Kritiken von "Gucumatz"

Lovelace

Linda Lovelace - Pornostar
Drama

Lovelace

Linda Lovelace - Pornostar
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 19.05.2017
Heute kann man sich gar nicht vorstellen, daß ein Porno von Prominenten der oberen Liga (Sammy Davis Jr.) in der Öffentlichkeit angeschaut wird. In den 1970er Jahren war das offensichtlich anders und "Lovelace" versucht einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und das Pornobusiness als schmutzig und widerwärtig darzustellen. Erstaunlicherweise gelingt das nur zum Teil, irgendwie berührt einen das Schicksal der Linda Lovelace nicht wirklich, auch wenn sie zweifelsohne ausgenutzt und mißbraucht (und nicht "vergewaltigt" zu sagen) worden ist. Irgendwie ist in diesem Film dann doch alles viel zu glatt und makellos. Einzig bei der Erzählweise kann der Film punkten, denn nach einem Schnelldurchlauf in etwa 45 Minuten sieht man in der zweiten Hälfte die üble Seite der Geschichte. Doch auch damit kann der Film nicht wirklich Boden gutmachen, dazu sind die Leistungen der Schauspieler einfach zu durchschnittlich (abgesehen von Amanda Seyfried und Sharon Stone), sie schaffen es einfach nicht tiefer in die Psyche der Charaktere einzutauchen. Wirklich schade.

Victor Frankenstein

Genie und Wahnsinn - Der Ursprung eines Monsters und seines Schöpfers.
Horror, Fantasy

Victor Frankenstein

Genie und Wahnsinn - Der Ursprung eines Monsters und seines Schöpfers.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 19.05.2017
Noch ein Film über Frankenstein und sein Monster? Naja, nicht ganz. Dieser Film findet tatsächlich einen recht neuen und ungewöhnlichen Ansatz, auch wenn er sich (wie die meisten anderen Frankenstein-Filme) sehr vom Original (Buch) unterscheidet. Schade nur, daß sich der Film in den ersten 45 Minuten nicht entscheiden kann ob er eine Art Tim Burton-Komödie oder ein Drama-/Horrorfilm sein will. Danach geht es klar in Richtung Drama und Horror, doch zu dem Zeitpunkt ist man schon ziemlich von Radcliffe genervt, der außer zwei Gesichtsausdrücken nicht wirklich viel leistet (wenn man von einer Darstellung des "Buckligen" am Anfang absieht). Großartig sind hier eher die Nebendarsteller (Andrew Scott und Jessica Brown Findlay). James McAvory trägt manchmal viel zu dick auf um noch glaubwürdig zu sein, da trösten auch die gute Ausstattung und der viktorianische Look nicht. Mehr als "nette Unterhaltung" wird hier nicht geboten. Schade.

The Lady in the Van

Manche Leute wirst du einfach nicht mehr los. Nach einer fast wahren Geschichte.
Drama

The Lady in the Van

Manche Leute wirst du einfach nicht mehr los. Nach einer fast wahren Geschichte.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 07.05.2017
Eine wirklich skurille Geschichte die auf wahren Begebenheiten beruht. Dazu Maggie Smith, die ziemlich überzeugend eine schrullige alte Frau spielt. Alles Zutaten für einen tollen Film, doch so richtig kommt er leider nicht in Schwung. Die Leistungen der beiden Hauptdarsteller sind toll, doch danach hört es auch schon auf. Die weiteren Figuren bleiben blass, den Selbstgesprächen von Alan Bennett fehlt es dann doch etwas an Tiefe und irgendwann fragt man sich unweigerlich wann denn endlich etwas passiert. Doch genau dieses Ereignis bleibt aus und so plätschert der Film so dahin und ist irgendwann vorbei. - Ganz nett, aber definitv kein "must see", leider.

Mr. Holmes

Der Mann hinter dem Mythos.
Drama

Mr. Holmes

Der Mann hinter dem Mythos.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 07.05.2017
Sherlock Holmes ist keine fiktive Figur, sondern real. Er lebt noch in den späten 1940er Jahren und widmet sich der Bienenzucht. Dazugemischt sein letzter (ungelöster) Fall und eine Reise nach Japan. Könnte durchaus einen interessanten Film ergeben, doch außer der verschachtelten Erzählweise bleibt hier recht wenig im Gedächtnis. Dazu wird die Geschichte dann doch etwas zu träge erzählt und der Humor kommt sowieso viel zu kurz. Modernes Kino ist das sicher nicht, will es auch nicht sein, aber für einen interessanten Film langen die Zutaten leider nicht, trotz der guten Schauspieler und der famosen Ausstattung.

