Kritiken eines anonymen Filmfans

Im Banne des Unheimlichen

Krimi, Deutscher Film

Im Banne des Unheimlichen

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Liest der Krimi-Kenner den Namen des Drehbuchautors, schlägt er vorsichtshalber die Hände über dem Kopf zusammen. Ladislas Fodor - Stammautor der Dr.Mabuse-Reihe und Garant für völlig absurde (aber bierernst gemeinte) Verwicklungen und dümmliche Dialoge. Aber - Überraschung - hier wurden ihm wohl die Zügel angelegt. "Im Banne des Unheimlichen" ist der letzte deutsche Wallace-Film, der noch einiges von den Qualitäten besitzt, welche die Reihe ins Kultlager katapultierten. Schmerzlich vermisst man Siegfried Schürenberg als Sir John (Hubsi von Meyerinck kann ihn nicht ersetzen), aber die Damenwelt ist auch ohne leichte Bekleidung ein Augenschmaus (frech - Siw Mattson; süß - Ilse Page) und ernsthafte Schauspieler wie der phantastische Wolfgang Kieling können ihren Rollen etwas abgewinnen, ohne sich unsterblich zu blamieren. Nein, das Niveau der früheren Filme erreicht dieser nicht, aber er ragt über das in jeder Hinsicht mittelmäßige der viel zu farbigen Ergüsse eindeutig hinaus.

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Der Hund von Blackwood Castle

Krimi, Deutscher Film

Der Hund von Blackwood Castle

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Ein letzter Glanzpunkt in der langen Edgar-Wallace-Reihe. Natürlich ist von einer literarischen Vorlage des Zigarillorauchers nirgends eine Spur zu erkennen - aber das spielte schon lange keine Rolle mehr. Natürlich ist es nicht gerade die subtilste Idee, die frei erfundenen Figuren teilweise nach Filmstars zu benennen - Douglas Fairbanks, Dorothy McGuire und Humphey Connery (muss man das noch weiter kommentieren, zumal witzigerweise Heinz Drache den Schotten Connery tatsächlich schon einmal synchronisiert hatte) - aber der Humor beim bundesdeutschen Wallace war eh noch nie der feinsinnigste. Spielt auch keine Rolle, denn hier funktioniert ein letztes Mal das Spiel mit Nebel und Selbstironie - die Musik von Peter Thomas ist verrückt (das Hauptthema basiert von den Tonintervallen 2 & 5 - es war der 25. (!) Rialto-Wallace - und Janes Mutter hat das gleiche Thema wie die Schlange in Janes Bett - ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und nie hatten Sir John und seine Sekretärin eine so wichtige Rolle. Hier gibt es kaum Rätsel, jeder betrügt jeden und der Zuschauer kann sich aus sicherer Entfernung darüber amüsieren. Wie erholsam, einen Farb-Wallace ohne Mädchenhandel und biederen Skandal zu sehen!

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Der Frosch mit der Maske

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
1959 war die Welt noch in Ordnung: Der junge Taugenichts, eingeengt von seinem patriarchalischen Vater, gerät in die verführerischen Fänge eines Vamps und landet fast auf dem Schafott. Aber eben nur fast! Der Generationen-Konflikt wurde zur Zufriedenheit des Zuschauers gelöst, dank Blacky Fuchsberger triumphierte die Gerechtigkeit. Und das Ganze mit einem gerüttelt Maß an teutonischer Biederkeit, bei der Hunde natürlich deutsche Namen tragen, obwohl wir uns in London befinden. Mit dem Roman von Edgar Wallace hat der Film schon nicht allzuviel gemein, und der Begriff Edel-Trash ist hier vollkommen berechtigt. Theatralisch gerollte R's und schludrige Nachsynchronisation, holprige Kampfszenen und wilde Gestik - warum sieht man sich so ein Relikt überhaupt noch an. Weil's Spaß macht und man ja schließlich wissen muß, wo die wirklich guten Edgar-Wallace-Filme ihre Wurzeln hatten.

