Kritiken von "spiegelblicke" aus Krefeld

Cat Person

Basierend auf der Kurzgeschichte aus dem New Yorker von Kristen Roupenian.
Drama, Lovestory

Cat Person

Basierend auf der Kurzgeschichte aus dem New Yorker von Kristen Roupenian.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 21.10.2026
Lose auf einer Kurzgeschichte basierend, die wiederum auf persönlichen Erfahrungen der Autorin beruht, gestaltet sich "Cat Person" als durch und durch spannendes Thrillerdrama, welches mit den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten spielt, ohne jedoch den eigentlichen Fokus von Margot zu nehmen. Je weiter sich die vermeintliche Liebesgeschichte entwickelt, desto mehr gestalten sich die Zweifel auch im Kopf des Zuschauers, ob und was mit Robert evtl. nicht stimmt.

Punkte sammelt das Werk vor allem dadurch, dass auch der Filmgucker stets hin und her gerissen sein darf, ob er hier überhaupt auf einer Seite stehen sollte. Die Situation spitzt sich stetig zu, bleibt dabei jedoch vollends authentisch und somit nachvollzieh- wie auch fühlbar.

Auch der Ausgang lässt Spielraum für eigene Spekulationen über - ein Film somit, den man sich gewiss erneut anschauen kann.

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Close to Me

Thriller

Close to Me

Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 18.10.2026
"Close to me" ist ein Film, den man nur wenige Wochen nach der Sichtung gewissermaßen wieder vergisst - dies, obschon der Plottwist durchaus zu punkten versteht. Dadurch, dass die hinterlegte Filmbeschreibung jedoch abermals falsche Erwartungshaltungen weckt, braucht der Zuschauer vielleicht ein wenig, um sich auf die eigentliche Darbietung einlassen zu können. Die Fasziniation des "aus dem Fenster schauens und dabei etwas sehen, was man nicht sehen sollte" ist gewiss kein neues Thema in der Filmbranche, funktioniert aber auch hier erstaunlich gut. Bis auf den Aspekt, dass man viel zu oft von der Frage abgelenkt wird, wie die Gebäude eigentlich konstruiert sein sollen, dass die Wohnungen gleichzeitig über den Hausflur gegenüber voneinander liegen, man jedoch ebenso aus dem Wohnzimmerfenster in das Schlafzimmer des anderen gucken können soll, zieht "Close to me" den Zuschauer durchaus in seinen Bann, verschenkt jedoch hier und dort etwas zu viel Potential. Wirkliche Nähe zu den Protagonisten lässt sich nur bedingt aufbauen, ein etwas strafferes Erzähltempo wäre wünschenswert gewesen.

Ingesamt durchaus ein lohnenswerter Filmbeitrag, jedoch nichts, das ernsthaft in Konkurrenz zu "Das Fenster zum Hof" laufen könnte.

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The Piano Tuner

Drama, Krimi

The Piano Tuner

Drama, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 18.10.2026
Ein recht ruhiger, langsamer und bedächtiger Thriller, eigentlich eher ein Drama - "The Piano Turner" greift die alte Geschichte von "gut gemeint und schlecht gemacht" auf, in dem der Protagonist eigentlich nur seinen Quasi-Ersatz-Eltern und zugleich Arbeitgeber helfen möchte, jedoch immer tiefer in Verstrickungen gerät, die selbst der Zuschauer nur bedingt hätte erahnen können. Dank der großartigen Besetzung überzeugt der Genremix, der zugleich eine Liebesgeschichte zu erzählen versucht, bis ins letzte Detail und geht mit seinem tragischen Finale noch einen Schritt weiter. Zugegeben, die letzte Szene trägt ein wenig dick auf, fühlt sich hier wie zu oft alles nach allzu weichgespültem Happy End für alle an - dennoch bringt "The Piano Tuner" einen ganz anderen Film auf die Leinwand, als man eingedenk der Vorschau hätte erwarten können. Ein Aspekt, der hier völlig ohne jedwede Enttäuschung aufgeht und mich von der ersten Minute an ans Filmgeschehen fesselte - die leichte Prise Humor rundet das Gesamtwerk ab.

