Kritiken von "Pumpkineater"

Johanna von Orleans

Abenteuer, Kriegsfilm

Johanna von Orleans

Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 18.03.2026
Hier kommt alles zusammen, was einen perfekten Film ausmacht: bis in die Nebenrollen gut besetzte Schauspieler, bombastische Produktion, glaubhafte Darstellungen, lebhafte Abläufe und natürlich eine fabelhafte Regie. Bei der deutschen Version muss man außerdem die herausragende Synchronarbeit von Sandra Schwittau hervorheben.

Was mir inhaltlich zudem gefallen hat, ist die ambivalente Darstellung der Hauptfigur. Statt Jeanne als spätmittelalterliche Superheldin zu verklären, werden deren innere Konflikte, Motive und Antrieb - trotz Heiligsprechung 500 Jahre später - durchaus kritisch abgebildet. Insofern verkommt dieser Spielfilm nicht zur einer engstirnigen Huldigung. Ähnliches gilt für die unrühmliche Rolle der Kirchenvertreter.

ungeprüfte Kritik

Die Abenteuer von Kina & Yuk

Zwei Polarfüchse entdecken die Welt.
Abenteuer

Die Abenteuer von Kina & Yuk

Zwei Polarfüchse entdecken die Welt.
Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 08.03.2026
Ein im wahrsten Sinne toll erzählter, wunderschöner Spielfilm mit tierischen Hauptdarstellern und vielen fantastischen Aufnahmen. Diese sind teilweise so spektakulär, dass man sich fragt, ob bzw. inwieweit KI oder sonstige Tricktechnik zum Zuge kam. Die jüngeren Zuschauer werden das vermutlich aber gar nicht merken, während sich die Älteren freuen, dass die Story nicht übermäßig kitschig ausfällt und stellenweise sogar recht fesselnd ist.

Die Altersfreigabe ab null Jahren garantiert einen Film ohne jegliche Brutalität, Gewalt oder Angst. Allerdings wird schon deutlich gemacht, dass auch im Tierreich nicht alles Sonnenschein ist und es sowohl Freund als auch Feind gibt. Und dass heutzutage jedes Ökosystem bedroht ist, sei es auch noch so groß, kalt oder weit entfernt. Da fand ich es doch irgendwie unpassend, außgerechnet einen Menschen in einer bestimmten Schlüsselszene als Lebensretter darzustellen.

Wer ein Faible für Flora und Fauna hat, kann mit "Kina & Yuk" ohne Vorbehalte einen schönen Filmnachmittag verbringen. Alleine, mit Freunden oder der ganzen Familie.

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1978

Horror, 18+ Spielfilm, Thriller

1978

Horror, 18+ Spielfilm, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 05.02.2026
Mir hat der Film gefallen, aus folgenden Gründen. Erstens: die inhaltliche Mischung aus Regime-Folter und Sekten-Okkultismus ist mal etwas anderes. Zweitens: Effekte, Maske usw. sind überwiegend handgemacht. Drittens: die Atmosphäre ist durchaus beklemmend und die Story kommt ohne Umschweife auf den Punkt.

Auf der Soll-Seite stehen zum Teil etwas laienhaft wirkende Abläufe bzw. Schauspieler sowie die insgesamt recht kurze Laufzeit. Außerdem gibt es kaum Näheres über den Dämonen-Kult zu erfahren, was ich sehr schade fand. Das Ende ist offen.

Im Ergebnis ein ehrlicher, relativ spannender Genre-Mix mit einigen Ecken & Kanten, der jedoch ohne die genre-typischen Plumpheiten auskommt. Gerne mehr davon!

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The Stepfather

Kill, Daddy, Kill! Eine ganz normale Familie... dafür würde er töten!!!
18+ Spielfilm, Horror, Thriller

The Stepfather

Kill, Daddy, Kill! Eine ganz normale Familie... dafür würde er töten!!!
18+ Spielfilm, Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 29.01.2026
"The Stepfather" ist weder Fisch noch Fleisch. Für einen Horrorfilm zu blutleer und zahm, für einen Psychothriller zu seicht und kraftlos. Denn obwohl die Story eigentlich zu fesseln vermag und auch die schauspielerischen Leistungen überwiegend stimmen, gibt es bis auf das Finale kaum nennenswerte Höhepunkte. Insbesondere die Nebenhandlungen mit dem Psychiater sowie dem Angehörigen eines der Toten verwässern den eigentlichen Kern der Story enorm. Schade, denn Terry O'Quinn verkörpert den Vorstadt-American Psycho ziemlich gut. Das größte Manko ist allerdings der penetrante, total deplazierte und völlig vermurkste Elektro-Soundtrack, der wie eine laienhafte Miami Vice-Kopie klingt. Das war wirklich DER Stimmungskiller überhaupt.

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Die nackte Kanone

Das Gesetz war noch nie so breit aufgestellt.
Komödie, Krimi

Die nackte Kanone

Das Gesetz war noch nie so breit aufgestellt.
Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 29.01.2026
Insgesamt solide, auch wenn diese Kanone in keiner Weise mit dem Original sowie dessen Fortsetzungen oder der ursprünglichen Serie mithalten kann. Auch Liam Neeson erreicht nicht das Format eines Leslie Nielsen, obwohl er seine Sache recht gut macht. Von Neesons deutscher Synchronstimme war ich hier hingegen nicht gerade angetan. Gleiches gilt für den Darsteller des Ed Hocken, der etwas mickrig wirkt, sowie die spielerische Leistung von Pamela Anderson. Dafür wurde wiederum so mancher Wortwitz gut von der deutschen Übersetzung eingefangen.

Die Story kann man sich schenken und ist quasi nur Mittel zum Zweck. Die meisten Gags sind überwiegend okay, wenn auch nicht mehr, einige sogar durchaus originell. Und es gibt die ein oder andere Hommage an die Zucker/Abrahams-Produktionen.

Somit lautet mein Fazit: Es hätte schlimmer kommen können. In Anbetracht der heutigen Filmkultur geht "Die nackte Kanone" (gerade noch so) in Ordnung.

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Excision

...um zu heilen die Krankheit!
18+ Spielfilm, Horror

Excision

...um zu heilen die Krankheit!
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 16.11.2025
Wunderbar unkonventioneller Film. Jedoch vermutlich nichts für konservative Köpfe.

Der eskalierende Teenie vor versnobter Vorstadtkulisse bringt enorm viel rabenschwarze Disharmonie mit sich. Neben der Hauptdarstellerin sticht dabei vor allem die Leistung von Traci Lords (!) als leicht neurotische und völlig überforderte Matriarchin positiv hervor. Mit viel Sarkasmus und Blut, etwas Sex und Familienchaos sowie einer Prise Gewalt können die teilweise surrealen Bilder überzeugen und 81 Minuten auf manchmal befremdliche Weise gut unterhalten.

Wer mit eher abgefahrenen Geschichten gut umgehen kann, liegt hier nicht falsch. 3,3 von 5 exzidierten Lungenflügeln.

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Regression

Das Böse findet immer sein Opfer.
Thriller

Regression

Das Böse findet immer sein Opfer.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 12.11.2025
Inhaltlich weitaus gruseliger als irgendwelche Monsterfilme, denn der Kern der Story ist Realität. Und zwar noch immer. Und das bedeutet nicht nur Leid für die Opfer, sondern auch Schaden an der Gesellschaft.

Die Rahmenhandlung hat mir persönlich auch sehr zugesagt. Ebenso Ethan Hawke als engagierter, aber mental etwas anfälliger Detective. Der Film ist gut aufgebaut, die Handlung schweift nicht unnötig ab, die musikalische Untermalung passt. Nach rund 70 Minuten dreht sich die Story. Bis dahin war die Stimmung relativ unheilvoll und geheimnisvoll, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Dann wird die psychologische Komponente mit all ihren Auswirkungen sichtbar. Dies erfolgt zwar relativ direkt und sachlich, im Gegensatz zum Rest des Films, ist aber dennoch kein Stimmungskiller.

Letzendlich ein überdruchschnittlicher Film, der zum Mitfiebern einlädt und sowohl theologische als auch wissenschaftliche Praktiken durchaus kritisch beleuchtet.

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The Descent 2

Die Jagd geht weiter - Angst vor der Dunkelheit?
Horror, 18+ Spielfilm, Abenteuer

The Descent 2

Die Jagd geht weiter - Angst vor der Dunkelheit?
Horror, 18+ Spielfilm, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 03.11.2025
"The Descent 2" kommt mit einer Story daher, welche die Vorkommnisse des grandiosen Prequels größtenteils ad aburdum führt und außerdem noch beknackter ist, als der deutsche Untertitel. Zudem wird dieses Mal sehr viel Effekthascherei betrieben, die das Ganze offensichtlich zum Pseudo-Splatterfilm aufbauen sollte. Leider erreichen die entsprechenden Closeups jedoch nur die Qualität italienischer Zombiefilme der führen 80er Jahre, sowohl in technischer als auch inszenatorischer Hinsicht. Ziemlich armselig.

