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Kritiken von "Dematida" aus

7 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Nur noch 60 Sekunden
    Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Dematida" am 06.08.2006
    Rasante Autoverfolgungsjagd
    Die Geschichte ist altbekannt und aus den üblichen Versatzstücken des Genres zusammengesetzt. Das stört in dem Remake des 73er Independent-Werks „Die Blechpiraten“ jedoch nicht weiter. Die Antihelden sind durchweg sympathisch und die rasant geschnittenen Actionszenen machen einfach Spaß. Wie bei Produzent Jerry Bruckheimer („Con Air“, „The Rock“) gewohnt, setzt auch Regisseur Sena das Ganze ästhetisch in Szene. Die nötige Ironie ist auch gegeben. Schade nur, dass der Part von Oscarpreisträgerin Angelina Jolie zu klein ausfällt. Dafür hat Ex-Fußballprofi Vinnie „Die Axt“ Jones einige amüsante Auftritte.
  • Goal!
    Lebe deinen Traum.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Dematida" am 06.08.2006
    „Goal!“ tut nicht weh.
    „Goal!“ tut nicht weh. Es ist ein Feel-Good-Movie, zumindest für diejenigen, die sich über eine schwache Story nicht aufregen. „Goal!“ kommt sehr sympathisch, aber eben mindestens genauso belanglos daher. Regie führt Danny Cannon („CSI: Crime Scene Investigations“) und er erledigt seinen Job solide. Die Fußballpassagen wurden ganz anschaulich in Szene gesetzt, wenn auch ziemlich unübersichtlich. Das ist schade, denn die Nachstellung der Szenen überzeugt und der Betrachter glaubt immer richtige Fußballspieler zu sehen. Solche sieht er größtenteils auch tatsächlich. Außer Nivola und Becker spielen in der ersten Mannschaft von Newcastle richtige (namhafte) Fußballer und Englands Fußballgott Alan Shearer darf der Zuschauer mehr als einmal in Nahaufnahme betrachten. Auch andere Spieler bekommt das Publikum zu Gesicht, aber die hektisch geschnittenen und gefilmten Fußballszenen lassen nur selten richtiges Fußballfeeling zu. Gänsehautstimmung kommt kaum auf, erst zum großen Finale dann, doch auch nur bei demjenigen, der sich von penetrant eingesetzten Klischees und viel Kitsch nicht abschrecken lässt.

