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Kritiken von "gumpraider" aus

6 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Mad Max - Fury Road
    Was für ein schöner Tag. Nur der Wahnsinn überlebt.
    Action, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "gumpraider" am 03.10.2016
    Ich muss sagen, dass die Kritiken hier wirklich lachhaft sind. Dieser Film hat im Vergleich zu den anderen keine Story? Was war denn die spektakuläre Geschichte im ersten Teil nochmal? Polizist verliert Familie, nimmt Rache. Teil 2? Ölkrise, Max sucht Öl, hilft Leuten, um Öl zu bekommen. Mad Max war nie eine Serie, die sich viel um Plot schert, es geht mehr um den Mythos. Deshalb ist es auch egal, ob man Mel Gibson wieder an Bord hat, da Max mehr eine Idee darstellt, als eine richtige Figur.

    Die Action ist absolut überragend inszeniert, Miller hat hier Bilder entstehen lassen, die nur so von Stärke und Kraft strotzen. Die Schauspieler sind alle in Ordnung, aber der Film weiß, wo der Fokus liegt, und das ist eben nicht bei den Charakteren. Trotzdem hat man hier keinen dummen Action Streifen, sondern einen Film der subtil eine eigene Welt kreiert, voller gebrochener Figuren.
  • Nightcrawler
    Jede Nacht hat ihren Preis.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "gumpraider" am 03.10.2016
    Nightcrawler ist wohl einer der interessantesten Filme des Jahres 2015. Jake Gyllenhaal spielt hier einen so genannten "Nightcrawler", das sind Leute, die das Videomaterial für Nachrichtenstationen besorgen. Das heißt, man filmt auch die grausigsten Unfälle, um damit Geld zu verdienen.

    Der Film ist oft unangenehm, vor allem Gyllenhaal hat eine unglaubliche Präsenz, wenn man ihn hier abgemagert und von Ruhm besessen erlebt. Einige Szenen sind ganz schön hart, insgesamt ist der Film aber nicht zu brutal, und funktioniert auch gut als Satire über die Perversion unserer Zeit.
  • The Imitation Game
    Ein streng geheimes Leben.
    Drama, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "gumpraider" am 03.10.2016
    The Imitation Game ist der typische Film, der bei den Oscars hoch gelobt wird, aber doch absolut nichts Besonderes ist. Schon die Darstellung von Alan Turing hier ist absolut lachhaft. Im Film wird er als quasi Autist dargestellt, der mit niemandem befreundet ist, etc. In Wirklichkeit war Turin ein umgänglicher und beliebter Mensch, und natürlich hat er nicht allein die Nazis gestoppt.

    Solide gespielt, aber hier ist alles Standardware. The Imitation Game sieht aus wie ein Fernsehfilm, man kann jede Wendung hervorsehen, und auch die Gesellschaftskritik ist harmlos.
  • Die Tribute von Panem 3 - Mockingjay - Teil 2
    Nichts kann dich auf das Ende vorbereiten.
    Science-Fiction, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "gumpraider" am 03.10.2016
    Ich habe sowohl alle Bücher-wie auch Filme der Tribute von Panem Reihe gelesen-bzw gesehen. Die Filme sind ganz eindeutig mit Teil 2 an ihrem Höhepunkt angekommen, und danach in der Qualität immer stärker abgefallen. Mockingjay- Teil 1 braucht man eigentlich gar nicht zu sehen, da in diesem Film nichts Bedeutendes passiert ist, und somit kann man gleich Teil 2 sehen, um dann die Serie endlich abzuschließen. Aber es ist ein eher schmerzhafter Abschluss, man muss sich oft durch den Film quälen, da er einfach voller Logikfehler und alberner Ideen steckt.

    Die Rebellen sind jetzt endlich im Kapitol angekommen, und wollen das Regime stürzen. Somit hat man im letzten Teil der Hunger Games Reihe einen Kriegsfilm gedreht, der aber trotzdem voll mit "Romantik" steckt. Nicht die Revolution steht im Vordergrund, sondern Katniss Entscheidung, ob sie den einen gut aussehenden Teenagerschwarm liebt, oder eben den Anderen. Ihre Entscheidung ist aber sowieso egal, denn nach einer Weile versucht der Film vorzutäuschen, dass es doch ein Drehbuch gab, und es gibt ein paar "schockierende" Enthüllungen.

