Kritiken von "spiegelblicke" aus Krefeld

Cat Person

Basierend auf der Kurzgeschichte aus dem New Yorker von Kristen Roupenian.
Drama, Lovestory

Cat Person

Basierend auf der Kurzgeschichte aus dem New Yorker von Kristen Roupenian.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 21.10.2026
Lose auf einer Kurzgeschichte basierend, die wiederum auf persönlichen Erfahrungen der Autorin beruht, gestaltet sich "Cat Person" als durch und durch spannendes Thrillerdrama, welches mit den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten spielt, ohne jedoch den eigentlichen Fokus von Margot zu nehmen. Je weiter sich die vermeintliche Liebesgeschichte entwickelt, desto mehr gestalten sich die Zweifel auch im Kopf des Zuschauers, ob und was mit Robert evtl. nicht stimmt.

Punkte sammelt das Werk vor allem dadurch, dass auch der Filmgucker stets hin und her gerissen sein darf, ob er hier überhaupt auf einer Seite stehen sollte. Die Situation spitzt sich stetig zu, bleibt dabei jedoch vollends authentisch und somit nachvollzieh- wie auch fühlbar.

Auch der Ausgang lässt Spielraum für eigene Spekulationen über - ein Film somit, den man sich gewiss erneut anschauen kann.

ungeprüfte Kritik

Close to Me

Thriller

Close to Me

Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 18.10.2026
"Close to me" ist ein Film, den man nur wenige Wochen nach der Sichtung gewissermaßen wieder vergisst - dies, obschon der Plottwist durchaus zu punkten versteht. Dadurch, dass die hinterlegte Filmbeschreibung jedoch abermals falsche Erwartungshaltungen weckt, braucht der Zuschauer vielleicht ein wenig, um sich auf die eigentliche Darbietung einlassen zu können. Die Fasziniation des "aus dem Fenster schauens und dabei etwas sehen, was man nicht sehen sollte" ist gewiss kein neues Thema in der Filmbranche, funktioniert aber auch hier erstaunlich gut. Bis auf den Aspekt, dass man viel zu oft von der Frage abgelenkt wird, wie die Gebäude eigentlich konstruiert sein sollen, dass die Wohnungen gleichzeitig über den Hausflur gegenüber voneinander liegen, man jedoch ebenso aus dem Wohnzimmerfenster in das Schlafzimmer des anderen gucken können soll, zieht "Close to me" den Zuschauer durchaus in seinen Bann, verschenkt jedoch hier und dort etwas zu viel Potential. Wirkliche Nähe zu den Protagonisten lässt sich nur bedingt aufbauen, ein etwas strafferes Erzähltempo wäre wünschenswert gewesen.

Ingesamt durchaus ein lohnenswerter Filmbeitrag, jedoch nichts, das ernsthaft in Konkurrenz zu "Das Fenster zum Hof" laufen könnte.

ungeprüfte Kritik

The Piano Tuner

Drama, Krimi

The Piano Tuner

Drama, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 18.10.2026
Ein recht ruhiger, langsamer und bedächtiger Thriller, eigentlich eher ein Drama - "The Piano Turner" greift die alte Geschichte von "gut gemeint und schlecht gemacht" auf, in dem der Protagonist eigentlich nur seinen Quasi-Ersatz-Eltern und zugleich Arbeitgeber helfen möchte, jedoch immer tiefer in Verstrickungen gerät, die selbst der Zuschauer nur bedingt hätte erahnen können. Dank der großartigen Besetzung überzeugt der Genremix, der zugleich eine Liebesgeschichte zu erzählen versucht, bis ins letzte Detail und geht mit seinem tragischen Finale noch einen Schritt weiter. Zugegeben, die letzte Szene trägt ein wenig dick auf, fühlt sich hier wie zu oft alles nach allzu weichgespültem Happy End für alle an - dennoch bringt "The Piano Tuner" einen ganz anderen Film auf die Leinwand, als man eingedenk der Vorschau hätte erwarten können. Ein Aspekt, der hier völlig ohne jedwede Enttäuschung aufgeht und mich von der ersten Minute an ans Filmgeschehen fesselte - die leichte Prise Humor rundet das Gesamtwerk ab.

