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Kritiken von "6697mn" aus

155 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Exit Marrakech
    Deutscher Film, Drama, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 01.11.2013
    Völlig banaler, voraussehbarer Inhalt um Vater, der die Familie verlassen hat und jetzt wieder zu seinem Teenager-Sohn zurückfindet Der Film ist grob zusammengewürfelt aus Elementen, die man schon mal besser gesehen hat: "Himmel über der Wüste", "Babel", "Lawrence of Arabia" lassen grüßen. Die Charaktere bleiben flach, die Problematiken unterentwickelt und plakativ und die Handlung verkommt zu einem puren "Schöne-und-exotische-Bilder-von-Marokko-zeigen" (und leider gibt es auch nicht gerade wenige westliche Klischees darin). Höchstens als Einstimmung für Leute geeignet, die schon immer mal nach Marokko wollten. Von der Regisseurin des großartigen Films "Jenseits der Stille" hätte man mehr erwartet.
  • Schilf
    Alles, was denkbar ist, existiert.
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 19.09.2013
    Interessante Idee, aber leider nicht stringent umgesetzt. Der Film verfängt und verheddert sich - genau wie der Protagonist - in seinen eigenen Zeitspiralen und Gedankenexperimenten, so dass der Zuschauer am Ende am Ende eher genervt als nachdenklich zurückbleibt und den Film schnell als "konfus" ad acta legt. Die an sich faszinierende Frage nach Parallelwelten gerät so schnell zum Zeitsprung-Krimi ohne tiefere Bedeutung.
  • Ginger & Rosa
    Wenn Liebe trennt, was Freundschaft verband.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 11.09.2013
    Für Leute, die Einschlafstörungen haben. Die dünne Handlung um die Freundschaft zweier Teenager, einen Vater, der eine Affäre anfängt, und die Konsequenzen, die sich für alle drei daraus ergeben, soll durch einen politischen Hintergrund zwischen Hiroshima und der Kuba-Krise aufgepeppt und aus dem Persönlichen herausgehoben werden, doch der gezeigte politische Aktionismus und das politische Engagement der Charaktere bleibt seltsam blass und scheint aufgesetzt. Zu oft wirkt es ziemlich unglaubwürdig oder sogar peinlich, wenn die kaum 16jährige Ginger über Sinn, Tod und Apokalypse philosophiert. Nichts ist allerdings so peinlich, wie das "Gedicht", dass sie am Ende zum Besten gibt... Die Schauspieler können die flache, unausgegorene Story weder überzeugend darstellen noch mit Leben füllen, große Themen (Frauenrolle, Moral, Rebellion der Beat Generation) werden oberflächlich thematisiert, ohne dass sich eine Entwicklung für die Handlung daraus ergibt. Stattdessen ist der Film mit immer wiederkehrenden Klischees aufgeplustert - braucht der Zuschauer z.B. wirklich eine halbe Stunde (mit Szenen angefangen auf dem Spielplatz bis zum Rauchen der ersten Zigarette, Jungs abschleppen, sich gegenseitig schminken usw., usw.), um zu kapieren, dass Ginger und Rosa beste Freundinnen sind?
    Kann sein dass die Regisseurin des großartigen Films "Orlando" hier eigene Jugendtraumata aufgearbeitet hat, einen guten Film hat sie aber nicht daraus gemacht.
