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Kritiken von "Castle" aus

16 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Robert the Bruce
    König von Schottland
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 25.10.2020
    Zeitlich nach William Wallace Tod ("Braveheart") und noch vor Bannockburn angesiedelt, findet sich Schottlands Nationalheld Robert, "The Bruce" verletzt und verlassen von seinen Getreuen in kalter schottischer Landschaft. Kein spektakuläres Epos, keine großen Massenszenen, nur eine kurze Zeitspanne aus dem Leben dieses schottischen Königs, hauptsächlich in einer Hütte einer schottischen Witwe. Scheitern und Verrat, Zerwürfnisse, der sich nicht einigenden schottischen Clans werden auf wenige Akteure und auf einen kleinen Handlungsrahmen beschränkt, alles vor schönen winterlichen Landschaftsaufnehmen. Mehr ist es nicht, nur dieser kleine, bescheidene Rahmen. Aber es macht ihn menschlich. Und eigentlich ist es eine interessante Idee, einen unvergessenen Nationalhelden mal so einfach zu sehen. Es hätte auch alles anders ausgehen können.
  • Emma
    Schön, klug und reich.
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 03.08.2020
    Für Austen Fans ist wichtig, wie diese weitere "Emma" Verfilmung ausgefallen ist. Positiv ist die Ausstattung: Ein Augenschmaus! Jede Kameraeinstellung ist durchkomponiert samt Kostümen und den Schauplätzen.
    Emma Darstellerin Anya Taylor-Joy liefert eine ordentliche Darstellung der liebenswerten Emma ab, die mit ihren gutgemeinten Versuchen ehestifterisch tätig zu werden, für einige Verwirrung sorgt. Auf Ihren Vater, Mr. Woodhouse Bill Nighy hatte ich mich gefreut, war aber ein bißchen enttäuscht. Eher überzogen, farblos ist seine Vaterfigur geraten, der etwas machtlos den Bestrebungen seiner geliebten Tochter entgegensteht. Daher kommt es entscheidend auf den weiteren wichtigen Hauptakteur, Mr. Knightley an. Josh O'Connor, als cooler Jüngling mit verwegenem Haarschnitt gelingt es nicht, den souveränen, welterfahrenen Nachbarn Knightley darzustellen, der eigentlich Emma liebt und sie deshalb auf ihre manchmal egozentrischen Aktionen aufmerksam macht. Dazu fehlt auch einiges an der Story, die seinen Charakter näher bringen würde. Als naive träumerisch gutgläubige Harriet Smith ist Mia Goth dagegen ein Treffer, zu deren Lebensglück Emma beitragen möchte - naja, was eine Emma halt als Glück betrachtet.
    So gesehen, eine technisch gutgemachte Neuverfilmung. Aber mir gefällt die 1996er Verfilmung mit den Protagonisten Gwyneth Paltrow und Jeremy Northam auch wegen der Nähe zum Roman einfach besser.
  • Ready or Not
    Auf die Plätze, fertig, tot.
    Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 29.02.2020
    "Drum prüfe wer sich ewig bindet, in welcher Familie er/sie sich wiederfindet" - das sind die Erfahrungen, die eine frischgebackene Braut mit ihrer neuen Familie gleich in der Hochzeitsnacht macht. Der Film kann sich nicht entscheiden, ob es eine rabenschwarze Komödie oder ein Light-Horror sein soll - letztlich wird beides nur halbherzig, aber blutig mit allerlei Waffeneinsatz umgesetzt. Andie McDowell schießt sich als knallharte, hagere Schwiegermutter gut durch den Film. Und das beste ist die Schlußszene: Davon hätte der Film mehr gebraucht. Aber ein bißchen kurzweilig ist das ganze dann doch irgendwie.
  • Tea with the Dames
    Ein unvergesslicher Nachmittag.
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 06.12.2019
    What a pleasure! Mit dabei zu sein, wenn vier der großen britischen Schauspieldamen sich treffen! Beileibe kein Kaffeekränzchen, wenn es um die Ex-Ehemänner geht, um Kritiken à la "gut sieht sie ja nicht aus, aber sie ist sexy" oder wer zuerst welchen der Titel Dame, oder Lady aus den Händen von Mitgliedern des britischen Köngshauses verliehen bekommen hat. Man erfährt - was man ohnehin schon vermutet hat, dass mit der Legende Laurence Olivier es als Ehefrau (Plowright) es auch nicht einfach war. Passend dazu Filmausschnitte vom privaten Leben, Filmen oder Theaterstücken, die das ganze wunderbar illustrieren.