ungeprüfte Kritik

Love Me Dead

Ein fesselnder Psychothriller über Obsession, Abhängigkeit und dunkle Begierden.
Thriller

Love Me Dead

Ein fesselnder Psychothriller über Obsession, Abhängigkeit und dunkle Begierden.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 17.10.2026
Die hinterlegte Filmbeschreibung als solche gestaltet sich als derart irreführend, dass ich vorliegend einen völlig anderen Film erwartet hätte "Love me dead" ist dennoch nicht unbedingt schlecht - allerdings auch nicht unbedingt gut. Großer Knackpunkt ist das viel zu deutlich erkennbare niedrige Budget, was nicht zuletzt dank mehrerer Kameraführungen buchstäblich augenfällig werden darf. Spannung keimt nur schwerfällig auf, trägt die Umsetzung nur bedingt etwas dazu beii, dass man sich dem Protagonisten irgendwie nahefühlen kann. Es dauert auch nicht lang, bis der erfahrene Filmgucker seine gewissen Ahnungen hegt, die sich wenig überraschend dann nahezu allesamt erfüllen - dadurch, dass die eigentliche Thematik rund um einen Serienmörder vollends untergeht, fiebert der Zuschauer bedauerlicherweise nur äußerst wenig mit. Szenen, in denen man die Ermittler zumindest mal am Telefon hört, erschaffen den Nervenkitzel, den "Love me dead" dringend nötig gehabt hätte, genauso wenig wie die Wahnvorstellungen, die den Zuschauer zumindest hinsichtlich der Schlusszene ratlos zurücklassen, was denn nun tatsächlich passiert ist.

Kurz gesagt: "Love me dead" verschenkt mannigfaltige Chancen, die der Plot bot - gestaltet sich jedoch zumindest psychologisch betrachtet interessant genug, dass ich das Ansehen nicht unbedingt bereue.

ungeprüfte Kritik

Nokan

Die Kunst des Ausklangs.
Drama

Nokan

Die Kunst des Ausklangs.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 30.09.2026
Eine feinfühlige Geschichte, leider für mich stellenweise etwas zu ausufernd umgesetzt. Die Melancholie der Augenblicke ist präsent, ein wenig Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz - die Scham des Protagonistin, der als Musiker erfolgreich werden wollte, schlussendlich jedoch Verstorbenen das letzte Geleit erweist, wird authentisch und somit nachfühlbar transportiert. Szenen, die ans Herz gehen, gibt es durchaus, hätte dem Gesamtwerk jedoch eine etwas straffere Erzählweise gut getan.

ungeprüfte Kritik

Im Haus meiner Eltern

Drama, Deutscher Film

Im Haus meiner Eltern

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.09.2026
"Im Haus meiner Eltern" ist gewiss kein Film für den fröhlichen oder gar actiongetränkten Nachmittag - sehr ruhig, sehr beobachtend, sehr den Zuschauer sich selbst überlassend. Ein wenig fühlt man sich wie bei "Big brother", wird streng genommen nichts erklärt, kein wirklicher Anfang oder handfestes Ende präsentiert, mit dem man in gewohnter Manier etwas anfangen könnte. Das stille Drama rund um eine Familie, die wie zu viele andere auch stets bemüht ist, unbequemes unter den Teppich zu kehren - oder wie hier: auf den Dachboden zu verdammen - findet sich in der Zwangslage wieder, sich endlich mal mit den düstereren Seiten des Lebens auseinanderzusetzen. Die Umsetzung in schwarz/weiß tut ihr übriges dazu, um die bedrückende Atmosphäre einzufangen und den Hauch der vermentlichen Trostlosigkeit der jeder-auf-seine-Art-in-sich-gefangengen in jeder noch so kleinen Szene zu transportieren. Keine großen Szenen, keine weltberühmte Besetzung - dennoch ein Film, der nicht loslässt.