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Love Me Dead

Ein fesselnder Psychothriller über Obsession, Abhängigkeit und dunkle Begierden.
Thriller

Love Me Dead

Ein fesselnder Psychothriller über Obsession, Abhängigkeit und dunkle Begierden.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 17.10.2026
Die hinterlegte Filmbeschreibung als solche gestaltet sich als derart irreführend, dass ich vorliegend einen völlig anderen Film erwartet hätte "Love me dead" ist dennoch nicht unbedingt schlecht - allerdings auch nicht unbedingt gut. Großer Knackpunkt ist das viel zu deutlich erkennbare niedrige Budget, was nicht zuletzt dank mehrerer Kameraführungen buchstäblich augenfällig werden darf. Spannung keimt nur schwerfällig auf, trägt die Umsetzung nur bedingt etwas dazu beii, dass man sich dem Protagonisten irgendwie nahefühlen kann. Es dauert auch nicht lang, bis der erfahrene Filmgucker seine gewissen Ahnungen hegt, die sich wenig überraschend dann nahezu allesamt erfüllen - dadurch, dass die eigentliche Thematik rund um einen Serienmörder vollends untergeht, fiebert der Zuschauer bedauerlicherweise nur äußerst wenig mit. Szenen, in denen man die Ermittler zumindest mal am Telefon hört, erschaffen den Nervenkitzel, den "Love me dead" dringend nötig gehabt hätte, genauso wenig wie die Wahnvorstellungen, die den Zuschauer zumindest hinsichtlich der Schlusszene ratlos zurücklassen, was denn nun tatsächlich passiert ist.

Kurz gesagt: "Love me dead" verschenkt mannigfaltige Chancen, die der Plot bot - gestaltet sich jedoch zumindest psychologisch betrachtet interessant genug, dass ich das Ansehen nicht unbedingt bereue.

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Nokan

Die Kunst des Ausklangs.
Drama

Nokan

Die Kunst des Ausklangs.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 30.09.2026
Eine feinfühlige Geschichte, leider für mich stellenweise etwas zu ausufernd umgesetzt. Die Melancholie der Augenblicke ist präsent, ein wenig Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz - die Scham des Protagonistin, der als Musiker erfolgreich werden wollte, schlussendlich jedoch Verstorbenen das letzte Geleit erweist, wird authentisch und somit nachfühlbar transportiert. Szenen, die ans Herz gehen, gibt es durchaus, hätte dem Gesamtwerk jedoch eine etwas straffere Erzählweise gut getan.

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Im Haus meiner Eltern

Drama, Deutscher Film

Im Haus meiner Eltern

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.09.2026
"Im Haus meiner Eltern" ist gewiss kein Film für den fröhlichen oder gar actiongetränkten Nachmittag - sehr ruhig, sehr beobachtend, sehr den Zuschauer sich selbst überlassend. Ein wenig fühlt man sich wie bei "Big brother", wird streng genommen nichts erklärt, kein wirklicher Anfang oder handfestes Ende präsentiert, mit dem man in gewohnter Manier etwas anfangen könnte. Das stille Drama rund um eine Familie, die wie zu viele andere auch stets bemüht ist, unbequemes unter den Teppich zu kehren - oder wie hier: auf den Dachboden zu verdammen - findet sich in der Zwangslage wieder, sich endlich mal mit den düstereren Seiten des Lebens auseinanderzusetzen. Die Umsetzung in schwarz/weiß tut ihr übriges dazu, um die bedrückende Atmosphäre einzufangen und den Hauch der vermentlichen Trostlosigkeit der jeder-auf-seine-Art-in-sich-gefangengen in jeder noch so kleinen Szene zu transportieren. Keine großen Szenen, keine weltberühmte Besetzung - dennoch ein Film, der nicht loslässt.

