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Offenes Geheimnis

Javier Bardem, Penélope Cruz und ein offenes Geheimnis

Offenes Geheimnis: Javier Bardem, Penélope Cruz und ein offenes Geheimnis
Anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester kehrt Penélope Cruz zurück in ihr spanisches Heimatdorf. Nichts scheint die ausgelassene Stimmung zu trüben - doch dann gerät das harmonisch wirkende Familiengefüge durch ein unvorhergesehenes Ereignis in der Hochzeitsnacht aus den Fugen...
Penélope Cruz und Carla Campra in 'Offenes Geheimnis' © Prokino

Penélope Cruz und Carla Campra in 'Offenes Geheimnis' © Prokino

...das ist zum Glück nur der Beginn der Geschichte in ihrem neuen Kinofilm! Offenes Geheimnis erzählt von einer entscheidenden Nacht, die das Leben einer Großfamilie für immer verändern wird. Ein packender Film über die Fragilität menschlicher Beziehungen und die Abgründe hinter einer gutbürgerlichen Familienfassade, der ab 27. September 2018 in Deutschland bundesweit auf der großen Leinwand zu sehen sein wird und zu dem der Verleih Prokino zur Feier des deutschen Kinostarts die folgenden interessanten Interviews mit den Stars und deren Biografien präsentiert!
Mit Offenes Geheimnis legt der zweifach Oscar-prämierte iranische Regisseur Asghar Farhadi nach Nader und Simin - Eine Trennung (2011), Le Passé - Das Vergangene (2013) und The Salesman (2016) seinen achten Spielfilm vor, der komplett in spanischer Sprache an spanischen Original-Drehorten gedreht wurde.

Seine Weltpremiere feierte Offenes Geheimnis am 8. Mai 2018 als Eröffnungsfilm und Wettbewerbsbeitrag der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Mit den Oscar-Preisträgern Penélope Cruz und Javier Bardem sowie Ricardo Darín (aus In ihren Augen 2009 und Wild Tales 2014) konnte Farhadi ein Starensemble für sein Familiendrama gewinnen.
4 Filme haben wir hier zusammengestellt, in denen das heutige Ehepaar Cruz & Bardem
schon gemeinsam im Heimkino zu sehen war!



"KEINE BÖSEWICHTE, KEINE HELDEN"
Ein Gespräch mit Penélope Cruz

© Prokino

Wie haben Sie Asghar Farhadi kennengelernt.
Seine Filme gefallen mir unheimlich gut, ganz besonders NADER UND SIMIN – EINE TRENNUNG, der in meinen Augen ein Meisterwerk ist. Asghar rief mich an und erzählte mir, dass er einen Film in Spanien drehen möchte und wegen einer Rolle an mich dachte. Dieser Anruf war eine der besten Sachen, die mir in meiner ganzen Karriere passiert sind. Ich bewundere ihn Asghar sehr, er ist einer der Größten. Ein absolut beeindruckender, ausgesprochen sensibler Mann.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie das Drehbuch lasen?
Asghar erzählte mir von der Geschichte von OFFENES GEHEIMNIS erstmals vor fünf Jahren. Von da an hat sie sich in seinem Kopf noch einmal deutlich weiterentwickelt. Asghar ließ uns an diesem Prozess teilhaben, weil Javier und ich ihm bereits signalisiert hatten, uns mit ihm auf diese Reise zu begeben. Was er dem Zuschauer durch diese Geschichte erzählen wollte, war das Interessante an diesem Projekt.

Wie meinen Sie das?
Man kann es so sehen, dass die Familie im Film eine Metapher für all die Dinge ist, die um uns herum vorgehen. Wie in dem Gedicht von Djalal al-Din Roumi, auf das ich dank eines anderen iranischen Freundes aufmerksam wurde, nachdem wir bereits ein paar Wochen gedreht hatten. Wenn ein Familienmitglied leidet, besagt es, dann leidet die gesamte Familie mit. Die Essenz unseres Films steckt in diesem Gedicht. Als ich Asghar darauf ansprach, bestätigte er mir, dass ihm das Gedicht sehr viel bedeutet und er tatsächlich erst einen Tag davor daran hatte denken müssen.