    Es ist ganz spaßig, die vielen Fußballstars im Film zu entdecken, wobei aber einige erschreckendes Schauspielunvermögen an den Tag legen, seien es nun ein David Beckham oder Raúl. Ihre beiden Auftritte mitsamt dem von Zinedine Zidane wurden übrigens etwas holprig und fast schon deplaziert in den Film eingebaut, eher nach dem Motto, schaut her, welche Stars „Goal!“ zu bieten hat. Und derer bietet „Goal!“ aus der Fußballwelt tatsächlich einige, aus der Filmwelt dagegen gar keine. Ein klares Zugeständnis an den Fußball. Nur, dass der Film dem Sport kaum gerecht wird.
  • Cube Zero
    Science-Fiction, Thriller, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Dematida" am 09.07.2005
    Cube Zero
    Ganz im Stile eines Prequels greift „Cube Zero“ zurück auf elementare Punkte, die den Indepent-Streifen „The Cube“ zum Erfolg werden ließen und in „Hypercube: Cube 2“ schmerzlich vermisst wurden. „back to the root“ lautet diesmal das Motto und bringt gewisse Gegebenheiten wieder ins Geschehnis ein, um die gewohnt klaustrophische Atmosphäre aufzubauen, auch wenn sie nicht mehr zu hundert Prozent erreicht wird. Unter anderem die farblichen Räume, mit nicht minder psychologischen Effekten, und die raffinierten Fallen, dessen Erfinder am sadistischen Töten kein Stück am Spaß verloren haben. Der nunmehr dritte Teil setzt seine Schwerpunkte auf eine andere Schiene. Die Personen innerhalb des Würfels spielen nur noch eine eher unter geordnete Rolle und dienen jetzt hauptsächlich der Aufklärung sowie den ansehnlichen Goresequenzen. Hierbei sei der Anfang hervorzuheben, der als Einstieg sofort ein Déjà Vu erzeugt und eine Verbindung zum Erstling herstellt, mit dem einzigen Unterschied, dass das Ergebnis wesentlich blutiger ausfällt. Der höhere zur Verfügung stehende Etat ist dem Film bereits an den Bullaugen-artigen Türen, die die einzelnen Räume voneinander trennen, deutlich anzumerken. Die verschiedenen Sets, drei Stück (Kontrollraum, Würfelräume, Behandlungszimmer), den Wald ausgenommen, glänzen mit professioneller Aufmachung und verspielten Details. Ebenfalls die einfallsreichen Übergänge zwischen den Szenen tragen zu der ansprechenden Qualität bei.
    Angesichts der neuen Storyrichtung und den Blick hinter die Kulissen des Würfels, verliert sich abermals etwas Mystik und Raum für Mutmaßungen. Die Welt der viereckigen „Entsorgungsmaschine“ erhält in Ernie Barbarash Drehbuch und Regieführung langsam ein nachvollziehbares Bild. Beispielsweise werden folgende Fragen beantwortet: Wer steuert es? Wozu ist es da?
    Jedoch erfährt der Zuschauer auch zum Schluss hin nicht alles, so dass das Thema, in Anbetracht der Nachfolger, nicht an Reiz verliert. Der edel aufgemachte Fahrstuhl, das von den Mitarbeitern wohl behütete Telefon und der später erscheinende seltsame Jax tun ihr übriges, um ein Dunstschleicher über die wahren Besitzer des Kubus legen zu können, ohne aber die gewaltige Macht, die von ihnen ausgeht, zu übertünchen. Speziell Jax (Michael Riley) gefiel durch sein zynisches Verhalten, was andere eher als komisch auslegen würden, ausdrücklich gut. Er gibt den Betreibern trotz Abwesendheit eine Maske des Grauens und zeigt die kaltblütige Sachlichkeit, auf welche Weise Menschen hier getötet wurden und werden.
    Aufgrund der neuen Sichtweise des Filmes verzichtete Barbarash auf Charaktertiefe und der damit zusammenhängenden Bindung zwischen Publikum und den unterschiedlichen Figuren von „Cube Zero“. Einzig über Eric Wynn (Zachary Bennett) und Cassandra Rains (Stephanie Moore) erfährt man im Laufe der Zeit näheres, denn irgendwie muss die Geschichte einen Anstoß finden. Der Rest der Darsteller lässt wenig Platz für eine faire Kritisierung, da sie nur kurz gegenwärtig sind oder keine wichtige Funktion begleiten. Gut ankommen tun in jedem Falle die unbekannten Namen auf der Casting Liste und deren neuen Gesichter, bei denen die Mimiken noch kein gewohntes Bild bieten.

