Kritiken von "howardh"

Things We Lost in the Fire

Eine neue Chance - Hoffnung beginnt mit loslassen.
Drama

Things We Lost in the Fire

Eine neue Chance - Hoffnung beginnt mit loslassen.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 12.05.2010
Ein ungewöhnliches Paar geben Halle Berry und Benicio del Toro ab - und genaugenommen sind sie ja auch kein Paar. Ein kammerspielartiger Film, in dem sich eigentlich alles nur zwischen diesen beiden abspielt - und dennoch überaus spannend. Wenn die Geschichte stimmt und wenn hervorragende Schauspieler mitwirken, dann ergibt das - so wie hier - meist einen fesselnden Film abseits der üblichen Klischees und Sehgewohnheiten. Kein Film für Leute, die schon nach 10 Minuten wissen wollen, wie der Film enden wird.

ungeprüfte Kritik

Wir

Drama, Deutscher Film

Wir

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 03.05.2010
Der Film ist ähnlich angelegt wie der fünf Jahre später (2008) entstandene "Berlin am Meer". Es geht um das ziellose Sich-Treibenlassen diverser Mitt-Zwanziger in der Berliner Studenten-Szene. Man weiß eigentlich nicht so recht, was man will, eher noch, was man nicht will .. aber selbst da ist man sich nicht so ganz sicher, und festlegen will man sich sowieso nicht, weder beruflich noch sexuell. Einer bricht auf nach Südostasien, weil "Europa ist einfach nur verbraucht ..." und kommt relativ bald wieder zurück, als sei er nur etwas länger in Urlaub gewesen.

Einzige Identifikationsfigur ist Florian (hervorragend gespielt von Oliver Bokern), der relativ geradlinig sein Leben in die Hand nehmen will und sich dann blöderweise in Petronella verliebt, die einzige der jungen Frauen, die in einer anscheinend harmonischen Zweierbeziehung lebt, aber das entwickelt sich dann auch wieder anders, als ursprünglich vorhergesehen ...

Bei fast allen Akteuren geht es um das Ungefähre. Fast alle haben Angst, sich auf irgendeine Art und Weise festzulegen, weil dann würde man ja irgendwie erwachsen werden. Dieser Schwebezustand zwischen nicht-mehr-jugendlich und noch-nicht-erwachsen wird hervorragend eingefangen.

ungeprüfte Kritik

Shouf Shouf Habibi!

Schau ins Leben - Hab' nix! Will alles!
Komödie

Shouf Shouf Habibi!

Schau ins Leben - Hab' nix! Will alles!
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 03.05.2010
Der Film schwimmt irgendwie auf der gleichen Welle wie die deutsche Kult-Fernsehserie "Türkisch für Anfänger", erreicht aber zu keinem Zeitpunkt deren Niveau.

ungeprüfte Kritik

C'est la vie

So sind wir, so ist das Leben.
Drama

C'est la vie

So sind wir, so ist das Leben.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 03.05.2010
Der Titel bringt es auf den Punkt: Etwa 15 Jahre im Leben einer französischen Duchschnittsfamilie werden - hin und wieder von Rückblenden unterbrochen - an besonders markanten Punkten herausgegriffen. Mal ist es ernst und auch traurig, machmal komisch und witzig und manchmal auch einfach nur banal. Kein Märchenkino, sondern Kino, so wie das Leben. Die große Kunst dieses kurzweiligen Films besteht darin, dass man sich stets mit den Hauptfiguren mit all ihren Stärken und Schwächen identifizieren kann und dass man immer gespannt darauf ist, wie es weitergeht. Ganz einfach, und doch so schwierig!

ungeprüfte Kritik

Reich wirst du nie - Wer wird schon reich beim Militär?

Musik, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 24.04.2010
Rita Hayworth kann natürlich in keiner Weise anderen Astaire-Partnerinnen wie Ginger Rogers und Cyd Charisse das Wasser reichen, macht aber ihre Sache dennoch recht ordentlich.