Wie würden Sie ihre Figur Laura beschrieben?
Laura ist eine ganz besondere Frau, die viel durchgemacht hat. Sie musste einige schwierige Entscheidungen in Ihrem Leben in Bezug auf andere Menschen treffen. Das lastet schwer auf ihr. Wir alle tragen die Last unserer Erfahrungen und Traumata mit uns – manche von uns mehr als andere. Laura ist eine Frau mit einem Geheimnis, die plötzlich in einer existenziellen Krisensituation steckt. Diese führt dazu, dass ihr Geheimnis ans Licht kommt – und damit wird auch eine Reihe von Dingen, die weiterhin im Verborgenen hätten bleiben können, wenn es um Laura gegangen wäre. Nach meinem Empfinden habe ich noch nie zuvor eine so komplizierte Figur wie sie gespielt.

Konnten Sie sich mit Laura identifizieren?
Darüber habe ich nie nachgedacht. Ich muss nicht mit ihr übereinstimmen und musste sie und ihr Temperament auch nicht mögen. Genauso wenig wollte ich ihre Handlungen rechtfertigen. Ich muss sie nur einfach zu hundert Prozent verstehen. Und ich denke, dass mir das möglich war, weil die Rolle so toll geschrieben ist. Alle Figuren in dem Film sind komplex, subtil, vielschichtig. Es gibt keine Bösewichte, es gibt keine Helden. Es ist wie im wahren Leben: Alles, was sich dort abspielt, hat immer zwei Seiten.

Wie war die Arbeit mit Asghar Farhadi?
Sehr gut! Der Dreh dauerte beinahe vier Monate. Und in diesen Monaten ist viel passiert! Asghars Ansprüche sind enorm, aber er kann auch ganz wunderbar erklären, was er von einem möchte. Er behandelt einen immer respektvoll – es ist ihm einfach wichtig, dass man immer sein Bestes gibt. Asghar ist ein sehr inspirierender Mensch, der dir als Schauspieler den Weg weist und sagt, wo du hingehen sollst. Eine Art Genie, ein ungewöhnlicher Mensch, gesegnet mit einer außerordentlichen Sensibilität. Menschen wie ihn findet man nicht oft. Im Laufe meiner Karriere bin ich jedenfalls noch nicht vielen Leuten von seinem Schlag begegnet. Asghar ist in der Lage, andere Menschen zutiefst zu bewegen mit der Art, wie er seine Geschichten erzählt. Das tut er übrigens mit einer großen Bescheidenheit. Er behauptet nicht von sich, ein Prophet zu sein - aber für mich ist er viel mehr als nur ein Filmregisseur.
"KEINE SZENE WAR EINFACH"
Ein Gespräch mit Javier Bardem

© Prokino

Wie kamen Sie zu diesem Projekt?
Wenn ich mich richtig erinnere, dann traf ich Asghar 2013 oder 2014 in Los Angeles, als er in der Stadt war, um einen Film zu bewerben. Ich war etwas angespannt, als ich zu unserem Treffen ging. Und ungeduldig. Weil ich diesen Künstler und vor allem diesen Mann unbedingt kennenlernen wollte. Seine Filme und ihn selbst finde ich ihn unglaublich faszinierend. Wir unterhielten uns auf Englisch, so gut es unsere Sprachkenntnisse zuließen. Und wir waren sofort angetan von der Idee, gemeinsam an einem Film zu arbeiten. Ein paar Monate später schickte er mir das Treatment zu seinem nächsten Drehbuch. Und von da an blieben wir immer in Kontakt.