    Das Ende war schon im Buch schwach und wirkt im Film fast albern. Katniss soll eigentlich als Rollenbild für heranwachsende Mädchen dienen, da wirkt das extrem konservative Ende doch eher unheimlich, und auch die Botschaft des letzten Twists ist eher lachhaft. Und die über 2 Stunden, die es braucht, um an dieses langweilige Ende zu kommen, sind nicht viel besser.
  • Sicario
    Auftragskiller
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "gumpraider" am 03.10.2016
    Sicario macht nichts Neu, dafür aber alles Bekannte gut.

    Emily Blunt spielt eine FBI Ermittlerin, die in den Kampf gegen die Drogen hineingezogen wird, und sich in dem Dickicht von Lügen und Gewalt verirrt. Kann sie dem CIA Agenten (gespielt von Josh Brolin) vertrauen? Und wer ist der mysteriöse südamerikanische Agent? Die Auflösung ist doch eher enttäuschend, aber für mich ist Sicario trotzdem ein absolut empfehlenswerter Film.
    Denis Villeneuve weiß genau, wie man Spannung erzielt. Schon die Eröffnungsszene gibt einen guten Vorgeschmack, auf die Stimmung des Films. Sicario hat 3-4 hochspannende Szenen, mein Favorit ist der Ausflug nach Juarez, der gleichzeitig eine Einführung in die Gewalt der Kartelle, aber auch des Kriegs gegen die Drogen darstellt.

    Die schauspielerischen Leistungen sind alle überzeugend, vor allem Emily Blunt spielt ihre Rolle hervorragend. Benicio del Toro hat viel Lob für seine Performance erhalten, dies auch teils zu recht, aber man muss feststellen, dass seine Rolle deutlich weniger Aufwand benötigte, da er meistens einfach nur da sitzt und ernst starrt. Ein Highlight war für mich Josh Brolin, der den Part des undurchschaubaren CIA Agents herrlich bizarr spielt.

    Der Film sieht fantastisch aus, was keine Überraschung sein sollte, wenn man weiß, dass Roger Deakins die Kamera übernahm. Die Bilder haben eine gewisse Härte und Intensität an sich, die sehr gut zu dem Thema passen.

    Insgesamt keine thematische Offenbarung, aber absolute top Unterhaltung.
  • The Hateful 8
    Niemand kommt hierher ohne einen verdammt guten Grund.
    Western
    Bewertung und Kritik von Filmfan "gumpraider" am 03.10.2016
    Kult-Regisseur Quentin Tarantino ist zurück. Nachdem das Script für "The Hateful 8" ursprünglich geleaket wurde, hieß es erst, dass das Projekt abgebrochen werde, und Tarantino doch nicht seinen ersten Western drehen würde. Nach längerem hin-und her ist der Film aber doch entstanden, und besonders begeistert hat er mich nicht.

    Der Titel gibt schon mal eine gute Vorschau auf den Inhalt des Films. The Hateful 8 spielt einige Jahrzehnte nach dem Bürgerkrieg, 8 Leute treffen sich in einem keinen Haus im Winter in Wyoming, und alle sind nicht besonders gut aufeinander zu sprechen. Der erste Akt spielt noch außerhalb der Hütte, und hier ist der Film am Stärksten. Der Dialog fließt gut, wie immer hagelt es nur so das F-und N-Wort, aber man erhält auf subtile Weise Hintergrundinformationen über die Charaktere. Dann kommt der 2. Akt, und es geht abwärts. Der Film kümmert sich nicht mehr um Spannung, da die Rollenzuteilung von Gut-und Böse sofort offensichtlich wird, und es fließt wieder literweise Blut, und mit jedem Schuss wird "The Hateful 8" uninteressanter. Tarantino liebt seinen Style so sehr, dass der Film darin schwimmt, und mit seiner Laufzeit von über zweieinhalb Stunden unglaublich lang erscheint. Zwar sind die Schauspieler alle gut gecastet, aber all dieses Talent, auch die schönen Bilder, versinken einfach in der Orgie an Gewalt, die Tarantino hier wieder abzieht.
    Insgesamt ein gut gemachter, aber extrem überzogener und enttäuschender Streifen.