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Kritiken von "6697mn" aus

143 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Die Macht des Bösen
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 13.06.2018
    Überflüssiger Film über die Nazizeit und das Attentat auf Heydrich. Was ein interessantes Psychogramm von Heydrich, seiner Familie und den Attentätern und dem, was sie motiviert hat, hätte werden können, verkommt durch die uninspirierte Regiearbeit zu einer Aneinanderreihung der bloßen Ereignisse, die den Zuschauer seltsam kalt läßt. Der Regisseur versäumt es nicht nur, seine Charaktere psychologisch zu entwickeln, sondern auch in die tieferen und interessanteren Facetten der Geschichte (Heydrichs Beziehung zu seiner Frau und Familie, Spannungen im Widerstandslager, Verantwortung für die Gefährdung von Dritten usw.) einzusteigen. Der Zuschauer schaut von außen auf die Geschichte des einzigen gelungenen Attentats auf eine Nazigröße, des Massakers von Lidice und die Entwicklung der Endlösung, ohne sich groß emotional investieren zu müssen. Nicht mal spannend und am eigentlichen Thema völlig vorbei!
  • Hereinspaziert!
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 01.03.2018
    Eigentlich mehr eine bitterböse Satire als eine Komödie. Vorurteile, Doppelstandards und Egozentrizität linksredender Intellektueller in Frankreich werden gnadenlos vorgeführt. Die "kulturellen Zusammenstöße" rechnen mit Heuchelei, Lippenbekenntnissen und bourgeoiser Arroganz ab. Allzu klischeehaft ist indes die Roma-Familie geraten und allzu nett das Ende. Die Darstellerriege leistet Hervorragendes, indem sie vermittelt, daß sie selbst nicht so recht an ihre Lebenslügen glaubt. Vergnüglich.
  • Krieg & Frieden
    Nach dem Roman von Leo Tolstoi.
    Drama, TV-Film, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 08.02.2018
    Längst überfällige Neuverfilmung von Tolstois Meisterwerk, aber leider wurde nur ein netter Kostümschinken daraus, der streckenweise langatmig ist. James Norton als Prinz Andrej ist ein klare Fehlbesetzung - mit seinem Sunnyboy-Ambiente schafft er es trotz dunkel gefärbten Haaren nicht, der Vielschichtigkeit und suizidalen Schwermut des Charakters gerecht zu werden. Lily James als zunächst alberne, dann reifere Natascha ist etwas überzeugender, am besten noch Paul Dano als Pierre , dessen Charakter im Film aber auch am besten entwickelt ist. Man hätte sich mehr von Nataschas innerem Dialog gewünscht, um ihrer Figur die Tiefe und das Gewicht zu verschaffen, die sie im Buch hat. So versteht keiner so recht, was Andrej und Pierre an ihr finden. Zu allem Übel hat diese Verfilmung noch ein riesiges kulturelles Problem - die Charaktere scheinen alle aus einer Jane-Austen-Verfilmung entsprungen ("Shall I call for tea?"), von russischer Schwermut, Unbändigkeit, Leidenschaft und "Seele" ist nicht viel zu spüren, und das können auch einige eingesprengte Liedchen und Volkstanzszenen nicht ändern. Im Großen und Ganzen ist die Fassung mit Audrey Hepburn immer noch die bessere, wenn auch etwas verstaubt. Man fragt sich, warum kein der russischen Kultur näher stehender Regisseur sich an eine Neuverfilmung macht.
  • Hampstead Park
    Aussicht auf Liebe
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 02.02.2018
    Völlig belangloser Altersliebe-Film ohne Tiefgang. Ist zwar ganz nett, Diane Keaton und Brendan Gleeson zuzusehen, wie sie sich verlieben, aber die darum herum gebaute unterentwickelte Handlung mit voraussehbaren Ende kann keinen anderthalbstündigen Film tragen. Die Nebencharaktere bleiben extrem blaß und Schauspieler wie Leslie Manville und James Norton bleiben völlig hinter ihren Möglichkeiten zurück. Es drängt sich der Verdacht auf, daß man aus den zugkräftigen Namen Gleeson und Keaton Kapital schlagen wollte, ohne eine richtige Filmidee zu haben. Auf Dauer einfach langweilig.