Selbiges gilt auch für zahlreiche andere Szenen, die exakt vom Original kopiert wurden. Sogar Videosequenzen aus Teil 1 kommen vor. Ebenso die Filmmusik ist dieselbe, wobei diese nach wie vor hervorragend ist. Und während der Vorgänger inhaltlich nicht unwesentlich von der speziellen Dynamik innerhalb der Frauengruppe geprägt war, dominiert hier platter, unlogischer Monster-Horror, der zwischen Fremdscham und unfreiwilliger Komik pendelt; Stichwörter: Bohrer, Stuhlgang (!) und Haarnadel.

Wären da nicht die Elemente von Klaustrophobie, Isolation und dunkler Höhlen, die mich stets abholen, würde ich lediglich einen Stern vergeben.

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The Deep House

Horror, Abenteuer

The Deep House

Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 31.10.2025
Vom Prinzip her nichts Neues, wäre da nicht der Ort des Geschehens. Nach (glücklicherweise) relativ kurzer Einleitung geht es dieses Mal mit Taucherbrille und Unterwasserdrohne in die verfluchte Spukbude. Und zunächst fühlt sich der Tauchgang auch durchaus schaurig an. Trotz schwieriger Lichtverhältnisse ist die Szenerie gut zu erkennen. Als Zuschauer schießen einem immer mehr Fragen in den Kopf, ähnlich wie dem Youtuber-Pärchen vor Ort. Und je länger die beiden Raum für Raum erkunden, desto spannender und mysteriöser wird es.

Ab einem gewissen Punkt weicht diese Stimmung dann aber einem realtiv hektisch inszinierten Finale, das u. a. mit einer Erklärung sämtlicher Hintergünde in Ton und Bild ziemlich klobig und einfallslos wirkt. War der Gruselfaktor bis dahin recht subtil, wurde zum Ende sozusagen der Vorschlagammer ausgepackt. Schade, das hätte man besser machen können.

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The Empty Man

In der ersten Nacht hörst du ihn. In der zweiten Nacht siehst du ihn. In der dritten findet er dich.
Horror

The Empty Man

In der ersten Nacht hörst du ihn. In der zweiten Nacht siehst du ihn. In der dritten findet er dich.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 30.10.2025
Überraschend guter Streifen, der thematisch sogar recht vielschichtig ist. Die starke Einleitung vor exotischer Kulisse und voller intensiver Klänge wartet mit klassichen Horrorelementen wie Besessenheit und dunklen Mächten auf. Danach wird es mit Teenie-Mutproben, etwas Beziehungsschmalz und der Vorstellung des typisch kaputten jedoch tollkühnen Protagonisten ein wenig zähflüssig und trivial. Zum Glück fängt sich die Inszenierung aber wieder und lenkt die Story dann in Richtung düsterer Sektenthematik. Dieser Part setzt sich bis zum pfiffigen Ende fort, siedelt sich aber eher im Bereich Mysterythriller à la Film Noir an.

Aus erzählerischer Sicht hätte man die (vergangene) Romanze zwischen den erwachsenen Hauptfiguren streichen sollen, da dieser Strang kaum etwas zur Gesamthandlung und schon gar nicht zur Stimmung beiträgt. Eher im Gegenteil. Außerdem wäre der Film dann nicht nur kürzer, sondern auch straffer im Fluss. Für vier Sterne hat es daher nicht gereicht.

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Die Teuflischen

Thriller, Krimi

Die Teuflischen

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 11.10.2025
Ein Klassiker, der diesen Begriff auch wirklich verdient, aus einer Zeit, als Schauspiel noch echtes Handwerk war.

Auch nach ganzen 70 Jahren können sowohl die Geschichte als auch deren Inszenierung immer noch überzeugen. Insgesamt ein sehr spannender, cleverer und prägnanter Film, bei dem vor allem die Rolle der zerbrechlichen Christina fabelhaft durch Véra Clouzot verkörpert wird. Die Nostalgie der 50er Jahre ist quasi greifbar, obwohl die Story relativ wenige Schauplätze hat. Das hat immens viel Charakter und ist nicht zu vergleichen mit dem heutigen Massengeschmack aus der Streaming-Retorte. Und der Polizeikommissar a. D., von dem man sagt, er sei die inoffizielle Vorlage für Columbo gewesen, setzt dem Ganzen die Krone auf. Wunderbar!

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Evil Dead

Der schockierendste Film, den du jemals sehen wirst.
Horror, 18+ Spielfilm

Evil Dead

Der schockierendste Film, den du jemals sehen wirst.
Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 09.10.2025
Wenn man selbst keinerlei Ideen hat und ein Remake dann doch zu plump erscheint, bleibt nur noch ein sogenanntes Reboot. Also quasi doch ein Remake, nur eben anders. Irgendwie. Oder auch nicht. Nun, im Zweifel kann man sich ja immer noch damit herausreden, dass das Ganze vom Original ja lediglich inspiriert ist...

In diesem Fall nimmt man zunächst Story und Location eines Klassikers des modernen Horrorfilms, streut die altbewährten Schaudereffekte bei, die schon tausendfach zu sehen waren, z. B. flackerndes Licht, Horrorfratzen im Spiegel und gaaaanz gruseliges Gewitter, erklärt den offenbar grenzdebilen Zuschauern durch entsprechende Dia-/Monologe jeden noch so trivialen Zusammenhang ("Ich bin doch dein großer Bruder", "Also auf zum kalten Entzug") und füllt den abgeguckten Plot mit 08/15-Schauspielern, deren Rollen so ziemlich jedes Gruppenklischee des Genres bedienen. Auch Standards wie der peinliche Bad Ass-Spruch kurz vor dem finalen Todesstoß oder dem Charakter, der umgehend eine Erklärung für sämtliche Geschehnisse hat, nachdem er sie selbst unwissend ausgelöst hat, finden Platz.

Warum man eine einsame Hütte im Nirgendwo für einen Drogenentzug aufsucht, dann aber 'ne geladene Schrotflinte herumliegen oder den Junkie bei der erstbesten Gelegenheit mit dem Auto abhauen lässt, erschließt sich mir hingegen nicht. Und das böse Nekronomikon - anwenderfreundlich mit englischen Randnotizen - lässt man in Plastik verpackt irgendwo auf 'ner Werkbank liegen? Echt jetzt?

Also mal im Ernst, dieser Film ist eine Beleidigung des Originals. Selbst wer dieses nicht kennt, erahnt hier fast jede Szene im Vorfeld. Null Suspense, null Anspruch. Dafür ein theatralischer Soundtrack sowie hier und da einige Brutalo-Effekte, die eher lächerlich als andere sind.

1,5 von 5 Möchtegern-Schockern

ungeprüfte Kritik

Reality - Wahrheit hat ihren Preis

Nach einer wahren Begebenheit.
Drama

Reality - Wahrheit hat ihren Preis

Nach einer wahren Begebenheit.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 02.10.2025
Letzendlich ist "Reality" lediglich die Visualisierung eines Verhörs/einer Durchsuchung. Dementsprechend beinhaltet der Film nur sehr wenige Schauplätze und Rollen. Und Handlungen. Da die Transkription zum Teil zensiert ist, fehlen zudem bei der Inszenierung einige Stellen, sodass man lange nicht weiß, um was es inhaltlich genau geht. Dies wird erst am Ende des Films durch eingestreute Ausschnitte von TV-Interviews u. a. deutlich.

Wenn die zugrunde liegenden Daten wahr sind, zeugen Auftreten und Vorgehen mancher Sicherheitskräfte nicht unbedingt von Professionalität. Zumindest gemessen an hiesigen Maßstäben, sofern man diese überhaupt beurteilen kann. Aber auch die sog. Whistleblowerin erscheint ungeachtet hoher Sicherheitsfreigabe und offensichtlich außerordentlicher Begabung relativ einfältig und naiv.

Auch deshalb wirkt der ganze Film entsprechend eintönig, trocken und karg, um nicht zu sagen langweilig. Das Ganze ist sehr spannungsarm, überwiegend emotionslos und ungefähr so fesselnd wie ein Bewerbungsgespräch. Dafür benötigt man schon ordentlich Sitzfleisch. Trotz des kontroversen Themas scheinen die Geschehnisse selbst immerhin urteilsfrei und objektiv dargestellt worden zu sein, lediglich am Ende des Film ist eine Wertung erkennbar. Erscheinung, Gestik und Mimik etc. der Beamten vor Ort sind hingegen fraglich und könnten ggf. aus der Feder der Macher stammen. Das wissen wohl nur die Beteiligten selbst.

1,6 von 5 bunt verspiegelten Sportsonnenbrillen

ungeprüfte Kritik

Steppenwolf

Thriller, 18+ Spielfilm

Steppenwolf

Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 02.10.2025
Eigentlich ist die Story recht simpel: Eine verzweifelte Frau bittet einen Unbekannten, ihren kleinen Sohn zu finden, der kürzlich verschwunden ist. Aber wie "Steppenwolf" diesen Plot umsetzt und ausschmückt, ist schon sehr ungewöhnlich und irgendwie auch beeindruckend. Der Titel ist übrigens nicht eingedeutscht, der Film heißt auch im Original so und bezieht sich dabei auf den gleichnamigen Roman von Hermann Hesse.