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Marty Supreme

Dream Big
Drama

Marty Supreme

Dream Big
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.09.2026
Stets ein wenig abgeschreckt von der Spielfilmlänge und dem Gedanken, dass ich mir somit über zwei Stunden Tischtennis angucken und Theorien anhöhren würde müssen, habe ich mich zu guter Letzt gegen die Sichtung des Kinofilms entschieden, obschon der Trailer durchaus seine Reize hatte. Mittels heimischen DVD Player sodann wurde ich positiv überrascht - "Marty Supreme" zeigt nur wenige Spiele, noch weniger Theoriegeplänkel und Wettkampfveranstaltungen an sich. Stattdessen erhält der Zuschauer eine bunte Genremischung, um sich zu guter letzt fragen zu dürfen, was er sich da überhaupt angesehen hat und warum der überaus arrogante Marty einen eigentlich so in seinen Bann zog. Die bodenlosen Dreistigkeiten, Unverschämtheiten und Darstellungen eines enormen Selbstbewusstsein nehmen den Zuschauer so gefangen, dass ihm beinahe die gekonnte Besetzung von Mutter und Geliebter entgangn wäre. "Marty Supreme" liefert Drama, Lovestory, Sportpolitik, Freundschaft, Famlienbande sowie das ewige Thema des Erwachsenwerdens in einer Mischung, die die Spielfilmzeit vergessen lässt. Szenen, die fassungslos stimmen und auf perfide Art zugleich amüsant sind, muss man mögen - den Aspekt, dass sich die Verfilmung nur sehr, sehr lose auf Tatsachen stützt, ebenso. Für mich eine überraschend angenehme Sichtung, die jedoch für ein einmaliges Anschauen ausreicht.

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Kingmaker

Der #1 Kinohit aus Dänemark
Thriller, Krimi

Kingmaker

Der #1 Kinohit aus Dänemark
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"Kingmaker" erscheint leider viel zu aktuell hinsichtlich der kürzlich erfolgen katastrophalen Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt - folglich geht das Gezeigte nochmals anders unter die Haut. "Kingmaker" ist politischer, als ich es anhand der Filmbeschreibung erahnt hätte - und leider auch langatmiger. Es wirkt stellenweise, als wollten die Macher zu guter Letzt niemanden vor den Kopf schlagen, sondern eher leise Kritik äußern und Dinge in Frage stellen . Die Art und Weise, mit der mal wieder jemand, der eigentlich gar nicht zuständig ist und sein darf, im Alleingang sämtliche Rätsel löst und Bösewichter überführt, überzeugt trotz der überzeugenden Schauspielkunst des mir bis dato völlig unbekannten Anders Berthelsen nur mittelmäßig und zieht sich bedauerlicherweise künstlich in die Länge.

Ingesamt gewiss interessant und atmosphärisch nicht zuletzt hinsichtlich des am Rande stattfindenden Familienkonflikts aufwühlend, jedoch kein Film, den ich mir wiederholt ansehen würde.

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Passages

Drama, Lovestory

Passages

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"Passages" ist ein nahezu durchgängig ungemütlicher Film, zeigt dieser das auf, was in viel zu vielen Beziehungen nahezu Alltag ist - ein Part ist vollends egoistisch bishin narzistisch, freiheitsliebend und dabei gleichermaßen das Gegenüber, welches stets aushält, erduldet einengt und kontrolliert. Die Selbstverständlichkeit, mit dem Tomas seinen Mann Martin betrügt, eine Frau schwängert und dies nichtmal wirklich als persönliches Vergehen präsentiert, löst gewissermaßen Fassungslosigkeit aus und ist von den drei Protagonisten unnachahmlich schauspielerisch überzeugend dargestellt. Der Knackpunkt, dass Martin nicht instande zu sein scheint, echte Grenzen oder gar Konsequenzen zu ziehen, bricht in "Passages" immer weiter auf, während Agathe - selbst verliebt - immer tiefer in das kaputte Beziehungskontrukt rutscht. Schmerzvolle Momente gibt es in "Passages" zu hauf; einzig und allein Tomas scheint immun zu sein gegen Verletzlichkeit, reagiert vielmehr wütend, als sein Mann sich von ihm zu lösen beginnt. Ein handfestes Happy End kann und wird es nicht geben; was bleibt, ist ein irgendwie verstörter Zuschauer, der noch längere Zeit über das Gesehene nachdenkt.