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Das Rätsel der roten Orchidee

Krimi, Deutscher Film

Das Rätsel der roten Orchidee

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Von Grusel kann in dieser eher neckischen Gangstergeschichte keine Rede sein, ja nicht einmal von Rätselraterei, denn man erkennt den "Unbekannten" anfangs schon an der Stimme. Nun ja, nicht jeder Wallace-Film kann ein Meisterwerk sein. Für einen amüsanten Filmabend reicht's allemal (mal sollte allerdings einen gewissen Faible für unfreiwilligen Humor haben und sich über londoner Gauner mit bayrischem Akzent amüsieren können). Über ein großes Plus verfügt die DVD mit ihren Extras, die einen wunderbaren Einblick in die Hintergründe der Produktionen geben, weniger der Audio-Kommentar (Joachim Kramp hat sich mit seinem nachlässig recherchierten Buch zurecht Gegner geschaffen) als vielmehr das Interview und die Trailer.

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Der rote Kreis

Es ist unmöglich, von diesem Film nicht gefesselt zu sein!
Krimi

Der rote Kreis

Es ist unmöglich, von diesem Film nicht gefesselt zu sein!
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Schwarzer Humor prägt die Geschichte vom Verbrecher mit dem seltsamen Muttermal, dem er seinen Spitznamen verdankt. Zahllose Winkelzüge schlägt die Geschichte und - alle grundlegenden Fehler des ersten Versuches mit Wallace sind beim zweiten fast komplett ausgemerzt. Bravo! Jürgen Rolands Krimi-Juwel schrammt nur knapp an der Wertung "Meisterwerk" vorbei (es fehlt halt die charakteristische Musik von Peter Thomas oder Martin Böttcher). Allein schon zu erleben, daß Klausjürgen Wussow, bevor er zum drögen Schwarzwaldarzt wurde, tatsächlich Charme und Ironie besaß, ist die eineinhalb Stunden Laufzeit wert. So können Edgar-Wallace-Filme aussehen (wenn sie originalgetreu sind) - und das sollen sie auch.

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Die Bande des Schreckens

Krimi, Deutscher Film

Die Bande des Schreckens

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Die "Galgenhand" ist unterwegs und löscht (fast) alle aus, die ihren Besitzer an den Galgen gebracht haben. Verständlich, daß die Produzenten diesen Roman als einen der ersten auswählten, um ihn zu verfilmen. Harald Reinl erwies sich als Experte für gepflegten Grusel mit selbst am Tage düsteren Bildern. Schade nur, daß man die ironischen Anspielungen am Rande heute kaum noch nachvollziehen kann. Was bleibt, ist ein exzellenter Krimi mit Horror-Einflüssen, der zum ersten Mal das Krimi-Traumpaar Fuchsberger/Dor präsentierte. Was beim "Roten Kreis" galt, gilt auch hier wieder: So sollten Edgar-Wallace-Filme, die sich ans Original halten, aussehen.

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Der grüne Bogenschütze

Krimi, Deutscher Film

Der grüne Bogenschütze

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Angeblich passierte gleich bei der Premiere des Filmes eine peinliche Panne: zwei Rollen wurden in verkehrter Reihenfolge gezeigt. Dem Publikum fiel's nicht auf, was viel aussagt über das wirre Chaos des Filmes. Den Grusel hat Jürgen Roland von vornherein draußen gelassen, die Ironie dominiert - zu sehr. Dem Fernsehen war dies wohl zuviel, denn zumindest die komische Schlußszene wurde jahrzehntelang geschnitten - dank der DVD kann man sie jetzt wieder besichtigen. Wenn man keine Antenne für schnurrige Krimis hat, sollte man die Finger vom "Bogenschützen" lassen, Wallace-Fans jedoch sollten auf diesen Film nicht verzichten, schon wegen der herrlich-grantigen Leistung von Gert Fröbe.

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Das Gasthaus an der Themse

Die Rückkehr des Froschs.
Krimi, Deutscher Film

Das Gasthaus an der Themse

Die Rückkehr des Froschs.
Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
So unterschiedlich die Infos in den diversen Nachschlagewerken auch sind - in einem sind sie sich einig: daß dieser Film der erfolgreichste der Edgar-Wallace-Reihe und dieses auch zurecht war. Schnell vergißt man, daß die Themse eigentlich die Elbe ist, daß man niemals den Big Ben schlagen hört; allein schon die Schauspielerleistungen machen alles mehr als wett (cool: Jan Hendriks, voller Größe: Elisabeth Flickenschildt, knorrig: Heinz Engelmann), die avantgardistischen Elektro-Klänge von Martin Böttcher, nicht zuletzt das Drehbuch, das Wallaces mäßige Vorlage einfach über Bord wirft und einen völlig neuen Täter einführt. Wer sich nach diesem Film nicht für die deutschen Wallace-Streifen begeistern kann, dem wird sich diese Welt wohl nie erschließen. Natürlich in bester Bild- und Tonqualität.

