Kritiken von "Pumpkineater"

Upgrade

Action, Science-Fiction

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Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 26.05.2021
Sehr gut gemachter Sci-Fi-Film mit relativ viel Action, guten Effekten und stimmiger Musik. Das Setting ist ein Mix aus steriler Zukunfts-Utopie und banalem Hier und Jetzt. Es gibt Kampfszenen, Schießereien, Verfolgungsjagden sowie einige echt coole High-Tech-Gadgets. Und obwohl mir beim Sehen (und Hören) manchmal Titel wie "Repo Men" und "Minority Report" oder "Matrix" und "Blade Runner" in den Sinn kamen, blieb die Inszenierung stets originell. Das will heutzutage wirklich etwas heißen. Meines Erachtens ein ganz großes Stück modernes (Heim-)Kino. Die Story hätte sogar Potential für einen Mehrteiler gehabt. Einzig die milde Altersfreigabe hat mich etwas verwundert. Ansonsten: beide augmentierte Daumen hoch!

ungeprüfte Kritik

Excalibur

Schwert der Könige - Schwert der Macht.
Abenteuer, Fantasy

Excalibur

Schwert der Könige - Schwert der Macht.
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 20.05.2021
Ein Wort: Episch! Oder um es mit den Worten Merlins zu sagen: „Das ist es!“

Vermutlich die beste Verfilmung der Tafelrunde-/Artus-Sage. Und obwohl der Streifen bereits 40 Jahre auf dem Ritterbuckel hat, sticht er sämtliche modernen Produktionen locker aus. Das liegt zum einen an den fantastischen Bildern und Farben, den opulenten Kostümen sowie den überwältigend schönen Naturkulissen. Zum anderen an den authentisch wirkenden Figuren, die z. T. von - mittlerweile - großen Namen des Business verkörpert werden. Zusammen mit der Filmmusik wird dadurch ein unvergleichliches Ambiente geschaffen.

Trotz des Fantasy-Genres erscheint die Inszenierung im Kern sehr stimmig und trotz großzügiger Romantik zum Teil sogar glaubhaft. Zugegeben, manche Special-Effects können dabei mit heutigen Standards nicht mehr mithalten. Dafür erlebt man aber auch keine überzogenen CGI-Retuschen und dergleichen. Außerdem gibt es hier keine oberflächlichen, austauschbaren Charaktere, die selbst im Schlachtfeld stets mit strahlend weißen Zähnen, perfekt sitzender Frisur und Klamotten wie frisch aus der Reinigung dastehen, wie es heutzutage ja sogar bei Film-Wikingern der Fall ist.

Auch wer nicht unbedingt etwas mit dem Stoff anfangen kann, vielleicht aber generell Ritter-Thematiken mag, sollte "Excalibur" unbedingt gesehen haben. „Ich wusste nicht, wie leer meine Seele war bis zu diesem Augenblick.“

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Antichrist

Drama, 18+ Spielfilm

Antichrist

Drama, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 27.04.2021
Eine echt tolle Kammerspiel-Variation, die Lars von Trier hier geschaffen hat, mit unglaublich dichter Atmosphäre, stimmiger Story und cooler Szenerie. Hinter der Kamera, vor allem aber davor, wurde handwerklich wirklich Meisterhaftes geleistet. Wie intensiv und glaubwürdig Charlotte Gainsbourg die vielen Facetten einer eskalierenden Psychose widerspiegelt ist brillant. Willem Dafoe, der als Therapeut und Ehemann versucht zu helfen, dabei aber selbst mit unterdrückten Schmerz- und Trauergefühlen zu kämpfen hat und schließlich ins offene Messer rennt, spielt nicht weniger genial.

Vermutlich kann nicht jeder etwas mit der Thematik des Films anfangen. Auch ist er sicherlich nichts für Zwischendurch oder den Bierabend mit den Kumpels. Dazu kommen einige explizite Szenen sowie hin und wieder eine etwas diffuse Symbolik, was beides aber weniger ausgeprägt ist als z. B. in "The House That Jack Built". Inhaltlich fühlte ich mich stellenweise an die Filme "Helen" und "Ekel" erinnert. Wer diese ebenfalls mag, sollte auf "Antichrist" definitiv einen Blick werfen. Alle anderen natürlich auch.

4,3 Sterne.

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The Blackout - Der Spielfilm

Action, Science-Fiction

The Blackout - Der Spielfilm

Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 12.04.2021
Einmal mehr zeigt das moderne russische Kino, was es kann, und liefert mit "The Blackout" einen richtig guten Mix aus Action, Dystopie und Sci-Fi ab. Hier stimmt - fast - alles: gute Schauspieler, spannende Story, coole Effekte und ordentlich Kawumm. Dabei dominiert zunehmend ein ernster und unheimlicher Grundton das Geschehen, was dem Ganzen einen Touch von Dramatik und Beklommenheit gibt.