Hail, Caesar!

Kein Film ohne Hauptdarsteller.
Komödie

Hail, Caesar!

Kein Film ohne Hauptdarsteller.
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 22.04.2017
Eine großartige Besetzung macht noch keinen großartigen Film. Diese "Hommage" an die goldene Zeit Hollywoods (hier: die 1940er und 50er) ist leider ziemlich langweilig. Es gibt ein paar tolle Szenen, doch insgesamt quält man sich durch die anderthalb Stunden und fragt sich ständig was das überhaupt soll: Krimi, Krimipersiflage, gar eine Satire? Niemand weiß es, leider.

Solo für O.N.C.E.L. - Staffel 1

Ungeschnittene Originalversion (teilweise englischer Ton mit deutschem Untertitel)
Krimi, Serie

Solo für O.N.C.E.L. - Staffel 1

Ungeschnittene Originalversion (teilweise englischer Ton mit deutschem Untertitel)
Krimi, Serie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 10.03.2017
Den Hype um die Serie kann man heute kaum noch verstehen. Bemerkenswert sind im Grunde nur zwei Dinge: Einmal haben wir hier ein amerikanisch-russisches Agentenpaar zur Zeit des kalten Krieges und zum anderen die Frage warum die Hauptrolle an den schlechteren Schauspieler ging. Robert Vaughn ist in den Action-/Kampfszenen selten überzeugend und lüstern den Frauen hinterherschauen konnte er auch nicht. Vielleicht durfte er das auch nicht, immerhin ist das hier "nur" Fernsehen, während Connery (und später Moore) im Kino ihren Frauchen auf den Hintern klopfen durften. - Die Geschichten sind nur leidlich spannend und (auch für damalige Verhältnisse) eher billig hergestellt. Die wenigen Höhepunkte ergeben sich aus den Gastrollen: Robert Culp, William Shatner, Leonard Nimoy, Senta Berger, Kurt Russell (!)... Doch selten hinterlassen auch sie einen bleibenden Eindruck (Ausnahme: William "Kirk" Shatner!). Ansonsten sind die Folgen in denen Kuryakin tatsächlich mal mehr als 5 Minuten zu sehen ist ganz klar die besseren, auch wenn er selten mehr als Stichwortgeber für Solo ist. Dieser hat grundsätzlich das letzte Wort und versemmelt so ziemlich jeden (raren) Gag. Insgesamt ein sehr angestaubtes Vergnügen.

Codename U.N.C.L.E.

Die Welt retten kommt nie außer Mode.
Krimi, Action

Codename U.N.C.L.E.

Die Welt retten kommt nie außer Mode.
Krimi, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 28.01.2017
Wieder so ein Film mit tollen Zutaten, die aber kein gutes Mahl ergeben. Alles wirkt hier viel zu glatt und eben nicht so cool wie beabsichtigt. Sogar die frühen Bond-Filme aus den 60ern wirken realistischer als das hier. Die Schauspieler harmonieren irgendwie nicht richtig zusammen, die Ausstattung ist einfach zu sehr auf Hochglanz poliert und gegen Ende des Films bekommt man sogar noch ein extrem geländegängiges Vehikel präsentiert, von dem Guy Ritchie sagt er wollte es unbedingt im Film haben, obwohl es ganz klar nicht aus der Zeit stammt in der der Film eben spielt. Auch die ausgewählte Musik (obwohl wohl aus der richtigen Zeit) wirkt arg überhöht und eher bemüht cool. Die Geschichte um ein paar Altnazis ist nicht wirklich neu, wird aber nett erzählt. Die Action stimmt, aber so richtig vom Hocker reißt einen der Film nicht.

Das kommt eben dabei heraus, wenn man Filme macht die man selbst gern sehen möchte (wie Ritchie in den Extras stolz erzählt). Bleibt nur zu hoffen, daß es nicht zu einer Fortsetzung kommt.

Die Wiege der Sonne

Thriller, Krimi

Die Wiege der Sonne

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 20.01.2017
Nach all den Jahren immer noch sehenswert, wenn auch an den Rändern schon etwas welk. Connery und Snipes scheinen nicht wirklich gut zusammenzupassen, geben aber ein gutes Team ab, welches sich nicht nur an dem Fall, sondern auch aneinander abarbeiten muß. Der Film ist (wenn man ihn nicht schon kennt) durchaus spannend, aus heutiger Sicht lenken aber modische Sünden sowie die steinzeitliche Computertechnik ein wenig von der Handlung ab.

