Nachruf: Rolf Hoppe

Der 'Drei Haselnüsse für Aschenbrödel' König ist tot

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   19.11.2018
Am Mittwoch, den 14. November 2018, ist ein weiterer herausragender Schauspieler verstorben, der großartige Rolf Hoppe (* 06.12.1930 in Ellrich † 14.11.2018 in Dresden). Ruhe in Frieden.
Wie die Dresdner Neue Nachrichten berichten, starb er "im Alter von 87 Jahre am 14. November im Kreise seiner Familie in Dresden. Das bestätigten seine Angehörigen gegenüber den Dresdner Neuesten Nachrichten. Viele kannten ihn aus 'Drei Haselnüsse für Aschenbrödel', aber Hoppe füllte mehr als 400 Film- und Bühnenrollen aus. Erst im vergangenen Jahr hatte er mehrere Preise gewonnen - den Märchenfilmfestival-Preis für sein Lebenswerk in Annaberg-Buchholz und den Orden des Dresdner Semperopernballs. 'Am meisten hänge ich an den kleinen Rollen', sagte Hoppe vor rund drei Jahren in einem Interview kurz vor seinem 85. Geburtstag. 'Das Wichtigste ist ein gutes Zuhause.' Hoppe rauchte Pfeife - die habe ihm der Doktor in den 1940er Jahren verordnet, statt Zigaretten. [...] In gut 50 Jahren Karriere gab es nur zwei weiße Flecken: 'Einen Kindermörder würde ich nie spielen', sagte der Darsteller einst, der lange als 'Bösewicht vom Dienst' galt. Die andere Ausnahme ist eher ungewollt: eine Liebhaberrolle wurde ihm nie angeboten. 'Ein dicker Mann kann doch auch liebhaben.' Seine Bilanz trübte das aber nicht. 'Ich habe ein gutes Leben.' Angst vor dem Tod hatte er nicht, wünschte sich nur einen erträglichen Übergang. 'Wenn es so weit ist, dann ist es so weit.'" [Quelle: DNN]
In Gedenken an ihn hat der deutsche Filmvertrieb ICESTORM jetzt in seinem Icestorm-Filmshop einen wunderbaren Nachruftext in Gedenken an Rolf Hoppe verfasst:
"Im Alter von 87 Jahren ist der Schauspieler Rolf Hoppe in Dresden, im Kreise seiner Familie, verstorben. Er wurde 1930 in Ellrich (Thüringen) geboren. Dort begann er auch als Laienschauspieler seine Bühnenkarriere. Nach dem Schauspielstudium in Erfurt, traten bei ihm Stimmprobleme auf. Deshalb arbeitete er eine Zeitlang als Tierpfleger beim Zirkus Aeros. Nach Engagements in den Theatern Halle und Greifswald wurde er 1961 Schauspieler am Staatstheater Dresden. Dieser Bühne hielt er viele Jahre lang die Treue.
Einem größerem Publikum in der DDR wurde er vor allem durch seine "schurkischen" Auftritte in den DEFA-Indianerfilmen "Spur des Falken" [1968] und "Weiße Wölfe" [1969] bekannt. Nach seinem Auftritt als König in "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" [1974] liebten ihn dann alle Märchenfans.
International bekannt wurde Rolf Hoppe im Jahr 1981 durch seine Darstellung des, an Hermann Göring angelehnten, Nazi Ministerpräsidenten, in Istvan Szabós Film "Mephisto". Dieser Film erhielt 1982 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Hauptdarsteller Klaus Maria Brandauer sagte damals über Hoppe: "Er ist ein ganz großer Schauspieler". Es folgten weitere Filme für Film-und Fernsehen. "Frühlingssinfonie" (1983), "Schtonk!" (1992) oder "Alles auf Zucker!" (2004).
1995 kaufte der Schauspieler am Rande von Dresden einen Bauernhof und gründete Hoppes Hoftheater. "Ich hab oft gesagt: Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume. Und das geht auf dem Theater".
Seine Art zu spielen war einmalig. Das ironische Lächeln, die leise Stimme, die plötzlich explodieren konnte. Mit seinen lässig-linkischen Bewegungen war er immer Rolf Hoppe und doch immer ganz verschieden. Mal heiter, mal drohend, mal liebevoll-zärtlich. Wir werden ihn nie vergessen!" [Quelle: Icestorm]
In Gedenken an Rolf Hoppe:

© Icestorm => Mehr Trailer im VIDEOBUSTER-YouTube-Kanal
Diesen Worten möchten wir uns gern anschließen, in Gedenken an Rolf Hoppe und all seine Filme, die bei Filmfans immer unvergessen bleiben!

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Fantasy

'Aschenbrödel' heißt das Zauberwort und 'Drei Haselnüsse für Aschenbrödel' der Film, der seit knapp 40 Jahren eine immer größer werdende Fangemeinde um sich schart. In der Verfilmung nach der Romanvorlage von Božena Nemcová ist das Aschenbrödel ein...  mehr »

Produktion:
1973
Medien:
DVD, Blu-ray, VoD
Freigabe:
FSK 0
Bewertung:

Material zum Nachruf über Rolf Hoppe © ICESTORM