Von Anfang an wird durch die kargen Landschaften, einfachen Bauten, anarchistischen Zustände und rauen Charaktere eine deutliche Endzeitstimmung verbreitet. Der schlichte Electro-Soundtrack spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Die Machart des Films lässt sich am ehesten als eine Art Roadmovie beschreiben, während die Hauptrollen extrem ambivalent sind. Das gilt sowohl für den zynischen, verrohten Protagonisten, der mit seiner kernigen Optik ein wenig an Mad Max erinnert, als auch für seine weibliche Begleitung, die ebenso furchtlos und tugendhaft wie eingeschränkt und verschlossen zu sein scheint.

Die Hintergründe der bedrückenden Geschichte sowie diverse Szenen sind überaus hart und brutal, jedoch ohne dabei reißerisch oder geziert zu wirken. Dadurch wirkt der Film umso drastischer und erzeugt eine fast einzigartige Atmospähre aus Trostlosigkeit, Leere, Kühnheit, Nihilismus, Gewalt und Hass. Insofern sicherlich kein Film für jedermann oder jeder Zeit. Wer hingegen unkonventionelle Streifen mag, die alles andere als zimperlich sind, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren.

3,3 von 5 Kalashnikovs

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Die Hunde sind los

Nach dem Roman 'The Plague Dogs' von Richard Adams.
Animation

Die Hunde sind los

Nach dem Roman 'The Plague Dogs' von Richard Adams.
Animation
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 22.09.2025
Alt, aber nicht veraltet. Leider, was das Thema angeht. Mittels handgemachter Hintergünde und Animationen wird dem Menschen hier einmal mehr der Spiegel vorgehalten, wie er mit seiner Umwelt umgeht. Tierisches Verhalten wird stets mit menschlichen Maßstäben gemessen, es herrschen Ignoranz, Unvernunft und Brutalität. Das fängt beim einfachen Bürger an und geht weiter bis in die höchsten Kreise von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Das Tier bleibt auf der Strecke.

Somit ist "Die Hunde sind los" weder ein Kinderfilm, noch eine Komödie o. ä., sondern eher eine Art Mahnmal. Die Stimmung ist den Ereignissen entsprechend oft traurig, hoffnungslos und bedrückend. Also ganz aus Sicht der Tiere.

Rein technisch gesehen wirkt die optische Darstellung aus heutiger Sicht natürlich etwas grob und antiquiert. Allerdings zählt der Film ja auch schon über 40 Lenze. Dafür beinhaltet die deutsche Tonspur quasi die Speerspitze der damaligen Synchronsprecher/innen und ist eine echte Ohrenweide.

Neben "Animal Farm" wohl einer der pointiertesten und eindrucksvollsten Filme dieses Genres.

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The Passenger

Lass sie nicht rein.
Horror, Thriller

The Passenger

Lass sie nicht rein.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 15.09.2025
Achtung, B-Film-Alarm!!

Sehr billiges Machwerk, ohne Sinn und Verstand. Der Plot dreht sich hauptsächlich um eine Fahrgemeinschaft, die nach einer ebenso ausgiebigen wie schnarchigen Einleitung von einer Art Parasit attackiert wird. Nähere Details zu diesem Organismus gibt es nicht. Ironischerweise trifft das ebenso auf den titelgebenden Passagier zu. Was folgt ist an Lächerlichkeit und Langeweile kaum zu überbieten.

Die Effekte, wie Nebelmaschine und die der Fahrzeugkabine nachempfundene Kulisse, welche von außen rhytmisch bewegt wird, um den Eindruck einer Autofahrt zu vermitteln, sind Stand 80er Jahre Trash. Dasselbe gilt für Closeups des wiederholten Hochschaltens oder des Tritts auf das Gaspedal sowie der Tachonadel, die danach wie im Turbo-Boost Richtung Anschlag dreht.

Das Gruseligste an diesem Disaster - neben der penetraten Marschmusik oder was auch immer das war - ist jedoch, dass dem Publikum allen Ernstes ein derart unausstehliches Macho-Ar***loch als Hauptfigur zugemutet wird. Selten, wenn überhaupt, gab es jemals einen solchen Kotzbrocken als Protagonisten zu sehen. Dessen Gebaren ist permanentes Fremdschämen pur, insbesondere zum Showdown ("Komm her, wenn du die Eierstöcke dazu hast").

Was sich die Macher bei diesem Low-Budget-Nonsens gedacht haben und wie dieser hier mit mehr als einem Stern bewertet werden kann, ist mir schleierhaft. Für mich ist "The Passenger" einer der schlechtesten Streifen, die ich in jüngerer Vergangenheit ertragen habe.

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Acid - Tödlicher Regen

Science-Fiction, Thriller

Acid - Tödlicher Regen

Science-Fiction, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 09.09.2025
Mal wieder einer dieser Filme, die 1/3 Laufzeit mit einer drögen, unnötigen Einleitung verschwenden. In diesem Fall kommt sogar noch hinzu, dass inhaltlich kaum etwas davon auch nur annähernd relevant ist bzw. zur eigentlichen Story beiträgt. Apropos Story: die Umwelt-Apokalypse verkommt hier zur Begleiterscheinung und ist eher Mittel zum Zweck, als ausgearbeiteter Mainpart. Vorwiegend geht es Beziehungskisten. Zwischen Mutter und Vater, Eltern und Kind, Vater und Schwager sowie Papas neuer Freundin und dem Rest der Familie. Und so langweilig sich das anhört, so öde und trocken ist auch der gesamt Film. Lethargische, zähe Dialoge wechseln sich mit übertrieben hecktischen Szenen ab, bei den nicht nur Originalität oder Finesse, sondern auch Logik und Verständnis fehlen. Gut, dass Schuhe und Autoreifen 100% säureresistent sind, andernfalls wäre der Film wohl nur 40 Minuten lang. *Sarkasmus aus*

Die Darsteller spielen einigermaßen, deren Rollen sind aber überwiegend unsympathisch und klischeehaft, insbesondere was die Tochter angeht. Negativ fielen mir zudem die 08/15 Filmmusik sowie hin und wieder einige Kameraperspektiven auf, welche wie in Zeitlupe wirken. Die gesamte Inszenierung macht qualitativ den Eindruck einer beschränkten TV-Produktion. Insofern ist "Acid" ein Katastrophenfilm im wahrsten Sinne des Wortes.

ungeprüfte Kritik

The Last Spark of Hope

Science-Fiction

The Last Spark of Hope

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 19.08.2025
"The Last Spark Of Hope" ist kein Actionfilm, sondern ein ernstes, mahnendes und bitteres Kammerspiel. Und trotz der wenigen bzw. einfachen Mittel wird hier sehr deutlich eine fast greifbare Endzeitstimmung erzeugt. Dazu trägt im Übrigen auch die unaufdringliche Filmmusik im Electro-Style bei. Generell gefällt mir, dass es insgesamt relativ verhalten zugeht, sodass die Situation sowie die daraus resultierenden Umstände gut transportiert werden. Auch qualitativ stimmt soweit alles; es geht eben auch ohne Hollywood.

Lediglich beim Drehbuch finde ich ein kleines Haar in der Suppe, hätte ich mir angesichts der extrem heiklen Lage doch wesentlich mehr Einfallsreichtum und Enthusiasmus der (menschlichen) Hauptfigur gewünscht. Schließlich ging es um Leben oder Tod. Außerdem bin ich mir immer noch nicht sicher, ob das etwas klapprige Auftreten des vermeintlichen Kampfroboters so gewollt oder ggf. nur dem Filmbudget geschuldet war. Naja, man kann nicht alles haben.

3,3 von 5 Klimakriegen

ungeprüfte Kritik

Weapons - Die Stunde des Verschwindens

Die harmlosesten Dinge können dir schaden.
Horror, Thriller

Weapons - Die Stunde des Verschwindens

Die harmlosesten Dinge können dir schaden.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 14.08.2025
"Die Stunde des Verschwindens"... Trotz der relativ langen Laufzeit finden die einleitenden Vorkommnisse kaum Platz. Diese werden stattdessen von einer Kinderstimme aus dem Off erläutert und sind erst später in kurzen Videoschnipseln zu sehen. Im Stil von Kapiteln folgen banale und zum Teil langweilige Geschichten rund um verschiedene Stadtbewohner, die mit der eigentlichen Story mehr oder weniger zu tun haben. Dabei wiederholen sich einige Szenen sogar, nur halt jeweils aus leicht anderer Perspektive. Währenddessen wartet man als Zuschauer ungeduldig, bis endlich etwas Relevantes passiert. Mit Ausnahme einiger altbackenen Stilmittel, z. B. Albtraum im Albtraum oder Horrorfratzen-Jumpscares, dauert das aber leider ziemlich lange. Erst nach ca. 70% Laufzeit nimmt die Inszenierung etwas Fahrt auf und endlich kommt nunmehr auch der Kern der Geschichte zum Vorschein. Dieser entpuppt sich am Ende jedoch als verhältnismäßig simpel. Und ziemlich vage, was Motive und Hintergünde angeht.