Dass der Film zu einer Zeit herauskam, als sich die USA am Vorabend ihres Eintritts in den 2. Weltkrieg befanden, wird sehr deutlich: Das GI-Ausbildungscamp wird als eine Art Ferienlager dargestellt, in dem Fred Astaire und seine Kumpels am laufenden Band lustige Streiche produzieren. Richtig die Spucke weg bleibt dem unbedarften Zuschauer, wenn sich bei einer Revue-Aufführung eine etwas klein geratene Tanz-Plattform nach einem Rückwärts-Zoom als Kuppel eines (Bühnen)-Panzers herausstellt, auf der Astaire und Hayworth das Tanzbein schwingen ("So sind sie nun mal, die Amis!").

Insbesondere wegen einiger herausragender Solo-Step-Nummern von Fred Astaire lohnt es sich dennoch, den Film anzuschauen. Insgesamt ein Blick 70 Jahre zurück in eine andere Welt und in eine andere Zeit.

ungeprüfte Kritik

Luck by Chance

Liebe, Glück und andere Zufälle.
Bollywood

Luck by Chance

Liebe, Glück und andere Zufälle.
Bollywood
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 24.04.2010
Bollywood ist - beinahe - in der Realität angekommen: Bei diesem Film gibt es (für mich übrigens das erstemal bei Bollywood) kein Happy-End, statt dessen werden viele Illusionen zumindest im Ansatz zerstört. Man wirft einen Blick hinter die Kulissen der indischen Film-Traum(a)-Fabrik und erlebt hautnah mit, wie gering die Chancen für außenstehende Newcomer sind, dort überhaupt erst mal einen Fuß in die Tür zu kriegen. Die Intrigen und Konkurrenzkämpfe bewegen sich allerdings nur auf niedrigem Niveau, da dürfte es in der Realität schon wesentlich anders zugehen.

Dennoch ein wichtiger Baustein auf Bollywoods Weg vom reinen Märchen-Film hin zu einer halbwegs realistischen Darstellung. Allerdings blendet die Kamera bei Kuss-Szenen immer noch rechtzeitig vorher ab und Andeutungen auf homosexuelle Neigungen gibt es nur in geradezu homöopathischer Dosierung.

ungeprüfte Kritik

Von Löwen und Lämmern

Wofür lebst du? Wofür stirbst du? Wofür kämpfst du? Wofür stehst du ein?
Drama, Kriegsfilm

Von Löwen und Lämmern

Wofür lebst du? Wofür stirbst du? Wofür kämpfst du? Wofür stehst du ein?
Drama, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 18.04.2010
"Wenn Du eine Botschaft hast, dann schreib sie auf, steck sie in einen Umschlag und wirf sie in den nächsten Briefkasten - aber dreh' um Himmels willen keinen Film darüber!": Hin und wieder muss man anscheinend selbst ein Hollywood-Urgestein wie Robert Redford (Produzent dieses Films, gleichzeitig Regisseur und einer der Haupt-Darsteller) an derart banale Binsenweisheiten aus der "Traumfabrik" erinnern. An Botschaften mangelt es diesem Film in keiner Weise, dafür aber umso mehr an allem anderen, was einen guten Film ausmacht. Obwohl durch diverse Kritiken und Berichte vorgewarnt, habe ich den Film auf meine Wunschliste gesetzt (ein Film von und mit Robert Redford k a n n doch einfach gar nicht so schlecht sein), tatsächlich ist der Film aber noch viel schlechter. Was wir aus diesem Film lernen: In den USA gibt es schmierige Politiker, Journalisten mit Skrupeln (zumindest hin und wieder), College-Professoren mit hehrem Bildungs-Ethos und gute anständige US-Boys, die sich aus irgendwelchen leider nicht näher ausgeführten Gründen in Afghanistan zusammenschießen lassen. Bravo!