Was war Ihr erster Eindruck, als Sie das Treatment lasen?
Asghar arbeitet an Ideen, Konzepten, Geschichten. Er hatte zwanzig oder dreißig Seiten geschrieben und dazu eine sehr detaillierte Zusammenfassung erstellt. Wie ein Drehbuch, aber ohne Dialog. Mir gefiel die Geschichte von OFFENES GEHEIMNIS auf Anhieb, die Atmosphäre und vor allem die Schilderung der Beziehungen zwischen den Figuren. Wie seine vorangegangenen Filme beschäftigt sich auch OFFENES GEHEIMNIS mit der Beziehung zwischen Menschen und mit der Art und Weise, wie sie miteinander umgehen. Es geht um die Vergangenheit, die auf der Gegenwart dieser Menschen lastet und wie diese Vergangenheit die Entscheidungen im Hier und Jetzt beeinflusst. Dass es einem ausländischen Regisseur darüber hinaus so treffend gelingt, die spanische Kultur zu beschreiben, fand ich ebenfalls brillant.

Wie haben Sie mit Asghar Farhadi gearbeitet, um ihre Figur zu Leben zu erwecken?
Als er das Drehbuch fertiggestellt hatte, begannen wir, uns über die Figur zu unterhalten. Ich habe mich sehr darauf gefreut, Asghars Ideen dazu anzuhören. In der Art, wie er mit seinen Schauspielern arbeite und seinen Film formt, zeigt sich sein Genie. Für einen Schauspieler ist die Arbeit mit ihm pure Freude, weil er unseren Beruf liebt, ihn versteht und genau weiß, wie viel Zeit und Energie man als aufwenden muss, um zu einem bestimmten Punkt zu kommen.

Wie waren dann die Proben?
Während der Proben entdeckte ich, dass Asghar eine Gabe hat, der Arbeit eines Darstellers Farbe und Glanz zu verleihen. Für mich war es auch eine Gelegenheit, mich mit Kollegen zu umgeben, die ich bewundere oder mit denen ich schon einmal gearbeitet hatte - wie Eduard, Penelope oder Ricardo. Mit ihm war ich zuvor noch nie vor der Kamera gestanden hatte, aber ich halte ihn für einen der besten Schauspieler auf dieser Welt. An einem Tisch versammelt zu sein und mitzuerleben, wie Asghar seine Figuren ausgearbeitet hat, wie er uns bittet, uns auf einige sehr präzise Details zu fokussieren, die uns die Essenz unserer Figuren entdecken ließen, war einfach wunderbar, eine großartige Erfahrung.

Erzählen Sie uns von Ihrer Figur, Paco.
Er ist ein Mann, der in einem Dorf lebt und sich sein Leben hart erarbeitet hat. Er wurde in dem Haus geboren, in dem Lauras Familie lebt. Nach und nach hat er das Land bestellt und sich um den Weinbau gekümmert. Zu Beginn des Films lebt er ein glückliches Leben, privat wie beruflich. Aber dann geschieht etwas, das ihn aus der Bahn wirft und alles in Frage stellt, was er eigentlich immer als gegeben empfunden hat, psychologisch, emotional, körperlich und auch ethisch. Sein Leben beginnt sich zu verändern. Auf einmal wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert, die mit einer großen Wucht auf sein Leben in der Gegenwart prallt. Paco ist eine Figur voller feiner Nuancen.

Haben Sie sich mit Paco identifiziert?
Ich mag ihn. Sehr. Die große Victoria Abril hat einmal gesagt, dass wir unsere Figuren beschützen und nicht bewerten sollen, sonst würden wir unseren Job nicht erledigen. Aber natürlich kommt es vor, dass man Figuren spielt, die einen unangenehm berühren. Das ist hier nicht der Fall. Ich denke an Paco genauso gerne zurück wie an Ramón Sampedro in DAS MEER IN MIR oder an Reinaldo Arenas in BEVOR ES NACHT WIRD. Sein Charakter ist gekennzeichnet von einer Einfachheit, die einer Art von Weisheit gleicht. Er ist eine bodenständige Seele, ein verantwortungsbewusster Mann, der seinen Blick immer auf seine Umwelt richtet und für sie da ist.

