Kritiken von "videogrande"

Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.01.2026
Wer die John Wick Reihe nicht kennt, ist ziemlich aufgeschmissen, denn da dürfte doch tatsächlich das Verständnis für so manche Details komplett flöten gehen. Die ganze s.g. "Lore" um das Continental Hotel, die Ruska Roma, Schuldmünzen, Figuren wie Winston und letztlich John Wick selbst, wird hier als bekannt vorausgesetzt, bzw. gar nicht ausreichend beleuchtet. Man könnte bei "Ballerina" von Johns kleiner Schwester sprechen, denn dieses Spin Of ist tatsächlich kleiner, weniger kultig und prinzipiell nahezu überflüssig. Das Wick-Universum wird nur gering erweitert und man fragt sich sogar, ob es zeitlich logisch angehen kann, dass der Kultkiller hier in die Story hineinpasst, die parallel zum 3. Teil der Reihe angesiedelt ist. Optisch und akustisch passt der Film perfekt dazu. Die Action ist gut und blutig und steigert sich zu einem furiosen Finale mit bildgewaltiger Flammenwerferaktivität. Fans bekommen, was sie wollen, aber irgendwie hat man immer das Gefühl, nur eine abgespeckte, sehr ähnliche Variante zu Gesicht zu bekommen. Fazit: Nette Zugabe für Fans, die wahrscheinlich ebenso fortgesetzt werden wird. Ana de Armas als weiblicher Wick ist keine Enttäuschung aber aus der Story ist langsam die Luft raus. Wem das egal ist, der bekommt immer noch ein gewaltiges Actiongewitter.

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Dark Nuns - Die Exorzistinnen

Im Schatten des Kreuzes erwacht das Böse.
Thriller, Horror

Dark Nuns - Die Exorzistinnen

Im Schatten des Kreuzes erwacht das Böse.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.12.2025
Die Lust auf den Film wurde schon mal dadurch gedämpft, dass ich zufällig den englischen Titel entdeckt habe: "The Priests 2". Bei "Dark Nuns" handelt es sich um eine Fortsetzung, deren erster Teil hierzulande nicht erschienen ist. Warum bleibt wohl schleierhaft, aber sollte er noch langweiliger sein, dann kann ich es vielleicht verstehen. Es war zwar mal erfrischend, zwei Nonnen als Exorzistinnen zu erleben, aber leider bremst der Regisseur deren eigentlich starkes Schauspiel aus und lässt sie nicht gut interagieren. Der Film bedient sich nur an den üblichen Klischees und ist erschreckend belanglos und vorhersehbar. Man merkt ihm ohne Weiteres zum Glück nicht an, dass er ein 2. Teil ist, doch rettet ihn das nicht. Die ganze Zeit dachte ich, es müsse doch noch ein Twist kommen oder irgendetwas von Bedeutung. Doch nö, wir sehen erst lange nichts und dann den Damen bei ihrem dialogreichem Gespräch mit dem Dämon zu, der dem Besessenen, wie üblich, böse Schimpfworte in den Mund legt und leichte Verrenkungen machen lässt. Das hat man aber schon hundertfach besser und vor allem in bleibenden Bildern gesehen. "Dark Nuns" geht ein wenig auf die Komplikationen mit der katholischen Kirche ein und bringt auch mal die Zusammenarbeit mit buddhistischen Schamanen ins Spiel, was löblich und interessant ist. Aber spannend oder abwechslungsreich ist das kaum und von Horror findet sich im Grunde gar nichts. Fazit: Langweiliger Exorzismus von der Stange, der mehr auf Drama denn auf Grusel setzt und dem Genre so gut wie nichts Neues hinzufügt. Ganz knappe 3 Sterne, die er seiner Hauptdarstellerin verdankt, die ich in der Rolle sehr gut fand.

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Der Admiral 2 - Die Schlacht des Drachen

Kriegsfilm, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.12.2025
"Der Admiral 2" ist ein Prequel, daher wäre es eigentlich verkraftbar, dass man den damaligen Hauptdarsteller, den begnadeten Choi Min-sik, gegen einen jüngeren ausgetauscht hat. Jedoch hat der so überhaupt keine Strahlkraft und geht in seinem eigenem Film regelrecht unter. Als westlicher Zuschauer hat man ohnehin so seine Schwierigkeiten mit Namen und Aussehen der Protagonisten, und hier wimmelt es nur so vor Admirälen, dass man lange Zeit nicht weiß, wer denn nun eigentlich Koreas großer Volksheld sein soll. Er wirkt wie ein Nebendarsteller und nicht wie eine Identifikationsfigur. Das hat der erste Teil deutlich besser gemacht und es ist sehr schade, das er hier gar nicht zur Geltung kommt und blass bleibt. Das wirkt sich auch auf die Dramaturgie aus, die nur spärlich vorhanden ist. Der Film beginnt zunächst träge, erklärt viel Historie und die ganzen Dialoge zur Taktik sind fast schon dabei, einen zu ermüden, da beginnt eine der famosesten Seeschlachten der Filmgeschichte, die eine satte Dreiviertelstunde beansprucht und noch dazu dem Zuschauer klar wird. Ja, die Schiffe sind recht schnell, das war auch bei Teil 1 ein Kritikpunkt, aber sei es drum: Die Schauwerte sind enorm, wir haben es mit opulentem Ausstattungskino zu tun. Natürlich gehts naturbedingt etwas pathetisch zu, aber der Film bekommt nun endlich sein Blockbuster-Prädikat. Fazit: Nicht ganz so imposant und dramatisch wir der Vorgänger, der ja im Grunde sehr, sehr ähnlich ist, und daher vielleicht Abnutzungserscheinungen auftreten. Als zweiter Teil einer Trilogie wirkt das Ganze dennoch wie aus einem Guss und ist wirklich großartig umgesetzt. Lediglich darstellerisch bin ich enttäuscht und dort fällt der Streifen auch deutlich spürbar ab.

