Kritiken von "videogrande"

Lies - Lust und Lügen

Der Roman als Pornografie verboten. Der Film ein erotisches Kunstwerk.
Drama, 18+ Spielfilm

Lies - Lust und Lügen

Der Roman als Pornografie verboten. Der Film ein erotisches Kunstwerk.
Drama, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.05.2026
Wirkt wie eine Pseudo-Dokumentation, weil die deutsche Synchro wirklich nicht gelungen ist und sich wie simultan übersetzt anhört. Es passt aber zur Kamera, die auf mich den Eindruck macht, als hätte man mit Super-8 gefilmt. Die Älteren unter uns mögen sich erinnern. Es ist eine überbelichtete Shakycam, also eine dilletantische, wackelige Angelegenheit, wie heimlich gefilmt. Das dürfte wohl Absicht gewesen sein, aber daraus resultiert eine miserable Bildqualität, in der es sogar teilweise digitale Treppchenbildung gibt. Kommen wir zum Inhalt. Ja, es geht schon heiß her. Da könnten Gerüchte aufkommen, die Darsteller hätten es wirklich getan. Als Zuschauer kommt man sich wie ein Voyeur vor, auch die Perspektive soll andeuten, dass man vom Türrahmen aus zusieht. Ein Akt jagt den nächsten und das weniger erotisch, als fast schon pornografisch. Dafür sorgt auch die derbe Wortwahl. Das Hauptthema, sexuelle Abhängigkeit und das Hineinrutschen in die Sado-Maso-Spirale, wird zunächst gut beschrieben, drischt sich dann aber im wahrsten Sinne ab. Ständiger Sex mit Popoklatsch ersetzt keine Story und das Ergebnis ist viel zu lang geraten. Fazit: Sehr freizügiger SM-Softporno der seinen intelektuellen Gehalt nur vortäuscht. Es geht nur um "das Eine" und man fühlt sich beim Zuschauen eher unwohl als angeregt.

ungeprüfte Kritik

Escape from the 21st Century

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.05.2026
Ein ziemlich wilder Streifen, den man wohl am ehesten mit "Scott Pilgrim" oder, um beim Asiakino zu bleiben, mit "Kamikaze Girls" vergleichen kann, wenn es um die Machart aus wilden Schnitten, Texteinblendungen und eingefügtem Zeichentrick geht. Das ganze ist experimentell, sureal, hat viele (zu viele) visuelle Einfälle und ich finde, man hat hier und da auch geklaut. So finden sich Figuren, die stark an "Southpark" erinnern oder eine Sequenz, die frappierende Ähnlichkeit mit dem Intro "Der phantastische Film" aus alten Fernsehtagen hat. Eigentlich ist das kein Film, sondern eine hektische Aneinanderreihung von videoclipartigen Szenen. Das hat tatsächlich seinen Reiz, steckt voller großer und kleiner Gags (z.B. die Frau, die nur von hinten zu sehen ist, auch auf ihrem Beerdigungsfoto), aber den roten Faden verliert man als Zuschauer schnell. Das liegt an der Masse an Effekten und am scheinbar zusammenhanglosem Inhalt. Und das macht das Durchhalten anstrengend. Auf seine Weise ist das sehenswert, andererseits wird der Normalseher verständlicherweise abschalten. Dieser übersprudelnde Film vergisst vor lauter Kreativität eine kurzweilige Handlung. Fazit: Mangaähnlicher, visuell überbordender Mix aus SciFy und Comedy, dessen Bilderrausch davon ablenkt, dass nicht viel Substanz dahintersteckt. Ganz knappe 3 Sterne, weil ich Asia-Fan bin und der Ideenreichtum einen Stern verdient.

ungeprüfte Kritik

Hooker

Die dunklen Geheimnisse eines Escort Girls.
18+ Spielfilm, Thriller

Hooker

Die dunklen Geheimnisse eines Escort Girls.
18+ Spielfilm, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.04.2026
Die Realität spiegelt der Film absolut nicht wieder. Die Philippinen sind ein Entwicklungsland. Wenn man so luxuriös lebt, wie hier gezeigt Mutter und Tochter, dann hat man's geschafft und gehört zu den oberen 10000. Das wahre Antlitz der Prostitution, die Armut, die dazu führt, all das beschönigt der Film extrem. Aber es soll ja auch keine Doku, sondern ein Erotikthriller sein. Nun ja. Nackte Haut bietet er. Aber ansonsten kann man kaum von Erotik und noch viel weniger von einem Thriller reden. Die Story ziiiieht sich ellenlang mit Dialogen, endlosem Gejammer und ohne jegliche Spannung. Das ganze erinnert eher an eine koreanische Soap, freilich mit Sex und Blut. Eine seltsame Mischung, die mir nur ein müdes Gähnen hervorlockt. Nach Sinn und Unsinn sollte man auch nicht fragen, denn Mamis Tötungsaktionen sind logikbefreit. Nach kurzer Zeit hab ich den schnellen Vorlauf gedrückt und bereut, nicht irgendetwas anderes in den Player gelegt zu haben. Fazit: Schlechte Darsteller, die schlecht synchronisiert wurden in einer schlecht inszenierten, laienhaft ausgeführten Verfilmung. Extrem langweilig - Schade um die Zeit.

