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Kritiken von "PeteThrope" aus

16 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Flucht aus Pretoria
    Sein Mut ist der Schlüssel.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 21.02.2021
    Prinzipiell mag ich Filme, die eine Geschichte von A nach B ohne viel Firlefanz erzählen, gerade im Gegensatz zu anderen Filmen neueren Datums, die sich an Effekten überbieten, deren Story aber auf eine Briefmarke passt.

    Trotzdem überzeugt mich das hier nicht, weil es trotz der hervorragenden Ausgangssitution die Macher schaffen, einen irgendwann spannungslosen Film runterzukurbeln. Das können die in Amiland besser. Der zweite Kritikpunkt sind die Dialoge, wobei ich nicht richtig weiß, ob das eine Fehler der Synchronisation ist oder ob die Original schon so einfallslos sind.

    Generell haben Ausbruchsfilme eine Schwierigkeit: Wenn man den Ausbruch einmal gesehen hat, wird er beim wiederholten Sehen langweilig, s. "Flucht aus Alcatraz". Während die Szenen vor dem eigentlich Ausbruch nach wie vor spannend sind, ist die Flucht selbst aus heutiger Sicht unspektakulär. Die Ausnahme ist "Die Verurteilten" und zwar aus dem Grund, weil es vordergründig keine Ausbruchsgeschichte ist (der Trick ist, dass man sie nicht bemerkt), sondern die Geschichte einer Freundschaft.

    Um es jetzt kurz zu machen: "Flucht aus Pretoria" kann man gucken. Ein zweites Gucken interessiert mich nicht die Bohne.
  • Suzi Q
    The Queen Has Come to Claim Her Crown
    Musik, Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 21.02.2021
    Ich war ja sehr verwundert, dass es überhaupt eine Suzi Quatro-Biographie gibt und dann auch noch mit deutschen Untertiteln (außer bei den Boni, deshalb nur 4 Sterne). Interessant ist das auch noch, vor allem, wenn man zu Zeiten von "Can The Can" gerade mal Sweet Sixteen" war.

    Das Einzige, was mir wirklich auf den Sender geht, ist die offensichtliche Nachbearbeitung von Suzi's Gesicht bei den geschichtlich wohl jüngsten Interviews.. Jetzt ist das Ganze nicht gerade HD-Qualität, trotzdem kann man sehen, dass es Unterschiede gibt zwischen Suzi's Gesicht und ihrem Hals. Der Hals ist sehr faltig, aber einigermaßen scharf zu sehen. Das Gesicht ist faltenlos, aber konturlos. Da ich privat schon lange Bildbearbeitung mache, kenne ich den Effekt, wenn man pixelige Bilder nur einfach mal glättet. Da kommt so ein Matsch raus.
  • Pinocchio
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 21.12.2020
    Das Problem bei allen Pinocchio-Verfilmungen ist eigentlich die literarische Vorlage, die ursprünglich aus vielen kleinen Episoden bestand und dann von Carlo Collodi in einem Buch zusammengefasst wurden. Soll heißen, die Vorlage ist sehr umfangreich. Das andere Problem ist, die Geschichte ist sehr düster.

    Die stringenteste Verfilmung war im Prinzip die von Walt Disney (1940), weil sie viele Nebenhandlungen weglies und sich auf den Kern der Geschichte (Holzpuppe wird zu einem leibhaftigen Jungen) konzentrierte. Trotzdem war es entsprechend der Vorlage Disneys düsterster Film und war in manchen Sequenzen für Kinder erschreckend.

    Diese Stringenz geht dieser Neuverfilmung leider völlig ab. Man hat das Gefühl, der Film will der Vorlage sehr gerecht werden und nimmt deshalb diese - ich nenne es mal - Episodenhaftigkeit an. Da sind Sprünge drin, die selbst für einen Erwachsenen nicht immer gleich zu durchschauen sind. Hätte man z. B. die Gerichtsszene weggelassen, würde dem Film nichts fehlen.

    Punkte macht der Film in seiner (virtuellen) Ausstattung und der Tricks (genaugenommen besteht der ganze Film aus Tricks), aber das war's auch schon.