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Superman

Sieh nach oben.
Action, Fantasy

Superman

Sieh nach oben.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.12.2025
Der Teaser verursachte noch Gänsehaut, das Endergebnis ist etwas ernüchternd. Tja, vielleicht verhebt man sich an Superman auch einfach nur. Ich finde, dass seine Geschichte in 2 Reeves-Filmen perfekt erzählt wurde. Mit ausreichend Respekt vor der Figur und dem ausgewogenem Quäntchen Humor. Schließlich kommt Comic von Komik und gehört dazu. Was James Gunn hier betrieben hat, ist...zumindest schwierig zu beschreiben. Respekt? Eher nicht. Humor? Leider von der falschen und ununterbrochenen Sorte. Bereits in der ersten Szene darf Krypto, ohnehin eine umstrittene Figur, seine Albernheiten zum Besten geben. Und so wirkt der Film oft wie eine Persiflage, wie eine Satire von Mel Brooks. Kinder haben es leichter, den Film gut zu finden. Erwachsene müssen schon etwas toleranter sein. Es kommt mir vor, als wollte man etwas zu viel und dadurch wirkt die Story etwas holperig und unzusammenhängend. Superman, der Mann aus Stahl, ist hier extrem verwundbar. Eine Sache, die man gut oder schlecht finden kann, wie Vieles am Film. Die Effekte sind gemischter Qualität, das CGI Baby ist allerdings grottig zu nennen. Trotz alledem sprudelt im etwas überladenem Drehbuch viel Fantasie und letztlich ist das Endergebnis kurzweilig und deutlich innovativer als die letzten immer gleichen Comicverfilmungen der Konkurrenz. Anders ist er jedenfalls. Fazit: Zwiespältig. Die Düsternis des Snyderverse ist von Albernheiten verdrängt worden. Beide Arten von Superman-Verfilmungen werden ihre Fans finden. Einem kunterbunten Comic kommt James Gunn aber näher.

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The Fantastic Four - First Steps

Willkommen in der Familie.
Action, Fantasy

The Fantastic Four - First Steps

Willkommen in der Familie.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.12.2025
Ich bin nicht mehr der richtige Ansprechpartner für Marvel-Filme. Sagen wir es mal so: Würde es nicht schon so um die 30 Filme und Serien im MCU geben, hätte ich "Fantastic 4" vielleicht ganz toll gefunden. Doch die Strahlkraft eines "Iron-" oder "Spiderman" wird nicht mehr erreicht. Die ersten Filme bis "Endgame" hatten noch Herz und Seele sowie interessante und abwechslungsreiche Stories. Jetzt ist alles nur noch 0-8-15. Jedes tödliche Drama findet doch noch eine gute bis kitschige Auflösung, jeder noch so übermächtige Bösewicht wird im Handumdrehen besiegt. Das wird auf Dauer langweilig. Meine Erwartungen, nämlich einen coolen Retrostyle Film mit witzigen Einfällen zu sehen, waren zu hoch. Ja, der Film gehört schon zu den besseren, aber es ist leider wirklich alles nur noch dasselbe und ich scheine satt zu sein. Ich kann auch nicht mehr akzeptieren, mit welchen abstrusen, unlogischen Mitteln man hier tätig werden will. Überall auf der Welt baut man ohne große Umstände Apparaturen auf, die ich nicht spoilern darf. Das ist selbst für das MCU zu hanebüchen und völlig hinkonstruiert. Aus der Story mit DEM Gegner hätte man 2 Filme machen können, aber man spurtet durch die Handlung, um möglichst schnell die Bedrohung zu besiegen. Was ist nun mein Fazit? Business as usual. Eine solide, gute Comicverfilmung aber im Endeffekt nur ein generisches, nahezu langweiliges, am Fließband entstandenes Puzzleteil eines nie enden wollenden Ganzen aus dem die Luft raus ist und das keinerlei Kreativität mehr besitzt.

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1942 - Ostfront

Kriegsfilm, 18+ Spielfilm

1942 - Ostfront

Kriegsfilm, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.12.2025
Laut Beschreibung soll es sich um eine wichtige Schlacht an der Ostfront gehandelt haben, nur gelingt es dem Film nicht so wirklich, dem Zuschauer das klar zu machen. Das umkämpfte Örtchen ist ein kleines Holzhüttendorf mit einer ziemlich pompösen Kirchenruine. Die strategische Wichtigkeit ist mir nicht so ganz klar. Ansonsten ist der Film, gerade für einen russischen Kriegsfilm, erstaunlich unpathetisch und teilweise gegegnüber den Politoffizieren sogar recht kritisch. Er hat deutliche Attribute eines Antikriegsfilms, da er keine heldenhaften Übertreibungen schildert, sondern schon gewisse Ausweglosigkeit aufzeigt. Er bemüht die üblichen Klischees, macht den Feind aber nicht zu einer unfähigen Witzfigur, sondern ist um Gleichberechtigung bemüht. Allerdings zieht sich die Story und bleibt reichlich höhepunktslos, was letztlich doch zu Langeweile führt. Fazit: Solider (Anti-)Kriegsfilm um ein Kapitel aus dem Russlandfeldzug. Gut ausgestattet und kaum propagandistisch plätschert die Erzählung aber ohne bleibende Momente vor sich hin.

