Kritiken von "6697mn"

Parkour

Drama, Deutscher Film

Parkour

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 25.01.2011
Ausgezeichneter, überaus spannender Film über einen Mittzwanziger, in dessen Leben plötzlich alles schiefgeht. Krankhafte Eifersucht verschlimmert eine Lage, die sonst vielleicht noch in den Griff zu kriegen wäre. Ausgezeichnete Darstellerriege, allen voran Christoph Letkowski, spielt fein gezeichnete Charaktere, die in jedem Moment überzeugend agieren. Selten habe ich so eine spannende Abwärtsspirale in Beziehungsgeschichten gesehen. Die Auflösung birgt eine Überraschung, die einem die Handlung noch einmal neu bedenken läßt und Lust macht, den Film nochmals anzuschauen. Der Filmtitel ist aber vielleicht unglücklich gewählt und weckt falsche Erwartungen (Daher die niedrige Gesamtbewertung?). Man sieht zwar ein bißchen Parkourlauf, dies ist aber nicht Filmthema und eher als Metapher auf Richies Existenz zu verstehen. Dostojewskis Schuld und Sühne läßt grüßen. Absolut sehenswert.

ungeprüfte Kritik

Winter in Wartime

Mein Kriegswinter
Kriegsfilm

Winter in Wartime

Mein Kriegswinter
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 13.01.2011
Interessanter Film für Familie mit Teenagern. Es geht darum, dass in Ausnahmesituationen (Krieg) jeder seine eigenen Entscheidungen über Gut und Böse treffen und danach handeln muß, selbst wenn es gegen die "herrschende" Ideologie sein sollte. Der Junge, der unter Einsatz seines Lebens einen britischen abgestürzten Flieger zu retten versucht, handelt nach dem Gebot der Menschlichkeit - dabei muß er lernen, dass nicht alle Menschen das sind, was sie vorgeben und dass sein Handeln irreversible Konsequenzen hat, auch für seine Familie. Das ist eine ganz angemessene Lektion für einen Vierzehnjährigen und sorgt für viel Gesprächsstoff, da es auf modernere Szenarien übertragbar ist... Nur drei Sterne, da die Charakterentwicklung der Nebenpersonen oft plakativ und voraussehbar ist und z. B. auch schauspielerisch nicht sehr gelungen (der Onkel, die Schwester). Die Hauptrolle ist gut besetzt und ich würde ihn unter der Rubrik "Verantwortung tragen lernen für Jugendliche" weiterempfehlen.

ungeprüfte Kritik

Ken Folletts Die Säulen der Erde

Abenteuer, TV-Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 07.01.2011
Langatmiger Kostümschinken mit noch langweiligeren Schlachtszenen, die so schnell geschnitten sind, dass sie fast wie ein Persiflage wirken. Das ginge ja einmal, aber nicht alle 15 Minuten... Auch andere Themen (Selbstgeißelung des Bischofs, inzestuöse Verstrickung des "bösen" Hamlee, das Hexenthema) wiederholen sich in nur leicht abgewandelter Form ständig, so als wäre der Zuschauer zu doof, um seine Bedeutung für das Plot gleich beim ersten Mal mitzubekommen. Aber man mußte ja auch 4 DVDs vollkriegen! Dazu kommt, dass die Filme jedes gängige populäre Mittelalterklischee bedienen, ob es nun in der Geschichte eine Bedeutung hat oder nicht (z. B. Kreuzzug)... Die Charaktere (vielleicht mit Ausnahme des Priors) machen keine Entwicklung durch, sondern sind von Anfang an gut oder böse, und böser geht´s dann auch nicht mehr... Lange habe ich keine solche Schwarzweißmalerei gesehen! Die "Auflösung" des Geheimnisses des Bischofs und des Rings von Jack, auf der die ganze Geschichte fußt, ist so banal, dass man sie spätestens im zweiten Film errät und das Ende keine wirkliche Überraschung bietet, zumal durch mehrmals wiederholte (sic!) Weissagungsszenen der "Hexe" auch schon klar ist, was passieren wird. Gähn! Wer Mittelalterepen mag, schaue sich lieber "Der Name der Rose" oder Bergmanns "Das siebte Siegel" an.

