Kritiken von "Pumpkineater"

Eddington

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 07.05.2026
Wenn man nicht mitbekommen hätte, dass die Vorkommnise im Film so oder so ähnlich tatsächlich stattgefunden haben bzw. noch immer stattfinden, müsste man annehmen, "Eddington" wäre ein erschreckender, unheimlicher und unmöglicher Mix aus Science Fiction und Dystopie. Und zwar nicht nur in den USA, sondern direkt vor der eigenen Haustür, auf dem eigenen PC, am eigenen Arbeitsplatz.

Durch das gute Spiel sämtlicher Akteure, allen voran Joaquin Phoenix, fühlt man sich als Zuschauer quasi permanent um fünf bis zehn Jahre in der Zeit zurückversetzt. Und obwohl "Eddington" letztendlich doch nur gespielt ist, kommen selbst im Nachhinein viele Erinnerungen an die damalige Situation hoch, mit all ihren grenzenlosen Facetten von Ignoranz, Egoismus und Dummheit.

Was auffällig war ist, dass der Film sozusagen aus zwei Teilen besteht. Die erste Hälfte ist inhaltlich sehr geprägt von überaus lebensechten Abläufen und Handlungen, während es danach eher in Richtung Thriller und Actionfilm geht. Das war dann doch ziemlich überraschend, ebenso, wie die letzten 10 Minuten, die noch einmal in eine völlig andere Kerbe hauen.

Abschließend muss ich sagen, dass Ari Aster dem menschlichen Treiben der vergangenen Dekade, in der die gefährlichste Waffe das Smartphone ist, sehr gut den Spiegel vorgehalten hat, auch technisch. Mit einiger Symbolik und sehr vielen kleinen Details, z. B. das Schild auf dem Wagen des Sheriffs "Your Being Manipulated". Mich würde brennend interessieren, was Menschen in 50-100 Jahren wohl empfinden, wenn sie sich "Eddington" ansehen.

3,8 von 5 Verschwörungstheorien

ungeprüfte Kritik

Das Riesending

20.000 Meter unter der Erde.
Dokumentation

Das Riesending

20.000 Meter unter der Erde.
Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 27.04.2026
Abgesehen vom eigentlichen Star, den spektakulären Höhlenlandschaften rund einen Kilometer unter der Erdoberfläche, punktet dieser Dokumentarfilm vor allem durch seine Machart. Die unterschiedlichen Kameraeinstellungen und Schnitte, die Farben und Beleuchtungseffekte sowie die erstklassige und sparsam eingesetzte Erzählerstimme von Benjamin Völz machen hier den Unterschied. Dazu kommt eine musikalische Untermalung, die ebenso wie die Umgebung selbst, von majestätisch über mysteriös bis bizarr, wunderbar zu den außerordentlichen Bildern passt.

Die Teilnehmer der Expedition kommen ebenfalls zu Wort, wenn auch eher selten. Daneben gibt es digitale Animationen, die verdeutlichen, wie riesig und verzweigt das Geflecht aus unterirdischen Höhlen, Schluchten, Gängen, Seen und Tunneln tatsächlich ist. Außerdem wird gezeigt, dass die fünf Männer den gefährlichen sowie körperlich und materiell fordernden Abstieg nicht nur zum Spaß wagen. Es werden Bodenproben genommen und das System wird katographiert sowie vermessen.

Mich fasziniert fast alles, was unter der Erde liegt, würde die meisten solcher Anlagen, ob natürlich oder von Menschenhand gemacht, jedoch nicht betreten. Daher war es extrem interessant, das tiefste und längste Höhlensystem Deutschlands am Bildschirm mitzuerkunden, obwohl ich bei einigen Szenen selbst in meinem Sessel eine gewisse Beklemmung merkte. Irre.

ungeprüfte Kritik

Johanna von Orleans

Abenteuer, Kriegsfilm

Johanna von Orleans

Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 18.03.2026
Hier kommt alles zusammen, was einen perfekten Film ausmacht: bis in die Nebenrollen gut besetzte Schauspieler, bombastische Produktion, glaubhafte Darstellungen, lebhafte Abläufe und natürlich eine fabelhafte Regie. Bei der deutschen Version muss man außerdem die herausragende Synchronarbeit von Sandra Schwittau hervorheben.