ungeprüfte Kritik

Monster Summer

Abenteuer, Fantasy

Monster Summer

Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.04.2026
"Monster Summer" ist ein recht liebevoll gemachtes Teenager-Abenteuer-Gruselfilmchen, das Erinnerungen an die eigene Jugend weckt. Man findet hier viele, bekannte Motive wieder, die in den 80ern in Filmen wie "Stand By Me" oder den "Goonies" etabliert wurden: Sommerferien, Abenteuer, eine kauzige Mentorenfigur und kindgerechter Grusel. Klar, das hat man schon oft und auch oft besser gesehen, aber "Monster Summer" ist für eine neue Generation gemacht und sicherlich als Hommage gedacht. Ein Knaller mit bleibendem Erinnerungswert, so wie die Vorgenannten, ist nicht entstanden, aber ein schöner, im besten Sinne altmodischer, Kinder-/Jugendfilm, der mit Mel Gibson und Kevin James prominent besetzt ist. Was auffällt, ist irgendwie ein schnelles Durchrauschen der Geschichte. Da wäre sicher noch mehr drin gewesen. Fazit: Zwar hätte man das Drehbuch durchaus etwas temporeicher umsetzen können, dennoch ist ein nettes Filmchen mit Nostalgiefaktor entstanden, welches aber wohl nicht den Kultstatus seiner Vorbilder erreichen wird.

ungeprüfte Kritik

The Woman in the Yard

Lass sie nicht herein.
Horror, Thriller

The Woman in the Yard

Lass sie nicht herein.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.04.2026
"The Woman In The Yard" ist ein außergewöhnlicher und mit Köpfchen gemachter Horrorfilm. Doch was sind diese auch oft? Richtig, schwer zu verstehen. Man muss hier schon wieder alle Sinne beisammen haben um am Ende eventuell ein "Ach so ist das!" über die Lippen zu bekommen. Wenn die Auflösung zu verschwurbelt wird, kann einem das den Film schon versauen. Hier kam noch ein anderer Faktor hinzu: Nachdem der Film ganz stark und unheimlich beginnt und seine Zuschauer wirklich packt, obwohl kaum etwas passiert, lässt man ihn später in einem Dunkel versinken, dass man nichts mehr erkennen kann. Selbst Details, die wichtig für die Auflösung wären, werden verschluckt. Und das ist richtig ärgerlich. Ich denke, hier wollte man etwas zu intelektuell an die Sache herangehen und lässt dadurch eher verwirrte oder enttäuschte Zuschauer zurück. Atmosphärisch sehr gut gemacht, ist das ein Grusler für den Moment, den man morgen aber wieder vergessen hat. Fazit: Tolle Idee. Fängt ganz stark an, verursacht Gänsehaut und Unbehagen, doch endet dann fast in schwarzen Bildern, in denen man nichts mehr erkennen kann. Ein psychologischer Horrorfilm, der Einblick in eine depressive Seele geben will, aber einen Hauch zu wenig Horror bietet.

ungeprüfte Kritik

Anaconda

Für diese Komödie stehst du Schlange.
Abenteuer, Komödie

Anaconda

Für diese Komödie stehst du Schlange.
Abenteuer, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.04.2026
Wenn man das sehr trashige "Anaconda" Franchise liebt, ist dieser Film ja nahezu ein Muss, denn so viel Budget hat wahrscheinlich nicht mal das Original gehabt. Und schlimmer als die Gurken die danach kamen, kann es nicht werden. Dieser Streifen ist aber keine Fortsetzung und schon gar nicht ein ernst gemeinter Film. Er ist eine offene Hommage an den ersten Teil und wird auf der Metaebene ausgelebt. Das bedeutet, man geht im Film davon aus, das der Urfilm mit JLo wirklich nur ein Film ist, der innerhalb der Handlung ein Remake erfahren soll. Man hat sich für das Comedygenre entschieden und somit gibts des öfteren was zu lachen. Der Humor dürfte aber nicht jedermanns Geschmack treffen, denn er ist äusserst flach und kann auch seine Finger wieder nicht von Pinkelwitzchen unterhalb der Gürtellinie lassen. Von ein paar guten Schmunzlern abgesehen, habe ich nur bei einer Szene herzhaft gelacht und die wurde uns schon im Trailer angeteast, was schade ist. Ansonsten habe ich entweder meinen Humor verloren oder "Anaconda" ist einfach relativ unlustig. Erst gegen Ende geht das Trashherz auf, denn das Tempo steigt und man bekommt Cameos zu sehen, für die man auch nach Abspann sitzen bleiben sollte. Alles in Allem hätte man deutlich mehr draus machen können. Fazit: Vorhersehbare Komödie und witzige Hommage. Doch mehr als 3 Sterne sehe ich in diesem Werk nicht.

