Kritiken von "spiegelblicke" aus Krefeld

Der Teufel trägt Prada 2

Komödie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Auch ich wollte kurz nach Sichtung des Trailers unbedingt die Fortsetzung des wahnwitzigen "Der Teufel trägt Prada" sehen und war mit einer der ersten, die sich eine Kinokarte gesichert hatte.

Umso mehr enttäuschte mich das Filmerlebnis - langatmig, neu aufgewärmt und ein Riesentamtam um eine viel zu kleine Story. Die Wiederbegegnung mit den Hauptfiguren des Vorgängers ist natürlich ein ähnliches Vergnügen wie Miranda in ihrem Kampf mit der allzu angepassten "politisch korrekten" Sprache bewundern zu dürfen - leider scheint das Drehbuch jedoch um diese Ideen wahl- und ziellos herumgeschrieben worden zu sein. Wirklich unterhaltsam wie fesselnd sind fast ausschließlich die Szenen mit Meryl Streep, der Rest ist leider zu 95% vorhersehbar.

Für mich kein Film, den ich erneut ansehen möchte.

ungeprüfte Kritik

Extrawurst

Wer grillt hier wen?
Komödie, Deutscher Film

Extrawurst

Wer grillt hier wen?
Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Zum Großteil durchaus amüsant, bösartig und treffsicher - leider stellenweise trotz der überzeugenden und miteinander funktionierenden Besetzung etwas zu künstlich in die Länge gezogen. Der Witz des ewigen Rückzugs zur Besprechung in kleiner Runde wird ähnlich überreizt wie das Finale, welches kein krönender Abschluss, sondern einfach nur peinlich ist.

Nichtsdestotrotz werde ich den Film, den ich seinerzeit im Kino sah, bei Gelegenheit nochmals zu Hause schauen - Einzug in das heimische Dvd-Regal erhält "Extrawurst" allerdings nicht.

ungeprüfte Kritik

Sorry, Baby

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
"Sorry, Baby" war nicht ganz das, was ich mir aufgrund der Handlungsbeschreibung sowie dem Trailer erhofft hatte - was nicht bedeuten soll, dass der Film allzu sehr enttäuscht. Statt auf große Gefühle, pompöse Zusammenbrüche und dramaturgische Offenbarungen zu setzen, agiert "Sorry, Baby" insgesamt zurückhaltend, leise und in sich gekehrt; quasi als Spiegelbild der Protagonistin.

Vieles, was war, bleibt Andeutung und somit der Interpretation des Zuschauers überlassen - mit einer gewissen Ratlosigkeit in mehreren Hinsichten über den Abspann hinaus wird man leben müssen.

"Sorry Baby" macht gewiss vieles richtig, wird jedoch jene, die thematisch nicht aus-welchen-Umständen-auch-immer näher dran an psychosomatischen Entwicklungsfeldern sind, schlichtweg kaum erreichen können.

Ein wenig mehr Erklärung oder Detailreichtum hätte dem Gesamtkonzept gewiss gut getan - was bleib, ist indes eine Sichtung, bei der man abschließend das Gefühl davonträgt, nichts halbes und nichts ganzes gesehen zu haben.

ungeprüfte Kritik

The Home - Forbidden Floor

Never Die Young
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm

The Home - Forbidden Floor

Never Die Young
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Perfider horresker Thriller, über den man gewissermaßen kaum ein Wort verlieren darf, um nicht den wesentlichen Knackpunkt vorwegzunehmen. Dass etwas im Altenheim nicht stimmt, ist dem Protagonisten wie auch dem Zuschauer gleichermaßen rasch klar - vorbildlich hier die falschen Fährten und Verdachtsmomente, die die Drehbuchautoren umzusetzen wussten. Darstellerische Leistungen überzeugen hier bis ins letzte Detail, was man von der dargebotenen Logik naturgemäß nur bedingt sagen kann. "Home - Forbidden Floor" setzt auf eine düstere, beklemmende Atmosphäre, verzichtet auf ausufernde Gewaltexzesse und punktet (für Genrefans) mit detailliert dargestellten Offenbarungen.