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Sherlock Holmes Collection 1 - Der Hund von Baskerville

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Vielleicht ist das Auge dessen, der mit den wunderbaren s/w-Verfilmungen um den genialen Detektiv aufgewachsen ist, etwas getrübt - aber sie sind einfach die besten. Zum Teil weit vom Original entfernt, meist sogar in die (damalige) Gegenwart versetzt und mit fast allen Attributen eines Trash-Films ausgestattet, aber ihr Charme ist unschlagbar, besonders der von Nigel Bruce (weit entfernt vom Watson der Erzählungen) und Basil Rathbone (näher ist kaum ein Darsteller dem Original gekommen). "Der Hund von Baskerville" ist eine dieser herrlich irrealen Studio-Verfilmungen, nicht sonderlich gruselig, aber humorvoll und liebenswert, der einzige der Filme, der sich durch Originaltreue auszeichnet. Besonders diese DVD der vierteiligen Box ist zu empfehlen, denn sie besitzt ein ganz besonderes Extra: die DEFA-Synchronisation, die der (später produzierten!) ZDF-Fassung weit überlegen ist. "Der Hund von Baskerville" - Einstieg in eine Serie, die sich fast heimlich zum Kult gemausert hat.

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Sherlock Holmes Collection 1 - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Auf diesen Holmes-Klassiker mussten deutsche Interessenten länger warten als auf alle anderen. Eine Schande! Als ich ihn vor 10 Jahren zum ersten Mal sah, war ich hellauf begeistert. Ohnehin ein großer Fan der Rathbone-Bruce-Reihe (egal ob Fox oder Universal) war für mich klar: dieser Streifen ist der beste. Harte Konkurrenz für Rathbone durch den charismatischen George Zucco (einen besseren Moriarty gab es nie!) und mit Ida Lupino sogar unerwartete Star-Besetzung. Wer sich über einige logische Löcher wundert, sollte sich den höchst interessanten Audio-Kommentar anschauen - der klärt einige Fragen. Recht gut geraten ist die deutsche Fassung, die ein ganz großes Plus aufweist: die vertrauten Sprecher von Rathbone (Niklaus) und Bruce (Köhn) wurden extra nach Hamburg geholt (die Synchronisation wurde erst nach der Wende produziert) - und das, obwohl Köhn bis dahin nur im DDR-Fernsehen zu hören gewesen war (entgegen allen Legenden wurden die 4 Filme dieser DVD-Box in einem Ritt synchronisiert, nur lag "Die Abenteuer" weitere 4 Jahre auf Eis). Obwohl die Verfilmung nicht nach einer Conan-Doyle-Erzählung entstand und auch wenig mit dem genannten Theaterstück zu tun hat, kommt sie doch dem eigenwilligen Flair des großen Kriminalautors näher als jede andere Verfilmung (inklusive derer mit Jeremy Brett). Selbst wenn man mit der Höchstwertung "5 Sterne" etwas wählerisch ist - dieser Film hat sie verdient. Vorausgesetzt, man hat ein Faible für gute, sympathische und nostalgische Unterhaltung.

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Sherlock Holmes Collection 3 - Die Perle der Borgia

Sherlock Holmes jagt den Teufel von Soho
Krimi

Sherlock Holmes Collection 3 - Die Perle der Borgia

Sherlock Holmes jagt den Teufel von Soho
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Es bedarf einer gesonderten Erwähnung, daß dieser Streifen ausnahmsweise eher einer Geschichte ("Sechsmal Napoleon") zugrunde liegt als diese zugrunde zu richten. Außerdem auf der Habenseite: ein Schurke, der dem berüchtigten Prof. Moriarty das Wasser reichen kann (unorthodox: Miles Mander, unterstützt von Evelyn Ankers, der die Schurkin offenbar mehr liegt als das Mädel in Not, das sie so oft spielte) und überhaupt eine Darstellerriege, die wohl recht großen Spaß bei den Dreharbeiten hatte. Den damals ernst gemeinten "Horror" der letzten Szenen kann man heutzutage allerdings ohnehin nicht mehr ernst nehmen.Wie üblich ist die "deutsche Alternativfassung" zu empfehlen, die nicht nur (fast) ungekürzt ist, sondern im Gegensatz zu den grauenhaft hölzernen Dialogen der Erstfassung sprachlichen Schwung in die Sache bringt.