Fazit: ein viel zu langes Machwerk, das sich über weite Strecken in Nichtigkeiten verliert. Für den Genuss der wenigen Mystery-/Gänsehautmomente benötigt man ordentlich Geduld und Sitzfleisch. Es fehlt definitiv an Prägnanz!

ungeprüfte Kritik

MadS

Im Rausch der Nacht
Thriller, Horror

MadS

Im Rausch der Nacht
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 27.06.2025
Um die Bewertung gleich vorwegzunehmen: ich hätte gerne 4 Sterne vergeben, denn im Prinzip war der Film klasse. Zumindest von der Idee her. Aber wie so oft gibt es m. E. zu viele Schönheitsfehler, daher reicht es nur für drei.

Angefangen mit der Machart als sogenannter One Take, der suggeriert, dass durchgehend in einem Stück gefilmt wurde, sodass es keine sichtbaren Schnitte gibt. Rein technisch funktioniert das zwar, allerdings hat dies ebenfalls zur Folge, dass man Zeuge diverser Belanglosigkeiten wird und einige Szenen überflüssig bzw. zu ausgedehnt wirken. Das war auf Dauer doch irgendwie anstrengend.

Darüber hinaus fallen einige Handlungen negativ auf, die sehr realitätsfremd bzw. unecht wirken. Das sind Kleinigkeiten wie die wiederholte Nennung des Names der Person, mit der man gerade telefoniert, ständiges Umdrehen beim Autofahren, das Betreten von Räumen ohne Licht anzuschalten oder die Gleichgültigkeit einer Barkeeperin, wenn plötzlich eine blutverschmierte Frau in ein Lokal kommt und darum bittet, die Polizei zu rufen. Auch dass mehrere Leute mit automatischen Waffen danebenschießen, die gleichzeitig auf einen Menschen zielen, nervte mich, denn solche "Fehler" sind stets ein Stimmungskiller.

Wenn man über derartige Dinge jedoch hinwegsehen kann, sollte der jedoch Film punkten können. Denn wie gesagt, die Geschichte selbst ist super, relativ originell und ziemlich mysteriös. Es gibt viele verstörende Szenen, die durchaus gruselig sind, ohne dabei die üblichen Klischees zu bedienen.

ungeprüfte Kritik

Der wilde Roboter

Animation, Science-Fiction, Kids

Der wilde Roboter

Animation, Science-Fiction, Kids
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 23.06.2025
Wunderschöner Film, auch für Erwachsene. Prächtige Farben, tolle Musik, klasse Animationen. Dazu professionelle Stimmen und eine Story, die einem das Herz erwärmt. Zugegeben, manchmal geht es dabei etwas naiv zu, aber im Kern mit einer starken und für Jung und Alt verständlichen Aussage. Uneingeschränkt für die ganze Familie zu empfehlen!

ungeprüfte Kritik

Minore - Creatures from Beyond

Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 18.06.2025
Ein kruder, wilder Mix aus Monster-Horror und mediterraner Vorstadtballade, gespickt mit einigen Gore-Szenen und philosophischen Metaphern, bei dem insgesamt der Experimentalfilmanteil eindeutig überwiegt und der ganz offensichtlich von der örtlichen Tabakindustrie gesponsert wurde.

Leider nimmt sich der Streifen viel zu ernst. Aufgrund dessen wirken die teils sehr billigen Effekte, holprigen Dialoge und amateurhaften Darsteller umso lächerlicher und absurder. Hätte man die fliegenden Gummi-Monster sowie die skurrilen Städter, die Waffen abfeuern, ohne den Abzug zu betätigen, z. B. mit etwas Ironie oder Humor versehen, wäre das Ergebnis sicherlich etwas erträglicher geworden.

Zu Zeiten von Ed Wood hätte der Film gegebenenfalls funktioniert. Aber so ist "Minore" einfach nur grotesk und verfehlt, zumal die Geschichte selbst mit einer ewig langen Einleitung generell nicht vom Hocker hauen kann.

ungeprüfte Kritik

Interstate - Auf Leben und Tod

Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 03.06.2025
Nein, das ist nicht Denzel Washington auf dem Cover. Der Darsteller nennt sich Joeystarr und spielt hier einen Auftragskiller der Mafia, der von seinem Gewissen geplagt wird und es dann auch noch mit einem dämonischen Gegenspieler zu tun bekommt. Grundsätzlich finde ich diese Idee wirklich gut, und auch die Umsetzung kann sich durchaus sehen sowie hören lassen; die (unterschiedliche) Musik im Film ist Spitze.

Da es keine wirkliche Einleitung gibt, taucht man sofort in das laufende Geschehen ein. Das hat zur Folge, dass man einige Zusammenhänge erst später versteht. Bis dahin dauert es aber nicht lange, da die Geschichte angenehm flott und flüssig inszeniert wurde. Die Einflechtung der übernatürlichen Komponente blieb dabei im Detail jedoch ein wenig nebulös. Auch hätte ich mir gewünscht, dass dieser Part etwas mehr Raum bekommen hätte, überwiegt doch eher das Gangster-Thema. Dennoch ein insgesamt kurzweiliger bis spannender Film, der neben allerhand Coolness durchaus auch brutale Szenen bietet, den Bogen dabei aber weit weniger überspannt, als in diesem Genre üblich.

Was sich mir nicht erschließt, ist der Titel "Interstate". Davon einmal abgesehen, dass es sich um einen US-amerikanischen Begriff handelt, kommt eine vergleichbare Straße nur beiläufig vor und hat mit dem Inhalt des Films kaum etwas zu tun. Da passt der Originaltitel "Jour de colère" (Tag des Zorns) schon etwas besser. Also nicht beirren lassen.

ungeprüfte Kritik

The Healing

Horror, Thriller

The Healing

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 26.05.2025
Als ich den Trailer sah, wusste ich nicht genau, worum es geht. Jetzt, nachdem ich den Film gesehen habe, weiß ich es noch immer nicht. Fest steht nur, dass der Streifen sehr konfus ist. Neben vielen Rückblenden, die sich teilweise auch noch wiederholen, pendeln die Ereignisse zwischen Realität und Halluzinationen der weiblichen Hauptfigur. Thematisch geht es dabei um einen diffusen Mix aus Posttraumata und mentalen Störungen, Toxizität in Beziehungen, Sektenesoterik sowie übernatürlichen Phänomenen. Das klingt erst einmal vielversprechend, ist es aber leider nicht.

Bis zum Schluss ist unklar, wohin die Reise eigentlich geht. Aussage und Kern der Inszenierung sind ebenso vernebelt wie der Schauplatz selbst. Und sogar nach dem Finale bleiben diverse Fragen nach dem Wie/Was/Warum. Bis dahin plätschert der Film ziemlich zäh und seicht vor sich hin. Spannung kommt dabei nicht auf, und selbst angesichts der durchaus düsteren Naturkulissen auch leider keine Atmosphäre. Stattdessen gibt es eine Art Zickzack-Story sowie massenhaft merkwürdige Dialoge, die nicht nur arg hölzern klingen, sondern nervigerweise auch noch zahlreiche Pausen zwischen den Sätzen und sogar einzelnen Wörtern beinhalten. Ich weiß nicht, ob dies der Übersetzung geschuldet ist oder der deutschen Synchronarbeit. So oder so ein großes Manko. Dasselbe gilt für die Leistung einiger Schauspieler/-innen, wobei die weibliche Hauptdarstellerin noch die insgesamt beste Figur macht.

ungeprüfte Kritik

Spiders - Ihr Biss ist der Tod

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 25.05.2025
Ich bin mir noch immer nicht sicher, was gruseliger war: ein Gebäude voll tödlicher Spinnen oder eine Bande Zoomer mit Migrationshintergrund, die sich aggressiv, unverschämt, arrogant, egomanisch und halbstark gibt. Letzteres darzustellen ist den Machern jedenfalls ziemlich gut gelungen. Auch aufgrund entsprechender Darsteller. "Hab mal Respekt, Bro. Vollidiot."

Was das eigentliche Thema angeht, so kommt die Geschichte nur sehr langsam in Fahrt. Erst nach rund der Hälfte des Films beginnt für die Arachnophobiker die Schnappatmung. Was dann folgt ist weder besonders eigenständig, noch eindrucksvoll. Begleitet von vielen Fragezeichen hinsichtlich der Abläufe, gleicht die Story einer schlecht abgekupferten Mischung aus "Rec" und "Die Horde", hier zum Teil auch noch untermalt von penetrantem Hip Hop. Und umso weiter es in Richtung Finale geht, desto lächerlicher und absurder wird es (siehe z. B. Konfrontation vor dem Garagentor oder Gewehre gegen Gliederfüßer).