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How to Make a Killing - Todsicheres Erbe

Wie man einen Mord begeht - Heute erben, morgen sterben.
Krimi, Thriller

How to Make a Killing - Todsicheres Erbe

Wie man einen Mord begeht - Heute erben, morgen sterben.
Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"How to make a killing" fängt durch den Dialog zwischen dem Verurteilten und dem kirchlichen Beistand vielversprechend an, gestaltet sich schwarzhumorig und spannend zugleich - dadurch, dass Becket jedoch recht viele Unfälle für sämtliche Familienmitglieder der Redfellow-Nachkommen provozieren muss, verirrt sich der Film gewissermaßen in zunehmend überzogenenen inhaltlichen Wiederholungen, die ab einem gewissen Zeitpunkt im Schnelldurchlauf dargeboten werden. Der damit beabsichtigte morbide Witz geht in meinen Augen etwas verloren, wirken auch die ermittlungstechnischen Arbeiten des FBI, welches Becket über kurz oder lang auf die Spur kommt, stellenweise etwas hanebüchen und willkürlich. Zwar liegt die Sympathie des Zuschauers zweifelsohne auf Seiten des Serienmörders, bleibt bis zuletzt jedoch das Gefühl, dass trotz des actionreichen Finales irgendetwas fehlt, um in Gänze zu überzeugen.

Kann man gewiss mal schauen, muss man aber nicht.

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The Threesome

Eigentlich hätte es Spaß machen sollen.
Drama, Lovestory

The Threesome

Eigentlich hätte es Spaß machen sollen.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"The Threesame" hat mich führwahr positiv überrascht, stellt sich das Werk ernsthafter dar, als es in den ersten Filmminuten - genauer gesagt: bis zur alles verändernden Nacht - den Anschein macht. Das stete hin und her der Beteiligten bleibt stets authentisch, die Geheimnisse, Hoffnungen und Ängste der Protagonisten überzeugen durch die nachvollziehbare Darstellungsweise. Dass "The Threesome" seine lockeren Momente innehat, ist der Ausrichtung als humorvolle Unterhaltung geschuldet, wirkt aber zu keiner Zeit deplaziert oder gar überalbern. Überraschende Wendungen gibt es durchaus, bleibt hier nicht allzu viel vorhersehbar - ich selbst hätte mir ein etwas anderes Ende gewünscht, entschieden sich die Drehbuchautoren jedoch für eines, welches das Gesamtwerk wieder rund macht.

Ob die Thematik Zuschauer sämtliche Zuschauer ab 12 Jahren hinsichtlich der jeweiilgen Schwere der Entscheidungen, Konsequenzen und persönlichen Hintergründen wirklich vollends erreichen kann, wage ich zu bezweifeln, finden sich allerdings keine wirklichen Nacktszenen, die die Freigabe in dieser Hinsicht gefährdet hätten.

Für mich ein durchaus lohnenswerter, weil überraschend anrührender Filmbeitrag, den ich durchaus empfehlen kann.

