Kritiken eines anonymen Filmfans

Die toten Augen von London

Krimi, Deutscher Film

Die toten Augen von London

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
"Eigentlich ist dieser Film ein deutscher Grusel-Klassiker - es hat sich nur noch nicht herumgesprochen." Mit dieser Bemerkung traf Florian Pauer in seinem längst verschollenen Wallace-Film-Buch den Nagel auf den Kopf. Nicht der Krimi dominiert, sondern der Horror (wenn er auch für heutige Verhältnisse unglaublich zahm ist). Verkanntete Kamera, gespiegelte Gesichter, blinde ("tote") Augen und im Wortsinne kaum ein Lichtstrahl im ganzen Film. Selbst die raren Tageslichtaufnahmen scheinen im trübsten Regenwetter gedreht worden zu sein. Besser hätte Alfred Vohrers Einstand in die Serie nicht werden können. Und zwischen all diesen düsteren Sequenzen immer wieder Anflüge von rabenschwarzem Humor. Interessant auch für Zuschauer, die schon immer mal bekannte Synchronstimmen mit ihrem wahren Gesicht sehen wollten: Harry Wüstenhagen (Pierre Richard) und Wolfgang Lukschy (Stewart Granger, Gregory Peck) geben sich die Ehre.

ungeprüfte Kritik

Die Tür mit den 7 Schlössern

Krimi, Deutscher Film

Die Tür mit den 7 Schlössern

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Dies ist einer der Edgar-Wallace-Filme, die das Attribut "trashig" wirklich verdienen, kaum gebrochen durch gelungene Selbstironie. Logik sollte man in Wallace-Filmen ohnehin nicht suchen, aber hier wird die Handlung mitunter regelrecht blödsinnig. Die Krönung ist das haarige Monster Giacco, das durch Spieluhrenmusik kurzzeitig zum sanften Riesen wird. Im Großen und Ganzen erinnert die "Tür" irgendwie an die Mad-Scientist-Episode aus Woody Allens "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten". Immerhin erlebt man Klaus Kinski mal in einer etwas anderen (wenn auch sehr kleinen) Rolle, und Heinz Drache, Siegfried Schürenberg und Werner Peters hatten ihr Wallace-Debüt. Sie machen den Film dann doch sehenswert.

ungeprüfte Kritik

Das Geheimnis der gelben Narzissen

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Produzenten, die ein gutes Händchen für Filmstoffe haben, müssen nicht gleichzeitig auch gute Drehbuchautoren sein. Den Beweis tritt Horst Wendlandt leider mit diesem Film an. Schade um den Stoff, vor allem aber um die Möglichkeit, im echten London zu drehen. Die "gelden Narzissen" unterscheiden sich nur unwesentlich von der britischen Dutzend-Krimi-Ware dieser Zeit (auch musikalisch). Immerhin hat der Streifen Christopher Lee auf der Haben-Seite, den man sogar mit seiner Originalstimme hören kann (leider war Walter Gotells Akzent zu stark, so daß er synchronisiert wurde, obwohl er in deutsch drehte). Klaus Kinski ist auch einer der Pluspunkte, nur gibt ihm das Drehbuch zu wenig Gelegenheit, seinen irren Charme auszuspielen; über Sabina Sesselmann dagegen sei der Mantel des Schweigens gebreitet. Wenn man gerade in Wallace-Laune ist, macht einem der deutsch-britische Trash zweifellos Spaß, aber er ist nicht unbedingt geeignet, in diese Laune zu versetzen. Zu diesem Zwecke greife man bspw. zu "Das Gasthaus an der Themse".

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Die blaue Hand

Krimi, Deutscher Film

Die blaue Hand

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Weit war der Weg, der zu diesem Film führte - und leider hat man irgendwo auf diesem Weg die falsche Richtung gewählt. Angeblich richtete sich das erste Drehbuch sehr stark nach dem Roman - was in dieser Drehphase eine äußerst reizvolle Abwechslung gewesen wäre - aber das erschien nicht zeitgemäß. Das zweite Drehbuch wurde kaum verändert gefilmt - allerdings erst 4 Jahre später unter dem Titel "Die Tote aus der Themse" (ohne Angabe des Originalautoren!). Das dritte gibt wieder einmal Auskunft über die geheimen Träume des Autors Herbert Reinecker - mit all der Wirrnis und Unlogik, durch die sich nächtliche Träume auszeichnen. Immerhin schaffte Regisseur Vohrer es, dem Mummenschanz noch einen Rest Atmosphäre abzugewinnen (was den letzten Filmen völlig fehlt), aber irgendwie fehlt dem Ganzen die ironische Distanz - und das Interessanteste ist, den bekannten Synchronsprecher Thomas Danneberg (Schwarzenegger, Stallone, Nick Nolte, Terence Hill, John Cleese) mit seinem eigenen Gesicht zu sehen.

