Kritiken von "videogrande"

Freitag der 13. Teil 8

Todesfalle Manhatten
18+ Spielfilm, Horror

Freitag der 13. Teil 8

Todesfalle Manhatten
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 22.10.2023
Nr. 8 bricht die Kontinuität gleich mit seinem Vorspann, der erstmals nicht die typischen Schriftzüge zeigt, sondern wie ein John Hughes Film aussieht und einen schrecklichen 80er Song abdudelt. NY City kommt dabei übelst weg. Szenenwechsel: Der Crystal Lake. Ein unterschätzter Tümpel, jetzt sogar mit direktem Zugang zur weiten Welt. Schiffe können ihn erreichen. Gut, dass man im Nebensatz erklärt, dass das Meer per Flusslauf mit dem eigentlichen See verbunden ist. Woher die Hockeymaske kommt, noch dazu mit obligatorischer Kerbe, hinterfragen wir besser auch nicht. Drehbuchautor müsste man sein. Dieser Einstieg und die ersten Morde sind so lächerlich, dass man sofort leicht pikiert ist.  Man holt Jason zwar aus seinem üblichen Umfeld aber innerhalb der Story verbirgt sich so viel unfreiwillige Komik, dass man das teils schon Dämlichkeiten nennen kann. Beispielsweise ein E-Gitarrensolo ohne Steckdose, dafür mit Gesang, ohne die Lippen zu bewegen. Wer kann erklären, welchen Sinn der junge Jason macht, noch dazu, weil er ständig anders aussieht? Ich bin kein Gorehound aber die Freitag Filme lockten mal mit ihren Bluteffekten. Bis auf einen nennenswerten Kill passiert hier aber optisch wieder erstaunlich wenig. Das Ende...tja...immerhin beendet es die klassische Reihe.
Fazit: Übertriebener 80ties Style trifft auf Unlogik, Unsinniges und blutleere Kost. (Unfreiwillig) Humorvoll und unterhaltsam mag das sein. Das Niveau ist aber auf dem Grunde des Crystal Lake angekommen.

ungeprüfte Kritik

Freitag der 13. Teil 7

Jason im Blutrausch.
18+ Spielfilm, Horror

Freitag der 13. Teil 7

Jason im Blutrausch.
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.10.2023
Manchen Filmen haftet Legendenbildung an. Dazu gehört auch die "Freitag der 13." Reihe. Die ganze nachgesagte Blutrünstigkeit entstand durch Beschlagnahme und Verbote. Und was ist? Alles halb so schlimm. Teil 6 war gar eine Nullnummer in Sachen Gore (hier ist es kaum anders aber man kann in den Extras einen Blick auf das gekürzte Gemetzel werfen). Kane Hodder! Wer ist Kane Hodder? Jason Darsteller und Fanliebling. Und was ist? Dies war sein Debüt. In gerade 4 von 11 Auftritten steckte er hinter der Maske. Darüber kann Robert Englund nur lachen. Da zeigt sich auch der Unterschied: Der eine ein austauschbarer Stumpfie, der andere verlangt nach darstellerischer Leistung. Kontinuität? Ok, damit kommen wenige Horrorfilme der 80er klar. Aber warum nach der Umbenennung in Green Forrest nun doch wieder der Crystal Lake ausgeschildert ist, und warum zunächst nur ein Jugendcamp, später immer mehr Häuser am See stehen...naja, akzeptieren. Ansonsten lässt Teil 7 die Albernheiten hinter sich, es geht ernsthafter zu. Trotz aller Unlogik in Bezug zu den Vorfilmen und trotz etwas merkwürdiger Story ist Nr. 7 wieder besser. Das liegt u.a. auch an dem coolen Aussehen von Jason. Das isser, so soll er sein. Nur den deutschen Titel "Jason im Blutrausch" verdient der Film absolut nicht. Fazit: Leider schon von vornherein merklich beschnitten. Die FSK 18 ist ein Witz aber dieser Teil ist auf seine Art schon unterhaltsam und Jason ist echt "Badass". Macht Laune trotz "cheesy" Ende. (4 Genresterne)