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The Last Rifleman

Inspiriert von einer wahren Geschichte.
Drama

The Last Rifleman

Inspiriert von einer wahren Geschichte.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"The Last Rifleman" ist unglaublich bewegend wie unterhaltsam zugleich - auch ich, die mit dem Begriff der "Kriegshelden" nicht das Geringste anfangen kann, war von der ersten bis letzten Minute vollends in den erzählerischen Bann gezogen. Die Mischung aus Humor, Abenteuer, Trotz und Kriegsdrama wird vorliegend von einem großartigen Pierce Brosnan bis ins letzte Detail überzeugend auf die Leinwand gebracht - dass die Geschichte wie so oft von "wahren Ereignissen inspiriert" wurde, sorgt für den letzten Feinschliff der mannigfaltigen Gänsehautmomente. Rückblenden, die die Geschichte auf eigene Weise vorantreiben, eine Enthüllung, die Herzbruchpotential hat... all das hallt auch Tage nach der Sichtung noch unglaublich nach.

"The Last Rifleman" ist für mich eine ähnliche Filmperle wie "Mr May und das Flüstern der Ewigkeit" - erhlich, entlarvend, wunderschön und tieftraurig zugleich.

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Vier minus drei

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart.
Drama, Deutscher Film

Vier minus drei

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
Für jene, die seit jeher von Clowns eher genervt denn bespaßt sind, stellt "Vier minus drei" gewiss eine besondere Herausforderung dar - dennoch verfehlt das Gesamtwerk seine melodramatische Wirkung nicht und weiß auch in vermeintlichen Nebensätzen zu überzeugen. Auf die Darstellung des Unfalls oder gar die komatösen Kinder im Krankenhaus wird gekonnt verzichtet, ohne das der Zuschauer das Gefühl hat, dei mögliche Wirkungsweise des Films zu verpassen. In einer beinahe durchgängig ruhigeren Erzählweise lässt sich das Ohnmachtsgefühl von Barbara, die wie eine Statistin daneben sitzt, wenn die Schwiegereltern die Beerdigungen planen, förmlich spüren. Momente, in denen Barbara sich immer wieder in Erinnerungen verliert und vom Verlustgefühl wie aus dem nichts überwältigt wird, überzeugen. Ein wenig ungeschickt in meinen Augen indes die diversen Zeitsprünge, die auch hinsichtlich der Frage, wie viel Zeit vergangen ist, unbeantwortet bleiben - mit dem filmischen Ausgang indes konnte ich für meinen Teil zu guter Letzt recht wenig anfangen. Für die einmalige Sichtung durchaus lohnenswert; eine handfeste Empfehlung meinerseits gibt es dennoch nur bedingt.

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Karla

Die Würde des Kindes ist unantastbar. Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film

Karla

Die Würde des Kindes ist unantastbar. Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"Karla" verzichtet auf plakative Großaufnahmen, detaillierte Berichte oder gar nur dem groben Umriss dessen, was der Protagonistin geschehen ist - ein Umstand, an den sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen muss. Dennoch bleibt zum die Würde der Beteiligten aufrecht erhalten, während zudem leise betont bleibt, dass es nicht um schockierende Bilder, sondern um einen echten Menschen - vorliegend ein Kind - geht, welches von ihrem eigenen Vater sexuell missbraucht oder gar vergewaltigt wurde. Was genau geschehen ist, schildert Karla auch im Rahmen der Gerichtsverhandlung nicht. Dem Zuschauer als solchen wird es gewiss schwer gemacht, nicht die Geduld zu verlieren und sich stets daran zu erinnern, dass er ein traumatisiertes Kind vor sich hat, welches den Mut aufbrachte, selbst Anzeige zu erstatten. Leider wirkt "Karla" an vielen Stellen etwas zu hölzern, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, was Karla erwartet hat, was passieren würde, wenn sie nicht einmal berichten möchte, was überhaupt geschehen ist. Der Umstand des Schweigens ist großer Dreh- und Angelpunkt der auf Tatsachen basierenden Geschichte; ein wenig zu unnahbar wirkt die Hauptdarstellerin, ein wenig zu absonderlich der Richter, der sich den Vorwurf der Befangenheit gefallen lassen muss. Im Grunde geht "Karla" unter die Haut, beherscht die Kunst der andersartigen Erzählweise, lässt jedoch insgesamt betrachtet etwas zu viel Gefühl vermissen, um vollständig zu überzeugen.