Wie waren Ihre Beziehungen zu den anderen Schauspielern? Wie war es, wieder mit Penélope vor der Kamera zu stehen? Wie war die Arbeit mit Ricardo Darín?
Mit Penélope hatte ich gerade die Arbeit an LOVING PABLO abgeschlossen, in dem wir zwei sehr starke Figuren spielen, die in einer vergifteten Beziehung stecken. Penélope ist eine Schauspielerin, die an jeder neuen Rolle erneut wächst. Es ist eine Freude, mit ihr zu arbeiten, weil wir einander so gut kennen und deshalb entspannt miteinander umgehen können. Das ist sehr hilfreich. Über die anderen Schauspieler könnte ich stundenlang reden. Da gab es welche wie Inma Cuesta, mit der ich noch nie gespielt hatte, deren Arbeit ich aber kannte. Dann waren da Elvira oder Eduard, mit denen ich bereits vor der Kamera gestanden bin. Und dann konnte ich endlich an der Seite von Ricardo Darín spielen, mit dem ich immer schon arbeiten wollte. Wir haben nicht viele gemeinsame Szenen, aber diese wenigen waren sehr intensiv. Es war außerdem wunderbar, Ramón Barea beim Spielen zuzusehen. Er ist ein außergewöhnlicher Mann und Schauspieler.

Haben Sie eine Lieblingsszene? Und was war besonders kompliziert zu spielen?
Bei Asghar war glücklicherweise nichts in Stein gemeißelt. Er sagte niemals: So machen wir’s und nicht anders. Im Gegenteil: Asghar liebt das Leben. Und er will, dass jede Szene pures Leben ausdrückt. Zurückblickend würde ich sagen, dass die Gruppenszenen am schwierigsten waren. Da waren viele Schauspieler involviert, und jeder Schauspieler hat seine eigene Herangehensweise. Jede denkbare Emotion - Furcht zum Beispiel - kann auf eine vielfältige Weise dargestellt werden. Letztendlich ist es die Sache des Regisseurs, eine gewisse Harmonie in eine heterogene Gruppe zu bringen. Dafür müssen die Schauspieler unendlich viel Konzentration aufbringen.
Biografie: PENÉLOPE CRUZ ist eine der weltweit bekanntesten spanischen Schauspielerinnen der Gegenwart. Fu?r ihre Leistung in Woody Allens VICKY CRISTINA BARCELONA („Vicky Cristina Barcelona“, 2008), in dem sie an der Seite ihres Ehemanns Javier Bardem spielte, gewann sie einen Oscar® als Beste Nebendarstellerin. Davor war sie bereits als erste spanische Schauspielerin fu?r ihre Leistung in Pedro Almodóvars VOLVER („Volver – Zuru?ckkehren“, 2006) fu?r einen Oscar® als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Eine dritte Nominierung gab es fu?r ihren Auftritt in Rob Marshalls Musical NINE („Nine“, 2010). Eine Steigerung ihres ohnehin bereits hohen Bekanntheitsgrades verschaffte sie sich im Anschluss an der Seite Johnny Depps durch ihre Mitwirkung in Marshalls Mega-Blockbuster PIRATES OF THE CARIBBEAN – ON STRANGER TIDES („Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“ 2011).

Große Aufmerksamkeit brachte Penélope Cruz ihre Zusammenarbeit mit dem spanischen Ausnahmeregisseur Pedro Almodóvar ein. 1997 war sie in einer kleinen Rolle in CARNE TREMULA („Live Flesh – Mit Haut und Haar“), 1999 in einer größeren Rolle in dem Oscar- prämierten Drama TODO SOBRE MI MADRE („Alles u?ber meine Mutter“, 1999) zu sehen. In VOLVER, für den sie neben einer Oscar-Nominierung auch einen Goya Award, den Europäischen Filmpreis, den Darstellerinnen-Preis des Festival de Cannes sowie eine Golden-Globe-Nominierung und einen BAFTA-Award erhielt, und in LOS ABRAZOS ROTOS („Zerrissene Umarmungen“, 2009) wurde sie anschließend in Hauptrollen besetzt. Außerdem spielte sie in Almodóvars LOS AMANTES PASAJEROS („Fliegende Liebende“, 2013) eine Nebenrolle.

