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Kritiken von "ahohmann" aus

146 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Space Pirate Captain Harlock
    Anime
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 27.06.2017
    Wer groß genug ist, um sich an die Toei-Zeichentrickserie vom Anfang der 1980er Jahre zu erinnern, hat hier Freude am Wiedersehen. Ohne diesen Bezug kann man ein bisschen Schwierigkeiten haben, Verbindung zum Film aufzunehmen.

    Die Story ist dünn, aber offenbar auch nicht der Kern des Spektakels. Denn das Grandiose am Film liegt im Visuellen. Die Bilder, vor allem in BluRay-Detailschärfe, haben eine Größe und Weite, wie man sie sich vom Space-Opera-Genre wünscht.

    Aus irgendeinem Grund verlocken die japanischen Anime-Filme die deutschen Synchronsprecher häufig, besonders unnatürlich und aufgesetzt zu sprechen. Nach einer Weile habe ich diesen Film auf die japanische Originalversion mit Untertiteln umgeschaltet, wo manches Pampige oder Wichtigtuerische einem deutlichen Mehr an Gefühl und Wärme wich.
  • Easy Money
    Spür die Angst
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 19.06.2017
    Den Aufstieg in der Gesellschaft probt der Student JW schon seit Längerem, über die Oberfläche: die richtige Kleidung, um in die richtigen Zirkel aufgenommen zu werden. Dann taucht eine Freundin auf, die es zu beeindrucken gilt, und kurz darauf winkt eine Abkürzung in Form des Rufes des leichten Geldes, das allerdings auch schmutzig ist. Was hat der JW am Anfang des Films noch mit dem JW am Ende zu tun? Diesen Weg beleuchtet der Film.

    Überzeugende Schauspieler und ein gewisser skandinawischer Charme ohne Effekthascherei. Allerdings gerät dem Regisseur die Story manchmal ein bisschen außer Kontrolle und er muss sich durch eine Abkürzung wieder in den eigenen roten Faden einladen.

    Vielleicht gibt es bei Videobuster bald die Fortsetzungen im Verleih?
  • Yaloms Anleitung zum Glücklichsein
    Dokumentation, Ratgeber
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 23.05.2017
    Der Film mutet zwischendurch wie ein "coffee table book" an, mit ein paar schönen Bildern, die einfach da sind und eine Weile stehen bleiben, ohne etwas mit dem Rest zu tun zu haben. Wir erfahren einiges über das Familienleben von Irvin Yalom, über seine Kinder. Doch einen tieferen Einblick in seine Lehren bekommen wir nicht. Und auch seine Patientenarbeit wird nur gestreift. Insgesamt ist der Film wahrscheinlich ein Fan-Artikel: Kenner von Yaloms Werk könnten den eher in Schnipseln organisierten Film genießen weil sie ein bisschen Intimes erfahren und einem geschätzten Autor als Mensch näher kommen. Nichtkenner hingegen könnten sich am Ende fragen, was das eigentlich gerade war.
  • Now You See Me - Die Unfassbaren 2
    Krimi, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 25.01.2017
    Noch mehr Unmöglichkeiten, Logikfehler, hanebüchene Wendungen - all das gehört hier schon seit dem ersten Film einfach dazu, man muss es als eine Art Fantasyfilm anschauen und einfach mal die engen Schranken der uns bekannten Wirklichkeit loslassen. Auch der zweite Teil macht Spaß, auch wenn der Überraschungseffekt des ersten Films nun ein bisschen fehlt. Wo der erste Teil schon einige Harry-Potter-im-21.-Jahrhundert-Seiten gab, werden hier Nägel mit Köpfen gemacht und ausgerechnet Daniel Radcliffe darf den - ironischerweise eher antimagisch gesinnten - Bösewicht spielen - sicher einen der jüngsten und kleinsten der Filmgeschichte. Die schönsten Momente sind die, wo die Horsemen zum Auftritt vor jubelnder Menge aufbrechen und Komponist Brian Tyler zeitgleich seine Blechsektion hochfährt. Den besonderen Charme des zweiten wie des ersten Teils macht aus, dass man nie weiß, was als nächstes passiert.
  • X-Men - Apocalypse
    Nur die Stärksten überleben.
    Action, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 28.12.2016
    Was die X-Men-Filme alles dem rauhen Charme von Wolverine zu verdanken haben. merkt man erst, wenn Hugh Jackman mal nicht (richtig) mitspielt.

    Nach dem starken Vorgänger "Zukunft ist Vergangenheit" zeigt "Apocalypse" schon in den ersten Einstellungen die Effekte-Überladung. Die Story entfaltet sich linear, in relativ schlichten drei Akten: Prolog & Erwachen, Zusammenstellung der Teams, Schlacht. Hinter der fulminanten Effekthascherei scheint sich dann doch vor allem das Vorhaben zu verbergen, ein paar neue Charaktere für spätere Filme in Stellung zu bringen.