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Puppet Master 7 - Retro Puppet Master

The Beginning - Die bösen Puppen lassen tanzen.
Horror, Fantasy

Puppet Master 7 - Retro Puppet Master

The Beginning - Die bösen Puppen lassen tanzen.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.12.2025
Wenn man überhaupt von "sehenswert" sprechen mag, dann sei gesagt, das diese "Empfehlung" sich nur an Freunde des reinen und wahrhaftigen Trash richtet: Nur die ersten drei waren bislang ok. Videobuster hat ja leider nicht das komplette und ungekürzte Ouevre im Programm, weswegen ich hier kurz sagen kann, dass die Teile 4 und 5 blutleere, furchtbar trashige, TV Produktionen sind, die sich schon wieder im Bodega Bay Hotel abspielen (gähn) und zum ersten Mal storytechnisch zusammen gehören, also fast einen Gesamtfilm bilden, dessen Aufbau (Rick wird zum neuen Puppetmaster) bereits im 6. Teil völlig ignoriert und fallen gelassen wird. Jener üble Film passt weder logisch noch stilistisch in die Reihe, während nun "Retro Puppetmaster" ein Pre-Prequel ist, also noch weiter in die Vergangenheit reist, in der die uns bekannten Puppen noch gar nicht existieren, wohl aber deren Vorgänger. Spätestens jetzt herrscht ein völliges Durcheinander voller Widersprüche zum bisher Erzähltem. Nichts passt mehr zusammen. Jedoch ist dieser Film wieder "gut". Er ist mit Aufwand inszeniert und hat ein komplexeres Drehbuch, was den Film etwas interessanter macht. Auf Spannung, Blut und Gore muss man allerdings traurigerweise verzichten. Fazit: Ärgerlich, wenn man der eigenen Kontinuität gar nicht folgt. Das Puplikum vermisst zudem die eigentlichen Hauptdarsteller, aber diese Vorgeschichte ist bislang die stilvollste und etwas weniger trashige Verfilmung der Reihe.

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The Menu

Die Speisekarte - Sorgfältig vorbereitet. Brillant ausgeführt.
Thriller, Drama

The Menu

Die Speisekarte - Sorgfältig vorbereitet. Brillant ausgeführt.
Thriller, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.12.2025
Ein wieder mal grandioser Ralph Fiennes in einem sehr skurilem und außergewöhnlichem Film. Er ist eine Mischung aus Agatha Christie Motiven und der Art von Filmen, wo mehrere Menschen auf engem Raum zusammentreffen, bzw. dorthin gelockt werden, um etwas zu erleiden. Das ganze ist mit viel schwarzem, aber sehr subtilem, fast unauffälligem Humor gewürzt. Eine Komödie kann man "The Menu" deshalb nicht nennen, eher eine schwarze Satire und treffsichere Gesellschaftskritik. Und die ist sehr anspruchsvoll zubereitet, so dass mancher Zuschauer sich langweilt und nicht bis zum Ende durchhält. Ja, Geduld wird benötigt, denn es wird mit gebührender Ruhe und Langsamkeit der ganze Zusammenhang aufgedröselt. Die Story ist nicht wirklich in der Realität verwurzelt, sondern eher überzogen. Der Dekadenz der reichen Gesellschaft und deren vernichtendem Verhalten wird hier ein Spiegel vorgehalten. Einzig das Ende war genau so erwartbar und ist überraschend unspektakulär und enttäuschend. Fazit: Anspruchsvolle, intelligente, ruhige Schauersatire, die irgendwie an die Dr. Phibes- und Escape Room Filme erinnert. Eine One Man Show von Ralph Fiennes, der hier extreme Ähnlichkeit mit Bela Lugosi hat, der diese Rolle wohl in den 30er Jahren übernommen hätte.

