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Kritiken von "Pumpkineater" aus

39 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • The Dare
    18+ Spielfilm, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 16.09.2021
    Der Film beginnt scheinbar recht konfus. Was zunächst vermeintlich zusammenhanglos und verwirrend wirkt, entpuppt sich dann jedoch als ein zweiter Handlungsstrang, der weit in der Vergangenheit liegt und Stück für Stück sozusagen die Ursachen der gegenwärtigen Geschehnisse zeigt. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber gut umgesetzt. Thematisch waren die Macher dabei wenig zimperlich: Entführung, Mord, Folter, Kindesentzug, Missbrauch, Sadismus, Demütigung, grausames Mobbing usw. Thematisch als auch inszenatrorisch also ziemlich starker Stoff. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass dabei die Effekte oder die Gewalt im Mittelpunkt stehen. Vielmehr sind es die Umstände und die Biografien, die Menschen dazu veranlassen, anderen Leid zuzufügen. Und diese sind manchmal ebenso grausam, wie die Taten selbst.

    Bei allem sticht die Darstellung der Titelfigur enorm hervor. Eindrucksvoll verkörpert durch den Deutschen Robert Maaser, erlebt man hier wortwörtlich eine außergewöhnliche körperliche Präsenz. Ein Killer, der nicht nur seelisch, sondern auch körperlich eine Bestie ist, verleiht dem Ganzen gleich doppelt so viel Intensität. Meiner Meinung nach ein stimmiges Konzept für einen solchen Streifen.

    Bewertung: Unterm Strich war der Film sehr gut gemacht und recht packend. Andererseits gab es aber auch durchaus einige Fragezeichen bei Handlung und Inszenierung. Da es sich jedoch eindeutig um einen intelligenteren, besseren Vertreter des Genres handelt, vergebe ich 3,6 Sterne.
  • Ghost in the Shell
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 15.09.2021
    Wer hier eine Realverfilmung des Anime-Klassikers von 1995 erwartet, wird eine herbe Enttäuschung erleben. Mit Ausnahme einiger Einstellungen, Namen und Bezeichnungen haben die Streifen nichts gemeinsam. Während der Zeichentrickfilm trotz kürzerer Laufzeit relativ komplex, innovativ, charismatisch und stellenweise schon philosophisch daherkommt, bietet der laue Hollywood-Aufguss nur blasse Figuren in einer ultra-seichten Story, die man so oder so ähnlich schon dutzendmal gesehen hat. Selbst in puncto Freizügigkeit fällt die 2017er Version im direkten Vergleich deutlich zurück, was man von US-Produktionen ja ebenfalls gewohnt ist. Einzig und allein die visuellen Effekte überzeugen, können dieses Machwerk dennoch nicht retten. Vielleicht noch für Fans der "Avengers"-Filme interessant, für anspruchsvollere Zuschauer gilt hingegen: Finger weg!
  • The Widow
    Die Legende der Witwe.
    Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 15.08.2021
    Bei vielen Filmen im Found-Footage-Stil werden fast immer Parallelen zu "Blair Witch Project" gezogen. So auch hier. Dieses Mal ist ein derartiger Vergleich allerdings nicht ganz unberechtigt. Zwar ist die Story um ein kleines Bergungsteam, das vermisste Personen in der russischen Einöde ausfindig machen und retten soll, eine komplett andere, das Setting und die spärlich eingesetzten Effekte, welche eher subtiler und vager Natur sind, vermitteln teilweise aber eine ähnliche Atomsphäre wie der Klassenprimus. Weitere Überschneidungen gibt es gleich zu Beginn in Form von Ausschnitten aus TV-Berichterstattungen und Interviews mit vermeintlichen Zeitzeugen. Die Handkamera-Machart ist bei "The Widow" weit weniger ausgeprägt als bei der Hexenjagd in Blair. Das tut der Spannung jedoch keinerlei Abbruch und trägt ein wenig zur Übersicht bei, sodass es weder Längen, noch grobe Löcher in der Handlung bzw. im Filmfluss gibt.

