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Kritiken von "N69Nj" aus

44 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Ad Astra
    Zu den Sternen - Die Antworten, die wir suchen, sind außerhalb unserer Reichweite.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 30.12.2020
    Ja, ich kann mich den positiveren Rezensionen anschließen.
    Ein schöner philosophischer Film. Und auch wenn viele sich darüber mokieren: es macht Sinn, dass es sehr viele Einstellungen von Brad Pitt gibt, denn es geht um seine physische UND seelische Reise und Entwicklung. Das ist hier schlüssig und auch viel angenehmer gemacht als in "Gravity", wo das ständige Zoomen auf Sandra Bullock einfach nur nervig war.
    Zusätzlich zu der offensichtlichen und auch vom Regisseur beabsichtigten Parallele zu "Apocalypse Now" und will ich noch vom Thema her "The Martian" erwähnen, wo Matt Damon auch auf sich selbst gestellt ist.
    Wunderbar ist, wie weitgehend ruhig der Film verläuft, weil das Weltall tatsächlich lautlos sein sollte. Es hilft aber auch der meditativen Stimmung. Die Musik dazu ist phantastisch, ich fühlte mich gar an meinen Lieblingsfilm "Rausch der Tiefe" erinnert (Luc Besson) mit der Musik von Eric Serra, auf dessen DVD sogar eine Soundspur nur mit der Musik, ohne Dialoge ist...
    Sehr gut ist hier auch die Bonus Audio Track, in der der Regisseur seinen Film erklärt. Sehr aufschlussreich.
    Und die UHD Bluray macht natürlich ein phantastisches Bild.
  • Once Upon a Time in Hollywood
    Es war einmal in Hollywood...
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 08.10.2020
    Ich stimme der Bewertung von "BEAMERTHX" voll zu: diesen Film versteht man so gut wie gar nicht, wenn man nichts von den Manson Morden an eben diesem Tag 8.8.1969 weiß. In den USA kennen das wohl sehr viele. Ich hatte ehrlich gesagt bis jetzt nur eine vage Ahnung, wer denn Charles Manson war, außer, dass dass ein irgendwie bedrohlicher Mensch war. Auch Sharon Tate kannte ich nicht.

    Als ich den Film nun das erste Mal gesehen habe hatte ich ein "ja, ok" Gefühl, 3 Sterne. Habe mich begeistert an der Musik, an den Autos und den Flughäfen, die ich als Kind genauso erlebt habe (inklusive in den 70ern einen Ford Galaxy!). Und an den tollen Schauspielern (Brad Pitt hat seinen Oscar zu recht bekommen!). Und an den Tarantino Splatter am Schluss.

    Als ich dann aber bei Wikipedia von den Morden und die Schilderung der Täter, Opfer und dem detaillierten Ablauf der Mordnacht las fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ein wissender Ami hätte das alles wohl sofort schon gesehen. Die nächste Sichtung des Films (es lebe Videobuster, wo man eine BluRay hat, die man so oft sehen kann wie man will!) war ein völlig anderes Erlebnis, und gespenstisch. Es ist dann auch klar, wo der Film eine märchenhafte gute Wendung nimmt ("Once Upon a Time"). Spannende Idee!

    EMPFEHLUNG: vor dem Film erst die Details der echten Geschichte von damals nachlesen. Das kann nicht als Spoiler gelten, denn die Amis kennen sie ohnehin auch, wenn sie in diesen Film gehen.
  • Ready Player One
    Kämpfe für eine bessere Realität.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 08.10.2020
    Aaah, soviele Zitate aus den 80ern, der DeLorean, der C64, Blondie's "One Way or Another", ... man hört gar nicht auf zu schwelgen in schönen Erinnerungen!

    Aber auch die Filmidee an sich, der Wechsel vom Videospiel mit den Avataren zur realen Welt und zurück, sind geistreich und interessant.

    Lustig fand ich, dass es auch in 2020 nicht weniger peinlich aussieht, wenn Spieler mit VR-Brille rumzappelnd und fuchtelnd gezeigt werden, völlig in der virtuellen Welt vertieft. :-D been there, done it, aber es sieht trotzdem für Zuschauer in der Realität beschränkt aus.