Ein kleiner Kritikpunkt wäre, dass sich der Film manchmal ein wenig in Details verliert, während an anderen Stelle bestimmte Aspekte und Charaktere etwas im Dunkeln bleiben. Allerdings ist das wirklich Meckern auf hohem Niveau. Zudem muss man wissen, dass der Stoff eigentlich als Serie konzipiert wurde und erst später als Kinofilm umgesetzt wurde.

Ich freue mich schon darauf, sobald auch die Serie hier irgendwann verfügbar sein wird.

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Captive State

Vor 10 Jahren nahmen sie uns den Planeten. Heute holen wir ihn uns zurück.
Science-Fiction, Thriller

Captive State

Vor 10 Jahren nahmen sie uns den Planeten. Heute holen wir ihn uns zurück.
Science-Fiction, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 13.03.2021
Vordergründig ein relativ unspektakulärer Sci-Fi-Film über die Welt von heute, die von Aliens unterjocht und ausgebeutet wird. Hintergründig ein intelligent gemachter Thriller über einige wenige Menschen, die gegen Totalitarismus und Unterdrückung aufbegehren und Widerstand leisten.

Was filmisch also oftmals mit historischen Gegebenheiten verknüft wird (z. B. Deutschland während der Nazi-Diktatur), rückt hier sehr greif- und nachvollziehbar in die Gegenwart. Allerdings deutlich leiser und subtiler als Action-Blockbuster wie z. B. "World Invasion: Battle Los Angeles" oder "Battleship". Hin und wieder geht es zwar durchaus in die Vollen, hauptsächlich erlebt der Zuschauer jedoch eine gut erzählte, spannende, zum Teil sehr traurige Geschichte über unterschiedliche Individuen, die ebenso verzweifelt wie mutig sind, und auf ihre Weise alles dafür tun, um das scheinbar übermächtige Regime zu stürzen.

Ich fand den Hauptdarsteller John Goodman schon immer sehr klasse, zuletzt in "10 Cloverfield Lane". Super charismatisch, der Mensch. Hier spielt er so gut, dass er selbst den Zuschauer täuschen kann. Genial. Allerdings ohne seine deutsche Stamm-Stimme Hartmut Neugebauer, da dieser bereits 2017 leider von uns ging.

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Wir

Wir sind unser größter Feind.
Thriller, Horror

Wir

Wir sind unser größter Feind.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 08.03.2021
Der Regisseur und Drehbuchautor dieses Films, Jordan Peele, sagte einmal, dass Menschen die furchterregendsten Monster auf der Welt seien. Diese These hatte er bereits mit seinem Regiedebüt "Get Out" eindrucksvoll untermauert. Mit "Wir" bleibt er seiner Ansicht treu, denn auch hier steht der Mensch und sein - fiktives - Handeln gegen seinesgleichen im Mittelpunkt.

Abgesehen von der Einleitung liefert der Film zunächst etwas von der altbewährten Home Invasion-Thematik, individualisiert diese jedoch mit der Tatsache, dass es sich bei den Peinigern keineswegs um gewöhnliche Kriminelle/Psychopathen handelt. Im weiteren Verlauf der Geschichte ändert sich das Thema dann in Richtung Road Trip, Science-Fiction, Slasher und Dystopie. Ziemlich originelles Gesamtpaket.

"Wir" ist sowohl gut erzählt als auch inszeniert, ohne dabei plump, vorhersehbar oder billig zu wirken. Aufgrund der super Filmmusik und der einfallsreichen Geschichte, die sich irgendwo zwischen total abgedreht und hochgradig anspruchsvoll einpendelt, kommt von Beginn an Spannung auf und bietet insbesondere zum Ende den einen oder anderen Plottwist.

Kleiner Tipp: Man sollte am Anfang des Films genau hinsehen und auf die Texteinblendungen achten...

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The Cell

Tauche ein in das Bewusstsein eines Killers!
Horror, Thriller

The Cell

Tauche ein in das Bewusstsein eines Killers!
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 20.02.2021
Ich erinnere mich noch gut, dass seinerzeit einige Leute das Kino vorzeitig verließen, als der Film gezeigt wurde. Ggf. ist er für manche zu brutal, abgedreht oder düster. Für mich nicht. "The Cell" war sofort einer meiner Lieblingsfilme. Die Produktion liefert ein Feuerwerk an Eindrücken, nicht nur für die für Augen, sondern auch die Ohren. Das ganze verpackt in einer recht originellen Geschichte und garniert mit einem gut besetzten/gespielten Antagonisten. Sämtliche Effekte sind damals wie heute einfach nur fantastisch und vermögen es unglaublich intensiv und nachhaltend, die alptraumhaften und surrealen Erinnerungen eines kranken Killers zu visualisieren. Genial!

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Eraserhead

Wo die Alpträume enden...
Horror, Fantasy

Eraserhead

Wo die Alpträume enden...
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 20.02.2021
Ein Stück Filmgeschichte - muss man gesehen haben. Einige Szenen sind zwar schwierig zu interpretieren, die beklemmenden Bilder und Klänge schaffen jedoch eine enorm dichte Amtosphäre, die auch heute noch ihresgleichen sucht. Unbeschreiblich!