Definitiv ein Film, den die Welt nicht braucht. Die Effekte sind aus technischer Sicht soweit okay, der Rest ist Trash. Kein Vergleich zu den glorreichen französischen Terrorfilmen aus den 00er Jahren.

ungeprüfte Kritik

Resident Evil - Infinite Darkness

Die komplette 4-teilige Miniserie
Animation, Horror, Serie

Resident Evil - Infinite Darkness

Die komplette 4-teilige Miniserie
Animation, Horror, Serie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 09.05.2025
Aus technischer Sicht einmal mehr Spitzenklasse. Manche der animierten Bilder sind nicht von realen Filmaufnahmen zu unterscheiden. Auch die Atmosphäre der Spiele wurde wieder einmal hervorragend eingefangen. Und wenn man sich das Making Of ansieht, weiß man auch, dass das kein Zufall ist, gehen die Macher doch mit sehr viel Respekt und Aufmerksamkeit an das Material heran. Außerdem erfolgt in Japan offenkundig noch eine hohe Wertschätzung der Fans.

Was bei "Infinite Darkness" wiederum (positiv) überrascht, ist der Inhalt, denn im Vergleich zu anderen CG-Filmen treten hier die mutierten Monster, Zombies und weiteren Abscheulichkeiten etwas in den Hintergrund. Stattdessen rückt die eigentliche Geschichte in den Fokus, die mit diplomatischen Staatsbeziehungen, verdeckten Milititäreinsätzen sowie Verrat und Verschwörungen auf höchsten Ebenen einem ausgewachsenen Polit-Thriller gleichkommt. Sehr interessant und ebenso erfrischend, was für mich einen der besten RE-Filme überhaupt bedeutet.

Anmerkung:
Es handelt sich hier NICHT um eine sog. Netflix Serie. "Infinite Darkness" ist eine 4-teilige Mini-Serie, die in Japan produziert wurde, von Sony vertrieben wird und lediglich auf Netflix internationale Premiere hatte. Mit der Entstehung hatte der Streamingdienst nichts zu tun.

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Civil War

Action, Thriller

Civil War

Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 03.05.2025
Für mich war "Civil War" enttäuschend, hatte ich doch einen völlig anderen Film erwartet. Denn im Grunde genommen steht hier die absurdeste und bizarrste Art des Journalismus im Mittelpunkt, die Kriegsfotografie. Sämtliche Konflikte und Stimmungen innerhalb der Gemeinde, die alltäglichen Probleme ganz normaler Menschen, die Auswirkungen auf die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten sowie die damit verbundenen Emotionen und Tragödien.... all das ist lediglich Beiwerk.

Stattdessen begleitet man vier Personen auf eine Art Road Trip, der in Sachen Ereignisse zwischen schleppend und belanglos sowie verstörend und brutal pendelt. Untermalt wird das Geschehen von einem guten Soundtrack, welcher allerdings oft im Widerspruch zu den Bildern steht. Wenn man z. B. jazzigen Hip Hop von DeLaSoul spielt, unmittelbar nachdem ein verletzter, wimmernder Soldat kaltblütig hingerichtet wird, muss man sich nicht wundern, dass die Stimmung beim Zuschauer ebenso konträr ausfällt.

Auch wurde die Reisegruppe offenbar sehr bewusst als Gegensatz insziniert: jung & alt, labil & gefestigt, erfahren & naiv, abgedreht & vernünftig sowie mutig & ängstlich etc. Das war mir zu plakativ, zumal sich einige nervige Rollen zunehmend umkehren.

Was Alex Garland bislang abgeliefert hat, war gut bis überragend. Aber mit "Civil War" hat er Potenzial verschenkt. Mehr Dystopie und weniger Einzelportraits bitte. Immerhin war die Hauptrolle gut besetzt, nicht mit einem beliebigen Millennial-Hochglanzpüppchen.

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Resident Evil - Death Island

Animation, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 03.05.2025
Damals, als die Originalspiele herauskamen, war ich extrem fasziniert von Resident Evil. Nicht wegen der ollen Zombies, sondern vielmehr aufgrund der lässigen Figuren, der düsteren Schauplätze und nicht zuletzt der komplexen, geheimnisvollen Hintergünde. Als dann irgendwann die ersten Spielfilme folgten, war ich tief enttäuscht, hatten diese doch mit den Games kaum etwas gemeinsam.

Bei den CG-Produktionen ist das anders. Diese wirken sehr authentisch und fangen die Atmosphäre der Spiele ziemlich gut ein. Schon "Vendetta" hat mir gut gefallen. "Death Island" legt in Sachen Qualität der Animation sogar noch eine Schippe drauf, sodass man teilweise den Eindruck eines Realfilms hat. Typisch japanisch wird dabei oft auf fast schon übertriebene Action gesetzt, coole Sprüche und natürlich die für die Spiele typische und deutliche Abgrenzung von Gut gegen Böse.

Auch an der deutschen Vertonung gibt es nichts auszusetzen. Insofern gibt es hier das filmische Resident Evil, das den Namen auch wirklich verdient.

3,8 von 5 T-Viren.

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The Dark and the Wicked

Wenn der Teufel tanzt.
Horror

The Dark and the Wicked

Wenn der Teufel tanzt.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 06.04.2025
Unterm Strich eine solide Produktion mit einem stimmigen Paket aus Darstellern, Location und Filmmusik. Auch die Geschichte ist nicht uninteressant, wirft im Nachhinein jedoch einige Fragen auf. Insgesamt geht es dabei eher subtil und unterschwellig zu. Es gibt zwar einige Jump-Scares sowie blutige Szenen, deren Anzahl hält sich aber in Grenzen. Somit setzt der Film mehr auf Inhalt als auf Optik bzw. Effekthascherei. So weit, so gut.

Leider muss man jedoch auch sagen, dass dem Film etwas an Tempo fehlt. Zwar gelingt es, durchgehend eine Grundspannung zu halten, dennoch wird zwischendruch zu oft die erzählerische Handbremse gezogen. Zudem sind die Bilder meistens sehr dunkel. Dadurch war es etwas schwierig, alles sofort gut zu erkennen.

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Love Lies Bleeding

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 30.03.2025
Mir hat der Film ganz gut gefallen. Warum? Weil er vor schrägen und abgef*ckten Typen nur so strotzt. Jede Figur ist auf ihre Art total daneben und/oder kaputt. Tarantino lässt grüßen. Schon allein Ed Harris in einer seiner wohl schmierigsten Rollen als verbrauchter, alter Kleinstadt-Gangster ist absolut sehenswert. Und da auch noch der Rest stimmt, z. B. Darsteller (tolle Leistung von Katy O'Brian), Location und Story, macht es schon Spaß, hier zuzusehen. Zeitlich verortet ist das Ganze Ende der 90er. Das merkt man weniger an der Optik, sondern vielmehr am Soundtrack, der stellenweise etwas von Synthwave hatte.

"Love Lies Bleeding" ist eine Art Krimi-Drama, in dem Themen wie Familie, Liebe, Sex, (häusliche) Gewalt und Drogen viel Raum haben. Der Verlauf der Geschichte ist insgesamt recht griffig, vereinzelt kommen allerdings Szenen vor, die ein wenig surreal bzw. abstrakt wirken. Das war überraschend und abgefahren, aber auch interessant.

3,4 von 5 Vokuhilas

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Pandemonium

Die Hölle kennt keine Vergebung.
Horror, Fantasy

Pandemonium

Die Hölle kennt keine Vergebung.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 20.03.2025
Inhaltlich ebenso bemerkenswert wie kontrovers. Es hat bis zum dritten Akt gedauert, bis ich den Aufbau dieses Films verstanden habe. Ich kenne nicht viele Produktionen, die sich auf diese Weise mit dem Tod und - vermeintlich - dem, was danach kommt, beschäftigen. Eine davon ist der Film "Hinter dem Horizont", der vor allem visuell sehr beindruckend ist.

Bei "Pandemonium" gibt es Parallelen, jedoch geht es hier ein wenig schlichter zu. Zudem pendeln die Stilelemente zwischen sehr offensichtlich und recht subtil. Das fand ich ungewöhnlich, aber auch sehr ansprechend, genauso wie die Geschichte(n) selbst. Der Film wirkt wie eine Art Genre-Mix, in dem manchmal sogar schwarz-humorige Untertöne durchklingen. Etwas Vergleichbares habe ich bislang noch nicht gesehen.

Die verschiedenen Teile des Films könnte man als Episoden bezeichnen, die eher lose mit einander zusammenhängen. Allerdings haben sie alle die religiöse Sichtweise gemeinsam, dass jeder Mensch die Konsequenzen für sein Handeln (oder Unterlassen) nach dem Tod zu tragen hat, egal wie jung oder alt, krank oder gesund bzw. reich oder arm er war. Eine sehr düstere Annahme, die im Film auch optisch entsprechend 'rüberkommt.

Wer keine Scheu vor relativ bedrückender Filmkost hat und sich mit dem Thema anfreuden sowie den leicht sakralen Fingerzeig ignorieren kann, sollte einen Blick auf "Pandemonium" werfen.