    Am Ende scheint dieser Ernest Cline nach seinem Tod ganz in die digitale Welt seiner Videospiels eingezogen zu sein. Das erinnerte mich an den SF-Klassiker "Neuromancer" (ein Buch! Trotzdem dringende Leseempfehlung!) in dem ein Mensch, der dem Hauptakteur zur Seite stand, nur noch auf einem Chip und in der virtuellen Datenwelt existierte.

    Dieser Film erinnerte mich auch an den Film "Chatroom" (auch hier bei Videobuster erhältlich), der auch interessant die Wechsel zwischen Realität und virtuelle Welten visualisiert.
  • Die Schneiderin der Träume
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 19.05.2020
    Eine nette Geschichte, das Prinzip Aschenputtel oder etwa Pretty Woman auf Mumbai und die indische Gesellschaft adaptiert.
    Tillotama Shome spielt die Rolle der Dienerin hervorragend, in Gestik und Mimik. Wenn man in Indien gelebt hat hat man solche Bediensteten sehr oft erlebt. Man hat aber auch zahllose Beispiele der blasierten hochnäsigen Madams erlebt, die sich ebenso benehmen wie hier im Film. Sehr realistisch.
    Es ist aber nicht ganz überzeugend gezeigt, warum der "Sir" nun einen Narren an Ratna gefressen hat. Er kommt zwar durch seine USA-Zeit mit der indischen Gesellschaft nicht mehr zurecht, aber einleuchtender wäre doch, das er sich mit Ausländern trifft. Dass er eine Liebesbeziehung zu Ratna sucht, die einen guten Charakter und Herz hat aber nicht nur sozial sondern zwangsläufig auch intellektuell weit entfernt ist, wirkte für mich mehr wie verzweifelte Ziellosigkeit in der Endphase der Pubertät.
    Dass er eine Liebesbeziehung auch noch erzwingen will trotz der sehr richtigen Einwände seines Freundes und auch Ratna selber, lässt einen fremd schämen.
    Ratna zeigt hier wieder Stärke und löst die Situation. Zum Ende hin ein Aschenputtel Happy End, das sogar an "Teufel trägt Prada" erinnert.
    Schöne Bilder von Mumbai und Einblick in sehr schöne Appartments in den Wohnhochhäusern.
  • 15:17 to Paris
    Im Angesicht der Angst erreichen gewöhnliche Menschen das Außergewöhnliche.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 19.05.2020
    Mich hat enorm beeindruckt, dass die Drei nicht nur den Mut hatten, den Angreifer zu stellen, sondern auch noch, sich selber in einem Film zu spielen. Und das haben sie m.E. auch sehr gut hingekriegt. Alleine schon deshalb gebe ich vier Sterne.
    Die Vorgeschichte ist vermutlich etwas optimiert, so dass man den Eindruck kriegen MUSS, dass insb. Spencer Stone geradezu für diese Tat bestimmt und durch sein Leben vorbereitet wurde. Aber es ist unstreitig, dass diese Menschen in der Tat etwas UNTERNOMMEN haben! Sie haben mehr getan, als es Tausende Menschen auch in Deutschland getan hätten. Der Mut dieser Amis kommt tatsächlich nicht von ungefähr, so dass mir die Geschichte des Films einleuchtend genug war und gefiel.
    Schon der erste Ami, der bemerkte, dass der Attentäter sich lange im WC verschanzt hatte, und sich tatsächlich darum kümmern wollte statt "nicht mein Problem" zu denken, hat mir sehr imponiert. Der kam ein wenig zu kurz, aber der Film folgte halt dem Hauptstrang der drei Freunde.
    Auch die Jubelparaden am Ende haben hier einige Mitkommentatoren gestört. Das war eben auch tatsächlich so geschehen, da kamen Dokumentation und "Märchen" sehr schön zusammen.
    Dieser Film ist kein Unterhaltungsfilm für Sofasitzer à la "Games of Thrones" -- er ist BESSER: es ist Realität!! Mit Helden, die echt sind und nicht nur großmäulig tun.
  • The Salesman
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 08.04.2020
    Der Film ist interessant, macht aber nicht unbedingt Spaß, am Ende störte mich die Selbstgerechtigkeit des Protagonisten. Aber das ist gerade die Parallele zum Tod des Handlungsreisenden, wo Lebenslügen zusammenfallen und Gut und Böse nicht mehr klar zuzuordnen sind.
    Sehr interessant fand ich die besonders iranischen Aspekte, z.B. dass der Bagger weiterbaggert, obwohl klar ist, dass er das Nachbarhaus beschädigt.
    Auch dass das im Film geprobte Theaterstück mehrfach durch die Zensur zurechtgestutzt wird, damit es überhaupt aufgeführt werden darf. Sehr lustig fand ich die Idee, dass die Theaterdarsteller den Spieß umdrehen und die angebliche Prostituierte im Stück voll bekleidet auftritt, sogar mit einem Regenmantel, trotzdem handelt und spricht, als sei sie nackt, und damit die Zensur unterstreicht und ad absurdum führt.
    Dass der Protagonist weiter seine Frau rächen will, die sich selber aber von seinem Rachefeldzug distanziert, kann auch vieles bedeuten: vielleicht auch mit einer patriarchalischen Gesellschaft zu erklären sein, wo der Mann für die Frau bestimmt, was die Ehre gebietet, oder weil er vielmehr seine eigene Demütigung rächen will, weniger die Verletzung seiner Frau.
    Vieles wird nur durch Andeutungen mitgeteilt. Ein sehr poetischer Film, den ich deshalb auch gelungen finde. Die Auszeichnungen hat er zu recht bekommen, finde ich.
  • Die letzten Paradiese - Patagonien II
    Mapuche - Das Volk der Erde
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 08.04.2020
    Eine Dokumentation einer Reise durch Patagonien, von Argentinien quer über die Anden nach Chile, mit Fokus auf das Volk und die Kultur der Mapuche. Stellenweise unaufgeregt, ruhig und meditativ. Wie andere solche Dokus im TV, eine knappe Stunde lang. Merklich älterer Film, Bildqualität in etwa VHS-Qualität. Dadurch hat man in heutigen TV-Produktionen mit HD und 4K bessere Bilder, wenn man es denn findet.
  • Free Solo
    Ein Leben ohne Angst.
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 08.12.2019
    Spannender Film! Super Bilder! Der Aufstieg ist atemberaubend; man sieht fassungslos zu. Jemand, dessen Angstzentrum im Hirn wie bei Alex Honnold heruntergedimmt ist, kann da Ruhe bewahren.