ungeprüfte Kritik

Der Zinker

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Ein Gespenst geht um in London: ein Phantom mit Namen "Zinker". Man muß nicht wissen, daß "verzinken" einstmals das Wort für verpetzen war, um zu verstehen, daß es sich bei diesem Menschen um einen der hinterhältigsten Sorte handelt. Literarische Puristen wüteten, als dieser Film ins Kino kam: der Hauptheld des Buches wird schon nach einer halben Stunde getötet, der Zinker mordet mit Schlangengift und der Regisseur bediente sich sogar einer hinterhältigen filmischen Lüge, um von der Spur des Täters abzulenken. Aber was soll's: die Schauspieler waren mit großem Spaß bei der Sache, die Musik von Peter Thomas ist grandios und wer kümmert sich schon um Logik, wenn Nebelschwaden in London wabern. Für den Schreiber dieses Kommentars war vor 20 Jahren dieser Wallace der erste, den er zu Gesicht bekam, und schon damals fällte er das Urteil: meisterhaft! Glücklicherweise wartet die DVD wieder einmal mit einer restaurierten Fassung auf, in der die zahllosen, unsinnigen Kürzungen rückgängig gemacht wurden. Also: ein ungetrübtes Sehvergnügen.

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Der Hexer

Krimi, Deutscher Film

Der Hexer

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Leider zählt dieser Film zu den meist überschätzten der Reihe. Von einem Film, in dem Fuchsberger und Drache gemeinsam (vor allem aber gegeneinander) auf Hatz gehen, hätte ich mehr erwartet. Daß das Drehbuch mit dem Roman keinerlei Ähnlichkeit mehr hat, ist eine lässliche Sünde, daß es aber aus zusammengezimmerten Episoden ohne roten Faden besteht, ist schon ärgerlicher. Der Weg für die späten Wallace-Filme (größtenteils aus der Feder von Herbert Reinecker) war hiermit vorgegeben. Immerhin: die Schauspieler bleiben sehenswert, und für einen unterhaltsamen Filme-Abend reicht's allemal. Aber ein Meisterwerk ist "Der Hexer" nicht.

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Der Mönch mit der Peitsche

Krimi, Deutscher Film

Der Mönch mit der Peitsche

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
"Ein Meisterwerk" - lautete das Urteil des ersten (lange vergriffenen) Buches über die Wallace-Filme. Entsprechend gespannt war ich, als ich diesen Streifen zum ersten Mal zu Gesicht bekam. Entsprechend enttäuscht war ich. Wo früher Selbstironie winkte, herrschte nun Pathos und Schmierentheater. Dümmliche Verwicklungen der immer gleichen Art, absurde Mordmethoden und schlimme Fehlbesetzungen - welcher Teufel hat den Regisseur geritten, den Drahtzieher der Verbrechen mit einem Schauspieler zu besetzen, den man sofort an seiner Stimme erkennt? Mittlerweile, da ich die Filme gesehen habe, die davor und danach entstanden, ist mein Urteil etwas milder geworden - er entspricht dem damaligen Standard, nur ... er ist nicht sehr hoch. Wenn man sich gerade im Wallace-Fieber befindet, ist der zweite "Mönch" (ebenso wie der erste) eine nette Ergänzung. Aber - "nett" ist nicht das Wort, das für einen Krimi angemessen sein sollte.

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Der Fälscher von London

Krimi, Deutscher Film

Der Fälscher von London

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein. Und in diesem Falle sogar ohne literarische Einschränkung - zusammen mit dem "Roten Kreis" ist der "Fälscher" am originalgetreuesten verfilmt; Änderungen im Vergleich zum Buch sind marginal (und überflüssig). Durch die Besetzung der Hauptrolle mit Hellmut Lange stellt er sehr erfolgreich die Frage: Ist der Held nun der Meisterverbrecher oder nicht? Möglich ist hier alles. Zwar hat Harald Reinls dritter Wallace nicht die freche Ironie oder die schrille Spannung der Vohrer-Filme zu bieten, dafür geht er aber mal psychologisch etwas mehr in die Tiefe als sonst (soweit das bei Edgar Wallace überhaupt möglich ist). Daß die Schauspieler ein Genuß sind, versteht sich von selbst - besonders Viktor de Kowa ist hervorzuheben. Für Komponist Martin Böttcher begann die erfolgreiche Arbeit für die Rialto-Film, die wenig später in den Winnetou-Filmen gipfeln sollte.