    Warum ich trotzdem nur drei Sterne vergebe? Trotz des ganz guten Endes fehlt es dem Film irgendwie an Höhepunkten. Manche Szenen sind wirklich schön düster, mir persönlich aber nicht intensiv genug. Gerade im Detail kommen Wucht und Stärke der Inszenierung insgesamt zu kurz. Vermutlich erklärt das auch die niedrige Altersfreigabe. Von mir gibt es daher 3,2 von 5 Sternen.
  • You're Next
    Du fühlst dich zu Hause sicher?
    Horror, Thriller, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 08.08.2021
    Ganz netter Slasher, thematisch irgendwo zwischen modernem Terrormovie und "Medical Detectives". Schön geradlinig inziniert, ohne wesentliche Längen. Dadurch auch recht packend. Selbst der Plot scheint zunächst stimmig, allerdings stellen sich nach dem Ende schon einige Fragen: warum maskiert man sich, wenn man eh alle umbringen will? Wieso nimmt man dafür Masken, durch die man vermutlich selbst kaum etwas sehen kann? Und weshalb eigentlich der ganze Aufwand, das hätte man doch viel einfacher & schneller haben können?

    Auch gibt es einige Stellen im Film, die etwas nachlässig inszeniert wurden, z. B. das bittere Geweine und Geschluchze ohne jegliche Tränen oder das Herausziehen einer fernbedienungsgroßen Glasscherbe aus dem Oberschenkel, ohne dass es dabei/danach nennenswert blutet. Außerdem wirken die Einlagen der Protagonistin à la "Kevin allein zu Haus" auf Steroiden manchmal etwas befremdlich, jedenfalls im Nachhinein.

    Unterm Strich aber durchaus sehens- und für Genrefans auch empfehlenswert. 3,3 von 5 Sternen.
  • Superdeep
    Die Hölle liegt nur 12 Kilometer unter uns.
    Horror, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 26.07.2021
    Thematisch echt spannend, handwerklich leider mit Mängeln. Das soll nicht heißen, dass der Film schlecht wäre, er bleibt aber deutlich hinter den bzw. meinen Erwartungen zurück. Das liegt m. E. hauptsächlich an den völlig chaotischen Schnitten. Diese sind teilweise so grob und konfus, dass ich den Eindruck einer zensierten Fassung hatte. Neben manchen sehr hölzernen Dialogen kommt dazu, dass die Story einige Parts enthält, die zwar äußerst relevant scheinen, jedoch nur oberflächlich bzw. zu kurz abgebildet und dann nicht weiter verfolgt werden. Insgesamt hat dies zur Folge, dass die im Ansatz beklemmende Atmosphäre immer wieder gestört wird und man der Geschichte kaum folgen kann. Irgendwie wirkt die ganze Inszenierung etwas fahrig, zerstreut und unfertig. Schade. Die verhältnismäßig seltenen Special Effects sind ganz gut, Kulisse und Score ebenfalls. Wer allerdings auf Filme steht, die keinerlei Fragen offenlassen, wird hier seine Probleme haben.
    2,8 von 5 Sternen.
  • Trollhunter
    Du wirst es glauben, wenn du es siehst.
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 20.07.2021
    Trolle existieren! Deshalb gibt es in Norwegen nicht nur riesige elektrische Zäune, die als Strommasten getarnt sind, sondern auch einen staatlichen Trolljäger. Dieser untersteht einer Behörde, die Vorfälle mit Trollen seit geraumer Zeit als Naturkatastrophen, Tierangriffe und dergleichen tarnt. Eine Gruppe Studenten kommt sowohl dem Trollhunter als auch dem Behördenvertreter, der bei den Vertuschungsaktionen offenbar stets persönlich anwesend ist, auf die Spur, doch beide lassen sie mehr oder weniger gewähren. So entsteht das vermeintliche Found-Footage-Material über das trollige Treiben in den Bergen und Wäldern Norwegens.

    So weit, so absurd. Die Story ist gespickt von - kleinen und großen - Ungereimtheiten. Und damit meine ich nicht das Thematisieren von Trollen selbst, sondern die Abläufe und Inszenierungen einzelner Handlungsseqzuenzen, die völlig weltfremd sind und den gesamten Film damit eher ins Lächerliche bzw. Trashige ziehen. Das ist sehr schade, denn gerade zu Anfang versprach der Steifen durchaus Potenzial. Selbst die Tricktechnik ist in Anbteracht des Alters des Film ganz gut. Unterm Strich sind die authentischen Landschaftsaufnahmen noch das Beste. Aber dafür leihe ich mir so einen Film nicht aus.