Vor ihrem ersten englischsprachigen Film, Stephen Frears‘ Western THE HI-LO COUNTRY („Hi-Lo Country“, 1998), der gleichsam ihr Hollywood-Debüt darstellt, sah man sie bereits in zahlreichen erfolgreichen spanischen Kinoproduktionen, unter anderem in Bigas Lunas JAMÓN, JAMÓN (1992), Fernando Truebas Oscar®-prämiertem BELLE ÉPOQUE („Belle Époque – Saison der Liebe“, 1992), Alejandro Amenábars ABRE LOS OJOS („Öffne die Augen“, 1997), Jacques Webers DON JUAN (1998), María Ripolls THE MAN WITH RAIN IN HIS SHOES („Lieber gestern als nie“, 1998) und Nick Hamms TALK OF ANGELS (1998). Für ihre Rolle in Fernando Truebas LA NIÑA DE TUS OJOS („Das Ma?dchen deiner Tra?ume“, 1998) wurde Cruz mit dem spanischen Filmpreis Goya ausgezeichnet.

Zu ihren weiteren Kinoprojekten zählen unter anderem Billy Bob Thorntons ALL THE PRETTY HORSES („All die schönen Pferde – All the Pretty Horses“, 2000), Ted Demmes BLOW („Blow“, 2001), John Maddens CORELLI’S MANDOLIN („Corellis Mandoline“, 2001), Cameron Crowes VANILLA SKY („Vanilla Sky“, 2001), Larry Charles‘ MASKED AND ANONYMOUS („Masked and Anonymous“, 2003), Gérard Krawczyks FANFAN LA TULIPE („Fanfan der Husar“, 2003), Mathieu Kassovitz‘ GOTHIKA („Gothika“, 2003), Sergio Castellittos NON TI MUOVERE (2004), für den sie mit einem David di Donatello und einem Europäischen Filmpreis bedacht wurde, Jake Paltrows THE GOOD NIGHT (2007), Isabel Coixets ELEGY („Elegy oder Die Kunst zu lieben“, 2008) sowie Michael Patrick Kings SEX AND THE CITY 2 („Sex and the City 2“, 2010).

Für Woody Allen stand Penélope Cruz 2013 zum zweiten Mal in TO ROME WITH LOVE vor der Kamera. Im selben Jahr gehörte sie zum Cast von Ridley Scotts Thriller THE COUNSELOR („The Counselor“, 2013) mit Michael Fassbender in der Hauptrolle. Man sah sie in MA MA („Ma Ma – Der Ursprung der Liebe“, 2015) und sie übernahm Rollen in den Komödien ZOOLANDER 2 („Zoolander 2“, 2016) von Ben Stiller und THE BROTHERS GRIMSBY („Der Spion und sein Bruder“, 2016) von Louis Letterrier. An der Seite von Javier Bardem, mit dem sie seit 2007 liiert ist, spielte sie in LOVING PABLO („Loving Pablo“, 2017) von Fernando León de Aranoa. Außerdem gehörte sie zum Cast von Kenneth Branaghs Neuverfilmung von MURDER ON THE ORIENT EXPRESS („Mord im Orient-Express“, 2017). Zuletzt erhielt Cruz glänzende Kritiken für ihren Auftritt als Donatella Versace in der Miniserie „American Crime Story“. Bald wird sie mit Jessica Chastain, Lupita Nyong’o, Marion Cotillard und Fan Bingbing in dem Thriller 355 (2019) vor der Kamera stehen, den Simon Kinberg inszeniert.

Filmografie (Auswahl)