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How to Make a Killing

Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.09.2026
"How to make a killing" bleibt hinter seinen schwarzhumorigen Möglichkeiten zurück, punktet hierbei jedoch durch die dargebotene Ernsthaftigkeit, die vor dem Abrutsch in Klamauk bewahrt. Das Zusammenspiel eines Unfalls, guter Absicht, König Zufall und einer Prise Pech funktioniert meiner Empfindung nach insbesondere dadurch, dass sämtliche Beteiligte wie "Jedermanns" wirken, besonders gut und legen eine unaufgeregte Atmosphäre über das Geschehen. Sämtliche Darsteller wissen zu überzeugen, kleine Gags, die eigentlich schlichtweg blöd sind, funktionieren erstaunlicherweise und erschaffen einen gelungenen Film, der trotz der (zurückhaltend eingefangenen) blutigen Elemente durchgängig zu unterhalten versteht.

ungeprüfte Kritik

Savage Hunt

Blutige Jagd
Abenteuer, Thriller

Savage Hunt

Blutige Jagd
Abenteuer, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.09.2026
Die mittel- bis wahrlich schlechten Effekte mag man verzeihen, "Savage Hunt" versteht es fatalerweise jedoch aufs Derbste, völlig unlogische und schlichtweg dämliche Szenen aneinanderzureihen. Die typische Story ist naturgemäß nicht wirklich überraschend, muss sie aber eigentlich auch nicht sein, um in diesem Genre seine Fans zu finden. Dadurch jedoch, dass insbesondere Wildhüterin und die gesammelte Mannschaft um den Sheriff herum schlichtweg dämlich agiert, beginnt sich der Zuschauer über kurz oder lang in einem Tal des Fremdschämens zu winden. Nicht genug damit, dass der wiederholte Bärenangriff künstlich in die Länge gezogen wird, um so etwas wie Dramatik aufzubauen (was nicht funktioniert), vielmehr steht stets eine bewaffnete Person in mittelbarer Nähe und bekommt von dem wilden Geschrei des jeweilgen Opfers erst so spät etwas mit, dass jede Rettung vergeblich ist - sofern man denn auf die idee kommen würde, die Waffe auch zu benutzen. Szenen, in denen der Bär in die Stadt und nicht zuletzt direkt vor das Polizeigebäude läuft, ohne das sich hier ein Trupp versammeln und von den Schusswaffen Gebrauch machen würde, wirken genauso banal wie die allzu übliche Ein-Mann-Rettungsaktion. "Savage Hunt hätte sehr viel richtig machen können, schafft es aber lediglich gerade so, etwas wie eine Hintergrundgeschichte zu konstruieren. Wie allerdings aus einer handvoll Bauwagen und Arbeitern, die zwar irgendwas machen, aber keinerlei ernsthafte Baumaterialien nutzen, nach Monaten ein Spa-Hotel entstehen soll, bleibt das Geheimnis hinter dem Drehbuch. Immerhin: "Savage Hunt" lässt sich derzeit für lediglich 99 Cent auf prime schauen, so dass der Verlust verkraftbar bleibt.

ungeprüfte Kritik

Shell

Schönheit hat ihren Preis.
Thriller, Horror

Shell

Schönheit hat ihren Preis.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.09.2026
Die Wendung, die "Shell" nimmt, ist zweifelsohne besonders und mag überzogen, grotesk und hanebüchen wirken - das Finale wirkt, als wäre den Drehbuchautoren zu guter Letzt nochmals eingefallen, dass das Gesamtwerk eine Satire darstellen soll und somit ruhig überzogen agieren soll. Was dabei herausgekommen ist, irritierte auch mich, während der Film insgesamt dennoch seine gelungenen Momente hat. "Shell" ist durchaus spannend, verstörend und ehrlich, was den Umgang der Mitmenschen mit vermeintlichen Schönheitsmakeln oder gar bloß Hautkrankheiten anbelangt. Leider stolpert "Shell" über seine eigenen Ideen und dem somit entstandenen Problem, sich nicht für eine Richtung entscheiden zu können, so dass das Ganze trotz überzeugender Darstellerleistungen, nahezu konstanter Spannung wie auch dramaturgischer Finesse nicht völlig rund wirkt.

