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Kritiken von "ahohmann" aus

134 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Spooks
    Verräter in den eigenen Reihen.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 30.03.2016
    Wer die Serie "24" mochte, sollte sich einmal nach der britischen Serie "Spooks" umschauen - die ersten Staffeln sind etwas veraltet, aber die Staffeln ab 5 oder 6 stehen "24" in Spannung in nichts nach. (Staffel 7 gilt als die beste, Staffel 10 ist die letzte.)

    Der Film "Spooks" greift viele Elemente der Serie wieder auf. Wer die Serie nicht kennt, kann den Film zwar verstehen, jedoch die Handlung etwas hanebüchen finden. Wer die Serie kennt und mag, erkennt hier jedoch den erzählerischen Stil wieder, nur mit deutlich höherem Budget.
  • RocknRolla
    Action, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 10.02.2016
    Der Film hat seine köstlichen Seiten, steckt voll von britischem Galgenhumor, und allein schon Gerard Butler, Tom Hardy und Idris Elba (hier noch lange vor "Luther") am selben Tisch oder im selben Auto zu sehen, hat Kinoformat. Wer beispielsweise "Layer Cake" von Matthew Vaughn oder andere Filme von Guy Ritchie mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Der Film wurde aber offensichtlich für ein männliches Publikum gedreht.

    Ich empfehle sehr die englische Originalversion - an Gerard Butlers schottischem Akzent etwa kann man Küchenmesser schleifen.
  • San Andreas
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 10.02.2016
    Ordentlicher Katastrophenstreifen, genrekonform, mit zeitgemäßen Spezialeffekten.

    Von den üblichen archetypischen Katastrophenfilmfiguren (das kaputte Paar, das langsam wieder zu einander findet, der egoistische Managertyp, der Held, das alte Ehepaar, das irgendwann in aller Ruhe dem Tod in die Augen schaut, der Sprüchelklopfer, der immer unter den ersten Opfern ist usw.) wurden hier nicht alle verwendet, was die Aufbauphase verkürzt. So steigt man relativ schnell in die Action ein.

    Für diesen Film muss man nur Knabberzeug mitbringen, das Gehirn kann zuhause bleiben. Aber der Film macht Spaß.
  • Aurelio Zen
    Krimi, Drama, TV-Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 11.01.2016
    Diese leider schon sehr früh abgesetzte Koproduktion unter Leitung der schottischen BBC wird weitgehend vom sprudelnden Charme seiner beiden Hauptdarsteller, Rufus Sewell und Caterina Murino, getragen. Aurelio Zen ist ein Kriminalpolizist, als Venezianer ein Außenseiter in Rom, der von seinem Ruf der Redlichkeit regelrecht verfolgt wird. Um diese kontrastierend hervor zu heben, wird die italienische Politik natürlich mal wieder als korrupt und intrigant dargestellt. Über diesen etwas geringschätzigen Blick auf Italien kann man aber einfach hinweg sehen und stattdessen ein paar schöne Bilder und viele sehr charmante Situationen genießen. Allein das Turteln der Hauptfiguren ist schon eine kleine lezione di seduzione.
  • Sideways
    Eine Geschichte über das Leben, die Liebe und Wein.
    Komödie, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 29.12.2015
    Sideways war der internationale Überraschungserfolg im Jahre 2004 - mit wenigen Mitteln gefilmt, für seine berührende Menschlichkeit allerorts gelobt. Der Einstieg verheißt erst mal nichts wirklich Gutes, denn die gewollt nach 1970er-Jahre-Manier gestaltete Fotografie mit manchen relativ langen, statischen Einstellungen kommt optisch etwas sehr nüchtern daher. Doch dann öffnet sich der Film wie ein guter Wein nach der ersten halben Stunde und es entwickelt sich eine bittersüße Geschichte um die Masken der Menschen und die Verletzlichkeit und Einsamkeit, die sich hinter all dem Getöse verbirgt. Manche kommen direkt zur Sache, andere verstecken ihre eigene Geschichte zunächst hinter der, die der Wein erzählt. Es passiert letztlich nichts Spektakuläres, und dennoch fiebert man am Ende mit den Figuren dieses Vierergespanns mit. Es empfiehlt sich sehr, schon vor Beginn des Films eine Flasche Wein zu öffnen, denn die Lust darauf bekommt man im Film ohnehin. Am besten einen Spätburgunder, alias Pinot Noir. Warum? Die Antwort gibt es im Film. Weinliebhaber müssen zum Ende hin allerdings kurz die Augen zu machen, während einem Cheval Blanc von 1961 Schlimmes passiert.
  • Guru
    Drama, Bollywood
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 28.11.2015
    Die Unternehmergeschichte wirkt ziemlich ernsthaft, sodass die üblichen bunten Bollywood-Gesangs- und Tanzeinlagen mitunter unpassend wirken, Genre hin oder her. Hinter der Geschichte steckt aber auch ein wirtschaftsliberales Pamphlet, das Korruption als legitimes Mittel gegen Korporatismen und Marktregulierung darstellen will und am Ende in einer etwas langatmigen und eher selbstgerechten Diatribe der Hauptfigur mündet.
  • Ein gutes Jahr
    Liebe das Leben und lebe die Liebe.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 16.11.2015
    R. Scott und R. Crowe waren damals entfernte Ferienhausnachbarn in der Provence und wollten offensichtlich mal etwas Ruhiges miteinander machen. Also entstand diese liebliche kleine Landschafts- und Liebeskomödie. Sie wird sicher mehr Spuren im Fremdenverkehr des Lubéron als in der Kinogeschichte hinterlassen. Aber man kann sie genießen wie einen schönen Urlaub, dessen erholsame Wirkung durch die Infragestellung keines einzigen Klischees gestört wird.