    Ich möchte aber nicht wie Nutzer SaBroe dem Alex Honnold "allergrößten Respekt und tiefe Wertschätzung" entgegenbringen.

    Ich erkenne sehr wohl seine Leistung an. Ich freue mich auch für ihn und mit ihm, dass er diese Herausforderung bewältigt hat, die er (und seine Kollegen der Kletterei) sich gestellt haben. Ich habe mich auch an den spektakulären Aussichten und der guten Filmführung ergötzt.

    Aber am Ende „bleibe man auf dem Boden“ und bedenke, dass durch das Bekraxeln von hohen Felswänden wenig in der Welt besser wird.

    Keine Sorge, diese Menschen sollen sich sehr gerne an ihren Zielen abarbeiten und sie gerne auch erreichen. Aber die Risiken führen gelegentlich zu Schäden, die auch von Umfeld und Gesellschaft getragen werden (müssen?). Jeder schätzt anders ein, ob die Erfolge dies wert sind und aufwiegen.

    „Respekt“ haben für mich Helden verdient, die daran arbeiten, diese Welt besser zu machen oder schlimme Zustände zu lindern. Nichts hiervon wird durch das waghalsige Erklettern von Felswänden erreicht. Die Welt wird durch Free Climber ebenso wenig besser wie durch sonst welche Extremsportler (oder auch durch die meisten „Normalos“ in Routinejobs, klar).