ungeprüfte Kritik

Freitag der 13. Teil 6

Jason lebt.
18+ Spielfilm, Horror

Freitag der 13. Teil 6

Jason lebt.
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.10.2023
Teil 6. Da hat Freddy Krüger längst 5 gute Auftritte gehabt und durfte abtreten und Michael Myers erste Storyline endete ebenso. Doch ist dies erst der wirkliche Anfang des Jason Vorhees, den die Allgemeinheit als Horrorikone kennt. Eine schwere Geburt! Die bislang in der Realität verwurzelte Serie wechselt nun in den Zombie-Übernatürlich-Horror-Modus. Allerdings tut sie das mit viel zu viel Humor und macht den Film bewusst zur Comedy. Ähnlich erging es Freddy, doch da hats funktioniert. Hier tue ich mich schwer. Das Bond-ähnliche Intro ist ein guter Gag, dann wird Jason zu einer Comicfigur, was ich enttäuschend finde. Allerdings hebt sich der Film deutlich ab. "Friday 6" ist ein Funslasher, damit muss man nun leben. Ich verstehe, dass viele Fans den sehr unterhaltsam finden. Das ist er zweifelsohne. Doch habe ich, gerade wegen der FSK 18 und damaligen Indizierung, eine Schlachtplatte der blutigen Art erwartet. Aber hier wird ständig weggeblendet, fast kommt es mir geschnitten vor und schaut man in die Extras: Da war mal mehr! Dies ist der blutleerste Film der Reihe!! Immerhin ist Tommy Jarvis hier nicht mehr die Trantüte aus dem Vorfilm. Eigentlich gewinnen alle vorigen 5 Teile nun einen Stern hinzu, denn da stimmte die Atmosphäre.
Fazit: Krasser Bruch in der Erzählweise. Das Trashherz hüpft höher aber man muss sich dran gewöhnen, dass nun der letzte Funken Ernsthaftigkeit zugunsten einer unterhaltsamen und überraschend unblutigen Slashercomedy gewichen ist.

ungeprüfte Kritik

Monsieur Claude und seine Töchter

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.10.2023
Ein Film, der mir mangels gutem Programm der Nachbarsender über den Weg gelaufen und an geblieben ist. Das muss nichts aber kann was heißen. "Monsieur Claude..." ist eine typisch französische Komödie, im besten Sinne altbacken und wäre bestimmt mit Louis de Funes besetzt worden, wenn er noch unter uns wäre. Und dessen war man sich bewusst, denn man hat selbst die Ähnlichkeit zu "Rabbi Jakob" erkannt. Ein Handy-Klingelton und ein direkter Gag spielen darauf an. Nun wird freilich die Quirligkeit überhaupt nicht erreicht. Dieser Film ist eine seichte aber durchaus witzige Komödie, die sich der Themen Rassismus und  Religion annimmt, wie es sich kein deutscher Film je trauen würde. Sämtliche Klischees werden aufs Korn genommen. Dabei wird das Rad nicht neu erfunden, vieles ist bekannt und vorhersehbar. In diesem Falle aber amüsant. Fazit: Locker, flockige Familienkomödie die der Mama gewiss mehr gefällt als dem Papa. Wenn der aber ein Freund französischer Komödien ist, könnte man einen gemütlichen, vergnüglichen Fernsehabend vor sich haben.

ungeprüfte Kritik

Freitag der 13. Teil 5

Ein neuer Anfang - Solange Jason hinter Dir her ist, bist Du nicht allein...
18+ Spielfilm, Horror