Die einmalige Sichtung lohnt sich durchaus, obzwar ich von einem Spontankauf der DVD hingegen abraten würde.

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Freelance

Komödie, Action

Freelance

Komödie, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.09.2026
"Freelance" hätte durchaus amüsant sein können, verliert sich meiner Empfindung nach jedoch etwas in seiner genregemixten Erzählweise, die zu selten konsequent bleibt. Für mich fühlte sich der Plot als "nichts halbes und nichts ganzes" an, punktet zwar mit gewisser Situationskomik, schießt aber in seinen actionreichen Szenen wie zu oft über das heldenhafte Ziel hinaus. Leider fühlt sich "Freelance" ab einem gewissen Zeitpunkt langatmig an, während die Telefonate des Helden mit seiner Familie zu konstruiert wirken, um etwas Dramatik in den Film hineinzupressen. Insgesamt zwar definitiv kein Totalreinfall - aber auch nichts, was mman unbedingt gesehen haben muss.

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The End of Oak Street

Science-Fiction, Abenteuer

The End of Oak Street

Science-Fiction, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 05.09.2026
"The End of Oak Street" wird meines Erachtens nach völlig willkürlich von oberflächlichen Facebook-affinen-Kritken als "Das neue Jurrasic Park" deklariert - ein Vergleich, der sich bis auf wenige Szenen kaum halten lässt. Vielmehr erinnert das FSK12 (auch hierüber darf man streiten) Gesamtwerk an eine Mischung des ursprünglichen "Jumanji" und eine Idee von "Zurück in die Zukunft". Wirklich bahnbrechend anspannend wird es selten, die bedrohliche Lage kommt - der angestrebten Familientauglichkeit zum Danke - nur vereinzelt zur Geltung. Wer Dinos mag, kommt gewiss auf seine Kosten, muss mit der federhaften Optik jedoch leben können. Die einzelnen Darsteller überzeugen, will "The End of Oak Street" dennoch nur marginal überzeugen, da sich der Plot kaum ernsthaft für eine Richtung entscheiden kann. Zugegeben, es gibt eine Szene, mit der ich nie gerechnet hätte - dass die Macher zu guter Letzt diesbezüglich zurückruderten, raubt dem Werk rückblickend die Emotion und Dramatik, die es hätte haben können. Die finale Auflösung überrollt den Zuschauer mit einem gewaltigen Logikloch, schustert dann warum-auch-immer noch einen Blick in die Zukunft ein, der so plump konstruiert wirkt, dass ich sehr gemischtgefühlt aus dem Kinosaal gegangen bin.

Fürs einmalige Filmerlebnis ganz okay, nochmal ansehen würde ich mir das ganze allerdings erst im Free-TV.

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Die Ältern

Nach dem Bestseller von Jan Weiler und dem Kinoerfolg 'Das Pubertier'.
Komödie, Deutscher Film

Die Ältern

Nach dem Bestseller von Jan Weiler und dem Kinoerfolg 'Das Pubertier'.
Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 01.09.2026
Tatsächlich deutlich besser und unterhaltsamer wie auch bisweilen tiefsinniger, als ich befürchtet hatte - "Die Ältern" befasst sich naturgemäß mit manchen Klischees, die allerdings nur dadurch zum Klischee werden, weil sie auf übliche Erfahrungswerte zurückgreifen können. Gewiss läuft auch bei dieser deutschen Dramödie manches zu glatt, zu versöhnlich, zu wenig schmerzhaft... im vorliegenden Fall jedoch empfand ich dies nicht als etwas negatives. Für den Zuschauer selbst liefert "Die Ältern" den ein oder anderen Moment der Selbsterkenntnis, welcher mal mehr, mal weniger humorvoll umgesetzt wird. Das Zusammenspiel der einzelnen Darsteller funktioniert vorliegend gut, die Atmosphäre ist zum Großteil locker-leicht, so dass man durchaus von einem fast reinen Unterhaltungsfilm sprechen darf. Für meinen Geschmack hätte so manch eine dramaturgische Szene etwas intensiver, melancholischer sein dürfen, während ich überdies mit dem recht offenen Ende hin nur bedingt etwas anfangen kann - dennoch hat mir "Die Ältern" insgesamt gut gefallen, so dass mit ein wenig Abstand einer wiederholten Sichtung auch nichts im Wege steht.