Ich persönlich kann dem Ausgang des Ganzen nur bedingt etwas abgewinnen; für eine einmalige Sichtung empfiehlt sich das Gesamtwerk jedoch durchaus.

ungeprüfte Kritik

Kindergarten Cop

Als Polizist kennt er keine Angst - bis er im Kindergarten untertaucht...
Komödie

Kindergarten Cop

Als Polizist kennt er keine Angst - bis er im Kindergarten untertaucht...
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Seinerzeit der absolute Knaller - lustig, schuldig, unterhaltsam und pflichtschuldigst ein wenig actionreich mit einer Prise Romantik. Schaut man sich das ganze heute erneut an, ohne in nostalgischer Stimmung zu sein, fühlt man als Zuschauer womöglich eher einen Deut Fremdscham und kann über das ein oder andere, was nicht lustig gemeint war, lachen.

Im Grunde genommen ein in die Jahre gekommener Klassiker, der zweifelsohne dennoch irgendwie Spaß macht.

ungeprüfte Kritik

All Inclusive - Willkommen im Luxus

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Durch die Beschreibung wie auch Trailer hatte ich mir durchaus einen amüsanten Filmnachmittag erhofft, wurde jedoch leider mit einer überdrehten, überalbernen Umsetzung konfrontiert. So unterhaltsam die Ausgangsidee auch gewesen sein mag, so wenig glaubhaft oder gar fesselnd bleibt das Gesamtwerk an sich. Wenn Kinder einem ausgebüchsten Kaninchen hinterherjagen ist dies genauso wenig spannend wie der gefühlt 500te Aufenthalt im Pool und die verpuffende Ermahnung des Familienvaters, rücksichtsvoll und leise zu sein. Eine wirklich handfeste Story, von der man gefesselt sein könnte, gibt es nicht - das Anwesen selbst ist das Interessanteste des Ganzen. Für erwachsene Zuschauer zu harmlos, zu albern, zu seicht - für jüngere hingegen vermutlich zu uninteressant.

ungeprüfte Kritik

Dann passiert das Leben

Drama, Deutscher Film

Dann passiert das Leben

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Dass Loriot gewiss weder der erste, noch der letzte gewesen ist, der sich über den Eintritt in das Rentenalter mit bissigen Wahrheiten lustig machte ohne die Ernsthaftigkeit der dahinter liegenden Tragik verstecken zu wollen, dürfte auf den jüngeren Zuschauern bekannt sein. "Dann passiert das Leben" setzt dem Ganzen noch eine besondere Note auf, in dem die Thematik der Fahreflucht zum Dreh- und Angelpunkt von Ritas und Toms weiterem Leben einzieht. Die eher unaufgeregte Umsetzung ist ähnlich Still wie die Beziehung des Paares - immer trostloser, einsamer, ruhiger und in sich selbst verloren wirkend plätschert "Dann passiert das Leben" ein wenig vor sich hin, ohne jedoch langatmig oder gar langweilig zu werden. Gewiss mag man als Zuschauer die Protagonistin allzu gerne einmal schütteln, sie vehement zu einer Aktion oder zumindest Reaktion auffordern.... doch die Ahnung, wenn nicht gar das Wissen, dass das Gezeigte allzu authentischer Natur ist, bleibt. Wer durch die Besetzung mit Anke Engelke auf ein vorrangig amüsantes Filmspektakel hofft, wird eines besseren belehrt - "Dann passiert das Leben" geht unter die Haut und verstört nicht zuletzt in vielerlei Facetten, ohne auf eine hollywoodreife Gefühlsexplosion zu setzen.