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Sherlock Holmes Collection 1 - Die Geheimwaffe

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Ein wenig unverständlich ist es schon, warum dieser Film in Vorwende-Zeiten nie ausgestrahlt wurde. Man hätte doch nur aus dem Bombenzielgerät (was für ein Wort) eine andere geniale Erfindung machen und die Szene mit dem Testflug schneiden müssen. Beides hätte dem Film sogar gut getan, in dem R.W. Neill zum ersten Mal den Regiestuhl übernahm und gleich einen Streifen ablieferte, der einiges an Humor und Spannung hat (auch wenn er mit späteren der Reihe nicht mithalten kann). Inspektor Lestrade durfte hier zum ersten Mal in voller Dussligkeit erscheinen und mit Lionel Atwill hatte Prof. Moriarty ein zumindest bekanntes und in Horrorkreisen geschätztes Gesicht.

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Sherlock Holmes Collection 3 - Das Haus des Schreckens

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
"Fünf Apfelsinenkerne" - das ist der Titel der angeblich zugrunde liegenden Geschichte und sie sind das auslösende Moment der Handlung, die mit der Vorlage absolut nichts zu tun hat. Statt dessen entwarf der Autor eine Horror-Parodie, in der sich die meisten Schrecken als Hirngespinste entpuppen und dem komischen Dr. Watson viel Raum geschaffen wird. Daß alle Beteiligten Spaß am Geschehen hatten, ist unübersehbar, auch wenn Hardcore-Holmes-Fans die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden. Immerhin ist die Auflösung zwar im ersten Moment absurd, aber durchaus schlüssig. Besondere Aufmerksamkeit bitte der Friedhofsszene in der "deutschen Alternativfassung" - der unübersetzbare Witz mit "Who?" (wer) und "Hoo" (Eulenschrei) wurde frech gelöst, indem die Eule - von Holmes-Sprecher Walter Niklaus synchronisiert wurde!!

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Sherlock Holmes Collection 4 - Jagd auf Spieldosen

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Der letzte Film der legendären Rathbone-Bruce-Reihe gilt allgemein als einer der schwächsten. Aber das ist nicht ganz gerecht. Gewiss - der einzige Berührungspunkt mit Doyle ist eine lose Anspielung auf die Erzählung "Skandal in Böhmen" (aber ist bei den anderen Filmen genauso). Es gibt keine temporeichen Höhepunkt und es läuft auch kein Whodunit ab, vielmehr kann man in "Dressed to Kill" einen Vorläufer zu "Columbo" sehen - der Täter ist bekannt und die Konzentration liegt auf dem Duell zwischen Detektiv und Verbrecher. Und legt man die Hitchcock-Regel zugrunde, ein Film sei so gut wie sein Schurke (und der Mann verstand ja wohl sein Handwerk), so hat die Geschichte dank Patricia Morison und Frederik Worlock recht gute Karten. Ein besonderes Bonbon der DVD dürfte weltweit einzigartig sein: "Dressed to Kill" ist mit Sicherheit der einzige Film, für dessen Audiokommentar nach über einem halben Jahrhundert (!!) ein Original-Darsteller gewonnen werden konnte. Ärgerlich allein an der deutschen Alternativfassung ist die zwar neu geschriebene, aber grauenvolle Musik (da schon bei der ersten Fassung die originale Musik verloren gegangen war).