Freitag der 13. Teil 5

Ein neuer Anfang - Solange Jason hinter Dir her ist, bist Du nicht allein...
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.10.2023
Nachdem Jason in Teil 3 schon tot war und trotzdem auferstehen musste, um im 4. Film endgültig ;-) zu sterben hat man die Kuh weiter melken wollen. Und zwar tatsächlich wieder OHNE ihn. So viel darf ich nach 38 Jahren spoilern. Dabei ist "Ein neuer Anfang" zunächst wirklich atmosphärisch und bringt uns auch Corey Feldman als Tommy Jarvis zurück - Doch Peng! wird das alles über den Haufen geschmissen, Corey entlassen und ersetzt, sowie dem Zuschauer ein übler Film mit völlig überzogenen Figuren und einem Fake vor die Füße geworfen. Teil 5 ist albern, undurchdacht, wird wahrlich bescheuert aufgelöst, hat aber, zur Freude der männlichen Zuschauer, jede Menge Boobies zu zeigen. Ein Hoch auf das Kino der 80er! Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, "Scary Movie" eingelegt zu haben. Nahezu alle Charaktere sind reinste Karikaturen. Was kann man an diesem Film gut finden? Das man mitraten darf, wer hinter der Maske steckt! Logischen Sinn macht das nicht aber dafür kommt man nicht drauf. Die Schlagzahl der Kills hat sich erhöht, sie sind ausgefallen aber wenig splatterig. Einzig das Finale hat Pep. Es gibt jetzt 3 Möglichkeiten: Mit dem unterhaltsamen Teil 4 aufhören, gleich zu Teil 6 springen, da dieser hier nicht relevant ist oder als Komplettist den Mist durchstehen. Fazit: "Friday V" ist leider kein guter Slasher. Das extreme Overacting, die überdrehte Inszenierung sowie, was sie aus Tommy gemacht haben (und zum 2. Mal andeuten), verderben einem den Spaß ordentlich.

ungeprüfte Kritik

Shark Escape

Thriller, Horror

Shark Escape

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.10.2023
Ein Hochglanz Hai Trashfilm aus China. Allein das Cover verspricht uns schon schmucke Deerns und ein Ungetüm von Hai. Ja und was soll ich sagen? Das wird auch eingehalten. Sexy girls und fesche Kerls tummeln sich am Strand und in der Disco. Draußen auf See lungert der ältere Bruder vom weißen Hai herum. Kann ja nur gut werden? Falsch! "Shark Escape" ist fast ein Klon seines "Bruderfilmes" "Croc Tsunami". Annähernd die gleiche Story wird hier abgespult. Und der Film war bereits ein Nachahmer des Tierhorrors "Crawl". Hier nun sind Elemente aus diesen und aus "Deep Blue Sea" enthalten. Nur in langweilig, schlecht getrickst und mit extrem kurzer Laufzeit (67 Minuten!) Bevor irgendwas Relevantes passiert, ist der Film urplötzlich vorbei. Gesehen haben wir eine Einleitung, die durchaus besser als beim Krokofilm war, aber dann nur ein paar sehr offensichtlich im Studio aufgebaute Gänge mit Bauchnabeltiefem Wasser versehen, in denen das Riesenvieh auch noch komplett abtauchen kann. Es gibt also reichlich viel Unlogik. Eine Szene, in der ein blondes Mädel völlig unbegründet hoch aus dem Wasser fliegt, um dann im Maul zu landen, regt zum Lachen an. Die Inszenierung ist sehr mau und eintönig...aber wie gesagt besser als die bisherigen China Trasher. Deshalb wohlwollende 3 Sterne. Fazit: Eine kurze und trotzdem langweilige, alberne Lachnummer ohne Story, die aber vor allem wegen der Babes und des Unsinns gewissen Trashfaktor hat. Aber Leute: Gut ist das leider wirklich nicht.

ungeprüfte Kritik

Freitag der 13. Teil 4

Das letzte Kapitel - Jason kommt zurück. Ein Film in dem Sie vor Angst schreien!
Horror, 18+ Spielfilm