3,7 von 5 Höllentoren

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In a Violent Nature

Horror, 18+ Spielfilm

In a Violent Nature

Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 28.02.2025
Eine Art Untoter, von stämmiger Statur, in zerlumpter Kleidung und mit Eishockeymaske.... hoppla, Verzeihung... mit einer antiken Brandschutzhaube, wandert durch den Wald und murkst junge Leute ab. Ende. "A Shudder Original".

Ziemlich originell, was? Tja, nun könnte man meinen, auf die Story (sowie Regie, Drehbuch, Schauspieler und alles andere) kommt es bei einem Slasher wie diesem nicht an, Hauptsache die Gore-Szenen stimmen. Aber angesichts der sinnfreien und völlig übertriebenen Brutalität muss selbst der abgestumpfteste Gewaltfetischist einräumen, dass die paar Kills einfach nur lächerlich sind. Und auf den Rest des Films hier einzugehen, wäre pure Zeitverschwendung.

Stattdessen ein paar Überlebenstipps des Regisseurs:
Wenn ein verrückter Killer hinter dir her ist, solltest du auf jeden Fall versuchen, zu Fuß durch den Wald zu flüchten, statt Auto oder Quad zu nehmen. Das gilt besonders dann, wenn du so stark verletzt bist, dass du kaum laufen kannst. Hat er dich doch gekriegt, bleib ruhig stehen/liegen, versuche nicht zu entkommen, dich abzuwenden, zu wehren oder wenigestens mit Armen oder Beinen zu schützen. Ach ja, und wenn du allein im Wald bist und Schritte hörst oder gar Leichen deiner Kumpels findest, sieh dich auf keinen Fall um!

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Die Grauzone

7. Oktober 1944. Der Häftlingsaufstand im Vernichtungslager Auschwitz.
Kriegsfilm

Die Grauzone

7. Oktober 1944. Der Häftlingsaufstand im Vernichtungslager Auschwitz.
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 21.02.2025
Mit Stand heute wurde dieser Film mit durchschnittlich 2.86 Sternen bewertet. "Alarm für Cobra 11 - Staffel 40" kommt auf 4.38 Sterne. Spricht das gegen "Die Grauzone"? Nein, es spricht gegen das Publikum.

Man muss sich darüber im Klaren sein, worum es geht. Ja, es ist nach wie vor ein Spielfilm. Aber dennoch sollte man keine konventionellen Maßstäbe anlegen. Denn Dinge wie Unterhaltunsgwert oder Einspielergebnisse sind hier nicht wesentlich, es stehen Botschaft, Aussage sowie Moral, welche buchstäblich eine Grauzone ist, im Brennpunkt. Und all dies zu vermitteln, gelingt dem Ensemble aus Produktion, Schauspielern und Synchronsprechern auf teilweise sehr drastische Art.

Es gab Kritiken von Historikern und anderen Experten, welche die Genauigkeit einiger Darstellungen im Film anzweifelten und zahlreiche Fehler entdeckt haben wollen, aber auch darauf kommt es nicht an. Wenn es eine Geschichte schafft, dass sich Emotionen regen, das Gewissen unbequeme Fragen stellt und man sich irgendwann vorstellen muss, wie man selbst gefühlt, reagiert und gehandelt hätte, ohne dass es eine klare Antwort darauf gibt, ist das bereits etwas Besonderes.

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The Dry 2 - Force of Nature

Thriller, Abenteuer

The Dry 2 - Force of Nature

Thriller, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 21.02.2025
Agent Aaron Falk ermittelt wieder. Bahnt sich da etwa eine Filmreihe an? Schön wär's ja, denn der Stoff hat mit lebhaften Krimi-Geschichten, Eric Bana als Hauptdarsteller und fantastischen Naturkulissen Australiens, erneut quasi der eigentliche Star des Films, viel zu bieten.

Tat- und Handlungsort ist hier nicht das heiße, trockene Hinterland, sondern eine bergige, feucht-kalte Wildnis. Der Aufbau von "Force Of Nature" ist hingegen gleich. Erneut wird die Gegenwart durch zeitliche Rückblenden ergänzt, welche die näheren Umstände beleuchten, die zu den aktuellen Ereignissen geführt haben, und letztendlich auch die Auflösung der Geschichte(n) liefern. Und wie bei "The Dry" auch, spielen dabei ganz persönliche Verbindungen zu Agent Falk eine nicht unwesentliche Rolle.

Im dirketen Vergleich zum Prequel fällt "The Dry 2" aber etwas ab. Das liegt m. M. daran, dass die Hauptfigur zu wenig im Fokus steht. Die Ermittlungen von Agent Falk beschränken sich fast ausschließlich durch Befragungen am selben Ort, während die Handlungsstränge aus der Vergangenheit wesentlich spannender und interessanter sind. Dies sollte man für einen dritten Teil (wieder) ändern. Ansonsten eine gute Leistung aller Beteiligten, einschließlich der Filmmusik.

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8 - The Soul Collector

Schuld ist eine schwere Bürde - Eine Horrorstory
Horror, Thriller

8 - The Soul Collector

Schuld ist eine schwere Bürde - Eine Horrorstory
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 10.02.2025
Trotz einiger gruseligen Szenen ist "8" eindeutig mehr Mystery-Thriller als Horrorfilm. Dennoch bzw. gerade deshalb ist er ganz gut. Es gibt passable Akteure, klare Bilder schöner Landschaften sowie eine wunderbare Filmmusik, die teilweise aus Klassikstücken besteht. Außerdem fand ich die südafrikanischen Folklore-Elemente recht inspirierend. Die gesamte Machart des Films, inklusive Story, kann soweit überzeugen, speziell die Hauptfigur, die hier wesentlich differenzierter dargestellt wird, als die meisten Filmmonster oder -schurken. Das Symbol auf dem Cover ist übrigens keine Acht, sondern ein Knotenpunkt. Mehr zum Inhalt verrate ich natürlich nicht. Außer, dass das Ende sowohl traurig als auch listig ist.

3,3 von 5 Ledersäcken

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Der letzte Kampf

Ein Mann ohne Namen in einer Welt ohne Zukunft.
Science-Fiction

Der letzte Kampf

Ein Mann ohne Namen in einer Welt ohne Zukunft.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 03.02.2025
Obwohl es sich um den ersten richtigen Spielfilm von Luc Besson handelt, der hierzulande zudem wenig populär ist, stellt "Der letzte Kampf" wohl eine seiner besten Arbeiten dar.

Der außergewöhnlich vielschichtige Endzeitfilm handelt von Menschen, die in einer postapokalyptischen Welt so weit degeneriert sind, dass sie nicht mehr sprechen können. Dennoch unterdrücken und bekämpfen sie einander noch immer. Dabei geht es nicht nur um Macht oder Ressourcen, wie Unterschlupf, Wasser und Nahrung, auch das weibliche Geschlecht ist rar geworden. Es gibt jedoch auch noch einige wenige, die nicht in die Barbarei zurückgefallen sind.

Das Besondere an diesem Film ist, dass es keinerlei Dialoge gibt. Dass er dennoch so überzeugt, ist den sehr guten Akteuren, u. a. Jean Reno und Fritz Wepper (!), dem ungewöhnlichen aber tollen Soundtrack, den glaubhaften Kulissen und nicht zuletzt den fast schon ästhetischen Bildern in schwarz-weiß zu verdanken. Und natürlich dem genialen Regisseur.

Einzig das Cover der DVD empfand ich (anfangs) als etwas merkwürdig, verband ich es doch irgendwie mit einer Komödie. Aber der Film ist alles andere als heiter oder lustig. Aber er hinterlässt Spuren.

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Akte X - Staffel 10

Die neuen Fälle - Die Wahrheit ist immer noch da draußen.
Science-Fiction, Thriller, Serie

Akte X - Staffel 10

Die neuen Fälle - Die Wahrheit ist immer noch da draußen.
Science-Fiction, Thriller, Serie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 01.01.2025
Als beinharter Akte X- Fan hatte ich bereits ein Problem damit, als damals bekannt wurde, dass für die deutsche Vermarktung der neuen Seasons seitens Pro 7 auf Benjamin Völz als Synchronsprecher für David Duchovny verzichtet wurde. Einige Jahre später habe ich nunmehr meine Zweifel über Bord geworfen und mir die 10. Staffel ausgeliehen.... und wurde böse enttäuscht.

Schon die erste Folge nervt mit plattem Verschwörungsgefasel über geheime Welteliten, die aus dem Untergrund heraus Nahrung vergiften, das Internet kontrollieren und EMPs einsetzen. Da fiel mir doch glatt mein Aluhut herunter. Und wenn es seinerzeit neun Staffeln gedauert hat, bis Agent Mulder "die Wahrheit" erkannt und begriffen hat, so dauert es hier lediglich 40 Minuten.