ungeprüfte Kritik

Über den Fluss und in die Wälder

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway.
Drama, Lovestory

Über den Fluss und in die Wälder

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
"Über den Fluss und in die Wälder" wurde erst mit deutlicher Verzögerung hierzulande veröffentlicht - es verging sogar so viel Zeit, dass mir bis zur Sichtung die besondere Note der Dreharbeiten entfallen war: Liev Schreiber, der hier den depressiven und todranken Cantwell spielt, erfuhr wärhend des Entstehungsprozesses des Filmes, dass sein eigener Vater den Kampf gegen seien Krankheit aufgab und Sterbehilfe ersuchte. Der Zuschauer, der dies im Hinterkopf hat, bildet sich zumindest ein, die Melancholie, die den Film und insbesondere den Protagonisten umgibt, noch ein wenig mehr zu fühlen, so dass die gesamte Stimmung noch etwas düsterer wird. Eine Düsterniss, die die Contessa zwischenzeitlich immer wieder zu vertreiben scheint, so dass "Über den Fluss und in in die Wälder" nicht einfach ein rätselhafter, düsterer Abschied ist, sondern ebenfalls helle, hoffnungsvolle Momente in sich trägt. Dass streng genommen in dem Gesamtwerk nicht allzu viel passiert, muss man als Zuschauer verkraften; ich selbst empfand den Film tatsächlich manchesmal als schwerfällig bishin langatmig. Viele Fragen bleiben offen, waren vermutlich nie beabsichtigt, geklärt zu werden - erneut ein Film somit, der den Zuschauer über den Abspann hinaus beschäftigt, bedauerlicherweise jedoch etwas darstellt, bei dem die letzte Raffinesse fehlt.

ungeprüfte Kritik

Ready or Not 2

Alles oder nichts
Horror, Thriller

Ready or Not 2

Alles oder nichts
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Im Kino leider mal wieder verpasst, habe ich mir kurzentschlossen direkt die DVD bestellt und wurde nicht enttäuscht. Nach einem etwas schwerfälligen Anfang vermochte "Ready or not 2" mich völlig in seinen Bann zu ziehen, wenngleich ich gestehen muss, dass mir diese ganze überirdisch-sektenartige Begründung etwas zu viel des Guten war. Pluspunkt sammelt auch hier die Besetzung (großartig: Elijah Wood als quasi-Testamentsvollstrecker), so dass "Ready or Not 2" auf lange Strecken unterhält wie auch (schwarzhumorig) amüsiert. Den Seitenhieb auf "Herr der Ringe" mag man sich einbilden, den ersten Teil des Filmes hingegen sollte man gesehen haben, um der Fortsetzung, die recht nahtlos anknüpft, folgen zu können. So viel Blut hier auch spritzt, so zurückhaltend ist "Ready or Not 2" überwiegend mit der Darstellung von Brutalität. Der Verzicht auf möglichst eklige Großaufnahmen kommt der Atsmosphäre zu Gute, die unterschiedlichen Charaktere, die sich in dem Gesamtwerk versammeln, tragen jeweils ihren Reiz inne - der Ausgang des Gesamtwerks lässt wie üblich Raum für eine Fortsetzung, die man sich jedoch nur sehr sehr bedingt wünschen dürfte. Für mich eine gelungene Ergänzung zum Vorgänger, die ich mir durchaus beizeiten erneut ansehen werde.

