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Kritiken von "tc3wry" aus

5 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Reine Geschmacksache
    Kleine Sticheleien - Groß in Mode
    Komödie, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "tc3wry" am 18.03.2008
    Surreal but nice
    Edgar Selge als abgewrackter Handelsvertreter mit ausgeprägtem Bewusstsein für Qualität und Seriosität seiner Produkte, die ansonsten potthässlich und vermutlich auch verzichtbar sind: eine wunderbare Umgebung für die Inszenierung eines zusammenbrechenden Spießer-Kartenhauses. Man kann an der einen oder anderen Stelle durchaus Loriot'sche Züge erkennen und einen skurrilen Humor, der sich wohl nur in Deutschland produzieren lässt.
    «Reine Geschmacksache« ist tatsächlich wohl auch das Motto für die Zuschauer: Wer sich bei Dieter Hallervorden wohl fühlt, wird sich bei »Reine Geschmacksache« zu Tode langweilen. Wer aber beim tapferen Scheitern der Figuren im Alltag ein wenig mit-leidet, der wird sich amüsieren. Die eine oder andere Länge bzw. der eine oder andere misslungene Gag lässt sich gut verschmerzen. Nur: Man wird diesen Film nicht in jeder Stimmung genießen können, allzu schlecht sollte man nicht drauf sein, wenn man die DVD einlegt...
  • Zusammen ist man weniger allein
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "tc3wry" am 18.03.2008
    Ungewöhnlich und rührend
    Der Film vermittelt im Laufe der Handlung auf bezaubernde Weise so etwas wie 'Vertraut-Werden' mit den Personen - so sperrig und traumatisiert sie auch anfangs daherkommen.
    Es fällt mit der Zeit immer leichter, die Ausfälle, Marotten und bizarren Gewohnheiten der Akteure nicht nur zu verstehen, sondern auch mögen zu lernen. Schließlich engagieren sich die (scheinbaren) Solisten immer mehr auch füreinander; daraus kann man die Hoffnung schöpfen, dass auch in einer wirren Welt ernst gemeinte persönliche Bande helfen können, das wackelige Gerüst der eigenen Wirklichkeit zusammen zu halten.
  • Voll gepunktet
    Wie kann man den Test bestehen? Man versucht, ihn zu stehlen!
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "tc3wry" am 28.02.2008
    Die spinnen, die Amis...
    Was man - zu meinem Erstaunen - hier lernt: wie absurd das amerikanische Bildungs- und Bewertungssystem offenbar ist. Da werden Horden von Jungvieh durch die Hörsäle getrieben, um einen Standard-Test zu durchleiden, der die Testopfer zur formbarem Masse modellieren soll.
    Wer die amerikanischen Massenunis kennt (nicht die paar edlen wie Harvard etc.) und den Kampf um die wenigen Plätze der ersten zehn Unis, entwickelt schnell viel Verständnis für jeden erfolgversprechenden subversiven Akt. Dass die Protagonisten hier am Ende den Betrug nicht durchziehen, sondern sich brav dem Verfahren beugen, zeigt ja geradem wie erfolgreich die amerikanische Massenpsychose des Wettbewerbs aller gegen alle im Alltag wirkt.
    Im wahrsten Sinne ein klarer Blick in eine gruselige Welt der Anpassung und Verformung, und deshalb: ein guter Film.
  • Mein Führer
    Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler.
    Komödie, Deutscher Film, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "tc3wry" am 28.02.2008
    Warum nicht?
    Helge Schneider ist ja eher (ein sehr guter) Musiker als Schauspieler. Aber irgendjemand überredet ihn ständig erfolgreich, den Mimen zu geben. Dennoch: Hier war er auf rührende Weise überzeugend. Er hat ja nicht Hitler gespielt, parodiert oder imitiert - er hat unsere kollektive Vorstellung dessen, was wir für Hitler halten, in diese traurige Figur 'gepackt'. Im Ergebnis entsteht dabei eine Art absurdes Theater mit einer sympthischen Schlussszene.
    Doch, diese Rolle hat er gut gespielt, wenn ich auch denke, dass Levy viele Möglichkeiten verschenkt hat: Die Nebenfiguren sind unnötig blass, und auch der Professor kommt nicht so richtig zum Zuge. Am Ende sind wohl alle Beteiligten immer noch auf Hitler fixiert. Wie sollte es anders sein...
  • Der letzte König von Schottland
    In den Fängen der Macht
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "tc3wry" am 28.02.2008
    Beeindruckend
    Forest Whitaker at his best: Völlig überzeugend spielt er den Diktator, gerade auch, weil er zu Beginn nicht gleich 'das Monster' gibt. Mit den Augen des Arztes Nicholas Garrigan folgt man der Begegnung eines naiven, aber gutwilligen Abenteurers mit dem hemmungslosen Diktator. Als sich zeigt, welche Abgründe sich hinter der zunächst freundschaftlichen Gebärde verbergen, will man - wie Garrigan - nur noch fliehen.
    Ein spannender Einblick in eine gruselige Wirklichkeit.