    Erfreuliches Debüt von Ernie Barbarash und ein zufrieden stellende Beendigung der Cube-Trilogie. Wem „Hypercube: Cube 2“ nicht gefiel, sollte mir vertrauen und trotzdem in der Videothek oder im Geschäft zu „Cube Zero“ greifen. Kein überragendes Werk, aber unterhaltsam allemal!
  • 2 Fast 2 Furious
    Wie schnell willst du sein?
    Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Dematida" am 05.07.2005
    2 Fast 2 Furious
    Actiontechnisch orientiert sich Nachfolge-Regisseur John Singleton exakt am Vorgänger. Allerdings toppt er „The Fast And The Furious“ keineswegs, obwohl das Budget mit 76 Millionen Dollar fast verdoppelt wurde. Teil 2 wirkt vielmehr wie eine Kopie - bis hin zur Kamerafahrt durch den Motorblock. Das war bei Teil 1 noch originell, aber als Wiederholung wirkt es nur noch fade. Der Film startet gleich mit Vollgas. Bei einem Rennen beweist O’Conner, dass er nichts verlernt hat und gewinnt durch einen spektakulären Brückensprung. Auch wenn im Finale viel Blech zerbeult wird, ist das fast schon der Höhepunkt von „2 Fast 2 Furious“. Dazu gibt es noch ein paar nette Kameraperspektiven. Das größte Problem neben der fehlenden Präsenz von Diesel ist jedoch die tiefergelegte Story. Im Original gibt es zumindest den Hauch einer halbwegs ernsthaften Geschichte, im Nachfolger reiht sich nur ein Klischee an das nächste. Als weiblicher Blickfang wurden Michelle Rodriguez und Jordana Brewster abgelöst und durch Eva Mendes („Training Day“, „Exit Wounds«) und Model Devon Aoki ersetzt – ebenfalls ein Rückschritt. Mendes bleibt als verführerische Undercover-Polizistin blass und Aoki sieht eher aus, als wäre ein Mitglied der Barbie-Kollektion Fleisch und Blut geworden - vom nicht vorhandenen schauspielerischen Talent ganz zu schweigen.

    Völlig deplatziert ist die Folterszene, in der wohl die Boshaftigkeit von Drogenboss Verone demonstriert werden soll. Warum sich Eva Mendes als Agentin mit dem schmierigen und gewalttätigen Gangstermacho einlassen sollte, ist unklar. Nach einem Jahr hat sie nichts erreicht, wird nicht abgelöst und muss es mit dem Widerling aushalten. Völlig unlogisch. Wenn wenigstens die Action über alles hinwegtäuschen würde, wäre „2 Fast 2 Furious“ vielleicht noch zu retten. Da Singleton aber nichts Neues, sondern nur Aufgewärmtes bietet, scheitert er mit dem Versuch, den Adrenalin-Zerrer würdig fortzusetzen. Zumal der schräge 70er Jahre Exploitation-Charme, den Teil 1 auszeichnete, nicht vorhanden ist. Ein Film ohne Seele, eine einfallslose Materialschlacht auf mittelprächtigem Niveau.
  • Der Pate 3
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Dematida" am 05.07.2005
    Der Pate 2
    Der zweite Teil von Coppolas Saga über die Geschichte der Familie Corleone ist mit Verlaub das beste Sequel eines Films, das ich je zu Gesicht bekommen habe. Es fällt schwer zu sagen, welcher der beiden Teile besser als der andere ist. Aber das ist auch gar nicht nötig. Drei Stunden und zwanzig Minuten sind für einen (Kino-)Film „eigentlich“ eine Zumutung. Bei „Der Pate: Teil II“ empfand ich es jedenfalls nicht so, im Gegenteil, vor allem als eine enorme Bereicherung, was Inszenierung, Charaktere, Bilder und Geschichte angeht. Coppola wagte mit diesem Sequel einiges. Er erzählt – parallel – die Jugend des Paten, gespielt von Robert de Niro, und daneben den Aufstieg seines Sohnes Michael (Al Pacino) ab 1958, seine Bemühungen um eine Erweiterung der Macht der Corleones in Las Vegas und in Kuba kurz vor Ausbruch der Revolution Castros. Diese parallele Erzählung ist ein schwieriges Unterfangen. Coppola arbeitet hier nicht etwa mit Rückblenden, sondern erzählt die Geschichte zweier Männer, Vater und Sohn, ihren Aufstieg zu mächtigen Mafia-Bossen, als zwei eigenständige Handlungen. Die Tatsache, dass dies gelungen ist, eröffnet die Perspektive des Vergleichs der beiden Biografien bis in Details. Das macht u.a. die Größe dieses Films aus.