ungeprüfte Kritik

Therapie für Wikinger

Der letzte Wikinger
Komödie, Krimi

Therapie für Wikinger

Der letzte Wikinger
Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Mads Mikkelsen in einer abermals neuen, ungewöhnlichen Rolle, die man ihm jedoch in jeder Sekunde des Films abnimmt. Die Themen Bankraub, Persönlichkeitsstörungen, Geschwisterzusammenhalt und Lebensträume in einen Film zu packen, der gleichzeitig spannend, traurig, ernsthaft, unterhaltsam, melodramatisch und dabei stets kurzweilig ist, ist gewiss nicht einfach - über den Großteil des Gesamtwerkes ist den Machern jedoch genau dies gelungen. Die gewählte Besetzung lässt hier über manche Schwächen, in denen das alles doch etwas zu konstruiert und ansatzweise albern wird, hinwegsehen - es fällt schwer "Therapie für Wikinger" zu beschreiben, ohne viel zu viel vorwegzunehmen oder gar nur die richtigen Worte zu finden. Tatsächlich hätte ich mir das Ganze vermutlich ohne Mads Mikkelsen nicht angeschaut und bin rückblickend betrachtet über die Sichtung froh, stellt das Gesamtwerk druch aus einen Film dar, der lange auf vielerlei Weise nachhallt.

ungeprüfte Kritik

Das Drama - Noch mal auf Anfang

Du bist herzlich eingeladen!
Drama, Lovestory

Das Drama - Noch mal auf Anfang

Du bist herzlich eingeladen!
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Dass Spiele wie "Wahrheit oder Pflicht", "Ich hab noch nie" oder ähnliche Varianten davon oftmals zu Streit statt Spaß führen, zeigt auch "Das Drama" auf perfide Weise, geht es hier bei einem bis dato entspannten Abendessen um die große Beichte einer Tat, die man noch nie jemanden gebeichtet hat. Dass, was Emma offenbart, hält ihr Verlobter Charlie zunächst für einen makaberen Scherz - doch je mehr Emma erzählt, desto weniger weiß Charlie, was er von ihr und der bevorstehenden Hochzeit noch halten soll. "Das Drama - nochmal auf Anfang" zog mich als Zuschauer von der ersten Szene an in seinen Bann, wenngleich Charlies Art, in allem zuerst einmal etwas lustiges zu sehen, hier und dort ein wenig anstrengend ist. Emma indes wirkt tiefgründiger, facettenreicher, emotionaler und auch verletzlicher - naturgemäß wird nicht jeder Zuschauer einer Meinung sein, wie er auf Emmas "Geständnis" selbst reagiert hätte. Die Entscheidung der Drehbuchautoren, den Film nicht allzu ernst, sondern auch witzig zu gestalten, steht sich meiner Meinung nach des öfteren im Weg, dreht das Ganze insbesondere im Finale viel zu sehr auf, um zu guter Letzt doch wieder ans Herz zu gehen. Schade, denn eigentlich habe ich hier einen sehr sehr guten Film vorgefunden, der jedoch durch die hineingepressten Albernheiten ein wenig zu viel von seinem Charme und der eben doch notwendigen Ernsthaftigkeit verlor.

ungeprüfte Kritik

Roofman - Der Hochstapler

Basierend auf wahren Begebenheiten. Und falschen Entscheidungen.
Krimi, Drama

Roofman - Der Hochstapler

Basierend auf wahren Begebenheiten. Und falschen Entscheidungen.
Krimi, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.08.2026
Durchgängig spannender, dramaturgisch ausgefeilter und auch bisweilen ansatzweise romantischer Film.
Tatsächlich kann man als Zuschauer kaum glauben, dass sich die filmische Umsetzung stark an der Realität orientiert (bzgl. dem eigentlichen Rückzugsort in einer Zwischenwand drückt man gerne ein Auge zu). Die Spielzeit vergeht wie im Fluge, die Darsteller agieren allesamt überzeugend. Der Nebeneffekt, dass man mit dem eigentlich "Bösen" mitfiebert, macht nochmal einen ganz besonderen Charme des Gesamtwerks aus.