    Vielleicht hätte man daraus einen Zweiteiler machen sollen. 4 Stunden wäre das wert gewesen.
  • The Hunt
    Die Jagdsaison ist eröffnet.
    18+ Spielfilm, Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 01.12.2020
    Ich mag Hilary Swank, die eigentlich in anspruchvollen Filmen spielt und schon deshalb fand ich es befremdend, sie in einem Metzelfilm zu sehen. Ja, das ist der Film im Prizip auch. Trotzdem kommen so nach und nach Elemente dazu, die über das Genre hinausgehen. Es ist schwierig, das zu beschreiben, weil man sonst zu viel verraten würde.

    Mir sind aber Parallelen zu Quentin Tarantino aufgefallen. Mal von den blutigen Effekten abgesehen, erinnert mich die vorletzte Szene schwer an "Kill Bill", von anderen abgesehen. Mir gefällt auch die Fabel vom Hasen und der Schildkröte, die die Protagonistin irgendwann erzählt.

    Mir gefällt nur nicht der Schluss, weil er inkonsequent ist.
  • Birds of Prey
    The Emancipation of Harley Quinn
    Fantasy, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 22.07.2020
    Mir gehen Superheldenfilme langsam auf den Geist und so fand ich den Antisuperheldenfilm "Suicide Squad" eigentlich ganz passabel. Wenn man aber ehrlich ist, macht die Hälfte des Spaßes Margot Robbie als Harley Quinn aus. Das sahen wohl auch andere so und nun haben wir also einen Film, der ganz auf sie zugeschnitten ist.

    Das ist auch gut so, weil damit die Mängel des Films zeitweise überdeckt werden. Der Hauptfehler ist die Darstellung der (ohnehin dürftigen) Handlung. Es gibt überhaupt keinen Grund für die andauernden Zeitsprünge, die zwar ziemlich grell sind, aber das war's auch schon. Teilweise fühlt man sich an ein MTV-Video erinnert, in das sich die Teletubbies verirrt haben.

    Manches ist schlicht überflüssig, wie die Figur der Huntress. Wäre sie nicht dabei, würde sich an der Handlung rein gar nichts ändern.

    Also bleibt es dabei: Margot Robbie raus und die DVD bekäme zwei Löcher. Zum Abheften.
  • Le Mans 66 - Gegen jede Chance
    Basierend auf der wahren Geschichte von Ford versus Ferrari.
    Action, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 04.05.2020
    Ehrlich gesagt, bin ich nicht DER Rennsportfan, aber Biopics fand ich schon immer interessant und "Rush" fand ich toll. Da ich aber mich nicht mal groß mit Autos auskenne (immerhin weiß ich wenigstens, wo das Benzin reinkommt), geht mir wahrscheinlich die Freude an manchen Details verloren. Mein Freude ist bei dem Film aber, dass hier endlich mal wieder eine Geschichte erzählt wird, ohne Firlefanz und bei dem der Regisseur zeigen will: "Guck mal, wie toll ich bin". James Mangold hat das z. B. mit "Copland" hinreichend bewiesen.

    Ihm Zuhilfe kommen da die Schauspieler - und obwohl sie natürlich den Film tragen und logischerweise herausstechen, sind das nicht nur Matt Damon und Christian Bale. Rund 2 1/2 Stunden Spannung und gute, intelligente Unterhaltung und der einzige Kritikpunkt ist (daher nur 4 Sterne), dass der Film vielleicht doch einen Tick zu lang ist.
  • Joker
    Setz ein Grinsen auf.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 22.04.2020
    Ich kann beim besten Willen die Jubelarien um diesen Film nicht verstehen. Gut, die Idee, den Joker nicht als Comic- sondern als reale Person zu sehen, klingt erstmal interessant. Besser wäre es aber, hier auch eine interessante Geschichte oder überhaupt eine Geschichte zu erzählen. An vielen Stellen wirkt der Film wie Patchwork.

    Absolut bescheuert ist aber vor allem die plakative Holzhammerpsychologie, die einem zugemutet wird, damit auch der Dümmste weiß, warum aus Arthur Fleck irgendwann mal Joker wird. Da werden so ziemlich alle Klischees verbraten...adoptiertes Kind, böse Umwelt usw.