  • Holy Motors
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 22.08.2013
    Eine Art verkopftes Vergnügen für Kinofans. Für mich war der Film eine Satire auf das Kino: Es werden Schlüsselszenen aus verschiedenen Filmgenres (Gangster-Movie Shoot-out, Aussprache der Liebenden in der romantischen Komödie, Aussöhnung am Totenbett in Hollywood-Dramen usw.) scheinbar sinnlos aneinandergereiht und von wenigen Akteuren, deren Auftraggeber keiner kennt, gespielt. Die Absicht dahinter bleibt unklar(obwohl die erste Einstellung des Films ein riesiges Schauspielhaus mit einem im Dunkel sitzenden Publikum zeigt...). Die Szenen sind verfremdet, gehen in die Irre, gleiten ins Unerwartete ab und spielen so genial mit den Erwartungen der Zuschauer. Realität und Film verschwimmen, der Zuschauer verliert den Überblick über das Reale und das Gespielte. Gleichzeitig werden Dialoge, Requisiten, Handlungsfetzen, Gesichter (mittels Maske) aus anderen Filmen zitiert, so daß der cineastisch interessierte Zuschauer noch lange nachdenken kann, wo er die Affen, die Kanalisation, die Humphrey-Bogart-Lingo, die schleimigen Monster usw. schon gesehen hat. Nur bedingt empfehlenswert und nichts für Leute, die auf lineare Handlung, Eindeutigkeit und klare Aussagen abonniert sind. Nur drei Sterne, da das Ganze sehr artifiziell und manchmal etwas langatmig geraten ist.
  • Das bessere Leben
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 19.08.2013
    Ich finde diesen Film gelungen. Es geht nicht darum, voyeuristisch-erotische Szenen mit Prostituierten zu zeigen oder das Phänomen Prostitution und seine Attraktion für den Durchschnittsmann (und Frau?) zu erklären, sondern darum, aufzuzeigen, welche Folgen Prostitution im Alltag hat und zwar für alle Beteiligten - Männer, die Prostituierten selbst, Ehefrauen und Beziehungen. Das Interessante an dem Film ist, dass er keine allgemeinen Erklärungen abgibt, sondern das Problem aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Der Zuschauer muß sich seine eigenen Urteile bilden. Juliette Binoche spielt sehr überzeugend die im Alltag überforderte Journalistin/Mutter (von Söhnen!)/Ehefrau, die, hin- und hergerissen zwischen Abscheu, Faszination, Ekel und Interesse, eine Lebenskrise zu bewältigen versucht. Genial die Szene, wo sie sich bei einem Essen, das sie für die Kollegen ihres Mannes kocht, plötzlich an einem Tisch mit lauter Freiern wähnt. Das Ende soll hier nicht verraten werden, ist aber direkt dem Leben entnommen.
  • Jane Austen in Manhattan
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 05.08.2013
    Völlig irreführender Titel. Der Film hat nur am äußersten Rand etwas mit Jane Austen zu tun und ist keineswegs eine nette Persiflage à la "Lost in Austen" oder dergl., sondern eine spannungslose, langwierige Auseinandersetzung mit den Höhen und Tiefen der Independent Theater Scene der achtziger Jahre in New York. Da diese in dieser Form längst nicht mehr existiert, ist der Film höchstens noch für Insider mit Interesse am Theater dieser Periode interessant.
  • Große Erwartungen
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 27.05.2013
    Leider eine völlig auf die pure Handlung reduzierte Verfilmung, die Dickens´ Humor, Stil und der Komplexität seiner Charaktere keineswegs gerecht wird. Ralph Fiennes und Helena Bonham Carter sind für solch eine einfache Version ihrer Buchvorlagen schauspielerisch völlig unterfordert, Joe Gargery komplett fehlbesetzt - dem Schauspieler nimmt man den tumben, aber gutherzigen Schmied einfach nicht ab. Kennt man das Buch nicht, ist die Filmhandlung mancherorts einfach unverständlich und scheint beliebig, kennt man das Buch, vermißt man Tiefe, Entwicklung und den rabenschwarzen Humor, der Dickens´Geschichten erst interessant macht. Es war keine gute Idee, dieses Buch in einen Film von knapp zwei Stunden zwängen zu wollen ... bei mehr Zeit oder möglicherweise zwei Teile oder einer Miniserie hätte man dem Buch vielleicht gerechter werden können. So schaut man sich hier nur eine ungereimte, zum Teil langweilige Romanze an, die keinen bleibenden Eindruck hinterläßt.