    Der Wein "Coin Perdu" wird übrigens wirklich produziert, in winzigen Mengen, und zwar am Drehort, dem "Château la Canorgue" in Bonnieux.
  • Das Fest
    Jede Familie hat ein Geheimnis.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 03.11.2015
    Die Anhänger des "Dogmas" verbieten sich jeden speziellen Effekt, gedreht wird nur mit 35-mm-Film in natürlichem Licht, der natürliche Dekor muss unverändert bleiben, der Name des Regisseurs darf nicht einmal im Vor- oder Nachspann erscheinen. Und so weiter. Im Ergebnis rauscht die Bildqualität hier manchmal auf Super-8-Niveau. Und dennoch ist es ein häufig zitierter Film, der Kinogeschichte schrieb, der mit minimalistischen Mitteln eine intensive psychologische Spannung aufbaut, während der älteste Sohn sich durchringt, endlich Stück für Stück das Familientabu vorzubringen, das schon ein Leben gekostet hat.

    An dieser Stelle sei an auf einen anderen wichtigen Film von Thomas Vinterberg verwiesen: "Die Jagd", handwerklich deutlich reifer als "Das Fest". Das Thema des Kindesmissbrauchs scheint den Regisseur umzutreiben, und in beiden Fällen beleuchtet er es mit zwingender Kraft, jedoch aus unterschiedlichen Winkeln.
  • John Wick
    Rache kennt keine Gnade.
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 03.11.2015
    Der Film wurde viel gepriesen, und man muss ihm eine Ästhetik anerkennen, die etwa an John Woo erinnert. Allerdings erreicht ebendiese sinnfreie Ästhetisierung von Gewalt und massakerhafter Action hier ein Niveau der Blutrünstigkeit, das beizeiten kaum noch erträglich ist, obwohl ich da einiges aushalte. Irgendwann wurde die Story so hanebüchen, dass ich schon vermutet hatte, als Unwissender in eine Comic-Verfilmung geraten zu sein, doch das ist nicht der Fall. Hier haben die Stuntmen den Film übernommen, aber scheinbar hielt sich niemand für eine Story zuständig.
  • Birdman
    oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 21.09.2015
    Bin auf ein großes Missverständnis herein gefallen: Inspiration für diesen Film lieferten keine Superheldenfilme, sondern Jean-Luc Godard! Das ist ein (relativ aufwendig produzierter) Arthouse-Film für Cineasten. Genial gespielt, grausam geschwätzig, ein bisschen surreal. Das sage ich alles anerkennend, obwohl ich den Film nicht mal zur Hälfte ausgehalten habe und es somit auch surreal ist, dass ich hier 4 Sterne vergebe.
  • Strike Back - Staffel 2
    Diplomatie wird überbewertet.
    18+ Spielfilm, Serie, Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 10.06.2015
    Nachdem Richard Armitage die erste Staffel im Alleingang bestritten hatte, wird er ab der 2. Staffel durch zwei Hauptfiguren ersetzt, die für die geheime und autonome "Section 20" im Namen der Regierung ihrer Majestät weltweit auf Terroristenjagd gehen. Sehr wirksame Action, viel Sex und Gewalt, ein paar schöne Landschaften, gute, spannende und gehirnfreie Unterhaltung, die qualitativ mit einer Serie wie "24" mithalten kann und es sicher verdient, bekannter zu werden.
  • Noah
    Das Ende der Welt... ist erst der Anfang.
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 02.06.2015
    Ein dunkler, intimistischer Film, mit vielen recht persönlichen Interpretationen biblischer Andeutungen. Manchmal zitiert er fast Fantasyfilme wie etwa den Angriff der Ents auf Isengart im Herrn der Ringe. Und doch will er auch einen Weltuntergang vermitteln, und zwar einen ohne Hoffnung, von biblischen Dimensionen, zugleich zugespitzt auf das Schicksal einer einzigen Familie - der letzten und somit ersten aller Familien.

    Es gibt Anspielungen auf ökologische Themen, auf religiösen Dogmatismus, der aus Frömmigkeit über Menschenleben richtet, und einiges mehr. Der Film ist vielschichtiger, als man auf den ersten Blick sieht, und kann daher Erwartungen enttäuschen, die ihm vor allem die Eigenschaft eines "Fantasy"-Spektakels abverlangen.

    Die Spezialeffekte verschleiern manchmal, dass Aronofsky einer der wenigen Hollywood-Regisseure ist, die mit Stars und großen Budgets Autorenfilme herstellen... dürfen.