    Al Pacino spielt in einer seiner besten Rollen Michael Corleone als einen Mann, der zwischen der Liebe zu seiner Familie, seiner Frau, seinen Kindern, seinen Geschwistern und dem, was er von seinem Vater gelernt hat und was ihm die Geschichte seiner Familie gelehrt hat, einen Weg sucht, der ihn in die Einsamkeit führt. Die Schlussszene des Films gehört wohl zu den besten der Filmgeschichte. Wir sehen Michael Corleone, einem ruchlosen, seelenlosen, machtkranken, einsamen Gangster, in die Augen; er ist ruhig und schaut in sich hinein, nach dem letzten Mord, den er befohlen hat. Den größten Teil der Familie, die er liebte, hat er zerstört, zum Teil ermordet. In Pacinos Augen sehen wir, ohne dass ein Wort fällt, die ganze Tragödie des Lebens eines Mannes, für den Kontrolle und Macht, Intrige und Mord die einzigen Mittel waren, seine Familie zusammenzuhalten und mit denen er genau das Gegenteil erreichte. Michael Corleone ist vereinsamt auf dem Höhepunkt seiner Macht. Langsam nähert sich die Kamera Al Pacinos Gesicht. Abspann.

    Nicht nur in dieser Schlussszene erweist sich Coppolas Meisterwerk als eine Tragödie, die weit über die Geschichte einer Mafia-Familie hinausführt. Coppola nennt die Bedingungen, die das Leben eines Kindes in seiner familiären und sozialen Umgebung prägen, die Schlüsse, die es daraus für sein Leben zieht, die Umstände und Konflikte, in denen sich erweist, ob diese Schlüsse sein eigenes Leben bestimmen sollen, die Möglichkeiten und Alternativen, die sich anbieten, aber oft so schwer zu ergreifen sind, die Umstände, in denen man Schuld auf sich lädt. Die Vielfalt der Beziehungen und die für einen Film unglaubliche Anzahl von Personen, die in einem komplexen und komplizierten Netzwerk miteinander und gegeneinander agieren, fügen sich zu einem Gesamtbild, das trotzdem für den Betrachter völlig durchschaubar bleibt. Noch lange wird man sich an einzelne Personen erinnern können, ihre Namen kennen, ihre Gesichter vor Augen haben – eine Leistung, die Coppola in – nimmt man alle drei Filme zusammen – fast neun Stunden überzeugend und faszinierend inszeniert. Dazu trug natürlich auch die Besetzung bei. Neben Al Pacino sind hier vor allem Robert de Niro, Robert Duvall Diane Keaton, John Cazale und Talia Shire zu nennen, aber auch Lee Strasberg als Hyman Roth und Michael v. Gazzo als Pentangeli.

    „Der Pate“, insbesondere dieser zweite Teil der Saga, ist einer jener Filme aus Hollywood, in denen eine glaubhafte Nähe zu den Figuren aufgebaut wird, in denen das Betrügerische, Falsche vieler Produktionen aus der Filmstadt gänzlich vermieden wurde. Gerade die Identifikation mit einer Person wie Michael Corleone ist von einer Ambivalenz geprägt, fernab eines trivialen Gut-Böse-Schemas, die den ganzen Reigen von Gefühlen gegenüber einer Film-Figur einschließt, Wut, Hass, Liebe, Verständnis wie Unverständnis, Hoffnung wie Enttäuschung, Mitgefühl wie Ablehnung. „Der Pate“ ist ein zeitloser Bildbogen, ein Werk, das ich nicht vergessen werde, das im Gedächtnis haftet und im Herzen einen Platz gefunden hat. Der zweite Teil der Geschichte ist eines der wenigen Sequels, die die Qualität des ersten Teils noch einmal erhöhen konnte. Von welchem Sequel kann man das schon sagen? Ein Meisterwerk, das für mich ganz oben auf der „Bestsellerliste“ steht.
  • Der Pate 2
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Dematida" am 05.07.2005
    Der Pate
    Dieser Film hat Shakespeare’sche Qualitäten, wie Coppola mit einem exzellenten Al Pacino als tragischem Held diese eigentümliche Welt der Mafia aufdeckt, ihre Widersprüchlichkeiten, Brüche, ihr Wertesystem, ihre spezifische Legalität außerhalb der „normalen“ Strukturen, die Verbindungslinien zwischen staatlicher Legalität und Mafia-System veranschaulicht usw. Frauen spielen in dieser Struktur keine Rolle. Sie entscheiden nichts. Von Don Vitos Frau ist nicht einmal der Name bekannt (sie heißt Carmella). Nach dem Mord an Sollozzo und einem korrupten Polizeichef (Sterling Hayden) muss sich Michael in Sizilien verstecken. Dort heiratet er Appolonia (Simonetta Stefanelli). Offenbar liebt er sie, aber warum hat er Kay verlassen? Warum kehrt er zu Kay zurück, nachdem Appolonia einem Bombenanschlag zum Opfer gefallen ist? Welche Bedeutung hatte diese Heirat? Keine? Vielleicht die, dass sie zeigt, wie brüchig das Festhalten an dem „Wert“ Familie in der Mafia ist. Frauen, Kinder, aber auch Männer sind in dieser Struktur mehr oder weniger Funktion, nicht so sehr lebende Menschen mit eigenen Bedürfnissen, die sich vor allem aus Zuneigung zusammentun. Männliche Kinder haben das Erbe der Väter anzutreten, Frauen haben dafür zu sorgen, dass sie diese Erben bekommen und groß ziehen. Das Geschäft ist der zentrale Wert, dem letztlich auch die Familie untergeordnet ist.