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Sherlock Holmes Collection 4 - Die Frau in Grün

Verführerin des Vergnügens - oder Geliebte des Todes?
Krimi

Sherlock Holmes Collection 4 - Die Frau in Grün

Verführerin des Vergnügens - oder Geliebte des Todes?
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Von allen Holmes-Filmen mit Rathbone ist dieser wohl der düsterste. Kein Wunder, erzählt er doch letztlich eine Jack-The-Ripper-Geschichte (wie seine Holmes-Nachfolger "Sein größter Fall" und "Mord an der Themse", die sich dieser Thematik unverbrämt und noch finsterer näherten). Die komischen Einsprengsel bleiben rar, die Kamera ist ausdrucksstark und die Darsteller spielen mit eleganter Zurückhaltung (Hillary Brookes beste Rolle, die neben dem großen Henry Daniell sehr wohl Bestand hat). Und ab und an ist sogar ein originales Doyle-Motiv zu erkennen. Auch hier ist die deutsche "Alternativfassung" zu empfehlen, die ungekürzt ist und bessere Dialoge hat. Ein Film, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Sherlock Holmes Collection 4 - Juwelenraub

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Mit Doyle hat "Terror by Night" nichts mehr zu tun - die Verbindung zu Agatha Christies "Mord im Orientexpress" liegt weitaus näher. Nun gut, das ist auch keine schlechte Empfehlung. Und hat der Film bei einer Laufzeit von einer knappen Stunde ein hübsches Tempo drauf. Rathbone, Bruce, exotisches Gift, schnucklig schlechte Trickaufnahmen und jede Menge Verdächtige (gespielt von gut gelaunten Schauspielern) - was will man denn mehr. Gute, nostalgische Unterhaltung von der Art, die dafür sorgt, daß B-Filme einen durchaus guten Ruf geniessen.

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Sherlock Holmes Collection 2

Verhängnisvolle Reise - Gespenster im Schloss - Das Spinnennest
Krimi

Sherlock Holmes Collection 2

Verhängnisvolle Reise - Gespenster im Schloss - Das Spinnennest
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Unter Fans gilt der dritte Film der Universal-Reihe (der fünfte mit Rathbone und Bruce) als einer der schwächsten. Ganz kann man dem nicht widersprechen - sehr langatmig ist er und allzu patriotisch, aber er hat durchaus seinen trashigen Charme. In der deutschen Fassung ist er gleich ein doppeltes Kuriosum - zum Einen ist er vom Original her allzu eindeutig in der Neuzeit angesiedelt statt in der Victorianischen, zum anderen aber scheute sich das DDR-Fernsehen, Holmes gegen Nazis ermitteln zu lassen (ein so ernstes Thema durch leichtbrüstige Unterhaltung zu verwässern, galt als Sakrileg - deshalb existiert auch keine zweite originalgetreue Fassung) und textete um zu Medizinern und Gangstern, die ein neues Gift erbeuten wollen - nicht gerade die geschickteste Art. Zudem wurde kräftig die Schere angesetzt, was glücklicherweise auf DVD korrigiert wurde, denn die Anfangsszene ist wunderbar fotografiert und bestimmt die beste des Filmes. Ein Meisterwerk ist "Sherlock Holmes in Washington" nicht - aber er hat doch den gewissen Unterhaltungsfaktor, dessentwegen die Rathbone-Bruce-Reihe so populär wurde und geblieben ist.
Mit dem kleinen Klassiker "Gespenster im Schloß" fand die Sherlock-Holmes-Reihe nach drei propagandistischen Anti-Nazi-Filmen zurück zum Gothic Horror (auch wenn ein Echo in Gestalt der kranken Offiziere noch zu finden ist). Ist auch die literarische Vorlage "Das Ritual der Musgraves" drastisch verändert worden, zu erkennen ist sie noch allemal, und ein hübscher kleiner Who-Done-It mit exzellenten Schauspielern ist ebenfalls draus geworden. Erfreulich, daß der Zuschauer wieder zwischen zwei deutschen Fassungen wählen kann - ich empfehle die sogenannte "Ost-Fassung" (sogenannt, da beide Fassungen in der DDR produziert wurden) - sie ist nicht nur fast ungekürzt, sondern man kann auch die Schauspieler in Hochform erleben.

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Bei Oscar ist 'ne Schraube locker!

Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Ein Film aus der Zeit, als Louis außerhalb Frankreichs noch unbekannt war; der also mit erheblicher Verspätung (13 Jahre) in deutsche Kinos kam, als neue Filme mit DeFunes rar wurden. Ein Meisterwerk ist der Film nicht, dazu ist er zu wirr und chaotisch. Aber diese deutsche Fassung hat er dann doch nicht verdient: ein ungewohnter Sprecher (sein Stammsprecher hatte kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten), dumme Sprüche, ein strunzdämlicher Titel - was aber das Schlimmste ist: völlig sinnlose und entstellende Schnitte, die den letzten Zusammenhang und selbst rudimentäre Charakterisierungen der Figuren ausradieren. Mein Tipp: Gleich auf die französische Originalfassung zurückgreifen, die wird ja gottseidank mitgeliefert. Immerhin hat der Film eine Menge guter Ideen, sie purzeln nur völlig unstrukturiert durcheinander (was hätte ein Regisseur wie Molinaro daraus machen können). Langeweile kommt nicht auf, das ist schon mal was ...

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Oscar

Komödie

Oscar

Komödie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Schon der Titel ist ein Gag für sich: "Oscar" ist die überflüssigste und farbloseste Figur des ganzen Filmes, der natürlich von Louis de Funes und seiner hektischen Komik dominiert wird. Schwer, sich einen anderen in dieser Rolle vorzustellen, obwohl der Film nach einer beliebten Bühnenkomödie gedreht wurde (das gleiche Prinzip wiederholte sich mit ebensolchem Erfolg bei "Hasch mich, ich bin der Mörder"). Viele typische De-Funes-Gags waren hier erstmals zu sehen: das "Geigenspiel" auf der langgezogenen Nase, das "Nein"-"Doch"-"Oh!" - und erstmals sieht man Claude Gensac und Paul Preboist an seiner Seite, die fortan zu seinen Stammkollegen zählten (besonders natürlich in den "Gendarm"-Filmen). Wer hier nicht lacht, ist selber schuld. Ein bisschen schade nur, daß Louis ausgerechnet in diesem Film nicht seine gewohnte Stimme hat (weil Gerd Martienzen aufgrund seiner Beteiligung am Synchron-Streik bei der Berliner Synchron geächtet war), obwohl sein Kollege Klaus Miedel (wie auch in "Scharfe Kurven..." und "Der Gendarm vom Broadway") seine Sache hervorragend macht.

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Sieben Mann und ein Luder

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Bitte nicht von der merkwürdigen Inhaltsangabe da oben verwirren lassen: Hier handelt es sich um einen parodistischen Abenteuerfilm aus der napoleonischen Zeit.
Wenn man den Namen Jean Marais liest, erwartet man im Bereich Abenteuer eigentlich eine hochdramatische Geschichte mit einem fast unbesiegbaren Kavalier, der am Ende die Dame rettet und für sich gewinnt. Nicht so hier: Schon in den eigenen Reihen hat er mit Sidney Chaplin eine harte Konkurrenz. Titelgemäß streiten ganz unterschiedliche Männer um eine durchtriebene Frau. Das klingt zwar etwas chauvinistisch, aber hier bekommen beide Seiten ihr Fett weg. Elegante Kämpfe finden nicht statt, es dominieren Partisanenaktionen und Marktplatzprügeleien. Schade und unverständlich, daß die DVD-Fassung so stark gekürzt ist - fast sämtliche Szenen der Österreicher (die im Original ziemlich vertrottelt dastehen) sind rausgeflogen. Witzig ist das Geschehen trotzdem.

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Der Gejagte - Ritter der Nacht

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Einer der ganz großen und perfekten Abenteuerfilme, wie sie nur aus Frankreich kommen können. Wen kümmert es, dass er mit der (in Frankreich recht populären) literarischen Vorlage ungefähr so viel gemein hat wie die Winnetou-Filme mit Karl May. Jean Marais gibt im Film einen genauso prächtigen Helden ab wie im wahren Leben, Bourvil war sowieso einer der wunderbarsten (Tragi-)Komiker des letzten Jahrhunderts, Hunebelles Regie ist straff, Jean Marions Musik farbenprächtig. Besondere Erwähnung verdient Francois Chaumette, der einen grandiosen Schurken mit Intelligenz und Gefühl abgibt. Wehmütig macht mich allerdings die Neusynchronisation, die sich auf der DVD befindet, obwohl die DDR-Fassung (die sogar erheblich länger ist als die heute Frankreich erhältliche!) noch verfügbar war. Jedem Freund klassischer Historienfilme sei "Le bossu" mit aller Dringlichkeit ans Herz gelegt.