  • Die Buntkarierten
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 19.01.2018
    Ausgezeichnet besetzter früher DEFA-Film, der deutsche Befindlichkeiten vom Kaiserreich bis zur Nachkriegszeit anhand einer Generationen überspannenden Familienchronik einer Arbeiterfamilie aufzeigt. Die Charaktere sind fein gezeichnet und schlüssig entwickelt, die Handlungen nachvollziehbar, die Tragik der Schicksale berühren. Verzichtet wird noch auf all zu offene Propaganda und plakative Aussagen der Protagonisten im Sinne des Sozialismus , u.a. bei einem Gewerkschaftsführer, dafür gibt es dem Milieu des kleinen Mannes entsprechende Sozialkommentare, die durchaus glaubhaft wirken und auch so zum Nachdenken anregen. Allein die Thematik der Judenverfolgung unter der Naziherrschaft wird für den heutigen Geschmack etwas zu lapidar abgehandelt - war wohl noch zu nah dran. Sehenswert.
  • Der Duellist
    Im Auftrag des Zaren
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 20.12.2017
    Völlig überflüssiger Film über den Vorläufer eines Hitman im zaristischen Russland, der für Geld Duelle für andere ausführt. Das Drehbuch macht den Eindruck, als wäre es erst beim Drehen des Films entstanden und so sind implausible Wendungen der Handlung und konfuse Rückblenden an der Tagesordnung. Die Schauspieler agieren z. T. laienhaft und unprofessionell, inklusive der wohl unglaubwürdigsten Sexszene der Filmgeschichte in einer Kutsche. Das Ganze ist nicht mal ein opulenter Kostüm- oder Historienschinken, da die Schauplätze auf ganz wenige Orte reduziert immer dieselbe Straßenszene oder Hintergrund zeigen - soll wohl St. Petersburg sein, dies ist aber durch nichts erkennbar. Der Charakter des Protagonisten ist in keinster Weise schlüssig, das Ende lächerlich. Unbedingt vermeiden.
  • Einsamkeit und Sex und Mitleid
    Komödie, Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 15.11.2017
    Schlecht geschauspielerte und z. T. zusammenhanglose Szenen mit pubertärem Humor (als ob das Erwähnen oder Zeigen von Nacktheit, Gewalt, diversen Sexualtechniken per se lustig wäre!), der oft ins Geschmacklose abgleitet. Ein witziges Vorkommnis (Schuhe weg im ICE) macht noch keinen Film. Schräg wäre ein zu positiver Ausdruck. Das Ganze wirkt wie die Erstsemester-Abschlußarbeit einer drittklassigen Filmhochschule. Diesen Film braucht niemand.
  • 40 Tage in der Wüste
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 02.11.2017
    Neben unzähligen Verfilmungen der Passion mal ein Film über einer andere Periode aus dem Leben Jesus - das Fasten in der Wüste mit seinen drei Versuchungen. Trotz zum Teil gelungener Effekte (z.B. wird der Teufel auch von Ewan McGregor gespielt, als eine Art Alter Ego von Jesus) verliert man schnell das Interesse an der Geschichte - zu platt sind die diffusen "modernisierten" Versuchungen, zu offensichtlich ist der in der Familie präsente Vater-Sohn-Konflikt, der der seinen eigenen widerspiegeln soll und zu unschlüssig das Ende. Wenn hier etwas gezeigt oder aufgearbeitet werden sollte, ist nicht klar was, und um die Gültigkeit der Jesusgeschichte in der heutigen Welt zu zeigen, ist das Setting nicht modern genug.