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Boy Kills World

Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Boy Kills World

Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.12.2025
Also manche Filme machen es einem echt nicht leicht. Fangen wir mal an, gewisse Ähnlichkeiten zu beschreiben: Ich hoffte auf sowas wie "Shoot 'em up" mit Clive Owen oder "Ready or not" mit Samara Weaving, bekam aber fast sowas wie eine wilde Mangaverfilmung. Ja, "Boy Kills World" hat ein paar gagreiche Guilty Pleasure Momente, strengt aber den Zuschauer extrem an durch absolute Hektik und vor allem schrille Synchronisation. Allen voran die ständige Erzählerstimme aus dem Off, die die Gedanken des eigentlich taubstummen Protagonisten widergibt. Der erweist sich durch diesen Kniff als ziemlich enervierendes Plappermaul. Es wird also pausenlos kommentiert und palabert. Der Film ist angesiedelt in einer dystopischen aber nie ernst zu nehmenden Zukunft. Man muss schon so einige abstruse Filme, wie "Machete" oder "Ey Mann, wo is mein Auto" gewohnt sein, um den hier zu mögen. Und ich sage gleich: Ich mag den trotzdem nicht. Er möchte mit Macht, mit viel Action und cooler Musik ein Kultfilm sein, verleitet mich aber eher zum Abschalten. Zudem bin ich kein Freund von CGI Blut, das hier in Strömen reinpixelt. Es gibt ein paar lustige Sprüche und den ein oder anderen gelungenen Einfall. Am besten fand ich, dass man den legendären "Screaming Wilhelm" untergebracht hat. Das freut Filmfreaks. Ich kann das Gesamtpaket aber nicht gut finden oder war einfach nicht bereit für dieses skurile Filmchen, das in sinn- und endlosem, abartigem Gemetzel mündet. Man sieht hier auch, wie er die Kritiker spaltet. Ich fands schrecklich. Fazit: Experimentell, überzogen, brutal aber sehr nervig. Wird seine Fans finden, weil er sich natürlich hervorhebt aber etwas weniger Hektik und Albernheit hätte dem Film auch meine Zuneigung verschafft. So ist das trashiger Käse, der mir ordentlich auf den Keks gefallen ist.

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Puppet Master 3

Die Rache des André Toulon
Horror, Fantasy

Puppet Master 3

Die Rache des André Toulon
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.11.2025
Diesmal haben wir ein Prequel, also eine Vorgeschichte. Allein das sehr trashig dargestellte Berlin Anno 1941 ist schon spaßig anzusehen. Da hat man einiges an Utensilien zusammengetragen. Obwohl ich nicht so sehr ein Prequel-Fan bin, war die Entscheidung wohl goldrichtig, denn der Film bietet viel mehr Abwechslung als seine beiden Vorgänger. Es ist also tatsächlich bislang eine Steigerung festzustellen. Für Bondfans gibt es ein Wiedersehen mit "General Gogol", der sich hier mal so richtig mit ein paar barbusigen Damen vergnügen darf. Auch das Blutlevel wurde ordentlich erhöht. Natürlich ist dies reinster Trash. So gibts auch Schludrigkeiten wie sichtbare Fäden und einen toten Leutnant Stein, der post mortem unter zuckenden Augenlidern leidet. Das ist natürlich alles nur spaßig, wenn man dem Mumpitz was abgewinnen kann. Alle anderen (siehe auch die unterschiedlichen Meinungen hier) werden die Muppetshow des Grauens sowieso albern finden. Fazit: Bislang bester Teil des Franchise, da man mehr Budget zur Verfügung hatte und den Puppen auch ein wenig Hintergrund gibt.

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Star Abyss

Monsterangriff im All
Action, Science-Fiction

Star Abyss

Monsterangriff im All
Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.11.2025
Noch während der Cast in chinesisischen Lettern über den Bildschirm scrollt, erklärt uns ein Erzähler, was passiert ist und wirft uns sofort in die Story, ohne das diese irgendwie aufgebaut wurde. Sie räubert bei so manchem Klassiker und verheimlicht das nicht einmal. So ist ganz offen von einem Stargate und einer Enterprise die Rede. Texteinblendungen, die augenscheinlich nicht unwichtig sind, werden leider nicht übersetzt. Da tappt man dann im Dunkeln, sowie man überhaupt schwerlich begreift, was man da zu sehen bekommt. Sinn machts eigentlich nicht. Wir haben hier Manga-Ästhetik, alles sieht wie gelackt und comichaft aus. Die Darsteller agieren lust- und emotionslos, so wie der ganze Film wie eine runtergekurbelte Auftragsarbeit wirkt. Der Streifen ist überbelichtet und daher besteht der Verdacht, dass dies ein TV Film ist. Dafür sprechen auch die wirklich nicht gelungenen Special Effects. Ohne jederlei Atmosphäre und mit einem sterilen Look kommt überhaupt keine Stimmung beim Zuschauer auf, dem der ganze Budenzauber völlig egal ist und, wenn das Teil mal auf Tele 5 läuft, wahrscheinlich schnell umschaltet. Fazit: Schwer bis zum Ende durchzuhalten. Eine üble Gurke mit Laiendarstellern, schlechten Tricks und Plotholes, die aussieht wie eine Folge Star Trek aus den 90ern.

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Mission Impossible 8 - The Final Reckoning

Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen.
Action, Krimi

Mission Impossible 8 - The Final Reckoning

Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.11.2025
Ich bin der Meinung, dass die gesamte Geschichte, die sich ja über 2 Filme zieht und dieser hier zudem der längste des Franchise ist, viel zu lang und unübersichtlich ist. "Death Reckoning" habe ich schon nur knapp verstanden, weil die Figurenkonstellation recht wirr und komplex war. Jetzt setzt man einen drauf, indem man alle 8 Filme miteinander in Verbindung bringt. Nach gut 2 Stunden habe ich mir gesagt, dass es doch deutlich an Action und Humor fehlt, den der Vorgänger noch geboten hat. Nur stimmt das gar nicht, aber diese Art der Action könnte jetzt eigentlich nur noch Iron Man überleben. Sicher sind die Stunts mal wieder oberste Güteklasse. Auch die finale Auseinandersetzung sucht ihresgleichen. Dennoch sind die Zufälle und was man sonst aufgetischt bekommt (Stichwort U-Boot) schon recht unglaubwürdig und gehen in ihrer Menge mittlerweile auf den Geist. Alle sind zur rechten Zeit am rechten Ort und wenn er mitten in der Arktis liegt. Tode werden mit Klebeband und mitgebrachten Druckausgleichbehältern verhindert. Das ist schon sehr hinkonstruierter, starker Tobak, den man akzeptieren muss, um einen ansonsten erstklassigen Action-Blockbuster auch genießen zu können. Wirkliche Spannung mag nicht aufkommen, da es, ähnlich wie in einer Comicverfilmung, keine tragischen Konsequenzen und immer haarsträubende Auswege gibt. Fazit: Eindeutig zu lang, viel Expositionsgerede, reichlich Hanebüchenes und er schwächelt im Vergleich zum Vorgänger, der deutlich unterhaltsamer ist. - Dennoch feinste, handgemachte Action, die immer noch zum Besten gehört, was Hollywood zu bieten hat.

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Puppet Master 2

Die Rückkehr
Horror, Fantasy

Puppet Master 2

Die Rückkehr
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.11.2025
Da kann man mal sehen, wozu eine Indizierung in den 80er Jahren und eine FSK 18 nach Freigabe beitragen können: Zur Legendenbildung. Kaum zu glauben, dass dieses Franchise sich ungebrochener Beliebtheit erfreut. Teil 1 ( hier nicht erhältlich!) kann unmöglich dafür verantwortlich sein, denn er ist sterbenslangweilig, gar nicht mal so blutig und hat gehörige Plotholes. Teil 2 ist deutlich besser geraten, wenn auch das Setting im selben Hotel wie in Teil 1, nicht gerade für Vielfalt sorgt. Die mörderische Puppenhorde bekommt hier Zuwachs um eine wirklich coole Flammenwerferfigur, die sogar gegen Kinder zum Einsatz kommt. Das Blag hat es aber auch verdient. Gezeigt wird das freilich nicht. Der Produzent des Puppenterrors, Charles Band, ist bekannt für seine kostengünstig und trashig gestalteten Werke. So gibts hier ein paar mehr Ideen und man holt den eigentlichen Puppet Master zurück. Der sieht dann zwar aus, wie der klassische Unsichtbare, aber auf einfache Art und Weise funktioniert das Ganze noch. Ausgereift ist auch dieser Film nicht, hat erneut Plotholes oder sinnlose Figuren, die nur Kanonenfutter sind aber diesmal noch bessere Stop Motion Effekte, die den Charme des ganzen ausmachen. Fazit: Mit diesem Film (in der ungekürzten Version, aber so brutal ist er auch nicht) beginne ich den Kult zu verstehen. Billiger aber vom Design einfallsreicher Trash.

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Coma

Thriller, Krimi

Coma

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.11.2025
"Coma" ist ein klassischer Vertreter des Paranoia-Kinos der 70er Jahre. In dem Jahrzehnt sind viele solcher Verschwörungsgeschichten entstanden. Er ist prominent besetzt und wer genau hinschaut, der wird Ed Harris in einer Kurzrolle und, als einen der Komapatienten, sogar Tom Selleck entdecken. Allein wegen dieser ganzen Tatsachen und wegen seines Kultpotenzials ist das wohl ein 5 Sterne Kandidat. Warum gebe ich ihm dann nur 3? Weil er leider langweilig ist. Hier wird ganz viel Zeit mit Pillepalle, Gerede, etwas Sex und Langatmigkeit verschwendet. Vom Streifen bleiben wohl nur die von der Decke hängenden Opfer in Erinnerung. Ansonsten hat er einen einzigen Spannungsmoment, nämlich die Verfolgung im Krankenhaus mit all den Horrorelementen und erst im letzten Drittel, zum Finale, das dann vieles rettet, dreht Regisseur Crichton auf und zeigt, was die ganze Zeit hätte sein können. So wurde leider der sehr guten Story über lange Zeit der Nährboden entzogen, bis sie die Kurve kriegt. Gerade im Vergleich zu zeitgenössischen Filmen gleichen Genres fällt "Coma" etwas ab. Fazit: Sehr langsam in Fahrt kommender Verschwörungsthriller mit Starbesetzung, der natürlich ein Klassiker ist, aber viel Potenzial verschenkt.