2018
OFFENES GEHEIMNIS Regie: Asghar Farhadi
2017
Mord im Orient-Express (Murder on the Orient-Express) Regie: Kenneth Branagh
Loving Pablo (Loving Pablo) Regie: Fernando León de Aranoa
2016
La reina de España Regie: Fernando Trueba
The Brothers Grimsby (Der Spion und sein Bruder) Regie: Louis Leterrier
Zoolander 2 (Zoolander 2) Regie: Ben Stiller
2015
Ma Ma – Der Ursprung der Liebe (Ma Ma) Regie: Julio Medem
2013
The Counselor (The Counselor) Regie: Ridley Scott
Fliegende Liebende (Los amantes pasajeros) Regie: Pedro Almodóvar
2012
Twice Born – Was vom Leben übrig bleibt (Venuto al mondo) Regie: Sergio Castellitto
To Rome with Love (To Rome with Love) Regie: Woody Allen
2011
Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten (Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides) Regie: Rob Marshall
2010
Sex and the City 2 (Sex and the City 2) Regie: Michael Patrick King
2009
Nine (Nine) Regie: Rob Marshall
Zerrissene Umarmungen (Los abrazos rotos) Regie: Pedro Almodóvar
2008
Vicky Cristina Barcelona (Vicky Cristina Barcelona) Regie: Woody Allen
Elegy oder die Kunst zu lieben (Elegy) Regie: Isabel Coixet
2006
Volver – Zurückdrehen (Volver) Regie: Pedro Almodóvar
Bandidas (Bandidas) Regie: Joachim Rønning, Espen Sandberg
2005
Chromophobia (Chromophobia) Regie: Martha Fiennes
Sahara – Abenteuer in der Wüste (Sahara) Regie: Breck Eisner
2001
Vanilly Sky (Vanilla Sky) Regie: Cameron Crowe
Corellis Mandoline (Captain Corelli’s Mandolin) Regie: John Madden
1999
Alles über meine Mutter (Todo sobre mi madre) Regie: Pedro Almodóvar
1997
Öffne deine Augen (Abre los ojos) Regie: Alejandro Amenábar
Live Flesh – Mit Haut und Haar (Carne trémula) Regie: Pedro Almodóvar
1992
Belle Epoque – Saison der Liebe (Belle Epoque) Regie: Fernando Trueba
Jamón Jamón Regie: Bigas Luna
Biografie: JAVIER BARDEM

Im Lauf der vergangenen Jahre hat sich JAVIER BARDEM zu einem der größten Publikumsmagneten des Kinos unserer Zeit entwickelt. Seine Arbeit wird von der Kritik gepriesen und verschaffte ihm bislang viele Auszeichnungen, einschließlich eines Oscars® als Bester Nebendarsteller in NO COUNTRY FOR OLD MEN („No Country for Old Men“, 2007). Das unvergessliche Porträt des abschreckenden, soziopathischen Killers Anton Chigurh brachte ihm zudem einen Golden Globe®, einen Screen Actors Guild Award und einen BAFTA-Award sowie unzählige Preise der verschiedenen Filmkritiker-Vereinigungen ein. Dem ganz großen Kinopublikum ist er vor allem dank seines Auftritts als Gegenspieler von Daniel Craig in dem Bond-Film SKYFALL („Skyfall“, 2012) bekannt.

Javier Bardem wurde am 1. März 1969 in Las Palmas auf Gran Canaria geboren. Seine Mutter ist Pilar Bardem, eine angesehene Schauspielerin. Bardems Onkel war Juan Antonio Bardem, einer der meistgefeierten Regisseure Spaniens, der unter dem Franco-Regime inhaftiert wurde, als sein Film MUERTE DE UN CICLISTA („Der Tod eines Radfahrers“, 1955) den Kritikerpreis in Cannes gewann. Viele weitere Mitglieder der Bardem-Familie sind ebenfalls bekannte Schauspieler, einschließlich seines Großvaters Rafael Bardem und seiner Großmutter Matilde Muñoz Sampedro. Javier Bardem war vier Jahre alt, als ihm seine Mutter eine kleine Rolle in der spanischen Miniserie „El Picasso“ sicherte. Als Jugendlicher studierte Bardem Malerei in der Escuela de Arte Y Officios Art School, nahm aber nebenher auch immer wieder kleine Rollen für Fernsehproduktionen an. Anfang der Neunzigerjahre bot ihm schließlich der spanische Regisseur Bigas Luna eine Rolle in LAS EDADES DE LULU? (1990) an, was seine Schauspielkarriere entscheidend ins Rollen brachte.