    Hätte man auf die Quatermain-Attitüde und den Quatsch mit der staatlichen Verschwörung verzichtet, wäre die Geschichte wohl weniger infantil ausgefallen.
  • Hidden
    Die Angst holt dich ein.
    Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 11.07.2021
    Der Film beginnt in der Mitte der Story und zeigt zunächst das (Über-)Leben eines kleinen Mädchens und dessen Eltern in einem unterirdischen Unterschlupf. Der Alltag in diesem spartanischen, trostlosen Behelfsheim ist geprägt von Angst, Hunger und der Frage, ob es noch andere außer ihnen selbst gibt. Denn niemand darf an die Oberfläche, niemand soll sie finden. Doch das Trio versucht durch Familiensinn und Zusammenhalt weiterhin der bedrückenden Situation zu trotzen. Wie es zu all dem gekommen ist, bleibt zunächst im Dunkeln. Nur durch einige Flashbacks wird dem Zuschauer Stück für Stück nähergebracht, was zuvor geschah. Eines Tages passiert im Bunker dann ein Missgeschick, das alles verändert.

    Bis dahin erinnert "Hidden" relativ stark an "The Quiet Place". Leider, muss ich sagen, denn auch hier kommt einfach keinerlei Spannung auf, wenn man Mama, Papa und dem nervigen Töchterlein zusieht, wie sie mehr oder weniger gar nichts tun. Außerdem ist das Mädchen in der deutschen Version merkwürdig synchronisiert. Klingt wie eine Erwachsene, deren Stimme nachträglich auf Kind getrimmt wurde. In meinen Ohren echt grausam...

    Nach rund 45 Minuten macht der Film dann aber eine sehr positive Wendung, was sowohl Inszenierung als auch Story betrifft. Die Zusammenhänge werden klarer, die Handlungen intensiver und die Abläufe eigenständiger. Das rettet dem Streifen seine bzw. meine drei Sterne, auch wenn der interessante Teil nach rund 30 Minuten schon wieder vorbei ist.
  • Devil's Pass
    Nach einer wahren Begebenheit.
    Horror, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 29.06.2021
    Obwohl mir klar war, dass es sich hier eher um einen B-Film handelt, habe ich "Devil's Pass" aufgrund meines Interesses am Thema mal eine Chance gegeben. Und in den ersten 60 Minuten wirkt der Streifen auch gar nicht mal so uninteressant. Zugegeben, der Found-Footage-Stil reißt niemanden mehr unbedingt vom Hocker und ist hier und da auch etwas nervig, aber die zunächst spärlich eingesetzten Effekte vor dem Hintergrund einer unbekannten, abgelegenen Umgebung generieren durchaus Emotionen.

    Damit ist es gegen Ende dann leider vorbei. Der Film mutiert zum plumpen Monster-Horror mit billigen CGI-Effekten und liefert eine der wohl absurdesten Theorien für die Geschehnisse am Djatlov-Pass. Klar, es ist nur ein Film, aber es liegen wahre Begebenheiten zugrunde. Von daher hätte ich mir gewünscht, dass mehr das Was in den Fokus genommen wird, und weniger das Warum. Denn selbst bis heute ist nicht zu 100% geklärt, was wirklich mit den neun Menschen geschehen ist, die 1959 am Cholat Sjachl den Tod fanden.
  • Upgrade
    Action, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 26.05.2021
    Sehr gut gemachter Sci-Fi-Film mit relativ viel Action, guten Effekten und stimmiger Musik. Das Setting ist ein Mix aus steriler Zukunfts-Utopie und banalem Hier und Jetzt. Es gibt Kampfszenen, Schießereien, Verfolgungsjagden sowie einige echt coole High-Tech-Gadgets. Und obwohl mir beim Sehen (und Hören) manchmal Titel wie "Repo Men" und "Minority Report" oder "Matrix" und "Blade Runner" in den Sinn kamen, blieb die Inszenierung stets originell. Das will heutzutage wirklich etwas heißen. Meines Erachtens ein ganz großes Stück modernes (Heim-)Kino. Die Story hätte sogar Potential für einen Mehrteiler gehabt. Einzig die milde Altersfreigabe hat mich etwas verwundert. Ansonsten: beide augmentierte Daumen hoch!
  • Excalibur
    Schwert der Könige - Schwert der Macht.
    Abenteuer, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 20.05.2021
    Ein Wort: Episch! Oder um es mit den Worten Merlins zu sagen: „Das ist es!“