Mir persönlich hat "Roofman" besser gefallen als erwartet, so dass ich hier auch gerne eine Weiterempfehlung aussprechen kann.

ungeprüfte Kritik

Atmen

Drama

Atmen

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
"Atmen" entpuppt sich als schwerfälliger Film; der Dialekt tut sein Übriges dazu. Dadurch, dass Roman überaus verschlossen ist und seine Arbeitgeber wie auch Kollegen ihm im Grunde alles zweimal sagen müssen, bis er reagiert, fällt es mir als Zuschauer schwer, nicht eher von ihm genervt zu sein statt irgendwie eine Sympathie aufbauen zu können. Leider gibt sich "Atmen" auch nicht besonders viel Mühe, den Zuschauer mit einer Hintergrundgeschichte abzuholen oder bspw auch nur zu erklären, warum Roman stets das Schwimmbecken für sich alleine hat und wo er diesen Luxus als Häftling überhaupt genießen kann. Die Konfrontation mit der Vergangenheit gestaltet sich als ebenfalls sehr nüchtern in die Story gepresst - bis zuletzt ist mir weder klar, was mir der Film nun eigentlich vermitteln sollte, noch ob ernsthaft vom Zuschauer erwartet wird, hinsichtlich einer Aussetzung der Strafe zur Bewährung die Daumen zu drücken.

ungeprüfte Kritik

The Assessment

Drama, Science-Fiction

The Assessment

Drama, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
"The Assessment" kommt mit einem einzigen Ort des Geschehens aus, was die bedrückende Zukunft der Erde und deren nahezu vollends isolierter Bewohner der "neuen Welt" in besonderer Weise untermalt. Durch die Handlungsbeschreibung hatte ich mir den Film völlig anders vorgestellt - ein Aspekt, der in diesem Fall keienswegs negative Auswirkungen hat. Die Kammerspielhaftigkeit, die Kulisse sowie die Konzentration auf das Wesentliche sorgen für eine dichte wie auch düstere Atmosphäre. Die Gesetzgebung, sich für eine Schwangerschaft "bewerben" zu müssen fühlt sich ähnlich kalt an wie die Gutachterin Virginia, die sieben Tage gemeinsam mit dem Paar Mia und Aaryan verbringen muss, um zu ihrer Einschätzung gelangen zu können. Je weiter die Zeit voranschreitet, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Beobachtung, Bewertung, Beeinflussung und Manipulation, deren Motive man bis zuletzt nur erahnen kann. "The Assessment" gewinnt viel durch die Besuchsszene, wird dem Zuschauer hier nochmals verdeutlicht, dass Gutachter wie Virginia üblich geworden sind und sich somit lediglich für den Filmgucker völlig befremdlich anfühlen. Stete kleine Hinweise auf eine drohende Zuspitzung unterschiedlicher Natur impfen dem Gesamtwerk weitere Spannung ein - manches holt die Protagonisten wieder ein, anderes verraucht buchstäblich. Weiterer Pluspunkt für die Offenbarungen, die die Macher nachlegten, als man eigentlich schon mit dem Abspann gerechnet hat. "The Assessment" hat mich persönlich vollumfassend überzeugt; agiert dieser berührend, dramaturgisch, spannend, bedrückend wie auch bedrohlich - und leider längst nicht mehr so utopisch, wie der moderne Mensch der alten Welt es sich einzureden versucht.

Ein Werk, welches noch Tage nach der Sichtung nachhallt.

ungeprüfte Kritik

Wenn der Herbst naht

Ein goldener Herbst im Burgund. Ein fatales Versehen. Oder war es kein Versehen?
Drama

Wenn der Herbst naht

Ein goldener Herbst im Burgund. Ein fatales Versehen. Oder war es kein Versehen?
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
"Wenn der Herbst naht" empfand ich gerade durch die ruhige Erzählweise als einen völlig fesselndern Film, der nach und nach seine innewohnenden Geheimnisse offenlegt.

Dadurch, dass längst nicht alle Fragen beantwortet werden, bleibt das Gesehene noch lange im Gedächtnis und liefert durchaus Diskussionsbedarf wie auch die Möglichkeit unterschiedlicher Interpretationen. "Wenn der Herbst naht" ist gewiss kein Beitrag, den das breite Publikum, welches auf ationreiche Spektakel und pure Unterhaltung ohne Mitdenk-Zwang aus ist, bejuben wird.