ungeprüfte Kritik

Marty Supreme

Dream Big
Drama

Marty Supreme

Dream Big
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.09.2026
Stets ein wenig abgeschreckt von der Spielfilmlänge und dem Gedanken, dass ich mir somit über zwei Stunden Tischtennis angucken und Theorien anhöhren würde müssen, habe ich mich zu guter Letzt gegen die Sichtung des Kinofilms entschieden, obschon der Trailer durchaus seine Reize hatte. Mittels heimischen DVD Player sodann wurde ich positiv überrascht - "Marty Supreme" zeigt nur wenige Spiele, noch weniger Theoriegeplänkel und Wettkampfveranstaltungen an sich. Stattdessen erhält der Zuschauer eine bunte Genremischung, um sich zu guter letzt fragen zu dürfen, was er sich da überhaupt angesehen hat und warum der überaus arrogante Marty einen eigentlich so in seinen Bann zog. Die bodenlosen Dreistigkeiten, Unverschämtheiten und Darstellungen eines enormen Selbstbewusstsein nehmen den Zuschauer so gefangen, dass ihm beinahe die gekonnte Besetzung von Mutter und Geliebter entgangn wäre. "Marty Supreme" liefert Drama, Lovestory, Sportpolitik, Freundschaft, Famlienbande sowie das ewige Thema des Erwachsenwerdens in einer Mischung, die die Spielfilmzeit vergessen lässt. Szenen, die fassungslos stimmen und auf perfide Art zugleich amüsant sind, muss man mögen - den Aspekt, dass sich die Verfilmung nur sehr, sehr lose auf Tatsachen stützt, ebenso. Für mich eine überraschend angenehme Sichtung, die jedoch für ein einmaliges Anschauen ausreicht.

ungeprüfte Kritik

Kingmaker

Der #1 Kinohit aus Dänemark
Thriller, Krimi

Kingmaker

Der #1 Kinohit aus Dänemark
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"Kingmaker" erscheint leider viel zu aktuell hinsichtlich der kürzlich erfolgen katastrophalen Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt - folglich geht das Gezeigte nochmals anders unter die Haut. "Kingmaker" ist politischer, als ich es anhand der Filmbeschreibung erahnt hätte - und leider auch langatmiger. Es wirkt stellenweise, als wollten die Macher zu guter Letzt niemanden vor den Kopf schlagen, sondern eher leise Kritik äußern und Dinge in Frage stellen . Die Art und Weise, mit der mal wieder jemand, der eigentlich gar nicht zuständig ist und sein darf, im Alleingang sämtliche Rätsel löst und Bösewichter überführt, überzeugt trotz der überzeugenden Schauspielkunst des mir bis dato völlig unbekannten Anders Berthelsen nur mittelmäßig und zieht sich bedauerlicherweise künstlich in die Länge.

Ingesamt gewiss interessant und atmosphärisch nicht zuletzt hinsichtlich des am Rande stattfindenden Familienkonflikts aufwühlend, jedoch kein Film, den ich mir wiederholt ansehen würde.

ungeprüfte Kritik

Passages

Drama, Lovestory

Passages

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"Passages" ist ein nahezu durchgängig ungemütlicher Film, zeigt dieser das auf, was in viel zu vielen Beziehungen nahezu Alltag ist - ein Part ist vollends egoistisch bishin narzistisch, freiheitsliebend und dabei gleichermaßen das Gegenüber, welches stets aushält, erduldet einengt und kontrolliert. Die Selbstverständlichkeit, mit dem Tomas seinen Mann Martin betrügt, eine Frau schwängert und dies nichtmal wirklich als persönliches Vergehen präsentiert, löst gewissermaßen Fassungslosigkeit aus und ist von den drei Protagonisten unnachahmlich schauspielerisch überzeugend dargestellt. Der Knackpunkt, dass Martin nicht instande zu sein scheint, echte Grenzen oder gar Konsequenzen zu ziehen, bricht in "Passages" immer weiter auf, während Agathe - selbst verliebt - immer tiefer in das kaputte Beziehungskontrukt rutscht. Schmerzvolle Momente gibt es in "Passages" zu hauf; einzig und allein Tomas scheint immun zu sein gegen Verletzlichkeit, reagiert vielmehr wütend, als sein Mann sich von ihm zu lösen beginnt. Ein handfestes Happy End kann und wird es nicht geben; was bleibt, ist ein irgendwie verstörter Zuschauer, der noch längere Zeit über das Gesehene nachdenkt.