    Kurz: eine Krankenschwester oder Altenpfleger verdienen m.E. mehr "Respekt und Wertschätzung" als Extremsportler.
  • Sie waren Helden
    Eine wahre Geschichte.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 11.06.2019
    Netter Film; SEHR amerikanisch (manche mögen das). Wenn Mitkommentator/in GerrySue in dem Film "Tiefgang" erkannt hat ist damit wahrscheinlich gemeint, dass es nicht andauernd um Football an sich ging sondern eher um das Ringen darum, eine Mannschaft wieder auf den Platz zu bekommen. Das war aber zu erwarten; ebenso, dass eine amerikanische Stadt nicht ohne Football weiterleben will. Ich fand die Story absehbar und eindimensional.
    Lediglich, dass es sich um eine wahre Geschichte mit einer beeindruckenden weiteren Entwicklung handelt hat bei mir den dritten Bewertungspunkt gesichert. Und die Portraits verschiedener Coaches in den Extras waren auch interessant.
    Wer eine spannende(re) Sportgeschichte sehen will, die ebenso eine True Story ist, ist m.E. besser mit "Moneyball" bedient! Oder auch "Invictus"!
  • Salyut-7
    Tödlicher Wettlauf im All.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 28.03.2019
    Ein wunderbarer Film, unaufgeregt und aufrichtig, ohne Hollywood Pathos; trotzdem gut gemacht und spannend!

    Er erinnerte mich von der Thematik an "Gravity", aber ohne die völlig überdrehte Story (die bei Gravity gaga war) und vor allem ohne andauernde aufdringliche Close-Ups vom vermeintlichen Superstar (Sandra Bullock, die mich unheimlich nervte)!

    Auch das war schon eine Bereicherung, ich konnte sich viel besser auf die Weltraumbilder und die Story einlassen!

    Hier war die Story auch noch an eine echte Begebenheit angelehnt: noch besser!
  • Willkommen bei den Hartmanns
    Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 28.03.2019
    Ein Film mit bekannten Darstellern, der sich in 2016 offenbar das Thema des Tages/Jahres aufschnappen wollte. Ich war neugierig, weil damals soviele von dem Film schwärmten.

    Es wurde leider fades ein Märchen. Weder Spannung in der Story, noch Action, noch Witz halten einen bei Laune, so dass die platte Story einen an ein paar Stellen nervt. Ich stimme der Kritik von x8iyb zu was die völlige Voraussagbarkeit der Story angeht ("klischeehafte Ansammlung von erwartbaren Banalitäten"), nur einen Stern gebe ich dem Film mehr als er/sie, da der Film zwar seicht und platt, aber nicht beleidigend schlecht ist -- da habe ich schon schlechtere gesehen. Er ist wenigstens "gut gemeint", also erträglich.

    Übrigens habe ich gerade zuvor den Film "Ein Dorf sieht schwarz" auch über Videobuster gesehen, in dem es im weiteren Sinne um eine ähnliche Story geht (afrikanische Migranten treffen auf europäische Kultur), der m.E. aber deutlich besser gemacht ist. Wer also einen "netten" Feel Good Film sucht, kann sich eher den ansehen.
  • Ein Dorf sieht schwarz
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "N69Nj" am 27.03.2019
    Nette Geschichte. Etwas "französisch", mit mehr Gewicht auf Text und weniger auf Dynamik. Durch die Anlehnung an eine echte Familiengeschichte ist das aber angenehm. Wie bei der Geschichte zu erwarten ist da auch eine Ähnlichkeit mit "Willkommen bei den Sch'tis".

    Übrigens: ich habe zufällig jetzt in der folgenden Videobuster-Sendung "Willkommen bei den Hartmanns" bekommen, wo es im weiteren Sinne auch um das Zusammentreffen von afrikanischen Migranten auf europäische Kultur geht; allerdings eine seichte Klamotte. Im Vergleich ist "Ein Dorf sieht schwarz" der deutlich bessere Film!