ungeprüfte Kritik

Sunshine Cleaning

Komödie, Drama

Sunshine Cleaning

Komödie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 18.04.2010
Als sie zufällig eine ihrer alten Schulfreundinnen wieder trifft, merkt Rose - alleinerziehende Mutter und mit einer neurotischen jüngeren Schwester sowie einem ewig vom großen Geld träumenden Vater gesegnet - , dass in ihrem Leben etwas gründlich schief läuft. Da können selbst die heißen Dates mit ihrem Liebhaber, einem verheirateten Polizisten, nichts ändern: "Die Männer wollen mich nicht heiraten, sie wollen nicht einmal Dates mit mir, sie wollen mich einfach nur im Bett!" Durch Zufall erhält sie die Chance, sich als "Tatort-Putze" selbständig zu machen. Einer muss ja die Schauplätze diverser Verbrechen, Selbstmorde und Familientragödien von Blut, Körperflüssigkeiten und anderen unappetitlichen Dingen reinigen. Ob es ihr gelingt, ihr eigenes Leben und das ihrer Angehörigen wieder halbwegs auf die Reihe zu kriegen, wird mit wundervoll trockenem Humor erzählt.

ungeprüfte Kritik

Das Mädchen aus Monaco

Komödie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 18.04.2010
So hat sich das der Pariser Star-Strafverteidiger nicht vorgestellt, als er sich für einen Prozess nach Monaco begibt. Er bändelt zwar ganz gern an mit den Frauen, aber kurz bevor es etwas intimer wird, sucht er schnell wieder das Weite. Da kommt er bei Audrey (die Versuchung in Person: Louise Bourgoin) genau an die Richtige: Aus einem kleinen Flirt wird sexuelle Hörigkeit, aus einer sommerlichen Liebelei ein tragischer Einschnitt, der sein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellt. Eine Gefühls-Achterbahn mit hervorragenden Darstellern und witzigen Bonmots an mondänen Lokalitäten in eine äußerst kurzweilige Handlung eingebettet: Besser kann ich mir Kino eigentlich überhaupt nicht vorstellen!

ungeprüfte Kritik

Letzte Runde

Drama, Komödie

Letzte Runde

Drama, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 11.04.2010
Die Handlung springt zwischen mehreren Zeitebenen hin und her, so dass sich erst nach und nach puzzle-artig ein Gesamtbild der Personen und ihrer Befindlichkeiten ergibt, wobei - typisch für diese Art von Filmen - der Zuschauer die wichtigsten Informationen erst ganz zum Schluss erhält. Leider hat bis dahin die Spannung schon sehr nachgelassen. Merkwürdigerweise bleibt die eigentliche Hauptfigur - von Michael Caine ausschließlich in den Rückblenden dargestellt - relativ blass, allein die grandiose Riege der weiteren Darsteller kann den Film noch halbwegs retten.

ungeprüfte Kritik

Seidenstrümpfe

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 23.03.2010
Der Film ist ein einziger Abgesang auf die Astairesche Tanzkunst. Die neue Zeit und der Rock'n Roll klopfen an die Türe, und Fred Astaire versucht noch eine Integration des Neuen in seine Art des Tanzens (das Ergebnis ist eher Geschmackssache).

Im übrigen ein durchaus witziges Musical, allerdings ohne richtigen Gassenhauer - und das, obwohl Cole Porter musikalisch verantwortlich gezeichnet hat. Die altbewährte Ninotschka-Fabel (von Ernst Lubitsch bereits in den Dreißigern mit Greta Garbo inszeniert) war auch Ende der Fünfziger noch für einige Gags gut.

ungeprüfte Kritik

Berlin am Meer

Deutscher Film, Drama

Berlin am Meer

Deutscher Film, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 23.03.2010
Es geht um das ziellose Sich-Treibenlassen diverser Mitt-Zwanziger in der Berliner Studenten-Szene. Irgendwie will man sich doch noch aufraffen, seinem Leben eine konkrete Richtung zu geben, aber irgendwie dann doch nicht ... und überhaupt .... Robert Stadlober in der Hauptrolle bleibt lange merkwürdig blass (ist zum Teil wohl auch vom Drehbuch so angelegt), bis ihn dann doch die große Liebe noch heftig durchschüttelt. Hervorragend sind die Damen vertreten mit Jana Pallaske und ganz besonders und einfach hinreißend mit Anna Brüggemann in der weiblichen Hauptrolle.

ungeprüfte Kritik