Was mir inhaltlich zudem gefallen hat, ist die ambivalente Darstellung der Hauptfigur. Statt Jeanne als spätmittelalterliche Superheldin zu verklären, werden deren innere Konflikte, Motive und Antrieb - trotz Heiligsprechung 500 Jahre später - durchaus kritisch abgebildet. Insofern verkommt dieser Spielfilm nicht zur einer engstirnigen Huldigung. Ähnliches gilt für die unrühmliche Rolle der Kirchenvertreter.

ungeprüfte Kritik

Die Abenteuer von Kina & Yuk

Zwei Polarfüchse entdecken die Welt.
Abenteuer

Die Abenteuer von Kina & Yuk

Zwei Polarfüchse entdecken die Welt.
Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 08.03.2026
Ein im wahrsten Sinne toll erzählter, wunderschöner Spielfilm mit tierischen Hauptdarstellern und vielen fantastischen Aufnahmen. Diese sind teilweise so spektakulär, dass man sich fragt, ob bzw. inwieweit KI oder sonstige Tricktechnik zum Zuge kam. Die jüngeren Zuschauer werden das vermutlich aber gar nicht merken, während sich die Älteren freuen, dass die Story nicht übermäßig kitschig ausfällt und stellenweise sogar recht fesselnd ist.

Die Altersfreigabe ab null Jahren garantiert einen Film ohne jegliche Brutalität, Gewalt oder Angst. Allerdings wird schon deutlich gemacht, dass auch im Tierreich nicht alles Sonnenschein ist und es sowohl Freund als auch Feind gibt. Und dass heutzutage jedes Ökosystem bedroht ist, sei es auch noch so groß, kalt oder weit entfernt. Da fand ich es doch irgendwie unpassend, außgerechnet einen Menschen in einer bestimmten Schlüsselszene als Lebensretter darzustellen.

Wer ein Faible für Flora und Fauna hat, kann mit "Kina & Yuk" ohne Vorbehalte einen schönen Filmnachmittag verbringen. Alleine, mit Freunden oder der ganzen Familie.

ungeprüfte Kritik

1978

Horror, 18+ Spielfilm, Thriller

1978

Horror, 18+ Spielfilm, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 05.02.2026
Mir hat der Film gefallen, aus folgenden Gründen. Erstens: die inhaltliche Mischung aus Regime-Folter und Sekten-Okkultismus ist mal etwas anderes. Zweitens: Effekte, Maske usw. sind überwiegend handgemacht. Drittens: die Atmosphäre ist durchaus beklemmend und die Story kommt ohne Umschweife auf den Punkt.

Auf der Soll-Seite stehen zum Teil etwas laienhaft wirkende Abläufe bzw. Schauspieler sowie die insgesamt recht kurze Laufzeit. Außerdem gibt es kaum Näheres über den Dämonen-Kult zu erfahren, was ich sehr schade fand. Das Ende ist offen.

Im Ergebnis ein ehrlicher, relativ spannender Genre-Mix mit einigen Ecken & Kanten, der jedoch ohne die genre-typischen Plumpheiten auskommt. Gerne mehr davon!

ungeprüfte Kritik

The Stepfather

Kill, Daddy, Kill! Eine ganz normale Familie... dafür würde er töten!!!
18+ Spielfilm, Horror, Thriller

The Stepfather

Kill, Daddy, Kill! Eine ganz normale Familie... dafür würde er töten!!!
18+ Spielfilm, Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 29.01.2026
"The Stepfather" ist weder Fisch noch Fleisch. Für einen Horrorfilm zu blutleer und zahm, für einen Psychothriller zu seicht und kraftlos. Denn obwohl die Story eigentlich zu fesseln vermag und auch die schauspielerischen Leistungen überwiegend stimmen, gibt es bis auf das Finale kaum nennenswerte Höhepunkte. Insbesondere die Nebenhandlungen mit dem Psychiater sowie dem Angehörigen eines der Toten verwässern den eigentlichen Kern der Story enorm. Schade, denn Terry O'Quinn verkörpert den Vorstadt-American Psycho ziemlich gut. Das größte Manko ist allerdings der penetrante, total deplazierte und völlig vermurkste Elektro-Soundtrack, der wie eine laienhafte Miami Vice-Kopie klingt. Das war wirklich DER Stimmungskiller überhaupt.