ungeprüfte Kritik

Yeti, der Schneemensch

Das Geheimnis des Himalaya
Horror, Abenteuer

Yeti, der Schneemensch

Das Geheimnis des Himalaya
Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.11.2025
Wahrscheinlich hätte mich dieser Film als jungen Menschen, der heimlich das "Gruselkabinett" im 3. Programm gesehen hat, enttäuscht. Es handelt sich nämlich nicht um einen der typischen Monsterfilme jener Zeit, sondern um ein subtiles Kammerspiel in eisiger Kälte des Himalaya. Das meiste davon aufgebaut in den englischen Bray Studios mit dem Hammer-typischen Charme und in gewohnter Naivität. Trotzdem hat man hier eine beklemmende Atmosphäre geschaffen und der Film erinnert sogar an "Das Ding aus einer anderen Welt". Einzig und allein von seiner Spannung und dem guten Zusammenspiel seiner Darsteller lebt der Streifen, denn er macht wahrscheinlich aus einer Not eine Tugend: Man zeigt den Yeti im Grunde nicht! Jedenfalls nicht wirklich. Ich kann mir vorstellen, weil es für ein ausgereiftes Kostüm nicht gereicht hat. Alles richtig gemacht, denn so untermauert man den Mythos des unbekannten Wesens. Was für einen Film seiner Zeit überrascht, ist die Kritik an der zerstörerischen Menschheit und das der Yeti eben nicht als Monster gezeichnet wurde. Wenn man sich damit anfreunden kann, dass hier eher ein subtiles Bergsteigerdrama gezeigt wird und man die Erwartung auf ein Filmmonster alá "Schrecken vom Amazonas" weit zurückschraubt, dann bekommt man einen SW-Film der 50er Jahre, der einem zeigt, wie wenig man für einen packenden Film braucht. Fazit: Sehr atmosphärischer Grusler mit etwas Tiefgang und dem Charme vergangener Kinotage.

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Don't Buy the Seller

Thriller, Krimi

Don't Buy the Seller

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.11.2025
Der Film gehört nicht unbedingt zum Besten, was das koreanische Thrillergenre zu bieten hat, ist aber ein solider Streifen, der dennoch erfrischend "unamerikanisch" ist. Er schürt mal wieder Ängste vor der Unberechenbarkeit und möglichen Unsicherheit des Internets. Dabei bemüht er viele Klischees, ist zum Teil vorhersehbar und wird im letzten Drittel etwas unglaubwürdig, denn dann fragt man sich doch so langsam, warum man auf die Idee zur Überführung des Täters so spät kommt und sie dann so dermaßen dilletantisch umsetzt. Man sitzt also schon wieder mit der Hand vor der Stirn im Fernsehsessel und fragt sich, wie man (insbesondere die Polizei) so dumm sein kann. Das Drehbuch ist alles andere als clever, aber Spannung wird schon generiert und man macht mit dem Ansehen von "Don't buy the seller" zumindest nichts verkehrt. Fazit: Ansehbarer, schnörkelloser Korea-Thriller im Stile eines guten Fernsehkrimis.

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Spooky Night

Nachts im Horrorladen.
Kids, Fantasy

Spooky Night

Nachts im Horrorladen.
Kids, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.11.2025
Der Originaltitel gibt Aufschluss darüber, dass hier sozusagen übergroßes Productplacement betrieben wurde. Da wir hierzulande die "Spirit Halloween" Läden, die hier freundlich unterstützt haben, aber nicht kennen, merkts keiner. Kommt demnächst "Mc Donalds - The Movie"? Aber lassen wir uns davon nicht abschrecken. "Spooky Night", so der deutsche 😀 Titel, ist ein recht unterhaltsamer Gruselfilm für Kids um die 8 Jahre. Zwölfjährige gucken ja heutzutage schon "Squid Game", deshalb wird sie diese seichte und banale Gruselei nicht beeindrucken. Vergleiche mit den Goonies und anderen sind sehr gewagt, denn dies ist ein Streifen auf TV Niveau, der aussieht wie eine Folge "Warehouse 13". Also wirklich nichts, was in Erinnerung bleibt. Allenfalls das Ende hat mich doch ein wenig überrascht und so manches, was ich erwartet habe, traf dann nicht ein. Insofern ist das doch positiv. Ich wurde allerdings durch die Mitwirkung von Christopher Loyd gelockt, doch der ist praktisch verschenkt. Fazit: Abgesehen von der Schleichwerbung ein solider Kinderfilm aus dem Low Budget Bereich, der kurz vor dem "Süßes oder Saures Marsch" durch die Nachbarschaft für Kurzweil sorgt.

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Five Nights at Freddy's

Can You Survive
Fantasy, Horror

Five Nights at Freddy's

Can You Survive
Fantasy, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.11.2025
Vorab schon mal gesagt: Die unlizenzierte Verfilmung des Stoffes als "Willy's Wonderland" mit Nicolas Cage ist um Längen besser, weil ernsthafter, witziger und düsterer. Dieser Film hier ist ab 16 freigegeben doch eigentlich hätte man ihn bedenkenlos ab 12 freigeben können. "Five Nights at Freddy's" ist kindisch. Das ist nicht der erwartete Funslasher, denn dazu fließt entschieden zu wenig Blut. Der Streifen traut sich gar nichts, sondern langweilt mit einer immer wiederkehrenden Traumsequenz. Morde geschehen im Off und irgendwie gibt es gewaltige Unlogik und Plotholes. Das der Killer überhaupt noch frei rumläuft und nicht von "jemandem" (der dem Zuschauer alles erklärt) verraten wurde, der ausgerechnet einen entsprechenden Beruf hat, ist absurd. Ebenso, dass am Ende gar keine Festnahme stattgefunden hat. Das sind schon Plotkrater. Das die Geister mal erscheinen und mal animatronisch sind, erscheint mir auch völlig unlogisch, zumal sie auch noch Macht über Träume haben. Das sie dem Mörder hörig sind...all das und viel mehr ist haarsträubend. Natürlich ist der Film nicht ernst gemeint, aber er folgt auch keiner Linie. Mal blutarmer Horror, dann ganz nah am Kinderfilm, mal überzogen aber nie Komödie. Hat mir absolut nicht gefallen. Fazit: Unlogischer Schwachsinn. Optisch für die Spielefreaks vielleicht ansprechend und als Genreeinstieg für Kinder geeignet, aber...nee, da gehen mir echt so langsam auch mal die Worte aus....wie Nic Cage in der besseren Variante. Guckt lieber die.