  • Berlin Syndrom
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 20.10.2017
    Spannender Thriller, der vielversprechend beginnt und die Spannung auch lange Zeit hält, während sich die Rollen zwischen dem Psychopathen, der potentiell auch ein Mörder ist oder sein könnte, und dem Opfer, das zwischen Verzweiflung, Mut, Resignation und Gegenwehr oszilliert, langsam entwickeln. Leider wird dann ab etwa der Mitte des Films viel zu schnell klar, worauf das ganze hinauslaufen soll, und eine Aneinanderreihung von im letzten Moment vereitelten Fluchtversuchen bringt keine zusätzliche Spannung mehr und zieht den Film unnötig in die Länge. Die Auflösung erscheint unplausibel und konfus - ohne zuviel verraten zu wollen. Der Film unterhält zwar streckenweise sehr gut, ihm fehlt aber letztendlich Stringenz in der Handlungsentwicklung. Falls der Titel an das Stockholm-Syndrom angelehnt sein soll, ist er ist völlig irreführend.
  • Salt and Fire
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 21.09.2017
    Schwülstige Dialoge, mystisches Geschwafel über Zukunft und Vergangenheit , unglaubwürdige Charaktere und ein aus modernen Problematiken (Umweltdesaster, Vulkanausbrüche, Schwellenland, industrielle Ausbeutung, korrupte Regierungen...) zusammengewürfeltes Drehbuch machen diesen Film zu einer Tortur. Verronica Ferres scheint mit ihrer Rolle völlig überfordert - ist vielleicht kein Wunder bei den ins Banale abgleitenden Selbstgesprächen, die sie führen muß - und der Rest der Darstellerriege, allen voran Gael Garcia Bernal , bleiben hinter ihren Möglichkeiten völlig zurück. Ein spannender Film über diese hoch brisanten Themen sieht anders aus. Die am Ende übergestülpte Sozialkritik - arme, erblindete, einheimische Kinder, die der Gier multinationaler Konzerne zum Opfer fallen - wirkt aufgesetzt und ist voraussehbar. Sollte man sich wirklich sparen.
  • The Girl from the Song
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 12.09.2017
    Dies ist an sich eine ganz charmante, wenn auch ein bißchen kindische Liebesgeschichte und hätte nicht gebraucht, daß man ihr auch noch den Orpheus-und Eurydike-Mythos überstülpt, der letztendlich auch überhaupt nicht greift. Ob man den Film gut findet oder nicht, hängt davon ab, ob man einen Bezug zum Burning Man Festival findet oder nicht. Große Teile des Films zeigen einfach das Festival und bieten für Leute, die noch nie da waren, einen interessanten Einblick. Für mich wurde ziemlich schnell klar, daß ich da jetzt nicht mehr hin muß.
  • Lion
    Der lange Weg nach Hause.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 31.07.2017
    Leider hält der Film nicht, was er verspricht. Der erste Teil, wohl noch der beste, da die Not der Kinder spürbar ist und berührt, ist im Verhältnis zu dem Rest des Films etwas zu lang geraten . Danach gerät die Geschichte aus den Fugen. Weder der schwierige Bruder noch die verständnisvolle Freundin überzeugen, da sie in der Geschichte lediglich eine untergeordnete Rolle spielen und keine nennenswerte Funktion haben, aber in endlosen, ins Leere führenden Szenen langweilen. Die Problematik von Adoption, enttäuschten Erwartungen, Stress bei schwierigen Kindern und die Auswirkungen auf die Familie wird nur oberflächlich angerissen und nie weiterverfolgt und verkommt zur Staffage. Die zunehmende Obsession des Hauptcharakters, Mutter und Bruder zu finden, ist zwar psychologisch nachvollziehbar, hat aber kaum Wirkung auf den Zuschauer, da das einzige filmische Mittel, das dem Regisseur einfiel, um die Not des Charakters zu zeigen, darin lag, ihn zunehmend ungekämmter wirken zu lassen. Der Schauspieler wirkt, was Mimik und Körpersprache anbetrifft, völlig überfordert, um ein solches Trauma darzustellen. Das Ende ist Schmalz vom Feinsten. Unterdurchschnittliche Verfilmung einer an sich interessanten Geschichte.