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Der Gorilla von Soho

Krimi, Deutscher Film

Der Gorilla von Soho

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Gute Güte! Was hat die Beteiligten denn dazu verführt, dieses Mist zu drehen? Ja natürlich, das liebe Geld. Aber eine Milchkuh melkt man und führt sie nicht zur Schlachtbank. Abgesehen davon, dass man, wenn man schon ein Remake dreht, das lieber offen tun sollte anstatt ein blindes Monstrum durch eine lächerliche Gorilla-Verkleidung, Blindenschrift durch afrikanische Schriftzeichen und düstere Atmosphäre durch sexuelle Hechelei zu ersetzen - ich wüsste keinen Wallace-Film, in dem die Darsteller so grauenvoll und inkompetent sind wie in diesem. Gibt es irgendetwas Positives, was ich über dieses Machwerk sagen kann? Tut mir leid - passe! Es dürfte sich wohl um das schlechteste Produkt von Trivial-Ikone Alfred Vohrer handeln, keinen Deut besser als diverser Jess-Franco-Schund - eine Zeit- und Materialverschwendung der Extraklasse. Nehmt bloß die Finger weg, liebe videobuster-Kunden - holt euch lieber das Original: "Die toten Augen von London", ein Werk, dessen Brillanz diesen Trash nur NOCH stumpfsinniger erscheinen lässt, falls das überhaupt geht. 0 Sterne!

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Der schwarze Abt

Krimi, Deutscher Film

Der schwarze Abt

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Logik ist etwas, das man bei diesem Film nicht suchen sollte. Aber Hand aufs Herz: Was hat Edgar Wallace jemals mit Logik zu tun gehabt? Lehnen wir uns also zurück und genießen einen der atmosphärisch knisterndsten Wallace-Thriller, der nicht selten den Bereich des (längst von der Zeit überholten, aber trotzdem amüsanten) Gruselfilms streift. Finstere Bilder von Richard Angst (kein Witz!), gläsern kalte Musik von Martin "Winnetou" Böttcher und natürlich die Creme der (west)deutschen Schauspieler der Swinging Sixties (Blacky Fuchsberger ist eben immer noch der Beste). Dank der DVD-Edition, daß dieser Streifen endlich in restaurierter, ungekürzter Fassung vorliegt.

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Der unheimliche Mönch

Krimi, Deutscher Film

Der unheimliche Mönch

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
So manchem Edgar-Wallace-Fan gilt diese Verfilmung aus der "mittleren" Periode als beste überhaupt, nachgerade als Meisterwerk mit grandiosem Drehbuch und brillanten Schauspielern. Das ist übertrieben - sogar nicht zu wenig. Geschmäcker sind wohl verschieden, aber das üble Schmierentheater, das besonders Hartmut Reck (als lauer Kinski-Verschnitt) und Uta Levka ablieferten, hat üblen Beigeschmack; und das Drehbuch strotzt vor hölzernen Dialogen. Keine Spur der inszenatorischen Verrücktheiten eines Alfred Vohrer, des exaltierten, aber präzisen Spieles eines Kinski, einer Elisabeth Flickenschildt. Was man dem Film zugute halten kann, ist, dass er ein hohes Trash-Potential besitzt - und das ist heutzutage ebenso ein Kompliment wie ein Tadel. Langweilig ist das Geschehen um den Herrn (oder die Dame?) mit der Peitsche nicht - gut oder gar ein Meisterwerk aber noch weniger.

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Zimmer 13

Krimi, Deutscher Film

Zimmer 13

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
1963 war der berühmte Postraub in aller Munde. Auch die Edgar-Wallace-Reihe wurde davon nicht verschont und kramte ein (weniger bekanntes) Wallace-Werk namens "Mr. Reeder in Room 13" hervor, das diese Thematik bediente. Weil es aber trotz des Hypes zu bieder erschien, wurde die Rasiermesser-Mörder-Geschichte kurzerhand dazuerfunden - mit verheerenden Folgen: der Film wurde erst ab 18 zugelassen. Heute scheint diese Maßnahme lächerlich, die wenigen Blutspritzer und die sanfte Verruchtheit der Strip-Bar entlocken 12-jährigen nur noch ein müdes Lächeln. Schockierender ist da schon die Auflösung des Geschehens, die seinerzeit viel Wirbel verursachte und wohl auch Grund war für den mäßigen Erfolg. Düster ist es trotz allem geblieben, das Geschehen um das "Zimmer 13".

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