ungeprüfte Kritik

Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau

In einer Familie, deren ganzer Stolz ihr Ansehen ist, wird Laster zu einer Tugend.
Lovestory, Komödie

Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau

In einer Familie, deren ganzer Stolz ihr Ansehen ist, wird Laster zu einer Tugend.
Lovestory, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 22.11.2010
Kostüm- und Make-upklamotte. An den Haaren herbeigezogenes Plot, im zweiten Teil dazu weitgehend voraussehbar, schlechte schauspielerische Leistungen (allen voran Colin Firth, der es doch eigentlich besser kann!) und unterentwickelte Charaktere lassen Langeweile aufkommen. Klischees und Versatzstücke der wilden Zwanziger (Rennwagen, Can-can, französischer Puff) werden vorgeführt und dann schnell wieder ad acta gelegt, ohne groß Bedeutung für die Geschichte zu entwickeln. Perfekt geschminkte Gesichter und ein paar bissige Seitenhiebe auf die britische Gesellschaft zwischen den Kriegen machen eben noch lang keine gute Unterhaltung. Zeitverschwendung.

ungeprüfte Kritik

Prince of Persia

Der Sand der Zeit - Bestimme die Zukunft.
Abenteuer, Fantasy

Prince of Persia

Der Sand der Zeit - Bestimme die Zukunft.
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 08.11.2010
Nette Action-Szenen und aufwendige Special Effects aber leider schwächelt die Storyline grausamst vor sich hin und zwischen zwei Granitklötzen könnte es mehr funken als zwischen den beiden Hauptdarstellern, die ein Liebespaar werden sollen (müssen?). Wer Jake Gyllenhal in Brokeback Mountain spielen sah, dem kommt der Verdacht, dass er bei den Liebesszenen wohl eher an seine Gage dachte als an sein Gegenüber. Der (wie hiess sie noch?) mag man übrigens die Tempelpriesterin mangels mimischer Ausdrucksmöglichkeiten gar nicht abnehmen. Sehr enttäuschend.

ungeprüfte Kritik

Offside

Frauen im Abseits
Drama

Offside

Frauen im Abseits
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 05.11.2010
Eigentlich interessantes Thema über die Diskriminierung von Frauen und Mädchen im öffentlichen Leben des heutigen Iran. Das Ganze ist jedoch etwas spannungslos umgesetzt, die Dialoge zuweilen hölzern und die Handlungen bez. Charaktere der einzelnen Personen nicht überzeugend. Einzig und allein der wachhabende Soldat macht eine Entwicklung durch, die Charaktere der Frauen, die eigentlich im Fokus des Films stehen sollten, bleiben unterentwickelt und blass. Als Anklage der Ungerechtigkeit vielleicht geeignet, aber für einen Spielfilm für westliche Geschmäcker zu wenig.

ungeprüfte Kritik

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen

Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 26.10.2010
Interessanter Film über einen Ort, über den der Durchschnittsdeutsche wahrscheinlich wenig weiß. Überaus gelungene Bilder des Inneren, Äußeren und der Befindlichkeiten der dort "amtierenden" Christengemeinden. Die Interviews bringen manche Absurdität zur Sprache und regen zum Nachdenken über Glauben, Toleranz und Menschlichkeit in der heutigen Welt an. Einzig und allein der Audiokommentar des Regisseurs ist überflüssig, da er kaum etwas zum Verständnis hinzufügt, sondern nur selbstgefällig Offensichtliches von sich gibt. Ich empfehle, ihn von vorneherein auszuschalten. Der Film macht Lust darauf, Jerusalem und die Grabeskirche zu besuchen.