ungeprüfte Kritik

Die nackte Kanone

Das Gesetz war noch nie so breit aufgestellt.
Komödie, Krimi

Die nackte Kanone

Das Gesetz war noch nie so breit aufgestellt.
Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 29.01.2026
Insgesamt solide, auch wenn diese Kanone in keiner Weise mit dem Original sowie dessen Fortsetzungen oder der ursprünglichen Serie mithalten kann. Auch Liam Neeson erreicht nicht das Format eines Leslie Nielsen, obwohl er seine Sache recht gut macht. Von Neesons deutscher Synchronstimme war ich hier hingegen nicht gerade angetan. Gleiches gilt für den Darsteller des Ed Hocken, der etwas mickrig wirkt, sowie die spielerische Leistung von Pamela Anderson. Dafür wurde wiederum so mancher Wortwitz gut von der deutschen Übersetzung eingefangen.

Die Story kann man sich schenken und ist quasi nur Mittel zum Zweck. Die meisten Gags sind überwiegend okay, wenn auch nicht mehr, einige sogar durchaus originell. Und es gibt die ein oder andere Hommage an die Zucker/Abrahams-Produktionen.

Somit lautet mein Fazit: Es hätte schlimmer kommen können. In Anbetracht der heutigen Filmkultur geht "Die nackte Kanone" (gerade noch so) in Ordnung.

ungeprüfte Kritik

Excision

...um zu heilen die Krankheit!
18+ Spielfilm, Horror

Excision

...um zu heilen die Krankheit!
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 16.11.2025
Wunderbar unkonventioneller Film. Jedoch vermutlich nichts für konservative Köpfe.

Der eskalierende Teenie vor versnobter Vorstadtkulisse bringt enorm viel rabenschwarze Disharmonie mit sich. Neben der Hauptdarstellerin sticht dabei vor allem die Leistung von Traci Lords (!) als leicht neurotische und völlig überforderte Matriarchin positiv hervor. Mit viel Sarkasmus und Blut, etwas Sex und Familienchaos sowie einer Prise Gewalt können die teilweise surrealen Bilder überzeugen und 81 Minuten auf manchmal befremdliche Weise gut unterhalten.

Wer mit eher abgefahrenen Geschichten gut umgehen kann, liegt hier nicht falsch. 3,3 von 5 exzidierten Lungenflügeln.

ungeprüfte Kritik

Regression

Das Böse findet immer sein Opfer.
Thriller

Regression

Das Böse findet immer sein Opfer.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 12.11.2025
Inhaltlich weitaus gruseliger als irgendwelche Monsterfilme, denn der Kern der Story ist Realität. Und zwar noch immer. Und das bedeutet nicht nur Leid für die Opfer, sondern auch Schaden an der Gesellschaft.

Die Rahmenhandlung hat mir persönlich auch sehr zugesagt. Ebenso Ethan Hawke als engagierter, aber mental etwas anfälliger Detective. Der Film ist gut aufgebaut, die Handlung schweift nicht unnötig ab, die musikalische Untermalung passt. Nach rund 70 Minuten dreht sich die Story. Bis dahin war die Stimmung relativ unheilvoll und geheimnisvoll, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Dann wird die psychologische Komponente mit all ihren Auswirkungen sichtbar. Dies erfolgt zwar relativ direkt und sachlich, im Gegensatz zum Rest des Films, ist aber dennoch kein Stimmungskiller.