ungeprüfte Kritik

Oddity

Thriller, Horror

Oddity

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.04.2026
"Oddity" gehört zu den intelligenteren Horrorfilmen, die nicht mit polternden und blutigen Szenen auf billige und oberflächliche Effekthascherei aus sind, sondern ganz ruhig und leise eine unheilvolle Stimmung aufbauen und den Horror erst im Kopf des Zuschauers entstehen lassen. Das geschieht durch wohl dosiert eingesetzte Jumpsqares, Dunkelheit, in der man etwas zu sehen glaubt und mysteriöse Vorkommnisse, deren Geheimnis man ergründen will. Der Film packt, obwohl er im Grunde fast schon langweilt, aber man immer die Gegenwart von etwas Unheimlichen spürt. Nebenbei entspinnt sich die Story per Rückblenden, die Überraschungen parat haben. Gänsehaut ist des öfteren garantiert, Unterhaltung aber eher weniger. "Oddity" ist nicht kurzweilig oder außergewöhnlich und verlangt nach Aufmerksamkeit. Wer eine durch die Gegend torkelnde, mordende Holzfigur erwartet, muss sich auf etwas anderes gefasst machen, was mich überrascht hat. Ich verstehe, dass man ihn deshalb langweilig finden kann, letztlich erreicht er aber sein Ziel und beschert einen gruseligen Abend. Fazit: Atmosphärische Mischung aus Crime und Horror, die sich eventuell zurückhält und leider auch im wahrsten Sinne viel im Dunklen lässt, nämlich einige Fragen und manch kaum erkennbare Szene.

ungeprüfte Kritik

Lola

Kriegsfilm, Science-Fiction

Lola

Kriegsfilm, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 04.04.2026
Verdammich, nun hat mich die interessante Inhaltsangabe so gepackt, dass ich schon wieder nicht merkte: Dies ist so ein "Found-Footage" Mist. Das was mit dem Film nicht stimmt, merkt man schon am Menü und am unabhängigen Filmverleih. Und so hat der Zuschauer nun eine Tour de Force in schwarzweiß mit Wackelkamera und künstlich erstellten Störungen und Alterspigmenten vor sich. Jetzt hätte das Ganze tatsächlich überraschend gut sein können, wenn denn wenigstens die Szenen authentisch aussehen würden. Aber den meisten Bildern merkt man an, dass sie auf keinen Fall 1938 entstanden sind. Besonders auffällig, wenn dann Originalmaterial eingeschnitten wird. Erstaunlich, dass dies manchmal ganz gut gelungen ist. Die moderne Sprache, Aussehen und Verhalten der Schwestern sind völlig fehl am Platze und zerstören die Glaubwürdigkeit. Ich habe bis zum Ende geguckt und nun muss mein Fazit erfolgen. Die Idee finde ich super! Die Umsetzung steckt aber voller Logiklöcher, und auch als Found-Footage haut es wegen eingestreuter Songs nicht so recht hin. Zeitreisefans und für Experimente offene Zuschauer mit Geduld können sich das Teil gern ansehen, aber als Realfilm wäre die Idee wesentlich besser umgesetzt gewesen.

ungeprüfte Kritik

The Old Woman with the Knife

Nach dem koreanischen Bestseller-Roman 'Frau mit Messer' von Gu Byeong-mo.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm

The Old Woman with the Knife

Nach dem koreanischen Bestseller-Roman 'Frau mit Messer' von Gu Byeong-mo.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.03.2026
"The old woman with the knife" ist ein sperriger Titel, der aber Fans des asiatischen Kinos neugierig macht. Vorab verraten: Eine zweite "Lady Vengeance" ist das nicht. Ich fühlte mich eher, aber nur wegen der Kameraeinstellung von hinten, an die "Sasori" Filme erinnert. Dieser Film ist ruhig, sentimental mit sparsam dosierter Action. Durch Rückblenden entwickelt sich eine interessante Geschichte, die zunächst wirklich fesselnd ist, sich dann aber im letzten Drittel doch etwas zieht. Dies ist eventuell die realistischere Variante von "R E.D." Die einstige Profikillerin wird älter, kann sich aber gut behaupten, bis sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Gespielt wird diese Rolle hervorragend. Endlich darf man wieder eine emotionale Bindung zu einer Filmfigur aufbauen und mitleiden. Leider ist die Inszenierung streckenweise sehr dunkel gehalten, so das einiges vom Schwarzgrau verschluckt wird. Es gilt wie so oft: Normalseher werden ihre Schwierigkeiten haben, Asiafans mit Geduld haben einen Film vor sich, der nicht unbedingt ein Must See ist, der aber doch über dem Durchschnitt rangiert. Fazit: Gutes Koreakino mit Tiefgang und trotzdem jeder Menge Blut, dem gegen Ende leicht die Puste ausgeht.

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Companion - Die perfekte Begleitung

Eine etwas andere Liebesgeschichte - Finde jemanden, der wie für dich gemacht ist.
Thriller

Companion - Die perfekte Begleitung

Eine etwas andere Liebesgeschichte - Finde jemanden, der wie für dich gemacht ist.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.03.2026
Erwartet hatte ich eine weitere Variante von "Meghan" und insbesondere "Subservience" und bin deshalb absolut positiv überrascht von der völlig anderen Herangehensweise. Gegenüber den üblichen "Android dreht durch"-Streifen erweist sich "Companion" als nahezu philosophisch und intelligent. Er verpackt Themen wie sexuelle Ausbeutung, Sklaverei und im weitesten Sinne auch die alte Menschheitsfrage "Woher kommen wir?" In seiner nachdenklich machenden Geschichte, die man so nicht unbedingt kommen sieht, auch wenn ich bei einer Person allein wegen des Aussehens einen Anfangsverdacht hatte. Die darstellerische Leistung der Hauptperson ist imposant. Sophie Thatcher gibt eine absolut sympathische Vorstellung mit viel Hingabe. Und letztlich ist das Szenario, wenn auch weit weg von technischer Machbarkeit, eine realistische Zukunftsversion, in der wir immer materieller werden und alles automatisiert ist. Wer also nicht immer dieselbe, oberflächliche Actionorgie um "böse" Roboter sehen will, sondern auch mal ein paar Hintergedanken einfordert und sich über gut platzierten Humor freut, ist bei "Companion" gut aufgehoben. Fazit: Eine wohltuende Überraschung. "Companion" setzt weniger auf extreme Spannung oder Ballereien und kommt ruhig, aber dafür mit Tiefgang daher, der nicht zu kopflastig (ähnlich bei "Exmachina") ist.