Nach einer kleinen Rolle in Pedro Almodóvars TACONES LEJANOS („Die Waffen einer Frau“, 1991) feierte Bardem 1992 als Hauptdarsteller an der Seite von Penelope Cruz in JAMÓN, JAMÓN seinen Durchbruch. Für diese Rolle wurde er auf dem Filmfestival in San Sebastián als Bester Hauptdarsteller nominiert und gewann verschiedene andere Preise. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen Lunas HUEVOS DE ORO (1993), LA TETA I LA LLUNA (1994), ENTRE LAS PIERNAS („Die Last mit der Lust“, 1999), „ DÍAS CONTADOS („Deine Zeit läuft ab, Killer“ 1994) – Bester Schauspieler beim San Sebastián Film Festival –, BOCA A BOCA („Eine ganz heiße Nummer“, 1995), ÉXTASIS (1996), Pedro Almodóvars CARNE TRÉMULA („Live Flesh – Mit Haut und Haar“, 1997), PERDITA DURANGO („Perdita Durango“, 1997), LOS LOBOS DE WASHINGTON(1999) und SEGUNDA PIEL (1999).

Für seine Rolle des kubanischen Poeten und Dissidenten Reinaldo Arenas in Julian Schnabels BEFORE NIGHT FALLS („Bevor es Nacht wird“, 2000) wurde Bardem als Bester Hauptdarsteller für einen Oscar® nominiert. Diese Rolle brachte ihm außerdem bei den Filmfestspielen in Venedig den Preis als Bester Schauspieler ein. Auch die National Society of Film Critics ehrte ihn dafür, und bei den Independent Spirit Awards und beim National Board of Review wurde er als Bester Schauspieler gefeiert, bei den Golden Globes® stand er auf der Nominiertenliste.

Bei den Goya Awards, dem spanischen Pendant zum Oscar®, wurde er siebenmal nominiert und viermal ausgezeichnet. In Venedig wurde er später erneut zum Besten Schauspieler gekürt für seine schauspielerische Leistung in Alejandro Amenábars MAR DENTRO („Das Meer in mir“, 2004). Fu?r diese Rolle gewann er auch einen Goya und wurde für einen Golden Globe® vorgeschlagen.

Zu seinen folgenden Arbeiten zählten Woody Allens VICKY CRISTINA BARCELONE („Vicky Cristina Barcelona“, 2008) – Nominierungen bei den Golden Globes® und dem Independent Spirit Award –, John Malkovichs Regiedebüt THE DANCER UPSTAIRS („Der Obrist und die Ta?nzerin“, 2002), Fernando León de Aranoas LOS LUNES AL SOL („Montags in der Sonne“, 2002), Michael Manns COLLATERAL („Collateral“, 2004) und GOYA’S GHOSTS („Goyas Geister“, 2006) an der Seite von Natalie Portman sowie LOVE IN THE TIME OF CHOLERA („Die Liebe in den Zeiten der Cholera“, 2007). Für sein Porträt des Kleinkriminellen Uxbal in Alejandro González Iñárritus BIUTIFUL („Biutiful“, 2010) wurde Bardem im Rahmen des Festival de Cannes als Bester Darsteller geehrt. Darüber hinaus war er für den Oscar® und BAFTA als Bester Hauptdarsteller nominiert.

Im Anschluss an den Welterfolg mit SKYFALL sah man Javier Bardem in Terrence Malicks TO THE WONDER („To the Wonder“, 2012) und in Ridley Scotts THE COUNSELOR („The Counselor“, 2013). Danach spielte er an der Seite von Sean Penn in dem Actionthriller THE GUNMAN („The Gunman“, 2015) von Pierre Morel. Penn besetzte ihn in der Hauptrolle seines Dramas THE LAST FACE („The Last Face“, 2016) mit Naomi Watts. 2017 folgte ein Auftritt als böser Kapitän Salazar in dem aufwändigen Disney-Blockbuster PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES („Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“, 2017) mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Eine Meisterleistung bot Bardem auch in Darren Aronofskys kontrovers diskutiertem Film MOTHER! („mother!“, 2017), in dem er an der Seite von Jennifer Lawrence zu sehen war. Mit Penélope Cruz stand er im Anschluss für LOVING PABLO („Loving Pablo“, 2017) vor der Kamera.
Filmografie (Auswahl)