Jene Front jedoch, die eher stille Werke voller kleiner großer Geheimnisse nebst Anschudligungen, in denen man sich in vielerlei Hinsicht zu verliehren droht zu nehmen weiß, nimmt Teil an einem irgendwie außergewöhnlichen Drama, welches selbst die härtesten Konfrontationen leise verpackt und umso inniger wirken lässt.

ungeprüfte Kritik

Chuck

Der wahre Rocky
Drama

Chuck

Der wahre Rocky
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
Zugegeben - "Chuck" habe ich beinahe ausschließlich aufgrund meiner fanatischen Bewunderung für Liev Schreiber angesehen, befand die mir völlig unbekannte HIntergrundgeschichte hinsichtlich der "Rocky" Filme jedoch auch in sich interessant. Die Umsetzung hätte hier und dort ein wenig mehr Feinschliff, nicht zuletzt ein wenig mehr Präsenz von Chucks Partnerin vertragen; geht das Gesamtwerk jedoch durchaus unter die Haut und vermag abschließend mit einer Aufnahme des echten Chuck Wepner nebst eingeblendeten Texten für eine gewisse melancholische Nachwirkung zu sorgen.

"Chuck" agiert ohne erhobenen Zeigefinger, zeigt einzelne Misstände wie auch vergessene Umstände auf und schafft es dennoch, dabei unterhaltsam und bisweilen locker-leicht zu agieren.

Für mich einer der überraschendsten Filme, die mir bis zur tatsächlichen Sichtung völlig unbekannt waren.

ungeprüfte Kritik

Immer wieder Dienstag

Ein Erlebnis für alle Sinne - großes Kino aus Schweden.
Komödie, Lovestory

Immer wieder Dienstag

Ein Erlebnis für alle Sinne - großes Kino aus Schweden.
Komödie, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
"Immer wieder Dienstag" hält sicherlich keine großen Überraschungen hinsichtlich Inhalt, Entwicklung und nahezu ultimativen Happy-End parat, unterhält jedoch erstaunlich gut und läasst sich wunderbar in nahezu jeder Stimmungsausgangslage anschauen.

Mag sein, dass das Zielpublikum überwiegend weiblicher Natur ist, die story irgendwie schon x-mal da war und viel zu viel konstruiert wirkt - dennoch (oder gerade dadurch?) fühlt sich "Immer wieder Dienstag" wie ein notwendiger Wohfühlfilm an, den ich nicht zuletzt Dank der überzeugenden darstellerischen Leistungen und dem Wechselbad der Emotionen gerne gesehen habe.

ungeprüfte Kritik

Shakma

Der Killer-Pavian - Von Natur aus aggressiv!
18+ Spielfilm, Horror

Shakma

Der Killer-Pavian - Von Natur aus aggressiv!
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
"Shakma" ist einer der Tierhorrorbeiträge, die durchaus älter wirken, als sie sind - von der Umsetzung und dem überhektischen Schauspiel her hätte man auch auf ein Werk der 80er Jahre tippen können.

Wirklich bahnbrechend spannend wird "Shakma" nur in wenigen Szenen, liegt dies allerdings auch daran, dass man eben jene story so oder so ähnlich zwischenzeitlich bereits etliche Male hat sehen können.

