Verfilmung des Stoffes als "Willy's Wonderland" mit Nicolas Cage ist um Längen besser, weil ernsthafter, witziger und düsterer. Dieser Film hier ist ab 16 freigegeben doch eigentlich hätte man ihn bedenkenlos ab 12 freigeben können. "Five Nights at Freddy's" ist kindisch. Das ist nicht der erwartete Funslasher, denn dazu fließt entschieden zu wenig Blut. Der Streifen traut sich gar nichts, sondern langweilt mit einer immer wiederkehrenden Traumsequenz. Morde geschehen im Off und irgendwie gibt es gewaltige Unlogik und Plotholes. Das der Killer überhaupt noch frei rumläuft und nicht von "jemandem" (der dem Zuschauer alles erklärt) verraten wurde, der ausgerechnet einen entsprechenden Beruf hat, ist absurd. Ebenso, dass am Ende gar keine Festnahme stattgefunden hat. Das sind schon Plotkrater. Das die Geister mal erscheinen und mal animatronisch sind, erscheint mir auch völlig unlogisch, zumal sie auch noch Macht über Träume haben. Das sie dem Mörder hörig sind...all das und viel mehr ist haarsträubend. Natürlich ist der Film nicht ernst gemeint, aber er folgt auch keiner Linie. Mal blutarmer Horror, dann ganz nah am Kinderfilm, mal überzogen aber nie Komödie. Hat mir absolut nicht gefallen. Fazit: Unlogischer Schwachsinn. Optisch für die Spielefreaks vielleicht ansprechend und als Genreeinstieg für Kinder geeignet, aber...nee, da gehen mir echt so langsam auch mal die Worte aus....wie Nic Cage in der besseren Variante. Guckt lieber die.

ungeprüfte Kritik