2018
OFFENES GEHEIMNIS Regie: Asghar Farhadi
Loving Pablo (Loving Pablo) Regie: Fernando León de Aranoa
mother! (mother!) Regie: Darren Aronofsky
Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales (Pirates of the Caribbean: Salazars Rache) Regie: Joachim Rønning, Espen Sandberg
2016
The Last Face (The Last Face) Regie: Sean Penn
2015
The Gunman (The Gunman) Regie: Pierre Morel
2013
The Counselor (The Conselor) Regie: Ridley Scott
2012
Skyfall (Skyfall) Regie: Sam Mendes
To the Wonder (To the Wonder) Regie: Terrence Malick
2010
Biutiful (Biutiful) Regie: Alejandro González In?árritu
Eat Pray Love (Eat Pray Love) Regie: Ryan Murphy
2008
Vicky Cristina Barcelona Regie: Woody Allen
2007
Die Liebe in Zeiten der Cholera (Love in the Time of Cholera) Regie: Mike Newell
No Country for Old Men (No Country for Old Men) Regie: Ethan und Joel Coen
2006
Goyas Geister (Goya’s Ghosts) Regie: Milos Forman
2004
Das Meer in mir (Mar adentro) Regie: Alejandro Amenábar
2002
Montags in der Sonne (Los lunes al sol) Regie: Fernando León de Aranoa
Der Obrist und die Ta?nzerin (The Dancer Upstairs) Regie: John Malkovich
2000
Bevor es Nacht wird (Before Night Falls) Regie: Julian Schnabel
1997
Live Flesh – Mit Haut und Haar (Carne trémula) Regie: Pedro Almodóvar
1995
Eine ganz heiße Nummer (Boca a boca) Regie: Manuel Gómez Pereira
1994
La teta i la lluna Regie: Bigas Luna
1992
Jamón, jamón (Jamón, jamón) Regie: Bigas Luna
1991
Die Waffen einer Frau (Tacones lejanos) Regie: Pedro Almodóvar
1987
Erinnern ist tödlich (The Stranger) Regie: Adolfo Aristarain
Offenes Geheimnis
Offenes Geheimnis
Drama

Anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester kehrt Laura (Penélope Cruz) zurück in ihr spanisches Heimatdorf. Nichts scheint die ausgelassene Stimmung zu trüben, doch dann gerät das harmonisch wirkende Familiengefüge durch ein unvorhergesehenes... mehr »

2018

DVD

keine Angabe

Der deutsche Trailer zu Offenes Geheimnis:


Ab 27.09.2018 im Kino und anschließend auf DVD im Verleihprogramm © Prokino + Mehr Trailer im YouTube-Kanal
Pressezitate:

"Packend und brillant inszeniert." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Eine dramatische, packende Familiengeschichte, voller dunkler Geheimnisse." ARD TAGESTHEMEN

"Es geht um verschwiegene Wahrheiten, um alte Verletzungen, nie verziehene Taten." "...Die Bilder, die Farhadi zeichnet, sind meisterhaft." ZDF HEUTE

"Ein bemerkenswerter Film mit Penelope Cruz und Javier Bardem." ARD BRISANT

"Mit dieser subtilen Mischung aus Thriller und Gesellschaftsanalyse hat Ashgar Farhadi bereits zu Beginn des Festivals die Latte für seine Konkurrenten sehr hoch gelegt." 3SAT KULTURZEIT

"Farhadi seziert, wie gnadenlos, wir uns verletzen können, je besser wir uns kennen." BR KINO KINO

"Ein furioser Auftakt in Cannes" ARTE TV

" Ein packender Thriller" LE FIGARO

" Ein brillianter Thriller" L'EXPRESS

"Abgründig und atemberaubend" LE PARISIEN
Pressematerial zu Offenes Geheimnis (Spanien/Frankreich/Italien 2018) © Prokino