ungeprüfte Kritik

Heretic

In seinem Spiel bist du nur eine Figur.
Horror, Thriller

Heretic

In seinem Spiel bist du nur eine Figur.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.03.2026
Endlich wieder ein sehr packender und dabei noch interessanter Film mit provokanten Thesen. Wer hätte gedacht, das Hugh Grant einen Psychpathen derart diabolisch und mit diebischer Freude am Spiel darstellen kann? Die Thesen, die er als Mr. Reed in den Raum stellt und die Vergleiche von Brettspielen und Plagiaten mit den Weltreligionen sind ein gefundenes Fressen für alle, die der Kirche und dem Glauben so rein gar nichts abgewinnen können. Hier wurde scheinbar sehr gut recherchiert. Alle drei Darsteller spielen überzeugend und es macht sich eine beklemmende, hochspannende Atmosphäre breit, die auf den Zuschauer übergeht. Leider übertreibt man gegen Ende und es wird zu dick viel Unglaubwürdiges aufgetragen. Was da im Haus letztlich vorgeht kann man nur mit viel Toleranz akzeptieren. Der Spannungsaufbau wird durch immer absurder wirkende Twists etwas ausgehebelt. Aber eines steht trotzdem fest: Es ist unheimlich. Fazit: Intelligent gemachter, atmosphärischer Horrorfilm mit interessanter Thematik, der aber am Ende völlig unnötig die Klischeekiste öffnet und dadurch bös an Glaubwürdigkeit verliert.

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Mickey 17

Zu sterben ist sein Alltag.
Science-Fiction

Mickey 17

Zu sterben ist sein Alltag.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.03.2026
"Mickey 17" schien eigentlich ein sehr vielverprechender Science Fiction Film. Der Regisseur hat sich einen guten Ruf erarbeitet, aber eben nicht im Mainstream. Dessen muss man sich bewusst sein. Der Film ist mehr eine parodistische Metapher. Schräg humorvoll, sehr makaber. Fast schon pervers, in nichtsexuellem Sinne. So weit erstmal ganz gut. Aber ich muss feststellen, dass, sobald Regisseur Bong Joon-ho mit Hollywood zusammenarbeitet, er sich scheinbar nicht wie in Korea entfalten darf. Nach recht kurzer Zeit wird der Film recht langatmig und seine 130 Minuten machen ihn nicht gerade zum Beispiel für Kurzweiligkeit. Auf diesen Film muss man sich vorbereiten und sich auf ihn unabgelenkt einlassen. Leider hatte ich die benötigte innere Ruhe nicht und war ziemlich schnell genervt. Zunächst von dem ewigen Voiceover, in denen "Mickey" mit uns, den Zuschauern, spricht und alles erklärt. Die Erzählerstimme legt sich störend über den ganzen Film. Jedenfalls bis dahin, wo ich sah, denn ich habe abgebrochen, bin aber bereit, ihm eine 2. Chance zu geben. Der nächste anstrengende Faktor ist Mark Ruffalo der außerhalb seiner Rolle als Hulk/Bruce Banner eigentlich nichts leistet. Bereits in "Poor Things" ging mir seine Performance auf den Keks und hier spielt er sehr ähnlich. Toni Colette an seiner Seite macht es nicht besser, ihr Talent wird vergeudet mit einer undankbaren Rolle. Einzig Robert Pattinson, der besser niemals den Edward in "Twilight" gespielt hätte, weil das seinen Ruf zerstört hat, kann ich etwas abgewinnen. Fazit: Steif und sperrig. Der Film ist ganz zäh inszeniert und wirkt aufgesetzt. Er hat wie so oft einen guten Kern, fällt aber auf die Nerven. Und das ist schade, denn die Story ist durchaus gut und verdient/benötigt ein aufgeschlossenes Puplikum. - Mal sehen, ob ich beim 2. Mal meine Meinung ändere.