    Ganz locker, mit Einbeziehung des Kamerateams, das auch mit Spott und Blicken bedacht wird, bekommt man einen unterhaltsamen und authentisch wirkenden Einblick in das Leben von echten britischen Ladies. Very nice.
  • Der Junge muss an die frische Luft
    Nach dem Bestseller von Hape Kerkeling.
    Deutscher Film, Komödie, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 27.09.2019
    In den Zeiten der Prilblumen, Käseigel und Eierlikör, die Kindheitsgeschichte vom pummeligen Hans Peter, der später als H.-P. Kerkeling ein gefeierter deutscher Unterhaltungskünstler wurde. Die 70er Jahre einfach wunderbar eingefangen!

    Es ist die Geschichte einer Familie aus Recklinghausen, als Roy Black und Peter Alexander noch lebten, mit lustigen aber auch traurigen Ereignissen, besonders der tragische Tod seiner Mutter. Es geht aber auch darum, was Familie bedeutet und welche Bedeutung sie für den Einzelnen hat. Alle Darsteller hervorragend besetzt (bis in die kleinste Nebenrolle), von den warmherzigen Omas, den Tanten bis zu den Verkäuferinnen im Tante Emma Laden. Dem kleinen Hauptdarsteller gebührt das größte Lob: "ja, das haste so noch nich jesehen"!
  • Die Frau des Nobelpreisträgers
    Nach dem internationalen Bestseller von Meg Wolitzer.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 31.07.2019
    Den Roman kannte ich nicht - was in der Regel gut ist, wenn man sich den Film anschaut. Der Filmtitel hatte mich neugierig gemacht: Die Geschichte eines Schriftstellerehepaares und ein Nobelpreis für Literatur vor dem Hintergrund der klassischen Rollenverteilung von Mann und Frau. Ich schätze Glen Close, die als Schriftsteller-Ehefrau gut besetzt, hier aber nicht herausragend ist. Und letztlich ist man fast wütend über die Überheblichkeit, Arroganz und selbstverständliche Haltung ihres Preisträger-Ehemanns, der die Ehe der beiden maßgeblich bestimmt. Allerdings ist auch völlig klar, dass ohne Unterstützung und Billigung der Ehefrau Close das ganze nicht möglich gewesen wäre. Und irgendwie hinterläßt das einen bitteren Nachgeschmack.
  • Astrid
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 15.07.2019
    Ich hätte gerne den Zeitpunkt erlebt, als die berühmten Kinderbuchfiguren in Astrids Kopf entsprungen sind: Wie kam Pippi zustande? Oder wie kommt es, dass man jemanden wie Michel erfindet oder gar den schrägen Karlsson vom Dach? Der Film hätte das Zeug dazu gehabt. Eine wunderbare Darstellerin einer rebellischen Astrid und die Notlage, in die sie gerät, mitsamt den Konflikten im Elternhaus - gut gemacht. Eine Kürzung der Mutter-Kind Notlage hätte ich gewünscht, wenigstens bis man die Schriftstellerin ahnen kann und einen Funken sieht, der eine Pippi ins Leben rufen konnte. So ist es bei der Darstellung der Person Astrid geblieben, während die Schriftstellerin (noch) nicht entstanden ist. Das finde ich schade.
  • The Happytime Murders
    Kein Sesam. Nur Straße.
    Komödie, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 22.03.2019
    Abgedrehter zotiger Puppenkrimi à la Philip Marlowe. Der Sohn von Jim Hensen hatte wohl echt die Nase voll, die plüschigen Handpuppen in einer netten Kinderstory zu zeigen und hat zugeschlagen:
    Derb, fast vulgär, einfach, aber manchmal eben echt zum Schlapplachen. Melissa McCarty hat's als zuckersüchtiger Cop mit ihrem blauen Expartner echt nicht leicht und ist einfach eine gute Wahl bei der Besetzung der menschlichen Schauspieler. Und mal ehrlich: Eis am Stiel und alle diese billigen Filmchen waren nur halb so lustig wie diese einfach gestrickte Plüschferkelei mit viel Sprühsahne. Es muß halt auch mal einfach, pelzig, schnell und trashig sein!
  • Feinde - Hostiles
    Western
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 19.11.2018
    Wie kann man als Mensch, der bei den blutigsten Indianer Massakern aktiv dabei war, damit fertigwerden?