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Der Graf mit der eisernen Faust

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Die Namen "Jean Marais" und "Andre Hunebelle" stehen jeder für sich schon für Qualität. Eine Zusammenarbeit beider bürgt praktisch für ein hervorragendes Ergebnis. So auch "Die Geheimnisse von Paris" (den dämlichen deutschen Verleihtitel wollen wir mal ganz schnell vergessen). Einziger Minuspunkt dieses farbenprächtigen und rasanten Abenteuerstücks ist, daß Regisseur Hunebelle hier auf einen komischen Gegenpart (wie in "Ritter der Nacht" oder "Fantomas") leider verzichtet hat - ein Minuspunkt aber auch nur im Vergleich zu anderen Filmen des Gespanns. Leider aber hat die deutsche DVD dann doch mit einem weiteren aufzuwarten: Der Trailer ist in diesem Falle sehr verräterisch - er offenbart, daß wichtige Szenen in der deutschen Fassung herausgeschnitten wurden (nämlich die sozialkritischen Aspekte des Buches und folglich der Grund für die Feindschaft der beiden Kontrahenten) und sie leider auf DVD (entgegen der heutigen Sitte) nicht wieder eingefügt wurden. Ärgerlich!! Wer sich davon nicht ins Bockshorn jagen läßt, wird mit einem rundum stimmigen Abenteuerstück belohnt. Und das ist schon mal viel wert.

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The Prisoner - Nummer 6

Thriller, Serie, Science-Fiction

The Prisoner - Nummer 6

Thriller, Serie, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
6 - das ist nicht nur die Nummer des namenlosen Gefangenen, das sollte auch die Punktwertung für diesen Serien-Klassiker sein. Obwohl die 90er doch einige großartige Serien zum Thema Verfolung und Paranoia hervorgebracht haben - so gründlich wurde der Zuschauer nie wieder in Verwirrung gebracht. Nur eine Methode von vielen ist, die zweitwichtigste Figur der Serie (Nr.2) in jeder Folge von einem anderen Schauspieler verkörpern zu lassen, um eine Identifikation zu verhindern. Die Welt wird auf den Kopf gestellt, demokratische Prinzipien als Korruptionsmethoden gezeigt. Glücklicherweise liegt "The Prisoner" auf DVD jetzt auch komplett vor - absolut unverständlich, weshalb so eine brillante Folge wie "Schizoid Man" nie im deutschen TV ausgestrahlt wurde. Diese Box sei allen unbedingt ans Herz gelegt - ausgenommen denen, die in einer Identitätskrise stecken, denn bei denen könnte das Verwirrspiel böse Folgen haben.

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Danger Man - Staffel 1

Geheimauftrag für John Drake
Serie, Krimi

Danger Man - Staffel 1

Geheimauftrag für John Drake
Serie, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Wir schreiben das Jahr 1960. Weder das Publikum Großbritanniens noch das der Welt ist durch 007 verwöhnt, aber die Zeit ist reif für einen Agenten Ihrer Majestät. Auftritt für "Drake, John Drake". Allein die Coolness, mit der Patrick McGoohan (ebenso wie sein Sprecher Heinz "Edgar Wallace" Drache) Connery vorgreift, verdient nähere Betrachtung. Es erwarte jetzt keiner die weite Welt - "Danger Man" ist den "Avengers" näher als Bond (kein Wunder - Brian Clemens schrieb für beide Serien), aber das ist ja beileibe kein Nachteil. Im Gegensatz zur Laufzeit: 25 min sind eindeutig zu wenig, um eine ordentliche Handlung zu entwickeln - und darunter (und nicht unter der preiswerten Machart) leiden die frühen Abenteuer Drakes. Mit seinen vielfältigen und mitunter fast unspektakulären Einsatzorten kommt er dem Alltag eines Geheimdienstmannes jedenfalls deutlich näher als 007. Vor 15 Jahren hätte man über ihn noch gelächelt, heute kann man sich großartig über den trashigen Charme dieser Serie (die auf fiese, aber amüsante Weise als 'Captain Fantastic' in "Do not adjust your set" veralbert wurde). Schon, weil ihr genialer Gegenentwurf "Nummer 6" in noch düstererem Licht erscheint.

ungeprüfte Kritik