    Schade ist auch, dass der von mir sehr geschätzte Joaquin Phoenix hier z. T. auch einen Hang zum Overacting hat und so bleibt bei mir eigentlich nur eine Szene positiv hängen: Als Joker gegen Ende eine Treppe zu den Klängen von "Rock N'Roll" runtersteigt (Dass man hier einen Song des pädophilen Gary Glitter nimmt, stört mich allerdings doch wieder). Davon hätte es mehr sein können.

    Ach ja...Robert De Niro ist hier auch vergeudet (trotz der Anspielungen auf zwei Scorsese-Filme).
  • Under the Silver Lake
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 27.05.2019
    Der Film zeigt das ganze Dilemma des heutigen Hollywoods auf. Es gibt kaum noch originelle Ideen, stattdessen wird jede noch so kleine Story mit einer Tonne Schauwerten und Specialeffects aufgeblasen, damit es wenigstens nach was aussieht (die ganzen Superheldenfilme, die so schwer in Mode sind, wimmeln davon).

    Dabei ist diese Story hier noch mehr als simpel: Mann sucht Frau. Wenn dem Hauptdasteller aber gleich am Anfang ein Eichhörnchen aus heiterem Himmel vor die Füße fällt und das zermatschte Tier noch den Kopf hebt und ihn anstarrt, weiß man, das hier ist außergewöhnlich. Da es allerdings mehrere solcher Szenen gibt, die für die Geschichte keinen Sinn ergeben, kann man nur sagen: Das ist außergewöhnlich blöd.

    Also gibt es für die Existenz dieses Films nur drei Möglichkeiten: Die erste hab ich beschrieben, die zweite ist: Guck mal, was ich kann = Geltungssucht. Und die dritte ist: Alle beteiligten Personen haben eine der breiten Masse noch unbekannte Droge eingeworfen.

    Der Film erinnert mich an Lady Gaga. Ohne Make-Up macht die gar nichts her, zukleistert schon eher. Hollywood wäre gut beraten, mal wieder nach Drehbuchschreibern und Regisseuren zu suchen, die ohne (viel) Kleister eine gute Story erzählen können.
  • Split
    Er hat 23 verschiedene Persönlichkeiten. Die 24. steht kurz vor dem Ausbruch.
    Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 21.05.2019
    Um den Film zu bewerten, muss ich leider ein bisschen spoilern:

    Der Film ist ca. 5 Minuten alt. Drei Teenies werden von einem unbekannten Mann entführt und man kommt nicht umhin, auf den Trichter zu kommen, dass eine der Mädchen den Mann irgendwie kennt. Da man weiß, dass der Mann 23 verschiedene Persönlichkeiten hat (von denen man nur 8, glaub ich, zu sehen bekommt) schwant mir was.

    Nach einer halben Stunde schwant mit noch mehr und noch insgesamt einer Stunde bin ich mir sicher, dass ich den Film und damit seine Auflösung schon mal gesehen habe. Nur hieß der Film damals "Identität" und war um Längen besser gemacht (allerdings auch brutaler), weil rasanter und nicht so langatmig.

    Fazit: Gute Idee geklaut, schlecht umgesetzt. Immerhin entschädigen die guten Schauspielerleistungen ein bisschen.
  • Homerun
    Er war der größte Baseballspieler aller Zeiten! Alle Welt haßte ihn... und er genoß es.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 29.04.2019
    "Ein Reporter soll die Story einer Baseball-Legende neu schreiben. Doch dabei entdeckt er zutiefst dunkle Flecken in dessen Geschichte." So steht's bei Filmstarts und das reicht auch als Inhaltsangabe. Wichtig ist allerdings, dass die Baseball-Legende Ty Cobb tatsächlich gelebt hat und bis 1992 als bester Baseball-Spieler in der Hall Of Fame (Sogar vor Babe Ruth) gelistet wurde. Dabei hat er sich zu Lebzeiten einige Feinde gemacht und so zeigt der Film Cobb als wenig sympathischen Menschen.