Freitag der 13. Teil 4

Das letzte Kapitel - Jason kommt zurück. Ein Film in dem Sie vor Angst schreien!
Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.10.2023
Bis hierhin hätte man nicht davon ausgehen können, dass sich diese Horrorreihe zu einem Kult-Franchise entwickelt. Die klassische Trilogie war abgeschlossen. Und zwar wirklich, denn Jason war am Ende tot. Wer also aussteigen will, kann dies beruhigt machen und braucht sich nicht "Das letzte Kapitel" antun, der als vierter Teil angeklatscht wurde um ein weiteres Ende zu erzählen. Dies aber besser! Vielleicht wollte man wieder gut machen, was man mit dem lahmarschigen Vorgänger verbockt hat. Mit einfallsreicheren, brutalen Morden und wesentlich mehr nackter Haut. Aber auch recht viel Unlogik über die sich schwer hinwegsehen lässt: Woher hat der merkwürdige Camper sein Insiderwissen? Es ist keine Zeit zwischen Teil 3 und 4 vergangen. Der Anschluss (zwar plötzlich bei Nacht) ist nahtlos. Wieso sind Jasons Fingernägel plötzlich schwarz? Wie kommt Tommy darauf, das seine sehr merkwürdige Idee aufgeht? Es gibt viele Fragezeichen und geringe Längen aber immerhin wieder deutlich mehr Unterhaltungswert. Die Kills sind aufwändig gestaltet doch im letzten Moment wie abgeschnitten. Da fehlt immer noch das i-tüpfelchen. Jason wirkt wieder bedrohlich, nicht zuletzt, weil er diesmal Laute von sich gibt. Ein Jumpscare hat mich sogar eiskalt erwischt. Fazit: Das letzte Kapitel weiß trotz seiner vielen Schwächen auf "Trashybasis" zu gefallen. Das Ende von Teil 3 ist aber endgültiger, denn das hiesige Schlussbild impliziert einen Gedankengang, der Fortsetzungen möglich macht. Die kamen ja auch.

ungeprüfte Kritik

Freitag der 13. Teil 3

Und wieder ist Freitag der 13.
Horror, 18+ Spielfilm

Freitag der 13. Teil 3

Und wieder ist Freitag der 13.
Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.10.2023
Zunächst einmal fällt eine grausame Bildqualität auf, von der man behauptet, das käme von der damaligen 3D Inszenierung. Mit Zweifarbenbrille mag der Streifen funktioniert haben. Diese Qualität versaut einem aber den ganzen Film. In den 80ern war es mal Mode, dritte Teile auch gleich in 3. Dimension in die Kinosäle zu bringen. Die Effekte sind offensichtlich. Es ragt alles aus dem Bild heraus, was man sich vorstellen kann und so hat man mehr wert auf das Zeigen dreidimensionaler Effekte gelegt, als auf den Film selbst. Wieder wird mit einer lustlos vorgeschobenen Rückblende auf den 2. Teil gestartet und sodann wirkt der ganze Streifen wie eine Satire. Die meisten Darsteller betreiben Overacting oder sind albern kostümiert (Stichwort Rocker) und die Story kann nicht mehr ernst genommen werden. Allein die Musik klingt wie ein Witz. Der Ablauf ist komplett langweilig, funktioniert stur nach dem Abzählreimprinzip und Jason als Killer wirkt erstaunlich unbedrohlich. Immerhin bekommt er endlich seine Hockeymaske. Vor dem kompletten Absturz in die Belanglosigkeit rettet diesen müden Eintrag der "Friday 13th"- Reihe sein erstaunlich referenzielles Ende.
Fazit: Das verwaschene und grieselige Bild ist eine Frechheit. Der Film im Grunde auch. Ein vorhersehbarer und liebloser Langweiler ohne besondere Momente. Ich möchte sogar sagen, dass die schlechtesten Myers und Krüger Filme besser sind, als dieses öde Teil, in dem sogar der Crystal Lake nur eine Filmkulisse zu sein scheint.