Die Spielzeit von 100Minuten fühlt sich tatächlich länger an; geschieht hier viel zu lang gewissermaßen immer wieder das selbe, während ich mich überdies des Eindrucks nicht erwehren kann, dass auch manche Aufnahmen doppelt in den Film geschnitten wurden. Der Ausgang des Films überrascht leider ebenso wenig, wie den einzelnen Figuren Tiefe eingeimpft wurde - zum einmaligen Ansehen für Genrefans reicht "Shakma" durchaus aus; ein fester Bestandteil in meiner Sammlung wird er allerdings nicht werden.

ungeprüfte Kritik

Bernadette will töten

Thriller, 18+ Spielfilm

Bernadette will töten

Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
Dass eher niedrige Budget ist "Bernadette will töten" gewiss anzusehen, dessen ungeachtet empfand ich den Film durchaus als gelungen und zugkräftig.

Naturgemäß muss der Zuschauer ein Faible für diese nicht ganz ernstgemeinten, schwarzhumorig angehauchten und etwas überzogenen Filme haben, versteht "Bernadette will töten" zweifellos zu unterhalten und wie nebenbei ein wenig (bis viel) Gesellschaftskritik zu äußern.

Die Wendungen sind nicht unbedingt vorhersehbar, der Splatter-Aspekt nicht zu überbordernd und die Story gewissermaßen glaubwürdig und glaubhaftig - mir persönlich hat das Werk zur einmaligen Sichtung durchaus gefallen.

ungeprüfte Kritik

Good Luck, Have Fun, Don't Die

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
"Good Luck, Have Fun, Don't Die" hält meiner Meinung nach, was der Trailer verspricht - ein wenig (bis viel) absurd, temporeich, schwarzhumorig, spannend und actionreich hat mich das Gesamtwerk von der ersten Minute an in seinen Bann gezogen. Den eigenwilligen bishin schwarzen Humor muss man mögen, überdies sollte auf der Hand liegen, dass man nicht nach jedem kleinen Logikloch akribisch suchen muss ."Good Luck, Have Fun, Don't Die" bietet eine eigenwillige Story an, die somit zwangsläufig die ein oder andere Überraschung bereit hält und lediglich in Maßen vorhersehbar sein darf.

Die Besetzung überzeugt, die Dialoge sind gelungen, das Ende auf eigene Art perfide - mir hat das Ganze tatsächlich besser gefallen, als ich eingangs erwartet hätte.

ungeprüfte Kritik

Zitronenherzen

Deutscher Film, Fantasy, Komödie, TV-Film

Zitronenherzen

Deutscher Film, Fantasy, Komödie, TV-Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
"Zitronenherzen" hätte ein nostalgisch angehauchter, wunderbarer Wohlfühlkitschfilm mit ein wenig Tiefgang werden können, der ei im Idealfall ein wenig auf die Tränendrüse drückt. Leider wirkt das Gesamtwerk hingegen deutlich überzogen, bisweilen peinlich und derartig konstruiert, dass sich der Zuschauer selbst unfreiwillig in die Geschichte hineingezogen fühlt. Die Konfliktsituation zwischen Mutter und Tochter hatte durchaus Potential, wartet man von Anfang an auf die große Offenbarung, was die Famiile derart entzweit hat und ersehnt sich ein ähnliches Unterhaltungsprogramm wie Publikationen a la "Big", "Freaky Friday" oder gar "Zurück in die Zukunft" es zu erschaffen vermochten.

"Zitronenherzen" hingegen wirkt einfach nur platt, teilweise schlecht geschauspielert (Stichwort overacting) und banal.

