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Kritiken von "Aurelius999" aus

9 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Nightlife
    Ein Date. Eine Nacht. Alles kann passieren...
    Deutscher Film, Lovestory, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 08.08.2021
    Die Beschreibung der Story spare ich mir hier einmal. Der Regisseur hat offensichtlich Frederick Lau in Victoria gesehen. Elias M'Barek und Paulina Rojinski dürfen in einem notdürftig daran angelehnten Plot eine wenig überzeugende Liebesgeschichte spielen. Lau verkommt zur Klamaukfigur, die kaum dümmlicher sein könnte.
    In den meisten Fällen kann man deutsche Filme in wenigen Sekunden erkennen. Sie sind hölzern, völlig unkomisch, folgen immer wieder gleichen Mustern und taugen gerade mal als Fernsehfilm. Zu dieser Kategorie gehört leider auch dieser Film. Schade um das Filmmaterial.
  • Spuren eines Lebens
    Ihr größtes Geheimnis war ihr größtes Geschenk.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 16.05.2021
    Leider versucht dieser Film ein wenig zu kraftlos, eine tragische Lebensgeschichte mit Zeitsprüngen zwischen Jugend und Greisenalter zu erzählen. Wirkt sehr abgeschaut an anderen Filmen, die mittlerweile etwas aus der Mode geraten sind. Für mich war einer der Mutterfilme dieses Genres "Grüne Tomaten", der immerhin 16 Jahre vor diesem Werk entstanden ist, der aber neben deutlich dichterer Atmosphäre auch noch ein viel besseres Drehbuch und sogar noch Humor beinhaltete, ohne albern zu sein.
    Von daher stellt sich immanent die Frage "wer braucht diesen Film"? Es stellt sich zu niemandem im Plot eine Empathie ein, die Handlung ist ereignislos und unspannend, die SchauspielerInnen außer Claire Danes, die sich quasi selbst spielt, glanzlos. Zum Vergessen also.
  • Tenet
    Die Zeit läuft ab.
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 17.01.2021
    Diesen Film wollte ich unbedingt sehen, nicht nur, weil er einer der wenigen Blockbuster 2020 ist, sondern auch, weil mich futuristische Themen und Elemente in Filmen grundsätzlich ansprechen. Tenet ist jedoch nicht erfolgreich dabei, dem Zuschauer seinen Zweck und seine Kniffe näher zu bringen: man wird einfach nicht damit warm und ich habe mich dabei erwischt, immer wieder nachzulesen, damit ich dem Verlauf des Filmes einigermaßen folgen konnte. Von Faszination über die Idee, wie sie zum Beispiel bei Matrix entstanden ist, absolut keine Spur. Das hat aber nicht nur etwas mit dem schwierigen Konzept der invertierten Zeit zu tun, denn auch der Anfang mit einem Terrorszenario ist schwer zu durchblicken und im Verlaufe des Filmes wird auch nicht viel klarer, warum das denn nun sein mußte. Dazu kommt noch ein relativ unnahbarer Cast, der so gut wie keine Bindung zum Zuschauer erzeugen kann.

    Bleibt zu sagen, dass die Tricks natürlich grundsätzlich interessant sind. Aber im Zusammenhang mit der chaotischen Kontinuität geht der Spaß insgesamt ziemlich verloren.
  • Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
    Nach dem Bestseller von Judith Kerr.
    Kriegsfilm, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 12.01.2021
    Ein Flüchtlingsdrama mit historischem Hintergrund. Da hier mit viel Familienempathie und Perspektive eines Kindes gearbeitet wird, entsteht eine ganz andere Sicht als die aktuell in den Medien verbreitete, nämlich wie Menschen getrieben von konkreten Kriegssituationen und Elendsperspektive aus ihrer Heimat flüchten. Vielmehr ist der Hintergrund ein sich ankündigendes Unheil, welches sich aus der ex-post Betrachtung natürlich sehr bedrohlich anfühlt. Aber darum geht es gar nicht so sehr, sondern vielmehr um die Schwierigkeiten, die sich - auch für Privilegierte - in einem fremden Land ergeben, in dem sie wenig gesellschaftliche und wirtschaftliche Grundlage haben. Und wie sich diese Situation auf die Familie auswirkt und vor allem zu einer Kraftprobe für die Eltern wird, die zugleich ihre Kinder schützen und versorgen müssen und nebenbei mit dem Verlust ihres gewohnten Lebens zurechtkommen müssen.

    Resultat ist neben einer unterhaltsam erzählten Geschichte, dass am Ende nur die Kraft der Familie die Folgen der Flucht ausgleichen kann. Aus meiner Sicht auch eine Anregung für den Diskurs über erträgliche Bedingungen für Flüchtige in der heutigen Situation.
  • Capernaum
    Stadt der Hoffnung
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 12.01.2021
    Wenn ich Filme zum Anschauen auswähle, dann unterscheide ich grundsätzlich zwischen Doku und Drama. Den vorliegenden Film - ausgehend von der Kurzbeschreibung - hätte ich eher der Doku Richtung zugeordnet, oder, wenn überhaupt, Drama mit hohen kulturellen oder sozialen Anspruch. Also nicht eben die Basis für einen entspannten Filmabend. Glücklicherweise hat meine Frau etwas mehr über den Film gelesen und die Auswahl übernommen.