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Das Belko Experiment

Bürokampf mal anders.
Horror, Thriller, 18+ Spielfilm

Das Belko Experiment

Bürokampf mal anders.
Horror, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 21.01.2021
Büro ist Krieg! Das wusste schon der alte Stromberg. "Das Belko-Experiment" treibt dies auf die Spitze, denn hier geht es nicht um unfaire Bezahlung, Mehrarbeit oder Mobbing, sondern um Leben und Tod. Besser gesagt darum, wie - mehr oder weniger ganz gewöhnliche - Menschen reagieren, wenn sie gezwungen sind, sich für das eigene bzw. gegen das Leben anderer zu entscheiden. Also quasi eine Art "Battle Royal" trifft "The Office". Nur gänzlich ohne Humor, dafür mit reichlich Blut.

Wer genau hinsieht, erkennt jedoch, dass es dabei weniger um die äußeren Umstände geht, die sowieso kaum näher beleuchtet werden, sondern vielmehr um die Frage, ob ein Menschenleben mehr wert ist als ein anderes. Oder gar mehrere. Und wer kann sich schließlich erheben, darüber zu richten? Wer kann seinen Überlebensinstinkt hinter moralische Maßstäbe zurückstellen? Wie kann man angesichts des drohenden Todes entscheiden, was richtig oder falsch ist?

"Das Belko-Experiment" weist einige Parallelen zu Filmen wie "Das Experiment" und "Cube" auf, aber durchaus auch zu "Saw" und "Unthinkable", die mir alle gut gefallen haben. Das trifft auch hier zu. Nur das Ende fiel etwas ab. Zum einen, weil man im Gegensatz zum Rest des Films offenbar den Maskenbildner-Azubi unbeaufsichtigt ließ. Zum anderen, weil die Endeinstellung suggeriert, dass es nur den einen Ausweg aus dem Dilemma gibt. Naja, nicht so schlimm. 4 Sterne sind so oder so locker drin.

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Ekel

Drama

Ekel

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 26.11.2020
Ich kann mir gut vorstellen, dass allein schon das bloße Thematisieren von schweren psychischen Störungen Mitte der 60er für einiges Aufsehen sorgte. Und die Kombination von Polanskis Regie und Deneuves Schauspiel wirkt auch wirklich sehr intensiv, selbst heute noch, wobei die geniale Kameraarbeit ebenfalls hervorzuheben ist.

Mittlerweile ist die Darstellung von psychotisch motivierten Morden jedoch fast nichts mehr Besonderes. Jedenfalls im Kino. Und so hatte ich den Eindruck, dass dem Film irgendwie der Höhepunkt fehlt. Ich will keineswegs sagen, dass er langweilig war, allerdings stellte ich mir am Ende schon die Frage nach dem Sinn, dem Kern, der Aussage. Unterm Strich ist "Ekel" gerade für Polanski-Fans absolut sehenswert, für mich bleibt "Der Mieter" jedoch weiterhin sein mit Abstand bester Film. Natürlich neben "Tanz der Vampire".

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Midnight Express

12 Uhr nachts
Drama

Midnight Express

12 Uhr nachts
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 26.11.2020
Was für ein Film: die Bilder, die Musik, die Schauspieler, die gesamte Stimmung... fürwahr ein moderner Klassiker. Vermutlich ist der Knastalltag gerade in einem Folter-Land heutzutage wesentlich härter - Stichwort Überfüllung, Gewalt, Isolation - dennoch wird sehr deutlich und nachvollziehbar dargestellt, wie viel Leid und Verzweifelung die menschliche Seele ertragen kann, bis sie kaputtgeht, wenn sie in der Fremde der Willkür und Verachtung eines korrupten, brutalen Systems ausgeliefert ist. Und weil die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, wirkt alles noch viel beängstigender, auch wenn sich die Verfilmung nicht 1:1 an die Vorlage von Bill Hayes hält.

ungeprüfte Kritik

Midsommar

Das Böse wird ans Licht kommen.
Horror, Drama

Midsommar

Das Böse wird ans Licht kommen.
Horror, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 26.10.2020
Durch das abgelutschte Universal-Genre "Horrorfilm" haben viele vielleicht etwas Falsches von Midsommar erwartet. Hier geht es jedenfalls nicht um brutales Gemetzel, plakative Gewalt oder derbe Schockmomente. Man sollte stattdessen die fantastischen Bilder und den genialen Soundtrack zusammen mit dem herausragenden Schauspiel der Hauptdarstellerin auf sich wirken lassen, bis man den wahren Horror spürt und versteht. Zwar gibt es hin und wieder ein paar explizite Szenen, der Film ist insgesamt aber recht subtil und lebt ganz klar von der dichten Atmosphäre und den sachlichen Story-Anteilen, die das Ganze so nachvollzieh- und greifbar machen. Selten, dass ein Film so viel Nachwirkung bei mir hinterlassen hat... Wahnsinn!

ungeprüfte Kritik