ungeprüfte Kritik

Immaculate

Horror, 18+ Spielfilm

Immaculate

Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.11.2025
Eine wunderbare Werbung für die, nennen wir sie mal christliche Kirche, denn da gibts ja zig Ablegerarten. Sollte im Vatikan und Religionsunterricht gezeigt werden. Kann mir vorstellen, dass der katholische Filmdienst den früher verbieten hätte lassen wollen. Nun, man ahnt, ich habe meine eigene Meinung über den Verein. Und da ich die Geschehnisse in diesem Film für recht glaubwürdig halte, ist das ein echter Horrorfilm. Eigentlich ein Thriller, denn mit Geistern und Dämonen hat er nichts zu tun. Mich wundert ein wenig die gemeinsame Unterbringung von Männern und Frauen in diesem Kloster, aber ansonsten nehme ich ihm nahezu alles ab. Der Film ist bedrückend, erschreckend und schonungslos. Allerdings bis auf seine letzten Minuten sehr vorhersehbar. Wen, außer einem Gläubigen, überrascht denn wohl die Herkunft des Kindes, das man im Trailer besser nicht erwähnt hätte? Das die Grundstory so banal ist, machts mir schwer, Sterne zu verteilen. Dem gegenüber steht aber eine starke Atmosphäre und eindringliches Schauspiel. Und das ist dann doch deutlich über Durchschnitt. Fazit: Harter Nonnenhorrorthriller, der sein Ziel nicht verfehlt aber überraschungsarm ist.

ungeprüfte Kritik

Trick 'r Treat

Die Nacht der Schrecken - Süßes, sonst gibt's Saures!
18+ Spielfilm, Horror

Trick 'r Treat

Die Nacht der Schrecken - Süßes, sonst gibt's Saures!
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.10.2025
Galt mal als Geheimtipp und wird von Genre- und Halloweenfans geliebt. Jetzt fragt sich, warum genau. Sicherlich ist es die Verknüpfung vieler kleiner Episoden zu einem ganzen und auch zusammengehörigen Film. Wohlgemerkt, dies ist keine Anthologysammlung einzelner Stories, sondern sie bilden eine große Halloweengeschichte, die dadurch fast überladen wirkt aber auch ungemein kurzweilig und abwechslungsreich ist. Langsam werden Zusammenhänge offenbahrt und Blut fließt auch noch ordentlich. Überragend finde ich aber die einzelnen Geschichten eher weniger. Der Streifen ist nur als Gesamtwerk unterhaltsam. So einiges kommt doch etwas zu kurz, insbesondere die Werwölfe, die sich mal wieder reichlich merkwürdig transformieren. Dieses Teil ist wohl DER Halloweenfilm schlechthin, behandelt sehr schwarzhumorig viele Themen rund um Spuk, Vampire, Killer und Monster in einer einzigen Nacht. Fazit: Zur Berieselung auf einer Halloweenparty wegen komplexer Zusammenhänge ungeeignet. Zur Vorbereitung auf das Gruselfest dagegen sehr.

ungeprüfte Kritik

11:14 - Elevenfourteen

Dein Date mit dem Schicksal kann tödlich sein.
Thriller

11:14 - Elevenfourteen

Dein Date mit dem Schicksal kann tödlich sein.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 28.10.2025
Ein mal wirklich außergewöhnlicher Thriller, da er eine zwar zusammenhängende Geschichte aber dennoch Episoden erzählt. Um die titelgebenden 11:14 Uhr passiert etwas, das ständig Einfluss auf Geschehnisse einer scheinbar völlig aus dem Zusammenhang gerissenen anderen Geschichte hat. Entstanden ist durch diese Schnitttechnik, die praktisch parallel erzählt, eine überraschende Story, die alle offenen Fragen am Ende klärt. Das ist freilich nicht jedermanns Sache. Dadurch, dass der Film praktisch immer wieder zurückspult hat er sowas wie Zeitreisecharakter. Viel mehr darf man dazu auch nicht verraten. Man braucht gewisse Geduld und Aufmerksamkeit, die heutige Netflixer meist gar nicht mehr haben, um der gar nicht mal so wirren Geschichte zu folgen. Dann wird man so manche Überraschung erleben und so mancher, mit dem man vorher Mitleid hatte, entpuppt sich als ganz anderer Charakter. Fazit: Sehr gekonnt verwobenes Drehbuch, dass viele Wow-Momente hat und nicht nur am Ende überrascht. Clever und vor allem herausragend.