ungeprüfte Kritik

Wonder Woman 1984

Fantasy, Action

Wonder Woman 1984

Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.02.2026
Gal Gadot als Wonderwoman ist immer noch eine Traumbesetzung. Leider kackt ihr 2. Solofilm gegenüber dem sehr gelungenen Erstling komplett ab. "WW 1984" ist zwar durchaus eine solide Comicverfilmung, wirkt aber über weite Strecken wie eine Persiflage. Gerade Pedro Pascal lässt seine Figur komplett überziehen und das 80er Ambiente wird nur in der Anfangszene verwurstet und wirkt wie ein klischeebeladenes "Best Of" jenes Jahrzehnts, welches sich danach verliert und kaum noch an die Eighties erinnert. Die Story ist auch nicht unbedingt beknackter, als bei manch anderen Comicverfilmungen aber gerade durch die "Wishmaster"-Reihe auch altbekannt. Alles wirkt irgendwie lächerlich und überdreht. Auch die Tricks sehen teilweise etwas cheesy aus. Die Rückkehr von Chris Pine ist ebenfalls hanebüchen. Und so hat der Film deutlichen Beigeschmack und steht tief im Schatten von Teil 1. Gegen Ende wirds kitschig, aber immerhin gibts ein Cameo zu sehen. Fazit: Ohne Gal Gadot hätte der Film weder Schauwert noch Daseinsberechtigung. Er hat Plotholes und ist komplett konstruiert. Als Fortsetzung ein Rohrkrepierer, der auch gewaltige Längen hat.

ungeprüfte Kritik

Love Hurts - Liebe tut weh

Mit deiner Vergangenheit kannst du nicht Schluss machen.
Action, Lovestory

Love Hurts - Liebe tut weh

Mit deiner Vergangenheit kannst du nicht Schluss machen.
Action, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.02.2026
"Love Hurts" ist in der Tat so eine Art "Nobody Light". Würde nicht auf dem Cover erwähnt, dass die Macher ihre Finger im Spiel haben, käme man unweigerlich schnell selbst auf die Idee, da gewisse Ähnlichkeiten vorhanden sind. Ein biederer Makler entpuppt sich als Einzelkämpfer. Nur leider ist es jetzt nicht mehr neu und irgendwie auch etwas zurückhaltend inszeniert. "Love Hurts" macht Spaß, aber nicht genug Spaß. Dem Streifen fehlt irgendwie das besondere etwas. Er plätschert etwas wirr vor sich hin und bietet recht wenige kultige Momente, obwohl das Drehbuch sich bemüht hat. Trotzdem hat der Film das Potenzial zum Kultfilm, weil er ein paar innovative Charaktere bietet, die teils skurril zu nennen sind. Was allerdings Sean Astin hier zu suchen hatte, erschließt sich mir nicht. Er spielt einen nichtssagenden Typen, dessen Anwesenheit irgendwie sinnlos ist. Für Ke Huy Quan ist das eine tolle Rolle, in der er entfernt an Jackie Chan erinnert. Seine Chemie mit Ariana DeBose mag zwar stimmen, aber als Lover gehen sie überhaupt nicht durch. Die Action ist ok, manchmal ahnt man aber die Drahtseile, an denen so mancher Stunt durchgeführt wurde. Fazit: Witzige und nicht alltägliche, dennoch unausgegorene Actioncomedy, die eher wie eine Fingerübung für einen größeren Film aussieht. Es mangelt an erinnerungswürdigen Momenten und man kocht auf Sparflamme, wenn auch mit den richtigen Zutaten.

ungeprüfte Kritik

Never Let Go

Lass niemals los - Eine einzige Berührung genügt.
Thriller, Horror

Never Let Go

Lass niemals los - Eine einzige Berührung genügt.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.02.2026
Die interessante Grundidee der Story führt dazu, dass man den ganzen Film über wissen will, was denn nun wohl Sache ist. Ganz gekonnt spielt der Film mit den Erwartungen der Zuschauer und immer, wenn man gerade überzeugt ist, dass alles einen realen Hintergrund hat, könnte dieses oder jenes doch auf etwas Übernatürliches hinweisen. Halle Berry beweist Mut zur Hässlichkeit und spielt die bigotte, strenge Mutter mit Hang zur Schizophrenie fast schon hassenswert. Ihre beiden Jungs geben auch eine grandiose Vorstellung in dieser Horrortour, die ständig unheimliche Atmosphäre austrahlt und ein stetiges, subtiles Spannungslevel hochhält. Die Absurdität und Skurilität der ständig angebundenen Familie ist ungeheuer packend, verstörend und unheimlich. Der reale Horror, die Gehirnwäsche der beiden Kinder und deren Folgen, der fanatische, religiöse Wahn, wurden fesselnd inszeniert und bis zum Ende wird nie ganz geklärt, was sich im Kopf abspielte und was nicht. Fazit: Ein sehr atmosphärischer Gruselschocker, der zum Nachdenken anregt und eine Dauergänsehaut produziert. Über das inkonsequente Ende kann man aber streiten.

ungeprüfte Kritik

Der Tiger

Wir ernten was wir säen.
Kriegsfilm, Deutscher Film

Der Tiger

Wir ernten was wir säen.
Kriegsfilm, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.02.2026
Das große Problem des Filmes ist, dass sein Hauptgenre eindeutig die Mystery-Ecke ist und wer sich auf einen Kriegsfilm freut, der dürfte leicht verwundert sein. Dennis Gansel ist ein authentisch ausgestatteter und mit hervorragenden Darstellern besetzter Film gelungen. Er hält sein Spannungslevel sehr hoch, nimmt den Zuschauer mit an Bord des klaustrophobischen Kastens und möchte natürlich an große Klassiker herankommen. Aber dann hätte man ihn besser ohne Hokuspokus gedreht, denn es gibt bereits sehr früh viele plumpe Anspielungen auf den Twist, der eigentlich niemanden überraschen dürfte. Nervig fand ich auch, dass man am Ende nochmal für die Streamer, die mit dem Handy beschäftigt waren, genau diese offensichtlichen Hinweise nochmal explizit auflistet. Man hält die Zuschauer also für blöd. Nebenbei ist der Film über weite Strecken sehr dunkel und das Ende ist einfach nen Tick zu apruppt, da man auf den Rest der Mannschaft nicht mehr eingeht, obwohl diese Charaktere das sehr verdient hätten. Ansonsten ist das aber ein atmosphärischer, unterhaltsamer Film. Fazit: Darsteller, Ausstattung und Story sorgen bis zu einem bestimmten Punkt für ein düsteres Kriegserlebnis. Die Wende ist allerdings vorhersehbar und macht vieles vom vorher gezeigtem kaputt.