Wenn die ursprünglichen Folgen schwarzer Kaffee sind, dann entspricht das hier einem Spiced Chai Latte mit Barista-Hafermilchschaum. Ohne Tiefe, ohne Charakter, ohne Innovationen, Atmosphäre oder Charme. Von den einst so außergewöhnlichen Figuren, dem prägnanten Aufbau, den überzeugenden Schauplätzen sowie der einzigartigen und unnachahmlichen Magie und Stimmung jeder einzelnen Episode ist nichts mehr übrig. Und offensichtlich sind Staffel 10 & Co. sowieso nur etwas für Neueinsteiger. Kenner der Serie benötigen jedenfalls keine rhetorischen Pseudo-Rückblicke, bei denen sich Mulder und Scully gegenseitig vorangegangene Ereignisse erklären, von denen sie beide jahrelang Zeuge wurden.

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Lovely, Dark, and Deep

Horror, Abenteuer

Lovely, Dark, and Deep

Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 21.12.2024
Unterm Strich hat mir der Streifen gefallen. Recht spannend und gut gefilmt. Abgesehen von den wirklich schönen Naturkulissen sticht dabei die Geschichte selbst am meisten hervor. Um diese komplett zu verstehen, muss man allerdings bis zum Schluss dranbleiben. Die Hauptdarstellerin, die ein wenig an eine junge Halle Berry erinnert, macht ihre Sache ebenfalls gut. Jedoch muss ich auch sagen, dass es kaum nennenswerte Höhen oder Tiefen gibt. Insgesamt verläuft der Film relativ schnörkellos, geradlinig und unspektakulär. Also einmal gesehen und gut ist.

Thematisch würde ich den Begriff Backwood definitiv streichen. Horror ebenfalls. Es dominieren doch eher die Kategorien Mystery und Übersinnliches.

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Longlegs

Thriller, Krimi

Longlegs

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 21.12.2024
Nette Geschichte, die sich erst am Ende vollständig auflöst. Wie das geschieht, ist aber weit weniger raffiniert, als der Rest des Films. Optik und Stimmung gefallen und sind relativ düster, nicht zuletzt durch die dunklen Grundtöne, während die Figuren und auch einige Details der Inszenierung eher Schema F entsprechen. Die Idee, dass eine junge FBI-Agentin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten einen ebenso bizarren wie verrückten Serienmörder jagt, ist nunmal alles andere als neu.

Leider ist der Film oftmals arg zäh. Deutlich mehr Tempo und Energie, wie gegen Ende des Film gezeigt, wären wirklich zuträglich gewesen. Insofern reicht es gerade noch für 3 Sterne.

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Wayward Pines - Staffel 1

Ein guter Ort zum Sterben.
Thriller, Serie

Wayward Pines - Staffel 1

Ein guter Ort zum Sterben.
Thriller, Serie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 28.11.2024
Da jedes einzelne Detail zum Inhalt spoilern könnte, versuche ich mich auf Allgemeines zu beschränken. Die Serie (die u. a. von M. Night Shyamalan prodziert wurde) ist gut gemacht, überaus spannend und sehr mysteriös. Zumindest Staffel 1, die zweite Season kenne ich noch nicht. Neben der Geschichte selbst stechen die Schauspieler positiv hervor, die gut besetzt wurden und prima spielen. Allen voran Matt Dillon, der für dessen Rolle wie geschaffen scheint.

Als Zuschauer ist man von Anfang an ebenso desorientiert und verwirrt wie der Protagonist selbst. Was ist passiert, wo bin ich, was geht hier vor? Fragen über Fragen. Aber kaum Antworten. Und jeder verhält sich extrem merkwürdig, geheimnisvoll oder sogar feindselig.

Mit jeder Folge scheint man der Wahrheit näher zu kommen, bis dann Folge 5 quasi die komplette Auflösung bietet, welche jedoch völlig anders ist, als man es erwartet hätte. Ab diesem Zeitpunkt schlägt die Geschichte sozusagen eine neue Richtung ein, wodurch insbesondere die Mystery-Stimmung leider stark in den Hintergrund tritt. Ein wenig schade... Ebenso, dass einige der Darsteller/innen nicht durchgehend zu sehen sind.

Staffel 1 endet mit einem großen Cliffhanger, sodass ich mir Staffel 2 hoffentlich auch bald ansehen kann. Ob diese die Qualität der ersten Season aufrecht erhalten kann bleibt abzuwarten, geben die Ereignisse der letzten Folge doch einen kleinen Ausblick...

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Limbo

Thriller, 18+ Spielfilm, Krimi

Limbo

Thriller, 18+ Spielfilm, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 19.11.2024
Ein Abstieg in die Vorhölle. Dreckig, brutal und erbarmungslos. In jeder Hinsicht ist dieser Film alles andere als zimperlich. Schon die Schauplätze einer modernen Megacity als eine Mischung aus Beton-Slum und Müllhalde erschüttern. Dort stehen sich ein verrohter Cop sowie ein psychopathischer Serienkiller gegenüber, thematisch begleitet von Kleinkriminalität, Armut, Drogenmissbrauch und Obdachlosigkeit. Alles ziemlich ungewöhnlich und erstaunlich offen für eine chinesische Produktion.

Die schwarz-weißen Bilder bewirken einen starken Kontrast und tragen enorm zur tristen, finsteren und deprimierenden Atmosphäre bei, ähnlich wie z. B. bei "Der Leuchtturm". Die fesselnde Story, die guten Schauspieler sowie die überaus gekonnte Machart und Erzählweise besorgen den Rest.

Definitiv ein Film-Highlight, nicht nur für Fans des asiatischen Kinos, allerdings eher nicht für zarte Gemüter geeignet.

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Late Night with the Devil

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 23.10.2024
"Late Night With The Devil" ist quasi ein Film im Film. Genauer gesagt, handelt es sich um eine Variation des Found-Footage-Genres, bei der einleitend pseudodokumentarisch erläutert wird, dass es sich beim folgenden Material um das wiederentdeckte Master der Aufzeichnung einer 70er Jahre Late Night Show inkl. Backstage-Aufnahmen handelt. Dazu gibt es einige Informationen rund um die Sendung sowie zur Vita des Showmasters, insbesondere zu dessen Privatleben.

Die sogenannte Show selbst ist leider meilenweit entfernt von Glaubwürdigkeit. Dabei spreche ich nicht vom Inhalt, sondern von der Machart, welche durch extrem viele Schnitte und Kameraeinstellungen gekennzeichnet ist. Long Shots wechseln sich quasi im Sekundentakt hypernervös mit Nahaufnahmen aus unzähligen Perspektiven ab, sogar Backstage. Der Ton ist dabei immer gleich klar. Sorry, aber so wurde keine Talk Show aufgenommen bzw. gezeigt, schon gar nicht in den 70ern. Bereits durch dieses Manko funktioniert der Film nicht.

Hinzu kommt, dass die Rollen wenig überzeugend gespielt werden. Viele Dialoge und Abläufe sind völlig unpassend für eine solche Sendung. Auch die Stimmung von vor 50 Jahren konnte nicht authentisch eingefangen werden. Ein paar Koteletten und ein leicht unscharfes Bild reichen dafür nun einmal nicht aus.

Fazit: "Late Night With The Devil" ist größtenteils schwerfällig, anstrengend und wirkt von vorne bis hinten gekünstelt. Das kurze, harmlose Finale kann 80 Minuten Langeweile nicht wettmachen.

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The Syndrome

Fear Has No Face
Horror, Thriller

The Syndrome

Fear Has No Face
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 29.09.2024
Eine recht prickelnde Mystery-Story, inklusive diverser Schaudermomente, flüssig erzählt, mit überwiegend sympathischen Schauspielern passend besetzt und meist in kühlen Farben gefilmt. "The Syndrome" macht insoweit vieles richtig. Machmal sind die verwendeten Farbfilter vielleicht etwas zu intensiv, denn die Außenaufnahmen haben einen deutlichen Blaustich. Eventuell wollte man so aber auch nur das triste Bild der grauen Altbauten aus der Sowjetzeit übertünchen.

Sowohl Stimmung als auch Ablauf der Geschichte sowie manche der verwendeten Perspektiven im Film erinnerten mich ein wenig an die guten alten Wallander-Krimis. Auch inhaltlich gibt es mit rätselhaften Vorfällen, blutigen Leichen, verschollenen Familienangehörigen und sogar etwas Polizeiarbeit Parallelen. Nichtsdestotrotz ist "The Syndrom" eher etwas für Fans des Düsteren sowie des Unerklärlichen und Übernatürlichen.

Qualitativ steht der Film westlichen Produktionen in nichts nach. Im Gegenteil, verglichen mit den überwiegend seichten US-Produktionen von Netflix & Co. wirkt "The Syndrom" wesentlich stimmiger, subtiler und gehaltvoller. Selbst an der deutschen Sprachfassung gibt es nichts auszusetzen.

3,3 von 5 Abflussreinigerflaschen

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The Batman

Die Masken werden fallen. Vergeltung ist nah.
Action, Fantasy

The Batman

Die Masken werden fallen. Vergeltung ist nah.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 27.09.2024
Lange hatte ich (ebenfalls) Vorbehalte, aber um es kurz und klar zu sagen: "The Batman" ist sehr gelungen und keineswegs die schlechteste aller bisherigen Verfilmungen, im Gegenteil.