    Ob das alles so stimmt, was man in dem Film sieht, darf getrost bezweifelt werden. Meine fünf Sterne beziehen sich ausschließlich auf Tommy Lee Jones als Darsteller des Ty Cobb, die dermaßen grandios ist, dass man sich freut, nur ihm zuzugucken.

    Leider momentan nicht auf DVD.
  • Der rote Rausch
    Flucht ohne Wiederkehr - Das Geheimnis des roten Baumstammes.
    Thriller, Deutscher Film, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 03.10.2018
    Josef Stief (Klaus Kinski), ein vierfacher Frauenmörder bricht aus einer Irrenanstalt aus. Die in Grenzgebieten lebenden Bauern halten den völlig verstörten Mann für einen Flüchtling, der sich Martin nennt, aber ansonsten das Gedächtnis verloren hat. Erst nach und nach wird ihm selbst klar, dass er ein Frauenmörder ist. Dabei hat er sich in der Zwischenzeit in Katrin (Brigitte Grothum), die Tochter eines Großgrundbesitzers verliebt.

    Warum Stief sein Gedächtnis verloren hat, erklärt zwischenzeitlich der Anstaltsarzt (Dieter Borsche). Man hat ihm systematisch das Gedächtnis entzogen, um seine Taten zu verdrängen.

    Das klingt alles ein bisschen verworren und konstruiert und ist es auch tatsächlich auch. Der Grund, warum ich dem Film trotzdem fünf Sterne vergebe, ist einzig und allein Klaus Kinski zu verdanken, der hier seine erste Hauptrolle spielt:

    Kinski, wie er durch das Schilf flüchtet (er hat sich selten doubeln lassen). Kinski, wie er versucht - unsicher - in der Gemeinde der Bauern, Anschluss zu finden. Kinski, wie er einmal im Wahn in alte verhaltensgestörte Muster zurückfällt (dargestellt durch Zittern eines Nasenflügels – das muss ihn erst mal jemand nachmachen) und schließlich Kinski, der liebevoll einem Kind anhand einer Puppe ein Märchen (hier muss man anmerken, wie seltsam sanft Kinskis Stimme sein konnte und hier tatsächlich liebevoll – oft war das bedrohlich) erzählt. Das alles ist Kinski At His Best!
  • Fahr zur Hölle, Liebling
    Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "PeteThrope" am 18.09.2018
    Die Verfilmung von Raymond Chandlers Roman "The Big Sleep" von 1946 mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall (Deutscher Titel: "Tote schlafen fest") wird allgemein als die beste eines Romans von Chandler angesehen.

    1975 verfilmte Dick Richards den Roman "Farewell My Lovely". Was beide Verfilmungen gegenüber anderen auszeichnet ist ihre Atmosphäre, wobei im Falle von "Tote schlafen fest" noch das As Bogart und Bacall ausgepielt werden konnte. Doch "Fahr zur Hölle, Liebling" hat ebenfalls ein As und das ist Robert Mitchum. Sein Marlowe kommt dem Marlowe der Romane so nahe, wie man es nur kann. Marlowe ist nicht nur ein sogenannter "tough guy", er ist auch etwas melancholisch und genau diese Melancholie ist es, die Mitchum 'rüberbringt und die ihn authentisch macht. Dabei lebt er genauso wie Bogart von seiner überwältigenden Leinwandpräsenz.

    Der Regisseur Dick Richards schafft es überzeugend, die Stimmung der Romane (ich habe sie alle gelesen) in den Film einzubringen und das ist das andere As des Films. Das liegt vor allem an dem Trick, Marlowe die Geschichte aus dem Off erzählen zu lassen (Chandlers Romane sind in der Ich-Form geschrieben), wobei er es fertigbringt, den lakonischen Humor der Romane zu treffen wie z. B. in der Beschreibung Marlowes zu Moose Malloy, der "nicht ganz so groß wie die Freiheitsstatue" ist.

    Fazit: "Fahr zur Hölle, Liebling" ist der Film, der den Ton der Vorlage am besten trifft und ist deshalb die beste Verfilmung.