    Selten war ein Marvel-Blockbuster erzählerisch so uninspiriert.
  • Bulworth
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 28.12.2016
    Köstliche Politfarce, die hinter dem Klamauk eine scharfe, wenn auch nicht ganz subtile Kritik am Washingtoner Treiben übt. Als 18 Jahre später Donald Trump zum Präsidenten gewählt wird, wird der Film fast zu einer Art unheimlicher Vorahnung.
  • Batman v Superman
    Dawn of Justice
    Action, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 15.11.2016
    Die "Ultimate Edition" ist ein ordentliches und ellenlanges Spektakel, dessen Schwäche das etwas verworrene Drehbuch ist. Zwar bastelte im Hintergrund auch immer noch Christopher Nolan mit, was meistens eine düstere Atmosphäre und Musik von Hans Zimmer bedeutet. Aber wo Nolan, nicht nur in der Dark-Knight-Serie, meisterhaft vielfältige Erzählungs- und Zeitstränge zusammen hält ohne sich zu verzetteln, haben sie sich in Zack Snyders Film tüchtig verknäuelt. Manche Wendungen sehen nach Kurzschlussreaktionen ziemlich übermüdeter und genervter Drehbuchautoren aus.

    Nichtsdestotrotz ist es ein üppiges, abendfüllendes Happening, mit einigen starken visuellen Momenten. Es schwingt auch die nicht ganz uninteressante Frage mit, die sonst nie gestellt wird und hier zum Kern des Geschehens gehört, nämlich nach all den Kollateralschäden der Superschlachten. Wenn dabei ganze Reihen von Wolkenkratzern umfallen, wer kümmert sich um all die Leute, die darin und darunter standen? Sogar wir Zuschauer verschwenden meistens um des Spektakels willen keinen Gedanken an sie.
  • Paul
    Ein Alien auf der Flucht - An einer unheimlichen Begegnung interessiert?
    Science-Fiction, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 01.11.2016
    Grundidee und Darstellerleistungen stimmen, doch wenn man die anderen Filme des Duos Pegg & Frost gesehen hat (Shaun of the Dead, Hot Fuzz, World's End...), hätte in diese anderthalb Stunden noch deutlich mehr gepasst. Aber gute Unterhaltung ist es allemal.
  • Tucker & Dale vs. Evil
    Horror, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 01.11.2016
    Es ist nicht nur eine unterhaltsame Horrorfilm-Parodie mit reichhaltigem Galgenhumor und einer genialen Performance von Alan Tudyk. Es ist auch, auf eine ganz schräge Art, ein Plaidoyer für gewaltfreie Kommunikation und deren Aufforderung, einfach erst mal miteinander zu reden.
  • Codename U.N.C.L.E.
    Die Welt retten kommt nie außer Mode.
    Krimi, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 14.05.2016
    Gut aussehende Leute in opulentem Dekor, man wird ein bisschen an die alten James-Bond-Filme erinnert. Allerdings ist alles ziemlich luftig, man bekommt erzählerisch nicht viel zum Kauen, die Szenen drehen sich manchmal irgendwie im Kreis wie etwa das Motorboot im Hafen. Irgendwann weiß man, dass Napoleon Solo extrem cool und selbstbewusst ist und benötigt keine achte Szene, um es erneut erzählt zu bekommen. Manchmal blüht der Film dann auf, an anderen Momenten wird es die Parodie einer Parodie - in der Summe ziemlich unbestätig, mitunter improvisiert. Man hat zwar etwas Schönes auf dem Teller, aber am Ende des Films immer noch Hunger.
  • Das Märchen der Märchen
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 30.04.2016
    Opulente Bilder, tolle Kostüme, ein Kuriositätenkabinett an Figuren, die Musik von Alexandre Desplat - visuell und auditiv ist der Film sehr gelungen. Nur die Handlung scheint nie wirklich anfangen zu wollen, einen Spannungsbogen aufzubauen. Sehr geeignet für eine Meditationsgruppe von Cineasten.
  • Die Kinder der Seidenstraße
    Drama, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 30.04.2016
    Schöne Landschaftsbilder, untermalt von der Musik von David Hirschfelder, mit Einblicken in die im Westen selten dargestellte Epoche der japanischen Besetzung Chinas. Darin entwickelt sich eine Handlung, teils auf den beschaulichen Kreis des Weisenhauses beschränkt, teils vom Wind der Geschichte umweht, die Epos und Pathos mit angenehmem Augenmaß nutzt und es nicht übertreibt.

    Schade ist allerdings, dass hier Hogg als Hauptfigur dargestellt wird, obwohl er in der wirklichen Begebenheit "nur" der Helfer von Rewi Alley war, welcher aber wahrscheinlich als homosexueller Kommunist aus Neuseeland und als bis heute in China gefeierter Nationalheld die Erzählung deutlich komplizierter gemacht und vielleicht auch die Vertriebschancen in den USA geschmälert hätte. Vielleicht aus dem gleichen Grund wurde aus der in WIrklichkeit ebenfalls aus Neuseeland stammenden Krankenschwester hier eine Amerikanerin gemacht.