Denn anstelle von knallbunten Plastikshows (Kilmer & Clooney) oder eines Hightech-Gadget-Feuerwerks, steht hier zur Abwechslung mal Inhalt im Vordergrund. Klar, es ist immer noch ein Superhelden-Film, aber die vielen Kriminal- und Detektivelemente werten die Story ungemein auf. Außerdem gab es mit diesem Riddler endlich einmal einen realistisch und glaubhaft dargestellten Psychopaten als Gegenspieler, der sich nicht in Strampelanzügen oder mit Farbe in Gesicht und Haaren zum Affen macht.

Verglichen mit dem eher gönnerhaften Playboy-Charme der bisherigen Hauptdarsteller wirkt Robert Pattinson als Bruce Wayne buchstäblich etwas blass. Aber ich denke, dass ist auch so gewollt. Denn es passt zu der insgesamt etwas bescheideneren, bodenständigeren und dezenteren Interpretation des Batman. Als solcher macht Pattinson wiederum eine wirklich gute Figur. Gleiches gilt für die restlichen Rollen, die alle ohne großen Schnickschnack oder überkandidelte Kostüme auskommen.

Als Manko könnte man vielleicht die lange Filmlaufzeit sehen, die ein erneutes Ansehen ziemlich erschwert. Anderseits muss so ein Neustart natürlich materiell, personell und auch sonst alles irgendwie unterbringen, was Batman ausmacht.

Fazit: der dunkle Ritter ist erwachsen geworden. Glatte 4 von 5 Dropheads.

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The ABCs of Death - 22 Ways to Die

26 Regisseure, 26 Wege zu sterben.
Horror, 18+ Spielfilm

The ABCs of Death - 22 Ways to Die

26 Regisseure, 26 Wege zu sterben.
Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 23.09.2024
Zunächst einmal ein großes Lob an VIDEOBUSTER dafür, dass hier auch die ungeschnitte Version geliehen werden kann. Soetwas ist nicht selbstverständlich. Vielen Dank!

Zum Inhalt ist zu sagen, dass die Macher der insgesamt 26 Kurzfilme zwar künstlerisch freie Hand hatten, offenbar jedoch an eine zeitliche Beschränkung gebunden waren, damit die Gesamtdauer nicht ausartet. Somit ist kein Beitrag länger als 5-6 Minuten. Manche sind sogar deutlich kürzer. Das fand ich schade, da einigen Filmen eine längere Laufzeit auch in Sachen Niveau geholfen hätte. Statt also das Ganze z. B. als Zwei- oder Dreiteiler aufzuziehen, entschloss man sich, sämtliche Shorts in rund 2 Stunden zu quetschen.

Insgesamt konnte mich dabei nur knapp mehr als eine Hand voll Produktionen überzeugen. Der Rest war entweder inhaltlich, spielerisch oder qualitativ daneben. Einige Filme sind brutal, bizarr, abstrakt, abgedreht oder einfach nur ungewöhnlich, andere hatten durchaus einen ernsten Hintergrund bzw. eine kritische Aussage. Einige waren eher sarkastisch-komisch, andere morbide und ernst. Die meisten Filme komme ohne Dialoge aus, nur wenige sind animiert. Eine Liste der Beiträge mit Inhaltsangabe findet man online.

"Quter Limits", "Tales From The Crypt", "Shocking Shorts", "Masters Of Horror", ... leider kann das ABC in der Summe nicht mit der Konkurenz mithalten, sodass sich der Film als solcher nicht wirklich lohnt. Dafür befinden sich zu viele Graupen in der Horror-Suppe.

ungeprüfte Kritik

Wrong Turn - The Foundation

Horror, Thriller, 18+ Spielfilm

Wrong Turn - The Foundation

Horror, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 20.09.2024
Wenn man aus einem Filmtitel mit der Zeit eine Art Serie macht, dann man muss dafür inhaltlich schon ordentlich etwas in petto haben. Im Fall von "Wrong Turn" war selbst das Original lediglich Durchschnitt, sodass ich um die gefühlten fünfundvierzig Ableger stets einen großen Bogen gemacht habe. Bis jetzt. Denn im Vorfeld weckte "The Foundation" in mir Assoziationen zu einer der vielleicht besten Folgen von "Akte X" (5x04 "Detour").

Was mich tatsächlich jedoch erwartete, war einfach nur schwach, langweilig und lächerlich. Die ersten 50 Minuten stoplern höchst unsympathische Vertreter der Generation Instagram durch die Wälder und werden nach und nach dezimiert, das kennen wir ja schon. Danach tauchen dieses Mal aber keine mutierten Rednecks auf, sondern eine Art Parallelgesellschaft, die seit über 200 Jahren in den Bergen jenseits der Zivilisation in völliger Isolation lebt. Interessanterweise sind einige von ihnen zweisprachig und hängen dann doch ab und zu mal im nahegelegenen Örtchen 'rum, während andere sogar Auto fahren können.

Irgendwann folgt der übliche Showdown, wobei man sowieso schon längst weiß, wie die Story enden wird. Aber Halt! Die Macher waren hier besonders kreativ, indem man nach dem Finale noch ein Finale folgen ließ. Und dann noch eins. Und noch wärend bereits der Abspann anfängt, folgt wiederum noch eine Endeinstellung. Klingt doch super einfallsreich, oder? Nur blöd, dass die Hälfte davon inhaltlich absoluter Quatsch ist.

ungeprüfte Kritik

Morgue

Der Tod schläft nicht.
Horror

Morgue

Der Tod schläft nicht.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 14.09.2024
Ein Horrorfilm aus Paraguay? Da bin ich schon aus Prinzip neugierig, auch wenn ich aufgrund der Inhaltsangabe zunächst befürchtete, es könnte sich um eine Kopie von "Freeze - Alptraum Nachtwache" handeln. Dem ist aber ganz und gar nicht so.

Stattdessen liefert "Morgue" ein recht eigenständiges und wirklich überzeugendes Konzept ab, das die meisten Hollywood-Machwerke in Sachen Atmosphäre und Wirkung locker in den Schatten stellt. Ohne Splatter- oder Gewaltorgien, billige CGI-Effekte am laufenden Band oder langweilige Story-Ausschweifungen haben die Macher hier einen richtig packenden Film mit hohem Gänsehautfaktor erschaffen, der gekonnt verschiedene Elemente des modernen Horrofilms kombiniert. Das Setting, das für hiesige Verhältnisse eher antiquiert wirkt, sowie der Hauptdarsteller, der nachvollziehbar und glaubwürdig agiert und seine Sache damit sehr gut macht, tragen maßgeblich dazu bei. Außerdem wird herkömmliche Filmmusik fast komplett durch Klänge und Geräusche ersetzt, was ebenfalls bestens funktioniert.

"Morgue" ist damit (noch) ein echter Geheimtipp. Selbst ich, der "Medical Detectives" zum Frühstück sieht, saß gebannt vor dem Bildschirm und machte das eine odere andere Mal wirklich große Augen, was wirklich nicht oft vorkommt...

ungeprüfte Kritik

Afflicted

Horror, Thriller

Afflicted

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Pumpkineater" am 09.09.2024
Nicht untypisch für dieses Genre fängt der Film sehr harmlos an. Zwei Freunde gehen auf Weltreise und lassen dabei auch die ein oder andere Party natürlich nicht aus. Neben einer Abschiedsfeier finden zuvor auch noch Monologe für die Kamera statt, welche Anlass und Motive für Trip erklären sollen.

Und damit hat der Film schon das erste Problem. Angesichts der knappen Gesamtdauer wird zu viel Zeit mit der Vorgeschichte vergeudet, die zudem auch noch ziemlich banal ist. Dadurch bleibt nicht mehr viel Gelegenheit, den Hautpteil entsprechend zu gestalten, sodass die folgenden Ereignisse mehr oder weniger im Schnelldurchlauf stattfinden. Aus technischer Sicht sind diese zwar ganz gut umgesetzt, das ist allerdings schon der einzige Lichtblick im diesem Film.

Inhaltlich kann "Afflicted" nämlich kaum punkten, womit ich das zweite Problem anspreche. Die Story ist zu einfallslos und langweilig. Viele der arg gestellten Abläufe sind offenbar nur Mittel zum Zweck und dienen lediglich als Erklärung für den Zuschauer. Dadurch wirkt die gesamte Erzählung extrem hölzern, wobei das fast schon alberne Finale noch einmal besonders negativ auffällt. Einer dieser Kopfschüttel-Momente.

Fazit: Found-Footage-Filme leben von Atmosphäre und Glaubwürdigkeit der Handlungen. Beides kommt hier zu kurz, sodass nichts weiter übrig bleibt, als ein paar nette Special Effects, eingebettet in einer 08/15-Story, die inhaltlich bestensfalls einen Kurzfilm ausfüllen würde.

ungeprüfte Kritik