ungeprüfte Kritik

The Ice Road

Tödliche Mission auf dünnem Eis.
Action, Abenteuer

The Ice Road

Tödliche Mission auf dünnem Eis.
Action, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.10.2023
Man kann sich auf alle Fälle nicht beschweren, dass in "The Ice Road" nichts passiert. Es kracht und rummelt an allen Ecken und Kanten. Aber was da passiert, da klatscht man sich mit der flachen Hand vor den Kopf! Manch Film hat mal hier oder da eine Ungereimtheit parat aber dieser reiht den Schwachsinn wie an einer Perlenkette auf. Man könnte meinen, das Teil sei in den 90ern entstanden. Man begibt sich also mit 3 Trucks auf dünnes Eis. Als einer davon einbricht, nähern sich die anderen. Wir haben also jetzt 3x so viel Gewicht auf dem Punkt konzentriert und sieht schon Risse im Eis. Kein Problem. Sich beeilen braucht man auch nicht. Später kippen die Trucks krachend um. Da hört das Eis mit dem Knacken auf, weil "das Gewicht jetzt vollflächig verteilt ist". LOL! Man hat es extrem eilig, doch statt den Anhänger einfach abzukoppeln und an den anderen Truck zu hängen, beginnt man mit Reparaturen und einer Umfüllaktion. Die Lächerlichkeiten überbieten sich im Minutentakt. Kommen wir zum Bösewicht. Auch hier muss man zumindest schmunzeln, was der alles unbeschadet übersteht. Er scheint unsterblich zu sein, man könnte ihn glatt für einen 2. Teil wieder auftauchen lassen. Kurz gesagt: Es gibt viel für das Auge aber das Gehirn sollte man neben die Bierkiste legen, die man beim Schauen benötigt. Fazit: Ein lächerlicher, unglaublich unlogischer, fast schon weh tuender Film, den auch ein routiniert spielender Liam Neeson nicht retten kann.

ungeprüfte Kritik

Freitag der 13. Teil 2

Jason kehrt zurück.
18+ Spielfilm, Horror

Freitag der 13. Teil 2

Jason kehrt zurück.
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.10.2023
Die ersten Filmminuten verschwendet man mit einem ausführlichen Rückblick auf den ersten Teil, inklusive dessen Schlussszene. Damit erweist man Zuschauern einen Dienst, die Teil 1 nicht gesehen haben oder die vergesslich sind. Den anderen raubt man Filmminuten, die man besser hätte investieren können. Immerhin als Traum in die Handlung eingebettet. Alsbald steigt man blutig in die Handlung ein, nicht ohne die obligatorische Katze und deren Schreckauftritt schnell noch unterzubringen. Gehört ja zum feinen Ton des Genres, wie das nicht startende Auto. Aus heutiger Sicht wirkt "Friday 2" wie eine Persiflage seiner selbst, weil das, was heute als Klischee gilt, damals noch relativ unverbraucht war. Ist Teil 2 eine gute Fortsetzung? Abgesehen von der Unlogik, die Jasons Überleben mit sich bringt, hat man eine solide Weiterführung gesponnen. Inszenatorisch gibts aber ein paar Fehler und Stuss, die für Schmunzeln oder Kopfschütteln sorgen. So bemerkt ein Teenie, wie gruselig ein Ort ist, geht dann aber allein in den Wald hinein. Vieles macht keinen Sinn. Wie schon Teil 1 wirkt alles eher wie ein VHS Release, als wie ein Kinofilm macht aber genug Laune, um sich den 3. Teil anzuschauen, in dem Jason dann endlich seine ikonische Hockeymaske bekommt, von der man dachte, sie wäre schon immer sein Markenzeichen gewesen.
Fazit: Mehr Jason, weniger Blut, mehr nackte Haut, weniger Logik. Teil 2 ist deutlich schlechter inszeniert, weiß aber auf typische Slasherart zu unterhalten.

ungeprüfte Kritik

Freitag der 13.