ungeprüfte Kritik

Der Admiral 3 - Tödliche See

Abenteuer, Kriegsfilm

Der Admiral 3 - Tödliche See

Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.01.2026
Negativ auffallend ist zunächst einmal die Bildqualität. Während Teil 1 und 2 die Bezeichnung "High Definition" wegen gestochener Schärfe verdient haben, ist das Bild hier deutlich schlechter. Es grieselt und das verursacht auch Unschärfe. Schwer zu verstehen, warum das immer wieder passiert. Wir haben jetzt den dritten Darsteller in der Rolle des in Korea hoch vereehrten Admirals Yu Sun-sin. Er macht seine Sache bedeutend besser, als sein Vorgänger, denn er hat Präsenz, ein starkes Auftreten und bekommt viel mehr Tiefe und auch persönliche Rachegelüste als Motiv für seinen Durchhaltewillen. Der Film allerdings ist trotzdem der schwächste der Trilogie, denn er ist langatmig und erzählt ja auch im Grunde nicht viel Neues, außer das diese Schlacht nun bei Nacht stattfindet. Das hätte seinen optischen Reiz gehabt, aber durch das ständige Grieseln wird dem Zuschauer auch das verdorben. Zudem ist das Kampfgetümmel erstmals wirr und unverständlich und wer sich bisher über viel zu schnelle Schiffe beschwert hat, der bekommt hier nun wirklich die volle Kelle Übertreibung, gepaart mit viel Pathos. Fazit: Der famose Teil 1 hätte gereicht. Von Teil zu Teil hat sich die (auch diesmal toll und aufwändig inszenierte) Story mehr abgedroschen und endet nun fast in Langeweile. Das schneegleiche Gegriesel verdirbt dabei den letzten Funken Spaß.

ungeprüfte Kritik

Der Lorax

Der legendäre Waldmeister.
Kids, Animation, Fantasy

Der Lorax

Der legendäre Waldmeister.
Kids, Animation, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.01.2026
Es ist ein wenig schwer, als Erwachsener Kinderfilme zu bewerten, weil neue Generationen ja ganz andere Vorlieben haben. So kann ich ja zum Beispiel den Teletubbies oder Pokemon so rein gar überhaupt nichts abgewinnen. Trotzdem hab ich ein kindliches Gemüt und auch ein kleines, menschliches Stimmungsbarometer zu Hause, welches einzig und allein die Bettszene im Fluss belustigend fand und vor allem davon enttäuscht war, wie wenig der Lorax überhaupt in Erscheinung tritt. Es geht vielmehr um den Jungen Ashley, der aus seiner Matrix oder Trumanshow ausbricht und hinter die Kulissen schaut. Wer, wie wir, einen würdigen Nachfolger des Grinch erwartet hat, wird ziemlich enttäuscht. Die Story um Umweltzerstörung ist natürlich löblich, aber nicht wirklich kindgerecht umgesetzt. Sie wirkt düster und ist in Rückblenden erzählt, was die Kleinsten verwirrt. Die Pusteblumenwelt ist ein wenig strange und ich fürchte, dass der Film, mit seinen teilweise nervenden Musikeinlagen nicht ganz werkgetreu ist. Schwierig fand ich aber das ganze Szenario um den bösen Industrieonkel, der relativ brutale Bodyguards hat und der Focus auf eben dieser utopischen Stadt, den gierigen Bewohnern liegt und nicht dem Lorax gewidmet ist. Dieser kommt auch relativ "schwach" rüber, lässt sich von einer dicken Dame wegschleudern und ist weder witzig, noch eine Identifikationsfigur für die Kids. Fazit: Enttäuschend vor allem für Fans des Grinch. "Der Lorax" erzählt eine zu düstere, großteils unlustige, ja fast langatmige Geschichte und bindet seine Hauptfigur kaum ein. Wertvolle Botschaft hin oder her.