    Ich fand den Film sehr gut, und zwar nicht nur, weil er das trostlose und harte Leben im Slum und die Heimatlosigkeit von Flüchtigen (die eigentlich gar keine Flüchtigen mehr sind, sondern längst in die Unterschicht ihres Fluchtlandes eingetaucht sind) schonungslos darstellt. Vielmehr ist der Film höchst unterhaltend, die Erzählung wirkt auf mich an manchen Stellen wie aus einem Märchen. Nicht falsch verstehen, es handelt sich nicht um Kitsch oder Träumereien, aber es gibt teilweise märchenhafte Elemente. So zum Beispiel die ganze Szenerie um den Freizeitpark und den verrückten Werbenden. Oder die etwas parabelhafte Darstellung der Gerichtsszenen, die weniger den konkreten Fall sondern das unterliegende Grundsatzthema zum Inhalt haben: warum zieht die Gesellschaft Menschen auf, die keinerlei Liebe, Zuneigung oder gar Zuspruch erfahren. Die Antwort ist aber hoffnungsvoll, denn immerhin ist Zain ein Held, der der Umgebung trotzt.

    Aus vielen Gründen also ein absolut sehenswerter Film und äußerst unterhaltsam und mitreißend!
  • Brimstone
    Erlöse uns von dem Bösen. Die epische Geschichte einer großen Heldin.
    Western, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 03.02.2019
    Brimstone ist ein durchaus gut inszenierter und besetzter Post-Western. Er hat mich ein bisschen an das "Finstere Tal" erinnert, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Allerdings handelt es sich nicht wie jener um einen Rachewestern. Vielmehr um ein Psychodrama um den Reverend, der sich als verdorbener Wahnsinniger herausstellt, und um eine Frau, die er terrorisiert und die immer wieder vor ihm flieht und einfach nicht aufgeben will, ihr eigenes Leben zu leben. Sinn oder Bezug zur Historie braucht man nicht zu suchen, den gibt es hier genausowenig wie eine Lehre. Vielmehr ist der Film etwas für Liebhaber des Psycho-Thriller Genres mit starken Nerven. Die werden mit ungewöhlich guten Naturbldern belohnt, aber eher weniger mit einer außergewöhnlichen Geschichte.
  • Passengers
    Es gibt einen Grund, warum sie aufgewacht sind.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 01.02.2018
    Science Fiction Filme sind immer ein Wagnis. Die Leere des Weltraums, die Größe der Entfernungen, die Hoffnungslosigkeit, Feindseligkeit, Kälte...all das nicht unbedingt der Stoff aus dem wohlige Träume sind. Passengers kommt mir einer Liebesgeschichte daher. Die baut sich sehr langsam auf, ist überhaupt nicht gewöhnlich, und eingebettet in einen Alptraum. Das funktioniert sehr gut, und das nicht unbedingt, weil die Schauspieler so brilliant sind, sondern vielmehr weil die Idee passt, die Ausstattung geradezu phantastisch ist, und weil mit ungewöhnlichen Situationen gespielt wird. Aber auch an philosophischen Fragen mangelt es nicht: war es moralisch vertretbar, was der Protagonist getan hat? Sind wir nicht alle auf einer Reise, aus der wir nicht aussteigen können, bevor unser Leben endet? So bietet Passengers für viele Geschmäcker etwas. Am Ende sogar für diejenigen, die auf Action stehen. Das hat mich zwar am Schluß etwas an Armagedon erinnert, aber konnte mir die Freude an diesem Werk nicht verderben.
  • Meine erste Liebe
    Dem Glück so nah.
    Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 01.02.2018
    La Boum im Internat
    Diese französische RomCom schafft es, fast alle Klischees, die jemals in diesem Genre verwendet wurden, zu konzentrieren. Das ist so absurd, dass der Film sogar als Parodie durchgehen würde, wenn er sich nicht selbst so bierernst nehmen würde. Obwohl ich gegenüber französischem Ambiente im Film absolut nicht abgeneigt bin, und das Genre grundsätzlich hin und wieder zur Unterhaltung schätze, ist das hier einfach zu wenig Substanz und davon noch zuviel aneinander gereiht. So bleiben ein paar hübsche Bilder, die in kurzer Zeit wieder vergessen sein werden.
  • Pornorama
    oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts
    Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Aurelius999" am 28.01.2018
    Gut gelungen ist vor allem der Titel sowie das Filmplakat für diesen Film. Dafür Lob und Anerkennung. Was aber zu sehen ist, ist die typische deutsche Komödienklamotte mit überzeichneten, klamaukhaften Charakteren, vorhersehbarer Geschichte etc. die sich in ihren Grundfesten jahrelang wiederholt. Wer also auf dieses Genre steht, der macht keinen Fehler, aber für den der diese Art Film nur mehr oder weniger erträgt ist es definitiv keine Erfrischung.