Sie wurden gewarnt. Sie sind verflucht. Sie werden alle sterben.
18+ Spielfilm, Horror

Freitag der 13.

Sie wurden gewarnt. Sie sind verflucht. Sie werden alle sterben.
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.09.2023
Das "legale" Sehen der Reihe war lange nicht möglich, weil die Filme entweder geschnitten oder ganz verbannt waren. Zeiten ändern sich. Somit konnte ich letztes Jahr die komplette "Halloween" Reihe sehen und nun ist endlich auch der "Freitag" dran, ein Trittbrettfahrer dergleichen. Ungleich brachialer, blutiger und nackter. Sex ist in diesem ersten Teil noch unterschwelliger, wird aber noch eine größere Rolle spielen und "Kevin Bacons Tod" war seinerzeit Schulhofthema, weil man nicht fassen konnte, wie dieser Effekt gemacht wurde. Solche explizite Bluttat war dem Puplikum neu. Die Kunstfigur Jason, mit Maske und untot, wie wir ihn erwarten, entwickelt sich erst spät im Laufe der Serie. Er ist wirklich der stumpfste der 3 Killer aber die Serie ist Kult und erfuhr mit diesem Teil einen Einstieg - und das OHNE ihn. Handwerklich unterscheidet sich "Freitag" deutlich von "Halloween" und setzt nicht auf dessen Suspense, sondern auf die Spezialeffekte und somit auf etwas Ekel. Kommt mir heute wie eine Geisterbahnfahrt vor und ist teilweise auch unfreiwillig komisch aber er schafft eine spannende Atmosphäre. Dazu trägt auch der ikonische "Ki-Ma" Singsang im Soundtrack bei.
Fazit: Blood sells. Der erste Slasherfilm mit gezeigten Greueltaten, der weniger auf Grusel, als auf Brutalität und eine Überraschung am Ende setzt.

ungeprüfte Kritik

X

Thriller, Horror

X

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.09.2023
Hätte ich mal eben reingeswitched, ich hätte schwören können, die Eingangssequenz des Texas Chainsaw Massacres vor mir zu haben. Die Macher orientieren sich ganz offensichtlich am Kino jener Zeit und auch der davor, denn man erkennt viele Reminiszenzen. Den Film so zu gestalten war sehr mutig, denn heutzutage ist dieser langatmige Aufbau hin zum Höhepunkt nicht mehr gewünscht. Das Puplikum will lieber gleich in die Vollen. Darum leitet man wohl auch wieder mit einer dieser unsäglichen Foreshadowing-Szenen ein, welche schon mal die Auswirkung des Folgenden zeigt. Gefolgt von einem "24 Stunden vorher" Schriftzug. Der Streifen nimmt sich sehr viel Zeit, bis mal was passiert. Kritisieren kann man auch die Maskeneffekte, die sofort durchschaubar sind und die relativ dünne, nicht ganz neue Story. Doch genau davon lebt "X", denn er ist eine atmosphärisch, leicht augenzwinkernd, inszenierte Hommage an das Genre und ein Arthouse-Horrorfilm mit ungewöhnlichen aber wirkungsvollen Kameraeinstellungen. Man spielt mit Optik, Schnitt und Farben. Ein Grundbestandteil der Handlung ist das Erstellen eines Pornofilmes. Auch hier streut man authentisch wirkende Super 8 Aufnahmen ein, für die man im übrigen nicht prüde sein darf. Die Gewalt eskaliert drastisch und man wundert sich wieder über die FSK, die das ab 16 freigibt. Fazit: Ein nach Oldschool-Muster erstelltes, verstörendes Retro-Horrordrama, das von Metaphern und künstlerischem Anspruch durchzogen ist.

ungeprüfte Kritik