ungeprüfte Kritik

Der kleine Horrorladen

Komödie, Horror

Der kleine Horrorladen

Komödie, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.01.2026
Musicals sind nicht jedermanns Sache. Meine auch nicht. Für den "Little Shop Of Horrors" mache ich aber eine Ausnahme. Zum Einen ist die Musikrichtung (Blues, RocknRoll, Motown) zum größten Teil ein Volltreffer auf meinen Geschmack, zum Anderen sind brüllendkomische Szenen enthalten, die von famosen Gaststars dargeboten werden. Erwähnt sei hier beispielhaft nur Steve Martins Zahnarzt-Performance. Man darf im Zeitalter von CGI auch staunen, wie beweglich "Audrey II" als animatronische Puppe gestaltet wurde. Sie wirkt dadurch viel realer, als jeder Computer sie hätte erschaffen können. Die vielen Cameos namhafter Stars und die Umsetzung im Stile eines Bühnenstücks mit ersichtlichen Kulissen und gemalten Hintergründen machen wirklich Spaß und sind auf eine ähnliche Kultstufe zu stellen wie die "Rocky Horror Picture Show", freilich auf einem anderen Niveau. Mir wird hier etwas zu viel gesungen, aber der Humor machts wieder wett. Frank Oz hat eine schöne Musicalverfilmung geschaffen, die auf einem Originalfilm von Roger Corman beruht. Fazit: Die Creme de la Creme der typischen 80er Jahre Hollywood-Comedy gibt sich in dieser Hommage auf typische Broadwaystücke ein lustiges Stelldichein und hat einen Kultfilm erschaffen, den man liebt oder hasst.

ungeprüfte Kritik

Bloody Marie

Eine Frau mit Biss - Sie zu ignorieren ist schwer. Sie zu kennen ist tödlich.
Horror, Fantasy

Bloody Marie

Eine Frau mit Biss - Sie zu ignorieren ist schwer. Sie zu kennen ist tödlich.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.01.2026
John Landis ist eigentlich ein Qualitätsgarant. Was er sich allerdings bei "Bloody Mary" gedacht hat, erschließt sich mir nicht. Der Film wirkt ungeheuer altbacken und hat mich tödlich gelangweilt. Anne Parillaud darf sich zwar komplett nackig ausziehen, hat aber die erotische Ausstrahlung eines Paares Hausschuhe. Ihr Vampirhintergrund wird überhaupt nicht erklärt, ausser ein paar neckischen Leuchtaugen macht sich ihr Dasein auch kaum bemerkbar. Im Mittelpunkt stehen hier vielmehr die Gangster, die zu Blutsaugern mutieren. Aber was passiert denn eigentlich? Der Film plätschert öde vor sich hin, lebt nur von den vielen Cameos, Filmzitaten und Eastereggs, hat überhaupt keine Highlights aber immerhin ziemlich innovative Makeupeffekte, die wirklich toll aussehen. Lediglich leisen Humor, der nicht immer zündet und blutige Beißattacken zu unpassender Filmmusik darf man bewundern. Letztlich wandelt er sich noch zu einer kitschigen Lovestory. Seine FSK 18 verdient der Film durch ziemlich viel Blut und einige Brüste. Fazit: Müder, eintöniger Vampirfilm, der viele Gaststars auftreten lässt und Anspielungen auf andere Filme beinhaltet, dabei aber seine eigene Story vernachlässigt, bei der sogar der Soundtrack unpassend wirkt.

ungeprüfte Kritik

Evil Toons

Flotte Teens im Geisterhaus - Herzlos, grausam und nicht von dieser Welt.
Fantasy, Horror

Evil Toons

Flotte Teens im Geisterhaus - Herzlos, grausam und nicht von dieser Welt.
Fantasy, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.01.2026
Es beginnt sogleich mit einem dreisten Abkupferungs-Diebstahl, denn wir sehen ein Buch, welches dem berühmten Necronomicon schon auffällig ähnelt. In Händen gehalten von David Carradine, der seinem Vater als B-Movie-Horror-Star wohl nachkommen wollte. Zu tun bekommt er hier nicht viel mehr, als im Hintergrund zu stehen. Natürlich ist so ein Film trash. Wer hätte es gedacht? Und somit gehts jetzt darum, ob er einer bierseligen Meute den gebührenden Spaß bereiten kann. Die Antwort ist: Jain! Denn was man nicht unbedingt ahnte ist, dass es sich um eine Sexklamotte handelt, die ein wenig in die Kerbe der "Sorority Girls in the Slime Ball Bowl-o-rama" schlägt, nur viel unterhaltsamer ist und mit Monique Gabrielle mit einer hochkarätigen Erotikdarstellerin und ehemaligen Emanuelle besetzt ist. Das Zeichentrickvieh allerdings hat nur sekundenlange Screentime und ist somit eine Mogelpackung. Die Mischung aus Bugs Bunny und Eis am Stiel ist skurril und dämlich. Sie punktet bei männlichen Zuschauern einzig und allein durch haufenweise nackte Tatsachen. Heutzutage wird man schief angeguckt, wenn man solch sexistische Filme schaut, ich sage nur: Das waren noch Zeiten. Fazit: Relativ gut inszeniertes, absurdes Filmchen mit viel nackter Haut, dem billigen Versuch bei Roger Rabbit Trittbrett zu fahren, weniger Blut als gedacht und grenzdebiler Schauspielerei. Trashherz, was willst du mehr?