Letzendlich ein überdruchschnittlicher Film, der zum Mitfiebern einlädt und sowohl theologische als auch wissenschaftliche Praktiken durchaus kritisch beleuchtet.

ungeprüfte Kritik

The Descent 2

Die Jagd geht weiter - Angst vor der Dunkelheit?
Horror, 18+ Spielfilm, Abenteuer

The Descent 2

Die Jagd geht weiter - Angst vor der Dunkelheit?
Horror, 18+ Spielfilm, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 03.11.2025
"The Descent 2" kommt mit einer Story daher, welche die Vorkommnisse des grandiosen Prequels größtenteils ad aburdum führt und außerdem noch beknackter ist, als der deutsche Untertitel. Zudem wird dieses Mal sehr viel Effekthascherei betrieben, die das Ganze offensichtlich zum Pseudo-Splatterfilm aufbauen sollte. Leider erreichen die entsprechenden Closeups jedoch nur die Qualität italienischer Zombiefilme der führen 80er Jahre, sowohl in technischer als auch inszenatorischer Hinsicht. Ziemlich armselig.

Selbiges gilt auch für zahlreiche andere Szenen, die exakt vom Original kopiert wurden. Sogar Videosequenzen aus Teil 1 kommen vor. Ebenso die Filmmusik ist dieselbe, wobei diese nach wie vor hervorragend ist. Und während der Vorgänger inhaltlich nicht unwesentlich von der speziellen Dynamik innerhalb der Frauengruppe geprägt war, dominiert hier platter, unlogischer Monster-Horror, der zwischen Fremdscham und unfreiwilliger Komik pendelt; Stichwörter: Bohrer, Stuhlgang (!) und Haarnadel.

Wären da nicht die Elemente von Klaustrophobie, Isolation und dunkler Höhlen, die mich stets abholen, würde ich lediglich einen Stern vergeben.

ungeprüfte Kritik

The Deep House

Horror, Abenteuer

The Deep House

Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 31.10.2025
Vom Prinzip her nichts Neues, wäre da nicht der Ort des Geschehens. Nach (glücklicherweise) relativ kurzer Einleitung geht es dieses Mal mit Taucherbrille und Unterwasserdrohne in die verfluchte Spukbude. Und zunächst fühlt sich der Tauchgang auch durchaus schaurig an. Trotz schwieriger Lichtverhältnisse ist die Szenerie gut zu erkennen. Als Zuschauer schießen einem immer mehr Fragen in den Kopf, ähnlich wie dem Youtuber-Pärchen vor Ort. Und je länger die beiden Raum für Raum erkunden, desto spannender und mysteriöser wird es.

Ab einem gewissen Punkt weicht diese Stimmung dann aber einem realtiv hektisch inszinierten Finale, das u. a. mit einer Erklärung sämtlicher Hintergünde in Ton und Bild ziemlich klobig und einfallslos wirkt. War der Gruselfaktor bis dahin recht subtil, wurde zum Ende sozusagen der Vorschlagammer ausgepackt. Schade, das hätte man besser machen können.

ungeprüfte Kritik

The Empty Man

In der ersten Nacht hörst du ihn. In der zweiten Nacht siehst du ihn. In der dritten findet er dich.
Horror

The Empty Man

In der ersten Nacht hörst du ihn. In der zweiten Nacht siehst du ihn. In der dritten findet er dich.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 30.10.2025
Überraschend guter Streifen, der thematisch sogar recht vielschichtig ist. Die starke Einleitung vor exotischer Kulisse und voller intensiver Klänge wartet mit klassichen Horrorelementen wie Besessenheit und dunklen Mächten auf. Danach wird es mit Teenie-Mutproben, etwas Beziehungsschmalz und der Vorstellung des typisch kaputten jedoch tollkühnen Protagonisten ein wenig zähflüssig und trivial. Zum Glück fängt sich die Inszenierung aber wieder und lenkt die Story dann in Richtung düsterer Sektenthematik. Dieser Part setzt sich bis zum pfiffigen Ende fort, siedelt sich aber eher im Bereich Mysterythriller à la Film Noir an.

Aus erzählerischer Sicht hätte man die (vergangene) Romanze zwischen den erwachsenen Hauptfiguren streichen sollen, da dieser Strang kaum etwas zur Gesamthandlung und schon gar nicht zur Stimmung beiträgt. Eher im Gegenteil. Außerdem wäre der Film dann nicht nur kürzer, sondern auch straffer im Fluss. Für vier Sterne hat es daher nicht gereicht.

ungeprüfte Kritik