ungeprüfte Kritik

Pillion

Drama

Pillion

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
"Pillion" mitunter als "Komödie" zu bezeichnen trifft mitnichten; wenngleich es durchaus Szenen gibt, die freiwillig oder unfreiwillig komisch anmuten. Collins erste sexuelle Begegnung mit Ray wirkt sich auf den Zuschauer irritierend, verstörend oder gar fremdschämlastig an - nach der ersten filmischen Viertelstunde bekommt "Pillion" jedoch die Kurve und sorgt für ein durchaus spannendes Szenario. Die dringend notwendige Tiefe erählt das Gesamtwerk durch den Umstand, dass Collin noch bei seinen Eltern wohnt und seine Mutter sterbenskrank ist. Die Szenen, in denen alle vier gemeinsam zu sehen sind, sind im Grunde die besten, die "Pillion" zu bieten hat, gehen diese unter die Haut und bieten den Tiefgang, der sich im übrigen Werk nahezu vermissen lässt. Leider nimmt man Collin seine Rolle nur bedingt ab; vermisst überdies ein paar mehr Informationen, was Ray eigentlich tatsächlich im Alltag macht, außer Colin zu seinem Besitz zu erklären. Zwar ist die Faszination und Neugierde, die Collin verspürt, ist durchaus nachvollziehbar dargeboten, während man hinsichtlich Ray gewisse Ahnungen hegen darf - doch alles in allem reicht dies nicht aus, um ein vollkommen rundes Werk zu schaffen. "Pillion" fehlt irgendwo der letzte Feinschliff; wenn nicht gar etwas mehr Dialog, im Idealfall zwischen Collin und beliebigen Dritten, um seine Liebe zu Ray besser (er)fassen zu können. "Pillion" mag interessant sein; erotisch oder gar lustig ist hier jedoch nur äußerst bedingt etwas.

ungeprüfte Kritik

The Bride!

Frankensteins Braut - Es lebe die Braut.
Horror, Fantasy

The Bride!

Frankensteins Braut - Es lebe die Braut.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 16.08.2026
Leider wurden meine Erwartungen anhand des Trailers nicht mal ansatzweise erfüllt - "The Bride!" wirkt wie ein Paradebeispiel eines Werkes, bei dem sich die Verantwortlichen nicht entscheiden konnten, in welche Richtung das Genre tendieren soll. Spontane Tanzeinlagen haben schon bei "Joker: Folie à Deux" nicht funktioniert, die verbalen Entgleisungen der Braut wirken anfangs noch unterhaltsam in ihrer Überzeugenheit, tendieren jedoch über kurz oder lang Richtung Fremdschämerei. Absonderliche Traumsequenzen, abgestumpft wirkende Dramatik und irgendwo der Versuch, romantisch-witzig zu sein... all das sorgte bei mir für wenig Spannung. Im Grunde habe ich mir den Film lediglich aus profaner Neugierde zu Ende angeschaut, würde diesen jedoch niemanden, den ich kenne, weiterempfehlen.

ungeprüfte Kritik

Das Geheimnis des Einhorns

Fantasy, Abenteuer, Kids

Das Geheimnis des Einhorns

Fantasy, Abenteuer, Kids
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 04.04.2026
Leider doch sehr seicht, klischeehaft und naiv - "Barbie und Elfinchen" rührt da Zuschauer jeder Altersklasse mit einer recht ähnlichen Geschichte mehr an, ist zugleich ernsthafter und dramaturgisch ausgefeilter. "Das Geheimnis des Einhorns" versucht mit der dramatischen Hintergrundgeschichte der plötzlichen Vollwaise Violet Gefühle zu erschaffen, die es jedoch nicht vermögen, auf den Zuschauer transportiert zu werden. Viel zu plump wird die nicht-sprechende in die ihr nahezu unbekannte Rest-familie geworfen, viel zu wenig Gepäck dabei, viel zu wenig Information über das neue drumherum, die Zukunft und das, was nun eigentlich passiert ist. Die Idee, Violet als Heldin des Filmes auftreten zu lassen, liegt zwar auf der Hand, geht in Richtung Nachvollziehbarkeit genauso wenig auf wie die Idee, durch eine kleine Sammelaktion einem Bauunternehmer den Wald abkaufen zu wollen. Mag sein, dass wirklich junge Zuschauer das Ganze bei weitem nicht so eng sehen - ich selbst konnte dem Gesamtwerk jedoch erstaunlich trotz des Umstandes, dass ich bei manchen Barbie-Filmen regelrecht mitgehe, wenig abgewinnen.

ungeprüfte Kritik