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How to Make a Killing - Todsicheres Erbe

Wie man einen Mord begeht - Heute erben, morgen sterben.
Krimi, Thriller

How to Make a Killing - Todsicheres Erbe

Wie man einen Mord begeht - Heute erben, morgen sterben.
Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"How to make a killing" fängt durch den Dialog zwischen dem Verurteilten und dem kirchlichen Beistand vielversprechend an, gestaltet sich schwarzhumorig und spannend zugleich - dadurch, dass Becket jedoch recht viele Unfälle für sämtliche Familienmitglieder der Redfellow-Nachkommen provozieren muss, verirrt sich der Film gewissermaßen in zunehmend überzogenenen inhaltlichen Wiederholungen, die ab einem gewissen Zeitpunkt im Schnelldurchlauf dargeboten werden. Der damit beabsichtigte morbide Witz geht in meinen Augen etwas verloren, wirken auch die ermittlungstechnischen Arbeiten des FBI, welches Becket über kurz oder lang auf die Spur kommt, stellenweise etwas hanebüchen und willkürlich. Zwar liegt die Sympathie des Zuschauers zweifelsohne auf Seiten des Serienmörders, bleibt bis zuletzt jedoch das Gefühl, dass trotz des actionreichen Finales irgendetwas fehlt, um in Gänze zu überzeugen.

Kann man gewiss mal schauen, muss man aber nicht.

ungeprüfte Kritik

The Threesome

Eigentlich hätte es Spaß machen sollen.
Drama, Lovestory

The Threesome

Eigentlich hätte es Spaß machen sollen.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"The Threesame" hat mich führwahr positiv überrascht, stellt sich das Werk ernsthafter dar, als es in den ersten Filmminuten - genauer gesagt: bis zur alles verändernden Nacht - den Anschein macht. Das stete hin und her der Beteiligten bleibt stets authentisch, die Geheimnisse, Hoffnungen und Ängste der Protagonisten überzeugen durch die nachvollziehbare Darstellungsweise. Dass "The Threesome" seine lockeren Momente innehat, ist der Ausrichtung als humorvolle Unterhaltung geschuldet, wirkt aber zu keiner Zeit deplaziert oder gar überalbern. Überraschende Wendungen gibt es durchaus, bleibt hier nicht allzu viel vorhersehbar - ich selbst hätte mir ein etwas anderes Ende gewünscht, entschieden sich die Drehbuchautoren jedoch für eines, welches das Gesamtwerk wieder rund macht.

Ob die Thematik Zuschauer sämtliche Zuschauer ab 12 Jahren hinsichtlich der jeweiilgen Schwere der Entscheidungen, Konsequenzen und persönlichen Hintergründen wirklich vollends erreichen kann, wage ich zu bezweifeln, finden sich allerdings keine wirklichen Nacktszenen, die die Freigabe in dieser Hinsicht gefährdet hätten.

Für mich ein durchaus lohnenswerter, weil überraschend anrührender Filmbeitrag, den ich durchaus empfehlen kann.

ungeprüfte Kritik

The Last Rifleman

Inspiriert von einer wahren Geschichte.
Drama

The Last Rifleman

Inspiriert von einer wahren Geschichte.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"The Last Rifleman" ist unglaublich bewegend wie unterhaltsam zugleich - auch ich, die mit dem Begriff der "Kriegshelden" nicht das Geringste anfangen kann, war von der ersten bis letzten Minute vollends in den erzählerischen Bann gezogen. Die Mischung aus Humor, Abenteuer, Trotz und Kriegsdrama wird vorliegend von einem großartigen Pierce Brosnan bis ins letzte Detail überzeugend auf die Leinwand gebracht - dass die Geschichte wie so oft von "wahren Ereignissen inspiriert" wurde, sorgt für den letzten Feinschliff der mannigfaltigen Gänsehautmomente. Rückblenden, die die Geschichte auf eigene Weise vorantreiben, eine Enthüllung, die Herzbruchpotential hat... all das hallt auch Tage nach der Sichtung noch unglaublich nach.

"The Last Rifleman" ist für mich eine ähnliche Filmperle wie "Mr May und das Flüstern der Ewigkeit" - erhlich, entlarvend, wunderschön und tieftraurig zugleich.

ungeprüfte Kritik