ungeprüfte Kritik

Nobody 2

Niemand ist unschlagbar. Niemand zerstört seinen Urlaub!
Action

Nobody 2

Niemand ist unschlagbar. Niemand zerstört seinen Urlaub!
Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 04.01.2026
Die Fortsetzung hatte ich herbeigesehnt...aber nicht unbedingt so. Teil 1 endete in Italien und es sah danach aus, dass Hutch dort erneut in Bedrängnis geraten würde. Doch statt man nahtlos weitermacht, arbeitet er wieder im Auftrage des Geheimdienstes, um seine Schulden (?) zu bezahlen? Und das ist nun reichlich hanebüchen, denn (ohne viel zu spoilern) die angeblichen Schulden sind im ersten Teil entstanden und sollen nun abgearbeitet werden. Das halte ich für großen Quatsch. Im weiteren Verlauf kommt es, wie es kommen muss und soll, denn wir erwarten ja nichts anderes. Es gibt reichlich auf die Glocke. Diesmal mit noch mehr Humor aber doch mit einigen Längen und keiner Steigerung. "NOBODY 2" hat nahezu denselben Storyaufbau wie der erste Teil, bis zum spaßigen Endkampf, wo Bruder und Grandpa wieder mitmischen dürfen. Gezündet hat das diesmal leider bei mir gar nicht, eben weil es manchmal schon ans Alberne grenzte, weil es sich teilweise hinzieht, weil ich was ganz anderes erwartet hatte und weil alles so gleich war, aber die Spannung und die gewisse Ernsthaftigkeit des ersten Filmes leider komplett raus waren. Zudem scheint ein weiteres Familienmitglied auch nicht unbeleckt zu sein. Doch dieser Einfall führt das bisher Gesehene ad absurdum. Wie dem auch sei, als unterhaltsames Guilty Pleasure ganz anständig aber kein Vergleich zum ersten Teil. Fazit: Im Grunde überflüssig, da der Film sich selbst kopiert und nichts Neues bringt aber eben noch Spaß macht. Einen 3. Teil brauche ich aber nicht und es gibt auch keine Postcreditscene, die darauf hindeutet.

ungeprüfte Kritik

Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.01.2026
Wer die John Wick Reihe nicht kennt, ist ziemlich aufgeschmissen, denn da dürfte doch tatsächlich das Verständnis für so manche Details komplett flöten gehen. Die ganze s.g. "Lore" um das Continental Hotel, die Ruska Roma, Schuldmünzen, Figuren wie Winston und letztlich John Wick selbst, wird hier als bekannt vorausgesetzt, bzw. gar nicht ausreichend beleuchtet. Man könnte bei "Ballerina" von Johns kleiner Schwester sprechen, denn dieses Spin Of ist tatsächlich kleiner, weniger kultig und prinzipiell nahezu überflüssig. Das Wick-Universum wird nur gering erweitert und man fragt sich sogar, ob es zeitlich logisch angehen kann, dass der Kultkiller hier in die Story hineinpasst, die parallel zum 3. Teil der Reihe angesiedelt ist. Optisch und akustisch passt der Film perfekt dazu. Die Action ist gut und blutig und steigert sich zu einem furiosen Finale mit bildgewaltiger Flammenwerferaktivität. Fans bekommen, was sie wollen, aber irgendwie hat man immer das Gefühl, nur eine abgespeckte, sehr ähnliche Variante zu Gesicht zu bekommen. Fazit: Nette Zugabe für Fans, die wahrscheinlich ebenso fortgesetzt werden wird. Ana de Armas als weiblicher Wick ist keine Enttäuschung aber aus der Story ist langsam die Luft raus. Wem das egal ist, der bekommt immer noch ein gewaltiges Actiongewitter.

ungeprüfte Kritik

Dark Nuns - Die Exorzistinnen

Im Schatten des Kreuzes erwacht das Böse.
Thriller, Horror

Dark Nuns - Die Exorzistinnen

Im Schatten des Kreuzes erwacht das Böse.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.12.2025
Die Lust auf den Film wurde schon mal dadurch gedämpft, dass ich zufällig den englischen Titel entdeckt habe: "The Priests 2". Bei "Dark Nuns" handelt es sich um eine Fortsetzung, deren erster Teil hierzulande nicht erschienen ist. Warum bleibt wohl schleierhaft, aber sollte er noch langweiliger sein, dann kann ich es vielleicht verstehen. Es war zwar mal erfrischend, zwei Nonnen als Exorzistinnen zu erleben, aber leider bremst der Regisseur deren eigentlich starkes Schauspiel aus und lässt sie nicht gut interagieren. Der Film bedient sich nur an den üblichen Klischees und ist erschreckend belanglos und vorhersehbar. Man merkt ihm ohne Weiteres zum Glück nicht an, dass er ein 2. Teil ist, doch rettet ihn das nicht. Die ganze Zeit dachte ich, es müsse doch noch ein Twist kommen oder irgendetwas von Bedeutung. Doch nö, wir sehen erst lange nichts und dann den Damen bei ihrem dialogreichem Gespräch mit dem Dämon zu, der dem Besessenen, wie üblich, böse Schimpfworte in den Mund legt und leichte Verrenkungen machen lässt. Das hat man aber schon hundertfach besser und vor allem in bleibenden Bildern gesehen. "Dark Nuns" geht ein wenig auf die Komplikationen mit der katholischen Kirche ein und bringt auch mal die Zusammenarbeit mit buddhistischen Schamanen ins Spiel, was löblich und interessant ist. Aber spannend oder abwechslungsreich ist das kaum und von Horror findet sich im Grunde gar nichts. Fazit: Langweiliger Exorzismus von der Stange, der mehr auf Drama denn auf Grusel setzt und dem Genre so gut wie nichts Neues hinzufügt. Ganz knappe 3 Sterne, die er seiner Hauptdarstellerin verdankt, die ich in der Rolle sehr gut fand.

ungeprüfte Kritik