The Crime

Good Cop // Bad Cop
Krimi, Action

The Crime

Good Cop // Bad Cop
Krimi, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 20.01.2017
"The Sweeney" war eine TV-Serie im Inselreich Mitte/Ende der 1970er. Und offenbar so populär, daß man zwei Kinofilme folgen ließ, dieses hier ist der zweite. Im Grunde ist der Film bzw. die Handlung auch gar nicht schlecht für einen Actionfilm, die Verfolgungsjagd durch die City von London ist fast schon genial zu nennen, wenn es nicht schon eine Verfolgungsjagd zu Fuß in "French Connection" gegeben hätte, und wenn die Schußwechsel nicht so unglaublich unglaublich wären. Selbst dem wohlwollendsten Actionfilmfan fällt auf wie wenig glaubhaft es ist sich hinter dünnen Holztüren oder Metallverstrebungen vor Automatikwaffen verstecken zu wollen.
Die Schauspieler leisten ganz gute Arbeit, sind durch und durch blasse Limeys wie man sie halt mag (oder eben nicht), fluchen eine Menge und haben ständig Wolldecken im Mund. Drei Sterne (= gewöhnlich) trifft es meiner Meinung nach sehr gut.

The Wire - Staffel 5

Die komplette fünfte Staffel
Krimi, Serie

The Wire - Staffel 5

Die komplette fünfte Staffel
Krimi, Serie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 08.01.2017
Die 5. und letzte Staffel ist ein durchaus gelungener, wenn auch bittersüßer Abschied von der wohl besten Polizeiserie überhaupt. Nachdem in der 4. Staffel die desaströsen Zustände im amerikanischen Schulsystem behandelt wurden wird hier der Niedergang des Zeitungsjournalismus beleuchtet (die Staffel ist von 2006!). Das Internet bedroht den klassischen Journalismus, Zeitungen entlassen ihre Journalisten und berichten über Dinge von denen sie glauben, daß die Öffentlichkeit sie lesen will und verschweigen reale Probleme (Schulsystem). Dabei werden Nachrichten im wahrsten Wortsinn "gemacht", ehrgeizige Nachwuchsjournalisten erfinden sie (oder zumindest Teile davon).
Unsere "Helden" bei der Polizei von Baltimore leiden derweil unter extremen Sparmaßnahmen, denn Bürgermeister Carcetti muß jeden Dollar in das marode öffentliche Schulsystem stecken. Ein erfundener Serienkiller erwacht dann schließlich zu einem ganz eigenen Leben, während man immer noch versucht Marlo Stanfield dingfest zu machen. Doch der hat bereits ganz andere Pläne und geht unvermindert seinen Weg über diverse Leichen...

Silk - Staffel 3

Roben aus Seide
Serie, Drama

Silk - Staffel 3

Roben aus Seide
Serie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 25.12.2016
"Silk" war leider nie so erfolgreich wie andere Anwaltsserien. Vielleicht lag das daran, dass die allermeisten Fälle einen bitteren Beigeschmack gehabt haben und man sich nach der Urteilsverkündung nie wirklich gut gefühlt hat. Dennoch, oder gerade deswegen, gehört die Serie zu den interessantesten ihrer Art, und in der dritten und letzten Staffel wird noch einmal ganz schweres Geschütz aufgefahren: Angefangen vom Tod eines Polizisten über Sterbehilfe bis hin zu einem Komplott gegen einen alten Freund von Martha Costello. Einzig das Ende der letzten Folge ist eher unbefriedigend, da zu viele Fragen ungeklärt bleiben. Trotzdem: Feinste Unterhaltung auf sehr hohem Niveau.

Silk - Staffel 2

Roben aus Seide - In der Liebe und vor Gericht ist alles erlaubt.
Serie, Drama

Silk - Staffel 2

Roben aus Seide - In der Liebe und vor Gericht ist alles erlaubt.
Serie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gucumatz" am 20.12.2016
Auch die zweite Staffel von "Silk" weiß zu überzeugen. Es gibt wieder einige interessante Fälle, sowie diverse Handlungsstränge die sich durch die ganze Staffel ziehen. Die Fälle scheinen in dieser Staffel etwas "härter" zu sein, am Ende muß Kronanwältin Costello sich dem Wunsch des verhassten Mickey Joy beugen und ausgerechnet einen Drogendealer und Berufskriminellen verteidigen. Letztendlich wird immerhin geklärt, was Joy gegen Kanzleivorsteher Billy Lamb in der Hand hat. Spannend. Ungewöhnlich. Britisch.