ungeprüfte Kritik

The Rock

Fels der Entscheidung - Entscheidung auf Alcatraz
Action, Thriller

The Rock

Fels der Entscheidung - Entscheidung auf Alcatraz
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.10.2025
Wenn man einmal davon absieht, welch komplexe Unterwelt mit Tunnelsystemen, Schienenfahrzeugen, Hängeloren und merkwürdigen Zahnradöfen man uns hier unter der Gefängnisinsel Alcatraz andrehen will, nimmt sich "The Rock" mit Unsinn und Übertreibungen wirklich wohltuend zurück. Das ist ein perfekter Actionfilm der 90er Jahre, weil er auch hochkarätig besetzt ist. Findige Filmnerds sind gar der Meinung, dass es sich um einen "heimlichen" Bondfilm handelt, da man tatsächlich zeitliche Bezüge zu den Connery-Bonds herstellen kann und er ja schließlich einen ehemaligen britischen Agenten verkörpert. Ed Harris ist ohnehin ein ewig unterschätzter Mime, der hier einen Bösewicht darstellt, dessen Motivation man plausibel nachvollziehen kann. Die Action ist noch handgemacht und ohne CGI und Greenscreen entstanden. Alles in allem bietet der Film fast pausenlose Action und zurückhaltenden Humor. Ich wollte 4 Sterne geben und habe dann überlegt, warum ich einen verwehren sollte. Schließlich bin ich großartig unterhalten worden und kann den Film auch immer wieder sehen. Fazit: Bruckheimer Action, bevor sie zu patriotisch und albern wurde. "The Rock" ist zeitloses, großartig besetztes Popcornkino und macht enorm viel Spaß.

ungeprüfte Kritik

Back to Black

Ihre Stimme. Ihr Leben. Ihre Musik.
Musik

Back to Black

Ihre Stimme. Ihr Leben. Ihre Musik.
Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.10.2025
Toll geschauspielert und bedingt interessant. Man hat auch die bekanntesten Songs untergebracht, die man nach diesem Film mit anderen Augen sieht. Sie sind persönlicher, als man ahnt. Amy Winehouses Geschichte ist tragisch, aber mal ehrlich, muss man das verfilmen? Es hätte eigentlich jeder Künstler ein Biopic verdient, denn so mancher Song ist natürlich aus persönlichen Erlebnissen heraus entstanden. Genau, wie viele "normale" Menschen ähnliche Leidenswege haben, für die sich nicht mal der Nachbar interessiert. Ich würde sagen, dies ist ein Special Interest Film für Leute wie mich, die Songs von Amy Winehouse mögen und durch den Film, etwas zugänglicher als durch eine Doku, von ihrem Leben erfahren möchten. Damals bekam man ihre Sucht praktisch live mit, merkwürdigerweise erinnere ich mich aber an keinen Blake, sondern an Pete Doherty, der mit ihr durch die Presse geisterte. Von dem jedoch kein Wort. Wann "passierte" er in ihrem Leben? Somit ist der Film reichlich unvollständig, fängt schon bei einem gewissen Bekanntheitsgrad ihrerseits an und hört noch vor ihrem Tod auf. Wenn eine Lebensgeschichte nicht ganz erzählt wird, warum verfilmt man sie dann? Und wie dicht bleibt man an der Wahrheit? Ich hab da so meine Zweifel. Es wirkt alles beschönt und verharmlost. Man kann die Leistung von Marisa Abela in der Rolle von Amy beklatschen, letztlich ist das aber eine nichtssagende Geschichte, die zwischen den Zeilen zumindest die Mitschuld der Presse hervorhebt. Fazit: Eindringlich gespielt doch ziemlich vorhersehbar, nicht nur, weil die Story wahr ist. Mir wurde zu viel weggelassen, das Amys Tragödie sicher noch vertieft und den Streifen gehaltvoller gemacht hätte.

ungeprüfte Kritik

Detective Dee und der Dämonenkult

Detective Dee und der mörderische Dämonenkult.
Abenteuer, Fantasy

Detective Dee und der Dämonenkult

Detective Dee und der mörderische Dämonenkult.
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 23.10.2025
Besser wirds nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Schlimmer gehts immer! Seit irgendeine Billigproduktionsfirma das Detective Dee Franchise übernommen hat, sind Luft und Qualität raus. Die Filme werden stetig schlechter, ähneln sich in Titel und Handlung inzwischen zum Verwechseln. Dieser ist noch schlechter als der Vorgänger und der bisherige Negativhöhepunkt in jeder Beziehung. Lachhafte Tricks wie aus einem 80er Jahre Musikvideo, Wackelkamera, Bildverfremdung und enervierend laute Musikuntermalung, die sämtliche Dialoge verschluckt, wie ich es noch nie erlebt habe. Der Ton wirkt komplett dumpf und unterdrückt, teilweise versteht man kein Wort, weil die Trommeln alles übertönen. Man baut hier überaus flachen Slapstickhumor ein und die männlichen Darsteller, allen voran ausgerechnet der des Dee, beherrschen nur einen einzigen Gesichtsausdruck. Eine absolut blasse, der Figur unwürdige Vorstellung. Das ist reinstes Low-Budget-Laientheater, bei dem man sehr schnell keine Lust mehr zum Zugucken hat und auch deshalb den Sinn der wirren, einfallslosen Handlung nicht versteht. Fazit: Die Megaenttäuschung! Der absolute Tiefpunkt. Eine billige TV Produktion ohne jeglichen Charme und jede Spannung. Technisch unausgereift, konfus und letztlich tödlich langweilig. Ich hab schon zweimal angekündigt, die Reihe abzuhaken aber immer hatte ich den berühmten Funken Hoffnung. Jetzt ist Schluss! Mit weiteren Dee-Filmen werde ich meine Zeit nicht mehr verschwenden, sondern lieber Tsui Harks grandiose Trilogie noch einmal sehen.

ungeprüfte Kritik