    Summa summarum: „Der Pate“ ist ein wegweisender Film. Auch wenn Thema dieses Films die Welt der Mafia ist, geht es doch nicht um Dinge, die in der „anderen“ Welt nicht vorkommen würden – im Gegenteil. Trotz des eigentümlichen Charakters dieses „sozialen Systems“ ist es zugleich ein Produkt der „einen Welt“, natürlich mit nachhaltig wirkenden Traditionen und historischen Bezügen aus Sizilien, aber eben nicht im Sinne eines streng abgeschotteten Bereichs. Coppola hat als erster und bis heute für mich unerreicht durch andere Filme, die „Der Pate“ nach sich zog, diese Welt inszeniert und nahe gebracht.
  • Last Man Standing
    In einer rechtlosen Stadt gibt es nur ein Gesetz... Jeder für sich.
    Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Dematida" am 05.07.2005
    Last Man Standing
    „Last Man Standing“ funktioniert auf der Ebene eines anspruchslosen Unterhaltungskrachers und auch nur auf dieser Ebene. Mehr darf und kann von „Last Man Standing“ nicht erwartet werden. Das stilistische Ambiente und die brachialen Actionszenen, deutlich von John Woo inspiriert, überzeugen. Gerade die moderne Action vor westernähnlicher Kulisse mit einem Schuss Gangsterfilmstimmung gefällt und hält das Interesse des Zuschauers wach.

    Eine mehr als dürftige, dafür aber straff erzählte Geschichte versucht den Film zu tragen, die durch begleitende Off-Kommentare von Bruce Willis’ Charakter zusammengehalten wird. Meist klingen diese ziemlich cool, sind aber so hohl wie eine leere Nuss. Hat sich der Zuschauer aber erst einmal mit der unmoralischen Gleichgültigkeit des Films arrangiert, macht das nichts mehr, wird doch dadurch die bedrückende Stimmung gut unterstrichen und beinhalten diese Sprüche durchaus etwas vom Geist der frühen Werke des Film Noir.

    Darstellerisch bewegt sich „Last Man Standing“ auf ordentlichem Niveau. Bruce Willis schweigt, flüstert und ballert sich konsequent unsympathisch durch den Film und gefällt redlich als der starke Mann mit einer Schwäche für schöne Frauen. Dem Film kommen interessante Gesichter in Nebenrollen zu Gute, wobei allerdings Charakterköpfe wie Christopher Walken und Bruce Dern auf Sparflamme agieren.

    Der große Wurf ist „Last Man Standing“ bei weitem nicht, als unterhaltsamer, atmosphärischer Actionfilm kann er aber Pluspunkte verbuchen und dürfte Fans von Gangster-Filmen und Italo-Western für sich einnehmen.