    Das ist die Erfahrung, die der Offizier Blocker (Bale)gemacht hat und nun dazu verdonnert wird, seinen ärgsten, jetzt todkranken Feind Chief Yellow Hawk (Studi) auf seinem letzten Ritt nach Hause zu begleiten. Beide waren erbitterte Gegner und man überlegt, wie das wohl ausgeht. Doch nach einigen Ereignissen zeigt sich, dass die Fähigkeit sich zu respektieren und einen Umgang zu finden, trotz der grausamen vergangenen Schrecken möglich sein kann. Als der Trupp schließlich auf die nach einem Indianerüberfall überlebende Farmersfrau Rosalie (Pike) trifft, erlebt man in dem erstaunlich respektvollen Umgang mit der traumatisierten Frau, dass Blocker seine Menschlichkeit nicht verloren haben kann. Spätestens bei diesem Zusammentreffen war ich echt gespannt, ob der Ritt weitergeht, oder durch Vergeltung ein jähes Ende findet. Das ist ein neuer Western, der durchaus spannende Momente besitzt, aber kein Actionkino ist, sondern eine Auseinandersetzung mit Schuld, Respekt, Vergebung und Weiterleben bei allen Beteiligten. Und das ist sehenswert!
  • Die kleine Hexe
    Nach dem Weltbestseller von Otfried Preußler.
    Fantasy, Kids, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 03.10.2018
    Endlich als Film eines meiner Lieblingskinderbücher! Ich war skeptisch ob Karoline Herfurth die kleine Hexe hinkriegt. Alles kein Problem. Eine zauberhafte Darstellung samt langer Hexennase. Ein Volltreffer ist Sprecher Axel Prahl als Rabe Abraxas. Allein ihm zuzuhören macht Spaß. Große Leistung ist die liebevolle Ausstattung des Films. Einfach mal per Standbild die kleine Hexenwohnung mit den ganzen Details bestaunen. Bei ganz kleinen Kindern vielleicht bei Hexe Rumpumpel aufpassen. Der fünfjährige Junge meiner Bekannten ist vor Schreck aus dem Kino gelaufen. Insgesamt also eine feine zauberhaft-hübsche Hexengeschichte auch für Große, aber kein Actionkino. Muß auch nicht sein.
  • Kästner und der kleine Dienstag
    Die bewegende Geschichte hinter 'Emil und die Detektive'.
    Drama, TV-Film, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 24.07.2018
    Kästner's Bücher "Doppelte Lottchen", "Kleiner Mann" gehörten zu meinen liebsten Kinderbüchern. Nun ein feiner Film über Erich Kästner's Zeit in Deutschland während dem 3. Reich. Vor dem Hintergrund des Buchs "Emil und die Detektive" wird die Geschichte der Begegnung mit seinem jugendlichen Fan Hans erzählt. Während der Junge Hans in der Schule die zunehmenden Diffamierungen gegen seinen jüdischen Freund und Haßtiraden seiner Lehrer erfährt, erlebt Kästner die Bücherverbrennung in Berlin mit seinen eigenen Werken - als einziger betroffener Autor. Florian David Fitz stellt glaubhaft den Autor dar, der zwiespältig den zunehmenden Schrecken des NS Regimes erfährt, bis zum Tod seines befreundeten Zeichners Ohser und seinem eigenen Schreibverbot. Das Dilemma der Weigerung zum NS Regime mit den Konsequenzen des Überlebens muß auch der Junge Hans erleben , der seine Fanartikel von Kästner versteckt, aber nicht aufgibt. Leider hinterläßt das Kriegs- und Filmende beim Zuschauer keine wirkliche Befreiung, sondern demonstriert die Wichtigkeit freiheitlicher Grundwerte. Und das ist und bleibt ein brandaktuelles Thema.
  • John Wick - Kapitel 2
    Kugelsicher
    Action, Thriller, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Castle" am 04.07.2017
    "Ich wollte Keanu Reeves nicht als Schauspieler, sondern als Stuntman" - so der Regisseur von John Wick Kapitel 2. Und das hat er bekommen: Exzellente, durchkomponierte Kampfszenen, solide-klasse auch optisch gut in Szene gesetzt. Reeves in Bestform, der ebenfalls auch am Autosteuer eine gute Figur abgibt.

    Die Handlung ist diesmal nur zweitrangig, denn es ist ja mittlerweile bekannt, dass man John Wick's Eigentum besser in Ruhe läßt. Das ist eigentlich schade, tut der Action keinen Abbruch. Auf das 3. Kapitel ist man dann echt gespannt.