    Vermutlich die beste Verfilmung der Tafelrunde-/Artus-Sage. Und obwohl der Streifen bereits 40 Jahre auf dem Ritterbuckel hat, sticht er sämtliche modernen Produktionen locker aus. Das liegt zum einen an den fantastischen Bildern und Farben, den opulenten Kostümen sowie den überwältigend schönen Naturkulissen. Zum anderen an den authentisch wirkenden Figuren, die z. T. von - mittlerweile - großen Namen des Business verkörpert werden. Zusammen mit der Filmmusik wird dadurch ein unvergleichliches Ambiente geschaffen.

    Trotz des Fantasy-Genres erscheint die Inszenierung im Kern sehr stimmig und trotz großzügiger Romantik zum Teil sogar glaubhaft. Zugegeben, manche Special-Effects können dabei mit heutigen Standards nicht mehr mithalten. Dafür erlebt man aber auch keine überzogenen CGI-Retuschen und dergleichen. Außerdem gibt es hier keine oberflächlichen, austauschbaren Charaktere, die selbst im Schlachtfeld stets mit strahlend weißen Zähnen, perfekt sitzender Frisur und Klamotten wie frisch aus der Reinigung dastehen, wie es heutzutage ja sogar bei Film-Wikingern der Fall ist.

    Auch wer nicht unbedingt etwas mit dem Stoff anfangen kann, vielleicht aber generell Ritter-Thematiken mag, sollte "Excalibur" unbedingt gesehen haben. „Ich wusste nicht, wie leer meine Seele war bis zu diesem Augenblick.“
  • The Colony
    Hell Freezes Over
    Thriller, Science-Fiction, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 10.05.2021
    Trotz einiger bekannter Namen bei der Besetzung ist "The Colony" nicht mehr als ein lauer B-Film. Von denen haben ja manche immerhin noch etwas Charme, hier fehlt es aber an allem.

    Die CGI-Effekte sind billig und laienhaft, die Figuren plump und stereotyp sowie die Indoor-Stettings unpassend und deplaziert. Letzteres gilt ebenso für den Soundtrack. Die Story hat zwar gute Ansätze, aber die Inszenierung schwankt hin und her zwischen Öko-Katastrophe, Survival-Drama und Monster-Horror, wobei keiner dieser Parts hier wirklich gut herausgearbeitet wurde. Zudem kommt viel zu oft die unnötige Moral-Keule zum Einsatz, insbesondere in den ersten 20 Minuten, die im Grunde genommen überflüssig sind.

    Insgesamt kommt für maximal 5 Minuten Spannung auf. Der Rest des Films ist fade, vorhersehbar und bietet null Atmosphäre.
  • Antichrist
    Drama, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 27.04.2021
    Eine echt tolle Kammerspiel-Variation, die Lars von Trier hier geschaffen hat, mit unglaublich dichter Atmosphäre, stimmiger Story und cooler Szenerie. Hinter der Kamera, vor allem aber davor, wurde handwerklich wirklich Meisterhaftes geleistet. Wie intensiv und glaubwürdig Charlotte Gainsbourg die vielen Facetten einer eskalierenden Psychose widerspiegelt ist brillant. Willem Dafoe, der als Therapeut und Ehemann versucht zu helfen, dabei aber selbst mit unterdrückten Schmerz- und Trauergefühlen zu kämpfen hat und schließlich ins offene Messer rennt, spielt nicht weniger genial.

    Vermutlich kann nicht jeder etwas mit der Thematik des Films anfangen. Auch ist er sicherlich nichts für Zwischendurch oder den Bierabend mit den Kumpels. Dazu kommen einige explizite Szenen sowie hin und wieder eine etwas diffuse Symbolik, was beides aber weniger ausgeprägt ist als z. B. in "The House That Jack Built". Inhaltlich fühlte ich mich stellenweise an die Filme "Helen" und "Ekel" erinnert. Wer diese ebenfalls mag, sollte auf "Antichrist" definitiv einen Blick werfen. Alle anderen natürlich auch.

    4,3 Sterne.