ungeprüfte Kritik

Lourdes

Drama

Lourdes

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 25.10.2010
Einfühlsamer Film über das Phänomen Lourdes, der weder Skeptiker noch Gläubige so richtig befriedigend wird, da er vieles offen läßt. Damit leistet er einen Beitrag und Einstieg in eine Reihe von Diskussionen (Glaube vs. Wissenschaft, unerklärte und unerklärliche Heilungen, Wunder, die Rolle des Willens und der Psyche in Krankheiten usw.). Gleichzeitig sind die Darstellungen der Charaktere sehr fein gezeichnet, ihre Schwächen, Stärken, uneingestandenen Gefühle und Ziele so transparent und überzeugend dargestellt, dass der Zuschauer im Wechselbad der Zuneigung und Abscheu bald selbst nicht mehr weiß, was er glauben soll und darf. Sehr gelungen und trotz des eher obskuren Themas fesselnd.

ungeprüfte Kritik

Menachem und Fred

Wiedersehen in Hoffenheim.
Dokumentation

Menachem und Fred

Wiedersehen in Hoffenheim.
Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 14.09.2010
Ich stimme mit der Gesamtwertung überhaupt nicht überein und fand den Film überaus gelungen. Der Film ist eine Dokumentation (und keine fiktionalisierte Geschichte) und geht unter die Haut, da die Kamera ganz dicht an den Brüdern, die sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, dran ist. Die Brüder kämpfen immer noch mit ihrer Vergangenheit als vertriebene Juden, deren Familie ermordet und Kindheit zerstört wurde, und haben dies zum Teil auf ihre Kinder übertragen. Auch die schreckliche Ironie, die in Israels heutigem Verhalten gegenüber den Palästinensern zum Ausdruck kommt, wird in dem Film deutlich. Die Lebenslügen und Schuldgefühle der beiden Brüder anläßlich ihrer Trennung werden ihnen selbst wohl erst während des Films klar und wirken tragisch. Die Gegenüberstellung ihrer Geschichte mit andauerndem deutschen Unverständnis angesichts der Schwere der Verbrechen und dem wohl nicht ganz so uneigennützigen Prestige-Calcül der Söhne des SA-Mannes erhellt die Frage, ob Sühne überhaupt möglich ist. Der Film wäre gutes Schulmaterial, aber auch für Zeitinteressierte zu empfehlen.

ungeprüfte Kritik

Bright Star

Die erste Liebe strahlt am hellsten.
Lovestory, Drama

Bright Star

Die erste Liebe strahlt am hellsten.
Lovestory, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 16.07.2010
Wieso versäumt es der Cover-Text zu erwähnen, dass es sich bei dem Dichter um JOHN KEATS, einem der größten Dichter der englischen Romantik, handelt und dass es sich beim Plot eben um die Liebesgeschichte handelt, die einige seiner größten Gedichte inspiriert hat? --- Dennoch fehlt hier oft die knisternde Spannung zwischen den Hauptdarstellern und die Handlung ist dürftig entwickelt. Die liebevolle Ausstattung und historische Detailtreue können den Film allein nicht tragen und die Hauptdarsteller sind in den den langen, langsamen Portraitaufnahmen in ihrer Mimik des öfteren überfordert. Im großen und ganzen enttäuschend. Im übrigen war Jane Austen zum Zeitpunkt, als der Film spielt, schon Jahre tot.

ungeprüfte Kritik

Der weiße Afrikaner

Deutscher Film, TV-Film, Abenteuer

Der weiße Afrikaner

Deutscher Film, TV-Film, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 11.07.2010
Gähnend langweilige, voraussehbare Story, Charaktere ohne Tiefgang, spannungslose Dialoge und ein Alibi-Afrikaner, der keine Funktion im Plot besitzt - da fehlen nur noch miserable, ausdrucksarme Schauspieler wie z. B. der Hauptdarsteller (Tim Bergmann), dann ist der Flop komplett. Dümmliche TV-Kost und reine Zeitverschwendung.

ungeprüfte Kritik

Chéri

Eine Komödie der Eitelkeiten
Lovestory, Komödie

Chéri

Eine Komödie der Eitelkeiten
Lovestory, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 07.06.2010
Ich stimme der Kritik von gesaschatz völlig zu. Hätte ich die nur schon vorher gelesen! Der Film langweilt und Michelle Pfeiffer ist zwar immer noch hübsch anzusehen, kann aber keinen Sinn schaffen, wo das Drehbuch versagt.

ungeprüfte Kritik