ungeprüfte Kritik

Dieses Gefühl, dass die Zeit, etwas zu tun, vorbei ist

Drama, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 01.09.2026
Leider recht schwerfällige Umsetzung einer vielversprechenden Ausgangsidee. Die 85 Minuten fühlen sich länger an, die Einordnung als Komödie ist für mich nicht nachvollziehbar. So packend sich die Beschreibung lesen mag, so rasch verlor ich bei der Sichtung das Interesse, viel zu sehr plätschert alles, was spannend hätte sein können, am Zuschauer vorbei. Schade.

ungeprüfte Kritik

Turbulence

Fear Takes Flight
Abenteuer, Thriller

Turbulence

Fear Takes Flight
Abenteuer, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
So viele mittelprächtige Kritiken "Turbulence" auch erhalten haben mag, so sehr hat mich das Thriller-Action-Drama in seinen kammerspielartigen Bann gezogen. Der Ort des Geschehens ist zweifellos außergewöhnlich und fasziniert somit (trotz mancher mittelmäßigen Effekte) bereits von alleine.

Dank der zwangsläufig begrenzten Anzahl an Darstellern mag die ein oder andere Entwicklung kaum überraschend sein können....dennoch hält "Turbulence" die (An-)Spannung konstant aufrecht, während ebenfalls die darstellerischen Leistungen überzeugen.

Wie so oft muss man das Ende zu nehmen wissen - insgesamt betrachtet hat mir "Turbulence" durchaus zugesagt, so dass einer wiederholten Sichtung nicht allzu viel entgegensteht.

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Premium Rush

Fahr wie der Teufel.
Thriller, Action

Premium Rush

Fahr wie der Teufel.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
So banal die Story auch klingen mag, so sehr reißt "Premium Rush" den Zuschauer mit. Actionreiche Verfolgungsjagden mit Fahrrad sieht man gewiss selten, so daß die temporeichen Szenen umso mehr Spaß machen.

Dadurch, dass die Kuriere eigentlich nie wissen, was sie transportieren, wird die Spannung nochmal intensiver - auch der Zuschauer beginnt allzu gerne das Rätselraten und Mitfiebern.

Die gewählten Besetzung von "Premium Rush" tut ihr übriges dazu, dass die gesamte Spielzeit unterhaltsam, spannend und mitreißend bleibt. Die Auflösung des Ganzen mag zwar nicht jeden Cineasten überraschen, dennoch gibt es meinerseits keinerlei handfeste Kritik an dem Gesamtwerk.

"Premium Rush" ist zwar keiner der Filme, die ich mir auf ewig ins heimische Regal stellen würde - bei Gelegenheit würde ich mir das Ganze dennoch erneut ansehen.

ungeprüfte Kritik

The Hurricane Heist

Thriller, Action

The Hurricane Heist

Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Klang vielversprechend, war aber insgesamt recht enttäuschend. Die eigentlich beklemmende Atmosphäre wollte nie so recht als sich heraus, Nähe zu den Haupt- oder Nebendarstellern ließ sich kaum aufbauen, insgesamt wirkte viel zu viel viel zu beliebig.

Kann man sich sparen, tatsächlich erinnert man sich kurze Zeit nach dem Anschauen nur noch marginal an das Ganze.

ungeprüfte Kritik