  • Omamamia
    Oma in Roma
    Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 23.05.2013
    Wenig unterhaltsame, völlig vorhersehbare und schauspielerisch dahinschwächelnde "Komödie", die einem zuweilen müde lächeln läßt und ansonsten auf ganzer Ebene langweilt. Auch Marianne Sägebrecht, Giancarlo Giannini und der Papst brauchen ein zumindest annehmbares Plot, um 90 Minuten auszufüllen und zu unterhalten! Zum Gähnen.
  • Alles wird gut
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 03.04.2013
    Dümmliche oder überflüssige Dialoge, schwächelnde Story und überzogene, platte Charaktere machen keinen Film interessant, auch wenn die dahintersteckende Absicht, afrodeutsche Schicksale, alltäglicher Rassismus und lesbische Liebe im Kino präsenter zu machen, durchaus lobenswert ist. Einige wenige Lacher gibt es, aber man wünscht der Regisseurin eine/n Dialogschreiber/in und Drehbuchautor/in, die dem Kindergartenniveau entwachsen sind.
  • Die Kunst, sich die Schuhe zu binden
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 18.03.2013
    Gelungener Film, der nah an der Realität bleibt und gut unterhält. Beziehungen zwischen Behinderten werden in differenzierter Problematik geschildert, Rückschläge, Mißverständnisse, Scheitern der Behinderten und ihrer Betreuer nicht ausgelassen. Der Film hat zwar ein positives Ende, die Gratwanderung Behinderter, ihrer Eltern und ihrer Betreuer in der Gesellschaft wird jedoch mehr als deutlich. Erfrischend ist, daß der Film nicht, wie unzählige "Behinderten"-Filme der letzten Jahre, den simplistischen Mythos "Behinderte sind die besseren Menschen und eigentlich ist die Gesellschaft behindert" bedient, sondern auch die Grenzen aufzeigt, die diese Menschen leider zweifellos haben, aber auch, was sie dem Hauptdarsteller - und der Gesellschaft - geben können. Regt zum Nachdenken an und wirkt lange nach.
  • Dicke Mädchen
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 08.02.2013
    Ganz witziger Film über zwei durchschnittliche, dickliche Männer am Scheideweg, die sich über den Tod einer demenzkranken Mutter näherkommen und über ihre sexuelle Orientierung klar werden - oder auch nicht. Gezeigt werden schonungslose Bilder vom Alltag nicht schöner Menschen, die trotzdem auf ihre Weise sympathisch sind und schlüssig agieren. Es nervt die extrem verwackelte Handkamera und kaum zu erkennende Gegenlichtaufnahmen, die dem Film eine gewisse Authenitzität und Dokumentarcharakter verleihen sollen, aber oft kontraproduktiv sind, weil man kaum etwas sieht. Hier wäre ein wenig mehr filmerische Professionalität besser gewesen - es muß ja nicht gleich Hochglanz und Studioaufnahme sein, wie schon die Dogma-Bewegung gezeigt hat.
  • Die Vermissten
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 08.01.2013
    Ein Film, der interessant beginnt und anfänglich Spannung erzeugt, dann aber langsam versandet. Während die Handlungen des suchenden Vaters anfangs noch nachvollziehbar sind, werden diese mit der Zeit immer unerklärlicher, es tauchen zu viele unwahrscheinliche "Zufälle" auf (die Tochter im Auto), die Motivation der Kinder bleibt völlig im Dunkeln. Man könnte dies natürlich als Metapher nehmen, dass man Kinder ziehen lassen soll, besonders, wenn man selbst nicht mehr zu bieten hat als seine eigene, unbefriedigende, verbaute Existenz und Resignation, aber um dies zu verstehen, sollte man keine anderthalb Stunden brauchen. Falls die Reaktion und der mögliche Umbruch, den die Kinder im erwachsenen Vater hervorrufen, das Thema ist, bleibt dies viel zu vage. So bleibt man als Zuschauer etwas ratlos zurück und fragt sich, wozu man diesen Film angeschaut hat. Enttäuschend.